von Archiv | 18.12.2006
„Ja, ich hasse, ich hasse innig und heiß“ […] „Wie sollte der Mann nicht hassen, der in der Welt etwas tun und wirken will? Denn welcher Mensch kann lieben ohne Haß? Und ich liebe mein Vaterland und seine Ehre über alles. Darum rufe ich meinen Zorn aus vor Göttern und Menschen; darum will ich hassen auf Leben und Tod.“
[zitiert nach: Gustav Sichelschmidt: „Preußische Köpfe, Ernst Moritz Arndt“, Berlin 1981, 6. Kapitel, S. 72]
Es gibt in jeder Ausgabe des moritz den „Arndt des Monats“, in dem das jeweils angeführte Zitat Ernst Moritz Arndts einen kurzen, aber erschreckenden Einblick in die Gedankenwelt dieses Mannes geben soll. Heureka!
Geschrieben von Ernst Moritz Arndt
von Archiv | 18.12.2006
Beim lettischen Weihnachtsfest spielt das Essen eine entscheidende Rolle. Es ist wichtig, dass man neun unterschiedliche Gerichte isst. Darunter müssen auch graue Erbsen, Piroggen und Braten sein. Wenn man dies isst, wird das kommende Jahr ein reiches sein. Die Erbsen werden gegessen, damit man im neuen Jahr nicht weinen muss. Traditionell essen viele Letten auch Schweinenasen.
In Lettland gibt es aber auch einige alte Weihnachtsbräuche. Auf dem Land zieht man einen Balken durch das Dorf, der am anderen Ende brennt. Der Balken symbolisiert alle Schwierigkeiten und Probleme des vergangenen Jahres. Man zieht ihn durch das ganze Dorf und verbrennt in dann am letzten Hof. Die Weihnachtszeit ist in Lettland auch die Zeit des Karnevals. Man verkleidet sich als Tier, Zigeuner, Jude oder Stroh und zieht von Haus zu Haus. Die Verkleideten, sie werden „budçïi“ genannt, bekommen an jedem Haus etwas zu essen oder kleine Geschenke. Dies ist das traditionelle lettische Weihnachtsfest. Heutzutage beschränken sich aber viele Leute darauf, nur das althergebrachte Essen zu kochen.
Geschrieben von Baiba Ziemule, Germanistik-Studentin aus dem lettischen Riga
von Archiv | 18.12.2006
Der Beginn der schwedischen Weihnachtszeit wird mit dem ersten Advent und dem Luciafest am 13. Dezember eingeläutet. Mit einer Krone brennender Kerzen ziehen Ebenbilder Lucias als Lichterköniginnen durch öffentliche Einrichtungen.
Mit feierlichen Gesängen wird die Rückkehr des Lichts angekündigt.
Die Zeit bis zum Heiligen Abend verbringt man damit, Plätzchen zu backen und das Haus zu dekorieren. Dazu genießt man ein Schlückchen Glögg, ein schwedischer Glühwein mit Mandeln und Beeren.
Am Tag vor Heiligabend macht sich dann die ganze Familie auf, den perfekten Weihnachtsbaum zu finden. Dabei wird ein hoher Anspruch an den Tag gelegt, welchen der Schwede übrigens an das gesamte Fest stellt. Man wünscht sich Schnee, das Haus soll vorbildlich geschmückt sein, am besten noch stattlicher als das des Nachbarn! Ist der Weihnachtsbaum dann mit Lametta, Kugeln und schwedischen Flaggen geschmückt, macht man sich am Vormittag des Heiligabends auf, Verwandte und Freunde zu besuchen.
Um 15 Uhr findet man auf den Straßen Schwedens gespenstische Ruhe vor. Groß wie Klein versammeln sich vor dem Fernseher, um „Kalle Anka“ (der schwedische Donald Duck) zu schauen – Pflichtprogramm à la „Dinner for One“! Anschließend beginnt der eigentliche Höhepunkt des Abends, das Julbord (weihnachtliches Büffet) wird eröffnet. Dieses ist reichlich gedeckt mit Fleischklößchen, Salaten, Leberpastete, Lachs, Rotkohl und natürlich dem Weihnachtsschinken.
Der traditionelle Tanz um den Christbaum findet entweder vor oder nach dem Julbord statt. Anschließend werden die Geschenke geöffnet. Dem Jultomte, einem kleinen Weihnachtszwerg, wird eine Schüssel mit Brei vor die Tür gestellt. Er soll das Haus bewachen und die Familie beschützen.
von Archiv | 18.12.2006
Bei uns im Iran feiern wir Weihnachten nicht, weil wir ein muslimisches Land sind. Ich finde Weihnachten sehr schön und seit zwei Jahren feiere ich es mit meiner deutschen Familie. Ich finde besonders den 24.12. (Heiligen Abend) sehr schön, weil ich unglaublich viele Geschenke kriege.
Ich gehe auch mit meiner Familie in die Kirche, dort singen wir zusammen Weihnachtslieder. Am 23.12. schmücken wir den Tannenbaum. Natürlich habe ich für alle meine Freunde, Verwandte und Bekannte Geschenke.
Ich freue mich nicht nur, weil ich die Weihnachtsdekoration schön finde, sondern weil an diesem Tag Jesus geboren ist und das muss man respektieren.
Heute ist der 1. Dezember und ich verreise in eine andere Stadt, mit meiner Familie Plätzchen backen. Uhmm, sie schmecken lecker! Wollt ihr auch probieren?Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest!
Geschrieben von Mahsa, Kommunikationswissenschaft/
von Archiv | 18.12.2006
In Russland kommt Weihnachten nach Silvester, denn das russische Weihnachtsfest findet erst am 7. Januar statt.
Weihnachten wird bei uns nicht so „extrem“ wie in Deutschland gefeiert. Es ist ein religiöses Fest und da wir nicht religiös sind, feiern wir es auch nicht so sehr und gehen nur selten in die Kirche.
Die Kinder bekommen aber Geschenke von Ded Moros – Väterchen Frost. In Russland werden dann „russische“ Weihnachtsmärkte geöffnet. In der Mitte steht ein riesengroßer Weihnachtsbaum und Väterchen Frost begrüßt alle. Alles sieht aus wie eine Art Eispalast. Die Leute singen, tanzen, amüsieren sich. Also verwandelt sich die Weihnachtsfeier so in ein Verwandtschafts- und Freundestreffen.
Nicht Weihnachten, sondern Silvester ist der wichtigste Festtag in Russland. Silvester wird mit einem üppig geschmückten Tannenbaum, der im Russischen „Jolka“ heißt, und am reich gedeckten Tisch mit Freunden oder Verwandten gefeiert.
Nach den Feiertagen beginnt der Alltag wieder. Aber die Feier ist noch nicht zu Ende. Für wen die Zeit vom Neuen Jahr bis Weihnachten nicht genug war, bietet der Russischen Kalender noch eine Möglichkeit das „Neue Jahr“ zu feiern, nämlich am 13. Januar. Es wird in Russland „Altes Neues Jahr“ genannt. Es ist kein offizieller Feiertag mehr und manche haben schon den Tannenbaum entfernt, aber er wird trotzdem gefeiert. Einfach so, aus der Tradition heraus. Die Russen feiern grundsätzlich gern; und warum nicht, wenn der Kalender noch eine Gelegenheit zum Feiern bietet. Für viele Leute ist es der Tag, an dem sie den Tannenbaum endlich abmachen. Das neue Jahr beginnt endgültig.