Zerfall und Abriss einer Stadt

Im Pommerschen Landesmuseum wird von Oktober bis Ende Januar eine Ausstellung mit Architekturfotografien von Robert Conrad gezeigt. Er dokumentiert eine bewegende und traurige Zeit für die Greifswalder Bürger in den 80er Jahren.

Blick von der Fleischerstraße zur Bachstraße um 1987

Der Schulweg des Fotografen Robert Conrad veränderte sich zunehmend und bald stand für ihn fest, dass das nicht mehr sein Greifswald ist, wie er es kennt. In den 70er Jahren begannen die Abrissarbeiten, die er live erlebte und bald musste Conrad feststellen: „Von der Hafenstraße aus über die Bachstraße hinweg, entlang der Roßmühlenstraße und die Knopfstraße hinauf war die Stadt verschwunden.

Auch dahinter fehlten inzwischen ganze Blöcke, so dass meine alte Schule mit ihrer Turnhalle und ein einzelnes Giebelhaus nun wie Inseln inmitten der von schweren Baumaschinen planierten Freiflächen standen.“ Im Laufe der Nachkriegszeit wurde größtenteils nicht mehr in die Instandhaltung von Häusern investiert. Ganze Städte zerfielen nach und nach. Oftmals sollten die Innenstädte sich einfach selbst überlassen werden und es wurde günstig und effektiver neu gebaut. Dazu gab es verschiedene und utopische Großprojekte aus den 70er Jahren. (mehr …)

24h Vorlesung: Dr. Gregor Gysi

Anlässlich der 24 Stunden Vorlesung war der Politiker Dr. Gregor Gysi von der Partei Die Linke zum zweiten Mal zu Gast in Greifswald. In diesem Jahr sprach er über die Euro- und Finanzkrise und beschrieb wie man diese seiner Meinung nach überwinden könnte.

Tanztendenzen – eine Philosophie

Tanztendenzen – eine Philosophie

„Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren!“ Pina Bausch

Wie lang ist die Zeit, wie groß ist der Raum, wie unsichtbar ist man nackt und wie viel Kaffee braucht man? Antworten auf diese Fragen konnte man sich bei den Tanztendenzen 2012 vom 16. bis 20. Oktober im Theater Vorpommern anschauen. Ein Rückblick von Anastasia Statsenko und Gorgi Bedzovski. (mehr …)

Straze: Viel Aber auf dem Weg zum Ziel

Straze: Viel Aber auf dem Weg zum Ziel

Einen kleinen Schritt weitergekommen ist man am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der Stralsunder Straße 10. Bausenator Jörg Hochheim (CDU) will Gespräche mit dem Eigentümer, dem Petruswerk, führen und die Initiativen setzen sich noch einmal zusammen, um ein Konzept zu präsentieren. „Es wird ein langer steiniger Weg“, fasste Moderator Thorsten Erdmann (NDR) zusammen. Und allen im Raum war klar: Wenn das Petruswerk nicht mitzieht, wird es zu keiner einvernehmlichen Lösung kommen. Ob das Petruswerk Interesse an einer Lösung hat, ist unklar, da es mit Abwesenheit glänzte. (mehr …)