Große Erwartungen schürte die Singer-Songwriterin Amy Macdonald bezüglich ihres zweiten Albums „A Curious Thing“, das im März erschien. Aus ihrem Debütalbum wurden monatelang die Single-Auskopplungen „This Is The Life“ und „Mr. Rock and Roll“ im Fernsehen und im Radio gespielt.
Amy Macdonald - Foto: Mafred Werner via Wikimedia Commons
Sie begeisterte mit ihrer prägnanten Stimme und ihrer Gitarre und wirkte einfach nur sympathisch. Dafür gab es 2009 den Echo als beste Newcomerin. In ihren ersten Videos sieht man Amy Macdonald immer lächeln oder wie sie mit Freunden feiert. Nett, denkt man sich, könnte sie sein.
Nicht mehr so nett
Und so erschleicht einen das Gefühl, dass sie dieses nette Image mit ihrem neuen Album ein wenig ablegen möchte. Das erste Lied auf der CD ist „Don´t Tell Me That It´s over“ kommt energiegeladen daher, mit schreienden Gitarren und treibendem Schlagzeug. Das dazugehörige Video erscheint ebenfalls spannungsvoll und rockig. Man sieht rasende Wolken, Blitze, es dominieren schnelle Cuts und dunkle Farben – und eine böse dreinblickende Sängerin. Gar nicht mehr so nett.
Während ihrer Tour jammte und experimentierte Macdonald oft mit ihrer Band. Dabei stellte sie fest, dass sie auch in ihre Songs mehr Instrumente einbringen könnte, damit der Sound des neuen Albums noch größer klinge. Gesagt, getan. So wirkt ihr neues Werk spannungs- und abwechslungsreich, mitunter sogar sphärisch und sehr rockig. In „No Roots“, aus welchem auch die Zeile für den Albumnamen stammt, dominieren zwar ihre Stimme und ihre Gitarre, aber erscheint der Klang durch weitere Instrumente und Effekte wesentlich voller. Ruhig klingt die zweite Platte mit „What Hapiness Means To Me“ aus, lediglich ein Klavier und ihre Stimme sind anfangs zu hören.
Auf „A Curious Thing“ befinden sich 12 Lieder, alle von der 22-Jährigen selbst geschrieben; es erreichte sogar Platz 1 der deutschen Albumcharts. Das Album steht seinem Vorgänger in nichts nach, ist aber auch nicht wesentlich eingängiger oder abwechslungsreicher als das Debüt. Manche Songs sind tanzbar, manchen sollte man einfach nur lauschen. Dann hört man auch hin und wieder die nette Amy Macdonald. Dafür sollte man aber auch seine Erwartungen ein wenig herunterschrauben.
Foto Startsaeite – Benoît Derrier via Wikimedia Commons
Scheiße geteilt durch Utopie ist gleich Unzufriedenheit. So etwas lernt man also in der Uni. Aha. Unzufriedenheit versuche ich jedoch in meinem Wortschatz zu vermeiden. Das Leben ist einfach viel zu kurz, als dass ich mich mit den Unstimmigkeiten des Lebens rumplage. Es muss ja nicht immer die rosarote Brille sein, aber ein leichtes rosé. So sollten es übrigens alle halten. Zufriedenheit hängt oft von dem Weg ab, den wir einschlagen. Das Leben ist geprägt von Entscheidungen, quasi immer ein Ja oder Nein. Ein Jein existiert nun mal nicht.
Auch nicht bei der Entscheidung über unseren Namenspatron, welche nun endgültig gefallen ist. Es ist ein großer Schritt und jener Bedarf noch einmal einer ausführlichen Beleuchtung, welche ihr im aktuellen Heft findet. Auch die Möglichkeiten abzuwägen, gehört erheblich zum Entscheidungsfindungsprozess dazu. Was zum Beispiel nach dem Studium machen? Weiter dem Studentenleben frönen oder ins geregelte Berufsleben einsteigen? Wir gewähren euch einen Einblick anhand eines Interviews mit der Personalchefin von Medigreif, einem Erfahrungsbericht von der Zeit nach der Universität und einem Beitrag über den schwierigen Gang zum Arbeitsamt. Man sollte keine Angst vor Entscheidungen haben. Nicht der zugefallenen Tür hinterher trauern, sondern den Blick nach vorne richten, vielleicht ins Ungewisse, aber genau dies ist der Reiz des Lebens! (mehr …)
Ich habe ihn immer noch. Etwas abgegriffen und geknickt steckt er in meinem Portemonnaie zwischen Bahn- und Girokarte: mein Studentenausweis. Ich drehe und wende die unscheinbare Karte, die zu einer anderen Zeit gehört. Wegwerfen könnte ich sie, denn das Gültigkeitsdatum ist schon lang überschritten. Doch ich stecke sie wieder zurück. Zurück zu anderen Karten, Fotos und Erinnerungen.
