Video Ravic: Filme sehen in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre

Video Ravic: Filme sehen in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre

Das Café Ravic ist aus der Greifswalder Barlandschaft gar nicht mehr wegzudenken. Nun hat die Kultkneipe Zuwachs bekommen: Das Video Ravic, welches seit Ende Februar eröffnet ist. Es befindet sich direkt neben der Bar in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Und wie der Name schon verrät, können die Gäste hier nicht nur ein kaltes Getränk genießen, sondern auch Videos, beziehungsweise DVDs, sehen. Wie das funktioniert?

Komm mit ins Kino (aber im Video Ravic ist es günstiger und gemütlicher.)

Zunächst sucht man sich einen Film aus dem Regal aus. Die Auswahl ist zwar mit etwa 100 Filmen überschaulich, doch das macht die Sache nicht einfacher. Hier stehen Geheimtipps neben Klassikern, aber auch bekannte und aktuelle Filme sind zu finden: Milk, Das Leben ist zu lang, Ein gutes Herz, Same same but different, Inception… – die Liste ist lang. Nicht jede DVD, die hier in den Regalen steht, gibt es im Videoverleih. Kommunikationswissenschafts- und Wirtschaftsstudentin Maria Strache, die zum ersten Mal das Video Ravic ausprobierte, gefällt die Filmauswahl:  „Vor allem, dass es keine Allerweltsfilme sind. Wenn man sich eventuell nicht entscheiden kann, dann hilft einem die Bedienung, die den Anschein macht, als habe sie alle Filme schon gesehen.“

Wie ein Videoabend bei Freunden

Zum ersten Mal im Video Ravic - Maria ist begeistert.

Dann geht es vom Eingangsraum, hier befinden sich neben den Regalen eine kleine Bar und einige Ravic-typische Sitzgelegenheiten, in den kleinen Vorführraum. Nicht viel Platz birgt dieser, dafür ist es aber umso gemütlicher. Eine Eckcouch, ein Sessel, zwei  kleine Sofas, dazwischen ein Fernsehtisch – mit blumigem Muster erinnern diese mitunter an das Mobiliar der eigenen Großeltern. Die Wände sind passend dazu mit alten Filmpostern tapeziert und so wird man gleich in die richtige Filmstimmung versetzt. DVD-Player und Fernseher an, DVD rein, der Spaß kann losgehen. Maria entschied sich für „Männer im Wasser“, einer schwedischen Komödie. Sie fühlt sich an einen Videoabend bei Freunden erinnert, an dem man Filme im Wohnzimmer guckt.  „Nur mit dem Unterschied, dass das hier für alle zugänglich ist“, ergänzt sie.

Das Video Ravic öffnet täglich bereits um 16 Uhr und somit ist für diejenigen, die zuerst kommen, die Auswahl des Films gesichert. Man kauft keine Eintrittskarten, auch eine Videogebühr wird – sofern man vor Ort den Film sieht – nicht erhoben. Lediglich die Getränkepreise (Bier 2,50 Euro, Cola 1,80 Euro – Säfte und Heißgetränke gibt es auch) sind zu zahlen. Wird der Videoraum gerade genutzt, ist das dennoch kein Problem: Es kann im kleinen Barbereich gewartet werden. Oder man sieht sich den laufenden Film mit den anderen Gästen an. Wenn man die DVD dann doch lieber zu Hause sehen will, ist das aber auch kein Problem: Die Filme sind für 2,50 Euro pro Tag ausleihbar.

Fotos: Christine Fratzke

Jede Menge Spaß beim Futsalturnier

Sieben Teams, etwa 50 Studenten, spielten Futsal. Just for fun – so lässt sich das AStA-Futsalturnier in der Arndthalle zusammenfassen, bei dem es Jeder gegen Jeden hieß. Bei dem Futsalspiel (Hallenfußball) am 2. April, waren vier Feldspieler und ein Torwart für jedes Team auf dem Platz. „Fairplay und jede Menge Spaß gab es über 21 Partien hinweg zu sehen“, freute sich beispielsweise der 20-jährige David Schulz. Bei so vielen Spielen war den weiblichen und männlichen Sportlern am Ende auch teilweise Erschöpfung anzusehen, denn in den Spielen haben sie ehrgeizig gekämpft.

