Alle Artikel mit dem Tag: Theater

TITEL „Sugar – Manche mögen’s heiß“ von Jule Styne

Geschrieben von | Veröffentlicht am 21. Dezember 2008 um 14:49 Uhr

Travestie in Greifswald

Chicago in den späten 1920ern Jahren. Die beiden arbeitslosen Musiker Joe (Hannes Rittig) und Jerry (Markus Voigt) geraten in das Visier des Mafiabosses Gamasche (Marco Bahr) und müssen die Stadt verlassen, um ihr Leben zu retten. Um sicher entkommen zu können, verkleiden sie sich als Frauen und schließen sich einer Mädchenband auf ihrem Weg nach Florida an. Während ihrer Reise verlieben sich beide in die hübsche Sängerin Sugar (Marta Dittrich), die natürlich nichts von ihrer wahren Identität wissen darf und selbst eigentlich von einem Millionärssohn träumt.

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TITEL Theater – „Goldberg-Variationen/Le Sacre du Printemps“ von Ralf Dörnen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 21. Dezember 2008 um 14:18 Uhr

Gegensätze sind vereinbar

Der Schüler (Ion Beitia) sitzt konzentriert am Klavier und versucht verzweifelt die Anfangsarie der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach zu spielen. Obwohl er es aufgibt zu üben und verärgert geht, verbreitet sich zunehmend Stille mit einer spürbaren Vorfreude im Publikum aus.

Die Solistin des Abends, Annika Treutler, Studentin der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, nimmt den Platz am Klavier ein und beginnt mit ihrer Interpretation der berühmten Goldberg-Variationen. Bach komponierte diesen Klavierzyklus im Jahre 1741, der seitdem als Musterwerk im Musikalter des Barock gilt. Mit der grellen und trotzdem angenehmen Lichteinstellung wird für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Saal gesorgt, die während der Aufführung nicht wegzudenken ist.

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Freitag: Horror & Indierock auf der Bühne

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Oktober 2008 um 20:33 Uhr

Das Studententheater Greifswald präsentiert am 31. Oktober um 20 Uhr in der Mensa am Schießwall das Theaterstück „Die Nacht der Puppen”, ein Gastspiel der Freien Bühne Düsseldorf.

Lars Krückeberg, Gründer und Leiter der Freien Bühne Düsseldorf ist verantwortlicher Regisseur des Stücks. Sowohl die Romanvorlage des Spaniers Fernando Arrabal, als auch die szenische Umsetzung des vielgelobten Krückebergs lassen auf schwer verdaulichen, aber mitreißenden Theaterabend schließen.

Ein kurzer Auszug aus der Story:

Protagonist Cavanosa lernt im Park ein junges Mädchen kennen: Ihr gesteht er den Mord an seiner Mutter. Ängstlich und fasziniert zugleich bleibt sie bei ihm. Es entsteht eine Abhängigkeitsbeziehung. Auch seine durch Grausamkeiten geprägte Beziehung zur Mutter enthüllt sich dem Zuschauer nach und nach.

Theaterplakat

Theaterplakat

Die schockierende Inszenierung wird im heimischen Rheinland nach Angaben der Künstler mit positiven Kritiken überhäuft und auch vom Theaterpublikum gefeiert. Das Ensemble klingt vielversprechend: Das Land Nordrhein-Westfalen prämierte zwei Schauspieler als beste Nachwuchsdarsteller 2007.

Sollte jedoch am Reformationstag keine Zeit für einen Theaterbesuch sein, wird es eine weitere Aufführung der „Nacht der Puppen” am Samstag, den 1. November, um 20 Uhr im IKuWo geben.

Ankündigung

Allerdings kann man nur am Freitagabend in der Mensa nach der Aufführung die musikalischen Lokalhelden „Naked Neighbours on TV” und „Pazifika” live erleben. Die Naked Neighbours werden – wie bereits von vergangenen Konzerten bekannt – ihre Musik, die sowohl aus Indie- als auch aus Post-Rock-Elementen besteht, mit Visuals untermalen. Es wird also sowohl akustisch als auch optisch einiges geboten.

Sollte dann noch immer nicht genug sein, findet nach den Konzerten eine Party statt.

