Sommerinterviews: Die AG Gender Trouble stellt sich vor

Nach der AG Satzung stellt sich die Arbeitsgruppe Gender Trouble vor, die älteste AG der Greifswalder Studierendenschaft. Seit Mai 2010 ist Tommy Kube Vorsitzender. Er studiert BWL im 1. Fachsemester und ist seit Kurzem AStA-Referent für Wohnangelegenheiten.

webMoritz: Wie lange gibt es diese AG schon?

Tommy Kube: Es gibt seit 1999 eine Initiative, Gender Trouble. Diese wurde dann im Jahr 2002 zu einer ständigen Arbeitsgemeinschaft eingerichtet.

webMoritz: Wie viele Mitglieder zählt die AG Gender Trouble?

Tommy: Aktuell sind wir 13 aktive Mitglieder.

webMoritz: Wie kam es zur Gründung der AG?

Tommy: Das kann ich leider nicht beantworten, denn das ist weit vor meiner Zeit.

webMoritz: Was sind die Ziele und Aufgaben der AG und mit welchen Inhalten wird sich beschäftigt?

Tommy: Die AG Gender Trouble hat sich im Allgemeinen einige Grundziele gesetzt. Zu einem bereichert die AG mit den monatlichen Queer-Parties die -wohl bemerkt einzige- Lesben- und Schwulenszene in Greifswald. Dadurch bietet die AG einen Treffpunkt, wo man Gleichgesinnte trifft und feiern kann. Denn es ist immer noch der Fall, dass Homosexuelle beispielsweise in Diskotheken angepöbelt werden und manchmal leider auch mehr passiert. Auf unserer Party braucht man keine Angst davor zu haben. Außerdem haben wir auch sehr viele heterosexuelle Besucher auf unserer Veranstaltung, dass zeigt Toleranz und Akzeptanz. Man glaubt nicht, was man alles mit einer Party im Monat erreichen kann. Es sorgt auch für eine bessere Lebensqualität und Akzeptanz.

Tommy Kube ist seit Mai 2010 Vorsitzender der AG Gender Trouble.

Leider wird uns nachgesagt, dass wir die „Party AG“ sind, aber da muss ich einschreiten und sagen, dass diese eine Veranstaltung im Monat für Homosexuelle eine etwas andere Bedeutung hat, als nur zu feiern. Man braucht sich nicht verstecken, Angst vor Pöbeleien zu haben oder sich zu verstellen, wie es einige vielleicht gerne haben möchten.

Zudem plant die AG mehrere Projekte beziehungsweise sind einige schon veranstaltet worden, wie das Drachenbootfest, der Christopher Street Day, die Anti-Homophobie- und Sexismuswoche im November und der Welt-Aids-Tag.

webMoritz: Welchen Nutzen hat die AG für die Studierendenschaft?

Tommy: Wie gesagt bereichert die AG die homosexuelle Szene in Greifswald. Wir bieten auch viel Infomaterial über Homosexualität, Coming Out und vieles mehr.

webMoritz: Was wurde bisher erreicht?

Tommy: Ich denke, die AG hat bis jetzt viel Toleranz und Akzeptanz geschafft. Denn innerhalb der Uni ist es nicht mehr schlimm, wenn man sagt „Ich bin homosexuell!“ Es wird größtenteils einfach angenommen und akzeptiert.

webMoritz: Was steht in Zukunft auf dem Plan? Gibt es bestimmte Ziele, die in nächster Zeit verwirklicht werden sollen – oder sind Aktionen, Veranstaltungen etc. geplant?

Tommy: Also bei uns steht die große Veranstaltungswoche im November in Planung, es geht dabei um Anti-Homophobie und -Sexismus. Hierfür arbeiten wir mit dem AStA-Referat Gleichstellung, dem Landesverband LSVD und Regenbogen e.V. Stralsund zusammen. In dieser Woche soll es verschiedene Veranstaltungen geben, die informieren und aufklären sollen. Wir werden einige Erfahrungsberichte und Workshops vorstellen. Dann steht in diesem Jahr noch der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember an.

webMoritz: Wie kann man euch erreichen oder mehr über die AG erfahren?

Tommy: Grundsätzlich erreicht man uns unter der E-Mail kontakt@gender-trouble.de. Auch haben wir Clubaccounts auf lesarion.de und gayromeo.com. Die AG Gender Trouble hat sogar eine eigene Website: gender-trouble.de. Also erreichen kann man uns auf jeden Fall.

webMoritz: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führten Marco Wagner und Christine Fratzke.

