Ökumenische Themenwoche

Zentraler Kritikpunkt Luthers an der Kirche: Die Rechtfertigungslehre (Bildquelle: amras_de via flickr)

„Die Rechtfertigungslehre“ – so das Thema der diesjährigen „Elefantenwoche“ der Studentenmission Deutschland, der Evangelischen – und der Katholischen Studentengemeinde Greifswald (smd, ESG und KSG).

Vom 3. – 5. November gestalten die drei christlichen Gruppen, wie in jedem Wintersemester, eine Veranstaltungsreihe zu einem überkonfessionellen Thema. Bei gemeinsamen Vorträgen und Workshops sollen die Unterschiede der Konfessionen respektiert, doch vor allem die Gemeinsamkeiten erkannt und verstanden werden.

In diesem Jahr dreht sich dabei alles um die sogenannte Rechtfertigungslehre. Die Frage, wie der Mensch als Sünder dennoch vor Gott gerecht werden kann war lange Jahre ein zentraler Streitpunkt zwischen Katholiken und Protestanten, hatte Luther doch gerade Ablasshandel und andere Wege der Schuldbefreiung in der katholischen Kirche angeprangert. Erst Ende der neunziger Jahre kam es zu einer Annäherung und einer gemeinsamen Erklärung um diesen theologischen Kernpunkt im christlichen Glauben.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:

Am Montag, dem 3.November zur ESG in den Lutherhof (Lutherstr.8)

  • 18:00 Uhr Abendbrot
  • 19:00 Uhr Andacht
  • 20:00 Uhr Vortrag von Landespfarrerin Christa Göbel: „Auf dem Weg nach Augsburg – Das Werden und die Unterzeichnung der Vereinbarung des lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche“

Am Dienstag, dem 4. November zur smd in die Baptistengemeinde (Brüggstr. 5)

  • 19.30 Uhr: Begrüßung – Lobpreis – Andacht
  • 20.00 Uhr: Thema: Bibelgespräche zu Texten über die Rechtfertigung; anschließend gibt es einen Snack

Am Mittwoch, dem 5. November zur KSG ins Gemeindehaus der Pfarrei St. Josef (Bahnhofstr. 15)

  • 18:30 Heilige Messe (Kirche St. Joseph)
  • 19.15 Uhr: Abendbrot
  • 20.15 Uhr: Vortrag von Dr. Matthias Fenski (Ökumenebeauftragter des Erzbistums Berlin): „Die Rechtfertigungslehre – der theologische Inhalt der Vereinbarung zw. lutherischem Weltbund und Katholischer Kirche“

OZ wecke "niedrige voyeuristische Instinkte" *Update*

„Man verwendet für Zeitungsartikel keine Informationen, die durch Schnüffeleien in StudiVZ, in

Freundeskreisen der betroffenen Person o.ä. erfahren wurden. Schon gar nicht über Menschen, die vermisst werden“, sagt Korbinian Geiger. Er ist übe

r die Berichterstattung der Ostsee-Zeitung entrüstet. Und er ist nicht allein. Über 40 Studenten haben seinen Beschwerdebrief an den deutschen Presserat unterzeichnet.

Seit über zwei Wochen wird die Studentin Janine Blaul vermisst. Die Greifswalder Lokalredaktion der Ostsee-Zeitung veröffentlichte jedoch nicht nur eine Suchanzeige, sondern spekulierte auch über die Hintergründe des Verschwindens. So schreibt Lokalchef Amler in seinem Artikel vom 23. Oktober über ihre Prüfungsergebnisse, den Ausblick auf ihr Staatsexamen, ihren Beziehungsstatus und wie ihre Freunde sie als Person einschätzen. Dazu nutzte er das Studi-VZ wie zuletzt die Bild-Zeitung.

Für Jurastudent Korbinian Geiger sind dies klare Verstöße gegen Persönlichkeitsrechte. Er hat nun einen Brief an den Deutschen Presserat in Bonn geschickt und sich über die Berichterstattung beschwert. Er hofft, die Zeitung erhält eine Rüge – die höchste Strafe die der Presserat aussprechen kann.

Den Brief an den Presserat haben über 40 Studenten unterschrieben. Darunter hochrangige StuPa- und viele AStA-Mitglieder, sowie andere hochschulpolitisch aktive Studenten. (mehr …)

Uni-Förderverein verliert Gemeinnützigkeit

Das Finanzamt Greifswald entzog dem Förderverein der Universität (der „Gesellschaft von Freunden und Förderern der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald e.V.“)  die Gemeinnützigkeit. Das bedeutet konkret vor allem, dass Spenden an den Verein nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden können. Möglicherweise gilt das auch rückwirkend für die letzten drei Jahre.

