Adventskalender Türchen Nr. 5: Abgeholzt und ungeliebt

Adventskalender Türchen Nr. 5: Abgeholzt und ungeliebt

Weihnachtsbäume gehören zu Weihnachten, wie Schnee in den Winter. Jede Person, die ich kenne liebt Weihnachtsbäume. Der Geruch nach Tannengrün ist der Geruch, welchen man auch jeden Fall mit Weihnachten verbinden sollte. Aber was passiert mit den Bäumen, die abgeholzt, aber nicht verkauft wurden?

Der klassische Weihnachtsbaum

Kurzer Disclaimer vorneweg: Es geht in diesem Artikel nur um den klassischen Weihnachtsbaum. Also um den aus dem Wald. Falls ihr euch für andere Weihnachtsbaumalternativen interessiert oder einfach mal wissen wollt, was es für Alternativen gibt, kann ich euch nur diesen Artikel empfehlen.

Der Lebenszyklus

Aber kommen wir von den möglichen Alternativen eines Weihnachtsbaums zurück zu den echten Bäumen. Wir schauen uns zuerst den Lebenszyklus eines Weihnachtsbaums an.

Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume kommen jedes Jahr in Deutschland auf den Markt. Davon sind mehr als 75% der klassische Weihnachtsbaum. Die Nordmanntanne. Unter der Zugabe von Chemikalien wird zum Beispiel bei dem Grün des Baumes nachgeholfen. Auch werden Nordmanntannen meist in Monokulturen gepflanzt. Diese beiden Punkte kommen natürlich der Natur nicht gerade entgegen. Eine Nordmanntanne braucht um eine Länge von 2 Meter zu erreichen rund zwölf bis vierzehn Jahre. Damit dann aus der Nordmanntanne auch ein Weihnachtsbaum wird, wird diese gefällt und in den Verkauf gebracht und im Idealfall verkauft.

Nicht gekauft – und nun?

Was passiert jetzt aber mit Weihnachtsbäumen, die nicht gekauft werden. Die Antwort ist vielschichtig.

Viele unverkaufte Weihnachtsbäume werden geschreddert. Die entstandene Mulch wird dann als Dünger weiterverwendet. Der ungeliebte Baum hat also in diesem Fall entscheidenden Einfluss auf seine Nachfolger. Auf das es denen besser ergeht. Es gibt aber auch andere Optionen. So gibt es auch die Möglichkeit, dass der Baum zerschnitten wird. Der entstandene Grünschnitt wird dann als Frostschutz von Zierpflanzen und Sträuchern verwendet. Der Baum „opfert“ sich in gewisser Weise für den Schutz von anderen Pflanzen. Auch ein sinnstiftendes Ende. Die wahrscheinlich „schönste“ Variante ist eine weitere Verwendung in den Zoos der Bundesrepublik. Etwa als Spielzeug oder gar Futter für Elefanten. Liegt aber auch daran, dass es grundsätzlich niedlich ist, was Elefanten und gerade Babyelefant machen.

Nun wissen wir, dass ein abgeholzter Weihnachtsbaum doch noch einen Sinn im Leben findet, auch wenn dieser nicht das Weihnachtsfest ist. Welchem Zweck er aber letztendlich zugute kommt ist nebensächlich, solange der Weihnachtsbaum noch einen Sinn in seiner Existenz findet. Um umsonst abgeholzt zu werden, ist egal welcher Baum zu schade.

In eigener Sache

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte loswerden. Der Weihnachtsbaum steht wie nichts anderes für die Weihnachtszeit. Mit Weihnachtsbäumen verbinden so viele Menschen so schöne Erinnerungen, aber besonders mit der Weihnachtszeit allgemein. Also nutzt die Weihnachtszeit und verbringt sie mit den Menschen, die euch wichtig sind. Schafft schöne Erinnerungen für euch und eure Mitmenschen. Mit Weihnachtsbaum oder ohne.

Beitragsbild: Laura Schirrmeister

Fridays for Future-Demonstration am 09.06. in Greifswald

Fridays for Future-Demonstration am 09.06. in Greifswald

Die Fridays for Future-Bewegung (FFF) demonstriert seit 2018 weltweit für mehr Klimaschutz. Die FFF-Ortsgruppe Greifswald ruft nun zu einer „Verkehrswendedemo“ auf, bei der mehr Berücksichtigung von Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen in der Verkehrsplanung gefordert wird. Start ist am Freitag, den 9. Juni um 16 Uhr an der Europakreuzung in Greifswald.

Dafür wird demonstriert

Weniger Raum für Parkplätze, Autos und Abgase, mehr Platz für Fahrräder, Fußgänger*innen, Gastronomie und all das, was keinen Motor hat.  Dazu eine Straßengestaltung, die mehr nachbarschaftliche Begegnung und eine höhere Aufenthaltsqualität versprechen soll. Das fordert die FFF-Ortsgruppe aus Greifswald in ihrem Aufruf zur Verkehrswendedemo. Sogenannte „Sommerstraßen“ mit mehr Begrünung, Verweilmöglichkeiten und vor allem ohne Autos sollen den gewünschten Effekt erzielen.

Umdenken nicht nur in Greifswald

Das Konzept ist keinesfalls eine Greifswalder Eigenkreation. Auch in Berlin wird mit den „autofreien Kiezen“ eine neue Gestaltung von öffentlichen Räumen in Angriff genommen. Prominentestes Beispiel ist wohl die Friedrichstraße, deren Status schon mehrmals zwischen autofreier und regulärer Straße gewechselt ist. Im noch größeren Stil wird das autofreie Konzept in Barcelona umgesetzt. Dort werden ganze Nachbarschaften zu sogenannten „Superblocks“ umgestaltet, in denen nur Lieferfahrzeuge und Anwohnende ihr Auto fahren dürfen. Der dazugewonnene Platz wird mit Beteiligung der Bürger*innen neu gestaltet.

Das Wichtigste auf einen Blick:
Was? Demonstration für Verkehrswende von Fridays for Future
Wann? Freitag, den 9. Juni um 16 Uhr
Wo? Start an der Europakreuzung Greifswald

Beitragsbild: NiklasPntk auf Pixabay