von Luise Markwort | 05.06.2024
Am Samstag hat der Pride Month begonnen, und somit auch der erste Greifswalder Queere Informations- und Aktionsmonat. Es gibt Parties, Filmabende, Vorträge, einen Trans*-Thementag der Unimedizin, Aktionen und jede Menge Informationen.
Queeres Leben in Greifswald
Am Dienstag, den 4. Juni, fand bereits die Auftaktveranstaltung statt. Auf einer Art queerem Mini-Markt der Möglichkeiten haben sich verschiedene Organisationen und Anlaufstellen für queere Personen (v.a. Studierende) vorgestellt, außerdem wurden die Ergebnisse der Umfrage zu queerem Leben an der Universität Greifswald vorgestellt. (Dazu kommt aber auch noch ein separater Artikel.) Diese erste Veranstaltung lieferte Antworten auf Fragen wie „Wo finde ich Hilfe?“ und „Wo kann ich mich engagieren?“.
Doch falls ihr diese Veranstaltung verpasst habt, keine Sorge, es gibt noch viele weitere Veranstaltungen, sowohl aus dem wissenschaftlichen als auch aus dem kulturellen Bereich. Zu den nichtwissenschaftliche Veranstaltungen gehört der Gender Trouble AG Stammtisch am Freitag, den 07. Juni ab 18 Uhr in ELP3, SR 1.03, der Filmabend zum Film „Pride“ in der Kiste an Donnerstag, dem 13. Juni, Einlass 19:30, der FLINTA* Selbstverteidigungskurs am Samstag, den 15. Juni (hier ist der Anmeldungslink), der Alternative Pride am Sonntag, den 23. Juni, und schließlich die 25 Jahre Gender Trouble AG Jubiläumsparty am Samstag, den 29. Juni im C9.
Vorträge zu Queerness und Gender
Beginnend am Mittwoch, den 5. Juni (18:00, Ernst-Lohmeyer Platz 3, Seminarraum 1.06) gibt es jede Woche mindestens einen Vortrag zu queeren Themen oder Gender. Bei dem ersten Vortrag von Carolin Müller-Spitzer und Samira Ochs geht es um „Gender-inklusive Sprache im Deutschen: Linguistischer Hintergrund, empirische Studien, aktuelle Diskurse“, und Laura Strelow erklärt, wie es mit geschlechtergerechter Sprache an der Uni Greifswald aussieht. Spannendes zum Thema Gender gibt es übrigens auch bei der 24h-Vorlesung am 7./8. Juni (und ein bisschen was Queeres ist bestimmt auch mit dabei, vor allem wenn’s um Vampire geht.)
In der nächsten Woche gibt es gleich zwei Vorträge: „Queer und (Anti-)Kapitalismus“, Vortrag und Diskussion zum Thema des Buches von Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter am Montag, den 10. Juni ab 19 Uhr im Ernst-Lohmeyer Platz 6, Hörsaal 3 und “’There and Back Again‘: West German queer activism in a transatlantic perspective“ von Dr. Sébastien Tremblay am Dienstag, den 11. Juni ab 18:00 im ELP 3, SR 1.06.
Am Mittwoch, den 19. Juni ab 19:00 hält Prof. Dr. Kathrin Horn (Anglistik) einen Vortrag zu „Camp – Kommerz und Kritik in Queeren Medien“ im ELP 6, HS 1, und am Tag darauf gibt es um 20 Uhr im ELP 6, HS 1einen Vortrag mit dem vielversprechenden Titel „Trangender Marxism“, allerdings noch ohne Vortragende*n.
In der letzten Juniwoche gibt es noch einen Workshop von Innawa Bouba zum Thema: „Diversity und Vielfalt: Fassade oder tatsächliche Realität“ am Mittwoch, den 26. Juni um 18 Uhr im ELP 3, SR 1.06, und einen Vortrag über Sexualität und Kolonialismus von Prof. Dr. María do Mar Castro Varela mit dem Titel „Heteronormativität als Zivilisationsprojekt?“ am Donnerstag, den 27. Juni um 18 Uhr im ELP 6 HS 1.