„Ihre Studienzeit ist hiermit offiziell abgeschlossen.“ Die Worte des Studiendekans gehen mir nicht aus dem Kopf. Die Rede von Professor Schneider hallte auf der Absolventen-Feier Ende des letzten Jahres durch die historische Aula in Greifswald und brachte das auf den Punkt, was ich nicht wahrhaben wollte. Über fünf Jahre Studentenleben mit unzähligen Partys, tollen Menschen, prägenden Erfahrungen und unvergesslichen Stunden sind vorbei. Aus, Schluss, Ende. Die Erinnerungen an die schönen Momente in Greifswald können mir noch immer die Tränen in die Augen treiben. (mehr …)
Nach dem Studienende gibt es viele Möglichkeiten. Welche sind die besten?
Die Abschlussarbeit geschrieben, die letzten Prüfungen bestanden, nun folgt der Gang zum Prüfungsamt, um das Abschlusszeugnis in Empfang zu nehmen. Und dann … endlich fertig! Jetzt kann man in die Arbeitswelt eintauchen, seinen Traumjob antreten. Endlich ist am Ende des Monats noch Geld da und man kann sich mehr leisten als nur Nudeln mit Ketchup und einem Wochenendtrip nach Hause.
Rund 1 500 Studenten machen jedes Jahr ihren Abschluss an der Universität Greifswald. Nach dem Abschluss geht es zum Arbeitsamt, um sich in die Datenbank aufnehmen zu lassen. Das Arbeitsamt hat schließlich alle freien Stellen parat. Doch wer diesen Weg eingeschlagen hat, ist mitunter bitter enttäuscht worden. Das Arbeitsamt kann oft nicht wirklich bei der Jobsuche weiterhelfen, sondern nur Tipps geben, wo man etwas finden könnte. Gründe gibt es dafür viele. In Städten, wo es keine Universität gibt, wissen die Mitarbeiter oft nichts mit den Studiengängen und -abschlüssen anzufangen, beziehungsweise welche Jobs dafür geeignet sind oder welche Qualifikationen man mitbringt. (mehr …)
Katja Enderlein, Personalchefin der Medigreif-Gruppe, erzählt über ihr Erfolgsrezept, schlechte Bewerbungen und warum man keine Vorlesung verpassen sollte.
moritz Frau Enderlein, in einem Erfahrungsbericht in diesem moritzerzählt eine ehemalige Studentin über das tiefe Loch, in das sie nach dem Studium gefallen ist. Sie sind mit jungen Jahren bereits in der Führungsetage angelangt. Was haben Sie anders gemacht? Katja Enderlein Ich habe als eine der ersten Studentinnen nach der Wende Rechtswissenschaften hier in Greifswald studiert, doch habe ich schon während des Studiums aktiv gearbeitet, beispielsweise am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafrechtsgeschichte. Für mich hieß studieren nie, sich zurückzulehnen, sondern vielmehr Anstrengung und harte Arbeit.
moritz Wie sah diese Anstrengung konkret aus? Enderlein Ich habe aktiv Praxis eingefordert und mir nicht nur bei meiner Praktikumsstelle den Stempel abgeholt. So halten wir es auch in unserem Unternehmen. Hier wird nicht nur kopiert, wir erwarten auch etwas von den Praktikanten. Einige kommen damit nicht klar, aber die die bleiben, haben eine reelle Chance, einmal richtig eingestellt zu werden. Praxis und Theorie liegen nun einmal weit auseinander, das kann zu Startschwierigkeiten führen. Aber bei uns geht es nicht nach „Schema F“, bei uns müssen Entscheidungen getroffen werden. (mehr …)