Legislaturvorbereitung am Barther Bodden

Vom 11. bis zum 13. April fand in der Jugendherberge in Barth das vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) ausgerichtete StuPa-Wochenende statt. Dabei wurden die im Januar gewählten Mitglieder des neuen Studierendenparlaments (StuPa) auf die mit der konstituierenden Sitzung am 15. April beginnende Legislatur vorbereitet. Neben der Vorstellung der hochschulpolitischen und medialen Strukturen der Ernst-Moritz-Arndt-Universität bewährten sich die Parlamentarier bei einer simulierten Sitzung mit Wahl eines Kandidaten und der Beschluss über einen Finanzantrag. Zudem stellten AltStuPisten das letzte Sitzungsjahr in Ergebnissen vor und es wurden mögliche Themengebiete der neuen Amtsperiode andiskutiert.

Noch ein neues Studentenwohnheim

Wie die Ostseezeitung heute berichtet, ist noch ein drittes Studentenwohnheim in Planung. Dieses soll in der Mittelstraße (nahe dem Netto an der Anklamer Straße) entstehen. Geplant sind hier 200 Wohnungen, die bis 2009 fertig gestellt werden sollen.

„Die Campus Real Estate AG [Bauherr] wird 11,5 Millionen Euro in Greifswald investieren“, kündigte Meyer-Geers [Pressesprecher] an. „Die durchschnittliche Wohnfläche liegt bei etwa 26 Quadratmeter.“ Geboten werden soll – wie es Neudeutsch heißt – studentisches Lifestyle-Wohnen. Die neuen Appartements sollen demnach über einen umfassenden Service mit Waschsalon, moderner Informationstechnologie und einer Lounge für Zusammenkünfte verfügen.“

Die Appartments sind für Studenten mit „einer überdurchschnittlichen Kaufkraft“ konzipiert, heißt es im OZ-Artikel.

Weitere Wohnheime sollen an der Anklamer Straße (vergleiche News hier) und in der Stralsunder Straße (siehe hier) entstehen. Außerdem hat der Investor auch noch ein Grundstück an der Scharnhorststraße (Freifläche vor der früheren Schranke) erworben.

Wir haben dazu mal eine Karte erstellt:

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Neu: Kulturmodul & erste Besucher

Erfreut können wir heute die Kooperation mit Kulturmodul.de bekannt geben. Greifswalds bester Eventkalender stellt für den Uni-Greifswald-Blog.de seine Datenbank zur Verfügung.

Ab sofort habt ihr oben unter dem Punkt „Kulturmodul“ die Möglichkeit die wichtigsten Termine der nächsten zwei Tage zu checken.

Dieses Feature wird in den nächsten Tagen weiter ausgebaut. Dann könnt ihr voraussichtlich die nächsten sieben Tage im Voraus und / oder nur bestimmte Kategorien (etwa „Party“ oder „Bühne“) auswählen.

Wenn Ihr eigene Termine habt, könnt ihr diese – wie schon bisher – bei Kulturmodul direkt eingeben. Sie werden automatisch auch hier im Uni-Greifswald-Blog erscheinen.

Achtung: Noch werden die Daten live eingeladen, was etwas Ladezeit in Anspruch nimmt. Hier ist noch eine Vorspeicherung geplant an der wir diese Woche arbeiten.

Mein Dank geht an Kulturmodul (Sascha & Maik), sowie an Mirko für die Anpassung an diese Website.

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Übrigens: Nachdem wir gestern den Startschuss für unser Projekt gaben und es an der ganzen Universität bewarben, schossen unsere Zugriffszahlen nach oben. Über 1000 Leser besuchten uns allein gestern und klickten dabei auf über 4000 Artikel. Anbei eine Grafik, die die Veränderung zeigt.

Ebenfalls konnten wir viele neue Kommentare registrieren. Auch neue Redakteure meldeten sich bei uns an, was uns besonders freut. Deshalb wird es nächste Woche eine erste Redaktionssitzung geben. Wenn ihr dabei sein wollt, klickt hier.

Für Euer Feedback sind wir weiterhin offen! Nutzt also kräftig die Kommentarfunktion und erzählt uns, was Euch gefällt und was nicht.

