Spiel, Spaß und Spannung! Genau das erwartet euch heute bei Radio 98eins, wenn das Magazin am Puls der Stadt ab 19 Uhr wieder auf Sendung geht und ihr euch auf eine unterhaltsame und wissenswerte Stunde mit unserer Moderatorin Sandra Fikus freuen könnt. Mit im Gepäck haben wir die aktuellen Nachrichten aus Greifswald und Umgebung und ob ihr mit einem Regenschirm oder der Sonnenbrille besser gewappnet seid, das erfahrt ihr im anschließenden Wetterbericht. Zudem gibt es einen interessanten Bericht zum Thema „Boys`Day“ sowie die Veranstaltungstipps für den heutigen Abend und morgigen Vormittag. Dazu werdet ihr von Musik abseits des Mainstream begleitet und die CD der Woche kommt diesmal von Misteur Valaire . Weiterhin tauchen wir mit euch ein in die wunderbare Rubrik „Lichtspiel“, wo unsere Kinoexpertin Katrin Kleedehn die Filme „Ohne Limit“ sowie „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ vorstellen wird und es als heutiges Highlight 5×2 Kinokarten zu gewinnen gibt.
Das Café Ravic ist aus der Greifswalder Barlandschaft gar nicht mehr wegzudenken. Nun hat die Kultkneipe Zuwachs bekommen: Das Video Ravic, welches seit Ende Februar eröffnet ist. Es befindet sich direkt neben der Bar in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Und wie der Name schon verrät, können die Gäste hier nicht nur ein kaltes Getränk genießen, sondern auch Videos, beziehungsweise DVDs, sehen. Wie das funktioniert?
Komm mit ins Kino (aber im Video Ravic ist es günstiger und gemütlicher.)
Zunächst sucht man sich einen Film aus dem Regal aus. Die Auswahl ist zwar mit etwa 100 Filmen überschaulich, doch das macht die Sache nicht einfacher. Hier stehen Geheimtipps neben Klassikern, aber auch bekannte und aktuelle Filme sind zu finden: Milk, Das Leben ist zu lang, Ein gutes Herz, Same same but different, Inception… – die Liste ist lang. Nicht jede DVD, die hier in den Regalen steht, gibt es im Videoverleih. Kommunikationswissenschafts- und Wirtschaftsstudentin Maria Strache, die zum ersten Mal das Video Ravic ausprobierte, gefällt die Filmauswahl: „Vor allem, dass es keine Allerweltsfilme sind. Wenn man sich eventuell nicht entscheiden kann, dann hilft einem die Bedienung, die den Anschein macht, als habe sie alle Filme schon gesehen.“
Wie ein Videoabend bei Freunden
Zum ersten Mal im Video Ravic - Maria ist begeistert.
Dann geht es vom Eingangsraum, hier befinden sich neben den Regalen eine kleine Bar und einige Ravic-typische Sitzgelegenheiten, in den kleinen Vorführraum. Nicht viel Platz birgt dieser, dafür ist es aber umso gemütlicher. Eine Eckcouch, ein Sessel, zwei kleine Sofas, dazwischen ein Fernsehtisch – mit blumigem Muster erinnern diese mitunter an das Mobiliar der eigenen Großeltern. Die Wände sind passend dazu mit alten Filmpostern tapeziert und so wird man gleich in die richtige Filmstimmung versetzt. DVD-Player und Fernseher an, DVD rein, der Spaß kann losgehen. Maria entschied sich für „Männer im Wasser“, einer schwedischen Komödie. Sie fühlt sich an einen Videoabend bei Freunden erinnert, an dem man Filme im Wohnzimmer guckt. „Nur mit dem Unterschied, dass das hier für alle zugänglich ist“, ergänzt sie.
Das Video Ravic öffnet täglich bereits um 16 Uhr und somit ist für diejenigen, die zuerst kommen, die Auswahl des Films gesichert. Man kauft keine Eintrittskarten, auch eine Videogebühr wird – sofern man vor Ort den Film sieht – nicht erhoben. Lediglich die Getränkepreise (Bier 2,50 Euro, Cola 1,80 Euro – Säfte und Heißgetränke gibt es auch) sind zu zahlen. Wird der Videoraum gerade genutzt, ist das dennoch kein Problem: Es kann im kleinen Barbereich gewartet werden. Oder man sieht sich den laufenden Film mit den anderen Gästen an. Wenn man die DVD dann doch lieber zu Hause sehen will, ist das aber auch kein Problem: Die Filme sind für 2,50 Euro pro Tag ausleihbar.
