Viele kennen es: die verzweifelte Suche nach den passenden Geschenken. Was kann ich Oma, Mama, Papa etc. schenken? Eine Frage, die jedes Jahr schwer zu beantworten ist. Und es wird noch schwerer, wenn es auch keine Wünsche gibt. Was aber eigentlich immer gut kommt, ist Selbstgemachtes. Ein paar Ideen für DIY Geschenke inklusive Anleitungen findet ihr in diesem Artikel.
Weihnachtssterne aus Notizzetteln
Mit einer bestimmten Origami-Technik könnt ihr ganz einfach aus quadratischen Notizzetteln einen dreidimensionalen Bascetta-Stern basteln, der sich super als Deko in Regalen macht.
Ihr braucht:
30 Blatt quadratisches Papier
Viel Lust zu Basteln
Wie funktioniert es?
Faltet eines der Blätter in der Mitte.
Dann faltet ihr die obere rechte und die untere linke Ecke in die Mitte. Wendet jetzt euer Projekt.
Beide Seiten wie auf dem Bild in die Mitte falten. Euer Projekt erneut wenden.
Die abstehenden Seitenteile in die Mitte falten und die überstehenden Laschen umknicken, so dass eine Raute entsteht (siehe Schritt 4 und 5 auf dem Bild).
Nun die Raute einmal in der Mitte falten, so dass ein Dreieck entsteht.
30 mal wiederholen.
Jetzt seid ihr bereit zum Zusammensetzen. Je drei Teile ergeben eine Spitze. Beim Zusammensetzen müsst ihr darauf achten, dass sich immer fünf Spitzen berühren.
Schritt 1 bis 3 für den Bascetta-Stern
Schritt 4 und 5 für den Bascetta-Stern
Zusammensetzung des Bascetta-Sterns Tadaaa! So sieht der fertig Stern aus
Weihnachten/Winter im Glas
Mit dieser Bastelmethode könnt ihr ein kleines Winter- bzw. Weihnachtswunderland in einem Vorratsglas erschaffen. Am Ende kommt ein wunderschönes Dekoriere heraus, was ihr wunderbar verschenken oder auch selbst behalten könnt.
Ihr braucht:
Ein leeres, ausgewaschenes Vorratsglas (bspw. ein Marmeladenglas oder ein Gewürzgurkenglas)
Etwas Kunstmoos
Etwas Kunstschnee oder weißen Glitzer
Kleine Figuren (Tannenbaum, Schneemann, Schlitten etc.)
Eine kleine Lichterkette
Alleskleber oder Heißklebepistole
evtl. ein Seil
Wie funktioniert es?
Das ist eigentlich ganz einfach. Als erstes müsst ihr euch überlegen, ob ihr euer Glas waagerecht oder senkrecht haben möchtet. Wenn ihr das Glas waagerecht haben wollt, dann müsst ihr mit dem Kleber ein Stück Seil so an dem Glas befestigen, dass es nicht mehr rollt und einen festen Stand hat.
Danach bedeckt ihr den Boden eures Vorratsglases mit Kleber und drückt das Kunstmoos fest darauf. Danach, am besten wenn der Kleber noch nicht getrocknet ist, verteilt ihr nach Belieben etwas von dem Kunstschnee drauf. Das ist die Basis für unser Winterwunderland. Nun könnt ihr eure Figuren nach Belieben im Glas mit Kleber befestigen (Tipp: Wenn ihr Probleme habt, die Figuren zu platzieren, benutzt eine Zange).
Haben die Figuren ihre Plätze eingenommen, könnt ihr noch eine Lichterkette in das Glas mit hineintun. Dafür macht ihr ein Loch in den Deckel des Glases und fädelt die Lichterkette hindurch, so dass der An/Aus-Schalter draußen bleibt. Zum Schluss verschließt ihr euer Glas und fertig seid ihr.
Weitere kostenlose Bastelanleitungen
Das reicht euch noch nicht? Hier haben wir noch ein paar weitere Anleitungen für euch rausgesucht:
Vanessa (sie/ihr) ist für das Lehramtsstudium 2023 nach Greifswald gekommen und seit dem Studienbeginn bei den moritz.medien. Sie begeistert sich für Bücher und Filme. Ihr Lieblingstier ist der rote Panda.