Kosten: regulär 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Links zu den Bands:

Link zur Theaterinszenierung:

Kommentar: Was kostet Kultur?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. Oktober 2008 um 23:11 Uhr

Ein kritischer Kommentar zu den anstehenden Kürzungen am Theater Vorpommern

Der Aufschrei ist groß in Greifswald und ganz Vorpommern. Die Kürzungspläne der Landesregierung im Theater- und Orchesterbereich werfen viele Fragen auf, über die Zukunft von Kunst und Kultur in unserm Land. Dies ist auch notwendig, denn neue Lösungen müssen gefunden werden, um in den nächsten Jahren mit weniger Geld auszukommen. Den Untergang des Abendlandes, wie er von manch kritischer Stimme beschworen wird, wird Minister Tesch mit seinen Plänen aber wohl kaum herbeiführen.

Mein letzter Theaterbesuch in Greifswald liegt nun etwa zwei Wochen zurück. Die Karten gibt es für Studenten ab sieben Euro, für „Normalsterbliche” ab elf Euro. Mit Abos geht es noch etwas günstiger – da kann sich wohl niemand beschweren. Und wir alle könnten uns freuen, dass die Vorstellungen so stark subventioniert sind, wenn es denn auch dazu führen würde, dass sie gut besucht sind. Doch dies ist nicht der Fall. Der zu zwei Dritteln leere Saal gähnte mich an, und das obwohl Dürrenmatts „Die Physiker” durchaus das Potential hat alte wie junge Zuschauer zu begeistern.

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Kahlschlag in der Kulturlandschaft

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. Oktober 2008 um 22:00 Uhr

Um das Eckpunktepapier der Landesregierung entwickelt sich ein ganz eigenes Drama…

„Die Landesregierung betrachtet die Sicherung einer hohen künstlerischen Qualität des Theater- und Konzertwesens durch tragfähige personelle und finanzielle Strukturen als einen wichtigen Schwerpunkt der Kulturförderung”,

mit diesen Worten beginnt Bildungsminister Henry Tesch (CDU) seine Landtagsrede zum Thema Theater- und Orchesterfinanzierung. Da will wohl kaum jemand widersprechen und doch ist klar worauf es hinausläuft, denn die Betonung liegt am Ende doch auf dem kleinen Wort „tragfähig“.

Theater Greifswald; Quelle: Theater Vorpommern

Durch den Bevölkerungsrückgang in MV und den damit verbundenen Rückgang der Einnahmen aus dem Länderfinanzausgleich gerät der Landeshaushalt mehr und mehr in Bedrängnis. Nun soll an der Kultur gespart werden. Da über 50 Prozent der Kulturausgaben des Landes in die Theater fließen wird hier zuerst der Rotstift angesetzt. Das Eckpunktepapier „zur Weiterentwicklung der Theater- und Orchesterstrukturen“ sieht daher vor, den bisherigen Zuschuss von 35,8 Mio € bis zum Jahr 2020 einzufrieren. “Keine Kürzung also”, versucht man in Schwerin zu erklären, muss aber gleichzeitig eingestehen, dass aufgrund von Tarifsteigerungen bei gleichbleibender Struktur die Personalkosten bis 2020 etwa um 17 Mio Euro ansteigen werden, die die Theater dann anderweitig aufbringen müssen.

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Premiere von Shakespeares „Was ihr wollt“ im Greifswalder Museumshafen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Juni 2008 um 15:06 Uhr

shakespeare - was ihr wollt

Am Freitag, den 27.06.2008, fand die große Premiere der Shakespeare-Komödie „Was ihr wollt“ auf der Freilichtbühne am Museumshafen Greifswald statt. Das um 1600 entstandene Stück wurde dabei nicht nur durch Schauspiel, sondern auch Choreographie und Musik modern in Szene gesetzt.

Die Geschichte…

Viola und ihr Zwillingsbruder Sebastian erleiden Schiffbruch, werden im Meer getrennt und an der Küste Illyriens angeschwemmt. Beide halten den jeweils anderen für im Meer ertrunken und versuchen nun, sich auf der für sie fremden Insel Illyrien zurechtzufinden. Viola verkleidet sich als Mann und heuert am Hofe Orsinos, des Herzogs von Illyrien, an. Alsbald verliebt sich Viola unsterblich in den Herzog, der jedoch in die schöne und reiche Olivia verliebt ist. Olivia aber will von seinem Werben nichts wissen, so dass Orsino seinen Pagen Viola, die sich jetzt Cesario nennt, zu Olivia schickt, um an seiner statt um sie zu werben. Auch Olivia hält Viola/Cesario für einen Mann und verliebt sich auf Anhieb in ihn. Als dann auch noch Violas/Cesarios Zwillingsbruder Sebastian auftaucht, werden beide für die gleiche Person gehalten und es kommt zu allerlei aberwitzigen Szenen und vielen Verwirrungen…

