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	<title>webMoritz.de &#187; Nazis</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Marcus G. wehrt sich gegen Vorwürfe</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 19:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Universität]]></category>
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		<description><![CDATA[Der vor einer Woche durch eine antirechte Aktion bloßgestellte Marcus G. hat dem webMoritz eine Stellungnahme zukommen lassen und die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/2011/11/09/marcus-g-wehrt-sich-gegen-vorwurfe/"><img class="size-thumbnail wp-image-45303 alignleft" style="margin: 5px;" title="24_h_Hörsaal-Andrea_Dittmar" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/11/24_h_Hörsaal-Andrea_Dittmar-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach der <a href="http://webmoritz.de/2011/11/02/antirechte-aktivisten-storen-vorlesung/">Störung einer Vorlesung durch antirechte Aktivisten</a> in der vergangenen Woche hat den webMoritz heute eine Stellungnahme des dort massiv beschuldigten Marcus G. erreicht. Auch von weiteren Seiten gab es im Nachhinein Kritik an der Aktion.<span id="more-65447"></span></p>
<p>Marcus G. hatte sich bereits letzte Woche an unsere Redaktion gewandt und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. In einer Stellungnahme schreibt er nun, Warnungen vor seiner Person seinen unbegründet. Er sei zwar &#8220;schon national eingestellt&#8221;. Allerdings seien &#8220;jegliche Extremismusvorwürfe&#8221; ein &#8220;ausschließliches, plumpes Hetzprodukt bestimmter, politisch linksgerichteter Kreise&#8221;. Er weise diese Vorwürfe &#8220;streng zurück&#8221;. Auch distanziert er sich von jeder Form von Gewalt, &#8220;mit Ausnahme des Notwehrparagraphen&#8221; und bekennt sich zum rechtsstaatlichen Prinzip. Die vollständige Stellungnahme haben wir am Ende dieses Artikels als pdf-Version veröffentlicht.</p>
<h3>RCDS: Aktion ist &#8220;Gezielte Diffarmierung&#8221;</h3>
<div id="attachment_34645" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-34645 " title="rcds-240x107-rcds" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/rcds-240x107-rcds.jpg" alt="" width="240" height="107" /><p class="wp-caption-text">Logo des RCDS</p></div>
<p>Der RCDS Greifswald äußerte sich schon am Sonntag in einer <a href="http://www.rcds-greifswald.de/presse/110-nazi-jagd-im-hoersaal.html" target="_blank">Pressemitteilung</a> zu dem Vorfall und weist ihn darin als &#8220;gezielte Diffarmierung&#8221; zurück. Die Aktion habe das Zeug, als Anstachelung zu Gewalttaten verstanden zu werden und zeige &#8220;mal wieder, wie gering die Unterschiede im linken und im rechten politischen Extremismus sind.&#8221; Die Aktivisten seien &#8220;eindeutig zu weit&#8221; gegangen.</p>
<p>Marcus G. weist in seiner Stellungnahme auch darauf hin, dass sich die Antifa bisher stets einer ausgewogenen, sachlichen Diskussion entzogen habe. Nach Informationen des webMoritz geht die Aktion in der vergangenen Woche indes nicht auf die Greifswalder Antifa als Ganzes zurück, sondern &#8211; nach Eigenbeschreibung der Aktivisten &#8211; auf einen &#8220;losen Zusammenschluss antifaschistischer Menschen&#8221;.</p>
<h3>Kritik auch aus linken Kreisen</h3>
<p>Auch aus dem näheren und weiteren Umfeld der Antifa gab es allerdings zahlreiche kritische Stimmen zu der Aktion. Die Aktion gehe zu weit und verletze intimste Persönlichkeitsrechte und das sei &#8220;dumm&#8221;, sagte einer der Kritiker, der anonym bleiben möchte, dem webMoritz. An anderer Stelle äußerte sich Jockel Schmidt, Betreiber des <a href="http://blog.17vier.de">Fleischervorstadtblogs</a>, kritisch über die Aktionsform. Er schreibt in einem Leserkommentar zu einem Bericht über die Aktion unter anderem: &#8220;Ich denke, diese Aktion hätte man etwas seriöser gestalten und damit  zeigen können, was der Unterschied zwischen “uns” und einem  menschenverachtendem Ideologen ist.&#8221; Auf einen Link zum Original seines Kommentars haben wir verzichtet, weil auf der Seite die Persönlichkeitsrechte von Marcus G. verletzt werden.</p>
<p><em>Download: </em><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/11/stellungnahme_marcus_g.pdf" target="_blank"><em>Stellungnahme von Marcus G. in voller Länge (pdf).</em></a></p>
<p>Foto: Andrea Dittmar via webMoritz-Archiv (Motivbild)</p>
<p><em>Hinweis der Redaktion: Da wir nach wie vor keine ausufernde Diskussion über die Person Marcus G. provozieren und moderieren wollen, ist die Kommentarfunktion unter diesem Artikel deaktiviert. Leserbriefe nehmen wir allerdings gern per E-Mail unter web@moritz-medien.de entgegen, auch (nicht-rechtsextreme) Trackbacks werden im Kommentarbereich erscheinen.</em></p>
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		<title>Antirechte Aktivisten stören Vorlesung</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 06:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vorlesung]]></category>

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		<description><![CDATA[Antirechte Aktivisten haben am Dienstag eine Vorlesung des Fachs Politikwissenschaft gestört, um auf einen mutmaßlich rechtsextremen Kommilitonen hinzuweisen. Sie verteilten ein Flugblatt und zeigten Plakate.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-thumbnail wp-image-45303 alignleft" style="margin: 5px;" title="24_h_Hörsaal-Andrea_Dittmar" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/11/24_h_Hörsaal-Andrea_Dittmar-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p>Eine Gruppe antirechter Aktivisten hat gestern eine Vorlesung des Fachs Politikwissenschaft gestört, um einen an der Vorlesung teilnehmenden mutmaßlichen Rechtsextremen zu &#8220;enttarnen&#8221;. Die knapp 20 Aktivisten, die sich gegenüber dem webMoritz als &#8220;loser Zusammenschluss antifaschistischer Menschen&#8221; bezeichneten, waren betont bunt verkleidet. Teilnehmer der Vorlesung berichteten dem webMoritz, die Aktivisten seien mitten in die Veranstaltung geplatzt, hätten Transparente gezeigt, Konfetti verstreut und ein Flugblatt veteilt, dessen Inhalt sie auch per Megaphon verlesen hätten.<span id="more-64838"></span></p>