Der Adventskalender ist heute ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit und eine beliebte Tradition für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Doch seine Ursprünge und die Entwicklung sind tief in der christlichen Tradition verwurzelt. Der Artikel gibt einen Überblick über die Geschichte des Adventskalenders, seiner Entstehung und seiner Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte.
Ursprung und frühe Formen des Adventskalenders
Die Ursprünge des Adventskalenders liegen im Christentum, genauer gesagt in der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Der Advent ist die vierwöchige Fasten- und Vorbereitungszeit, die mit dem vierten Sonntag vor Weihnachten beginnt und bis zum Heiligen Abend andauert. Der Begriff „Advent“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ankunft“ – die Ankunft Jesu Christi. Traditionell war diese Zeit eine Periode des Gebets und der Besinnung.
Bereits im 19. Jahrhundert begannen Menschen, verschiedene Methoden zu entwickeln, um die Tage bis Weihnachten zu zählen. Die ersten Adventskalender waren keine modernen, mit kleinen Türen oder Fenstern versehenen Kalender, wie wir sie heute kennen. Stattdessen markierten Familien oft die Tage des Advents mit Strichen an der Wand oder malten Bilder, um die Kinder auf das bevorstehende Fest vorzubereiten.
Ein früher Vorläufer des Adventskalenders war die sogenannte „Adventskerze“, die mit 24 Markierungen versehen war. Jeden Tag wurde ein Stück des Wachses abgebrannt, sodass die Kinder das zunehmende Licht der kommenden Weihnacht spüren konnten.
Der erste gedruckte Adventskalender
Die Entwicklung des Adventskalenders, wie wir ihn heute kennen, nahm jedoch erst im 19. Jahrhundert Gestalt an. Der erste gedruckte Adventskalender wurde 1851 von dem deutschen Verleger Gerhard Lang entwickelt. Inspiration erhielt er von einer Kindheitserinnerung, bei der seine Mutter 24 Bilder auf Papier klebte, die er an den Tagen des Advents entdecken konnte. Lang entwarf den ersten Kalender mit 24 Bildern, die Kinder jeden Tag nach und nach aufdeckten.
Um 1900 wurden die ersten Adventskalender aus Papier massenhaft produziert. Diese einfachen Kalender hatten 24 nummerierte Felder, hinter denen sich jeweils ein Bild oder ein Spruch verbarg. Mit der zunehmenden Kommerzialisierung und dem Wachstum des Marktes für Geschenke und Süßigkeiten begannen die Kalender, immer aufwändiger und bunter zu werden.
Der Adventskalender und seine Veränderungen im 20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert nahm der Adventskalender viele verschiedene Formen an. Die Kombination aus Schokolade und Kalender war eine der größten Innovationen. Ab den 1950er Jahren begannen Unternehmen, Schokoladen-Adventskalender zu produzieren, bei denen hinter den einzelnen Türen kleine Schokoladenstücke versteckt waren. Dies war eine besonders beliebte Variante, die bis heute weit verbreitet ist.
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal war die kommerzielle Ausdehnung des Adventskalenders. Die Vielfalt an Themen, Motiven und Designs nahm im Laufe der Jahre zu. Während früher religiöse Symbole und Motive im Mittelpunkt standen, gibt es heute Adventskalender mit Themen aus der Popkultur, wie etwa von beliebten Serien, Filmen oder Marken.
Moderne Adventskalender sind häufig auch in Form von Boxen oder Täschchen zu finden, in denen kleine Geschenke oder Kosmetikprodukte aufbewahrt werden. Der Trend zu „alternativen“ Kalendern, die sich nicht nur auf Süßigkeiten oder Bilder beschränken, hat in den letzten Jahren weiter zugenommen.
Der Adventskalender heute
Der Adventskalender ist heute ein beliebtes Geschenk für Menschen jeden Alters. In vielen Familien ist er zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Die Kalender sind nicht nur eine Methode, die Zeit bis Weihnachten zu zählen, sondern auch ein Symbol für Vorfreude und Besinnlichkeit.
Moderne Kalender bieten eine breite Palette von Möglichkeiten: vom klassischen Schokoladenkalender über Kalender mit kleinen Spielsachen, bis hin zu Luxusversionen mit teuren Parfums oder hochwertigen Teesorten. Auch DIY-Adventskalender, bei denen Eltern oder Freund*innen selbst kleine Überraschungen in die Kalender einfüllen, erfreuen sich großer Beliebtheit.
