Musik im Freien, Feiern im Freien

Musik im Freien, Feiern im Freien

Grafik: Jakob PallusWährend sich die einen in diesen Tagen wie Lernmaschinen wissbegierig Seite für Seite Muskelnamen, Krisenzyklen oder Präzedenzfälle in den Kopf hämmern, brüllen andere selbstvergessen einem Sportereignis am anderen Ende der Welt zu. Mit Kultur hat das herzlich wenig zu tun – behaupte zumindest ich. Und für Kultur braucht man nicht einmal unbedingt viel zu wissen und auch nicht nach Brasilien zu schauen. (mehr …)

Künstler, organisiert euch! Für die Insomnale

Die diesjährige studentische Kunstausstellung „Insomnale“ steht auf der Kippe. Nach dem zehnjährigem Jubiläum im letzten Jahr droht der größten Ausstellung junger Kunst in Vorpommern nun das Aus.

Solchen Kunstwerken fehlt in Zukunft eventuell die Ausstellungsfläche

„Ihr lernt ganz viel und es gibt Scheine!“ Was nach einer sehr verkürzten Definition des Studiums klingt, ist ein fast schon verzweifelter Notruf des Fachschaftsrats (FSR) Kunst und Kunstgeschichte. Auf einem schlichten Aushang heißt es weiter: „Kommt zum SOS-Treffen“, mit großer dringender Überschrift „Rettet die Insomnale!“

Zu der Krisensitzung am 16. März erscheinen rund zwei Dutzend Interessierte im hellen Zeichenraum des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI). Während es draußen vor den dunklen Fenstern in Strömen regnet, tragen Annabelle Diepold und Karolin Schwab das Problem allen Anwesenden vor. Die frisch gewählte Vorsitzende und die Finanzerin des Fachschaftsrats suchen ein neues Veranstaltungsteam, welches im kommenden Sommer eines der wichtigsten Aushängeschilder des Kunstinstituts und der Studierendenschaft schultern soll: die „Insomnale“.
Gemeint ist eine der erfolgreichsten Ausstellungen in Mecklenburg-Vorpommern. Namensgebend ist die Schlaflosigkeit, welche sich nach langen Nächten der Vorbereitung, des Sommers und der Ausstellungen einstellt. (mehr …)

„Mit jedem Jahr frecher und erfindungsreicher“ – Die Insomale

Die Insomnale feiert zehnjähriges Jubiläum.

„Hier wohnt Dirty Harry“ - Das Werk von Julia Leschik bekam den ersten Preis in der bildenden Kunst

Nach und nach betreten acht Frauen die „Bühne“ im Ausstellungsraum der Dompassage. Alle tragen individuelle, gänzlich weiße Kostüme. Die erste trägt eine weiße Tüte über dem Kopf, so dass sie nichts sehen kann. In ständig sich wiederholenden Bewegungen schlägt sie eine imaginäre Picknickdecke auf. Im Hintergrund läuft unauffällige elektronische Musik. Nachdem alle, gleichsam irritierend kostümiert und agierend, ihren Platz eingenommen haben, öffnet die letzte einen mitgebrachten Picknickkorb. Sie gießt einigen Darstellern imaginären Kaffee ein. Während sie trinken, verteilt eine andere weniger imaginären Kuchen an das zahlreich erschienene Publikum. Nachdem der Kuchen verteilt ist, verlässt man die Bühne wieder. Einige Sekunden herrscht Stille, erst allmählich begreift das Publikum, dass die Vorstellung zu Ende ist, und beginnt zu klatschen. (mehr …)