von Jabbusch | 26.04.2008

Gestern stellte die Journalistin und Autorin Andrea Röpke im Soziokulturellen Zentrum St. Spiritus in Greifswald ihr Buch „Ferien im Führerbunker“ vor.
Aus Angst vor politischen Übergriffen der rechten Szene wurde die Veranstaltung öffentlich nicht beworben. Stattdessen wurde via E-Mail Verteiler dazu eingeladen. Auch sonst zeigten sich die Veranstalter besorgt. Auf der Straße hielt man Ausschau nach potentiellen Störern und die Polizei schaute „routinemäßig“ vorbei.
Auch die Zuhörer waren nervös. Ein OZ-Fotograf wurde von mehreren Gästen im Publikum gebeten sie nicht zu fotografieren. Man sei besorgt von Nazis später in der Zeitung erkannt zu werden.
Der Vortrag bestätigt die Sorgen. Die Neonaziorganisation „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) (Wiki-Eintrag) gilt als gefährlich und militaristisch. Sie sei vermutlich auch bewaffnet. Besonderes Augenmerk des Vortrags lag auf den Aktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern und auch Greifswald, wo die HDJ sehr aktiv sei. Genannt wird beispielsweise Frank Klawitter, in der Szene liebevoll „Führer von Greifswald“ genannt. Er wohnt im Stadtteil Ladebow. (mehr …)
von Archiv | 25.04.2008
Es gibt eine Bundes-Innovationsinitiative Neue Länder mit dem Titel ?Unternehmen Region?. Im Rahmen dieser Initiative präsentierten das Zentrum für Innovationskompetenz plasmatis (Plasma plus Zelle) am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. Greifswald sowie das Zentrum HIKE Humorale Immunreaktionen bei kardiovaskulären Erkrankungen an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald am 22. und 24. April 2008 vor einer international besetzten Expertenjury ihre entwickelten Strategiekonzepte erfolgreich.
Beide Zentren für Innovationskompetenz werden in den kommenden fünf Jahren Bundesförderungen für ihre Nachwuchswissenschaftler, die ihre interdisziplinären Forschungsprojekte in Arbeitsgruppen verwirklichen, erhalten.
Kultusminister Henry Tesch brachte seine Freude und Anerkennung zum Ausdruck: ?Ich freue mich, dass aus unserem Bundesland gleich zwei Projekte von einer internationalen Jury für förderungsfähig befunden wurden und damit die beiden Standorte in Greifswald eine Anerkennung und zusätzliche Unterstützung erfahren. Damit erhoffe ich mir weitere sehr gute Forschungsergebnisse der Nachwuchsforschergruppen.?
Damit liegen zwei von insgesamt acht zur Förderung vorgesehene Zentren in Mecklenburg-Vorpommern. Ebenfalls zwei Zentren befinden sich jeweils in Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie jeweils eines in Brandenburg und in Thüringen.
Geschrieben von Katrin Schwarz (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung M-V)
von Archiv | 25.04.2008
Die Öffnungszeiten des im November eröffneten Informationsbüros in Lubmin wurden geändert. Ab sofort sind die Mitarbeiter von DONG Energy jede Woche dienstags und mittwochs von 14 bis 18.30 Uhr und donnerstags von 8 bis 12 Uhr wie gewohnt in der Villenstraße 6 erreichbar.
„Das Informationsangebot ist sehr gut angenommen worden. Deshalb haben wir nun etwas länger geöffnet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns weiterhin über Fragen und Anregungen zu unserem Projekt”, sagt Peter Gedbjerg, Projektleiter Kraftwerke Greifswald.
Zusätzlich können sich Interessierte auch außerhalb der Öffnungszeiten über einen Infokanal im Schaufenster des Büros über das Kraftwerksprojekt informieren. Über diesen Bildschirm werden Hintergründe zum Projekt, Baupläne und Ansichten des Kraftwerks sowie Informationen für Bewerber rund um die Uhr präsentiert.
Geschrieben von Sebastian Kehr
von Jabbusch | 25.04.2008
Die Aktivitäten der faschistischen Aktionsgruppe in Greifswald nimmt weiter zu und lässt keine Mögichkeit aus auf sich aufmerksam zu machen:

Dieses Foto schickte uns eine aktive Leserin heute zu (Danke!). Auf dem Schild ist der Name des Vernichtungslagers Auschwitz als Richtungsangabe zu lesen. Über die neue aktionistische, rechtsextreme Gruppen hatten wir bereits hier ausführlich berichtet.
Zu lesen war zudem gestern im Nachrichtenticker folgende erschreckende Nachricht:
„Greifswald (ddp) Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Mittwoch das Greifswalder Rathaus mit einem Hakenkreuz und einen gegen Oberbürgermeister Arthur König (CDU) gerichteten Schriftzug beschmiert. Auf die Fassade waren die deutlich lesbare Zeile “Verräter, König köpfen” und daneben das Nazisymbol in schwarzer Farbe aufgebracht worden, wie die Polizei mitteilte. Ermittelt wird jetzt wegen Sachbeschädigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.“
Danke auch hier an einen Leser für den Hinweis.
von Jabbusch | 24.04.2008
Schlechte Nachrichten für alle Mensa-Gänger: Das Studentenwerk Greifswald erhöht zum 1. Mai in den Mensen die Preise für alle Hauptkomponenten um 10 Cent und für alle Beilagen um 5 Cent. Zur Begründung heißt es:
„Die Kosten der Herstellung des Mensaessens werden erwirtschaftet durch die Verkaufserlöse sowie durch Zuwendungen des Landes. Diese Zuwendungen stagnieren seit Jahren. Dagegen sind die Kosten für den Wareneinsatz (also Lebens-mittel), das Personal (bedingt durch die Überleitung in den neuen Tarif der Länder TV-L) sowie Energie im letzten Jahr stark gestiegen.
Vor dem Hintergrund stagnierender Zuschüsse und gestiegener Kosten ist zur Steigerung der Verkaufserlöse die Preiserhöhung notwendig.“
Eine normaler Gang in die Mensa wird also um ca. 15 Cent teurer. Das Essen bleibt damit auch weiterhin vergleichsweise preiswert.
Quelle