von Fabian Kauschke | 15.12.2021
Alle Jahre wieder weihnachtet es auch beim webmoritz.! Hier wird Weihnachtsmusik gedudelt, werden Plätzchen gebacken und Geschichten der vergangenen, diesjährigen und zukünftigen Weihnacht unter flackernden Lichterketten geraunt. Einen Teil dieser besinnlichen Stimmung möchten wir wieder in unserem Adweb.kalender mit euch teilen. Hinter dem 15. Fensterchen erwartet euch: Das große Worst of Last Christmas.
Listen – wenn „weiß ich doch, habe ich im Kopf“ nicht mehr ausreicht. Auch der Weihnachtsmann braucht seine Liste, um wie unser Aschenbrödel die guten Erbsen im Töpfchen des wilden Geschenkespaß von den unartigen Linsen, die nur die Rute verdient haben, zu trennen.
Listen scheinen allgemein im spätesten der zwölf Monate eine erheblich größere Rolle zu spielen, als im Rest des Jahres.
Die drei beliebtesten Corona-Mutationen 2021, Galileo Big Picture: 50 Bilder von Dingen, von denen man irgendwie schon mal gehört hat, aber sich nicht mehr so richtig daran erinnern konnte oder Die 10: Promis, die auch schon mal Weihnachten gefeiert haben, sind wohl nur einige Beispiele für Listen, die es im Dezember noch geben wird. So ist auch diesem Artikel die Aufgabe aufgebunden worden eine Liste von bahnbrechender Bedeutung zu verfassen. Dabei geht es aber nicht um irgendeine Banalität, sondern um das Weihnachtslied schlechthin, dem Weihnachtsmann sein Rudolph, den Mandeln ihr Brand, dem Wein ihr Glüh, dem Michael sein George: Last Christmas.
Deshalb kommt hier die offizielle webmoritz.-lizensierte Liste der schlechtesten oder eher interessantesten Last Christmas Covers und Remixes.
Platz 4: Crazy Frog
Man muss schon sagen, Crazy Frog hat sich zum Klassiker der Bewegung etabliert, die man ohne schlechtes gewissen als Dorf Techno bezeichnen kann. Mit seinen Versionen von Songs wie Popcorn oder Axel F hat er sich in viele Herzen der 2000er gering ting tingt und gewam bam bamt. So ist der auch die Interpretation von Last Christmas durch seine ikonischen Ausgüsse der akustischen Natur geprägt. Begleitet wird die wirklich recht süße Version von einer weiblichen Stimme, die für meinen Geschmack einen zu großen Anteil des Liedes beschallt. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass sie das „Happy Christmas“ einem wunderbar schaurig in Ohr flüstert. Enttäuschend ist nur, dass die emotionale Wiederholung der letzten Strophe fehlt, die besonders dem Original seine mitreißende Stimmung verleiht.
Platz 3: Wise guys, A. Hürth
Auch wenn diese deutsche Interpretation wohl eher aus dem Regal „mit Absicht Trash“ stammt, darf sie in keiner Last Christmas Liste fehlen. Der klassische a-cappella-Gesang der Wise Guys wird gekoppelt an den feinsinnigen und grazilen Sprechgesang von A. Hürth. „Kann immer noch nicht glauben, dass du das getan hast, Ich hätt‘ mir fast ’ne Weinachtskugel verpasst“ ist solch eine ausdrucksstarke Dichtung, dass einem die Dramatik der Situation praktisch vor die Füße gelegt wird. Die Einrufe von Herz Herz und Schmerz Schmerz in den lehren Zählzeiten bringen die volle Spannung auch in das Sägewerk Bad Segeberg.
Platz 2: Gummibär
Ich bin ein Gummibär – Das ist wohl das letzte, was Thomas Gottschalk gesagt hat, nachdem man ihn gefragt hat, warum er immer wieder kommt. Der Song des Interpreten Gummibär lädt dagegen zu einen lockeren Right Step, Left Step ein. Spacige Sounds lassen einen das Gefühl haben, dass es sogar im Weltall einen Weihnachtsmann gibt, der durch den Space-Kamin die Space-Geschenke bringt. So entdeckt man, dass sich dies auch in der musikalischen Interpretation wieder findet, während man vorbei an einen Stylophone durch das Autotune Wonderland wandert.