Der Verein „Kindermedienzentrum Greifswald e.V.“ plant ein Mitmachmuseum für Kinder und Familien rund um das Thema Medienkompetenz. Vom Film über das Radio bis hin zum Internet soll eine Erlebniswelt zum Anfassen entstehen.
Die Mitglieder des Vereins wollen das alte Kino wieder filmreif machen
Wer hätte nicht gerne als Kind einen Ort gehabt, an dem man seine Fantasie ausleben und eigene Filme produzieren kann? Oder wenn man auf die Bewegtbilder keine Lust hat, seine eigene Stimme im Radio hören kann. Oder die große Welt des WorldWideWeb kennenlernen kann. Oder aber die Pausen ganz zum Austoben nutzen kann, denn eine Kletterwand gibt es in diesem Kinderparadies auch. Das klingt nach einem Ort, der Kindern Spaß macht. Das Gute daran: er soll keine Utopie bleiben, sondern in Greifswald entstehen.
Die Mitglieder des Vereins „Kindermedienzentrum Greifswald e.V.“ haben sich aus genau diesem Grund zusammengefunden. Obwohl in Greifswald ein Viertel der Bewohner zwischen 18 und 30 Jahren sind, es viele junge Familien gibt, die sich in der Stadt wohlfühlen sollen, sind insbesondere für Kinder und Jugendliche kulturelle Angebote rar.
Der passende Ort für die Idee war schnell gefunden, nur die älteren Bewohner der Stadt werden ihn kennen: das „Theater der Freundschaft“. Ein scheinbar normales Gebäude in der Langen Reihe, an das Wohnungen grenzen, beherbergt auch das ehemalige Kino der Stadt. Nun gibt es ein anderes Kino und das alte verfällt nach und nach. Mit dem Museum würde auch im alten Kino neuer Glanz einziehen, allerdings sind die Verhandlungen über den Verkauf des Kinos noch in vollem Gange.
Von einem alten Gebäude zu einem hochaktuellen Thema – Medienkompetenz. Schon die Kleinsten haben Zugang zum Internet und zu anderen Medien, längst nicht immer sind alle Funktionen für Kinder altersgerecht. Jugendliche sind begeistert von Filmen, aber es ist ein großes Geheimnis, wie sie entstehen. Das soll nach Meinung des Vereins zukünftig kein Geheimnis bleiben. (mehr …)
Seit 7. Oktober ist die Verfilmung des preisgekrönten Romans "Die Straße" in den Deutschen Kinos
Der Himmel ist von Aschewolken geschwängert, die jeden Sonnenstrahl in sich brechen und die Erde gleichgültig ihrer Farben berauben. Die Berge sind von Asche bedeckt, die erbarmungslos jedes Leben zum Schweigen bringt. Die Wälder haben ihre Welketracht bereits seit Jahren abgelegt und stumm ragen die kahlen Stämme der toten Bäume wie ein fleischloses Skelett haushoch aus der Asche zu ihren Füßen in die Asche über ihren Köpfen. Vereinzelte Erdrutsche, entwurzelte Bäume, saurer Regen und starke Erdbeben bezeugen die letzten Krämpfe des sterbenden Planeten. Inmitten dieser hoffnungslosen Kulisse, auf einer längst verlassenen Serpentinenstraße, schleppen sich ein Vater (Viggo Mortensen) und sein Sohn (Kodi Smit-McPhee) abgemagert, ungewaschen und hungrig auf der Suche nach Benzin und Lebensmitteln entschlossen den Weg entlang.