Fotos: DerStephan (Aufmacher, via jugendfotos.de), Kilian Dorner (Tommy Kube)

Musik für die Dicke Marie

Der wuchtige Turm der Dicken Marie ist baufällig.

Im Rahmen von Benefizveranstaltungen für den Turm der Greifswalder Marienkirche, die die Bürgerinnen und Bürger liebevoll „Dicke Marie“ nennen, spielen Schülerinnen der Blockflötenklasse der Montesorri-Musikschule am Sonntag, dem 5. September um 11.30 Uhr, unter Leitung von Anette Fischer, Werke von Mozart, Barsanti und Dowland. Sie werden von Katharina Pohl an der Orgel begleitet. Wenngleich der Eintritt frei ist, wird ausdrücklich um Spenden für den Turm gebeten.

Der Kirchturm der Dicken Marie ist bereits seit einiger Zeit baufällig. Im Mauerwerk haben sich in der Vergangenheit zahlreiche Risse gebildet. Alte Reparaturen, in deren Folge die horizontal wirkenden Schubkräfte der Bogenmauerwerke nicht mehr ausreichend abgefangen werden können, sind Ursache für die Beschädigungen im Gemäuer des Turmes. Um dem Einturz oder Notabriss entgegen zu wirken, soll noch in diesem Jahr mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden.

In den vergangenen Jahren wurde bereits das Turmobergeschoss vom Schwammbefall befreit und resatauriert und der Ostgiebel statisch gesichert. Die Kosten hierfür betrugen etwa 630.000 Euro. Die Restaurierung dieser beiden Bauabschnitte wurde vom Förderverein, der Hoffmann-Stiftung, der Krupp- und Bohlen-Halbach Stiftung sowie der Reemtsa-Stiftung finanziell unterstützt.

Für den letzten Bauabschnitt, der kompletten Sanierung und statischen Sicherung des Turmes müssen nun 560.000 Euro aufgebracht werden. Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern wollen die Restaurierung mit 410.000 Euro finanziell unterstützen, sofern die Gemeinde einen Eigenanteil in Höhe von 140.000 Euro aufbringt.

Da die evangelische Kirchengemeinde St. Marien diese Kosten nicht aus eigener Kraft aufbringen kann, andererseits auf die Fördersumme von Bund und Land angewiesen ist, bittet sie seit einiger Zeit die Bevölkerung um Unterstützung durch Spenden. Diese sollen unter anderem durch eine Reihe von Benefizkonzert eingenommen werden. So wird beispielsweise ein weiteres Konzert am Montag, dem 20. September, um 20 Uhr in der Kirche stattfinden.

Wer die Restaurierung des stadtbildprägenden Gotteshauses unterstützen will, kann einen Spendenbetrag an folgendes Konto der Kirchengemeinde St. Marien überweisen:

Volksbank Raiffeisenbank eG

BLZ: 150 616 38

Konto: 10 85 70 779

Foto: „Schiwago“ via Wikimedia Commons

WG Casting: Aus der Sicht einer WG

Die neuen Studierenden der Greifswalder Universität haben bereits mit der Zimmersuche begonnen. Sie hangeln sich mitunter von einem WG-Zimmer zum nächsten, stellen sich den kritischen Fragen der vielleicht zukünftigen Mitbewohner, um dann zum Beginn des Wintersemesters eine neue Bleibe zu haben. Wie es den WGs ergeht, bis zu 30 Bewerber für ein Zimmer zu haben? Ein Erfahrungsbericht.

In meiner Vier-Raum-WG wird ein Zimmer frei, pünktlich zum Beginn der Vorlesungszeit im Wintersemester. Nun muss ein neuer Mitbewohner oder eine neue Mitbewohnerin her. Inserat geschrieben, bei wg-gesucht und dem Uniforum reingestellt. Mit den Worten, dass sich meine WG in der schönsten Straße Greifswalds befindet, zusätzlich noch Handynummer und Mail-Adresse erwähnt. Nachdem das Zimmerangebot eine halbe Stunde online gestellt war, klingelte bereits mein Telefon. „Ich wollte nur mal fragen, ob das Zimmer noch frei ist“, fragte die weibliche Stimme auf der anderen Seite. Es war der Beginn eines tagelangen WG-Casting-Marathons, der vermuten lässt, wie schwierig es für die 3.000 erwarteten neuen Studierenden sein kann, ein Zimmer zu finden.

