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Weswegen verringert sich zunehmend das Interesse der Bürgerinnen und Bürger am aktuellen politischen Geschehen, geschweige denn an der Politik insgesamt? Diese Frage ist Gegenstand des heutigen Politpodcasts.

In diesem Sinne erörtern wir den Unterschied zwischen dem Begriff der Politikverdrossenheit und dem der Parteienverdrossenheit und leiten ein Demokratieverständnis der Bevölkerung her.
Im zweiten Teil des Podcasts sprechen wir über Politik als musikalisches Objekt. Um dieses Thema zu beleuchten bedienen wir uns ideengeschichtlicher Beispiele und Definitionen.
Für Fragen und Anregungen stehen wir zur Verfügung und sind unter podcast@moritz-medien.de erreichbar.

Kommentare

  1. Friedrich2    

    Mal wieder ein Kommentar zu verschiedenen Themen / Fragen im Podcast selbst:
    1.) Ihr seid tatsächlich mein Lieblings-Politik-Podcast — wenn auch mein einziger 🙂
    1.5) Nicht immer war Wählen so einfach wie heute. Dazu erlaube ich mir, auf die dazugehörigen Artikel im Katapult-Magazin zu verweisen.
    1.7) Und noch was: Als advocatus diaboli kann man die These vertreten, dass Bürger in einer repräsentativen Demokratie nicht wirklich mächtig sind und das auch wissen. Schließlich geben sie einmal im Jahr an der Wahlurne ihre Entscheidungsgewalt an eine politische Elite (im Sinne von kleiner Gruppe) ab und haben danach im Grunde kaum was zu sagen, selbst direkte Sanktionsmöglichkeiten sind nicht immer gegeben. (https://www.grin.com/document/116034)
    2.) Finde ich toll, das ein unter Studenten vielleicht nicht so häufig gehörter Komponist wie Bruckner erwähnt wird.
    Gänzlich abseits politischer Gesichtspunkte empfehle ich hier dem geneigten Leser zum Kennenlernen die weithin unbekannten Komponisten Heitor Villa-Lobos, John Field, Charles-Marie Widor, Emilia Giuliani und Clara Schumann.
    3.) Für mich persönlich ist politische Musik solche, die vom Komponisten als eine politische Institution bevorzugend gedacht ist. Darin eingeschlossen sind erzwungen geschriebene Militärmusik ebenso wie Marschparodien (als Plädoyer für einen Anti-Militarismus).
    4.) Musik kann durch nicht nur, etwa durch Rhythmik und Instrumentierung, eine Botschaft vermitteln;
    nein, auch ganz allgemein kann ein diffuses Gefühl des Wohlseins den Machthabern ganz recht sein (»Brot und Spiele«).
    Gerade am Beispiel Frederyk Chopin (berühmter Pianist und Komponist der Romantik) sieht man sehr schön, dass ein wachsendes (polnisches) Nationalgefühl und die damit einhergehende verstärkte Förderung aus politischen Erwägungen heraus wunderschöne, zeitlose Sachen wie die Polonaise As-Dur schaffen können.
    5.) Nebenbei bemerkt: Fördern heißt auch Fordern. Das Konzept sieht man ganz gut an der Repression »undeutscher« Kunst zu Zeiten des NS-Reiches.
    Wie in der Evolution reagieren Künstler natürlich auf solcherlei Zensurähnliche Maßnahmen ( = Maßnahmen, die ihren Handlungsspielraum einschränken): Schön zu sehen bei der heftigen Ablehnung des AfD-Kandidaten für den Kulturausschuss in Berlin.
    6.) Randbemerkung Teil II: Jazz ist gegenüber der Klassik meiner Meinung nach immer noch unterrepräsentiert, was z. B. Wettbewerbe und Preisgelder angeht. Dafür ist Klassik immer ein konzeptuell fragwürdiges Konzept: Kann ich als durchschnittlicher Musiker mit meiner Mozart-Interpretation wirklich Neues schaffen? Oder wird es eine schlechte Kopie alter Meister wie Rubinsteins? Auch das sind Themenfelder einer Kulturpolitik.

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