Der Einsatz war von unterschiedlichem Erfolg gekrönt, wie die Siegerehrung zeigte. Der Futsal HGWaii-Verein stellte gleich zwei Teams: I und II. Da sie die meiste Erfahrung im Spiel aufwiesen, war es kein Wunder, dass sie die ersten beiden Plätze belegten. Auf den dritten Platz kam der „Dynamo Tresen“. Genau in der Tabellenmitte landete „Vietnam“, dessen Spieler, wie der Name schon verrät, aus Vietnamesen bestand, beziehungsweise vietnamesischer Herkunft waren. Auf Rang fünf landeten die „Nirvana players“. „Die Benders“ erreichten den vorletzten Platz vor den Freizeitkickers, die unter dem Motto: „Dabei sein ist alles“, antraten. Schließlich ging es bei diesem Turnier um eben jenes Motto.

Bevor es aber an die 21 Spiele der sieben Mannschaften ging, wurden kurz die Futsal-Regeln erklärt. Im Gegensatz zum Fußball wird von der Seite eingekickt und nicht eingeworfen. Man spielt auf einem Handballspielfeld mit Handballtoren. Grätschen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Auch ist der Ball kleiner als im Fußball, eine Bande wie beim traditionellen Fußball existiert ebenso wenig.

Fotos: David Vössing

Spieler zeigten beim Volleyballturnier ihr Können

Sechs bunt gemischte Teams, jeder gegen jeden, hieß es am Freitag Nachmittag. Die etwa 35 Spieler zeigten beim internationalen Volleyballturnier ihr mehr oder weniger gutes spielerisches Können bei Aufschlägen, Ballannahmen, Angriff und Verteidigung. „Es war ein witziger Einstieg in den Unisport“, fand ein 19-jährige Ersti und die 24-jährige Maria ergänzte: „Super gelaufen, es ging irgendwie nach dem Einspielen.“

Auch die AStA-Sportreferentin Ekatarina Kurakova, die selber mitspielte, zeigte sich zufrieden: „Für die gute Organisation sorgten die sechs Schiedsrichter des Hochschulsports“, die auch für einen fairen Turnierverlauf sorgten. Auch wenn der Spaß im Vordergrund stand, gab es trotzdem eine Siegerehrung. Den ersten Platz belegte das Team „Sophie“, knapp dahinter die „Monsterblocker“. Die „Skyhammers“ schafften den dritten Platz und die Erstis kamen auf Platz vier. Die Hochschulpolitiker retteten ihre Ehre mit dem vorletzten Platz, vor der Mannschaft „Der gute Rest“ auf dem letzten Rang.

Fotos: David Vössing

TITEL So nah und doch so fern

Selten sorgte ein Ereignis in Vorpommern für so viel Aufsehen wie die letzten Castortransporte. Wie die Bewohner der Ortschaften links und rechts der Bahntrasse den ungewohnten Tumult erlebten, geht in der Berichterstattung meist unter.

Demonstranten besetzten das Gleis nach Lubmin im Dezember um den Castortransport zu blockieren

Per Drahtesel, die eigene Energiebilanz fest im Blick, machen wir uns von Greifswald auf in Richtung Industrie- und Gewerbegebiet Lubminer Heide, auf dessen Gelände sich das Zwischenlager Nord (ZLN) befindet. Überraschend schnell haben wir besiedeltes Gebiet hinter uns gelassen, auf einmal nur noch Felder, Wiesen und Wald. Länderfinanzausgleich sei Dank – Radweg soweit das Auge reicht. Nach sechs Kilometern dann wieder Häuser, erster Stopp ist Kemnitz. Erwartungsgemäß haben wir Mühe überhaupt Gesprächspartner im beschaulichen Ortskern zu finden. Der einzige zu dieser Tageszeit halbwegs belebte Platz ist ein kleiner Tante-Emma-Laden. Hier stoßen wir auch auf unsere ersten potentiellen Informanten.

