von Jan Faulbrück | 05.06.2009
Auf der Ostsee tut sich mehr, als ein Blick auf den Greifswalder Bodden vermuten lässt. Auf der Internetseite marinetraffic.com kann der auf dem Trockenen sitzende Internetuser jede Schiffsbewegung live beobachten – weltweit. Alle 99 Sekunden werden die Standorte der Schiffe dank AIS (Automatic Identification System) aktualisiert.

Zum Zeitpunkt dieses Screenshots kehrte gerade die "Greif" zurück in ihren Heimathafen. (Klicken zum Vergrößern)
Mit einem Klick auf den jeweiligen Schiffstyp, kann man in Erfahrung bringen, unter welcher Flagge das Schiff fährt, den Namen, aktuelle Position, Geschwindigkeit und neben einigen anderen Daten sogar ein Foto des Schiffes. Die Schiffstypen werden durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet. Dabei wird zum Beispiel zwischen Passagierschiffen, Transportschiffen, Tankern oder Yachten unterschieden. Über die Navigation lassen sich alle eingetragenen Häfen sowie ausgewählte Seegebiete anfliegen. Entwickelt und betreut wird die Seite durch das Department of Product & Systems Design Engineering der griechischen Universität Aegean.
Urteil des Autors: Nettes Spielzeig, nicht nur für alle Seefahrtsbegeisterten.
Was verbirgt sich hinter AIS? Das Automatic Identification System (Automatisches Informationssystem) stellt Navigations- sowie technische Daten eines Schiffes zur Verfügung, um die Sicherheit und die Flottenkoordination auf den Meeren zu verbessern. Seit Dezember 2004 verlangt die International Maritime Organization (IMO) von allen Schiffen, mit einer BRZ (Bruttoraumzahl) von über 300, einen AIS Transponder an Bord mitzuführen. Dieser sendet u.a. die auf marinetraffic.com zu beobachtenden Daten aus. Auch Schiffe, die länger als 20 Meter sind oder mehr als 50 Passagiere transportieren, führern einen Transponder mit sich.
Link: www.marinetraffic.com
von Gabriel Kords | 25.04.2009
In den letzten Tagen wurden die Greifswalder wieder einmal Zeugen einer besonders hübschen Provinzposse. Ausgegangen war das ganze von der Usedomer Eisenbahngesellschaft (UEG), die ab dem 1. Mai den Eisenbahnanschluss Greifswald-Ladebow mit Güterzügen betreiben soll, sofern es Interessenten dafür gibt. Die Strecke verbindet die Hauptbahnstrecke Stralsund-Angermünde-Berlin mit dem Ladebower Hafen. Der Güterzugverkehr war vor einigen Jahren stillgelegt worden, derzeit ist die Strecke nicht befahrbar. Das liegt zum einen an einer baufälligen Brücke über den Ryck am Hafen und zum anderen an kleineren Mängeln, die bei einer Vermessung der Schienen festgestellt wurden.

Wäre vielleicht nach Ladebow gependelt: "Ferkeltaxe" aus DDR-Produktion (im Bild auf Usedom)
Die Usedomer Eisenbahngesellschaft wollte trotz dieser Schwierigkeiten und auf eigene Kosten ab dem 1. Mai einen touristischen Personenzugbetrieb zwischen dem Greifswalder Hafen und Ladebow einrichten. Das verkündet sie derzeit auch noch auf ihrer Homepage. Wegen der baufälligen Brücke wären die Schienenfahrzeuge dafür mit dem Tieflader über die Straße angeliefert worden. Die Stadtverwaltung hat nun aber in der OZ verlauten lassen, dass auch andere Mängel, nämlich Probleme an den Schienen auf der Strecke, nicht behoben wurden. Das wiederum, ließ Gerald Sachs von der UEG vernehmen, sei anders abgesprochen gewesen. Die Stadt habe die Mängel bis zum 1.5. beseitigen lassen wollen. (mehr …)
von Jabbusch | 28.02.2008
Die Presseabteilung der Ostseefestspiele gab gestern bekannt, was den Kulturfan dieses Jahr auf der Greifswalder Open-Air Musical-Bühne erwarten darf: Aufgeführt wird dieses Jahr Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“ mit Schauspiel, Ballett und Orchester…
„In einer Atmosphäre aus Schabernack und Freude am Spiel entspinnt sich eine phantasie- und temporeiche Geschichte um die Verwirrung der Charaktere und die Wechselhaftigkeit der Liebe.“
Vor zwei Jahren wurde die neue Musical Bühne durch den Bühnenaufbau weltberühmt, welcher die amerikanische Freiheitsstatur mit bloßen Brüsten und ausgestrecktem Mittelfinger zeigte. Die Enthüllung der Bühne fiel – offiziell zufällig – terminlich sehr Nahe mit dem Besuch von George W. Bush bei Angela Merkel in Stralsund.
Vom 27.6. bis 10.8. sind 13 Vorstellungen geplant. Karten gibt“s hier.