Adventskalender Fensterchen No. 19: selbstgemachter Glögg

Adventskalender Fensterchen No. 19: selbstgemachter Glögg

Weihnachtszeit ist Vorfreude und Geheimnistuerei, Nächstenliebe und Besinnung. Sie duftet nach heißem Glühwein, frisch gebackenen Keksen und mühsam gepellten Mandarinen. Der Dezember lebt von kleinen Aufmerksamkeiten und Traditionen, wie den Adventssonntagen mit der Familie, dem mit Süßigkeiten gefüllten Schuh am Nikolausmorgen und dem täglichen Öffnen des Adventskalenders. Weißt du noch, wie du jeden Tag vor Weihnachten aufgeregt aufgestanden bist, um vorfreudig zu deinem Schokoadventskalender zu tappen? Die moritz.medien verstecken das Weihnachtsgefühl hinter 24 Fenstern. Im heutigen Fenster: der Versuch, selbst Glögg zu machen.

Glögg ist in Greifswald irgendwie das Ding – vor allem auf dem Weihnachtsmarkt macht der skandinavische Glühwein dem deutschen Klassiker immer wieder Konkurrenz. Das Getränk ist auch auf Rotweinbasis und wird mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Ingwer und Kardamom verfeinert und mit Rosinen und Mandeln ergänzt. Aus dem letzten Jahr habe ich Glögg eigentlich ganz gut in Erinnerung, daher wage ich das Experiment, selbst welchen zu kreieren.

Die Rezepte im Internet sind sich mal wieder nicht einig, wie der originale Glögg denn tatsächlich zubereitet wird. Ich entscheide mich für:

  • eine Flasche Rotwein
  • einen ordentlichen Schuss Rum (manchmal wurde auch zu Korn oder Wodka gegriffen)
  • 140 g Zucker
  • einige Scheiben frischen Ingwer
  • Kardamom (in den Rezepten wurden etwa 2 TL von dem Pulver genommen, aber da mich der Geruch etwas abschreckt, beginne ich mit einem Löffelchen)
  • 4 Nelken
  • 2 Zimtstangen
  • knapp 100 g Rosinen
  • Mandeln als Topping

Die Zubereitung ist einfach: Der Rotwein wird mit allen Zutaten (bis auf die Mandeln) erhitzt, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann soll die Mischung am besten über Nacht ziehen. Ich bereite allerdings den Glögg am Mittag zu, da abends die digitale webmoritz.-Weihnachtsfeier ist. Daher müssen etwa 6 Stunden Ziehzeit reichen. Die Küche riecht auf jeden Fall schon gut nach Glühwein.

Vorm Servieren erhitze ich die Mischung noch einmal. Ich könnte außerdem alles durch ein Sieb gießen, aber da ich morgen noch etwas von dem hoffentlich leckeren Getränk haben will, lasse ich die Gewürze noch weiter ziehen. Nachdem ich mir eine Tasse eingeschenkt habe, wird das Ganze noch (mehr oder weniger schön) mit Mandeln „dekoriert“ – sie gehen eigentlich direkt unter.

Und dann folgt der Geschmackstest: Eigentlich riecht es schon ganz gut, aber irgendeine Note gefällt mir schon jetzt nicht so richtig. Nach einigen Schlucken des doch recht starken Weins, glaube ich zu wissen, wo der Haken ist: Kardamom. Obwohl ich schon halb so viel genommen habe, wie in einigen Rezepten empfohlen wurde (zum Glück!), erinnert mich mein Glögg weniger an den Besuch auf einem schwedischen Weihnachtsmarkt, sondern eher an den Besuch in einer finnischen Sauna. Es schmeckt leicht bitter und hat tatsächlich, vielleicht auch in Kombination mit dem Ingwer, einen Hauch von Saunaufguss. Die Rosinen, die ab und zu durchkommen, süßen zwar angenehm und durch die Mandeln hat man auch gleich noch einen Snack für zwischendurch, aber irgendwie bin ich nicht überzeugt. Vielleicht liegt es auch an den Zimtstangen, die möglicherweise schon länger herumliegen, doch das Getränk könnte für meinen Geschmack auch noch weihnachtlicher und vor allem noch fruchtiger schmecken. Im Gegensatz zum mir bekannten Glühwein wurde dieser Glögg nicht mit einem Saft gestreckt und daher ist die Basis nur aus Wein mit Rum und Zucker. Da greife ich in Zukunft doch lieber zum klassischen oder weißen Glühwein. Oder hat jemand ein besseres Glögg-Rezept?

Titelbild: Julia Schlichtkrull
Beitragsgif: Lilli Lipka

Adventskalender Fensterchen No. 10: (Wie) Schmeckt weißer Glühwein?

Adventskalender Fensterchen No. 10: (Wie) Schmeckt weißer Glühwein?

