Bessere Studienbedingungen trotz Studentenansturm?

Bereits im Wintersemester 2007/08 waren über 11.800 Studenten an der Ernst-Moritz-Arndt Universität immatrikuliert. Für das Wintersemester 2008/09 werden wesentlich mehr Studenten erwartet.

Bis jetzt haben sich über 5.500 Studienbewerber bei der EMAU gemeldet. Auch wenn nicht alle ihren Studienplatz hier in Greifswald antreten werden, ist jetzt schon abzusehen, dass die 12.000-Marke deutlich überschritten wird. Um trotzdem gute Studienbedingungen anbieten zu können, will die Universität 650.000€ in ihre Verbesserung investieren.

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät bekommt mehr als ein Drittel der Gelder

Die meisten Studenten kennen die zum Teil katastrophalen Studienbedingungen an unserer Universität. Nicht vorhandene, kaputte oder kaum zeitgemäße Technik, das Abblättern der Farbe von den Wänden, überfüllte Seminarräume, zu wenig Sitzplätze bei Klausuren. Um all das endlich zu verbessern, werden von der Universität 650.000€ zur Verfügung gestellt. Davon sollen ungefähr 280.000€ der Universitätsbibliothek zu Gute kommen und allein der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät sind ca. 230.000€ angedacht. Das Geld soll für die Ausstattung der Praktika-Räume, insbesondere für neue Mikroskope, verwendet werden. Für die Renovierung und Ausstattung der Hörsäle und Seminarräume sind ca. 100.000€ vorgesehen.

„Task Force“ soll Studienbedingungen verbessern

„Qualitätsoffensive“ nennt Prorektor Prof. Dr. Joecks diesen Start zur Verbesserung der Studienbedingungen. Und die ist dringend notwendig. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Studenten verdreifacht, mehr Hörsäle und Seminarräume gibt es jedoch kaum. Mit ihren gerade mal 22 ihr zur Verfügung stehenden Hörsälen und rund 50 Seminarräumen platzt die Universität aus allen Nähten. Das ist auch der Universitätsleitung seit Jahren bekannt. Schon letztes Semester wurde eine von Joecks liebevoll als „Task Force“ bezeichnete Delegation von jungen Leuten losgeschickt, die in der ersten Woche des Semesters Seminare und Vorlesungen besucht hat, um die tatsächliche Situation in den Lehrveranstaltungen zu bewerten. Nach der ersten Woche wurden dann Seminare und Vorlesungen gegebenenfalls in geeignetere Räumlichkeiten verlegt. Auch nächstes Semester soll die „Task Force“ wieder auf Streife gehen. Früher konnte jedoch nicht jedes überfüllte Seminar einfach so in den nächsten größeren Raum wechseln, auch wenn dieser nicht genutzt wurde. Oft war die Fakultätszugehörigkeit das Problem. Denn falls eine Fakultät einer anderen die Nutzung ihrer Räume gestattete und dabei ein Schaden entstand, musste die Fakultät selbst die anfallenden Reparaturkosten übernehmen. Die Folge war, dass die Fakultäten untereinander nicht immer bereit waren, ihre ungenutzten Räume anderen zur Verfügung zu stellen. In Zukunft sollen deswegen alle Reparaturkosten von der Universität zentral übernommen werden. Das System stud.IP soll Lehrenden außerdem die Möglichkeit bieten, selbst nach leerstehenden Räumen zu suchen, in die sie dann gegebenenfalls umziehen können.

Mehr Stühle für noch mehr Studenten

„Wir wollen Studienbedingungen schaffen, die den Studenten Spaß macht“ so Prorektor Joecks. Dazu gehört auch, dass neue Tontechnik installiert wird und Hörsäle mit gut erreichbaren Steckdosen ausgestattet werden, damit Studenten während der Vorlesung Laptops benutzen können. Joecks betonte besonders, dass er außerdem die Sauberkeit in Hörsälen und den sanitären Einrichtungen verbessern möchte. „Wir wollen prüfen, ob und wo es notwendig ist, statt einmal vielleicht zweimal pro Tag putzen zu lassen. Außerdem werden wir kontrollieren, ob auch richtig sauber gemacht wurde. Es kann nicht sein, dass im August noch der Müll vom Juli in den Hörsälen liegt.“ Sebastian Nickel, stellv. AStA-Vorsitzender, merkt jedoch an: „Die Sauberkeit ist nicht das größte Problem der Studenten. Viel wichtiger ist, dass jeder einen richtigen Sitzplatz mit Tisch hat. Insbesondere während Klausuren brauchen die Studenten mehr Platz für ihre Unterlagen.“ Auch der Pressesprecher der Universität, Jan Meßerschmitt, gesteht ein: „Es kann nicht sein, das Studenten den Seminarraum verlassen müssen, weil sie keinen Sitzplatz abbekommen haben.“ Für mehrere Seminarräume, u.a. für den Seminarraum III im Historischen Institut, wurden Pläne erarbeitet, die mit verschiedenen Möglichkeiten zur effektiveren Raumnutzung spielen. So könnten zum Beispiel schmalere Tische mehr Raum für Stühle bieten. Eine „Stuhlreserve“ wird bereits organisiert.

