von Archiv | 28.01.2008
Heute Abend ist im Caspar-David-Friedrich-Institut die Vernissage der Ausstellung ?M wie Material?.
Ab 20 Uhr präsentieren Studierende des Instituts experimentelle künstlerische Arbeiten, die sich mit den Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft auseinander setzen. Diese waren seit jeher bestimmend für die menschliche Existenz, sowohl aufgrund ihrer nützlichen Eigenschaften also auch ihrer mystischen und symbolhaften Bedeutungen. Ihre Farbe, Haptik, Aggregatzustände sowie Temperatur sind Eigenschaften, die auch für die Gegenwartskunst relevant sind.
Interessierte können die Ausstellung vom 29. Januar bis zum 01. Februar täglich von 10-16 Uhr besuchen.
von Archiv | 28.01.2008
Eines hatten die Uraufführung am 25. Juni 1840 in Leipzig und das Konzert des Universitätschores und des –orchesters mit Felix Mendelssohn-Bartholdys „Lobgesang“ im Dom St. Nikolai am vergangenen Samstag gemeinsam: das ungeteilte Wohlwollen des Publikums. Denn selten war die Bestuhlung des Mittelschiffes des Gotteshauses bis unter die Orgelempore von Zuhörern restlos besetzt. Bereits eine halbe Stunde vor dem Auftritt begann die eifrige Suchen und das harte Feilschen um gute Plätze.
Verwundern mochte dann allerdings der Einzug des Dirigenten mit den drei Solisten. Längst war Max Regers klangmächtige Fantasie und Fuge über die Töne B-A-C-H für Orgel im Raum verhalt als sich diese letzten Mitwirkenden ohne begrüßenden Applaus zur zweiten Programmhälfte einfanden. Universitätsmusikdirektor Harald Braun quittierte es beim Gang zum Pult mit einem fast unmerklichen Schulterzucken. Nicht wenig stand bei dieser Premiere zur Debatte. Denn erstmals wirkten der Universitätschor und das Universitätsorchester gemeinsam in einem Konzert. Seit vergangenem Mittwoch probten beide Klangkörper zusammen auf den Termin hin und warben mit Mendelssohn-Bartholdys romantischen Sinfonie-Kantate op. 52 gemeinsam um die öffentliche Gunst.
Für den Komponisten stellte das Auftragswerk aus Anlass des Leipziger Gutenbergfestes im Jahre 1840 eine Offenbarung dar. Für die in der Romantik geforderte Verbindung von Wort und Musik fand er erstmals für sich nach eineinhalb Jahrzehnten des Misserfolges eine passende Form und das befriedigende Lob der Konzertgänger. Der Schatten einstiger Sinfonieprojekte lastete nicht mehr auf ihn, sondern wandelte sich in einen raschen Abschluss oder Umarbeitungen.
Weit mehr als einen Achtungserfolg gelang dem Universitätschor und dem Universitätsorchester mit Werk für Soli, Chor und Orchester nach Worten der Heiligen Schrift. Herrlich baute sich unter dem Dirigat Harald Brauns die erst nächtliche Verzagtheit zu einem lichten Jubel im Schlusschor auf. Jana Reiner stach unter den Solisten mit ihrem wunderbar wärmenden Sopran heraus. Kämpfte Sven Erdmann gelegentlich gegen die Klanggewalt des Orchesters an, so fehlte Daniela Helten trotz des schönen Ansatzes letztlich die Tragweite einer ungerührt frei strömenden Stimme. Stürmisches Klatschen dankte am Ende für einen geistreichen Hörgenuss. Bravo!