Themen Tag Trans* der Unimedizin
Am Freitag, den 28. und Samstag, den 29. Juni bietet die Universitätmedizin im C_DAT-Center der Universitätsmedizin Seminarraum 1&2 Vorträge zu verschiedenen Aspekten rund um Trans*ness in der Medizin an, mit den Vorträgen „Expert by experience“ (Freitag, 16 Uhr, Daniel Masch), „Trans*affirmative medizinische Begleitung – Bedarfe und Perspektiven“ (Samstag, 12:30 Uhr, Dr. Martin Viehweger) und „Trans* Chirurgie“ (Samstag, 14:30 Uhr, Prof. Dr. Markus Küntscher).
Viel Spaß diesen Monat und happy Pride! 🏳️🌈🏳️⚧️🥳
Das Wichtigste auf einen Blick:
Was? Der Queere Informations- und Aktionsmonat
Wann? 04. – 29. Juni
Wo? In den Unigebäuden sowie an verschiedenen Orten in Greifswald
Mehr Infos? Eine Übersicht über alle Veranstaltungen, sowie Updates findet ihr hier und auf dem Instagram des AStAs.
Beitragsbild: AStA Uni Greifswald, Gender Trouble AG, Gleichstellung Uni Greifswald
Zur Person der*des Autor*in
Angelockt von nordischen Klängen ist Luise für einen Master in Skandinavistik und Kulturwissenschaften aus dem flachen Münsterland ins flachere Vorpommern gezogen. Sie weiß viel zu viel über norwegischen Hiphop und prokrastiniert, indem sie zu Hochschulpolitik recherchiert. On all levels except physical ist sie ein Waschbär.
von Lucas Hohmeister | 15.05.2023
Bald ist es wieder soweit. Greifswald wird im Rahmen der Tage der Akzeptanz wieder deutlich bunter. In den Aktionswochen vom 17.05. bis zum 10.06. soll wieder mehr Aufklärung und Akzeptanz für andersdenkende oder -lebende Menschen geschaffen werden. In mehreren Veranstaltungen wird für eine offenere und vielfältigere Gesellschaft geworben.
Greifswald wird bunt
Wie normalerweise üblich, beginnen die Tage der Akzeptanz mit dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) am 17. Mai. Das Aktionsbündnis Queer in Greifswald e.V. organisiert die Aktionswochen und hat das Ziel das Bewusstsein aller für ein Leben in Vielfalt zu sensibilisieren. Es werden den ganzen Tag über in allen Teilen Greifswalds Regenbogenflaggen gehisst. Zu den geplanten Orten gehören: der Bahnhof, der Museumshafen, die Universität, die Uni-Medizin, die WGG und das Rathaus. Zudem soll die Stadthalle in der kompletten Pride-Woche wieder abends bunt beleuchtet werden.
Ein vielfältiges Veranstaltungsangebot
Wie bereits erwähnt, werden bei den Tagen der Akzeptanz wieder eine Vielzahl an reichlich bunten Veranstaltungen auf euch warten. Am 17.05. wird es um 18 Uhr eine Kundgebung auf dem Marktplatz geben, bei der für eine offenere und diskriminierungsfreiere Gesellschaft demonstriert wird. Um 22 Uhr lädt dann das Theater Vorpommern zur Eröffnung der Pride-Wochen zur Regenbogenparty in der Stadthalle ein. Die Tickets kosten 5€ im Vorverkauf und 7€ an der Abendkasse.
Am 29.05. ist ein gemeinsamer Gottesdienst im Dom St. Nikolai angedacht. Es ist jede*r eingeladen am Pfingstmontag zusammenzukommen, um zu zeigen, dass das Leben auch im Glauben bunt und vielfältig sein kann. Außerdem ist am 03.06. das „Design your Pride“-Event im Jugendzentrum klex geplant. Dort könnt ihr Shirts bedrucken lassen oder mit Textilfarbe selber bemalen. Zusätzlich ist es auch geplant selbst gestaltete Buttons zu pressen und Plakate für den CSD zu beschriften. Das war aber noch nicht alles, denn am 09.06. findet ein „Get Together“-Abend in der Brasserie Hermann statt, wo ihr die Künster*innen des CSD treffen und kennenlernen könnt. Das große Finale findet dann am 10.06., am Tag des CSD statt. Neben einem kunterbunten Bühnenprogramm und einer Pride-Demo in der Innenstadt, ist auch eine Abschlussparty geplant.
