von Gastautor*in | 15.01.2013
Ein Gastbeitrag von Claudio Doering
Im großen Überlandbus. Sonst keine weiteren Fahrgäste. Eine Stimme unterbricht das tiefe Röhren des Automatik-Busses. „Wohin möchten Sie noch?“ „Bis zur Endstation.“ „Also doch noch bis zum Schluss …“ Der Fahrer drückt auf das Gas. Die Gedanken gehen unweigerlich dahin, man selbst sei nun der Grund für den verspäteten Feierabend des Fahrers und einen übermäßigen Kraftstoffausstoß des Busses. In Wahrheit handelt es sich aber um die geplante, reguläre Linie, ganz offiziell im Fahrplan nachzulesen. (mehr …)
von Gabriel Kords | 23.10.2009
Das Busunternehmen „binschonda“, das seit Juni eine Schnellbusverbindung zwischen Rostock und Stralsund betreibt, wendet sich nächste Woche mit einem Spezialangebot an alle Studenten: Wer beim Einstieg in den Bus seinen Ausweis vorzeigt, fährt gratis. Das Angebot gilt für vier Tage. Die von der Gesellschaft herausgegebene Pressemitteilung formuliert die Bedingungen für das Angebot so:

„Jeder Student, der einen gültigen Studentenausweis im Bus vorzeigt, wird von Montag, dem 26.Oktober, bis Donnerstag, den 29. Oktober, kostenlos befördert.“
Wer also schon immer mal nach Rostock zum Einkaufen fahren oder jemanden besuchen wollte, kann das nun kostenlos umsetzen. Der Hintergrund der Aktion liegt auf der Hand: Das Busunternehmen will sein Angebot den Studenten schmackhaft machen. So sei die Aktion auch vor allem an Erstsemester gerichtet, ließ uns das Unternehmen wissen. Eine Begrenzung auf eine Hin- und Rückfahrt pro Person oder auf Studenten aus Greifswald gibt es bei dem Angebot allerdings nicht.
Das Unternehmen teilte uns weiter mit: „Die Platzkapazitäten im Schnellbus sind begrenzt. Es empfiehlt sich daher vorab einen Sitzplatz über www.binschonda.de/sitzplatzreservierung oder über die Hotline 01805 67 44 35 (Mo-Fr, 9-15 Uhr) zu reservieren.“
Fahrplan nach den Ferien nur mäßig erweitert
Wie webMoritz.de berichtet hatte, hatte das Unternehmen mit Juli und damit anderthalb Monate nach dem Marktstart seinen Fahrplan radikal reduziert. Aus dem ursprünglich tagsüber angebotenen Studentakt wurden vier bis sechs Fahrten je Tag und Richtung. Damals hatte das Unternehmen erklärt, es wolle nach der vorlesungsfreien Zeit den alten Fahrplan wieder aufnehmen.
Das war zu Semesterbeginn Anfang Oktober jedoch nicht der Fall. Nach wie vor fährt der Bus nur vier bis sechs mal täglich, allerdings jetzt auch sonntags. Die Anpassung des Fahrplans dürfte mit der unzureichenden Auslastung des Busses im Studentakt zusammenhängen, das Unternehmen spricht von „Optimierungen“ des Fahrplans.
Bilder: Gabriel Kords/Archiv
von Gabriel Kords | 13.07.2009
Seit heute fährt der „Uni-Sprinter“ zwischen Greifswald und Rostock deutlich seltener als bisher. Seit der Eröffnung am 2. Juni fuhr der Schnellbus werktags dreizehn mal pro Tag und Richtung. Seit dieser Woche und für die gesamten Semesterferien sind es nun gerade einmal vier bis sechs Fahrten pro Tag und Richtung, die das Betreiberunternehmen „binschonda“ anbietet.
Täglich werden nun nur noch vier Fahrten pro Tag und Richtung (zwei morgens, zwei abends) sowie je zwei Verstärkerfahrten montagsmorgens und freitagsnachmittags angeboten. Der Fahrplan gilt bis zum 9. Oktober und damit über die gesamte vorlesungsfreie Zeit.
Laut Pressesperecherin Manja Wisotzky ist die starke Reduzierung der Fahrten einzig und allein der geringen Nachfrage während der Ferien geschuldet. Anlass für Sorge um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens besteht nach ihren Angaben keinesfalls.
Ein Großteil der Fahrgäste seien Studenten und die fehlten nun mal während der Ferien: „Die für Pendler relevanten Fahrten bieten wir weiterhin täglich an.“ Außerdem plant „binschonda“ über die Sommermonate ein Sonderangebot für Tagestouren von Greifswald nach Rostock. Nähere Infos darüber sollen in den nächsten Tagen folgen. Verändert werden soll auch die Lage der Haltestellen in Rostock: „Die sind noch nicht optimal“, sagt Wisotzky. Am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) liege der Ausstiegspunkt sehr weit entfernt vom Einstiegspunkt: „Das ist den Kunden schwer zu vermitteln.“
Link: Homepage des Betreibers
Bild: Gabriel Kords
von Gabriel Kords | 02.06.2009
Ein bisschen geschummelt wurde heute morgen bei der Einweihungsfahrt der Expressbus-Linie zwischen Rostock und Greifswald, denn es war nicht der erste, sondern bereits der vierte Bus von Greifswald nach Rostock, der sich um 9 Uhr am Rathaus in Bewegung setzte – als außerplanmäßige Sonderfahrt. Mit an Bord: Oberbürgermeister Arthur König und Matthias Stinnes, dessen Gesellschaft aus Neubrandenburg die Linie betreibt.
In Rostock traf König auf seinen Amtskollegen Roland Methling, der die Delegation aus Greifswald vor dem Rathaus empfing. Beide Bürgermeister hatten ihren Spaß an den Slogans „Rostock wird eingemeindet“ bzw. „Greifswald wird eingemeindet“, mit denen seit einigen Wochen in der jeweils anderen Stadt intensiv geworben wird. Man könne über die Eingemeindung im Zuge der Kreisgebietsreform ja mal nachdenken, schlug König scherzhaft vor.

