Workshop Tanzimprovisation

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Thema dieses Workshops ist es, wie aus einer einfachen Idee eine Performance entstehen kann.
Zusammen mit Julia Gläser erkunden wir ob und wie ein Stuhl, eine Tür oder eine Säule die Vorstellung nicht nur szenographisch unterstützen, sondern auch die Bewegunsqualtität beeinfussen kann.

Wie kann aus einem Solo ein Dialog mit anderen Tänzern entwickelt werden? Wie kann der Rhythmus, der in der Anordnung der Fensterreihen entsteht, das Tempo der Gruppe dominieren? Nach einer tänzerischen Aufwärmung, die auf zeitgenössische Tanztechniken basiert, werden uns verschiedene Improvisationsmethoden helfen, das erarbeitete Bewegungsmaterial in choreographische Formen zu setzen.

Improvisieren und choreographieren heißt sich Einlassen auf Spontanität und schnelle Wechsel, viel Dynamik, Spass und Aktion. Pantomime und darstellendes Spiel fließen in den Tanzsequenzen mit ein und versprechen viel Humor und Freude am Bewegen.

workshopjulia_foto2Julia Gläser ist Tanzpädagogin, Choreographin und Tänzerin. Sie ist in Greifswald aufgewachsen und hat nach ihrem Studium zur Tanzpädagogin in Norwegen, in Stralsund bei perform[d]ance unterrichtet, getanzt und inszeniert. Seit 2007 lebt und arbeitet sie in Berlin.

Termin: Samstag, 25. 04.2009
Zeit: 11.00 – 16.00 Uhr
Kosten: 20€
VeranstaltungsortSporthalle Hans-Fallada-Str.1 , 17489 Greifswald

Anmeldung an ulrike.kurdewan@t-online.de oder anrufen unter 017664288368

 

Aufruf zu mehr Arroganz

Ein Kommentar von Carsten Schönebeck

Ein wahres Aufatmen ging durch den letzten Rest der kommunalpolitischen Gesellschaft im beschaulichen Greifswald – die rechtsextreme NPD kandidiert nicht für die Bürgerschaft. Der Wahlleiter und Bürgermeister Dr. König sprach von „Erleichterung“. Dem präsidial-gemütlich bis naiv wirkenden Stadtoberhaupt mag dies aus tiefster Seele sprechen, auch wenn böse Zungen behaupten, „Erleichterung“ könnte der CDU-Mann möglicherweise auch über ein Nichtantreten aller anderen Parteien empfinden.

Auch zur Europawahl will die NPD in Vorpommern nicht antreten und dennoch organisierte sie den ersten Partei-Infostand seit einigen Wochen auf dem Fischmarkt. Klar, dass dies nicht ohne einen ordentlichen Gegenprotest geschah, was erst einmal ein gesundes Zeichen für das Demokratiebewusstsein der Greifswalder ist. Doch wie weit darf man sich beim Kampf gegen die Systemgegner von den eigenen Idealen wegbewegen?

Grenzverschiebung

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Schilderwald in der Fußgängerzone - Foto: Carsten Schönebeck

Viele der Demonstranten versuchten simpel aber effektiv mit Musik und guter Laune einen deutlichen Gegensatz zur Propaganda der Rechtsextremen aufzuzeigen. Auch die Extra-Mülltonne, in der die Passanten NPD-Flyer umgehend entsorgen konnten, zählt sicher zu den gelungenen Protest-Ideen. Ganz im Gegensatz zu den „NAZI“-Hinweisschildern, die den Infoständlern hinterhergetragen wurden und die sie gegenüber dem normalen Fußgänger „enttarnen“ sollten. (Auch wenn die Parteisymbole auf der Kleidung diese Aufgabe schon teilweise übernahmen.)

Hier ging der Protest gegen eine Partei und ihr krudes Gedankengut über zu einer Stigmatisierung der Menschen dahinter. Damit aber schießt sich jeder, der für Freiheit und Toleranz eintritt ein buchstäbliches Eigentor; vor allem dann, wenn er versucht, genau das Fehlen dieser Attribute beim Gegner zu kritisieren. Zahlreiche Vergleiche zur Zwangskennzeichnung und Boykottierung von Bevölkerungsgruppen bieten sich an, sollen aber hier nicht weiter ausgeführt werden. (mehr …)

Greifswalder UN-Delegation ausgezeichnet

Die 24-köpfige Delegation aus Greifswalder Studenten, die Anfang April zu den „Model United Nations“ nach New York gereist ist, ist beim Ende der mehrtätigen Veranstaltung als „Distinguished Delegation“ ausgezeichnet worden. Die Greifswalder, die bei der UN-Simulation in diesem Jahr die Türkei dargestellt haben, überzeugten die Juroren „durch ihr fundiertes Fachwissen, ihr angemessen diplomatisches Auftreten und ihre intensive Verhandlungsbeteiligungen“, wie der Trägerverein Greimun („Greifswald Model United Nations“) mitteilt.

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Die Greifswalder Delegation vor dem UN-Hauptgebäude in New York

Die Delegationsreise Anfang April war von den Teilnehmern von langer Hand vorbereitet worden. (mehr …)

Von der Schuld, eine Frau zu sein

Derzeit macht das bundesweite Filmfestival „Ueber Macht“ in Greifswald Station. Montag Abend gibt es im IKUWO den Film „Die Schuld, eine Frau zu sein“ zu sehen.

Der Dokumentarfilm portraitiert Mukhtar Mai -womöglich eine der berühmtesten Frauen Pakistans- die zum Gesicht für die Emanzipation pakistanischer Frauen geworden ist. Sie wurde Opfer einer Massenvergewaltigung als Strafe für eine angebliche Beziehung ihres 12jährigens Bruders mit einem Mädchen, das einem anderen Clan angehört. Mai zeigte die Täter daraufhin an und der Fall erreichte die Weltöffentlichkeit. (mehr …)

Kommentar: Noch nie was vom Senat gehört?

Ein Gast-Kommentar von Elena Patzwahl

Noch nie was vom Senat gehört? Macht nichts, denn obwohl auf dieser Internet-Plattform mittlerweile für genügend Öffentlichkeit gesorgt wird, weiß anscheinend noch nicht mal jeder gewählte studentische Senator, wann und wo die monatlichen Sitzungen stattfinden (für alle Interessierten: Jeden 3. Mittwoch im Monat um 14 Uhr im Hauptgebäude).

Greifswalder Senat

Nicht immer sind alle da: Der Senat

Nun ja, bei soviel Öffentlichkeitsarbeit kann man schon mal vergessen, welche Aufgaben so eine Gremienarbeit noch so mit sich bringt. Fangen wir mit den Grundlagen für alle Gremienwilligen an: Anwesenheit! Ein Wort, das eigentlich Selbstverständlichkeit verspricht, wenn man sich in einem Gremium, in das man sich freiwillig hat wählen lassen, einbringen und etwas verändern möchte. Doch ganz so einfach scheint das nicht zu sein, denn allein das physische „Dasein“ erfordert pünktliches Erscheinen und das Durchhaltevermögen für eine gesamte Sitzung – in welchem Gremium auch immer. Vom psychischen „Dasein“ möchte ich in einer Welt, wo es internetfähige Handys vom bekannten Apfel gibt, gar nicht erst reden. (mehr …)