Geschrieben von Uwe Roßner
von Archiv | 28.01.2008
Vorträge im Rahmen des Berufungsverfahrens für die W3-Professur Neuere Deutsche Literatur und Literaturtheorie
Am Montag, den 28. Januar, finden im Konferenzsaal des Hauptgebäudes der
Universität in der Domstraße 11 ab 8.15 Uhr die Vorträge im Rahmen des Berufungsverfahrens für die W3-Professur für Neuere Deutsche Literatur und Literaturtheorie am Institut für Deutsche Philologie statt. Die von sämtlichen Bewerbern für die neu zu besetzende Stelle an die Universität Greifswald geladenen sechs WissenschaftlerInnen werden öffentliche Vorträge zu Themen aus der Neueren Deutschen Literatur/Literaturtheorie halten. An jeden Vortrag schließt sich eine öffentliche Diskussion an.
von Archiv | 28.01.2008
Enttäuschende Inszenierung von „Sofies Welt“ als Gastspiel des mecklenburgischen Landestheaters Parchim in Greifswald
Auf einem Friedhof vor einer Kirche findet die erste Begegnung der Protagonistin Sofie Amundsen mit ihrem „Philosophielehrer“ Alberto Knox statt. Der Ort ist der Inszenierung Anlass, das Christentum im Mittelalter zum Thema zu machen. Eine Stimme, die aus der Kirche tönt, erinnert Sofie in dramatischem Tonfall an die Unmöglichkeit, Gottes Nichtexistenz zu beweisen. In der nächtlichen Szenerie soll Sofie „ihren Glauben prüfen“. Und mitten im folgenden Redeschwall Albertos über Thomas von Aquin und Kirchenvater Augustinus betritt kein Geringerer als Karl Marx die Bühne. Wütend zerstört er das Kreuz der Kirche und herrscht Sofie an, sie möge arbeiten. Und so wurde das Publikum Zeuge einer Fließbandproduktion von Stoffkaninchen auf der Bühne.
Nicht weniger plakativ kam das gesamte Stück „Sofies Welt“ als Gastspiel des mecklenburgischen Landestheaters Parchim bei der Premiere am 24. Januar in Greifswald daher. Mit unkommentierten Zitaten aus philosophischen Schriften, die von Größen wie Sokrates, Augustinus oder Nietzsche vorgetragen werden, war dem philosophischen Laien kaum und den jüngeren Zuschauern schon gar nicht geholfen. Philosophische Fragen, mit denen auch das philosophische Interesse der Sofie in der Romanvorlage von Jostein Gaarder geweckt wird, werden zwar angerissen, verlieren sich jedoch in unbefriedigenden Scheinantworten, die jede Tiefe vermissen lassen. Ohne Fingerspitzengefühl wird der Zuschauer von Epoche zu Epoche gezerrt.
Die einzige Erkenntnis nach dem Stück ist wohl, dass der klar im Vorteil war, wer die Romanvorlage kannte, denn die Rahmenhandlung von Sofie und ihrer Bekanntschaft mit Alberto Knox, den ersten philosophischen Briefen, die sie von ihm bekommt und den Postkarten an Hilde, die in Sofies Briefkasten landen und ihr Rätsel aufgeben, ist aus dem Stück kaum rekonstruierbar.
Nach Ende des Stückes kommentierte das Publikum die Inszenierung mit verhaltenem Applaus und ging mit vielen Fragen nach Hause – doch leider wohl kaum philosophischen.
Geschrieben von Helke Vangermain
von Jabbusch | 27.01.2008
Dieser Blog soll ja, wie ihr wisst, Mitte April richtig starten. Bis dahin, braucht die Website noch einen richtigen Namen und eine einfache, einprägsame Internetadresse. Derzeit ist die Website unter stupa.sebastianjabbusch.de und stupagreifswald.blogspot.com (ohne Werbung) zu finden und heißt abweichend davon StuPa Info Blog.
Habt ihr alternative Ideen für einen etwas kreativeren Namen und URL? Dieser kann ruhig über das „StuPa“ und den Bereich „Politik“ hinausgehen. Postet Eure Vorschläge / Ideen bitte in die Comments oder schickt ihn per E-Mail an jabbusch @ gmx. de. Danke!