Zum Einsatz kommen unter anderem Kleinbusse mit 19 Plätzen.
König: Pluspunkt für Greifswald (mehr …)
von Gabriel Kords | 20.05.2009
Der Weg von Greifswald in die einzige Großstadt Mecklenburg-Vorpommerns wird sich ab Juni erheblich verkürzen. Unter der neuen Marke „binschonda“ richtet die Stinnes Transport GmbH aus Neubrandenburg einen stündlichen Linienverkehr an Werktagen zwischen Greifswald und Rostock ein.

"Ich bin schon da, sagte der Hase zum Igel" - Logo von "binschonda"
Zwischen 6 und 18 Uhr werden im Stundentakt Busse von Greifswald und Rostock starten. Die Fahrtzeit dauert dabei abhängig von Start- und Endpunkt zwischen etwa 70 und 90 Minuten. Die Busse halten in Greifswald fünf Mal an folgenden Haltestellen:
- Elisen-Park (Start-/Endpunkt)
- Schönwalde II
- Klinikum
- Platz der Freiheit
- ZOB (Bahnhof)
In Rostock kann man an den Haltestellen Südblick, Südstadt-Center und ZOB aus- bzw. zusteigen. Der Rostocker Flughafen wird nicht angesteuert.Die Fahrtkosten sind unabhängig vom Einstiegsort in der Startstadt und dem Ausstiegsort in der Zielstadt. Eine Mitfahrt nur innerhalb des Start- bzw. Zielortes ist nicht möglich.
Für den Fahrkartenkauf und die Preise haben sich die privatwirtschaftlichen Betreiber ein innovatives Konzept ausgedacht, das offensichtlich den „Großen“ im Reiseverkehr, also Bahn und Flugzeug, entleht ist (mehr …)