So träumt man in diesem etwas anderen Sound von weißen Weihnachten im Weltall, bis der Fade Out einsetzt.
Platz 1: Alvin & the real Chipmunks
Alvin, Simon, Theodore – Die drei Tenöre einer auditiv manipulierten Welt. Auch sie liefern ein emotionales Stück Musikgeschichte ab. Die drei Streifenhörnchen kombinieren ihre Stimmen in unnachahmlicher Weise, in einer Tonlage, die im Farbspektrum dem infraroten Licht in der Wellenlänge keinen Schritt weichen müsste. Die Klänge der Kleinnager tanzen wunderbar umeinander herum und vertonen so auch einen Großteil der Instrumente. So kann ich mir vorstellen, dass besonders ältere Menschen, deren Hörspanne nicht mehr allzu groß ist, nur einen dumpfen Disco-Rhythmus und keine der Höhen wahrnehmen können. Für alle, die trotzdem Teil des Klangerlebnisses sind, brennt sich das Stück ein wie Kinder, die zu Weihnachten doch bitte noch Jingle Bells auf der Blockflöte für Oma und Opa spielen sollen. Der verdiente 1. Platz geht somit an die Chipmunks.
Beitragsbild: Julia Schlichtkrull
Gif via Giphy.com
von Svenja Fischer | 04.12.2020
Weihnachtszeit ist Vorfreude und Geheimnistuerei, Nächstenliebe und Besinnung. Sie duftet nach heißem Glühwein, frisch gebackenen Keksen und mühsam gepellten Mandarinen. Der Dezember lebt von kleinen Aufmerksamkeiten und Traditionen, wie den Adventssonntagen mit der Familie, dem mit Süßigkeiten gefüllten Schuh am Nikolausmorgen und dem täglichen Öffnen des Adventskalenders. Weißt du noch, wie du jeden Tag vor Weihnachten aufgeregt aufgestanden bist, um vorfreudig zu deinem Schokoadventskalender zu tappen? Die moritz.medien verstecken das Weihnachtsgefühl hinter 24 Fenstern. Im heutigen Fenster: Lösungsversuche für beschlagene Brillen.
Jede*r, der*die eine Brille trägt, kennt es. Und in der aktuellen Situation stört es noch mehr. Für die brillenlosen Glücklichen kurz erklärt: Die Brille beschlägt. Und zwar immer, wenn man im Winter aus dem kalten Draußen in das warme Drinnen kommt – jedes Mal das gleiche Problem: kein Durchblick. Und mit der Maske pustet man sich die Ursache des Problems erst recht auf die kalten, erwartungsvollen Gläser.
Es wäre eher unpraktisch, das Atmen aus diesem Grund komplett einzustellen, insbesondere, da dies nicht den einzigen Feind des klaren Durchblicks darstellt. Aus dem eben genannten Grund des Luftaustauschs pusten wir auch mit Maske vor der Nase feine Luftpartikel in die Umgebungsluft, welche nur darauf warten sich an das kalte Glas der Brille zu klammern und uns die Sicht zu versperren. Da der Anteil des ausgeatmeten Wassers mit mehr Menschen in einem Raum proportional steigt, fällt insbesondere in gut frequentierten Orten wie Einkaufsläden auf, dass nichts mehr auffällt. Man sieht nämlich nichts. Wo kommen eigentlich die ganzen Menschen her? Das ist man gar nicht mehr gewohnt.
Jetzt sollte der Mensch als selbsternannte Krone der Schöpfung eigentlich eine Lösung für das Problem finden können. Die Krone der Schöpfung darf gerne kritisch gesehen werden. Aufgrund diverser so-mittelmäßig-denkender Gruppierungen da draußen kann man das eigentlich nicht für voll nehmen. Man sollte sowieso keinen selbstgekrönten Herrschenden vertrauen. Wo kommen wir denn da hin, wenn plötzlich jede*r selbst entscheiden kann, an der Spitze von irgendwas zu stehen? Das ist schon für Frankreich nicht so gut ausgegangen.
