Von Liebe und dem Meer: Nathalie Nordnes

Von Liebe und dem Meer: Nathalie Nordnes

„Verzeihen sie mir meine Aufregung, aber ich warte jetzt schon seit acht Jahren, dass diese Künstlerin nach Deutschland kommt.“ Frithjof Strauß, künstlerischer Leiter des Nordischen Klangs und Lehrstuhlinhaber für neuere skandinavische Literatur, stand ein wenig aufgeregt vor dem Publikum im Sankt Spiritus, das sich am Montag dort eingefunden hatte. Grund für seine Nervosität war die norwegische Sängerin Nathalie Nordnes, die sogleich nach seiner kleinen Ansprache die Bühne betritt und sich an den schwarzen Flügel setzt. (mehr …)

moritz 91 – Mai 2011 – Greifswald blockiert

moritz 91 – Mai 2011 – Greifswald blockiert

Kiek mol wedder in

Wohnen, wo andere Urlaub machen – ein erholsam klingender Satz, den sich die Region rund um die Ostseeküste zum Motto gemacht hat. Für die Fahrt nach Hause zur heimischen Familie benötige ich nur eine halbe Stunde. Ein klarer Vorteil, wenn man in seiner Heimat bleibt, um zu studieren! Auch meine Heimatstadt Wolgast rühmt sich mit dem genannten Slogan. Doch jedes Semester aufs Neue haben wir Küstenmenschen mit den ewig gleichen Vorurteilen der neu Zugezogenen zu kämpfen. Ich habe mal jemanden getroffen, der sich Ostvorpommern ungefähr so vorstellte: An einer Ecke kann man Fischbrötchen käuflich erwerben und gegenüber stehen die Nazis und warten auf ihren nächsten Auftritt. Ein guter Ruf sieht doch anders aus und während einige Urlaub machen, marschieren ein paar andere zur Demonstration auf. Am ersten Mai gaben sich die Faschisten wieder die Ehre ihre Parolen zu verbreiten. moritz sprach mit engagierten Organisationen und Vereinen, die gezielt Gegenaktionen vorbereiteten. moritz-Redakteure waren zudem live vor Ort und lassen euch an ihren Eindrücken auf den Seiten 26 bis 27 teilhaben.

Eine derartige Nazidemonstration hat sich am ersten Mai hier „oben“ schon etabliert und jedes Jahr versuchen die Rechten erneut Fuß zu fassen. Doch nicht überall läuft es so wie in unserer ländlichen Region. In Berlin sind weniger derartige Demonstrationen bekannt, dafür jedoch die üblichen Maikrawalle sehr präsent. In den Medien wird der erste Mai immer als Tag der linken Unruhestifter auseinander genommen. Selten wird mit ihm etwas Positives verbunden. Doch welche Geschichte verbirgt sich hinter diesem Aufruhr erzeugenden Tag? Der Artikel auf Seite 29 soll für Aufklärung sorgen.

Ein gewisser Teil an Studierenden hat dann doch mal die Nase voll von der rauen Küstenluft oder will einfach mal andere Erlebniseindrücke gewinnen und entscheidet sich für einen Aufenthalt in der Ferne. Auslandssemester sind mittlerweile keine Seltenheit mehr, sie werden ja auch häufig für einen qualifizierten Lebenslauf erwartet. Wie man sich alleine in einem anderen Land fühlt und welchen Problemen man durchaus ausgesetzt sein kann, könnt ihr in unserer Parisreportage auf Seite 19 bis 21 verfolgen.

Wenn es dann wieder ruhiger wird in der Hansestadt, die letzten Demonstranten ihre Transparente einrollen und der alte Trott zurück kehrt, dann sorgt doch mal für neue Abwechslung und „kiekt mol wedder in“ am Dienstag um 20 Uhr bei unserer Redaktionssitzung in der Rubenowstraße 2. Wir freuen uns auf eure kreativen Köpfe!

Laura-Ann Schröder

Das aktuelle Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen, einzelne Artikel natürlich auch online lesen und kommentieren.

webMoritz testet: Wo gibt es das beste Eis in der Innenstadt?

webMoritz testet: Wo gibt es das beste Eis in der Innenstadt?

Ein Beitrag von Andrea Dittmar, Christine Fratzke und Susanne Große

Die Sonne kitzelt, das Thermometer steigt – Zeit für ein Eis! Doch wo gibt es das Beste? Der webMoritz hat einige Eisdielen in der Innenstadt ausprobiert und es für euch herausgefunden. Zugegeben, ein wenig Bauchschmerzen hatten wir nach dem Test schon, aber es hat sich gelohnt.

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Biologische Station Hiddensee in Gefahr

Biologische Station Hiddensee in Gefahr

Bungalow der Biologischen StationDer Fortbestand der biologischen Station Hiddensee, ein Außenposten der Universität Greifswald, ist bedroht.
Die an der Westküste Hiddensees im Ortsteil Kloster gelegene Station besteht aus einem 1934 gebauten Kurs- und einem Doktorandenhaus sowie einer Bungalowsiedlung mit insgesamt 24 Übernachtungsplätzen. Letztere verfällt mehr und mehr – die Bungalows sind nicht winterfest, schimmeln und das Bauholz ist morsch. (mehr …)

Caspar-David-Friedrich-Institut startete erfolgreich Grillen an Ruinen

Caspar-David-Friedrich-Institut startete erfolgreich Grillen an Ruinen

Es riecht modrig, überall knarzt es, Bilder hängen an der Wand, hier und da riecht es nach Farbe, vermehrt lassen sich Risse in den Wänden finden, an einigen Stellen bröckelt ein wenig Putz: Gemeint ist das Caspar-David-Friedrich-Institut in der Bahnhofstraße 46/47. Zwar versprüht das rustikale Gebäude durchaus ein gewisses kreatives Flair, aber dass die Studierenden mit der Situation nicht sonderlich zufrieden sind, merkte man am Abend des 12. Mai. Hier fand der Auftakt zur Aktion „Grillen an Ruinen“ statt, die der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) mit dem Studierendenparlament (StuPa) und verschiedenen Fachschaften organisiert. Über 150 Studierende kamen, darunter auch viele, die nicht Kunst studieren.

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