<p>Sie zeigten dabei auf einen bestimmten Teilnehmer der Vorlesung, den sie als mutmaßlichen Rechtsextremisten Marcus G. identifizierten. Sie warnten die Teilnehmer der Vorlesung vor dem Kommilitonen und wiesen darauf hin, dass er nach ihren Recherchen mehreren rechtsextremen Gruppen angehört habe und angehöre, in denen insbesondere Gewaltausübungen gegen Andersdenkende praktiziert worden seien. Der so Beschuldigte sei sitzengeblieben und vermummte sich zeitweise. Die Aktivisten filmten ihre Aktion, die Filmaufnahmen wurden jedoch bisher noch nicht veröffentlicht.</p>
<p>Insgesamt kommen die Aktivisten zu dem Schluss, dass G. ein überaus gefährlicher Neonazi-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kader" target="_blank">Kader</a> sei, vor dem man sich in Acht nehmen müsse. Im Flugblatt, das dem webMoritz vorliegt, heißt es, er sei in der Berliner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kameradschaft_Tor" target="_blank">Kameradschaft &#8220;Tor&#8221;</a> aktiv gewesen, die vor einigen Jahren verboten worden sei. Diese sei immer wieder durch gewalttätige Übergriffe in Erscheinung getreten. Weiter heißt es, in Greifswald sei Marcus G. Hauptverantwortlicher für den Betrieb einer lokalen rechtsextremen Internetseite, auf der seit einiger Zeit regelmäßig rechtsextreme Texte und Aufrufe veröffentlicht werden. Der webMoritz kann die Vorwürfe nicht abschließend bewerten, da die im Internet verfügbaren Informationen zwar plausibel erscheinen, aber kaum überprüfbar sind. Zu dem Beschuldigten konnte (und wollte!) die Redaktion ebenfalls keinen Kontakt aufbauen.</p>
<p>Bereits im Frühjahr dieses Jahres hatten die örtliche Antifa und andere Gruppierungen dagegen <a href="http://webmoritz.de/2011/04/06/nazis-mussen-drausen-bleiben/">protestiert und letztlich verhindert</a>, dass Marcus G. an Vorbereitungstreffen des Bündnisses gegen den Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai teilnahm. Die Teilnehmer der Vorlesung und auch der Dozent reagierten überaus verblüfft auf die Aktion, die insgesamt nur wenige Minuten dauerte. Wenngleich einige Besucher der Vorlesung gegenüber dem webMoritz anmerkten, dass die demonstrative Diffamierung des Kommilitonen eine kritische Angelegenheit sei, dürfte die Aktion ihre Wirkung vermutlich nicht verfehlt haben.</p>
<p>Foto: Andrea Dittmar via webMoritz-Archiv (Motivbild)</p>
<p><em>Hinweis der Redaktion: Da wir keine ausufernde Diskussion über die Person Marcus G. provozieren und moderieren wollen, ist die Kommentarfunktion unter diesem Artikel deaktiviert. Leserbriefe nehmen wir allerdings gern per E-Mail unter web@moritz-medien.de entgegen, auch (nicht-rechtsextreme) Trackbacks werden im Kommentarbereich erscheinen.</em></p>
<p><em>Hinweis der Redaktion: Der Artikeltext wurde am 2.11. um 14:31 Uhr korrigiert. In einer  früheren Fassung waren die Angaben des Flugblatts über die Kameradschaft  &#8220;Tor&#8221; ungenau wiedergegeben worden</em></p>
<p><strong>[Update]</strong>Marcus G. hatte sich mit einer Stellungnahme zu diesen Vorfällen an den webMoritz gewandt. Diese wurde in einem <a href="http://webmoritz.de/2011/11/09/marcus-g-wehrt-sich-gegen-vorwurfe/" target="_blank">Artikel vom 9. November 2011</a> veröffentlicht.<em><br />
</em></p>
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		<title>Kommunal- und Landtagswahlen 2011: André, der studentische Kandidat der LINKEN</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 02:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Grosse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Reihe “Kommunal- und Landtagswahlen 2011″ stellt der webMoritz die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die aus dem studentischen Spektrum kommen. In den kommenden Wochen sollen dabei alle demokratischen Parteien Berücksichtigung finden. Nach den Kandidaten der SPD bzw. den Jusos ist der Kandidat der LINKEN an der Reihe. André Berndt studiert Politikwissenschaft im achten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-59602" href="http://webmoritz.de/2011/07/02/kommunal-und-landtagswahlen-2011-andre-der-studentische-kandidat-der-linken/img_1486/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-59602" style="margin: 5px;" title="AndreBerndt-SusanneGroße" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1486-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><em>In der Reihe “Kommunal- und Landtagswahlen 2011″ stellt der  webMoritz die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die aus dem  studentischen Spektrum kommen. In den kommenden Wochen sollen dabei alle  demokratischen Parteien Berücksichtigung finden. Nach den Kandidaten der SPD bzw. den Jusos ist der Kandidat der LINKEN an der Reihe. </em></p>
<p><em> </em>André Berndt studiert Politikwissenschaft im achten und Geschichte im vierten Semester an der Uni Greifswald. Nachdem er im Rahmen seines Studiums und seiner zweijährigen Parteilaufbahn einen Einblick sowohl in die parlamentarische Arbeit, als auch die Kommunalpolitik erhielt, dachte er sich &#8220;Das kann ich auch!&#8221;. Daher steht er am 4. September 2011 als Kandidat der LINKEN für den Kreistag zur Wahl.<span id="more-59601"></span>Der 23-jährige trat 2009 im Rahmen des B.A.-Praktikums bei dem Kreisverband der LINKEN in die Partei ein. Seitdem ist er auch gleichzeitig Mitglied der Unterorganisationen Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband (SDS) und in der linksjugend ['solid]. André tritt in beiden Greifswalder Wahlbereichen an. In Wahlbereich I steht er als dritter auf der Liste. Dieser betrifft Greifswald bis auf Schönwalde I und II, die unter Wahlbereich II fallen. Dort ist er sechster.  Doch obwohl er in Greifswald zur Wahl steht, liegt Andrés Augenmerk in erster Linie nicht auf der Hanse- und Universitätsstadt, sondern auf der Region. Da er ursprünglich aus Ueckermünde stammt, besteht bei ihm ein starker regionaler Bezug. &#8220;Ich kenne mich in der Region aus und kenne die Leute&#8221;, meint der Student. Man dürfe die Region nicht vergessen, Greifswald müsse in sie integriert werden. Dies gelte besonders für die kommende Kreisgebietsreform, welche André ablehnt. Der neue Großkreis unter dem Arbeitsnamen &#8220;Südvorpommern&#8221; umfasse ein zu großes Gebiet. Die Menschen könnten sich mit diesem nicht identifizieren und so könne kaum eine konstruktive Arbeit der Kommunalpolitiker zustande kommen. Aufgabe der Kreistagsmitglieder werde es daher sein, bestehende  Strukturen nicht aufzulösen und die Aufgaben so zu verteilen, dass niemand benachteiligt wird.</p>