Tag der offenen Tür, denn wir haben ein Zimmer frei.

Insgesamt meldeten sich über 50 Interessierte, größtenteils Studentinnen im ersten Semester. Manchmal klingelte mein Handy im Fünf-Minuten-Takt. E-Mails wurden geschrieben, morgens, mittags, abends. Alles in allem kamen mehr Mails als Anrufe. „Es ist günstiger, als immer anzurufen und dann eine hohe Telefonrechnung zu haben. Und es geht schneller“, erklärte mir später eine Zimmersuchende. Gut gefielen mir diejenigen, die sich in ihren Mails noch ein wenig ausführlicher beschrieben haben. Anfangs schrieb ich immer sofort zurück, verabredete Besichtigungstermine und notierte alle Namen und Uhrzeiten auf eine Liste. Über anderthalb Wochen zogen sich die Termine – 50 wurden es aber zum Glück nicht. Richtig flexibel waren die Zimmersuchenden nicht und so mussten wir uns auch oft nach den Bewerbern richten. Viele kamen von weiter weg, wie Verena aus Tübingen, manche blieben nur einen Tag, manche ein wenig länger.

Mutti im Auto lassen

Dann begannen die Tage der offenen Tür. Zusammen mit meinem Mitbewohner Stefan zeigte ich Interessierten das große Altbauzimmer, anschließend haben wir uns mit ihnen in unsere WG-Küche gesetzt und ein wenig unterhalten. „Wo kommst du her, was wirst du studieren, hast du schon WG-Erfahrung?“, wollten wir beispielsweise wissen. Das Übliche. Mit vielen Kandidaten kamen wir aber auch darüber hinaus ins Gespräch. Größtenteils waren die Suchenden aufgeschlossen, freundlich, interessiert. WG-Erfahrung brachten die wenigsten Erstsemester, dafür nahmen sie aber ihre Mütter mit. Oft ergriffen diese dann die Initiative, fragten uns über das Zusammenleben und Greifswald, während die Töchter schweigend daneben saßen. Das konnte uns nicht so richtig überzeugen, oder wie Stefan es in unserer WG-internen Auswertung formulierte: „Mutti im Auto lassen. Denn wer mit Mutti kommt, fliegt raus.“

"Habt ihr einen Putzplan?"

Generell hatten wir mit den unterschiedlichsten und größtenteils interessanten Charakteren zu tun. Der Landschaftsökologie-Student Enrico beispielsweise unterhielt uns lange mit Reiseberichten und gab einer anderen zukünftigen LaÖk-Studentin zahlreiche Tipps für ihr Studium. Oder aber auch die angehende Zahnmedizinstudentin Inga, die seit sieben Jahren auf ihren Studienplatz gewartet hat. An einem verregneten Nachmittag im August saßen fünf Zimmersuchende gleichzeitig in unserer gemütlichen Küche. Einige von ihnen waren ein wenig zu spät, andere ein bisschen zu früh, manche blieben einfach länger, als gedacht. Das Casting wurde langsam chaotisch, wir konnten so leider nicht alle Interessenten richtig kennenlernen. Manche zeigten aber dennoch Interesse, erkundigten sich beispielsweise nach einem Putzplan. Ein großer Pluspunkt für die Bewerber, wenn sie auch Fragen an uns hatten und mehr über uns erfahren wollten.

3.000 auf Zimmersuche – Eine Turnhalle wird organisiert

Von den etwa 30 potentiellen Mitbewohnern, die sich selbst im Schnitt zehn Zimmer ansahen, kamen fünf in die engere Auswahl. Manche Bewerber sagten uns aber auch ab, weil sie schon Zusagen von anderen Wohnungen erhielten. Letztendlich einigten wir uns auf Felix, der zum Besichtigungstermin extra nach seiner Arbeit aus Berlin abends noch nach Greifswald fuhr. WG-Erfahrung bringt er mit und auch sonst hat vieles gepasst. Als wir ihn anriefen, um ihm das Ergebnis unserer Überlegungen mitzuteilen, sagte er, dass er auch bereits die Zusage einer anderen WG erhalten habe und nun dort einziehen werde. Nach längerer Überlegung entschied er sich dann doch für uns. Allen anderen Interessenten erhielten eine E-Mail von uns, in der wir viel Erfolg bei der weiteren Zimmersuche wünschten. Denn dass 3.000 Erstsemester dringend ein Zimmer suchen, sehe ich immer noch an meinem Mail-Posteingang. Täglich kommen weiterhin neue Anfragen, ob das Zimmer noch frei sei. Hoffentlich finden alle Suchenden eine neue Bleibe. Im größten Notfall gibt es wahrscheinlich eine vom AStA organisierte Turnhalle, in der man während der Ersti-Woche übernachten kann.

