Arbeitsamt besprüht

Wieder eine Meldung aus der Ostsee Zeitung, die ich in einen bestimmten Kontext stellen möchte.

Nachdem in der jüngeren Vergangenheit mehrfach eine vielleicht wiedererstarkte junge Rechte mit hässlichen direkten Aktionen auf sich aufmerksam machte (vgl hier), war ja noch nicht für alle klar, ob es sich bei den Aktionen nicht um ein grosses Täuschungsmanöver der Linken handeln könnte, um eine Stimmung gegen rechts zu schaffen.

In der Nacht zu Mittwoch wurde wieder zur Dose gegriffen, es wurden wieder rechte Parolen (Arbeit macht frei, Nationaler Sozialismus schafft Arbeit) und Hakenkreuze gesprüht, auf 12 mal 1,50 Meter. Ob solche Leute mit einem Präventionskonzert (Eintritt jeweils über 20€) von Jennifer Rostock und den Scorpions erreicht und verändert werden?

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Ein Beitrag von unserem Kooperationspartner Fleischervorstadt-Blog.

CDU muss Konsequenzen von Adam fordern – und zwar jetzt!

„Wir schließen uns der Forderung des Greifswalder CDU-Kreisvorsitzenden Egbert Liskow an den CDU-Bundestagsabgeordneten Ullrich Adam nach schnellen Konsequenzen an“, erhielt der Greifswalder CDU-Chef am Freitag unerwartete Unterstützung vom geschäftsführenden SPD-Kreisvorstand Greifswald-Ostvorpommern. Die Sozialdemokraten kritisierten die „nur widerspenstige Aufklärungspolitik“ von Adam und „Teilen der CDU“ als „Hinhaltetaktik“.

Adam hatte eingestanden, in den Jahren 1998 bis 2005 erhebliche Sachspenden von dem in U-Haft sitzenden Ex-Vorsitzenden der AUB Wilhelm Schelsky erhalten zu haben, ohne diese ordnungsgemäß anzugeben. Schelksy soll an der sogenannten „Siemens-Finanz-Affäre“ beteiligt sein und Millionen-Beträge von Siemens erhalten haben.

„Wenn Adam immer nur gerade das eingesteht, was zuvor schon schwarz auf weiß in den Zeitungen stand, klärt er nicht auf, sondern mauert!“, kritisierte der SPD-Kreisvorsitzende Christian Pegel die bisherigen Äußerungen Adams. Wenn Adam versuche, Wahlkampfspenden von mindestens 60.000 Euro als unwesentliche persönliche Schenkungen „unter Freunden“ von „ein paar Kugelschreibern und Flugblättern“ zu beschreiben, „kommen sich die Menschen doch verschaukelt vor!“, ärgert sich der SPD-Kreischef aus Greifswald und Ostvorpommern.

„Wenn ein Bundestagsabgeordneter die von ihm mitbeschlossenen Parteispenden- und Steuergesetze selbst nicht einhält, entsteht der Eindruck, ‚die da oben’ dürften sich alles erlauben“, fürchtet Pegel. Deshalb müsse die Greifswalder CDU dem Vorschlag ihres Kreisvorsitzenden Egbert Liskow folgen, der seinen Parteifreund Adam über die Medien bereits zu schnellen Konsequenzen aufgefordert hatte. „Wenn Teile der CDU abwarten wollen, frage ich mich: Worauf wollen sie warten?“, wundert sich der SPD-Kreischef.

„Wir reden bei Herrn Adam nicht über einen einmaligen Ausrutscher wegen ein paar Kugelschreibern, sondern über das wiederholte Verschweigen von erheblichen Sachspenden in drei Wahlkämpfen!“, mahnt Pegel, „Die CDU muss jetzt mit Herrn Adam Tacheles reden und schnelle, klare Schritte von ihm fordern!?

Geschrieben von Christian Pegel (SPD-Kreisvorsitzender)

Abmahnung durch Rektor: „Stellen Sie den Blog sofort ein“ *11 x update*

Es war am Mittwoch um circa halb zwölf. Ich hatte mir gerade etwas Geld vom Bankautomaten geholt. Ich wollte nach meinem Geschichtsseminar in meinen Wochenend-Kurzurlaub starten. Da klingelte mein Handy…

Es meldete sich die Sekretärin des Rektorats und lud mich ein um 13 Uhr (also circa eine Stunde später) mit dem Rektor Prof. Rainer Westermann, dem Prorektor Prof. Wolfgang Joecks und Frau Dr. Susanne Stratmann aus der Rechtsabteilung zu treffen. Worum es ginge, wüsste sie selbst auch nicht. Obwohl ich dadurch mein Geschichtsseminar nur zur Hälfte würde besuchen können, sagte ich zu.