<h4>Einer für Alle</h4>
<h4>
<p><div id="attachment_59615" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a rel="attachment wp-att-59615" href="http://webmoritz.de/2011/07/02/kommunal-und-landtagswahlen-2011-andre-der-studentische-kandidat-der-linken/img_1478/"><img class="size-medium wp-image-59615" title="AndreBerndt_SusanneGroße" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1478-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">André Berndt setzt seinen Schwerpunkt bei Jugend, Arbeitslosen und in der Bildungspolitik.</p></div></h4>
<p>Eine spezifische Zielgruppe hat André nicht, in erster Linie möchte er  alle Menschen ansprechen. Müsste er sich allerdings festlegen, würde er  seinen Schwerpunkt bei den Jugendlichen und den Arbeitslosen setzen, da er selbst aus einer Hartz IV Familie stammt. Studenten hingegen sehe er nicht  primär als seine Zielgruppe. Dennoch erhofft er sich als studentischer Kandidat auch  Stimmen der Kommilitonen zu erhalten. Doch umso klarer ist er sich, was seinen politischen Zielbereich angeht: Die Bildungspolitik.</p>
<p>Sollte er gewählt werden, plant André dafür einzutreten, dass es keine  finanziellen Kürzungen in der Bildungspolitik geben wird. &#8220;Der Rotstift  darf nicht bei der Bildung und der Jugend angesetzt werden.&#8221;, betont André. Im Falle seiner Wahl präferiert er eine Position im Sozialausschuss. Von dort aus möchte er Jugendhilfe  leisten. Über kurz- und mittelfristige Sicht dürfe es keine  Verschlechterung in der Jugendbetreuung geben. Gleiches gilt für die  Arbeitlosen. Konkret für Greifswald bedeutet das für André die  Kinderarmut zu senken. Diese beträgt in Greifswald nämlich 30 Prozent,  in Schönwalde I leben sogar über 50 Prozent der Kinder unterhalb der  Armutgrenze. Ein weiteres Ziel Andrés ist es, den Öffentlichen  Personennahverkehr (ÖPNV) zu verbessern. Das betreffe zwar auch die Hansestadt  Greifswald, doch besonders müsse die Verbindung in die umliegenden  Dörfer besser werden. Außerdem möchte Andé den Kultur- und Sozialpass  von Greifswald auf die ganze Region ausweiten, um allen Menschen eine  Chance auf Kultur zu gewährleisten.</p>
<h4>Politische Kompetenzen und Chancen auf den Wahlsieg</h4>
<p>In seiner zweijährigen Parteilaufbahn sammelte er schon in verschiedenen Ämtern politische Erfahrung.  Bereits kurz nach seinem Beitritt wurde er in den Kreisvorstand der LINKEN gewählt und war 2010 Schatzmeister des Jugendverbandes. Außerdem ist er Mitglied des siebenköpfigen Stadtvorstandes der LINKEN in Greifswald. In der Hochschulpolitik engagierte André sich jedoch nie, da er sich politisch eher mit der kommunalen Politik statt der studentisch-parlamentarischen Arbeit identifizieren kann. Der politische Nutzen sei auf kommunaler Ebene einfach größer.&#8221;Ich engagiere mich lieber konkret, etwa durch Teilnahme an einer Demonstration oder Betreuung eine Infostandes, anstatt fünf Stunden im StuPa zu sitzen.&#8221;, so Andé.</p>
<p>Da die LINKE  in der aktuellen Legislaturperiode nach der CDU die  zweitstärkste Kraft  im Kreistag ist, geht André von einem guten Erbenis  seiner Partei bei  den Kommunalwahlen aus. Er rechnet mit einem  Stimmenanteil von mindestens 20  Prozent für die LINKEN. Seinem eigenen  Wahlerfolg steht er nicht ganz  so zuversichtlich gegenüber. Er sieht es  als sein persönliches Manko  an, dass er sich nicht in der  Hochschulpolitik engagiert hat und somit  bei den Studenten keinen großen  Bekantheitsgrad hat. Mit einem aktiven  Wahlkampf versucht er, sein  Defizit auszugleichen</p>
<h4>
<p><div id="attachment_59650" class="wp-caption alignleft" style="width: 176px"><img class="size-medium wp-image-59650" title="IMG_1476" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_1476-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /><p class="wp-caption-text">Mit einem angemessenen Wahlkampf stünden seine Chancen gar nicht soschlecht, findet André.</p></div></h4>
<p>Zwar liege ein großes Stück Arbeit vor ihm, aber durch angemessenen Einsatz sehe er seinen Chancen nicht allzu schlecht. &#8220;Ich will unbedingt in den Kreistag und bin bereit viel dafür zu tun,&#8221; sagt André. Seiner Auffassung nach sei er der richtige Kandidat für alle, die keine Kürzungen in der Sozialpolitik wollen. Sein junges Alter sieht er als seinen Pluspunkt. Politik brauche die Jugend. Als junger Mensch will er versuchen, alte Strukturen in der Kommunalpolitik aufzubrechen.</p>
<h4>DDR, Kommunismus und Nazis- Andés Ansichten zu zentralen Themen der LINKEN</h4>
<p>Das Konzept der DDR betrachtet André zweiseitg.&#8221;Die Idee war ja gut und schön, aber die Umsetzung ist nicht so gelungen,&#8221; meint er zu diesem Thema. Zwar war der Gedanke, allen gleiche Chancen auf etwa Bildung, Arbeit und Selbstverwirklichung zu gewähren, durchaus gut, sei aber an dem maroden Wirtschaftssystem der Deutsche Demokratische Republik gescheitert. Auch die mangelnde Meinungs- und Pressefreiheit sei ein großes Defizit gewesen. Dem Kommunismus generall generell stehe er ebenfalls realistisch gegenüber, da dieser seiner Meinung nach nicht realisierbar sei.</p>
<p>Das Problem der Nazi sieht André nicht so akut in Greifswald. In seinen Augen liege das Problem außerhalb der Stadt in den ländlichen Regionen. Die Öffentlichkeit dramtisiere die Greifswalder Situation und erkenne dafür den Ernst der Lage in den den Dörfern nicht. &#8220;Wir dürfen das Problem nicht hochputschen und die Nazis in Greifswald nicht stärker machen, als sie sind,&#8221; findet der Kandidat der Linken. Vor allem dürfe man Gewalt nicht mit Gegengewalt bekämpfen. Nazis zielen auf Themen wie ÖPNV, Ärztemangel und Jugendclubs, ab. Dadurch gewinnen sie Sympathien, &#8220;Unsere Aufgabe ist es, diese Aufgaben des Kreises so zu gestalten, dass für Nazis keine Anknüpfungspunkte mehr da sind,&#8221; schätzt André die Situation ein. Das sei schwierig, aber machbar. Für die ländlichen Regionen sei dies sogar essentiell.</p>