Bau des neuen Hörsaals in der Loeffler-Straße weiter fraglich

Ein neuer Hörsaal in der Loeffler-Straße soll den Studenten zusätzlichen Platz bieten. Aber selbst, wenn alles gut läuft, ist der frühestens 2015 fertiggestellt. „Den Studenten, die jetzt im Wintersemester hier an der Universität anfangen, wird dieser Hörsaal natürlich nur zu Gute kommen, wenn sie Langzeitstudenten werden“ räumt Joecks ein. Ob und wann der Hörsaal tatsächlich gebaut wird, steht noch nicht fest, da noch nicht einmal die Finanzierung steht. Joecks erhofft sich hier eine finanzielle Spritze vom Landesministerium.

Inzwischen werden einige der vorhandenen Hörsäle und Seminarräume renoviert und neu ausgestattet. Dazu gehört auch das Auditorium Maximum (Audimax) in der Rubenowstraße, dass uns Studenten im nächsten Semester mit einem frischen Anstrich und neuer Technik das lernen noch angenehmer machen soll. Die ca. 100jährigen Bänke und das Rednerpult im Hörsaal 5 sind uns erhalten geblieben, sie wurden fachmännisch restauriert. Das Historische Institut soll neben neuer Farbe vor allem Wagen für die Overhead-Projektoren, neue Stühle und abschließbare Medienschränke bekommen.

Weitere Kürzungen bei den Geistes- und Sozialwissenschaften?

Doch nicht überall ist eine Renovierung geplant: einige renovierungsbedürftige Gebäude wie zum Beispiel die in der Domstraße 20 a und b werden an das Land zurückgegeben. Das soll dann entscheiden, was mit den Gebäuden geschehen soll. Generell wird an dem alten Konzept, welches bis spätestens 2011 zwei Campi, einen Campus verteilt über die Greifswalder Altstadt für die Geistes- und Sozialwissenschaften und einen Campus am Bertholt-Beitz-Platz für die mathematischen und naturwissenschaftliche Bereiche der Universität, vorsieht, festgehalten. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Studenten an der Ernst-Moritz-Arndt Universität stetig gestiegen. Für das kommende Wintersemester 2008/09 darf mit weit mehr als 12.000 Studenten gerechnet werden. Prorektor Joecks möchte jedoch, dass sich die Studierendenzahlen in den nächsten Jahren bei etwa 10.000 Studenten einpendeln. Ob dieses Ziel wie in den vergangenen Jahren zu Lasten der Geistes- und Sozialwissenschaften erreicht werden soll, bleibt nun abzuwarten.

Bildquelle für Nemo-Bild auf Startseite: g-1000, via Flickr

Feueralarm während BWL-Klausur führte zur Extra-Klausur

Am 8. August sind nicht nur die Olympischen Spiele eröffnet worden, auch die BWLer haben ihre Statistik-Prüfung geschrieben. Das allein ist nicht weiter erwähnenswert, wäre da nicht jemand ganz besonderes gewesen:

Jemand, der eigentlich dafür sorgen sollte, dass die Prüfung ordentlich abläuft. Doch der scheint das noch nicht ganz verstanden zu haben.

Die Statistik-Klausur ist in zwei Abschnitte unterteilt: Einem einstündigen Multiple-Choice-Teil und einem dreistündigen Rechen-Teil. Doch bereits 15 Minuten ging es los: Ein ohrenbetäubender Alarm. Der aufmerksame Klausurschreiber fragte sich woher dieser kam.  Die Quelle war schnell ausgemacht: Einer der Aufsichtspersonen hatte die „grandiose“ Idee, die Tür im Hörsaal Kiste zu öffnen, an der auf einem großen Schild steht, dass diese Tür „Alarm gesichert“ sei.

Immerhin wissen wir nun, dass dies wirklich der Fall ist. Die Studenten bemühten sich die Klausur weiterhin möglichst gut zu schreiben, aber es wurde bereits kurze Zeit später verkündet, dass dieser Teil nachmittags wohl wiederholt werde.

