Wahlhilfe gesucht!

Wahlhilfe gesucht!

Am 09. Juni findet in Greifswald die Europaparlaments-, Kreistags- und Gemeindevertretungswahl statt und wie jedes Jahr werden auch jetzt wieder zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen für die Arbeit im Wahlvorstand und in den Wahlbezirken gesucht. Wahlhelfer sind unverzichtbar für den reibungslosen Ablauf von Wahlen. Sie tragen dazu bei, dass alle wahlberechtigte Bürger*innen ihre Stimme abgeben können. Alle Informationen zum Thema Wahlhelfer*innen und wie ihr selbst als solche aktiv werden könnt, erfahrt ihr im Folgenden.

Was muss ich über Wahlhelfer*innen wissen?

Für die insgesamt 42 allgemeinen Wahlbezirke und die 18 Briefwahlbezirke ist die Unterstützung von ungefähr 520 Helfer*innen angedacht. Jede wahlberechtigte Person hat dabei die Möglichkeit, sich als Wahlhelfer*in zu engagieren. Besondere Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Wahlhelfer*innen sind ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger, die in den Wahlvorständen arbeiten. Sie sind verantwortlich für die Organisation und Durchführung von Wahlen. Ihre Aufgaben sind vielfältig und von großer Bedeutung. Zum einen sind sie zuständig für die Überprüfung der Wahlberechtigung anhand des Wählerverzeichnisses oder auch die Ausgabe der Stimmzettel oder das Zählen der Stimmen und die damit verbundene Ermittlung des Wahlergebnisses. Vor jeder Wahl werden Wahlhelfer*innen von den Gemeindebehörden berufen. Idealerweise stammen sie aus dem Wahlbezirk, in dem sie tätig sind. Dies stellt sicher, dass sie mit den lokalen Gegebenheiten vertraut sind.

Jeder Wahlbezirk hat einen eigenen Wahlvorstand, welcher jeweils aus Wahlvorsteher*in, dessen*deren Stellvertreter*in, Schriftführer*in und 5-6 Beisitzer*innen besteht. Vorsteher*in, Stellvertreter*in und Schriftführer*in erhalten im Vorfeld der Wahl eine Schulung, um mit ihren Aufgaben vertraut zu werden. Neben der Auszählung der Stimmen nach Ende des Wahlzeitraums, muss der Wahlvorstand auch vor Wahlbeginn bereits einige Vorbereitungen leisten. Dazu zählen das Abholen der nötigen Unterlagen von der Gemeindewahlbehörde und das Einrichten des Wahlbüros im jeweiligen Bezirk. Natürlich wird die tatkräftige Mithilfe der Wahlhelfer*innen auch vergütet. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald gewährt eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 45 bis 80 Euro, abhängig von der ausgeübten Funktion der Personen.

Die Arbeit rund um die Tätigkeit als Wahlhelfer*in wirft bestimmt einige Nachfragen auf, wie zum Beispiel „Wie ist der Tagesablauf am Wahltag?“ oder „Welche Voraussetzungen müssen Wahlhelfer*innen mitbringen?“. Die Stadt hat dafür eine ausführliche Übersicht zusammengestellt, um alle übrigen Fragen zu klären. Werft da gerne einen Blick drauf, um potenzielle Fragen aus dem Weg zu schaffen.

Die Arbeit als Wahlhelfer*in ist eine wertvolle Erfahrung. Sie trägt zur Demokratie bei und ermöglicht es den Bürger*innen, aktiv am politischen Prozess teilzunehmen. Insgesamt sind Wahlhelfer*innen die stillen Helden der Demokratie. Ohne sie wäre eine faire und transparente Wahl nicht möglich. Wenn du die Gelegenheit hast, als Wahlhelfer*in tätig zu werden, zögere nicht – es ist eine lohnende Aufgabe!

Wenn du selbst als Wahlhelfer*in aktiv werden möchtest, dann melde dich auf der Internetseite der Stadt dafür.

Beitragsbild von Glenn Carstens-Peters auf Unsplash


Zur Person der*s Autors*in

„Mal ein Stündchen raus“ vol. 6 – Die Nebelbänke der Peene

„Mal ein Stündchen raus“ vol. 6 – Die Nebelbänke der Peene

„Und aus den Wiesen steiget, der weiße Nebel wunderbar.“ Wir alle kennen diese Verse von Matthias Claudius (1740-1815). Nebel weckt immer verschiedene Assoziationen, die irgendwo zwischen „mir doch egal“, mystisch, lästig (ein Gruß an die Autofahrer) und beängistigend liegen. Klarer Himmel und ein feuchter Boden bringen mich dazu, um 5:00 aufzustehen. Im Allgemeinen habe ich damit nicht so ein Problem wie die vielen Studenten, die es unerträglich finden, wenn sie um 8:00 Uhr an einem Freitag bei einer Lehrveranstaltung erscheinen sollen. Damit wird dann noch die geringe Anwesenheit teilweise begründet. Leute! Da gibt es an der Uni doch auch andere gravierendere und vorzeigbarere Gründe, die das verursachen. Jedenfalls nutze ich, weil ich den Nebel seit der Ausstrahlung des Horrorfilms „Nebel des Grauens“ gar nicht mehr so unputzig finde, den Strahlungsnebel über der Peene einfach aus, der durch das Hochdruckgebiet der letzten Tage mit seinem wolkenfreien Himmel und durch den fehlenden Wind über dem nächtlich doch ziemlich kalten Boden entstanden ist.

Die Sonne schenkt bereits dem Tag ihre ersten, wärmenden Strahlen, es ist noch recht kühl (ca. 2,5 °C), also greife ich fix die Sachen und mache mich auf den Weg nach Görmin. Das Dorf Görmin mit seiner Gemeinde befindet sich ca. 13 km südwestlich von Greifswald zwischen der A20 und der Bundesstraße 194. Görmin verbinden die Leute mit dem Sportverein 90 Görmin und einer Gegend, die durch eine intensive Landwirtschaft ziemlich „naturlos“ ist. Aber! Da gibt noch das Naturschutzgebiet „Unteres Peenetal“. Das wertet die Gemeinde mit ihrem intensiven und aktiven Gemeinschaftsleben ziemlich stark auf. Das wussten schon die Leute vor ca. 12.000 Jahren, dass es sich genau hier gut leben lässt. In der Gegend sind beeindruckende Steingräber die letzten Zeugen dieser Zeit. Zwar häufiger, aber dennoch nicht ohne, sind auch die Nebelbänke über den Wiesen und Mooren des Peenetals. Die Peene ist durch ihre Vielzahl an Pflanzen, Getier und undurchdringbares Grün auch als Amazonas des Nordens bekannt. Künstler nutzen ihre Idylle gern als Inspirationsquelle. Auf einer Strecke von ca. 85 km beträgt der Hohenunterschied nur 30 m, weshalb die Fließgeschwindigkeit gering und somit optimal für Kajaks usw. geeignet ist. Die Uferregionen sind zu einem großen Teil naturbelassen, weshalb sich doch leider nur wenige Wandermöglichkeiten bieten. Das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn hier und dort durchläuft die Peene auch einige andere, interessante Stationen wie z.B. Neukalen, Demmin, Stolpe und Usedom (Peenemoore, siehe letztes Foto), bis sie dann ins Achterwasser mündet. Als angenehmen Start in den Tag – oder für Studenten als Ausklang des Tages (immer diese Vorurteile…) – lohnt sich der kurze Weg nach Görmin ganz sicher. Aber immer schön auf den Wegen bleiben!