<p>Fotos: Susanne Große</p>
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		<title>TITEL Bitte beehren Sie uns nie wieder! &#8211; NPD-demo am 1. Mai</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 21:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 1. Mai versammelten sich rund 3 500 Protestler, um den demonstrierenden Nationalsozialisten zu zeigen, dass für sie in der Hansestadt Greifswald kein Platz ist. Am Ende des Tages hatten viele Einwohner der Stadt allen Grund zu jubeln. Ich hoffe, dass ich den NPD-Demonstrationszug nicht sehen muss, dann haben wir erfolgreich blockiert &#8211; Yvonne Görs spricht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 1. Mai versammelten sich rund 3 500 Protestler, um den demonstrierenden Nationalsozialisten zu zeigen, dass für sie in der Hansestadt Greifswald kein Platz ist. Am Ende des Tages hatten viele Einwohner der Stadt allen Grund zu jubeln.</strong></p>
<p>Ich hoffe, dass ich den NPD-Demonstrationszug nicht sehen muss, dann haben wir erfolgreich blockiert &#8211; Yvonne Görs spricht aus, was sich viele Vereine am 1. Mai erhofften. Als eine von mehreren Mahnwachen stand sie stellvertretend, gemeinsam mit anderen, für das „Jugendzentrum Klex“ und dem „Stadtjugendring“ an der Anklamer Straße Ecke Schönwalder Landstraße. Schon am Morgen kamen bereits fünfzig Leute aus Stralsund, um sich zu informieren.</p>
<p>Der Tag begann sonnig, doch kalter Wind sorgte für relativ niedrige Temperaturen. Die ersten Demonstranten sammelten sich morgens am Rubenowplatz, um kurze Zeit später gemeinsam mit weiteren Protestierenden ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Sowohl die Stadt Greifswald, als auch Universität und Schulen sowie zahlreiche andere Organisationen und Vereine engagierten sich im Vorfeld stark für eine friedliche, aber bestimmte Demonstration gegen die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Der gut gelaunte Demokratiezug setzte sich Richtung Rigaer Straße in Bewegung und lief zielgerichtet zum dort stattfindenen Demokratiefest.</p>

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<p>Gegen elf Uhr traf der Zug mit den bereits erwarteten Nationalsozialisten ein. Ein Block rasierter Köpfe lief über den Bahnsteig in Richtung Busbahnhof Süd. Die ersten Fahnen wurden unter der Menschenmenge verteilt. Sie reihten sich auf und begannen ihre Flaggen in eine geeignete Position zu bringen. Beim Anblick der Aufstellung lief einem ein kalter Schauer über den Rücken und kopfschüttelnd konnte man fast nicht glauben, dass das alles wirklich erlaubt war.</p>
<p>Gleichzeitig hatten sich bereits die ersten Sitzblockaden, sowohl in der Schönwalder Landstraße als auch in der Heinrich-Hertz-Straße, gebildet. Sie folgten dem Aufruf des Bündnisses „1. Mai – Greifswald Nazifrei“ und waren auch nach mehrmaliger</p>
<div id="attachment_56131" class="wp-caption alignright" style="width: 186px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/mm91_Greifswelt-30-infograf_Daniel_Focke.jpg"><img class="size-medium wp-image-56131" title="mm91_Greifswelt-30-infograf_Daniel_Focke" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/mm91_Greifswelt-30-infograf_Daniel_Focke-176x250.jpg" alt="" width="176" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Daten und Informationen zur NPD - inklusive Wahlergebnisse</p></div>
<p>Aufforderung der Polizei nicht bereit den Weg für die Nazis freizugeben. Die Polizei begann mit der angekündigten Räumung. „Die Polizei ist bis auf einige Ausnahmen relativ vernünftig bei den Räumungen vorgegangen. Die Stimmung unter den Demonstranten war sehr gut“, erklärt Tom Koenig*. Mittlerweile war es schon nach halb eins. Die Protestierenden hatten den Faschisten bereits eineinhalb Stunden ihrer Demonstrationszeit genommen. Dann kam das, was viele schon vermutet hatten. Die Route der NPD wurde geändert und lief die Hans-Beimler-Straße entlang. Das Aufgebot der Polizei sperrte sämtliche Seitenstraßen, um Störungen zu vermeiden. Die Fahnen der Nationalsozialisten  waren wieder ordentlich positioniert – es schien bald, als seien Winkel abgemessen worden, wie sie zu halten waren. Aus dem Lautsprecherwagen ertönte  „Deutsche Arbeitgeber, Deutsche Arbeitnehmer“. Die dumpfe Parole wurde lautstark von den NPD-Anhängern nachgegrölt. Doch der Buschfunk auf der Gegenseite schien gut zu funktionieren. Egal wohin der NPD-Zug marschierte, es entstanden immer wieder Blockaden. Am Ende blieb ihnen nur eins: der Rückzug. Von allen Seiten blockiert, mussten sie zurück zum Bahnhof Süd. Ein großer Erfolg für alle Gegendemonstranten. Jubelnd standen sie an den Straßenseiten und gaben noch mal richtig Gas mit ihren Gesängen. Sie hatten ihr Ziel erreicht: sie haben die NPD-Demo erfolgreich blockiert und auch Yvonne Görs musste den Zug nicht an ihrer Mahnwache vorbeilaufen sehen. Jedoch ließ man es sich seitens der NPD nicht nehmen, doch noch so etwas wie eine abschließende Kundgebung zu halten. Dabei kamen sie gänzlich von ihrem eigentlichen Demonstrationsthema „Unsere Heimat – unsere Arbeit“ ab und brachten geschichtliche Ereignisse aus ihrer Sicht hervor. Nach Beendigung der Veranstaltung wurden die Straßen zwar leerer, aber die Angst vor Ausschreitungen und Übergriffen stieg. Die Polizei stand jedoch wie eine schützende Grenze zwischen NPDlern  und Gegendemonstranten. Schlussendlich hat Greifswald die Nazis in ihre Schranken verwiesen. Hoffen wir, dass dies bei jeder Nazidemonstration Gang und Gebe wird.</p>
<p><em>Eine Reportage von Laura-Ann Schröder.</em></p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<blockquote><p><strong>Richtigstellung:</strong><br />
Dieser Text entspricht nicht ganz der Heft-Version des Artikels. Er wurde an einer Stelle korrigiert. Wir schrieben im Heft &#8220;Nationalsozialististische Partei Deutschlands (NPD)&#8221;. Das ist nicht korrekt. Korrekt ist &#8220;Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)&#8221;. Auch die hier verfügbare PDF wurde an entsprechender Stelle geändert.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webmoritz.de/2011/05/12/bitte-beehren-sie-uns-nie-wieder-nazidemo-am-1-mai/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neonazis müssen umdrehen</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/05/01/jetzt-live-ticker-zur-nazi-demo/</link>