Der Adventskalender hat sich über die Jahre von einer religiösen Tradition zu einem kulturellen Phänomen entwickelt. Was einst als bescheidene Methode zur Zählung der Tage bis Weihnachten begann, ist heute ein globaler Brauch, der in zahlreichen Variationen gefeiert wird. Vom einfachen Papierkalender bis hin zum luxuriösen Erlebnis ist der Adventskalender ein wunderbares Symbol für die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Erzählt doch mal, was ihr dieses Jahr für einen Adventskalender habt, an dem ihr euch die nächsten 24 Tage erfreuen werdet.
Beitragsbild: Vanessa Finsel
Zur Person des Autors
Lucas stammt ursprünglich aus dem Rheinland und ist nun schon seit einigen Jahren in Greifswald. Derzeitig ist er Student der Organisationskommunikation im Master. Für den webmoritz. ist Lucas seit 2022 aktiver Redakteur. Sein Lieblingstier ist der Panda 🐼
Die moritz.medien verstecken das Weihnachtsgefühl traditionell hinter 24 weihnachtlichen Beiträgen. Hinter dem 16. Türchen verstecken sich ein paar sehr leckere Rezepte, um eurem Kaffee den richtigen Weihnachtsgeschmack zu verleihen.
Es ist Freitag, das letzte Wochenende vor Heiligabend bricht an und der Weihnachtstrubel nimmt zu. Da ist es mehr als verständlich, nochmal einen kleinen Energieschub zu benötigen – doch warum nicht mal was anderes probieren, solange wir noch in der Zucker-Zimt-Vanille-Saison sind? Hier findet ihr 2 Rezepte, mit denen ihr euren Koffeinkick ein bisschen festlicher gestalten könnt.
Würziger Weihnachtskaffee
100 ml heißen Kaffee 100 ml Kuhmilch/Mandelmilch/Sojamilch etc. 1 TL Kakaopulver 1 Messerspitze Zimt 1/2 – 1 EL Honig 1 Zimtstange (optional)
Die Milch bei etwa 70 °C erwärmen und mit dem Zimt und Honig vermischen. Alles zusammen kurz in einem Topf aufkochen lassen. Dann das Kakaopulver unterrühren (bestenfalls mit einem Schneebesen) und in einen Becher füllen. Den aufgekochten Kaffee dazugeben. Wenn ihr im Herbst noch nicht genug Zimt hattet, dann könnt ihr das Getränk außerdem mit der Zimtstange umrühren – macht was her für’s Auge und verstärkt die würzige Note.
Nusskaffee-Melange
10 g gemahlenen Kaffee 10 g gemahlene Haselnüsse 100 ml Kuhmilch/Mandelmilch/Sojamilch etc. 100 ml kochendes Wasser 1 EL Zucker
In einer Pfanne die gemahlenen Haselnüsse zusammen mit dem Zucker goldbraun rösten. Ständig umrühren, damit nichts anbrennt (und das Ganze auch rechtzeitig vom Herd nehmen, der Geruch wird darauf hinweisen). Den gemahlenen Kaffee mit dem kochenden Wasser unterrühren, sobald die gewünschte Farbe erreicht ist. Dann alles vom Herd nehmen, ca. 5 Minuten ziehen lassen und durch einen Kaffeefilter in die Tasse gießen. Milch kurz erhitzen und schlagen und zu dem Rest hinzugeben.
Titelbild: Laura Schirrmeister Beitragsbild: Annica Brommann
Schon ewig liegt mein altes und kaputtes Handy bei mir zu Hause in einer Schublade rum, fast vergessen. Doch als neulich in der Redaktionssitzung die Idee für einen Artikel über das Reparatur Café von verquer aufkam, ist es mir wieder eingefallen. Und ich war direkt hellauf begeistert: Gleichzeitig mein altes Handy reparieren können und einen Artikel über eine super coole Initiative schreiben? Eine perfekte Kombi!
