Planung gescheitert: Umzug der FB Geschichte verzögert sich erneut *Update*

Planung gescheitert: Umzug der FB Geschichte verzögert sich erneut *Update*

Entgegen der ürsprünglichen Planung wird sich der Umzug der Fachbibliothek Geschichte erneut verzögern. Dies teilt der Fachschaftsrat Geschichte (FSR) in einer Pressemitteilung mit. Die Fachbibliothek bleibt bis auf weiteres wieder im Gebäude des Historischen Instituts, welches aber wegen Baufälligkeit geschlossen und somit für die Öffentlichkeit unzugänglich ist. Ursprünglich sollten die Bestände in die Alte Universitätsbibliothek gebracht werden, nun gibt es aber Bedenken wegen der Statik. Über die erneute Verzögerung zeigt sich der Fachschfatsrat sehr verärgert. (mehr …)

Totgesagte leben länger: AK Bildungsstreik will weiter machen

In den vergangenen Wochen schien sich aufgrund der Inaktivität des Aktionskreises Bildungsstreik eine offizielle Auflösung der Gruppe anzudeuten. Doch nun kommt es anders.

Nachdem das Rektorat dem Arbeitskreis mitteilte, dass er die Räume in der Slawistik zukünftig nicht mehr nutzen könne, suchten einige Mitglieder das Gespräch mit Dr. Peter Rief, dem 2. stellvertretenden Kanzler der Universität. Er war nach der Audimaxbesetzung im vergangenen Jahr der Unterzeichner des Raumnutzungsvertrages zwischen der Universität und dem AK Bildungsstreik. Damals wurde vereinbart, dass die Bildungsstreikaktivisten die Räume in der Slawistik bis zum November dieses Jahres nutzen können.

Diesen Freitag zieht der AK Bildungsstreik aus dem Anbau in der Slawistik aus.

Das Treffen zwischen dem Arbeitskreis und Rief fand am vergangenen Mittwoch um 13:30 Uhr im Anbau der Slawistik statt. Zu diesem Zeitpunkt dachte bereits niemand mehr an eine offizielle Auflösung. Die Mitglieder des Arbeitskreises wollen sich weiterhin in Sachen Bildungspolitik engagieren, erklärte man dem webMoritz gegenüber. Für die Vorbereitung und Durchführung entsprechender Aktionen würden auch in Zukunft Arbeits- und Lagerräume benötigt.

Arbeitskreis soll in neue Räume in der Soldtmannstraße

Dr. Rief erklärte, dass sein eigenes Büro in einen der beiden Räume einziehen müsse. Grund hierfür sei, dass er die bisherigen Räumlichkeiten im Universitätshauptgebäude aufgrund von Schadstoffbelastungen in den Dielen des Fußbodens nicht mehr nutzen könne. Des weiteren solle in einem der Räume ein sogenannter „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ eingerichtet werden. Dies sei eine Konsequenz aus den Problemen, die aus dem letzten schneereichen Winter resultierten.

Der zweite Raum, in dem der Arbeitskreis in der Vergangenheit ihre Sitzungen abhielt, könne auch weiterhin per Voranmeldung durch den AK Bildungsstreik genutzt werden.

Zur ständigen Nutzung bot Rief den Teilnehmenden der Sitzung Räume in der Soldtmannstraße an. Diese befinden sich im sogenannten „Kinderpavillon“ der ehemaligen Kinderklinik. Dem Studententheater „Stuthe“ wurden ebenfalls in diesem Gebäude Räume angeboten. Der stellvertretende Kanzler betonte jedoch, dass es sich hierbei nicht um die selben Räume handele.

Da das Gebäude in der Soldtmannstraße jedoch sanierungsbedürftig sei, könne der Arbeitskreis diese frühestens ab August diesen Jahres beziehen. Die Mitglieder des Arbeitskreises zeigten sich jedoch mit dem Vorschlag einverstanden. Schriftlich wurde nach jetzigem Kenntnisstand bislang noch nichts festgehalten.