		<comments>http://webmoritz.de/2011/05/01/jetzt-live-ticker-zur-nazi-demo/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 May 2011 06:14:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<description><![CDATA[In Greifswald Schönwalde I haben Blockierer mit Sitzblockaden erwirkt, dass die Demo der NPD erst umgeleitet werden und dann umdrehen musste. Die Route war damit wesentlich kürzer als ursprünglich geplant.  Im Ostseeviertel feierten derweil über 3.000 Menschen ein "Demokratiefest". Hier gibt's den webMoritz-Liveticker zum Nachlesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am heutigen &#8220;Tag der Arbeit&#8221; findet in Greifswald eine Demonstration der rechtsextremistischen NPD statt. Gleichzeitig sind mehrere Protestaktionen geplant. Über 1.000 Polizisten sollen für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit sorgen. Der webMoritz hält euch per Live-Ticker auf dem Laufenden. <a href="#Letzter">Für Ticker-Leser geht&#8217;s hier zum neuesten Eintrag am Ende dieser Seite.</a></p>
<p><strong>Leseraufruf: Wenn ihr im Zusammenhang mit der NPD-Demo oder den Protestaktionen etwas Interessantes und Aktuelles zu berichten habt oder Angaben über Ereignisse auf dem webMoritz vermisst, könnt ihr euch telefonisch in der Redaktion melden: 03834-861759.<span id="more-54817"></span></strong></p>
<p>Weitere aktuelle Informationen gibt&#8217;s im <a href="http://twitter.com/webmoritz" target="_blank">webMoritz-Twitterfeed</a> sowie beim <a href="http://ticker.hopto.org/" target="_blank">Ticker des Bündnisses &#8220;Greifswald Nazifrei&#8221;</a>.</p>
<div id="attachment_54865" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-medium wp-image-54865" title="Gegendemonstranten" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/gegendemonstranten-hertzstraße-250x214.jpg" alt="Auf der Hertzstraße hielt die Polizei gegen 8 Uhr Gegendemonstranten fest." width="250" height="214" /><p class="wp-caption-text">Auf der Hertzstraße hielt die Polizei gegen 8 Uhr Gegendemonstranten fest.</p></div>
<p>8:00 Der Live-Ticker nimmt seine Arbeit auf. In der Innenstadt ist es noch absolut ruhig, in Schönwalde sind aber bereits hunderte Polizisten auf den Beinen. Auch die ersten Gegendemonstranten und -Aktivisten sind unterwegs.</p>
<p>8:05 Wie uns mitgeteilt wird, werden in der Heinrich-Hertz-Straße Gegendemonstranten festgehalten. Sie sind bzw. waren vermutlich unterwegs zu einer der Blockadestellen. Blockiert werden sollte unter anderem am Flüchtlingsheim in der Spiegelsdorfer Wende. Eine Kundgebung dort war jedoch untersagt worden. Wie gut der Bereich, an dem dem Vernehmen nach trotzdem Aktionen stattfinden sollten, abgeriegelt ist, können wir zurzeit noch nicht sagen.</p>
<p>8:19 Die gestern Nachmittag/Abend von der DGB-Jugend entlang der Laufroute der NPD-Demo aufgehängten Plakate sind über Nacht &#8211; o Wunder &#8211; alle wieder abgerissen worden.</p>
<p>8:24 Etwa 50 Personen sitzen auf der Hertz-Straße.</p>
<p>8:34 Eine große Polizeikolonne rast zum Südbahnhof, was mehrere webMoritz-Redakteure vermuten lässt, dass dort nun die ersten Nazis aus dem Zug steigen.</p>
<h3>Bilder von der Heinrich-Hertz-Straße (Stand: 8:30 Uhr)</h3>

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<p>8:45 Zur Stichzeit der Demo &#8220;Uni ist bunt&#8221; am Rubenowplatz sind dort inzwischen mehr als 100 Leute eingetroffen. Das ist noch nicht besonders viel, unseren Informationen zufolge strömen zurzeit aber aus allen Richtungen weitere Teilnehmer hinzu.</p>
<p>8:51 Unsere Redakteure schätzen, das inzwischen etwa 80 Leute auf der Hertzstraße sitzen. Einen Versuch der kleineren Blockadegruppe, sich auf die größere zuzubewegen hat die Polizei unterbunden.</p>
<p>8:59 Auch auf dem Markt befinden sich etliche hundert Menschen, erfahren wir soeben. Am Rubenowplatz wird die Anzahl der Teilnehmer derweil auf 500 Menschen geschätzt, allerdings mehr Schüler als Studenten. StuPa-Präsident Eric Makswitat rief in einer Ansprache zu friedlichen, aber entschlossenen Protesten auf.</p>
<h3>Bilder vom Demo-Auftakt am Rubenowplatz (Stand: 9:00 Uhr)</h3>

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<p>9:00 In der Schönwalder Landstraße soll sich zwischenzeitlich ebenfalls eine Blockade befinden.</p>
<p>9:03 Es gibt nun auch Blockaden in der Schönwalder Landstraße und in der Beimlerstraße. Nach Polizeiangaben wird die Blockade in der Hertzstraße zunächst nicht geräumt.</p>
<p>9:05 Entgegen anderslautender Angaben wird die Blockade in der Hertzstraße nun doch von der Polizei geräumt. Das gleiche Schicksal ereilte die Blockade in der Beimlerstraße, die allerdings auch nur aus 10-15 Personen bestand.</p>
<p>9:12 Die Polizei gibt unseren Redakteuren gegenüber an, verschiedene Straßen seien zum &#8220;Sperrgebiet&#8221; erklärt worden. Abgesehen von den  bereits auf der Straße sitzenden Blockierern, erhalte jeder, der sich dort aufhalte und nicht zur NPD-Demo wolle, umgehend eine Strafanzeige. Aha.</p>
<p>9:14 Unbestätigten Gerüchten zufolge sitzen in der Schönwalder Landstraße etwa 180 Leute auf der Straße. Unsere Redakteure vor Ort können diese Zahl noch nicht bestätigen.</p>
<div id="attachment_54909" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/hhertzstraße_0920.jpg"><img class="size-medium wp-image-54909" title="hhertzstraße_0920" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/hhertzstraße_0920-250x187.jpg" alt="Situation auf der Hertzstraße um 9:20 Uhr." width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Situation auf der Hertzstraße um 9:20 Uhr.</p></div>
<p>9:19 Tatsächlich sitzt in der Schönwalder Landstraße eine größere Menschengruppe auf der Straße, nach Angaben unserer Redakteure bis zu 100 Menschen. Auf der Hertzstraße wird den Blockierern dieweil die Räumung inklusive entsprechender rechtlicher Konsequenzen angedroht.</p>
<p>9:23 An der Demo &#8220;Uni ist bunt&#8221; in der Innenstadt nehmen zahlreiche Dozenten der Philosophischen Fakultät teil. Auch Dekan Prof. Alexander Wöll ist mit von der Partie.</p>
<p>9:25 Während auf der Hertz-Straße mit Räumung gedroht wird, steigt dort erstaunlicherweise gleichzeitig die Anzahl der Blockierer.</p>
