von Archiv | 23.01.2006
Die Universität hat eine neue Internetseite
Am 13. Dezember 2005 um 16 Uhr war es so weit – Die neue Homepage der Universität Greifswald war fertig und ging online! Damit hat sich die Uni zum diesjährigen 550. Jubiläum selbst ein längst überfälliges Geburtstagsgeschenk gemacht. Sicherlich ist die Seite bei der Handhabung noch ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber dennoch kann sie sich sehen lassen.
Lange genug gedauert hat es ja: Seit fast zehn Jahren wurde die Internetseite vom Layout her nicht modernisiert und mitunter ein wenig stiefmütterlich behandelt. Aber als sich im Herbst 2004 eigens dafür eine universitätsinterne Kommission gründete, kam endlich frischer Wind und neue Energie in die zum Teil festgefahrene Angelegenheit.
Die vorangegangene Bemühungen, eine neue Internetseite zu gestalten, versandeten aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen Rektorat und dem inzwischen entlassenen Leiter der Pressestelle, Dr. Edmund von Pechmann. Erst die Kommission schaffte es innerhalb eines halben Jahres, die Ausschreibung zu tätigen und den Auftrag zur Neugestaltung der Uni-Homepage zu vergeben. Dabei machte es sich die Kommission nicht leicht. Die Bewerber mussten mehrere Runden durchlaufen bis eine Berliner Firma letztendlich den Zuschlag bekam.
Nach weiteren sechs Monaten kann sich das Ergebnis vom 13. Dezember 2005 sehen lassen: Klarheit und Moderne bestimmen das Design der neuen „Visitenkarte“ und vergessen dennoch die Tradition nicht. Bilder aus dem universitären Leben erhöhen den Wiedererkennungswert und frischen die Seiten optisch auf.
Auch das Motto „Universität der kurzen Wege“ wurde bei der Gestaltung der neuen Internetseite umgesetzt. Mit wenigen Klicks findet man die gesuchten Inhalte – so die Theorie. Jedoch gab es bereits in den ersten Tagen einige kritische Stimmen, die zu Recht bemängelten, dass sich vor allem die Fakultäts- und Institutsseiten nur schwer finden lassen. Obwohl Kommissionsmitglied Stefan Hatz dies schnell beseitigte, indem er der Rubrik „Schnelleinstieg“ den Link „Fakultäten“ hinzufügte, ist die Verlinkung zu den entsprechenden Seiten immer noch mangelhaft. Von einigen Instituten sind nur Fragmente der eigenen Seiten zu finden. Schade auch, dass das Design von Uni- und Instituts-Homepages nicht einheitlich gestaltet ist. Dabei wäre jetzt die Chance dazu gewesen. Doch muss man den einzelnen Fachbereichen ihre Freiheit der persönlichen Gestaltung ihrer Seiten zugestehen.
„Die neue Homepage ist ein wesentlicher Fortschritt – sowohl vom Design als auch von der Funktionalität her“, so Rektor Westermann im Gespräch mit dem moritz. Das neue Content-Management-System ist darauf angelegt, dass die Mitarbeiter ihren Bereich selbständig weiterentwickeln und aktualisieren können. Somit kann die Internetseite unabhängig von Externen gepflegt und gewartet werden.
Die nächste Aufgabe ist die Erstellung einer englischen Version, die leider noch auf sich warten lässt. „Das stimmt, aber alles kostet Zeit und Geld. Und wenn man kein Geld hat, kostet es mehr Zeit“, so Westermann. Dennoch soll eine Übersetzung der Homepage keine Vision bleiben und wenn alles klappt wie geplant, wird es die englische Homepage bis zum Uni-Jubiläum geben. Es schweben sogar Ideen durch die Köpfe der Verantwortlichen, die Hauptseiten auch in die Sprachen der Nachbarländer zu übersetzen.
Geschrieben von Verena Lilge
von Archiv | 23.01.2006
StuPa verabschiedete Haushaltsplan 2006
Mitte Dezember des vergangenen Jahres verabschiedete das Studierendenparlament (StuPa) einstimmig den neuen Haushaltsplan für 2006. Somit stehen der studentischen Selbstverwaltung für dieses Jahr circa 277.600 Euro zur Verfügung.