Also beschließe ich zur nächsten Öffnungszeit direkt einmal vorbei zu schauen und mein kaputtes Handy mitzubringen. Das Reparatur Café von verquer findet alle zwei Wochen in den ungeraden Kalenderwochen immer montags von 16 bis 19 Uhr in der Straze statt. Die Straze liegt in der Stralsunder Str. 10 und das Reparatur Café im ersten Stock in den Kurswerkstätten. Die Werkstatt ist dabei für jede*n offen – das Alter spielt keine Rolle und alle sind willkommen, vorbei zu kommen und ihre defekten Gegenstände mitzubringen. Vor allem Elektrogeräte, aber auch Möbel können hier gut repariert werden, also alles von Laptops über Lampen, zu Nähmaschinen, Kinderwägen oder Stühlen. Für kaputte Kleidung kann man am besten in die Kabutze gehen und um sein Fahrrad mit Hilfe selbst zu reparieren, in die Fahrradwerkstatt im Klex. Bei großen Gegenständen wie Waschmaschinen oder sehr komplizierten Reparaturen wird darum gebeten, vorher einmal abzusprechen, ob die Kapazitäten dafür da sind. Das geht über folgende Mail-Adresse oder Telefonnummer: reparieren@bildung-verquer.de, 03834-77 37 881. Was man sonst mitbringen sollte, ist etwas Zeit, da es manchmal zu kleinen Wartezeiten kommen kann, wenn an einem Tag besonders viel los ist. Das Reparatur Café existiert seit Anfang des Sommers 2021, also seit etwa 1,5 Jahren, und ist gut besucht. Etwa 10 – 15 Menschen kommen pro Schicht. Die Leute, die kommen, sind nicht nur alternative Studis, sondern Menschen jeden Alters von Jugendlichen bis zu Senior*Innen.
Im Reparatur Café geht es vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe. Und um gemeinsames Reparieren mit den ehrenamtlichen Helfer*innen, die sich alle gut auskennen. Es geht also nicht darum, dass man einfach seinen kaputten Gegenstand abliefert und der von den ehrenamtlichen Handerker*innen repariert wird. Stattdessen gibt es viel zu lernen und selbst auszuprobieren. Man kann selbst löten und schrauben und nach Fehlern suchen. Man arbeitet also immer gemeinsam an dem mitgebrachten Gegenstand, kriegt bei allen Schritten Unterstützung und ist nie auf sich allein gestellt. Nebenbei kann man viel über verschiedene Werkzeuge, Produktionsprozesse und Ressourcen lernen. Und hinterher wird man mit dem tollen Gefühl belohnt, etwas selbst repariert zu haben, erzählt mir Claudia, die bei verquer arbeitet und das Café betreut.
Nachdem Claudia mir etwas über das Reparatur Café erzählt hat, schaue ich mich ein wenig im Raum um. Leider hat gerade niemand Zeit, um mir bei meinem Handy zu helfen, aber ich werde direkt bei der Reparatur einer Tablet-Ladebuchse mit eingebunden. Zwischendrin trinke ich einen Tee und esse etwas von den Keksen, die für alle dastehen – sehr gemütlich wie ich finde. Wirklich wie in einem Café.
Dann hat Tiano, einer der ehrenamtlichen Reparateure, Zeit, mir bei meinem Handy zu helfen. W-Lan und Bluetooth lassen sich nicht mehr einschalten. Wir beginnen also zunächst mit einer Heißluftpistole das Handy am Rand zu erhitzen, um den Kleber zu lösen, mit dem es zusammengeklebt ist. Ich habe immer geglaubt, dass man Handys, seit sie verklebt werden, gar nicht mehr aufbekommt. Ein Irrglaube von mir, wie ich jetzt erfahre. Trotzdem wird durch das Verkleben eine Reparatur natürlich schwieriger, da es länger dauert und man spezielles Werkzeug braucht. Das Verkleben hat zwei Gründe: Zum einen können Handys dadurch wasserdicht gemacht werden (das geht auch anders, wäre dann allerdings teurer in der Produktion). Aber zum anderen können die Firmen dadurch bewirken, dass viele Menschen sich direkt ein neues Handy kaufen. Und das obwohl vielleicht nur einzelne Teile kaputt sind, die man leicht austauschen könnte, wenn man weiß, wie. Zum Glück lässt sich mein Handy sehr schnell und unkompliziert öffnen. Und ich sehe zum ersten Mal sein Innenleben. Ich bin direkt fasziniert von den ganzen winzigen Bauteilen. Tiano erklärt mir, dass einige der Transistoren (elektrische Schalter, durch die Smartphones erst möglich geworden sind) nur etwa 10.000 Atome groß sind – eine große Zahl aber trotzdem eine unvorstellbar kleine Größe und mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Er erklärt mir sehr anschaulich die Funktionsweise meines Handys – ich bin fasziniert. Dann geht es ans Aufschrauben, um an die WLAN-Antenne ran zu kommen. Diese könnte der Grund sein, warum Bluetooth und WLAN nicht mehr funktionieren. Dabei entdecken wir leider Spuren von Wasser, das ins Innere des Handys gedrungen ist und einen Kurzschluss ausgelöst hat. Leider kann man so etwas nicht mehr selbst reparieren, weil die Teile zu klein sind. Trotzdem hat mir die das vorsichtige und meditative Arbeiten Spaß gemacht.