<p>9:31 Nun wird auf der Hertzstraße wohl doch nicht geräumt. Dort wurden viele Polizisten abgezogen. Gleichzeitig haben sich die dortigen drei Blockadegruppen zu einer großen, jetzt über 100 Leute zählenden, Blockadegruppe vereinigt.</p>
<div id="attachment_54912" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-admin/Friedliche Demo gegen Rechts an der Europakreuzung (Foto: Eric Makswitat)"><img class="size-medium wp-image-54912" title="demo_europakreuzung_em" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/demo_europakreuzung_em-250x186.jpg" alt="Friedliche Demo gegen Rechts an der Europakreuzung (Foto: Eric Makswitat)" width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Friedliche Demo gegen Rechts an der Europakreuzung (Foto: Eric Makswitat)</p></div>
<p>9:32 Am Markt sind soeben über 1.300 (Quelle: Polizei) Demonstranten in Richtung Ostsee-Viertel losgezogen. Die Stimmung sei gut und friedlich, sagt unser Redakteur.</p>
<p>9:39 Die Ostsee-Zeitung berichtet, dass in einem Zug, der gegen 10:30 in Greifswald Süd ankommen soll, über 100 Neonazis sitzen.</p>
<p>9:41 Sergej Prokopkin von der Grünen Hochschulgruppe sitzt in der Blockade auf der Hertz-Straße uns sagte gegenüber dem webMoritz, man habe dort einen schönen Platz gefunden, von dem man sich nicht wegbewegen werden. Er erinnerte an den absolut friedlichen und gewaltfreien Charakter der Sitzblockade. Weiter: &#8220;Wir können es nicht dulden, dass die blöden Faschisten durch unsere Stadt marschieren.&#8221; Die Polizei bestätigte uns indes, dass sie die Blockade auf der Hertzstraße als friedliche Versammlung anerkenne und vorerst nicht einschreiten wolle.</p>
<p>9:45 Am Südbahnhof sammeln sich derweil die ersten Neonazis und fotografieren emsig unsere Mitarbeiter. Wir danken recht herzlich.</p>
<p>10:00 In der Hertzstraße und in der Schönwalder Landstraße sitzen derzeit je über 100 Leute auf der Straße. Dazu sind zahlreiche Gegendemonstranten noch unterwegs. Verschiedenen Schätzungen zufolge sind über 3.000 Personen gegen Rechts in Greifswald unterwegs.</p>
<h3>Bilder von der Demo am Markt und Umgebung (Stand: 9:15 Uhr)</h3>

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<p>10:01 Vor einer knappen Stunde sagte Oberbürgermeister Dr. Arthur König (CDU) auf dem Markt: „Braunes Gedankengut hat hier in Greifswald keinen Platz.“ Ausländische Mitbürger gehörten zu Greifswald: „Sie bereichern uns und sind immer willkommen.“ Die große Zahl an Menschen hier zeige, dass vielen Greifswaldern es eine „Herzesanlegenheit ist, dem Rechtsextremismus entgegenzutreten.“</p>
<p>10:04 Die Polizei hat derweil in der Hertzstraße mit einer zweiten Durchsage die Räumung angedroht.</p>
<div id="attachment_54926" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-admin/Foto vom Hinterhof des Studentenwohnheims Geschwister-Scholl-Straße"><img class="size-medium wp-image-54926" title="katz-und-maus-beimler" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/katz-und-maus-beimler-250x187.jpg" alt="Foto vom Hinterhof des Studentenwohnheims Geschwister-Scholl-Straße" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Foto vom Hinterhof des Studentenwohnheims Geschwister-Scholl-Straße: Katz- und Maus-Spiel mit der Polizei</p></div>
<p>10:05 Mitarbeiter des moritz-Magazins und weitere Informanten berichten uns von einem &#8220;Katz-und-Maus-Spiel&#8221; der Polizei auf den Hinterhöfen in der Beimlerstraße. Der dortige Straßen-Bereich sei hermetisch abgeriegelt.</p>
<p>10:12 Wir erfahren, dass wir zurzeit möglicherweise der einzige &#8220;funktionsfähige&#8221; Ticker sind. Wir sind uns unserer großen Verantwortung bewusst. <img src='http://webmoritz.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  &#8211; Wir empfehlen allerdings auch, auf Twitter <a href="http://twitter.com/#!/search/%23nazishgw" target="_blank">unter dem Suchbegrif &#8220;#nazishgw&#8221; mitzulesen</a>.</p>
<p>10:18 Wir erfahren, dass es noch erhebliche Störaktionen in der Beimlerstraße gibt. Gerüchten zu Folge gibt es auch immer wieder Blockaden, aber das können wir nicht bestätigen (und halten es auch für etwas unrealistisch).</p>
<div id="attachment_54933" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/friedliche-demo-em.jpg"><img class="size-medium wp-image-54933" title="friedliche-demo-em" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/friedliche-demo-em-250x186.jpg" alt="Inzwischen laufen mehr als 2.000 friedliche Demonstranten in Richtung Ostseeviertel. (Foto: Eric Makswitat)" width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Inzwischen laufen mehr als 2.000 friedliche Demonstranten in Richtung Ostseeviertel. (Foto: Eric Makswitat)</p></div>
<p>10:20 Der Zug der friedlichen Demo ist inzwischen kurz vor dem Ostseeviertel. Die Polizei zählt inzwischen über 2.000 Teilnehmer.</p>
<p>10:24 In der Hertzstraße sitzen etwa 150 Menschen auf der Straße. Die Stupisten Marwin Hopf und Marian Wurm (SDS) sagen unseren Redakteurinnen, sie seien überzeugt, dass man den Nazis entgegentreten müsse. Die Aktionen der vergangenen Tage hätten dies nochmal sehr deutlich gezeigt. Die beiden freuen sich über die breite Masse, die gegen die Nazis demonstrieren. Besonders erfreulich sei, dass alle Generationen vertreten seien und alle zusammenhielten. Sergej Propkopkin betonte abermals, dass die Blockade eine Ordnungswidrigkeit und keine Straftat sei. Auch desewegen wolle man unbedingt sitzenbleiben.</p>
<p>10:27 Verschiedene webMoritz-Redakteure haben das &#8220;NPD-Mobil&#8221; auf dem Weg zum Südbahnhof gesichtet. Die Polizei teilte den Blockierern in der Schönwalder Landstraße derweil einige Auflagen mit: Keine Glasflaschen, keine Wurgegenstände und kein Alkohol. Wir hoffen, dass das für alle Blockierer selbstverständlich ist&#8230;</p>
<p>10:30 Unsere Angaben von 10:24 waren in Teilen falsch und wurden korrigiert. Zurzeit werden uns folgende Zahlen mitgeteilt (von Blockierern): In der Hertzstraße sitzen 150 Blockierer, in der Beimlerstraße circa 50 und in der Schönwalder Landstraße deutlich mehr als 150.</p>
<p>10:32 So ganz sicher wissen wir nicht, ob in der Beimlerstraße wirklich eine Blockade steht. Wir sind mit diesbezüglichen Angaben daher ab jetzt wieder etwas vorsichtiger.</p>
