von Carsten Schönebeck | 13.03.2009
Wie wir berichteten haben CDU, FDP und Die Linke ihre Kandidatenlisten zur anstehenden Kommunalwahl bereits in den vergangenen Wochen verabschiedet. Nun haben sich auch die Grünen für insgesamt 14 Kandidaten entschieden, die für sie in den Wahlkampf ziehen werden.

Teil der grünen Doppelspitze: Studentin Anja Reuhl kandidiert für die Bürgerschaft
Gemeinsam werden der EDV-Leiter Dr. Ullrich Bittner und die Studentin Anja Reuhl die Listen in allen fünf Wahlkreisen anführen. Die derzeitigen Bürgerschaftsabgeordneten Michael Steiger und Frauke Fassbinder kandidieren ebenfalls, wie auch die außerordentlichen Fraktionsmitglieder Stefan Fassbinder und Luc Leippold (ebenfalls Student) . Keine Überraschung: Anne Klatt, die in Greifswald Landschaftsökologie studiert und für das Bundestags-Direktmandat kandidieren will , bewirbt sich ebenfalls um einen Platz in der Bürgerschaft.
Als besondere Wahlkampfmaßnahme wird unter den Grünen Kandidaten seit heute ein „Wanderndes Telefon“ herumgereicht. Unter 0176 430 966 23 ist jeden Tag ein anderer Bürgerschaftsaspirant erreichbar.
Als letzte der großen Parteien wird am Wochenende die SPD über ihre Kandidaten entscheiden, wir werden diesen Beitrag dann so schnell wie möglich aktualisieren. Bis zum 6. April haben Parteien und Wählergruppen Zeit, ihre Vorschlagslisten einzureichen, die dann vom Wahlausschuss der Stadt geprüft werden.
Zusatzinfos:
Bilder:
Greifswald wird Grün
von Carsten Schönebeck | 03.03.2009
Am vergangenen Montag (23. Februar) lehnte die Greifswalder Bürgerschaft ein gut 20 Millionen teures Bauprojekt ab. Die Pläne des Projektentwicklers Christian Leuschner (im Auftrag des Essener Managers Dr. Wulf Böttger) für das Gebiet zwischen Ostseeviertel Ryckseite und dem Ryck wurden auch „Wiecker Schlag“ genannt. Sie geisterten bereits seit mehreren Jahren durch Amtsstuben und Presse.

Investition oder Naturschutz? Die Bürgerschaft entschied sich für Letzteres.
Das Konzept sah die Bebauung von 10 Hektar unmittelbar am Ryck gelegenen Landes in der Nähe des Ostseeviertels Ryckseite mit knapp 100 Wohn-Grundstücken und fast 200 Bootsliegeplätzen vor.
Bereits 2007 hatten die Verwaltungsbehörden nach einer Prüfung des Vorhabens Bedenken angemeldet: Rund 40 Prozent des zu bebauenden Gebiets stehen unter Biotopschutz. Eine Bebauung wäre für einige seltene Tier- und Pflanzenarten wohl fatal gewesen, viele Umweltschützer sprachen sich gegen das Projekt aus. Damals jedoch lies die Bürgerschaft die Entscheidung noch offen genehmigte vorerst weitere Untersuchungen durch den Investor. (mehr …)
von Gabriel Kords | 26.11.2008
Die Landesregierung plant für das Jahr 2011 eine Reform der Landkreise. In deren Zuge soll die Anzahl der Landkreise von zwölf auf sechs reduziert werden. Außerdem sollen vier der sechs kreisfreien Städte in die Landkreise eingegliedert werden – unter ihnen auch Greifswald. Nur Schwerin und Rostock sollen in Zukunft kreisfrei bleiben.
Das Vorhaben einer noch radikaleren Reform mit nur noch fünf Landkreisen war vor gut einem Jahr vor dem Landesverfassungsgericht gescheitert. Damals wurde unter anderem argumentiert, die neuen Landkreise wären zu groß. Das soll laut Landesregierung beim neuen Modell mit sechs Landkreisen nicht mehr der Fall sein. Das gescheiterte Reformvorhaben sollte 2009 eingeführt werden. (mehr …)
von Gabriel Kords | 16.11.2008

Am 8. Juli dieses Jahres verkaufte die Greifswalder Bürgerschaft die größte städtische Wohnungsgesellschaft WVG zur Hälfte. Die Stadtvertreter hofften, mit dem Verkaufserlös von 60,1 Millionen Euro den millionenschweren Schuldenberg der Hansestadt über Nacht ablösen zu können. Doch daraus wurde bisher nichts. Die Käuferin – die KWG AG aus Bremerhaven – zahlte bis heute nicht.
Nun rechnet die Stadt auch im offiziellen Haushaltsentwurf für 2009 nicht mehr mit den KWG-Millionen. Das ist ein Eingeständnis der Stadtverwaltung und des Bürgermeisters, die bis vor kurzem noch fest mit dem Geld rechneten. (mehr …)
von Jabbusch | 04.08.2008
Nachdem heute ein Leserbrief von Dr. Ulrich Rose, dem unterlegenen Bürgermeisterkandidaten der Grünen, in der OZ abgedruckt wurde (Thema WVG-Streit – mehr dazu hier), indem er sich über Beleidigungen der CDU beschwert, schießt diese nun mit drei Leserbriefen – koordiniert
– zurück.
Zunächst >Axel Hochschild um 11.02 Uhr (Vorsitzender der CDU-Fraktion), dann Sandro Martens um 11.04 Uhr (Mitglied des CDU Kreisvorstandes) und schließlich Dirk Bauer um 11.07 Uhr (CDU Kreisgeschäftsführer). Offenbar hatte man bei der CDU nicht bedacht, dass die Briefe sofort sind und mit einem Zeitcode versehen werden (ähnlich wie Kommentare auf dieser Seite).
Nun sind koordinierte Leserbriefaktionen an sich nichts Ungewöhnliches. Häufig rufen gerade linke Bürgerbündnisse zum gezielten Leserbriefschreiben auf. Trotzdem hinterlässt das Einstellen der drei Briefe direkt hintereinander ein seltsames Bild.
(Danke an die Tippgeber aus den Kommentaren!)
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