Lötzsch-Diskussion des SDS verkommt zu Parteiveranstaltung der post-PDS

Lötzsch-Diskussion des SDS verkommt zu Parteiveranstaltung der post-PDS

Ein Kommentar

Die „Medigreif Unternehmensgruppe “ kann in Greifswald durchaus als Symbol der Privatisierung öffentlicher Daseinsvorsorge herhalten. Die Hochschulgruppe Die Linke.SDS hielt das jedoch nicht davon ab, am 7. Juli um 19 Uhr, in den Hörsaal der „Medi.Greif“-Gruppe zu laden. Zur Veranstaltung „Was ist uns der Euro Wert? – Sozialstaatsabbau in Zeiten der Krise“ ist die Parteivorsitzende der Partei Die Linke., Gesine Lötzsch, als Referentin samt Chauffeur in einer Audi A-6 Limousine nach Greifswald angereist. (mehr …)

„In Krisen muss man sich antizyklisch verhalten“ – Ein Interview mit Gesine Lötzsch

„In Krisen muss man sich antizyklisch verhalten“ – Ein Interview mit Gesine Lötzsch

Am 07. Juli 2011 führte der Die Linke. Sozialistisch-demokratische Studierendenverband (Die Linke. SDS) eine Veranstaltung mit Dr. Gesine Lötzsch durch. Sie referierte zum Thema „Was ist uns der Euro wert – Sozialstaatsabbau in Zeiten der Krise“ und beantwortete zum Ende Fragen des Publikums. Martin Hackbarth (Mitglied der Jusos / SPD) vom webMoritz führte nach dem Referat ein Interview mit der Bundestagsabgeordneten der Linken durch. (mehr …)

Hochschulgruppen wehren sich gegen Vorwürfe

Nach der gescheiterten Wahl Pedro Sithoes zum Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) in der vergangenen Woche hatten einzelne Mitglieder des Studierendenparlaments (StuPa) und des AStA schwere Vorwürfe gegen die politischen Hochschulgruppen erhoben: Eine abgesprochene Wahl, die sich nach Parteibüchern gerichtet habe und die im Fall der Jusos darauf abziele, einen eigenen  Kandidaten durchzudrücken. Die Unterstützer Pedros warfen den Hochschulgruppen vor, einen fähigen Kandidaten abgelehnt zu haben, so dass der AStA deutlich geschwächt in die neue Legislatur und vor allem in die Verhandlungen um die Zukunft der Lehrerbildung in Greifswald starte.

Die im StuPa vertretenen Hochschulgruppen sehen dies naturgemäß anders. Die Existenz vorheriger Absprachen zur Abstimmung über den AStA-Vorsitz wird von ihnen durchweg dementiert. Weder intern noch mit den anderen Gruppen habe es diese gegeben. Insbesondere bei Personalentscheidungen, schrieb uns Johannes Radtke vom Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) sei dies nicht üblich.

Jusos: Schade, einen so engagierten Menschen zu verlieren

Dementsprechend zeigen sich auch die meisten Vertreter der Hochschulgruppen überrascht vom Ergebnis des Wahlgangs. Die Juso-Hochschulgruppe (JHG) erklärte dem webMoritz gegenüber: „Natürlich ist es schade, einen so engagierten Menschen innerhalb des AStA zu verlieren.“, ergänzte aber: „Die Wahl des StuPa war richtig, denn anscheinend war Pedros Vertrauen in Teile des StuPas schon vorher gestört.“ (mehr …)

Claudia Sprengel

Der webMoritz hat am Montag, dem 4. Januar, allen Kandidaten für StuPa, Senat und Fakultätsräte per E-Mail einen Fragebogen zugesandt. Wir veröffentlichen alle Antworten, die uns bis Freitag, 18 Uhr zugegangen sind. Antworten, die später eingegangen sind, können unter Umständen nicht oder nur verspätet veröffentlicht werden.