Die nächsten zwanzig Minuten war ich damit beschäftigt Freunde anzurufen, die mich als Zeugen begleiten könnten. Ich ahnte bereits, dass es wahrscheinlich nicht um ein gemütliches Kaffee-Trinken gehen würde…

Um 13 Uhr ging es dann zum Rektorat. Dort traf ich Herrn Joecks, Frau Stratmann (und ihre Assistentin Frau Anja Schäferjohann) sowie den Kanzler Dr. Thomas Behrens. Auch ohne den Rektor wurde eine Menge wichtiges Personal in dieser Runde versammelt. Es schien ihnen also wichtig zu sein…

Dann ging alles Recht schnell über die Bühne. Man schob mir im Büro des Kanzlers vier Schriftstücke über den Tisch und forderte mich auf bis Montag „den Stecker rauszuziehen“. Die Internetadresse „uni-greifswald-blog.de“ verletze die Namensrechte der Universität. Diese Verletzung werde man nicht hinnehmen. Eine Frist gibt es nicht. (mehr …)

Studierende spielen Top-Manager

In einem Planspiel stehen die Hochschulen des Landes in spielerischer Konkurrenz

Für die teilnehmenden Teams des diesjährigen Planspielwettbewerbs EXIST-priME-Cup, veranstaltet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, wird es nun ernst. Am 6. und 7. Mai 2008 findet die Vorrunde der Region A (Nord) im Greifswalder Technologiezentrum Vorpommern statt. Studierende der Hoch-schulen des Landes können sich dabei in realistischen Szenarien an Wirtschafts-strukturen und Entscheidungsprozesse herantasten. Praxisbezogene Kenntnisse der Unternehmensführung und unternehmerisches Denken werden auf spielerische Art und Weise erlernt.

Es folgt die Veranstaltung am 4. und 5. Juni im Baltic College Güstrow. Das hochschulweite Gründernetzwerk Gründerflair und seine Partner unterstützen den landesweiten Wettbewerb der einzelnen Hochschulteams aus M-V. Der Wettbewerb wird bundesweit durchgespielt. Zunächst geht es in der Vorrunde um den Master Cup, es folgt die Zwischenrunde, der Professional Cup, und schließlich der Champions Cup im Finale in Berlin. Der Professional Cup Region A (Norddeutschland) findet am 3. und 4. September 2008 in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (Ulmenkaserne) der Universität Rostock statt.

Master-Cup am 6. und 7. Mai 2008:

Ort:

  • Technologiezentrum Vorpommern, Brandteichstraße 20, 17489 Greifswald

Zeit:

  • 10.00 bis 16.30 Uhr (6.5.08)
  • 09.00 bis 16.30 Uhr (7.5.08); Bekanntgabe der Sieger ab 16.00 Uhr

Geschrieben von Rene Portwich (Gründerbüro der Universität Rostock)

Wider das Vergessen! – Greif zur Kreide, Greifswald!

Gedenkaktion in der Greifswalder Innenstadt anlässlich des 75. Jahrestags der Bücherverbrennung

Am Samstag, dem 10. Mai 2008, jährt sich zum 75. Mal der Tag, an welchem im Jahre 1933 unzählige Bücher deutscher wie auch fremdsprachiger Autoren und Wissenschaftler den Flammen zum Opfer fielen. Auf dem Berliner Opernplatz sowie in 21 weiteren deutschen Städten, darunter auch in Greifswald, wurden in groß inszenierten öffentlichen Verbrennungen zehntausende Werke verfemter Autoren unter großem Jubel von Studenten, Professoren und NS-Organen ins Feuer geworfen. Dieser Akt war der Abschluss und traurige Höhepunkt der studentischen „Aktion wider den undeutschen Geist“.

Gegen unzählige Autoren wurde in der Folge ein Arbeitsverbot verhängt. Ihre Stigmatisierung bedeutete den Verlust ihres Publikums, die Vernichtung der beruflichen Existenz und zugleich einen nachhaltigen Schaden für das deutsche Geistesleben. Viele Autoren gingen ins Exil, nicht wenige nahmen sich dort das Leben, so u. a. Stefan Zweig, Ernst Toller und Walter Benjamin. Carl von Ossietzky sei stellvertretend für die im KZ, in Gefängnissen und Gestapo-Kellern des Dritten Reiches gepeinigten und ermordeten Schriftsteller genannt.

Gemeinsam mit der Künstlerin Angelika Janz möchte das Koeppenhaus dieser Autoren gedenken und ruft alle, die nicht vergessen wollen, zu einer einmaligen Aktion in der Greifswalder Innenstadt auf. Denn was wäre unsere Kultur ohne die Werke von Autoren und Denkern wie Bertold Brecht, Albert Einstein, Franz Kafka, Alfred Kerr, Anna Seghers, Kurt Tucholsky und vielen, vielen anderen.

Die Aktion findet von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr auf der Langen Straße statt. Vom Fischmarkt ausgehend, wo ein Informationsstand des Koeppenhauses vorzufinden ist, sind alle interessierten Bürger eingeladen, mit Kreide die Namen der verbrannten Autoren auf den Gehweg zu schreiben. Die Liste der verbrannten Dichter wird am Fischmarkt verteilt und liegt vorab im Koeppenhaus, in der Bahnhofstraße 4, aus. Für ausreichend Kreide ist gesorgt. Aktionsbeginn und Treffpunkt: 10.30 Uhr, Koeppenhaus.

Darüber hinaus sind alle herzlich eingeladen, ein Buch aus der eigenen „Bibliothek“ mitzubringen, und einen Text oder ein Gedicht des Lieblingsautors im Rahmen dieser Gedenkaktion vorzutragen. Ausführliche Informationen zu dieser Aktion erhalten Sie im Büro des Literaturzentrums unter der Telefonnummer: 03834-773510.