Geschrieben von Christine Fratzke |
Veröffentlicht am 24. März 2010 um 12:10 Uhr
Wer nun keine Prüfungen mehr zu absolvieren hat, fragt sich wahrscheinlich, was mit der neu gewonnenen Freizeit anzufangen ist. Wie wäre es mit einem Besuch des Pommerschen Landesmuseums?
Lichthof des Landesmuseums
Am Mittwoch, dem 24. März, eröffnet dort um 18 Uhr eine neue Ausstellung mit dem ungewöhnlichen Namen „Wolkenkuckucksheim“. Der Titel lässt erahnen, dass es dabei um Architekturvisionen handelt. Schüler des Greifswalder Humboldt-Gymnasiums haben in Workshops, die von Studenten des Caspar-Davids-Friedrich-Instituts geleitet wurden, mit moderner Architektur beschäftigt.
Die Schüler ließen sich aus der Gegenwart anregen und prüften, wie Ästhetik und Nutzen eines Gebäudes in Einklang zu bringen wären. Weitere Unterstützer des Projekts waren die Architekten kammer MV, das Studentenwerk Greifswald, die TANGRAM PlanWerkstatt GmbH, das Architekturbüro Annette Suermann, die Architektin Doreen Geuther sowie der Architekt Frank Bräsel.
Die Ergebnisse werden nun ab Mittwochabend im Lichthof des Museums zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Nur noch bis zum 28. März ist zudem die Ausstellung “Selbst” von Studierenden des Caspar-David-Friedrich-Instituts zu sehen. Weitere Infos dazu gibt es hier.
Geschrieben von Gabriel Kords |
Veröffentlicht am 17. November 2009 um 20:54 Uhr
Im Rahmen des heutigen bundesweiten Bildungsstreik-Tags hat es am Mittag auch in Greifswald eine Aktion gegeben. Gegen 13:13 Uhr besetzten Studenten für gut 10 Minuten die Europakreuzung, sodass der Verkehr sich in dieser Zeit staute. An der “Bildungsstau” genannten Aktion beteiligten sich nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern und der Polizei etwa 400 Kommilitonen und Schüler. Die Kollegen von moritzTV haben dazu bereits einen Videobeitrag online gestellt.
Obwohl es größtenteils friedlich zuging, trat auch die Polizei in Aktion. Von verschiedenen Kommilitonen, die als Organisatoren des Protests vermutet werden, wurden Personalien aufgenommen. Mindestens bei einer Studentin kam es dabei auch zu einer kleinen Rangelei, wie durch einen Youtube-Film dokumentiert wird:
Auf ihrer Homepage schreibt die Polizei nun: “Die Polizei ermittelt jedoch wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, weil die Versammlung nicht angemeldet war.” Zu einer ausführlichen Stellungnahme konnte der webMoritz in der Polizeidirektion niemanden erreichen. In der Blogosphäre und auch bei Twitter gab es hierzu zahlreiche kritische Wortmeldungen, zum Beispiel hier bei “daburna”.
Aufmerksam geworden war die Polizei, nach Angaben von Beamten während der Veranstaltung, durch Hinweise auf die Veranstaltung im Internet. Ob die Beamten in StudiVZ-Gruppen mitlesen, die Greifswalder Twitter-Meldungen verfolgen oder einfach den webMoritz lesen, konnten wir nicht präzise klären. Heute waren an verschiedenen Gebäuden, zum Beispiel der UB, auch kleine Zettel zu sehen, die auf die Aktion hinwiesen.
Inwieweit man diese Veranstaltung noch als Flashmob bezeichnen kann, wurde auch unter den Teilnehmern und mit Polizisten diskutiert. Da die Aktion einen expliziten politischen Hintergrund hatte, sollte sie nach gängigen Definitionen wohl eher als “Smartmob” bezeichnet werden. Fleischervorstadt-Blogger Jockel Schmidt tut das in seinem Beitrag über das Ereignis auch.
Ein solcher Flickenteppich soll später an der Fassade des Gebäudes hängen.
Ob es neben dem Smartmob in den nächsten Tagen noch weitere Aktionen geben wird, ist noch nicht ganz klar. Eine weitere Aktion im Rahmen des Bildungsstreiks sorgte heute für Aufsehen: Studenten der Anglistik “balsamieren” ihr Gebäude, das in desolaten Zustand ist, ein. Dazu soll mithilfe von zahlreichen Stoff-Quadraten ein großer Flickenteppich hergestellt werden, der dann am Gebäude angebracht werden soll. Heute wurde an der Aktion bereits intensiv gearbeitet, wie unsere Fotografin festgehalten hat.
Geschrieben von Alexander Kendzia |
Veröffentlicht am 20. Oktober 2009 um 13:39 Uhr
“Was? Du studierst schon?” -Wer sich dieser Tage in der Vorlesung über die jungen Gesichter gewundert hat, braucht keine Angst zu haben. Nein – es gab keine Bildungsreform, die die Schüler jetzt noch früher auf die Hochschulen schickt. Auch die „Frag mich!”-T-Shirts sollten dich nicht verunsichern. Zurzeit ist das alles ganz normal in Greifswald:
Erste Einblicke in den Hörsaal
Die Uni veranstaltet vom 19 Oktober bis zum 24. Oktober die „Woche der Orientierung“. Hier wird Schülern die Möglichkeit geboten, einmal echte Uni-Luft zu schnuppern und zu prüfen, ob das gewünschte Studienfach wirklich zu ihnen passt.
Auf einer speziellen Seite müssen sich die „Schnupper-Studenten“ registrieren und für die gewünschten Kurse einschreiben. Das Angebot erstreckt sich über alle Fächer und bietet zumeist Einführungsvorlesungen der jeweiligen Fächer an. Die Plätze sind wie im echten Studium begrenzt.
Nur vereinzelt sind die Kurse jedoch ausgebucht. Ob das an fehlendem Interesse oder einer zu großen Zahl an Plätzen liegt, lässt sich wohl erst im Nachhinein feststellen. Neben dem Besuch der Veranstaltungen erhalten die Schüler Studienberatungen und können sogenannten „Schülerguides“ Fragen zum Studentenleben, Freizeit etc. stellen.
Also keine Angst, wenn in der nächsten Vorlesung ein „Schnupper-Student“ neben dir sitzt.
Bild: (Einblick in den HS5 im Audimax) – user “rishon-lezion” via flickr
Unsere Uni sucht einen neuen Rektor: Auf der vergangenen Senats-Sitzung vom 16. Mai wurde die Stellenausschreibung für das Amt des Rektors inhaltlich beschlossen. Nun wird der Text ausgeschrieben.
Seit Jahren ist die Professur für Umweltethik in Greifswald chronisch unterfinanziert. Dieses Versäumnis könnte sich jetzt rächen, da die Uni Kiel Professor Konrad Ott als Leiter eines neuen Lehrstuhls berufen hat. Wir blicken hinter die Kulissen und sprechen mit den Beteiligten.
Tim Burton und Johnny Depp sind ein Garan-Team für lustige und spannende Unterhaltung. Düster, schräg und abgedreht präsentiert sich auch ihr neuester Film “Dark Shadows”, der nur wenig missen lässt. Vielleicht wäre es an der Zeit, mal wieder ins Kino zu gehen?
Diese Überschrift könnte morgen den Lokalteil der Ostsee-Zeitung eröffnen. Möglicherweise wird über einen Autobrand berichtet, der sich heute gegen 14:15 Uhr in der Makarenkostraße ereignet hat.