Historisches Institut: Neues Einschreibesystem, alte Probleme

Überquellende Hörsääle und Seminarräume, Schlangen bis auf den Korridor, Teilnahmestopp bei Übungen und Seminaren – vor allem für Studenten an den großen Instituten der Philosophischen Fakultät ist es jedes Semester wieder schwierig,

Stud.IP-Portalseite der Uni Greifswald

Stud.IP (hier die Greifswalder Portalseite): Der Weisheit letzter Schluss?

in den Veranstaltungen einen Platz zu bekommen, die am besten auf den persönlichen Stunden- und Studien-Plan passen.

Am Historischen Institut verlief die Einschreibung im letzten Sommersemster ganz besonders chaotisch (Webmoritz berichtete hier und hier und hier). Damit die Studenten nicht wieder zu nachtschlafender Zeit vor dem Institut kampieren mussten, um die begehrtesten Seminarplätze zu bekommen, sollte dieses Semester nun ein anderes System genutzt werden.

Mit der Umstellung auf das uniinterne Online-System „Stud.IP“ sollte die Einschreibung einerseits gerechter werden und andererseits entspannter ablaufen. Bei überfüllten Veranstaltungen sollte nach Ablauf der Einschreibefrist das Los über die Teilnahme entscheiden – im letzen Semester galt noch das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Wie jede neue Technik hat aber auch das neue System seine Tücken und so gab es in dieser Woche wieder ordentlich Verwirrung und überfüllte Hörsääle. Hat das neue System versagt? (mehr …)

Triola ist was für Kinder? Aber nicht bei moana!

Die Band, die Anfang 2008 aus den verbleibenden Mitgliedern von „My beloved polarbear“ entstand, lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Zwischen Indie, Post-Rock und Alternativ entsteht ein ganz eigener, markanter Stil, bei dem der Sänger auch schon mal ein Triolasolo zum besten gibt!

Überzeugen könnt ihr euch davon am Freitag, dem 17.10. um 20 Uhr bei Saitensprung. Dort spielen sie nicht nur unplugged im Studio, sondern stellen sich auch mutig unseren Fragen und anderen exquisiten Herausforderungen.

Schulungsfahrt nach Glashagen

Glashagen 2005

Am Wochenende vom 24. bis zum 26. Oktober 2008 veranstalten die Moritz-Medien eine gemeinsame Schulungsfahrt nach Glashagen. Diese Fahrt richtet sich an alle Redaktuere und solche, die es werden wollen. Inhalt des Wochenendes werden unter anderem sein:

  • Erfahrungsaustausch mit einem Journalisten über gute Recherche
  • Einführung ins Presserecht – was darf man?
  • Darstellungsformen des Journalismus – mit Praxisübungen
  • webMoritz.de – wie zum Teufel krieg ich da meinen Artikel rein?
  • Moritz TV: Kameratechnik, „wir drehen einen Film“
  • und vieles mehr…
Natürlich kommt auch das soziale „Get togehter“ nicht zu kurz… Die Abende in Glashagen sind lang und fröhlich. Das

Event soll auch dazu dienen, die drei Redaktionen stärker miteinander zu verbinden (Stichw

ort: „Moritz-Familie“). 

Aber auch ganz neue Gesichter sind gerne gesehen – gerade wenn Ihr noch nicht sicher seit, zu welchem Medium ihr wollt (web / print / tv)…
Der Kostenfaktor liegt bei 10 Euro. Es ist unbedingt eine Anmeldung (so schnell wie mögilch) bei einem der drei Chefredaktionen notwendig.  
  • Chefredaktion webMoritz.de  

Sebastian Jabbusch

web [ at ] moritz-medien.de

0176 / 20336676

  • Chefredaktion Moritz Magazin

Arik Platzek & Christine Fratzke

magazin [ at ] moritz-medien.de

Magazin-Website

  • Chefredaktion Moritz TV

Stefanie Binder & Sylvia Zbicinska

tv [ at ] moritz-medien.de

www.moritztv.de

Fotos: diskurs via Flickr; Ersti-Fahrt nach Glashagen 2005

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Unser Programm am 17.10.

Das Magazin – Am Puls der Stadt – ab 19.00 Uhr

Heute erfahrt Ihr im Magazin etwas über Johannes Hübner, der eine Studie veröffentlichte, bei der alle Fahrradfahrer in Greifswald gezählt wurden. Außerdem hört Ihr einen Bericht zum Abschluss der Gesundheitsreform, die einen Einheitssatz von 15,5 Prozent für alle gesetzlich Krankenversicherten beinhaltet. Moderiert wird das Ganze von Susann Lukas.