„Rund 166.000 Euro stammen aus den Rückmeldegebühren der Studierenden dieser Universität“, erklärt der Finanzreferent des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), Martin Hackober. Denn von den 50,50 Euro kommen jeweils acht Euro der studentischen Selbstverwaltung zu gute. „Wie im Vorjahr unterstützen wir wieder Stellen außerhalb der Uni wie Radio 98eins, GrIStuF und das Förderprogramm Studentenclubs“, berichtet er weiter. Aber auch innerhalb der Universität werden die Gelder eingesetzt. Die Vertretung der Studierendenschaft investiert 22.000 Euro in den 550. Geburtstag der Greifswalder Alma mater und außerdem erhält die zukünftige Erstsemesterreferentin Mittel zur Durchführung der Woche Ende März. „Der Haushaltsplan 2006 geht jetzt in die Universitätsverwaltung und tritt in Kraft, wenn der Rektor ihn genehmigt hat“, so Martin Hackober.
Nicht nur die studentische Selbstverwaltung sondern auch die Fachschaften erhalten finanzielle Unterstützung aus den Beiträgen der Studieren-denschaft. „Rund 28 Prozent gehen an die Fachschaften. Das sind also gute 47.000 Euro“, rechnet Martin Hackober vor. Mit diesen Geldern können die Fachschaften zum Beispiel die beliebten traditionellen Frühjahrsbälle organisieren oder andere kulturelle und fachliche Veranstaltungen rund um die Greifswalder Universität. „Der sinnvollen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass die Fachschaften bis zum 31. März bei mir ihre Haushaltsunterlagen von 2005 einreichen, damit sie ihr Geld bekommen“, erklärt der Finanzreferent des AStAs.
Geschrieben von Anja Goritzka, AStA-Co-Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
von Archiv | 23.01.2006
für 3 Personen
Zutaten
1 Glas Pesto alla Genovese
1 Becher Schmand oder Sahne
2 EL Weißwein oder Balsamico Bianco
2 TL Zucker
1 Packung Kochschinken
1 große Zwiebel
500g Spaghetti
Die Zwiebel und den Kochschinken klein schneiden und zusammen in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Wenn die Zwiebeln glasig sind, den Essig oder den Wein hinzugeben und in der Pfanne reduzieren. Nach 2 Minuten die Sahne oder den Schmand hinzufügen und gut mit dem Pesto vermengen. Mit Zucker und Salz abschmecken.
Die Spaghetti in Salzwasser kochen und abgießen. Anschließend Pasta und Pestomischung vermengen und 5 Minuten ziehen lassen. Mit Parmesan oder Basilikum servieren.
Geschrieben von Michael Boortz
von Archiv | 23.01.2006
Der Fachschaftsrat Medizin und seine Probleme
Es gab mal einen Fachschaftsrat Medizin, den gab es offiziell gar nicht. Obwohl gewählt wurde. „Mir fehlten die nötigen Protokolle vom Wahlprüfungsausschuss, um die gewähl-te Fachschaft anzuerkennen“, sagte Alexander Gerberding, AStA Co-Re-ferent für Fachschaftsangelegenheiten und Gremienarbeit, Ende letzten Jahres. So hatte er keinen Nachweis über die Legitimation der Wahl. Was er bekam, waren immer nur Aushänge oder andere Unterlagen. Durch ein Missverständnis Alexanders kam es sogar zu dem Gerücht, er hätte die Protokolle verschlampt. Doch ihm lagen noch immer nicht die richtigen Unterlagen vor. Verständlich, dass der FSR den Kopf hängen ließ und resignierte. Mittlerweile, fast ein Jahr später, sind die Protokolle da und die Medizin hat einen offiziellen Fachschaftsrat.
Über die Gründe, weshalb das so lange dauerte, kann nur gemutmaßt werden. Am nahe liegendsten ist, dass der alte Fachschaftsrat 2004 seine Aufgaben nicht ordnungsgemäß an die Neuen übergeben und ihn sprichwörtlich „ins kalte Wasser geworfen“ hat, als es um die Protokollierung der Wahl ging. Ein weiterer, nicht unerheblicher Grund für die Verzögerung wird sein, dass der FSR kaum erreichbar war und weder auf E-Mails noch auf Anfragen reagierte, sodass Missverständnisse vorprogram-miert waren. Mittlerweile ist eine neue Wahl für Februar angesetzt. Die Protokolle sind schon da.
Bereits die Ausgangslage für die Arbeit des damals noch „inoffiziellen“ FSR war schwierig, denn für die Auszahlung von Geldern ist ein gewählter, anerkannter Fachschaftsrat und ein ordnungsgemäßer Jahresabschlussbericht Voraussetzung. Da Zweiteres zu mehrmaligen negativen Prüfungen führte, wurde das Konto 2004 gesperrt. Bis heute. Das mag nach sturem Bürokratismus klingen, „aber bei der Höhe der verwalteten Gelder ist das nicht hinnehmbar und nicht umsonst haben wir eine Finanzordnung der Studierendenschaft“, rechtfertigt sich Eric Kibler, ehemaliger Finanzreferent beim AStA. Gelder für 2006 könnten nun normalerweise ausgezahlt werden, doch es fehlen noch die Abrechnungen vom letzten Jahr.