Fotos: Christine Fratzke (Zimmer frei), Paul Mundthal (Putzplan, via jugendfotos.de)

WG Castings: Aus der Sicht eines Neuankömmlings

Die neuen Studierenden der Greifswalder Universität haben bereits mit der Zimmersuche begonnen. Sie hangeln sich mitunter von einem WG-Zimmer zum nächsten, stellen sich den kritischen Fragen der vielleicht zukünftigen Mitbewohner, um dann zum Beginn des Wintersemesters eine neue Bleibe zu haben. Im Interview schildert Anja Sachse ihre Erfahrungen. Bisher hat sie in Magdeburg studiert und beginnt nun in Greifswald ihr Masterstudium.

webMoritz: Wie hast du eigentlich in Magdeburg gewohnt?

Anja Sachse: In Magdeburg habe ich im Wohnheim in einer 2er WG gewohnt, in der jeder sein eigenes Zimmer hatte und Küche und Bad gemeinsam genutzt wurden. Da man sich im Wohnheim die Mitbewohner nicht aussuchen kann, würde ich das Miteinander eher wie in einer Zweck-WG beschreiben.

Anja hat zwei Zusagen erhalten. Dafür musste sie sich aber auch zwölf Wohnungen ansehen.

webMoritz: Warum möchtest du nun nicht mehr im Wohnheim wohnen?

Anja: Die Zweck-WG war für die Zeit in Magdeburg in Ordnung, weil ich am Wochenende oft nach Hause gefahren bin. Nun möchte ich individueller leben, was die Wohnung betrifft und mir meine Mitbewohner „aussuchen“ können oder sie zumindest kennen lernen, bevor ich einziehe.

webMoritz: Wie hast du dort die Wohnraumsituation generell für Studierende wahrgenommen?

Anja: Verglichen mit Greifswald ist die Wohnsituation entspannter, was sowohl den verfügbaren Wohnraum als auch die Höhe der Miete betrifft. Da ich jedoch die drei Jahre meines Studiums im Wohnheim gewohnt habe, habe ich keinen tieferen Einblick in die Wohnraumsituation in Magdeburg bekommen.

webMoritz: Wie hast du die Zimmersuche hier in Greifswald erlebt?

Anja: Die Zimmersuche in Greifswald hat sich als recht zeitintensiv erwiesen. Zuerst habe ich im Uniforum und bei WG-Gesucht WGs ausgesucht, die mir gefallen haben und die Leute per E-Mail angeschrieben. Mit vielen konnte ich daraufhin einen Besichtigungstermin vereinbaren. Zum Glück habe ich eine Freundin in Greifswald, bei der ich für ein paar Tage eine tolle „Zentrale“ für die WG-Suche hatte.

webMoritz: Wie viele WGs hast du dir hier angesehen?

Anja: Ich habe mir zwölf WGs angeschaut und hatte noch mehr Termine, die ich allerdings nicht mehr wahrgenommen habe, da ich zu dem Zeitpunkt schon zwei Zusagen hatte.

webMoritz: Wie waren die WGs, welche positiven oder negativen Erfahrungen hast du gemacht? Was hat dich vielleicht besonders überrascht?

Anja: Die meisten WGs waren toll und die Bewohner sehr nett. Ich habe mich im Durchschnitt immer eine Stunde mit den Leuten unterhalten und dadurch auch schon viele interessante Dinge über Greifswald erfahren. Das hat auch bewirkt, dass ich mich schon sehr auf Greifswald freue. In einer WG habe ich mich nicht wohl gefühlt, da hat die Chemie einfach nicht gestimmt und in diese Wohnung würde ich auch nicht einziehen.

