Täubchen du hast Recht

Paris und Ich. Dies ist keine Geschichte einer Romanze. Diese Geschichte erzählt vom Anfang meines Auslandsaufenthalts in Paris, den ich mir regelrecht erst erkämpfen musste und von meinem unfreiwilligen dreiwöchigen Nomadenleben.

Obdachlos und ohne Universitätszusage stand ich abends an der Gepäckausgabe des Flughafens Orly und starrte auf das Laufband. „Und was machst du, wenn das alles nicht klappt?“, wurde ich vor der Abreise für mein Erasmussemester häufig gefragt. „Ganz ehrlich? Ich habe nicht die leiseste Ahnung!“ Das war die Wahrheit. Als ich Anfang September letzten Jahres aus dem Flugzeug in Paris ausstieg, war ich mit der Klärung meines Problems auch nicht viel weiter. Wie naiv muss man eigentlich sein, hörte ich meine innere Stimme sagen, doch eine Lösung konnte sie mir auch nicht liefern. Ich war auf mich allein gestellt. In meiner Tasche verbarg sich eine Liste mit etlichen Hosteladressen. Doch innerlich sträubte ich mich gegen die bloße Geldverschwendung, da musste es doch noch einen anderen Weg geben.

Den Anfang machte der Optimismus. Drei jüngere Männer neben mir. Wenigstens sie schienen einen Plan zu haben. „Und was treibt euch so in die Stadt der Liebe?“, fragte ich sie mit einem hoffnungsvollen Blick, welcher mich prompt zum Ersatzmann des ursprünglichen Vierergespanns machte und demnach auch Gast für zwei Nächte im dekadenten Hilton Hotel. Dann bringt dieses „Denke Positives und dir wird Positives widerfahren“ ja doch etwas. Fantastisch. Ich gönnte mir das Wochenende um die Stadt, die ich schon ein wenig kannte, näher zu erkunden und mich auf sie einzulassen. Da sich sonst keiner mit mir unterhielt, übte ich meine bisherigen Französischkenntnisse an den Clochards (Obdachlose), die, wie man sich denken kann, allerhand zu erzählen hatten. (mehr …)

»Wenn man Aufstände anzettelt, ist das doof «

Die Forschung ist für die Wissenschaft ein nicht mehr wegzudenkendes Arbeitsfeld. In der Geschichtswissenschaft bereichert Dr. Jörg Driesner mit Erlebnissen seiner Forschungsreisen im asiatischen Raum die gefüllten Seminarräume.

Seit wann sind Sie Dozent an der Universität in Greifswald?
Ich habe meine erste Lehrveranstaltung 2003 im Sommersemester abgehalten.

Was haben Sie davor gemacht?
Studiert (lacht). Ich habe 2003 mein Examen gemacht, habe in dem damaligen Graduiertenkolleg ein Stipendium bekommen und dann zum Wintersemester meine erste Lehrveranstaltung gegeben.

Sie sind also auch Greifswalder und sind nicht von außerhalb gekommen, um hier zu arbeiten?
Ich bin hier geboren, habe hier mein Abitur gemacht, studiert und arbeite jetzt auch hier.

Außer für die Forschungsreisen…
Genau! Ich fahr´ da nicht hin zum Arbeiten, sondern zum Forschen. (mehr …)

AStA will Stimmrecht für Co-Referenten

AStA will Stimmrecht für Co-Referenten

Erst Meinungsbild und dann Abstimmung, dieses Muster gab es häufiger am 23. Mai auf der AStA-Sitzung. Nach der neuen AStA-Struktur sind nur noch die Hauptreferenten stimmberechtigt, aber die Co-Referenten nicht mehr. Um alle Referenten dennoch zu beteiligen, wurden Meinungsbilder erstellt. Das ging nicht nur der kommissarischen Gleichstellungsreferentin Lisa Brokmöller ziemlich auf die Nerven. Ein Meinungsbild ergab, dass ein Antrag für die nächste Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) eingereicht werden soll, die Co-Referenten wieder mit Stimmrechten auszustatten.

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Vom Hörsaal zum Eurovision Song Contest – Zwei Wochen in einem Parallel-Universum

Vom Hörsaal zum Eurovision Song Contest – Zwei Wochen in einem Parallel-Universum

Ein Erfahrungsbericht von Marietta Beielstein

Raus aus dem Uni-Alltag, rein in mein Eurovision-Abenteuer, das bereits Ende Januar begann. Damals füllte ich die Online-Bewerbung für eine Volunteerstelle aus. Es dauerte dann auch nicht lange, bis ich einen Terminvorschlag für das Bewerbungsinterview bekam. Ich machte mich also auf den Weg nach Köln und nach einigen ereignisreichen Tagen, hatte ich die erwartete E-Mail Mitte März in meinem Posteingang: Ich war als Volunteer für das Pressezentrum beim Songcontest genommen worden und sollte am 29. April meinen Dienst antreten.

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Caspar David Friedrich Thema bei „Nacht am Meer – der Talk im Strandkorb“

Nacht am Meer - der Talk im Strandkorb

In Greifswald kennt ihn fast jeder. Zumindest jeder halbwegs bebildeter Mensch. Und der Gebildete kennt ihn erst recht. Leider kennt man ihn nicht persönlich. Doch er ist ankannt, prägt z.T. das Stadtbild und macht bis heute Eindruck. Schließlich war er Impressionist. Die Rede ist von Caspar David Friedrich. Der ist zwar schon ein bisschen länger tot (seit 1840, um genau zu sein), aber seine Kunst ist für unsere Hansestadt nach wie vor von Bedeutung. Das sieht auch die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft in Greifswald vermutlich so. Sonst hätte sie nicht das Caspar-David-Friedrich-Zentrum in Greifswald eingerichtet. Es informiert und forscht auf unterschiedliche Weise rund um „CDF“, wie er von Insidern auch gerne abgekürzt wird.

Was genau dahintersteckt, welche Infos man dort bekommt und warum auch unromantische Personen sich bestimmt von dem berühmten Greifswalder Romantiker beeindrucken lassen können, verrät Susanne Papenfuß vom CDF-Zentrum bei “Nacht am Meer – der Talk im Strandkorb”. Diese Sendung kann man am 24.05.2011, von 22-23.00 Uhr bei radio 98eins auf der Frequenz MHz 98,1 oder im Livestream hören. Anne Schwalme wird entspannt viele interessante Fragen stellen, damit sich jeder Hörer am Ende der Sendung als kleiner Kunstexperte ins Bett mummeln kann. Sollte man die Sendung leider doch verpasst haben, kann man alles am 29.05.11 um 23.00 in der Wiederholung oder sonst einfach im Podcast anhören. Wer visuell interessiert ist, kann sich vorher bei Youtube ein Bild machen, wie es im Radio hinter den Kulissen aussieht.