Der Arbeitstisch mit meinem geöffneten Handy
Claudia und Tiano betonen zum Schluss beide, dass man häufig mehr Gegenstände reparieren kann, als man denkt. Und dass vieles nicht direkt weggeschmissen werden muss. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen und schont die Umwelt. Besonders spannend finde ich dazu eine Website, die Tiano mir zeigt. Auf ihr kann man sehen, wie viele Geräte durch das Netzwerk Reparatur-Initiativen, zu dem das verquer Reparatur Café in Greifswald gehört, repariert werden und wie viel CO2 dadurch eingespart wird. Im September, dem Monat in dem ich dort war, haben 12 Reparatur-Initiativen beim Reparieren von 140 Gegenständen geholfen und damit 1 Tonne CO2 und 16 Tonnen Boden und Gestein eingespart. Das ist eine Menge!
Das zufriedenstellende Gefühl, etwas selbst repariert zu haben, kann ich selbst leider nicht erleben. Trotzdem hat es mir großen Spaß gemacht, mein Handy selbst aufzuschreiben und ich fand es super interessant, es einmal von innen zu sehen. Sonst liegt die Erfolgsquote bei etwa 85%, wenn man die von vorneherein so gut wie aussichtslosen Fälle nicht berücksichtigt, meint Tiano. Aber ich habe Glück und einer der anderen Reparateure nimmt mir das kaputte Handy ab, um die einzelnen Teile als Ersatzteile nutzen zu können. So passiert dann letztlich doch noch etwas Sinnvolles damit und ich muss es nicht in den Müll werfen. Ein rundum erfolgreicher Besuch für mich.
Alle Jahre wieder weihnachtet es auch beim webmoritz.! Hier wird Weihnachtsmusik gedudelt, werden Plätzchen gebacken und Geschichten der vergangenen, diesjährigen und zukünftigen Weihnacht unter flackernden Lichterketten geraunt. Einen Teil dieser besinnlichen Stimmung möchten wir wieder in unserem Adweb.kalender mit euch teilen. Hinter dem 18. Fensterchen erwartet euch: ein DIY für eine Tischlampe aus Beton!
Nur noch sechs Tage bis Weihachten und endlich Weihnachtsferien. Zeit zu entspannen. Zeit, den Uni-Stress für eine Weile zu vergessen. Aber auch Zeit zum Basteln oder Bauen oder für andere Projekte. Vielleicht fehlt ja noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk oder die eigene Wohnung soll etwas aufgehellt werden. Hier kommt nun ein DIY für eine Tischlampe aus Beton, zu der ich von einer Anleitung von Christina Key inspiriert wurde. Letztes Jahr habe ich meiner Schwester die gleiche Lampe schon zu Weihnachten geschenkt und nun habe ich auch eine für meine Wohnung gemacht. Sie passt zum Beispiel gut als Akzent in das Bücherregal oder eignet sich als Nachttischlampe.
Links: Die Lampe meiner Schwester, Rechts: Meine unperfekte neue Lampe
Das wird benötigt:
(Bastel-)Beton
Rechteckiger Karton als Gießform (z.B. leere Milchflasche)
Leere Klopapierrolle
Ein etwas größerer Strohhalm
Kabel mit Schalter und Stecker
Lampenfassung, Maß: E27 (Standard)
Passende Glühbirne
Wasser
Altes Gefäß zum Anmischen des Betons (z.B. Joghurtbecher)
Alter/Einweg-Löffel zum Mischen des Betons
Schere/Messer/Cutter
Klebestreifen
Aber wo kriege ich den Beton jetzt her?!