In manchen WGs waren die Zimmer etwas klein. Des weiteren ist mir aufgefallen, dass alle WGs, die ich in der Innenstadt angeschaut habe, kein Gemeinschaftszimmer haben, wenn man die Küche nicht als solches betrachtet. Dies ist wohl auf die Miethöhe zurückzuführen. Die WGs in Schönwalde hatten immer ein Wohnzimmer. Außerdem bin ich in den Innenstadt-WGs auf viele Vorurteile bezüglich des Wohnens in Schönwalde gestoßen. Für mich war das sehr interessant, weil mir in den WGs in Schönwalde das Gegenteil erzählt wurde. Ansonsten waren die Erfahrungen wie gesagt sehr positiv und die Leute sehr nett und offen.

webMoritz: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christine Fratzke.

Fotos: Christine Fratzke (Aufmacher), privat

Fantakel – wo sich Figurentheater treffen

3. bis 5. September: Fantakel - ein Figurentheaterfestival

Vom 3. bis 5. September laden zahlreiche freie Figurentheater aus Mecklenburg-Vorpommern, Karlsruhe und Berlin in das soziokulturelle Zentrum St. Spiritus und in die Stadtbibliothek Hans-Fallada ein. Denn an diesen Tagen findet unter dem Titel „Fantakel“ bundesweit zum ersten mal ein Festival für Figurentheater statt.

Für Kinder werden Stücke wie die „Prinzessin auf der Erbse“, „Mäuseken Wackelohr“, „Ronja Räubertochter“, „Vom Igel, der keiner mehr sein wollte“ und „Die Schatzinsel und das Ende des Seeräubers John Silver, von ihm selbst erzählt“ gezeigt.

Die Legende von Paul und Paula

Rike Schubert vom Berliner theaterkosmos53 lässt unterdessen die Puppen die „Legende von Paul und Paula“ nachspielen. Den Organisatoren zu Folge soll es sich dabei um eine „sinnliche Mischung aus Theater, Live-Musik und Puppenspiel“ handeln, die am Freitag um 20:00 Uhr gezeigt wird.

Auftakt des Festivals bildet das Allerhand-Theater aus Dömitz. Sie führen am Freitag um 17:00 Uhr in der Langen Straße „Allerhand Circus“ auf. Im Anschluss öffnet im St. Spiritus die Ausstellung „Sagenhaft – Kinderbilder zur griechischen Mythologie“. Organisiert wird die Ausstellung vom Kultur- und Kunstverein Waren e.V. und kann an allen drei Tagen besucht werden. Darüber hinaus lädt das soziokulturelle Zentrum am Samstag die kleinen Besucher in ihr Haus ein, um an verschiedenen Kinderspielen teilzunehmen und sich bei einem Imbiss zu stärken.

„Die Schildkröte hat Geburtstag“, ein von Beate Biermann von der Theater- und Orchester GmbH Neustrelitz-Neubrandenburg inszeniertes farbiges Schattenspiel nach Elisabeth Shaw, ist am Sonntag für Zuschauer ab vier Jahren um elf in der Kapelle des ehemaligen Stadtklosters zu sehen.

Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ von Puppen gespielt

Die Geschichte „Vom Igel, der keiner mehr sein wollte“ wird am selben Tag um 15 Uhr von Anette Wurbs aus Neubrandenburg erzählt. Das Stück, das sich Kinder ab fünf Jahren, aber auch „Kind bleiben wollende“ ansehen können, handelt von einem Igel, der aus seiner vertrauten Welt hinaus in die Fremde zieht, wo er sofort als Fremder erkannt wird. Der Igel versucht immer wieder so zu werden, wie die Anderen, sich anzupassen. Doch es gelingt ihm nicht. Was ihm jedoch gelingt ist, sich selbst bis zum Schluss treu zu bleiben.

Den Abschluss des Festivals bilden Inga Schmidt aus Berlin und Carsten Dittrich aus Karlsruhe mit der Puppenspielinszenierung von Astrid Lindgrens berühmten Kinderbuch „Ronja Räubertochter“. Das gibt es am Sonntag ab 17 Uhr zu sehen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur MV, Stadt Greifswald und das soziokulturelle Zentrum St. Spiritus sind Förderer des Fantakels. Die Aufführung des Stückes Paul und Paula wird durch das Nationale Performance Netz im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kultusministerien der Länder ermöglicht.

Bildnachweis: Organisatoren (Logo Fantakel)