Das Finanzamt entschied sich zu diesen Schritt, weil der Verein zwar zahlreiche Gelder eingenommen hat, aber nur deutlich weniger wieder ausgab. Der Verein ist als Verwalter von Drittmitteln verpflichtet, diese zügig ihrem eigentlichen Ziel – also der Uni – zukommen zu lassen. (mehr …)

300 Greifswalder gehen gegen Kohlekraftwerk auf die Straße

Gestern begannen am Staatlichen Amt für Umwelt und Natur (StAUN) in Greifswald die Erörterungen zum Genehmigungsverfahren des geplanten Steinkohlekraftwerkes Lubmin. 9.000 Einwendungen von Kraftwerksgegnern liegen vor und müssen nun durch die Behörde geprüft werden. 13 Verhandlungstage hat die Behörde bis Mitte November angesetzt, um diese Enwendungen zu klären. Den Beamten, Vetretern von DONG Energy sowie den Gegnern steht also ein harter Verhandlungsmarathon bevor. Wegen dem erwarteten öffentlichen Interesse hat das StAUN im Gewerbegebiet Ziegelhof extra ein großes Zelt mit bis zu 1.700 Plätzen aufbauen lassen.

Vor dem Beginn der Erörterungen fand in Greifswald eine Demonstration gegen das Kraftwerk statt. Der Demonstrationszug zog dabei vom Fischmarkt bis direkt vor das Zelt. Dort blieben dann auch die meisten der Teilnehmenden, um an den Anhörungen teilzunehmen. Insgesamt nahmen zwischen 200 (MVregio) und 500 (MZ) Personen an der Demonstration teil. Diese wurde von einem großen Team an Pressevertretern begleitet. Auch die Tagesschau berichtete ausführlich über die Demo.

Derweil ist während der Anhörung ein Schreiben des Sozialministeriums Mecklenburg-Vorpommerns überraschend öffentlich geworden. Demnach könnte durch die geplante Kühlwassereinleitung die Vermehrung eines gefährliches Bakteriums gefördert werden. Lubmin würde somit seinen Status als Seebad verlieren. Dies hätte auch zur Folge, dass dem Land MV durch die Verschlechterung der Badewasserqualität ein Bußgeld in Höhe von bis zu 329 Millionen Euro jährlich drohen könnte.

Moritz TV wird sich in seiner nächsten Sendung, die hier hier auf dem webMoritz ab dem 9. November sehen könnt, dem Thema ausführlich widmen. Dabei werden auch Bilder der Demo gezeigt.

Bildquelle: Moritz TV

Unser Programm am 29.10.

Das Magazin – Am Puls der Stadt – ab 19.00 Uhr

Heute hört Ihr im Magazin wie immer die Spotlights, die CD der Woche, heute von Zuhause, und die Veranstaltungstipps. Dazu einen informativen, kurzen Bericht über den Beginn der Anhörung zur Genehmigung des Steinkohlekraftwerkes in Lubmin. Dazu kommt die Kino-Rubrik, heute unter anderem mit der Vorstellung des Films „Anonyma – Eine Frau in Berlin“. Moderiert wird die Sendung von Michael Steinke.

Goodmorning Sunshine – ab 20.00 Uhr

Angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen, startet die Sendung mit einem Klassiker aus dem Jahre 1983: Blowfly mit „First black President“. Es folgt ein „Black Poem“, erschienen auf dem neuen Nigeria 70 Sampler, untermalt mit fresher Mucke vom Beat Konducter und der Ogyiwaya Show Band. Desweiteren hört Ihr Neuerscheinungen u.a. von Shitao und Dendemann. Ab 20.30 Uhr gibt sich Lee Perry die Ehre, Euch von seinen Überzeugungen zu berichten, sowie etwas hausgemachte Musik zu präsentieren. In der zweiten Stunde wird Euch ein schöner Mix mit Neuerscheinungen aus dem Monat Oktober unterhalten, wo Ihr unter anderem Musik von Black Milk, LMNO, Madlib und Kev Brown hören werdet. Leider muss die Livemoderation von Sarah und Leo heute ausfallen, stattdessen werdet Ihr selten, nicht oft, den schrecklichen Sprachcomputer Logox4 hören. Hoffentlich geht das gut!

Sternstunde – Magazin für europäische Politik – ab 22.00 Uhr

Auch heute beschäftigt sich die Sternstunde mit der politischen, ökonomischen und kulturellen Integration Europas. Dabei werden aktuelle Fragen und Probleme ebenso thematisiert wie Rückblicke auf die Geschichte geworfen. Außerdem führt Euch wieder ein Album einer europäischen, nicht Englisch singenden Band durch die Sendung.