AK-Mitglied Diana Treiber hob auf Nachfrage seitens des webMoritz hervor, dass der AK Bildungsstreik sich in Zukunft definitiv nicht auflösen werde. Man habe vor, sich im kommenden Semester wieder mit diversen Aktionen am Bildungsstreik zu beteiligen.

Foto: Marco Wagner

Diana Treiber

Der webMoritz hat am Montag, dem 4. Januar, allen Kandidaten für StuPa, Senat und Fakultätsräte per E-Mail einen Fragebogen zugesandt. Wir veröffentlichen alle Antworten, die uns bis Freitag, 18 Uhr zugegangen sind. Antworten, die später eingegangen sind, können unter Umständen nicht oder nur verspätet veröffentlicht werden.

diana_treiber-180x230

Diana Treiber

1. Allgemeine Angaben zur Person (Name, Alter, Studienfach, Fachsemester)

Diana Treiber (20), Lehramt Gym Geschichte und Philosophie (5. Semester)

2. Für welche Gremien kandidierst du?

Für das StuPa

3. Was machst du außer Studium und Gremienarbeit?

Engagement im Bildungsbündnis Greifswald: vor allem für Verbesserungen im BA-MA-System Engagement für Verbesserungen in der Klimapolitik Engagement gegen Rechts

Ansonsten: Sport, Lesen, Fernsehen, Freunde treffen … was Studenten halt so machen 🙂

4. Warum kandidierst du bzw. willst du in das betreffende Gremium?

Weil ich denke, dass das StuPa das wichtigste universitäre Gremium ist, wenn es um die direkte Vertretung der Studierenden gegenüber der Uni geht, da das StuPa unter anderem den AStA wählt und über die Finanzen entscheidet

5. In welcher politischen Richtung fühlst du dich verortet?

Kann man so nicht genau sagen, vor allem links, aber auch sehr grün (wobei das eine für mich das andere impliziert).

6. Wie empfindest du die Debattenkultur in den universitären Gremien?

Debatten werden oft zu sehr auf persönliche  oder politische Differenzen herunter gebrochen und dadurch gehen die wichtigen Inhalte teilweise unter.

Ich versuche persönliche oder politische Abneigungen gegen andere daher immer aus meiner Entscheidungsfindung heraus zu lassen.

7. Welches Themenfeld siehst du in den Gremien/dem Gremium, für die/das du kandidierst, unterrepräsentiert?

Ich denke, dass viele Vertreter im StuPa versuchen allgemeinen politischen Entscheidungen aus dem Weg zu gehen. Aber prinzipiell denke ich, dass mit ausreichender Überzeugungskraft alles möglich ist.

8. Als wie groß siehst du die Rolle der Studenten und der studentischen Selbstverwaltung in universitären Entscheidungsprozessen?

Ich denke, dass die Studenten eine sehr große Möglichkeit zur Mitbestimmung in universitären Entscheidungsprozessen haben, sie müssen sie nur nutzen. Dennoch wäre ich dafür, dass vor allem im Senat die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Studierendenschaft steigen sollte, da dieser das wohl höchste und wichtigste Gremium der studentischen Selbstverwaltung ist.

9. Eine der Hauptaufgaben des StuPa ist das Wählen und Kontrollieren des AStA. Was sollte sich hier verbessern?

Ich denke, dass das StuPa ausreichend Kontrollmöglichkeiten über den AStA hat und dass Kompetenzstreitigkeiten wie im letzten Semester unnötig und schädlich für beide Gremien waren. Daher plädiere ich für mehr Vertrauen auf beiden Seiten und weniger zwanghafte Kontrollgier, da dies nur der gesamten Studierendenschaft schadet. Ansonsten war ich mit der bisherigen AStA Struktur ganz zufrieden.

10. Was sind deine haushaltspolitischen Ziele?

Ich denke, dass die Rücklagen ein wenig abgebaut werden sollten und mehr Geld in Kultur, Sport und Bildung fließen sollte. Antragsteller wie das Studententheater dürfen nicht um jeden Euro betteln müssen. Wir sollten froh sein, dass es solche engagierten KommilitonInnen gibt und sollten diese bei ihrer Arbeit nach allen Kräften unterstützen.