Schaut für genauere Informationen zu den Veranstaltungen gerne auf der Website des Aktionsbündnis Queer in Greifswald e.V. oder auf deren Instagram nach.
Programm-Übersicht:
- Was? – IDAHOBIT
- Wann? Mittwoch, 17.05.2023 ab 18 Uhr Kundgebung & ab 22 Uhr Regenbogenparty
- Wo? Kundgebung auf dem Marktplatz und Regenbogenparty in der Stadthalle
- Was? – CSD Pride 2023: Bühnenprogramm, Demo und Abschlussfeier
- Wann? Samstag, 10.06.2023 ab 13 Uhr auf dem Marktplatz; Abschlussfeier um 22:30 Uhr
- Wo? Bühnenprogramm auf dem Marktplatz, Demo durch die Innenstadt und Abschlussfeier im Klub K3
Beitragsbild: Raphael Renter auf Unsplash
von Thore Fründt | 15.05.2021
Am 17. Mai vor genau 31 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus dem Krankheitskatalog entfernt. Dadurch wurde der 17. Mai zu einem symbolträchtigen Tag, der im Namen der Selbstbestimmtheit, der Gleichberechtigung und der freien sexuellen Orientierung gefeiert wird.
Geschichte
Der 17. Mai 1990 hat also den Stein der „Wokeness“ ordentlich ins Rollen gebracht. Zunächst wurde der Tag zum „International Day Against Homophobia“ (Internationaler Tag gegen Homophobie) ausgerufen und häufig als IDAHO abgekürzt. In diesen Namen wurde 2009 die Transsexualität als eigenständige sexuelle Orientierung integriert und der Tag zum „International Day Against Homophobia and Transphobia“ umgetauft. Seit 2015 wurden des Weiteren die Biphobie und die Interphobie hinzugefügt, um alle Menschen zu inkludieren, die sich selbst nicht mit dem heteronormativen „Idealbild“ der Gesellschaft identifizieren können.
So wurde der 17. Mai zum „Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*-, Trans*-Feindlichkeit“ (IDAHOBIT) und die Parole ist klar: Bei all der Ungleichheit in unseren Neigungen, Vorlieben und Orientierungen, wen wir nun lieben oder als was wir uns auch fühlen, sind wir alle gleich viel wert!
Aktionswochen für queere Vielfalt in Greifswald
Im Zuge der Aktionswochen für queere Vielfalt hisst auch die Stadt Greifswald die Regenbogenflagge und bekennt Farbe(n). Vom 17.05. bis zum 30.06. wird es im Namen der „Tage der Akzeptanz“ verschiedene Veranstaltungen geben, die vom Aktionsbündnis Qube, dem Filmclub Casablanca, Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Greifswald und der STRAZE organisiert werden. Los geht es am 17.05. um 18 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Greifswalder Marktplatz und um 19 Uhr mit einer Lichtinstallation an der Fassade der Stadthalle.
All dies läuft unter dem Hashtag #idahobit_mv. Es erwarten euch Filmvorstellungen, wie das Drama „Als wir Tanzten“ von Levan Akin, das in Cannes seine Premiere feierte oder „Unsound“, ein australischer Film über junge Liebe, Transition und das Miteinander von Hörenden und Gehörlosen. Weiterhin könnt ihr an Workshops teilnehmen und unter anderem euer eigenes kleines „Zine“ erstellen (das sind Amateurmagazine, deren Themenauswahl, von Subkultur bis Suppenrezept, ganz eurer Kreativität überlassen wird). Wenn ihr eher etwas Entspanntes sucht, dann kommt doch einfach auf einen kleinen Klönschnack in die STRAZE zu dem Event „Kaffee & Kuchen“ vorbei.
Wer sich für eine der Veranstaltungen interessiert oder mehr über das Programm erfahren möchte, kommt hier zu den Details und zur Anmeldung.