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Claudia Sprengel

1. Allgemeine Angaben zur Person (Name, Alter, Studienfach, Fachsemester):

Claudia Sprengel, 20, Politikwissenschaft und Philosophie auf B.A. im 3. Fachsemester

2. Für welche Gremien kandidierst du?

Für das Studierendenparlament

3. Was machst du außer Studium und Gremienarbeit?

Ich bin Sprecherin der Hochschulgruppe die Linke.SDS Greifswald und Mitglied der Linksjugend [`solid] MV , sowie Stipendiatin der Rosa Luxemburgstiftung. Außerdem bin ich aktiv im Tierschutz unter anderem im WWF. Außer für politisches und soziales zeichne und lese ich auch gern.

4. Warum kandidierst du bzw. willst du in das betreffende Gremium?

Meine bisherigen Erfahrungen im Stupa (3 Monate) haben mir gezeigt das noch viel zu tun ist , es gibt immer noch Anträge die ich gerne einbringe möchte. Desweiteren möchte ich nicht das eine schwarz – gelbe Mehrheit bekommen (das das nicht gut geht sieht man ja ) ;).

Außerdem möchte ich auch weiterhin die Interessen des Bündnis Bildungsstreik innerhalb des Stupas vertreten und natürlich auch Anstöße von anderen Einbringen.

5. In welcher politischen Richtung fühlst du dich verortet?

Links  (aber ich bin kein Partei Mitglied)

6. Wie empfindest du die Debattenkultur in den universitären Gremien?

Ganz besonders stört mich das es zu wenig Frauen gibt die sich an der Debatte beteiligen obwohl wir eine Uni mit hohen Frauenanteil sind. Ich freue mich sehr das viele Frauen aufgestellt sind für die Wahlen und hoffe das sich dadurch auch ein Gleichgewicht im Stupa entwickelt. Als ich einen Vorschlag gemacht habe probehalber die quotierte Redeliste  im Stupa einzuführen wurde ich dafür verhöhnt und ausgelacht. Sowas sollte in einem demokratischen Gremium nicht passieren man sollte allen Anträgen und Vorschlägen gegenüber tolerant sein , man kann ja schließlich dagegen stimmen wenn es einem nicht passt

7. Welches Themenfeld siehst du in den Gremien/dem Gremium für die/das du kandidierst unterrepräsentiert?

Ich halte soziale Belange stets für wichtig und vielleicht auch unterrepräsentiert , da wir sicherstellen müssen das jeder Student egal woher er kommt , die Chance hat sich dieses Studium leisten zu können sei es mit Kind, mit Behinderung oder anderen Schwierigkeiten.

8. Als wie groß siehst du die Rolle der Studenten und der studentischen Selbstverwaltung in universitären Entscheidungsprozessen?

Die Einbindung der Studierendenschaft ist sehr wichtig und daher müssen wir auch versuch sie stärker umzusetzen und transparenter zu arbeiten. Die Studentische Selbstverwaltung ist sehr wichtig als Ausführende Kraft , den sie haben viel zu leisten und somit auch eine große Verantwortung. Eine gute Zusammenarbeit ist daher unerlässlich , um so frustrierender habe ich daher oftmals die bisherige Situation gesehen z.B. in Bezug auf den Bildungsstreik.

9.Eine der Hauptaufgaben des StuPa ist das Wählen und Kontrollieren des AStA. Was sollte sich hier verbessern?

Teilweise empfand ich manche Referenten als überlastet, dort müsste man überlegen wie man diese Belastung verringern kann. Andererseits fand ich, wie bereits erwähnt, die Zusammenarbeit manchmal schwierig , da es viele Streitpunkte gibt. Man sollte nicht versuchen gegeneinander , sondern miteinander zu arbeiten. Auch wurden sehr kompetente Referenten nicht gewählt rein aus politischer Einordnung, das finde ich auch schade.

10. Was sind deine haushaltspolitischen Ziele?

–    Chancengleichheit aller Studierenden
–    Verbesserung des B.A. und M.A.
–    Erleichterung des Übergangs der beiden Studiengänge
–    Sinnvoller und nachhaltiger Umgang mit den finanziellen Ressourcen
–    Gleichstellungspolitik
–    Vertreten der Interessen des Bündnis Bildungsstreiks
–    Verbesserung der Ausstattung von Institutionen
–    Keine weiteren finanziellen Belastungen für Student

Foto: privat