Moderne Inszenierung mit klassischen Elementen

Schauspieler und Regisseur Matthias Nagatis drückt der Komödie „Was ihr wollt“ mit seiner modernen Inszenierung einen Stempel der Szene aus was ihr wolltLeichtigkeit auf, ohne die melancholischen Momente der Liebe zu vergessen. Immer wieder wird zwischen den überwiegend heiteren und farbenfrohen Szenen – gekonnt umgesetzt durch phantasievolle Kostüme, beschwingte Musik und lebenslustige Tänze – auch die andere, die traurige Seite der Liebe dargestellt. Um die Tiefe der Gefühle, die Shakespeare mit seinen Texten zum Ausdruck brachte, dem Publikum noch näher zu bringen, wurden originale Textpassagen von Andreas Murnau vertont. Die Umsetzung der Melodie mit einer Laute, die Marco Bahr (Narr am Hofe Olivias) eigens für diese Inszenierung zu spielen lernte, schafft dabei das Gefühl einer barocken Zeit, die sich im Wechselspiel mit den vielen modernen Elementen des Stückes befindet. Anspielungen auf die aktuelle Fußball-EM und die Einbeziehung der lokalen Gebäude und Straßen (z.B. Marienkirche, Roßmühlenstraße) gehören dabei ebenso zu der neuen Interpretation wie die teilweise doch recht neu-deutsche Umgangssprache der Figuren, die zur Erheiterung des Publikum beiträgt.

Matthias Nagatis überzeugt jedoch nicht nur mit seiner hingebungsvollen Inszenierung. Auch als Antonio, Sebastians Freund, gelingt ihm eine überzeugende Darstellung, die den anderen Schauspielern in nichts nachsteht. Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus Marta Dittrich, die als Olivias Kammermädchen mit ihrer Quirlichkeit und Liebeslust eine außerordentliche positive Präsenz zeigt. Als Sinnbild der beschwingten Leichtigkeit dieser Komödie stechen zudem insbesondere Markus Voigt und Hannes Rittig hervor, die als die stets betrunkenen Sir Toby Rülps und Sir Andrew Leichenwang nicht nur für Schabernack und jede Menge Spaß stehen, sondern auch perfekte Übergänge zwischen Schauspiel, Ballett und Musik schaffen.

Lest hier, was das Publikum über das Stück denkt…

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MoritzTV: Neue Mai-Sendung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 16. Mai 2008 um 22:44 Uhr

Ab sofort findet ihr bei uns für die nächsten sieben Tage die neue Mai-Sendung von unserem Partner Moritz TV. Darin schnuppert Theaterluft, bewundert die Künste & swingt zur Musik! Die Themen:

  • Umfrage zur Kulturlandschaft in Greifswald
  • Insomnale per Pedale
  • Kurzfilm “Wilberts Traum”
  • Theater-Spezial
  • StartGREIFbar
  • Schüler-Rhetorik-Projekt
  • Krach Record Release Konzert + Musikvideo “Wasting your Time”

Shakespeare open air in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Februar 2008 um 10:42 Uhr

Die Presseabteilung der Ostseefestspiele gab gestern bekannt, was den Kulturfan dieses Jahr auf der Greifswalder Open-Air Musical-Bühne erwarten darf: Aufgeführt wird dieses Jahr Shakespeares Komödie “Was ihr wollt” mit Schauspiel, Ballett und Orchester…

“In einer Atmosphäre aus Schabernack und Freude am Spiel entspinnt sich eine phantasie- und temporeiche Geschichte um die Verwirrung der Charaktere und die Wechselhaftigkeit der Liebe.”

Vor zwei Jahren wurde die neue Musical Bühne durch den Bühnenaufbau weltberühmt, welcher die amerikanische Freiheitsstatur mit bloßen Brüsten und ausgestrecktem Mittelfinger zeigte. Die Enthüllung der Bühne fiel – offiziell zufällig – terminlich sehr Nahe mit dem Besuch von George W. Bush bei Angela Merkel in Stralsund.

Vom 27.6. bis 10.8. sind 13 Vorstellungen geplant. Karten gibt’s hier.

m.trifft… Anton Nekovar, Intendant des Theater Vorpommern

Geschrieben von | Veröffentlicht am 12. Dezember 2005 um 20:34 Uhr

Alter: 55 Jahre.

Sternzeichen: Stier.

Berufsbezeichnung:
Trouble-shooter, Intendant, Geschäftsführer, Regisseur, Schauspieler.

Lieblingsessen:
In netter Gesellschaft fast alles. Nie auf den Tisch kämen Innereien.

Lieblingsmusik:
Jeweils die Oper, die ich
gerade inszeniere.

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