von radio 98eins | 05.07.2011
Den zweiten Tag der Woche habt ihr schon überstanden und es kann nur noch besser werden- vor allem mit dem Magazin- am Puls der Stadt ;). Wir bringen euch mit der besten Musik abseits des Mainstreams und den wichtigsten Infos des Tages gemütlich in den Abend.
In unserer Rubrik „Kulturplausch“ erfahrt ihr von Jana Külper etwas zu einem besonderen Tier, dass heute vor einigen Jahren auf die Welt kam. Und seid gespannt, was das mit möglichen Doppelgängern zu tun hat…
Die Stadt Rostock machte einen großartigen Forschungsfortschritt für Alzheimererkrankte, Fadl Speck weiß genaueres darüber.
Anja Drewes informiert euch, wie wichtig sichere Passwörter sind und welche Bedeutung dies aktuell v.a. für Studenten hat.
Für interessante Abendgestaltungen ist Anne Wiegel die perfekte Anpsprechpartnerin, sie präsentiert euch die Veranstaltungstipps.
Wenn ihr zum Burning Summer Festival gehen wollt, solltet ihr unbedingt einschalten, wir haben eine Überraschung für euch! 🙂
Mandy Markwordt und Richard Becke begleiten euch durch die Sendung von 19 bis 20 Uhr.
Die Dienstagsredaktion wünscht euch einen entspannten Abend! 🙂
von Tjorven Hinzke | 01.06.2010
Uns Studenten interessiert an der Universität in erster Linie meist die Lehre, doch natürlich wird hier in Greifswald auch geforscht. In der Serie “Nachgeforscht” stellen wir einzelne Projekte vor.
Greifswalder Forschern der Arbeitsgruppe Neuropathologie ist der Nachweis gelungen, dass Transportproteine im Gehirn sogenannte senile Plaques beeinflussen könnten. Das sind Ablagerungen im Gehirn, die als eine Ursache der Alzheimer-Erkrankung angesehen werden.
Dr. Silke Vogelgesang, Leiterin der Arbeitsgruppe, unterhielt sich mit dem webMoritz über ihre Forschungen und deren Ergebnisse.
webMoritz: Frau Dr. Vogelgesang, könnten Sie die Grundlagen Ihrer Forschung einmal umreißen?
Dr. Vogelgesang: Wir haben uns mit den der sporadischen Alzheimer-Krankheit zugrundeliegenden Vorgängen beschäftigt. Der sogenannte sporadische Morbus [Fachbegriff für Krankheit, Anm. d. Red.] Alzheimer ist die häufigere Form dieser Krankheit. Er tritt vorwiegend bei älteren Menschen auf und wird nicht durch bestimmte Genmutationen hervorgerufen. Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zu Ablagerungen des Proteins beta-Amyloid im Gehirn. Dieses bewirkt dann die Vorgänge, die die Nervenzellen absterben lassen.

Feingeweblicher Schnitt mit Alzheimer-Plaques
Das beta-Amyloid entsteht aus dem Amyloid-Precurser-Protein, einem durch die Zellmembranen hindurchreichenden Protein im Gehirn. Aus diesem Vorläuferprotein werden durch zwei Enzyme bestimmte Areale herausgetrennt. Das entstehende Bruchstück ist das beta-Amyloid. Zunächst liegt es frei vor, bildet dann aber Aggreagte und ist somit auch nicht mehr löslich.
Als gefährlich angesehen wird das beta-Amyloid in seiner nichtaggregierten Form. Nach der sogenannten Amyloid-Kaskaden-Hypothese geht man davon aus, dass zuviel vom beta-Amyloid gebildet und nicht genügend abgebaut wird. Dies liegt der sporadischen Alzheimer-Krankheit zugrunde.
Die Ablagerungen beginnen vor allem im Temporallappen und im Hippocampus. Da diese Bereiche auch für Gedächtnisleistungen verantwortlich sind, leidet das Erinnerungsvermögen bei Alzheimer-Patienten. Der Abtransport des Amyloids wird normalerweise über Transportproteine bewerkstelligt, die sich in der Blut-Hirn-Schranke befinden. (mehr …)