Weihnachtszeit ist Vorfreude und Geheimnistuerei, Nächstenliebe und Besinnung. Sie duftet nach heißem Glühwein, frisch gebackenen Keksen und mühsam gepellten Mandarinen. Der Dezember lebt von kleinen Aufmerksamkeiten und Traditionen, wie den Adventssonntagen mit der Familie, dem mit Süßigkeiten gefüllten Schuh am Nikolausmorgen und dem täglichen Öffnen des Adventskalenders. Weißt du noch, wie du jeden Tag vor Weihnachten aufgeregt aufgestanden bist, um vorfreudig zu deinem Schokoadventskalender zu tappen? Die moritz.medien verstecken das Weihnachtsgefühl hinter 24 Fenstern. Im heutigen Fenster: (Wie) Schmeckt weißer Glühwein?

Wenn wir schon keine weiße Weihnacht haben können, dann doch wenigstens weißen Wein. Allerdings ist der Trend des weißen Glühweins irgendwie an mir vorbeigegangen. Oder vielleicht hab ich ihn schon probiert, aber kann mich (warum auch immer…) nicht mehr erinnern. Wie auch immer: Ich weiß nicht (mehr), wie und ob er schmeckt und ich will wissen, ob der heiße, weiße Wein seinem rotem Geschwisterchen Konkurrenz machen kann oder es sich doch nur um ein überbewertetes Trendgetränk handelt.

Die Rezepte im World Wide Web sind mannigfaltig, doch eines haben sie gemeinsam: Die Grundlage von weißem Glühwein ist oh Wunder Weißwein. Gestreckt wird der Wein mit einem (hellen) Saft meiner Wahl. Obwohl die meisten Rezepte zum Orangensaft tendieren, entscheide ich mich für Apfelsaft. Um nicht ganz auf den O-Saft zu verzichten, presse ich etwas frischen Saft einer Orange hinzu und gebe zusätzlich ein paar Scheiben in den Topf. Außerdem versenke ich ein paar dünne Apfelspalten im Gemisch. Hinzu kommt eine Zimtstange, ein paar Nelken und ein klein wenig Sternanis. Außerdem süße ich mit Vanillezucker. Hätte ich jetzt noch etwas Rum oder Amaretto da, würde ich vielleicht auch davon noch einen Schuss hinzufügen. Auf niedriger Stufe soll der Trunk erhitzt werden, aber Achtung: Auf keinen Fall darf der Glühwein kochen, weil sonst der gute Alkohol verdunstet. Auf Empfehlung lasse ich das Getränk nun eine halbe Stunde (aus der anderthalb Stunden werden) ziehen. Serviert wird und das macht jeden Glühwein besser natürlich in einer Greifswalder Weihnachtsmarkttasse.

Und (wie) schmeckt’s? Nach Glühwein! Nach sehr leckerem Glühwein. Vielleicht liegt es an meinen außergewöhnlichen Kombinations- und Kochkünsten, aber ich bin angenehm überrascht. Zwar schmeckt der Wein typisch weihnachtlich und glühweinig, warm und süß, aber ist trotzdem fruchtig und dabei irgendwie leichter und sanfter als roter Glühwein. Die Apfelscheiben hätte ich mir glaube ich sparen können und mit den Nelken werde ich das nächste Mal großzügiger (meine Mittesterin hingegen sparsamer) sein. Natürlich muss ich mich (leider…) noch weiterhin intensiv mit weißem Glühwein auseinandersetzen und verschiedene Variationen probieren, aber der rote Glühwein muss sich in Acht nehmen, denn ich bin angefixt (und angetrunken)!

Titelbild: Julia Schlichtkrull
Beitragsbilder: Lilli Lipka

advents.kalender 2019: 15. Türchen – Weihnachten mit Schuss

advents.kalender 2019: 15. Türchen – Weihnachten mit Schuss

Es weihnachtet sehr, auch in Greifswald – und besonders bei den moritz.medien. Mit dem advents.kalender geben wir Euch weihnachtliche Tipps, Tricks, Erfahrungsberichte, Rezepte uvm. für die Adventszeit. Öffnet jeden Tag ein Beitrags-“Türchen”! Im heutigen Türchen: drei Getränke für die Weihnachtszeit.

Frust über den Vorweihnachtsstress oder Ärger darüber, dass ihr trotz aller Vorsicht bereits ge-wahm!’ed wurdet? Oder einfach nur Lust auf einen Abend im Freundeskreis, bei dem ihr gemütlich im Warmen zusammensitzt, während draußen in der Kälte der erste Schneeregen des Jahres fällt?

Für diese Anlässe und noch viele weitere verraten wir euch hier drei Rezepte unserer liebsten Weihnachtsdrinks, für eine besinnliche und beschwipste Weihnachtszeit. Jedes Getränk lässt sich aber natürlich nach eigenem Geschmack auch mit weniger oder ganz ohne Alkohol zubereiten.