Aber Lösungen für das undurchsichtige Problem haben wir trotzdem gefunden.
1. Maske
Aktuell ist für jede*n Brillenträger*in eine gut sitzende Maske das wichtigste Kleidungsstück. Viele schwören auf den Draht auf der Nase. Ich empfehle eine Maske, die bis fast unter die Augen reicht und dann setzt man die Brille darauf. Dadurch wird der Weg der Luft nach oben blockiert und der selbstproduzierte Störfaktor darf sich neue Wege suchen, ohne sich unterwegs an unseren Brillengläsern niederzulassen.
Natürlich unterdrückt das nur die eigene Beschlagung und erfordert ein bisschen rumzuprobieren, bis man die perfekte Technik für die eigene Masken-Nasen-Brillen-Konstellation gefunden hat.
2. Wärme
Wer in der Schule in Physik ein bisschen zugehört hat, weiß, warum die kalten Brillengläser in der warmen, feuchten Luft undurchsichtig werden. Für die, bei denen die Physik ebenso undurchsichtig geblieben ist: das physikalische Brillenputztuch.
Um dem Ganzen physikalisch entgegenzuwirken, gibt es zwei Möglichkeiten: weniger Wasser oder wärmere Gläser. Da aber nicht jede*r einen tragbaren Luftentfeuchter mit sich herumschleppt, würde ich mich hier mal auf die Möglichkeit der Erwärmung der Gläser beschränken. Das ist im Supermarkt eher schlecht zu bewerkstelligen, aber irgendwann dürfen wir auch wieder andere Gebäude betreten, die auch über entsprechende Sanitäreinrichtungen verfügen, die im besten Fall warmes Wasser bieten. Und mit dem Effekt warmes Wasser + kalte Brille = warme Brille können wir uns auch mit gutem Durchblick an der wiedergewonnenen Freiheit erfreuen. Zumindest im Krankheiten-Überstehen hat die selbsternannte Krone der Schöpfung bisher nicht komplett versagt.
3. Schutzfilm
Bis es soweit ist, müssen wir aber die Klarheit für die Augen erst einmal anders herbeiführen. Und dabei bitte auch an die Klarheit des Geistes denken. Schade, dass sich der nicht so leicht von den Nebeln der Verschwörung befreien lässt, wie unsere Brille von Wassertropfen. Dem Taucher in mir kommt dabei sofort eine sehr naheliegende Möglichkeit in den Sinn: Spucke. Okay. In einer weltweiten Pandemie mit einem tröpfchenreisenden Virus vielleicht nicht die passende Lösung. Aber tatsächlich nutzen Taucher*innen in der Regel diese Methode zur freien Sicht unter Wasser.
Aber aufgrund der grundsätzlichen Unpraktikabilität oberhalb ist es hier wohl besser, auf eine andere Art des Schutzfilms zu setzen. Antibeschlagspray extra für Brillen gibt es schon und wird beispielsweise auch von Pflegepersonal in Krankenhäusern bereits seit Jahren genutzt. Da vielen diese Möglichkeit aber vielleicht zu kostspielig oder einfach nicht bekannt ist, haben sich im Internet noch zwei Alternativen gefunden: Seife und Rasierschaum. Beide werden ganz genau so angewendet wie bei meiner Taucherbrille. Einfach die Flüssigkeit deiner Wahl auf die Gläser schmieren, kurz warten und mit klarem Wasser wieder abspülen. Nach dem Trockenreiben ist die Brille sofort wieder einsatzbereit. Nach kurzem Testlauf kann ich die Wirksamkeit von allem bestätigen. Allerdings würde ich Seife bevorzugen, da sie am einfachsten zu benutzen ist und die Anti-Corona-Wirkung so auch auf den Brillengläsern vorhanden ist. Ob das notwendig ist? Bestimmt nicht, aber schaden wird es mit Sicherheit nicht.
Titelbild: Julia Schlichtkrull