Meine Bitte: Auchtet in Zukunft auf große rote Warnschilder! :getlost:

[Dieser Artikel wurde am 21.8. überarbeitet.]

Bewerbung für Käthe-Kluth-Stipendium noch möglich

Weibliche Professoren sind an deutschen Universitäten noch immer unterrepräsentiert. Auch an der Ernst-Moritz-Arndt Universität ist der Anteil an Professorinnen mit rund elf Prozent sehr niedrig. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei nur 14,2 Prozent und wird an unserer Universität nur von der Philosophischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät erreicht.

Das Käthe-Kluth-Stipendium soll dazu beitragen, den Frauenanteil im Bereich der Professuren zu erhöhen und wird dieses Jahr zum zweiten Mal an Nachwuchswissenschaftlerinnen vergeben, die habilitiert sind oder sich in einem Habilitationsverfahren befinden. Das Stipendium wird für drei Jahre vergeben und ist mit 3.300 € im Monat dotiert. Außerdem können eine jährliche Sachbeihilfe von bis zu 1.500 € im Jahr sowie Zuschüsse zur Gewährleistung einer Kinderbetreuung vergeben werden.

Bewerbungen müssen bis zum 01.10.2008 im Rektorat (Domstraße 11, 17487 Greifswald) eingereicht worden sein. Weitere Informationen findet ihr hier.

Professor Matschke im Interview mit Greifswald TV

Professor Matschke kämpft weiter für seine Dienstzeitverlängerung. Über die Hintergründe hatten wir u.a. hier berichtet. Greifswald TV veröffe

ntlichte gestern ein exklusives Interview, dass ihr euch hier ansehen könnt:

Interview mit Prof. Matschke

(Das

Video ist erstmals und nur testweise direkt unter webmoritz.de verlinkt. Das Copyright verbleibt bei GTV.)

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Wann kommt endlich die Fusion mit Ryck-Blick.de?

Das jetzige Design unserer Seite ist eine Übergangslösung.Stattdessen soll das im Februar 2008 durch Sebastian Jabbusch gestartete Website-Projekt „Uni-Greifswald-Blog“ (später „Ryck-Blick“ genannt) als Basis für den neuen Auftritt des Webmoritz dienen. Dazu beauftragte der Herausgeber der Moritz-Medien, das Studierendenparlament, bereits am 1. Juli 2008 die Chefredaktion mit einem entsprechenden Transfer.

Der Plan ist es, das Design und die Inhalte des Ryck-Blicks mit denen des webmoritz und des Moritz-Prints zu fusionieren. Entstehen soll ein modernes und kritisches Online-Studentenportal, das Euch täglich mit allen wichtigen Infos versorgt.

Screenshot von Ryck-Blick.de - die Basis für die neue Website von webmoritz.de

Doch seit dem Beschluss des Parlaments ist nichts passiert und mancher Leser, Redakteur oder StuPist fragt zu Recht, warum? Das Problem liegt in einer kleinen Klausel, die noch kurzfristig in den Beschlusstext aufgenommen wurde. In dieser Formulierung heißt es: „Der Vertrag ist vor Unterzeichnung von der Rech

tsabteilung der Universität Greifswald zu prüfen.“ Eigentlich unproblematisch könnte man meinen. Doch genau dort – in der Rechtsabteilung – liegt das Problem bzw. der Vertrag seit fast einem Monat. Laut Auskunft der Rechtsabteilung Mitte des Monats habe man die Bearbeitung noch nicht begonnen – man habe viel Arbeit.

Nach einer Einschätzung eines StuPa-Mitgliedes könnte sich die Prüfung dieses (Standart-)Vertrages auch noch zwischen zwei bis drei Monate oder sogar bis zu einem Jahr hinziehen. Erfahrene StuPa-Mitglieder nutzen die Rechtsabteilung, um Entscheidungen hinauszuzögern oder sogar zu verhindern.

Damit es nun trotzdem voran geht, haben wir vom webmoritz uns entschieden, nicht länger zu warten und bereits jetzt Vorbereitungen für die Fusion einzuleiten. Ziel ist es bis spätestens Ende des Monats mit der neuen Seite auch offiziell zu starten. Wir hoffen, dass die Rechtsabteilung ebenfalls bis dahin einmal über den Vertrag geschaut discount propecia rx hat…

Durch die Verzögerung der Rechtsabteilung sind weitergehende Pläne – etwa die neue Kooperation mit Radio 98eins und die Integration des Moritz Magazins und MoritzTV – nun jedoch bedroht. Denn je länger wir warten müssen, umso weniger Zeit bleibt für die Integration dieser neuen Funktionen. Hoffen wir das Beste!

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