Zwar ist Kemnitz eines der größeren Dörfer, liegt jedoch nicht direkt am Gleis. Wohl auch deswegen fallen die Antworten eher dürftig aus, viel mitbekommen habe man nicht, ist die allgemeine Aussage. Die Mahnwache am Tag X sei hauptsächlich von Greifswaldern organisiert worden. Wirkliches Interesse für die Thematik hört sich anders an. Schon leicht ernüchtert, doch voller Hoffnung in den nächsten Dörfern auskunftsfähigere Bürger anzutreffen, schwingen wir uns wieder auf die Räder und machen uns, vorbei am dorfeigenen Gesundheitszentrum und Helikopterflugplatz, auf in Richtung Stilow. Am Ortseingang dann das erste Mal das bewusste Gleis, Schauplatz des Widerstands. Am Zaun einer ehemaligen-LPG treffen wir auf den ersten Gesprächspartner, der die „Wutbürger“ tatsächlich in Aktion erlebte. Um die hundert Protestler seien beim letzten Transport hier gewesen, so der Mann Ende vierzig im Blaumann. Holz und Stroh habe man ihnen gebracht und dann hätten sie auf dem Acker neben dem Bahnübergang campiert. Das seien aber alles Leute von außerhalb gewesen, im Dorf selber habe sich so gut wie niemand für den Castor interessiert. (mehr …)

TITEL „Ökostrom ist noch ein Nischenprodukt“

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach Ökostrom in Deutschland. Immer mehr Menschen sind bereit für Strom tiefer in die Tasche zu greifen. moritz sprach mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke André Dreißen über die Lage in Greifswald.

Seit wann gibt es die Möglichkeit bei den Stadtwerken Ökostrom zu beziehen und was genau muss man sich darunter vorstellen?
Es gibt bereits seit mehreren Jahren Ökostrom. Der Beste ist der reine, physisch eingespeiste Ökostrom, der direkt aus der Photovoltaikanlage vom eigenen Hausdach kommt. Das ist aber für einen Energieversorger in unserer Größe schlecht realisierbar. Insofern ist unser „Local Energie Natur“ ein Ökostromprodukt, das auf Zertifikaten beruht. Das heißt derjenige, der dieses Produkt kauft, hat die Garantie, dass irgendwo in Europa genau in der Menge, in der er Strom verbraucht auch Ökostrom produziert und in das europäische Verbundnetz eingespeist wird. Sie bekommen dann automatisch hundert Prozent Ökostrom. Konkret haben wir Zertifikate gekauft, die aus Norwegen von einem Wasserkraftwerk kommen.

André Dreißen

Inwiefern unterstütze ich den Ausbau erneuerbarer Energien durch die Nutzung von Ökostrom?
Ich würde sagen, das hat einen 1:1 Effekt. Was aus meiner Sicht wünschenswert wäre, wenn jeder Mensch mehr Ökostromprodukte kaufen würde, denn dann könnte noch mehr in diese Anlagen investiert werden. Je mehr Interessenten, umso mehr Investitionen an dieser Stelle. Wobei man auch sagen muss, dass die Kapazitäten in Europa endlich sind.

 

Wenn ich in Greifswald Ökostrom nutze, fördere ich dann primär die Anlagen im Ausland? Kann man das überhaupt direkt zurückverfolgen?
Bei unserem Produkt ist es so. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten. Auf der einen Seite könnte man zum Beispiel in die direkte physische Lieferung setzen. Wo wirklich grenzüberschreitend Energie eingespeist wird. Das ist in den Augen einiger Ökostromverfechter der bessere Weg. Auf der anderen Seite kann man denen dann entgegenhalten, dass es immer eine ausgewogene Energiebilanz ist. Wenn ein Laufwasserkraftwerk aus Österreich Energie nach Deutschland liefert und dafür physisch im Austausch dann Steinkohleenergie nach Österreich geliefert wird, dann hat man auch nicht wirklich etwas gewonnen. Die Frage ist immer was für einen Weg man gehen möchte und was man mit seinem Produkt bewirken möchte. Wir haben den Weg gewählt ein Produkt zu platzieren, das aus Sicht des ganz konservativen Ökoanhängers eher eine „light“ Version ist, weil es erst einmal ein Zertifikatgeschäft ist. Wir könnten genauso gut hier eine Biogasanlage bauen und die Energie aus dieser beziehen. Das ist aber aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten extrem schwierig, was heißt, wir müssten den Strom sehr teuer verkaufen. Bei der Struktur unserer Region müsste man erst einmal jemanden finden, der für seinen Stromverbrauch im Jahr keine 500, sondern dann 800 Euro bezahlen würde. Deswegen verfolgen wir einen finanziell attraktiveren Weg. Wer sich dafür interessiert, der zahlt dann bei diesem Beispiel anstelle von 500 circa 520 Euro im Jahr. (mehr …)