von Gabriel Kords | 02.02.2009
Bei ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung in Bonn hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) jüngst zum wiederholten Mal die Chance verpasst, an der schlechten Lage bei der Studienplatzvergabe etwas zu ändern. Stattdessen geben die Rektoren der ZVS die Schuld.
Seit die ZVS 2006 als bundesweite Studienplatz-Vergabestelle auf lediglich sechs Fächer (Biologie, Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin, Zahnmedizin) zurückgestutzt wurde, vergeben die Hochschulen die Plätze in allen anderen Fächern selbst. Die Zulassung für viele dieser Studiengänge ist seitdem chaotisch.
Ein Studienbewerber muss sich derzeit faktisch an allen in Frage kommenden Hochschulen einzeln bewerben. Erhält er dann mehrere Zusagen, muss er die meisten seiner Bewerbungen wieder zurückziehen. Nicht nur für die Bewerber ist das unkomfortabel: Die Hochschulen können im Vorhinein nicht absehen, wie viele tatsächliche Studenten hinter den Bewerbungen stecken. Häufig sind durch die vielen Absagen zu Semesterbeginn bei Weitem nicht alle Plätze besetzt. (mehr …)
von Gastautor*in | 02.02.2009
Ein Gastbeitrag von Alexander Kendzia
Am 27. Januar vor 64 Jahren befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Aus diesem Grund begehen Menschen im gesamten Bundesgebiet Gedenkveranstaltungen, um den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wir müssen uns erinnern – nicht nur aus Respekt den Opfern gegenüber, sondern auch, um uns immer wieder wachzurütteln. Wir müssen aufmerksam bleiben damit nicht braune Wolken versuchen, den sonnigen Greifswalder Himmel zu bedecken.

Auschwitz-Birkenau
Doch genau wie in der Bundeshauptstadt, war auch die Greifswalder Gedenkveranstaltung überschattet von einer Nebelwolke der Ignoranz und Gleichgültigkeit. Zwar ging es in Greifswald streng nach Protokoll zu – doch das war es dann auch. Die Gedenkfeier der Universität stand unter dem Titel: „Erinnerung an jüdische Erzählkunst: ‚In halbrealen Räumen, am Ende der Wirklichkeit‘ – Bruno Schulz und polnisch-jüdisches Erzählen vor dem Holocaust“. (mehr …)
von Gabriel Kords | 01.02.2009
Als vor knapp 20 Jahren die Bundeshauptstadt noch im beschaulichen Bonn lag, spottete das Volk gern über das „Raumschiff Bonn“, das fernab von den Sorgen der Bürger in der Provinz vor sich hinschwebte. Dass sich daran auch nach dem Umzug in die Millionenstadt Berlin nichts geändert hat, demonstriert eindrucksvoll das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktursicherheit (BMU). Dort hat man einen Wettbewerb „Emissionsfreie Mobilität in Kommunen“ ausgeschrieben. Die Ergebnisse verblüffen.

Wirklich vorbildlich? Lange Wartezeiten an der Europakreuzung.
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