Mit erschreckend entmutigenden Landschaftsaufnahmen des postapokalyptischen Szenarios verbildlicht John Hillcoat (The Proposition – Tödliches Angebot) Cormac McCarthys (unter anderem No Country for Old Men) jüngsten, 2007 mit dem Pulitzerpreis für Romane ausgezeichneten Roman The Road und bleibt der Handlung der Vorlage treu. Nachdem ein grelles Licht zu sehen war, wüteten verheerende Brände auf der Erde und alles Leben begann zu sterben. Nur ein kleiner Teil der Menschheit hat überlebt, keine Tiere und keine Pflanzen. So durchforsten entweder auf sich gestellte Individuen oder vereinzelte, kleinere Gruppen die Ruinen ehemaliger Siedlungen nach Lebensmitteln aller Art. Doch brach bald unter einigen Menschen Kannibalismus aus und die Menschen fingen an, in Furcht voreinander zu leben. Anhand der beiden Protagonisten, dem namenlosen Vater und seinem ebenso namenlosen Sohn, zieht The Road den Zuschauer hinein in seine hoffnungslose und beklemmende Welt. Nach dem Selbstmord der verzweifelten Mutter (Charlize Theron) beschließen Vater und Sohn, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, lediglich mit einem Einkaufswagen und einem Revolver mit zwei Patronen ausgestattet, durch das Grau ihrer Welt in Richtung Meer zu reisen.
Soundtrack zur Bedeutungslosigkeit von Nick Cave
Die atmosphärische Dichte der Vorlage auf die Leinwand zu übertragen, ist bei The Road, wie bei kaum einem anderen Film, der Knackpunkt, mit dem alles steht und fällt. Hier zeigen sich die Früchte von Hillcoats Arbeit als Musikvideoregisseur, wenn sich die beiden ausgemergelten und verdreckten Protagonisten mit ihrem Einkaufswagen über verlassene Highways quälen, die Kamera herauszoomt, die Bedeutungslosigkeit beider Existenzen aufzuzeigen und im Hintergrund die düstere, von Nick Cave komponierte, Musik eine Vertonung der alles bedeckenden Asche zu sein scheint.
Mit Einkaufswagen, Revolver und fest entschlossenem Blick auf dem Weg in den Süden.
Die einzigen Farbtupfer stellen die Erinnerungen des Vaters an eine fast schon unwirklich anmutende und vergangene Welt dar, durch deren Kontrast zur postapokalyptischen, lebensfeindlichen Umgebung sich die erfahrene Verzweiflung nur um ein Vielfaches intensiviert. Hillcoats letzte Zutat in der Komposition seiner fahlen und bedrückenden Atmosphäre ist sein Gefühl für Auslassungen. Wenn Vater und Sohn in das Haus einer Gruppe von Kannibalen eindringen, dann wird die Unsäglichkeit des Kannibalismus nicht in blutrünstigen Szenen exzessiv ausgekostet, sondern der Fokus bleibt auf den Protagonisten und den von ihnen gefundenen Indizien, um den Zuschauer vor einer passiven Rezeptionshaltung zu bewahren.
Trotz aller Gewaltigkeit und Virtuosität der Inszenierung bildet die ausgeblichene, lebensferne Umgebung nicht den Kern von The Road, sondern schafft einen Rahmen, in dem der Zuschauer gezwungen wird, sich mit den fundamentalen Wahrheiten der eigenen, menschlichen Existenz auseinander zu setzen. Wodurch unterscheidet sich der Mensch vom Tier, durch die Sprache, die Moral oder etwa die Vernunft? Angesichts der immensen existenziellen Nöte und der allgegenwärtigen Gefahr erweisen sich in The Road alle Ideale der Aufklärung und des Humanismus als leere Phrasen und blasse Erinnerungen an vergangene Zeiten. Zeilen wie diese: „Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium! … alle Menschen werden Brüder, wo Dein sanfter Flügel weilt…“ aus Schillers Ode an die Freude wirken vor dem Hintergrund des Films fast wie bitterster Sarkasmus. Vielmehr skizziert The Road den von Hobbes erdachten Naturzustand des Menschen, in dem der Mensch dem Menschen ein Wolf ist, mit dem einen Unterschied, dass dieser Zustand nicht als Ausgangspunkt für die Entwicklung gemeinschaftlichen Lebens, sondern in seiner Konsequenz als Resultat dieses Lebens existiert. In dieser Umgebung ist das einzig Menschliche aktives Mitleid. Mitleid, das sich ob der eigenen Ohnmacht im Verweigern oder Nehmen des Lebens äußert.
Furcht und Misstrauen bestimmen den Alltag von Vater und Sohn.