<p>10:35 Polizeisprecher Axel Falkenberg sagte dem webMoritz, es gebe zurzeit zwei zwei Blockaden mit je etwa 80 Leuten. Eine weitere Blockade in der Beimlerstraße habe die Polizei verhindert. Am Südbahnhof befänden sich zurzeit noch deutlich weniger als 100 rechtsgerichtete Personen, das werde sich aber voraussichtlich in der nächsten halben Stunde ändern. Der Polizeisprecher nannte des Weiteren die Zahl von 3.000 Teilnehmern an der Demo gegen Rechts.</p>
<p>10:38 Demo-Teilnehmer berichten, dass die Polizei in der Beimlerstraße selbst Anwohner nicht mehr passieren lässt.</p>
<p>10:41 Es gibt verschiedene Hinweise auf eine neuerliche Aktion von Blockierern in der Beimlerstraße, in Höhe der Waldorf-Schule. Die Polizei versucht, das durch strenge Absperrungen zu verhindern.</p>
<p>10:43 Die 3.000 Demonstranten der friedlichen Demo erreichen jetzt das Ostseeviertel. Entsprechend wird das Demokratiefest in Kürze starten. Die Demo soll bis auf eine geringfügige Störaktion am Karl-Liebknecht-Ring problemlos und vor allem gewaltfrei verlaufen sein.</p>
<p>10:44 Auf der Beimlerstraße sitzen zurzeit knapp 50 Personen. Sagen unsere Redakteure.</p>
<p>10:48 Gerüchten zufolge hat sich die Nazidemo bereits in Bewegung gesetzt und zwar in Richtung Hertzstraße. Es sollen inzwischen über 200 rechte Demonstranten vor Ort sein. Was aus der Blockade in der Hertzstraße geworden ist, wissen wir aktuell nicht.</p>
<p>10:51 Was wir wissen: Dass die Blockade auf der Hertzstraße noch existiert, auch wenn die Räumung wohl (zum wiederholten Male) kurz bevorsteht. Was wir zurzeit nicht verifizieren können: Ob sich die Neonazis wirklich dorthin in Bewegung gesetzt haben.</p>
<p>10:54 Auch die Blockierer in der Schönwalder Landstraße sind inzwischen von der Polizei eingekesselt, berichtet ein Teilnehmer.</p>
<div id="attachment_54953" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/anklamer_thaelmann_diggah.jpg"><img class="size-medium wp-image-54953 " title="anklamer_thaelmann_diggah" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/anklamer_thaelmann_diggah-250x186.jpg" alt="Neue Blockade in der Thälmann-Str/Anklamer Str. (Foto: @diggah via twitter)" width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Neue Blockade in der Thälmann-Str/Anklamer Str. (Foto: &quot;diggah&quot; via twitter)</p></div>
<p>10:56 Man teilt uns mit, es gebe eine neue Blockade in der Anklamer Str., Ecke Thälmannring, mit circa 100 Teilnehmern. (<a href="http://yfrog.com/z/h7zyuwqj" target="_blank">Hier gibt&#8217;s ein entsprechendes Foto</a>.)</p>
<p>11:00 Die Hinweise verdichten sich, dass sich die Neonazis noch nicht in Bewegung gesetzt haben. Das hätte angesichts der Blockadesituation auch wenig Sinn ergeben. Das Polizeiaufgebot in der Hertzstraße wird derweil weiter stark erhöht, sodass nun tatsächlich mit einer Räumung gerechnet werden muss.</p>
<p>11:04 Unsere Redakteure berichten, dass die Polizei jetzt die endgültige Räumung der Hertzstraße ausgerufen hat. Den Blockierern wird per Durchsage abermals mit Platzverweisen gedroht. Die Blockierer haben zurückgegeben, dass sie nicht räumen wollen. Die <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/greifswald/index.phtml" target="_blank">ebenfalls tickernde Ostsee-Zeitung</a> vermeldet derweil die Ankunft von NPD-Obercharge Udo Pastörs.</p>
<p>11:09 Die Polizeikräfte heben die ersten Teilnehmer der Blockade in der Hertzstraße an und beginnen, sie fortzutragen.</p>
<p>11:12 Während die Blockierer einzeln fortgetragen werden skandiert die Gruppe Verse wie &#8220;Wir sind friedlich, was seid ihr?&#8221; und &#8220;Deutsche Polizisten schützen die Faschisten.&#8221;</p>
<p>11:14 Beim Demokratiefest im Ostseeviertel haben inzwischen zahlreiche Redner gesprochen, unter ihnen Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD).</p>
<div id="attachment_54964" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/blockierer-wegtragen.jpg"><img class="size-medium wp-image-54964" title="SAMSUNG" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/blockierer-wegtragen-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Ein/e Blockierer/in in der Beimlerstraße wird von Polizisten weggetragen.</p></div>
<p>11:16 Wie uns mitgeteilt wird, geht es auch einer Mahnwache am Schönwaldecenter in Kürze an den Kragen.</p>
<p>11:25 Wem unser Geticker hier langsam auf die Nerven geht, kann sich die äußerst informative Sondersendung auf Radio98Eins anhören. Entweder per 98,1 UKW oder <a href="http://www.98eins.de/home/index.html" target="_blank">im Livestream</a>. Wir hören auch mit, (aber tickern natürlich auch weiter.)</p>
<p>11:36 Verschiedene Teilnehmer berichten, dass die Blockade an der Thälmannstraße nach wie vor zugänglich ist und dort inzwischen über 100 Teilnehmer sitzen. An der Hertzstraße wird emsig weiter geräumt, <a href="http://twitpic.com/4ruujs" target="_blank">siehe auch hier</a>.</p>
<p>11:45 Wie wir soeben erfahren, werden die fortgetragenen Blockierer nicht komplett festgehalten. Sie würden nach dem Forttragen gefragt, ob sie gehen möchten oder bleiben wollen, sagte unsere Informantin. Es sei angeblich erkennbar, dass es den Polizisten an personeller Kapazität mangele, die Blockade effektiv abzuräumen.</p>
<p>11:55 Unsere Redakteure berichten, das Tempo der Räumungen werde deutlich angezogen. Derweil versuchen offenbar immer mehr Teilnehmer der friedlichen Demo, aus dem Ostseeviertel nach Schönwalde zu kommen. Das scheint sich aber als äußerst schwierig zu gestalten.</p>
<p>12:02 Polizeipressesprecher Axel Falkenberg sagte gegenüber einem webMoritz-Redakteur, dass die Blockade an der Hertzstraße auf jeden Fall komplett geräumt werden solle. Anschließend würde in Absprache mit dem Veranstalter, also der NPD, besprochen, wie es weitergehen soll. Unser Redakteur berichtet, es sei die Bereitschaft erkennbar gewesen, auch die übrigen Blockaden zu räumen.</p>
<h3>Bilder von der Demo und dem Demokratiefest (Stand: 12:00 Uhr)</h3>

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<p>12:09 Auf der Hertzstraße gibt es bereits seit Längerem eine stabile zweite Blockade. Das könnte den Effekt der Räumung der ersten Blockade empfindlich verringern&#8230; Insgesamt wird von sechs größeren Blockaden berichtet.</p>