Vom AStA ist einstimmig zu hören, dass sowohl Alexander, als auch Eric und Martin Hackober, derzeitiger Finanzreferent, kooperationsbereit seien, doch der Fachschaftsrat Medizin stehe in der Bringepflicht, um die Sachlage zu klären. „Dann sehen wir weiter, aber es wird sich schon eine Lösung finden“, gibt sich Martin optimistisch.
Trotz aller Schwierigkeiten hat der Fachschaftsrat 2005 gute Arbeit geleistet. Für die Medizinstudenten im ersten klinischen Jahr boten sie per Vorauskasse den Verkauf von Reflexhämmern und Stethoskopen an, sorgten für die Verteilung von Kitteln und organisierten sogar den Medizinerball für alle Mediziner, der ein voller Erfolg gewesen sein soll.
Und auch die Kommunikation zwischen den studentischen Vertretern des Fachschaftsrates und den Dozenten funktioniert gut, was umso erstaunlicher ist, da die Hauptursachen für die Probleme mangelnde Gesprächsbereitschaft und Kommunikationsbarrieren zu sein scheinen.
Dieser Artikel hätte ausgewogener sein können, doch aufgrund wiederholter geplatzter Termine und Unerreichbarkeit war ein Interview mit dem Fachschaftsrat nicht möglich.
Geschrieben von Katarina Sass
von Archiv | 23.01.2006
Über die Studienbedingungen an der Universität Greifswald ist bereits viel gesprochen worden. Offensichtlich noch nicht genug. Deswegen will die Fachschaftskonferenz, bei der alle Vertreter aller Fachschaftsräte zusammenkommen, noch weiter darauf eingehen. Nahaufnahmen vom Juristischen Instiitut hätten ebenso gut auch in den meisten anderen Instituten gemacht werden können. Wie in der Nordistik, bei der das Gebäude zusammenbrechen würde, gäbe es nicht inzwischen feuerpolizeiliche Beschränkungen, die die Anzahl der Personen, die gleichzeitig im Gebäude sein dürfen, festlegt. Zu dumm nur, dass diese Zahl bei 150 liegt. Gar kein Problem, es gibt ja schließlich nur circa 400 Studierende am Nordischen Institut.
Doch sind es ja nicht alleine die bau-lichen Mängel, die das Studieren „ein wenig“ erschweren, sondern vor allem die Lehrsituation selbst.
Überfüllte Lehrveranstaltungen an allen Instituten, in denen man sich manchmal nur ein paar Zentimeter neben dem Lehrenden oder dem verdreckten Heizungsrohr auf dem Boden wieder findet, sind dabei schon der Normalfall.
Es kann aber auch vorkommen, dass man erst gar nicht zu den Veranstaltungen gehen muss, da sie auf Grund von Lehrkräftemangel nicht stattfinden. Für die Klausuren, die man in diesen Fächern schreiben soll, ist es dann natürlich von Vorteil autodidaktische Fähigkeiten zu besitzen.
Diese kann man sich in der Regel in den Fachbibliotheken aneignen, sofern diese auch länger als vier Stunden pro Tag geöffnet haben. Schade für die Altertumswissenschaften bei denen es nicht so ist.
Sollte man sich dazu entschließen, oder sich im Rahmen seines Studienfaches dazu entschließen müssen, an unserer Universität eine Sprache zu erlernen, kann man mit vielen Gleichgesinnten rechnen, so dass man sich in gemütlicher Kuschelatmosphäre mit 100 bis 180 anderen Studierenden mehr oder eher weniger intensiv dem Spracherwerb widmen kann.
Sollte Ende Januar das neue Lan-deshochschulgesetz in Schwerin verabschiedet werden, verschlechtert sich die Situation der Universität zusätzlich. Denn mit diesem wird der Uni die Autonomie genommen, universitätsinterne Entscheidungen zu fällen. Und ob ein Ministerialbeamter besser weiß, wo die Probleme liegen, ist fraglich.
Wir sind dann abhängig von der Landesregierung, die den Hochschulen im Moment offensichtlich nicht besonders wohl gesonnen ist.
Geschrieben von Anna Schulze und Katja Gäbler (Vorsitzende der Fachschaftskonferenz)