Ersti-Woche: Altbewährtes Programm, Mitstreiter gesucht

Nachdem Christian Bäz in der letzten StuPa-Sitzung am 15. Juli mit der Organisation der Ersti-Woche beauftragt wurde, ist deren Vorbereitung inzwischen mit circa zweimonatiger Verspätung in die heiße Phase gesstartet. Die Verzögerung hatte sich ergeben, weil der für die Ersti-Woche zuständige Referent Alexander Hartwig nach Ansicht des StuPa und des AStA bei der Vorbereitung untätig geblieben war, weshalb er am 15. Juli nach mehreren Ermahnungen und mehrstündigen Personaldebatten abgewählt worden war.

20090615-vv-stupa-umfrage-baez

Christian Bäz

Nun wurden Anfragen an Sponsoren verschickt und seit einigen Tagen liegen im Studierendensekretariat die Flyer für die neuen Erstis aus. Am Programm wird sich im Vergleich zu den Erstiwochen der letzten Semester vermutlich nicht allzu viel ändern. Christian Bäz: „Auch, weil wir im Rückstand sind, fehlen uns in diesem Jahr einfach die Zeit und die Kreativität, uns etwas Neues einfallen zu lassen. Wir greifen auf Altbewährtes zurück.“

Geplant sind neben Kneipentour und Fachschaftsfrühstücken diverse Workshops, verschiedene Sportangebote am Samstag (Fussball, Volleyball, Drachenboot, Golf und Segelfliegen) und die traditionellen Ausflüge nach Hiddensee und Usedom. Auch die sonstigen „üblichen Veranstaltungen“ wie der Vortrag „Allgemeine Einführung in das Studium“ durch die Studienberatung und Führungen durch Einrichtungen wie die Bibliothek werden wieder angeboten.

Eine Zusammenstellung der Angebote gibt es bereits in einem vorläufiges Programm, das auf der Homepage des AStAs heruntergeladen werden kann. Auch die moritz-Medien werden im Rahmen der Ersti-Woche zum Mediencafé in die Redaktion einladen. Einen Markt der Möglichkeiten, auf dem sich studentische Vereine und Initiativen vorstellen können, wird es ebenfalls geben.

Die Ersti-AG ist indes auch weiterhin offen für Mitstreiter. Wer sich bei der Vorbereitung und Koordination oder während der Ersti-Woche engagieren will, kann sich mit der AG in Verbindung setzen. Auch Vorschläge für das Programm werden entgegengenommen. Kontaktaufnahme geschieht am besten per E-Mail an: erstsemester@asta-greifswald.de.

Für die Tutoren soll kurz vor der Erstsemesterwoche noch eine Tutorenschulung stattfinden, auf der letzte Fragen geklärt werden können. Wer Tutor an seinem eigenen Institut werden will, kann sich mit den jeweiligen Fachschaftsräten in Verbindung setzen.

Bild: Luisa Wetzel

20 Jahre danach: Besuch im Kernkraftwerk Lubmin

Wenn heute in Deutschland von der Stadt Greifswald die Rede ist, verbinden die meisten damit höchstens die hiesige Universität. Die gab es zwar auch zu DDR-Zeiten, damals war es aber noch eine zweite Einrichtung, die viele DDR-Bürger mit der Stadt am Bodden assoziierten: Das Greifswalder Kernkraftwerk. Die Energiefabrik, die sich eigentlich in Lubmin, knapp 25 km entfernt von Greifswalds Stadtzentrum, befand, deckte in den 80er Jahren etwa 10% des Strombedarfs der DDR und war das größte Kernkraftwerk in den heutigen neuen Bundesländern.

lubmin1-275

Vom Hafen aus realisiert man besonders gut die enorme Größe des Kraftwerks mit seiner endlos langen Maschinenhalle.

Dass das Kraftwerk seit Mitte der 90er Jahre zurückgebaut wird, wissen die meisten. Es ist in den Medien immer wieder ausführlich thematisiert worden, zum Beispiel hier und hier und hier. Auch dass es vor Ort ein Zwischenlager mit rätselhaften Zukunftaussichten gibt, ist vielen bekannt. Dass aber einer der insgesamt acht geplanten Reaktoren noch größtenteils existiert und besichtigt werden kann, ist indes auch im nahen Greifswald nicht unbedingt bekannt. Die bundeseigene Gesellschaft „Energiewerke Nord“ (EWN), die mit dem Rückbau des Kraftwerkes betraut ist, führt Besucher auf Anfrage durch den alten „Block 6“ – in der Regel zwei Mal täglich.

So alt ist Block 6 allerdings gar nicht: Er wurde in den achtziger Jahren gebaut, doch noch vor seiner Fertigstellung kam die Wende. Das Projekt wurde umgehend auf Eis gelegt – das Vertrauen in Reaktorbau nach sowjetischen Muster war spätestens seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986 zerstört, zu gravierend war die Rückständigkeit der Sicherheitstechnik. (mehr …)