Saitensprung – ab 20.00 Uhr

Bei unserem Moderatorenteam Katja Haberecht und Marco Schade ist heute Abend die Band moana zu Gast. Musikalisch bewegen sie sich zwischen Indi, Post-Rock und Alternative. Doch moana spielen nicht nur unplugged im Studio, sondern stellen sich für Euch auch mutig unseren Fragen und anderen exquisiten Herausforderungen.

4 to the floor – Electronic Experience – ab 21.00 Uhr

Auch heute Abend hört Ihr bei 4 to the floor neben Sets aus den unterschiedlichsten Ecken der Erde auch DJ-Portraits, Trends und alles Wissenswerte aus der Partywelt. Außerdem stellen wir Euch Newcomer vor und lassen Euch Neuerscheinungen hören, die auf keinem Turntable fehlen sollten.

Demo in Schwerin: Von der Müdigkeit zur Euphorie

Ungemütlicher kann der Start in den Tag kaum sein. Ich bin allein, es ist nass und verdammt dunkel. So quäle ich mich in einem aufopferungsvollen Akt der Selbstgeißelung aus dem Bett. Und das für 50 Euro. Eine Summe, für die sich viele leider nicht interessieren.

Studiengebühr durch die Hintertür

Studiengebühr durch die Hintertür

Mein Körper ist unwillig, der Geist schläft noch und trotzdem schaffe ich es, pünktlich um 6 Uhr vorm AStA-Gebäude zu stehen. Dort sehe ich glücklicherweise noch viele andere verschlafen Gesichter. Schon geht es los mit AStA-Kaffee und einem Lunch-Paket in die bereitstehenden Busse. Kurze Einführung und Probe der Schlachtgesänge und zack! – wach ich wieder auf, bin im hellen in Schwerin gemeinsam mit 100 anderen Greifswaldern.

Warum bin ich eigentlich hier? Achja, wegen der geplanten 50 Euro Studiengebühr Verwaltungsgebühr. Für mich kommt das gar nicht in die Tüte. Da wurde doch gerade erst die Unrechtmäßigkeit der einen Gebühr festgestellt und schnell zaubern die Politiker in Schwerin eine neue aus ihrem Hut. Nicht mit mir! Genauso denken auch viele Gleichgesinnte aus den Hochschulen und Fachochschulen MVs. 400 bis 500 Studierende erwarten uns bereits und begrüßen uns lautstark vor dem Schloss, wo wir pünktlich gegen 9 Uhr morgens ankommen. Wenn man den Anreisezeitpunkt bedenkt, ist das doch eine recht stattliche Anzahl.

Bitte Hupen

Bitte Hupen

Unsere Leute ergreifen sofort die Initiative und stürmen die Bühne. Dort stimmen wir unseren tollen Song an, den wir vorher bereits im Bus geübt haben. Die Demo hat begonnen.

„Wir sind hier und sind laut, weil Brodkorb unser BAföG klaut.“

Eingeheizt und motiviert von Bühnenpräsenz und Musik bilden wir spontan einen Zug durch die Stadt. „Wir sind dort und sind laut, weil Brodkorb unser BAföG klaut.“ So und so ähnlich weisen wir dezent auf unseren Unmut hin. Ich bin immer noch heiser…

Wieder am Schloss angekommen, erfahren wir die Zwischenergebnisse: 1:0 für uns. Im Bildungsausschuss ist die Mehrheit der Abgeordneten der Anwesenden gegen die 50 Euro Gebühr. Euphorie!

Jetzt müssen unsere gewählten Volksvertreter im Landtag nur noch die zweite Lesung Ende November überstehen oder es wird gleich ganz gekippt.  Die letzte Stunde steht somit ganz im Zeichen von „Hupen für Bildung“. Denn die verbliebenen Demoteilnehmer stehen am Straßenrand und fordern mit Transparenten alle vorbeifahrenden Autos, Busse, LKWs, „Touristenbahnen“ (wie nennt man diese Dinger denn sonst?) auf, sich mit unserem Protest durch Hupen zu solidarisieren. Wenn man denen dabei so zusieht, denkt man schon, dass die das den ganzen Tag, wenn nicht sogar länger, durchhalten würden.

Vor dem Schloss in Schwerin

So wurde aus einem ungemütlichen Tagesbeginn doch recht schnell ein gelungener Vormittag. Sollte es zu weiteren Protestaktionen kommen, bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei!

Ein Erfahrungsbericht von Philipp Labisch, Oliver Wunder und Eric Schümann

Den Beitrag jetzt inklusive Protestgesang hören: