Alle Artikel mit dem Tag: Ostsee-Zeitung

Initiativen rufen zur antifaschistischen Demonstration

Geschrieben von | Veröffentlicht am 9. Dezember 2011 um 21:45 Uhr

Feste neonazistische Strukturen in Form der “Nationalen Sozialisten Greifswald” sind seit etwa zwei Jahren auch wieder in der Universitätsstadt anzutreffen. Im Vorfeld der NPD-Demonstration um den ersten Mai agierte die Neonaziszene deutlich aggressiver und beschränkte sich nicht auf neonazistische Grafitti-Losungen, die sie an Toilettenhäuschen, Trafohäuschen, auf dem Fußboden vor dem Audimax oder vor der Mensa sprühte.

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Kommentar: Neuer Theaterintendant gießt weiter Öl ins Feuer

Geschrieben von | Veröffentlicht am 2. September 2011 um 14:42 Uhr

Ein Kommentar.

In der heutigen Ausgabe der Ostsee-Zeitung ist ein Interview mit dem neuen Theaterintendanten Dirk Löschner erschienen, das wohl kaum zur Glättung der Wogen im Streit um die Entlassungen im Theater beitragen wird. Vielmehr dürfte Löschner damit weiteres Öl ins Feuer gegossen haben.

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CDU-Landtagspräsidentin greift Greifswalder Zeitung an *Update*: Häme von der SPD

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Juli 2011 um 11:37 Uhr

Die erste Vize-Präsidentin des Schweriner Landtags, Renate Holznagel (CDU), hat sich in ungewöhnlicher Form gegen die Greifswalder Redaktion der Ostsee-Zeitung gewandt. Auf der Homepage der Landtagsfraktion veröffentlichte sie einen Appell an die Medien, sachlich und fair über den Wahlkampf zu berichten. Darin wird sie unter anderem zitiert:

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Die Castoren kommen, der Widerstand ist schon da

Geschrieben von | Veröffentlicht am 16. Februar 2011 um 10:48 Uhr

Seit Samstag wird gegen den Castor-Transport mobilisiert.

Angela Merkel wird die Atomindustrie heiraten. Am heutigen Mittwoch um 16 Uhr in Stilow am Bahnübergang der Strecke Greifswald-Lubmin. Merkel und die Atomindustrie werden dann, bis das der Tod sie scheidet, gemeinsame Wege in die Zukunft gehen. Organisiert wird das Fest von der linksjugend ['solid] Mecklenburg-Vorpommern, welche die Mahnwache in Stilow-Siedlung betreut.

Bereits seit gestern werden überall entlang der Strecke Mahnwachen errichtet, mehrere Blockadeaktionen zwischen Greifswald und Lubmin erwartet. Alleine in Kemnitz sind zwei Wachen errichtet worden. Eine in der Dorfmitte, eine weitere südlich der Bahnschienen. In Kemnitzerhagen steht in der Dorfstraße 17 ein weiteres Mahnwachenzelt. Weitere Mahnwachen gibt es in Brünzow, Guest und Wusterhusen.

Mahnwache in Greifswald, Kinderfest in Kräpelin

Auch in Greifswald werden zwei Wachen, je eine am Bahnhof und am Fischmarkt, aufgebaut. Um 19 Uhr wird ein Infoplenum in der Museumswerft stattfinden, um 18 Uhr will die evangelische Kirchengemeinde gemeinsam mit allen interessierten Demonstrierenden mit Kerzen ein “Licherkreuz” zur Mahnung bilden. In Kräpelin findet eine Mahnwache mit Kinderfest und Laternenumzug am Abend statt.

Auch der Fleischervorstadtblog hat sich in einem Interview und einem kurzen Artikel mit den Vorbereitungen zur Demo und der Arbeit der Polizei beschäftigt, die von manchen als unverhältnismäßig angesehen wird.

Castor ist unterwegs

In der Zwischenzeit ist der Castor-Zug seit mehreren Stunde unterwegs. Bereits in Karlsruhe wurde die Abfahrt seit gestern durch mehrere Greenpeace-Aktivisten behindert. Sie ketteten sich laut Castor-Ticker seit Dienstag morgen an die Gleise und das Werktor der Wiederaufbereitungsanlage. Die Räumung dauerte insgesamt über neun Stunden. Gegen 14:19 Uhr ist das Anschlussgleis von den Umweltschützern befreit worden.

Erste Blockaden in Karlsruhe

Der Castorzug ist seit mehreren Stunden unterwegs. Hier der Zug vom Dezember.

Am Abend folgte die nächste Blockade. Die Nachtsitzblockade begann kurz nach 21 Uhr mit 150 Menschen, zuletzt waren über 700 Menschen in Karlsruhe Neureut auf den Gleisen. Gegen 1:30 Uhr erfolgte die Räumung der Gleise. Etwa zwei Stunden später war die Nachtsitzblockade aufgelöst, seit vier Uhr morgens rollt die strahlende Fracht quer durch Deutschland. Er besteht aus zwei Loks, jeweils eine vorne und hinten, fünf Castorwagen sowie zwei Personenwagen und ist damit deutlich kürzer, als der Zug im Dezember.

Bislang ist der Zug ohne besondere Zwischenfälle unterwegs und hat laut Castor-Ticker gegen zehn Uhr bei Würzburg planmäßig für einen Personalwechsel zum Stehen gekommen. Die Fahrtzeit des Zuges lässt sich schlecht vorhersagen, da dieser teilweise relativ schnell (bis zu 100 km/h) und streckenweise sehr langsam unterwegs ist. Nach Angaben der Polizei wird die Zufahrt zum Werkbahnhof ab 18 Uhr vollständig gesperrt. Lediglich Polizei, Presse und Versorgungs-beziehungsweise Betriebsfahrzeuge werden dann noch Zugang in Richtung des Werksgeländes haben.

Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Castoren noch heute zumindest die Stadt Greifswald passieren werden. Erwartet wird der Zug jedoch erst in den frühen Stunden des 17. Februar. Nach Angaben der Ostsee-Zeitung kostet der Castor-Transport dem Land Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1,5 Millionen Euro, etwa 4.000 Polizisten sind im Einsatz. Aus taktischen Gründen wolle man die genaue Zahl der Einsatzkräfte der Polizei nicht nennen.

der webMorit hält Euch auf dem Laufenden

Der webMoritz wird euch, sobald sich der Zug Vorpommern nähert, ständig mit aktuellen Infos auf dem laufenden halten. Wir werden einen Live-Ticker sowie Informationen über Twitter bereitstellen.

Fotos: David Voessing (Demo), Christine Fratzke (Castortransport, Demofahrrad)

webMoritz enthüllt: Illuminaten schuld am Großbrand?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 1. November 2010 um 13:22 Uhr

Eine Persiflage

Westermann: Kopf der linksextremistischen fundamental-naturwissenschaftlichen Greifswalder Illuminaten?

Die Ostsee-Zeitung wartete vergangenen Freitag mit einer außerordentlich spekulativen Überschrift über die Ursachen den Brandes in der Chemie auf. Es wird, so die Ostsee-Zeitung, vermutet, dass Satanisten Brandverursacher gewesen sein sollten. Angeblich gäbe es eine kleine Gruppe Satanisten unter Greifswalder Studierenden, die in der Alten Chemie okkulte Handlungen abgehalten hätten.

Mystery-Experte Abdallah enthüllt

Der webMoritz griff diese spannende Frage auf und wendete sich an die Abteilung “Galileo Mystery” des Fernsehsenders Pro Sieben, die sich auf solche Fälle spezialisiert hat. Spezialist Aiman Abdallah fuhr noch am Freitag mit einem fünfköpfigen Expertenteam nach Greifswald, um den Schauplatz der mysteriösen Okkulte zu untersuchen. “Könnten die Illuminaten etwas damit zu tun haben?”, stellt er scharfsinnig fest. Die Streichhölzer seien nur halb abgebrannt gewesen, die Teelichter liebevoll dekoriert hingestellt und drapiert gewesen. “Es gibt Hinweise, wonach die Illuminaten bereits in Vorfällen der Anglistik, des Historischen Instituts, der Slawistik, der Alten Physik und des Nordischen Instituts verwickelt sein könnten”, weiß Abdalla.

“Innerhalb gewöhnlich außerordentlich gut unterrichteter Kreise kursieren Gerüchte, wonach Professor Dr. Rainer Westermann selbst Kopf der Greifswalder Verschwörung sein könnte”, so Professor Dr. Dr. Michael-Friedrich-Johann Schnabeltier, Experte für Enthüllungen von Verschwörungen gegenüber dem webMoritz. Insider wie der Greifswalder Gerhard Schnupftabak wissen: “Bei dem Brand in der Alten Chemie handelt es sich möglicherweise nur um eine Reihe von Ereignissen, die damit zusammen hängen könnten, dass die Universität ihre ungeliebten baufälligen, chemisch-, quecksilber-, oder asbestverseuchten Gebäude nicht mehr an das Petruswerk verkaufen kann.”

Greifswalder Illuminaten linksextremistische Fundamental-Naturwissenschaftler?

Die alte Chemie brennt. Waren es die Illuminaten?

Illuminaten-Experte Abdallah weist gegenüber dem webMoritz weiterhin auf folgenden Umstand hin: “Seit etwa 1990 soll sich in Greifswald ein eigener Illuminatenkreis herausgebildet haben – Der Greifswalder Kreis. Dabei handelt es sich um eine linksextremistische, fundamental-naturwissenschaftlich- psychologisch-medizinische Abspaltung traditioneller Illuminatenzirkel. Der Greifswalder Kreis vertritt anonymen Experten zufolge die Ansicht, dass die Geisteswissenschaften es waren, die den Kapitalismus, also die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen, hervor brachten. Um den Kapitalismus wirksam zu bekämpfen, müsse man in erster Linie die Geisteswissenschaften bekämpfen”.

War der Brand in der Chemie so geplant?

“Hier geht es um die restlose Zerstörung des Kapitalismus durch Naturwissenschaften und Medizin. Die Psychologie ist dabei die wichtigste Waffe zur Erreichung dieses Ziels.” Was das alles mit dem Brand in der alten Chemie zu tun hat? Diese Frage richten wir selbstverständlich auch an die Galileo-Mystery Expertengruppe. “Ganz einfach: Primäres Ziel war nicht die Zerstörung des Gebäudes der alten Chemie. Vielmehr sollte das Feuer auf die Gebäude der alten Kinderklinik und Polyklinik übergreifen, in denen das Historische Institut untergebracht war. Darüber hinaus sollte das übrige Gelände durch Chemikalien verseucht und somit unbenutzbar gemacht werden. Das wäre das Ende für das Historische Institut gewesen”, so das Wissenschaftlerteam der Mystery-Abteilung von Pro Sieben abschließend.

Hintergrund

Illuminatenorden

Der Illuminatenorden (lat. illuminati „die Erleuchteten“) war eine am 1. Mai 1776 vom Philosophen und Kirchenrechtler Adam Weishaupt in Ingolstadt gegründete Geheimgesellschaft. 1785 wurde sie in Bayern verboten und stellte ihre Aktivitäten daraufhin ein.

Das Ziel des Illuminatenordens war es, durch Aufklärung und sittliche Verbesserung die Herrschaft von Menschen über Menschen überflüssig zu machen.

Zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien ranken sich um eine angebliche Weiterexistenz des Ordens und seine vermeintlichen Tätigkeiten, wozu unter anderem die Französische Revolution, der Kampf gegen die katholische Kirche und das Streben nach Weltherrschaft gerechnet werden.

Fotos: Torsten Heil (Chemie), Arik Platzek (Rainer Westermann)


Rockmusik für den guten Zweck: Konzert der Greifswalder Band Trust Fate

Geschrieben von | Veröffentlicht am 6. Juli 2010 um 19:59 Uhr

Die Greifswalder Band Trust Fate spielt am kommenden Donnerstag, dem 8. Juli, im Großen Saal des Theater Vorpommern. Neben ihrer neu veröffentlichten CD soll aber das Projekt „Ein Spielplatz zum Gesundwerden“ im Mittelpunkt stehen. Die fünf Musiker wollen Spenden sammeln, damit ein Kinderspielplatz für die Kinderklinik gebaut werden kann. Im Gespräch mit dem webMoritz verraten Sänger Robert und Bassist Alexander, Studenten der Medizin beziehungsweise Musikwissenschaft, welche Idee hinter dem Konzert steckt und was den Besucher am Donnerstag ab 19.30 Uhr erwarten wird.

webMoritz: Seid ihr aufgeregt?

Robert: Wir sind eher gestresst. Auf die letzten Meter gibt es noch viel zu organisieren.

webMoritz: Beispielsweise?

Robert: Wir müssen noch die Gastmusiker, über deren Auftritte wir uns freuen, noch ein wenig anweisen.

Alexander: Erst jetzt haben die intensiven Proben mit den Streichern und den Chören angefangen. Und dann passieren noch kleinere Fehler, zum Beispiel hat die OZ geschrieben, dass das Konzert am 7. Juli stattfinden würde. Wir spielen aber am 8. Juli.

webMoritz: Wie lange laufen denn die Proben schon?

Robert: Seit einigen Wochen.

Seit September 2008 bilden die fünf Musiker die Greifswalder Band Trust Fate.

webMoritz: Wie seid Ihr denn auf die Idee gekommen, ein Soli-Konzert zu spielen, um Spenden für einen Kinderspielplatz einzunehmen?

Robert: Als Medizinstudent kriegt man hier und da Nöte mit. Wir wollten unsere Musik mit einem gemeinnützigen Zweck verbinden. Außerdem wollten wir schon immer für Kinder spielen. Gerade hier in Greifswald haben es junge Menschen nicht immer leicht und wir haben mehrere Ideen für Projekte, die wir unterstützen wollen, gehabt. Spenden für einen Skateboardpark sammeln, oder Instrumente erwerben und dann an Kinder zu verschenken.

webMoritz: Und wie seid ihr dann auf den Kinderspielplatz für das Uni-Klinikum gekommen?

Robert: In der Außenanlage des Universitätsklinikums gibt es keinen Spielplatz. Das muss man sich mal vorstellen: Im Klinikum sind chronisch kranke Kinder, die im Sommer nicht raus können. Wenigstens ein bisschen Normalität würde so ein Spielplatz schon bringen. Dazu möchten wir eben unseren Beitrag leisten. Das Projekt „Ein Spielplatz zum Gesund werden“ ist nun entstanden und wir haben den Stein ins Rollen gebracht.

webMoritz: Ihr engagiert euch auch sonst in der Kinder- und Jugendarbeit?

Alexander: Wir sind alle bei G-Hör e.V., einem gemeinnützigen lokalen Musikverein für junge Menschen. Nun findet sich eine Gelegenheit, dass wir mit unserer Musik mit dem Verein zusammenarbeiten.

Robert: Die Band ist der Motor, wir haben den Verein mit im Boot.

Alexander: Außerdem möchte uns der NBS, der Norddeutsche Bund für Soziales, in ihrem Rahmen unterstützen. Der NBS verfügt über Werkstätten, wo auch für den Spielplatz gebaut werden kann.

webMoritz: Warum soll man sich das Konzert am 8. Juli ansehen?

Alexander: Weil es eine Rockshow geben wird, die Greifswald so noch nie erlebt hat.

Robert: Und weil erstmals in der Geschichte der Universität Musik- und Medizinstudenten für den guten Zweck rocken werden.

Alexander: Außerdem wird das Konzert künstlerisch sehr vielfältig.

webMoritz: Inwiefern?

Alexander: Es gibt eine Vorband und etwa 40 bis 50 Gastmusiker: Der Chor Solala! unter Leitung von Daniela Helten, dann der Kinderchor Käthe Kollwitz, Streicher und Blöser.

Robert: Alles Greifswalder, auch Studenten sind dabei.

webMoritz: Woher kommt die Vorband?

Alexander: Die kommt aus Stralsund, heißen Flemming and the Gang, sie spielen unplugged. Mit denen haben wir schon seit Jahren zusammen Musik gemacht.

webMoritz: Die Gastmusiker spielen dann auch während eures Konzerts?

Alexander: Ja, wir haben ja auch die CD mit ihnen gemeinsam aufgenommen.

webMoritz: Gleichzeitig soll am Donnerstag das Herauskommen eures ersten Albums „Mighty Secret“ gefeiert werden. Wie lange habt ihr an der CD gearbeitet?

Der Flyer zum Konzert.

Alexander: Etwa 15 Monate.

webMoritz: Was erwartet das Publikum beim Konzert weiterhin?

Robert: Es wird noch eine Licht- und Beamershow geben. Insgesamt wollen wir einfach ein gutes Live-Konzert bieten.

webMoritz: Mit dem Konzert wollt ihr Spenden sammeln. Wie sieht das genau aus?

Robert: Wir wollen anteilig vom unseren Merchandise spenden. Unser Konzert bietet den Anlass zum Spenden, es werden Spendenboxen aufgestellt. Der Eintritt kostet fünf Euro, aber jeder kann das spenden, was ihm der Abend wert war.

webMoritz: Das Konzert findet im Großen Saal des Theaters statt. Ist es seltsam, vor einem sitzenden Publikum zu spielen?

Robert: Seltsam ist das eigentlich nicht. Es gibt dem Abend eine gewisse Würde.

webMoritz: Was wünscht ihr euch für den Abend?

Robert: Wir wünschen uns, dass es ein Erfolg wird, dass die Leute unsere Musik gut finden und Spaß haben. Für das Projekt hoffen wir, dass viele Gäste spenden.

webMoritz: Was steht bei euch in der nächsten Zeit an? Wollt ihr noch weitere Projekte unterstützen?

Alexander: Die langen Aufnahmen und das Projekt haben uns viel Energie gekostet. Daher will ich Urlaub machen. Steht ganz oben auf meiner To-Do-Liste.

Robert: Nimmst du mich mit?

Alexander: Nein.

webMoritz: Vielen Dank für das Gespräch.

Der Einlass für das Konzert am 8. Juli ist ab 19.30 Uhr. Karten gibt es für fünf Euro an der Theaterkasse, in der Mensa, der Stadtinfo oder auf eventim.de. Tickets bei der Abendkasse kosten sieben Euro.

Links:

trustfate.de

myspace.com/bandtrustfate

Fotos: Trust Fate

Was sonst noch war: webMoritz kompakt (8)

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. März 2010 um 21:51 Uhr

Auch wenn man in den letzten Wochen beim Besuchen des webMoritz mitunter etwas anderes vermuten konnte: Selbst in der vorlesungsfreien Zeit passiert gelegentlich etwas in Greifswald. Zudem gab es wie immer die ein oder andere Nachricht, die nicht groß genug für einen eigenen Artikel war. Im Rahmen von webMoritz kompakt, einer Mischung aus Nachrichtenüberblick und Presseschau, werden sie nun ihre Erwähnung finden. Wir stellen im Folgenden zusammen, was sich in den letzten Tagen ereignet hat und bisher noch keinen Eingang in den webMoritz fand.

Hinweis: An manchen Stellen sind Artikel aus Online-Medien verlinkt, die nur für Abonnenten zugänglich sind oder nur für einen begrenzten Zeitraum kostenlos im Netz stehen. Daher kann es beim Aufrufen der Links zu Fehlermeldungen kommen.

Städtischer Bausenator Arenskrieger wechselte nach Schwerin

Reinhard Arenskrieger wechselte nach Schwerin

Der bisherige städtische Bausenator Reinhard Arenskrieger ist am Freitag, dem 12. März, zum Vizepräsidenten des Landesrechnungshofs M-V gewählt worden. Die Wahl des CDU-Manns war zunächst allerdings gescheitert: Im ersten Wahlgang erreichte Arenskrieger die notwendige Zweidrittel-Mehrheit nicht. Daraufhin entschied der Landtag mehrheitlich, die Abstimmung zu wiederholen – und Arenskrieger erreichte die erforderliche Zweidrittelmehrheit doch noch – aber hauchdünn. Damit ist der Posten des Vize-Chefs beim Landesrechnungshof nach langjähriger Vakanz wieder besetzt.

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TITEL “Für uns gibt es keine Konkurrenz“ – Reinhard Amler verlässt die OZ Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 1. Februar 2010 um 19:59 Uhr

Reinhard-Amler-arik-platzekReinhard Amler war 28 Jahre Mitglied der Greifswalder Lokalredaktion der Ostseezeitung (OZ). Seit 1996 war er deren Chefredakteur. Nun verlässt er Greifswald in Richtung Stralsund.

moritz Herr Amler, Sie verlassen Greifswald nach 28 Jahren in Richtung Stralsund? Warum nach so langer Zeit noch einmal der Wechsel?
Reinhard Amler Es ist nicht mein Wunsch, sondern eine Entscheidung meiner Chefredaktion.

moritz Wie motiviert man sich nach so langer Zeit an der gleichen Stelle, neue Dinge auszuprobieren?
Amler Ich motiviere mich, indem ich mir die positiven Dinge aufliste, die ich künftig haben werde und die negativen, von denen ich künftig verschont bleiben werde.

moritz Sie haben immer in Mecklenburg-Vorpommern gearbeitet. Schon Ihr Volontariat haben Sie bei der OZ gemacht. Warum hat es Sie nie von hier weggezogen, zu größeren Herausforderungen?
Amler In einer Lokalredaktion zu arbeiten, ist eine große Herausforderung, weil man nirgendwo im Journalismus näher an der Masse der Leser dran ist.

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Schein-Debatte über Strafen für Fahrradfahrer

Geschrieben von | Veröffentlicht am 12. Januar 2010 um 16:14 Uhr

In einem Artikel der Ostsee-Zeitung hat der Chef des Greifswalder Amtgerichts, Rudolf Kirchner, vor einigen Tagen Geldstrafen für “Radler-Rowdys” gefordert. Er sagte dem Lokalblatt: “Studenten verstehen nur die Sprache des Geldes.” Die Polizei solle besser eine Gebühr von 10 Euro erheben, anstatt nur zu ermahnen. Dem Artikel schloss die Ostsee-Zeitung sich auch gleich eine Online-Umfrage zu diesem Thema an, die zurzeit noch läuft und in der ein Großteil der Teilnehmenden eben diese Geldbußen befürworteten.

Fahrradfahrer auf dem Wall Foto: Torsten Krüger

Fahrradfahrer = Rowdys?

Der Artikel scheint viele Greifswalder an einem wunden Punkt zu treffen, wie es den eingesandten Leserbriefen zu entnehmen ist. Bodo Müller aus Potthagen schreibt, dass Einbahnstraßen und rote Ampeln  diese “Klientel” nicht interessierten. Noch einen drauf setzt der heute veröffentlichte Brief von Claudia Voß aus Greifswald. Für sie sind Radfahrer  “wirklich mehr als ignorant und denken offenbar, sie könnten sich alles erlauben.”

Was dem Herrn des Amtsgerichtes aber offenbar noch nicht aufgefallen ist und auch von den Journalisten der Ostsee-Zeitung nicht beachtet wurde: Die Polizei verteit bereits eifrig Bußgelder an Fahrradfahrer. Der webMoritz hatte bereits im Dezember über die Radkontrollen der Polizei berichtet und auch Greifswald-Blogger Oliver Wunder berichtete in seinem Blog darüber, für eine Ordnungswidrigkeit auf dem Fahrrad zur Kasse gebeten worden zu sein. Für den aktuellen Artikel verlieh er der Ostsee-Zeitung auch gleich noch einen “Populismuspreis”.

Foto: Torsten Krüger

Arndt-Debatte: Leserbrief sorgt für Wirbel *update*

Geschrieben von | Veröffentlicht am 19. Juni 2009 um 22:59 Uhr

Ein Leserbrief im Greifswalder Lokalteil der Ostsee-Zeitung vom 18.6. hat gestern für erheblichen Wirbel in Greifswald gesorgt. In dem Leserbrief sprechen sich die Verfasser (Rüdiger Klassen und A. Hoffmann) vehement gegen eine Umbenennung der Universität aus und brandmarken die Aktivisten als “extremistisch” und indirekt auch als “kulturbolschewistisch”.

Pikant an dem Leserbrief sind zwei Fakten. Neben seinem rechtsextremen Duktus und Vokabular weist der Text unverkennbare Ähnlichkeiten zur Berichterstattung über die Umbenennung auf der Website “Altermedia” auf, die dem rechtsextremen Milieu zugeordnet wird. Darüber hinaus ist der Verfasser Rüdiger Klassen kein unbeschriebenes Blatt. Ein Greifswalder schrieb in einem Brief an die OZ, der unserer Redaktion vorliegt:

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