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Kandidaten für OB-Wahl stellten sich Studierenden und Bürgern

Am Mittwochabend von 20.00 bis 22.15 Uhr fand eine von Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) organisierte Podiumsdiskussion im Hauptgebäude der Universität statt. Eingeladen waren die fünf Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am Sonntag: Amtsinhaber Dr. Arthur König (CDU), Rainer Mutke (SPD), Dr. Ulrich Rose (Bündnis 90/Die Grünen), Birgit Socher (DIE LINKE) und Olaf Tammert (parteilos). Die Diskussion wurde von den beiden Moderatoren. Der AStA-Vorsitzende Thomas Schattschneider und der Co-Referent für hochschulpolitische Bildung Alexander Köcher führten als Moderatoren durch die Themen geführt.

Beinahe hatte man erwartet, dass sich die Darstellung der einzelnen Kandidaten während der Diskussion ganz dem Wahlkampf unterordnen würde. Es war eine positive Überraschung, dass die Anwärter auf den begehrten Posten an der Stadtspitze stets informativ und sachlich blieben und nur sehr selten die Wahlkampf-Rhetorik auffuhren. Besonders der bereits im Vorfeld kontrovers diskutierte WVG-Teilverkauf war ein Thema, in dem Oberbürgermeister König die Chance zur städtischen Schuldenfreiheit sah. Er sehe keine Alternative zu einem zeitnah ausgeglichenen Haushalt. Die Kandidatin der Linken, Birgit Socher, bezeichnete den Gewinn beim kurzfristigen Verkauf als „verbranntes Geld“ und wies darauf hin, dass sich ein privater Investor nicht ohne ein gewisses Mitspracherecht abspeisen ließe. Auch die Kandidaten der SPD und der Grünen hatten starke Bedenken, da sehr viele Mieter betroffen seien und mit dem Teilverkauf auch das Prinzip der Daseinsvorsorge beschnitten würde. Trotz der Argumente Arthur Königs blieb die Gewissheit, dass das Gewinninteresse privater Investoren dem Anspruch der WVG, bezahlbaren Wohnraum zu bieten, vollkommen zuwider laufen würde.

In diesem Sinne wurde auch über das Problem des knappen Wohnraums (besonders für Studenten) diskutiert. So gab König zu, dass man sich bei der Bevölkerungsentwicklung „etwas verschätzt“ und deshalb zu viele Wohnungen abgerissen hätte. Er musste sich den Vorwurf von Dr. Rose gefallen lassen, er hätte in Sachen Wohnungsrückbau und –sanierung „die Braut aufgehübscht, um sie zu verheiraten“, also teurer verkaufen zu können. Ein weiteres Problem sieht Rose in der Verkehrssituation, die er bewusst zurückhaltend als „ausbaufähig“ bezeichnete. Hier konnte der parteilose Greifswalder Olaf Tammert bei den Zuhörern punkten, als er die Einführung preiswerter Bustickets zu Hauptverkehrszeiten forderte. Neben verschiedenen Fragen zur weiterhin schlechten Lage der von Hartz-4-abhängigen Kinder, die man besonders bei SPD, Linkspartei und Grüne mit konkreten Hilfen wie kostenlosem Mittagessen verbessern möchte, ging es auch um den Sport in Greifswald. Die Einführung der Mitbeteiligung von Vereinen an den Kosten für Hallen und Sportplätze wurde kritisiert, während man sich bei der besonderen Förderung für den Greifswalder Fußball nicht ganz einig war. Während Tammert für eine Gleichbehandlung aller Vereine plädierte, erinnerte die Kandidatin der Linken Socher daran, dass der Großteil der Kinder und der Jugend fußballbegeistert sei und dieser Sport nun einmal Tradition habe. Nur die Zusammenlegung des Sportsausschusses mit anderen Ausschüssen komme einem Bedeutungsverlust gleich, der „sehr schade“ sei. Der Oberbürgermeister, der maßgeblich an der Erarbeitung der Richtlinien zur Neubehandlung der Vereine beteiligt gewesen war, erhielt somit zumindest teilweise Unterstützung aus dem linken Lager. Es bleibt abzuwarten, ob auch in der Greifswalder Bürgerschaft in Zukunft angeregtes Diskutieren herrscht, denn dann kann man auf ein Vorankommen hoffen – die kommende Wahl wird jedoch die Weichen für die nächsten 7 Jahre stellen.

Geschrieben von Daniel Förster