Hustenanfälle und Strohhalmgeschlürfe statt Hunger und Einsamkeit
Auch wenn der Film technisch auf höchstem Niveau ist und die Romanvorlage adäquat an die Gegebenheiten der Leinwand angepasst wurde, so kann der Film nur teilweise wirklich überzeugen. Da man in einem Buch gesprochene Sprache grundsätzlich anders wahrnimmt, als in einem Film, lässt es sich ertragen, wenn ein Protagonist nur selten zu Wort kommt. Auf der Leinwand hingegen können solche Charaktere schnell zur Qual werden, wenn sie ständig unbeholfen neben der Handlung stehen. So gut Kodi Smit-McPhee die Rolle des naiven und verängstigten Sohnes, der von seinem Vater oft bevormundet und angewiesen wird, auch in der ersten halben Stunde spielt, spätestens ab der Hälfte des Filmes trampelt der vergötterte Sohn mit seiner schlaffen Körperhaltung und seinen plumpen Sterbewünschen jeden Anflug von Mitgefühl aus dem Kinosessel. Darüber hinaus lassen sich existenzielle, für die Wirkung des Films unabdingbare Nöte wie Hunger oder absolute Einsamkeit nur schwer nachvollziehen, wenn sich aus dem Halbdunkel des Kinosaals Hustenanfälle, Bonbongeraschel oder Strohhalmschlürfen immer wieder in den Vordergrund spielen und so die Empathie mit den Charakteren jedes Mal unterbrochen wird. Der Gipfel des Zumutbaren ist allerdings erreicht, als der Sohn zum ersten Mal in seinem Leben Bekanntschaft mit einer CocaCola-Dose macht. Wer sich bereits über das Product-Placement von Coladosen in Pearl Harbour ärgerte, dem wird diese als perfekter Werbeclip inszenierte Begegnung mit der roten Dose mehr als nur sauer aufstoßen und womöglich eher zum Gehen animieren als die oben erwähnte Kannibalismusszene. An und für sich ließe sich auch hierüber hinwegsehen, wäre dies nicht nur die Spitze des Eisberges einer Produktion, die amerikanischer kaum sein könnte, denn diese Produktion ist es, die die Stimmung des Filmes viel drastischer bricht als es Bonbongeraschel jemals könnte.
Über weite Strecken hat es Hillcoat sehr gut verstanden, sich dem Roman aufmerksam zu nähern und diesen in „realen“ Bildern auf der Leinwand zu verwirklichen. An einigen Stellen des Films machen sich die Unterscheide beider Medien leider jedoch zu deutlich bemerkbar. So entschwindet die vorher mühsam aufgebaute Atmosphäre, die den Zuschauer in das Erlebnis hineinzieht und entlässt den selbigen in eine bloße Aufnahmehaltung. Alles in Allem handelt es sich bei The Road dennoch um einen durchaus sehenswerten Film, der durch seine technische Feinheit und Bildgewalt viel an Ausdruckskraft und Authentizität gewinnt und gerade jetzt in der stiller werdenden Jahreszeit Herbst den Zuschauer emotional bindet.
Heute erwartet euch eine tolle Sendung die durch zogen ist mit dem WM-Fußballfieber. Unsere Redakteurin Stephanie Holke hat sich schlau gemacht um das Verbot und die Konfrontation bezüglich der Vuvuzelas. Rund geht es weiter bei unserem dies wöchigen WM Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es Bücher aus dem Themenbereich Fußball und Fußballhörspiele. Was ihr tun müsst: Unser Gewinnspielfrage beantworten und richtige Antwort an wm@98eins.de senden! Unsere Frage lautet: Welcher Spieler schoß das legendäre Wemblytor bei der WM 1966 in England? Die Gewinner werden ausgelost und werden kommenden Montag bekannt gegeben. Unser Kinoexperte hat für euch geschaut, ob es auch Fußball Kinofilme gibt. Welche das sind und ob dort tatsächlich wirkliche Fußballer mitspielen, beantwortet Jakob Rüger euch in der Sendung. Natürlich gibt es wie jeden Mittwoch Kinokarten zu gewinnen. Also rein hören und mitmachen.
Natürlich haben wir für euren heutigen Abend viele Veranstaltungstipps heraus gesucht, damit die Fußball-Muffel unter euch nicht zu kurz kommen. Nachrichten kurz und kompakt aus und um Greifswald, hört in unseren Spotlights, sowie den aktuellen Wetterbericht.
Unsere CD diese Woche ist Bonaparte mit seinem neuen Album “ My horse likes you“. Weitere Infos zu dem Album bekommt ihr auf unsere Homepage.
Also einschlaten unter 98,1 UKW oder zu hören über Livestream unter www.98eins.de