Viel Spaß euch!
Programmhighlights online:
• Was? Beitrag: Sibylla Schwarz – eine feministische Dichter*in aus Greifswald
• Wann? Mittwoch, 26.05.2021
• Was genau erwartet mich? Der Vortrag findet auf Instagram im Rahmen der Social Media Rallye zum IDAHOBITA* MV statt.
• Was? Workshop „Gestalte dein eigenes Zine“
• Wann? Montag, 24.06.2021, 17 bis 20 Uhr
• Was genau erwartet mich? Zines als Kurzform von „magazines“ sind in Eigenregie erstellte kleine Heftchen, bei denen du deiner Kreativität freien Lauf lassen kannst.
• Was? Workshop „ADHS, Autismus, queer – Hilfe, diese Welt macht mich fertig!“
• Wann? Samstag, 26.06.2021, 11 bis 13:30 und 14:30 bis 17 Uhr
• Was genau erwartet mich? In diesem Vortrag wird der Alltag von Transgeschlechtlichkeit, Sexismus und Geschlecht im Zusammenhang mit Autismus und ADHS beleuchtet werden.
• Was? Workshop „Ableismus – eine Einführung“
• Wann? Mittwoch, 30.06.2021, 16 bis 18 Uhr
• Was genau erwartet mich? Ableismus ist die Abwertung von Menschen mit Behinderung. Die Veranstaltung wird eine Einführung in das Thema und die wichtigsten Debatten geben.
Programmhighlights offline:
• Was? Kundgebung: Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit
• Wann? Montag, 17.05.2021, ab 18 Uhr
• Wo? Marktplatz, Greifswald
• Was? Kreativ-Ausprobier-Raum für trans*, inter*, nichtbinäre Personen
• Wann? Samstag, 29.05.2021, ab 12 Uhr
• Wo? Im Garten der STRAZE
• Was? Kaffee + Kuchen
• Wann? Freitag, 18.06.2021, 16:30 bis 18:30 Uhr
• Wo? Im Garten der STRAZE
Das ganze Programm auf einen Blick.
Beitragsbild: Sharon Mccutcheon auf Unsplash
von Lilli Lipka | 13.04.2021
Die Gender Trouble AG hat einen Vortrag mit dem Titel „Zur Intersektion von Jewishness und Queerness in (audio-)visuellen Medien“ am 15. April organisiert.
Bei der AG handelt es sich um eine Arbeitsgemeinschaft der Uni Greifswald, die sich „für die Gleichberechtigung aller Geschlechter, Geschlechterrollen sowie sexuellen Identitäten“ einsetzt. Die Referentin Dr. Véronique Sina ist am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz tätig. Dabei forscht sie zu Themen wie Medien- und Kulturtheorie, Gender- und Queertheorie oder Jewish Visual Culture Studies.
Ihr Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang von Jewishness und Queerness und soll sich vor allem mit der Frage auseinandersetzen, welche geschlechtlich codierten Auffassungen vom ‚Jüdischsein‘ durch verschiedenste Medien vermittelt und verhandelt werden. Dabei soll auf gegenwärtige Inszenierungen Bezug genommen werden wie zum Beispiel die US-amerikanische Serie Transparent.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 15. April um 18 Uhr statt. Der Vortrag wird über BigBlueButton laufen und über den Moodle-Kurs der Gender Trouble AG könnt ihr teilnehmen.
Das Wichtigste auf einen Blick:
Was? Vortrag „Zur Intersektion von Jewishness und Queerness in (audio-)visuellen Medien“
Wann? Donnerstag, den 15. April, 18 Uhr c.t.
Wo? bei BigBlueButton im Moodle-Kurs der Gender Trouble AG
Beitragsbild: NeONBRAND auf Unsplash
von Sabrina v. Oehsen | 18.06.2012
Am 16. Juni 2012 fand der erste „Tag der Akzeptanz“ auf dem Greifswalder Marktplatz statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von dem noch relativ jungen Aktionsbündnis „Queer in Greifswald“. Denn dass Greifswald in Hinblick auf Akzeptanz noch einiges zu lernen hat, davon sind die Besucher überzeugt. (mehr …)