Glühwein

1 l trockener Rotwein
1 unbehandelte Zitrone
2 Stangen Zimt
3 Nelken
3 EL Zucker
Kardamon

Für euren eigenen Glühwein mit dem typischen Weihnachtsgeschmack braucht es weder viele Zutaten noch viel Zeit. Ihr beginnt, indem ihr den Rotwein in einem Topf erhitzt. Während sich dieser erwärmt, bereitet ihr schnell noch die Zitrone zu, die ihr in etwa 1cm dicke Scheiben schneidet. Die Scheiben fügt ihr dann einfach dem Wein bei, genauso wie Zucker und Gewürze. Diese Mischung muss sich jetzt noch 5 Minuten weiter erwärmen, bevor ihr sie vom Herd nehmen und beiseite stellen könnt. Etwa eine Stunde sollte der Glühwein noch zugedeckt weiter ziehen, bevor ihr ihn serviert.

Am besten schmeckt er natürlich, wenn ihr ihn vor dem Verzehr noch einmal erhitzt. Für das beste Glühwein-Feeling eignen sich außerdem Steinkrüge zum Trinken – oder die geklauten Tassen vom Weihnachtsmarkt.

Teepunsch

1 l starker schwarzer Tee
100 ml Rum
75 g Zucker (am besten Kandis)
2 unbehandelte Zitronen
Würfelzucker und Rum zum Flambieren (für die Mutigen)

Wenn ihr vom Glühwein noch ein paar Zitronen übrig habt, könnt ihr diese sofort für das nächste Weihnachtsgetränk benutzen. Dafür müsst ihr zuerst einmal den Tee zusammen mit Zucker und Rum erhitzen. Zu dem vor sich hin ziehenden Getränk fügt ihr anschließend den Schalenabrieb von einer Zitrone bei, bevor ihr diese in zwei Hälften teilt, auspresst und den Saft ebenfalls dazu gebt.

Die zweite Zitrone ist zum Servieren gedacht. Einfach in Scheiben schneiden und ein Stück in jedes Glas geben, wenn ihr den Teepunsch einfüllt. Solltet ihr die Flambiermethode wählen, ist unbedingt darauf zu achten, dass eure Gläser feuerfest sind! Hierfür nehmt ihr euch einfach einen Teelöffel, den ihr über euer Glas legt. Darauf platziert ihr jeweils ein Stück Würfelzucker, das ihr nun nur noch mit etwas Rum übergießen und dann anzünden müsst. Für den größtmöglichen WOAH-Effekt noch brennend servieren.

Für eine alkoholfreie Variante könnt ihr den schwarzen Tee auch einfach mit Apfelsaft (500 ml) und etwas Honig (50g) mischen. Als alternative Geschmacksnoten eignen sich auch Nelken, Zimt und Orangen. Der Flambierffekt funktioniert allerdings leider nur mit Alkohol.

Bowle

1 Flasche Sekt (oder alternativ Weißwein)
100 ml Wodka
1 l Zitronenlimonade
1 unbehandelte Orange
3 unbehandelte Zitronen
50g Granatapfelkerne

Noch ein Rezept, um euren gekauften Beutel Zitronen aufzubrauchen. Bowle geht immer, sowohl zu Silvester als auch bereits in der Weihnachtszeit. Die Zubereitung ist außerdem denkbar einfach – ihr solltet aber rechtzeitig beginnen, da das Ganze noch eine Weile ziehen muss.

Besorgt euch einfach ein großes Bowlegefäß und fügt die klein geschnittenen Früchte hinein (von den Zitronen erst mal nur 2 verwenden). Zu den Früchten gießt ihr dann Wodka und Sekt hinzu, bevor ihr die dritte Zitrone zur Hand nehmt, auspresst und ihren Saft ebenfalls hinzufügt. Das Getränk sollte jetzt für mindestens 2 Stunden kühl gestellt werden. In dieser Zeit werden sich aber eure Früchte ordentlich mit dem Alkohol vollsaugen, mildert das Ganze deshalb vorher besser mit der Zitronenlimo ab – umso mehr ihr davon hinzu gebt, desto weniger werdet ihr den Effekt des Alkohols am Ende schmecken.

Natürlich könnt ihr die Bowle auch völlig ohne Alkohol zubereiten. Als Beigabe lassen sich außerdem auch alle anderen Obstsorten verwenden, die ihr mögt, zum Beispiel Äpfel, Orangen oder verschiedene Beeren. Besonders lecker: Schlammbowle. Hierfür einfach direkt vor dem Servieren je nach Bedarf 1-2 l Vanilleeis hinzugeben.

Prost!

Beitragsbild: Till Junker
bearbeitet von: Anne Frieda Müller