Beton gibt es auf jeden Fall im Baumarkt, aber auch im Bastelladen habe ich schon extra für solche Projekte geeigneten Beton gesehen. Ich war letztes Jahr beim Obi – mit Inline-Skatern, weil ich nun mal gerade mit denen unterwegs war und dann eher spontan entschieden habe, dort mal vorbeizuschauen. Weil ich nicht nachgefragt hatte, war der einzige Beton, den ich gefunden hatte, eine 10 kg-Packung Beton-Estrich, den ich dann mit dem Rucksack auf Inline-Skatern vier Kilometer nach Hause transportiert habe. Uff. Jetzt würde ich eher einen anderen Weg empfehlen. Zumal, weil in dem Beton-Estrich auch viele Steine drin sind, die erst rausgesiebt werden mussten. Daher würde ich nun eher den teureren Bastel-Beton empfehlen, den es aber auch bei Obi oder einem anderen Baumarkt geben soll. Dort kriegt man dann auf jeden Fall auch eine Glühbirne, Lampenfassung und Kabel. Wobei ich letztens passende Kabel und Lampenfassungen auch im Bastelladen gesehen habe.
Anleitung:
1. Als erstes muss die Gießform zusammengebastelt werden. Hierfür wird ein Loch in die Klopapierrolle geschnitten, in das anschließend der Strohhalm gesteckt und angeklebt wird. In den Karton wird nun ebenfalls ein Loch geschnitten und zwar auf gleicher Höhe wie in der Klopapierrolle. Nun wird die Klopapierrolle mit dem Strohhalm mittig in dem Karton platziert. Der Strohhalm sollte dann aus dem Loch im Karton rausgucken.
2. Nun kann der Beton angemischt werden. Am besten wird dafür die Anleitung auf der Packung beachtet. Bei meinem Beton-Estrich musste ich etwas mehr Wasser hinzufügen als dort stand, aber am Ende sollte die Masse zähflüssig und nicht zu fest sein. Ist sie zu fest, entstehen Luftlöcher und die Ecken werden nicht komplett gefüllt. Das ist mir diesmal leider passiert, aber letztes Jahr hat es gut funktioniert.
3. Der Beton kann nun in die Form gefüllt werden. Die Innenseite der Klopapierrolle sollte dabei möglichst frei bleiben, aber es ist auch nicht schlimm, wenn sie etwas durchweicht, etwas Beton drunter läuft oder ein bisschen eingedrückt wird. Wichtig ist nur, dass das Kabel später noch durch den Strohhalm nach oben geführt werden kann und oben noch genug Platz für die Fassung ist.
4. Jetzt kommt der schwerste Teil: Das ganze muss mindestens zwei Tage trocknen, und zwar ohne irgendwie berührt zu werden. Eine echte Geduldsprobe.
5. Ist das Warten überstanden, kann der Pappkarton entfernt werden. Am besten trocknet das Ganze dann noch ein bisschen weiter. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass der Beton noch nicht ganz durchgetrocknet war, als ich den Karton abgemacht hatte. Nun kann auch der Strohhalm gekürzt werden, sodass dieser möglichst nicht mehr zu sehen ist. Anschließend kann der Sockel noch bemalt oder anders verziert werden, wenn man das möchte.
6. Jetzt geht es an das Zusammenbauen: Als erstes wird das Kabel von außen durch den Strohhalm gesteckt und nach oben gezogen. Dann wird die Lampenfassung mit dem Kabel verbunden. Hierfür werden die beiden kleinen Kabel in die dafür vorgesehenen Löcher gesteckt, dabei ist es egal, welches Kabel in welches Loch kommt. Bei meiner Fassung mussten die Kabel noch mit sehr kleinen Schrauben befestigt werden, aber das ist nicht immer so. Ist das erledigt, kann die Fassung fertig zusammengeschraubt und schließlich auch die Glühbirne eingeschraubt werden.
Tadaa, fertig ist die Lampe! 😀
Ich werde meine Lampe wohl nochmal machen, denn ich finde die Luftlöcher nicht so schön. Das war natürlich etwas unglücklich – aber eigentlich sollte das nicht nochmal passieren, wenn ich einfach ein bisschen darauf achte, dass der angerührte Beton flüssig genug ist.