<p>12:13 Wir zitieren den <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/greifswald/index.phtml" target="_blank">Ticker der Ostsee-Zeitung</a>: &#8220;Polizei und Stadt sollen mit der NPD über eine Verkürzung der Demo-Route diskutieren. Grund: Ordnungskräfte sollen Strecke nicht absichern können. Es gibt immer mehr Blockaden. Rechtsextremisten stehen nach wie vor still.&#8221;</p>
<p>12:23 Eine unserer Redakteurinnen berichtet von sehr hartem Vorgehen der Polizei in mindestens einem Fall. Eine Demonstrantin sei hart angefasst und weggetragen worden, obwohl sie geblutet und vor Schmerzen geschrieen habe.</p>
<p>12:28 Einer unserer Redakteure hat uns bestätigt, dass Stadtverwaltung, Polizei und NPD-Anführer derzeit über eine Änderung der Demonstrationsroute verhandeln. Wegen der insgesamt sieben Blockaden sei es schwierig, die ursprünglich geplante Route zu wählen.</p>
<div id="attachment_54990" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/thaelmann-anklamer-diggah.jpg"><img class="size-medium wp-image-54990" title="thaelmann-anklamer-diggah" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/thaelmann-anklamer-diggah-250x186.jpg" alt="" width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">So sieht es zurzeit an der Thälmannstr./Anklamer Str. aus (Foto: &quot;diggah&quot; via twitter)</p></div>
<p>12:31 Angeblich sollte sich die NPD-Demo um 12:30 Uhr in Bewegung setzen. Entsprechende Angaben darüber, ob das wirklich so passiert ist, liegen uns allerdings noch nicht vor.</p>
<p>12:32 Radio 98Eins berichtet, dass laut Polizeiangaben über 700 Teilnehmer bei über 7 Sittblockaden teilnehmen. Die Polizei halte eine Räumung für schwer realisierbar.</p>
<p>12:35 Die NPD-Führung der Demo hat der Polizei ein Ultimatum gesetzt: Wenn sie sich nicht bald in Bewegung setzen könne, werde sie die Versammlung am Südbahnhof auflösen und stattdessen dem Demokratiefest einen Besuch abstatten.</p>
<p>12:39 Der NPD-Zug setzt sich jetzt in Bewegung. Es geht wohl zunächst die Beimlerstraße herunter.</p>
<p>12:42 Eine Redakteurin berichtete uns, die Landtagsabgeordnete Barbara Borchardt (Linke) habe die Polizei bei den Räumungen in der Hertzstraße deutlich angegangen und von unverhältnismäßiger Gewalt insbesondere gegenüber Frauen gesprochen. Sie habe dem leitenden Beamten mit dem Innenminister gedroht, dieser habe äußerst beleidigt reagiert und seinerseits ein Nachspiel angekündigt.</p>
<p>12:43 Auf der Beimlerstraße steht die Räumung der Sitzblockade unmittelbar bevor. Am Südbahnhof läuft jetzt die NPD-Kundgebung.</p>
<p>12:46 Dass die Route wirklich umgekehrt verlaufen soll, ist auch noch nicht sicher.</p>
<p>12:49 Die Sitzblockade in der Hertzstraße ist inzwischen vollständig aufgelöst. Dieweil ist ein anonymer Anrufer sicher, dass die Demo &#8220;definitiv&#8221; zunächst durch die Beimlerstraße verlaufen soll. Soso.</p>
<h3>Beginn der NPD-Demo mit knapp 2h Verspätung (Stand: 12:45 Uhr)</h3>

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<p>12:57 Entlang der Demo-Route verteilen NPD-Aktivisten Flugblätter an Infomaterial an Anwohner. Gleichzeitig stehen vereinzelt Mitbürger am Straßenrand und stoßen Buh-Rufe aus.</p>
<p>13:00 Die NPD-Demo wird von unserem Redakteur auf circa 400 Teilnehmer geschätzt. <del></del>Die Demonstranten sind nach wie vor in der Beimlerstraße und haben die Kreuzung mit dem Karl-Liebknecht-Ring passiert. Inzwischen laufen sie auf die Krullstraße zu, in die sie abbiegen wollen.</p>
<p>13:07 Die Demo biegt in die Krullstraße ein. An der Spitze läuft der Landtagsabgeordnete und Oberrädelsführer Udo Pastörs.</p>
<p>13:10 Ein paar Nazi-Gegner haben die Demo gestört und entsprechende Parolen gerufen.</p>
<p>13:12 Einsatzkräfte stehen mit Pfefferspray in der Hand entlang der Route und schauen in die Seitenstraßen, von wo aus sie &#8220;Angriffe&#8221; autonomer Kräfte befürchten.</p>
<div id="attachment_55136" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a rel="attachment wp-att-55136" href="http://webmoritz.de/2011/05/01/jetzt-live-ticker-zur-nazi-demo/blockade-durchbruchversuch-pfefferspray-marco_wagner/"><img class="size-medium wp-image-55136" title="Blockade-Durchbruchversuch-Pfefferspray-Marco_Wagner" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/Blockade-Durchbruchversuch-Pfefferspray-Marco_Wagner-250x150.jpg" alt="" width="250" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Durchbruchversuch von Gegendemonstranten durch eine Polizeiblockade kam es zum Einsatz von Pfefferspray.</p></div>
<p>13:17 Die Polizei hat Pfefferspray gegen rabiate Gegendemonstranten eingesetzt. Etwa 100 Gegendemonstranten befinden sich noch an der Krullstraße in unmittelbarer Nähe zur NPD-Demo.</p>
<p>13:12 Der Zug stockt nach wie vor am Kreisverkehr Lomonossow-Alle/Liebknechtring. Die Route der NPD-Demo wird wohl erheblich gekürzt und soll jetzt über die Lommonossowallee und den Dubnaring verlaufen.</p>
<p>13:25 Die NPD plant eine Kundgebung am Schönwalde Center, heißt es seitens der Polizei.</p>
<div id="attachment_55031" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/lomo.jpg"><img class="size-medium wp-image-55031" title="lomo" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/lomo-250x186.jpg" alt="Lomonossowallee" width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Lomonossowallee</p></div>
<p>13:27 Am Dubnaring haben Nazi-Gegner eine Art menschliche Straßensperre errichtet. Die Demo musste anhalten. Die Polizei versucht, die Strecke zu räumen. Am Ärztehaus soll es derweil Zusammenstöße zwischen Polizei und Gegendemonstranten gegeben haben. Unter anderem habe ein Polizist eine Demonstrantin getreten, heißt es von den Gegendemonstranten. Die Stimmung sei entsprechend aufgeheizt.</p>
<p>13:30 Die blockierenden Gegendemonstranten sind zügig abgeräumt worden. Der NPD-Demozug bewegt sich weiter. Eben soll in oder an der Nazi-Demo Pyrotechnik detoniert sein. Zu schaden gekommen ist aber angeblich niemand.</p>
<p>13:32 Die Demo bewegt sich auf die Kreuzung Lomonossowallee/Thälmannring zu. Die Frage ist, ob die Behörden die NPD dort bereits wieder in Richtung Südbahnhof zurückschicken können. Es darf aber bezweifelt werden, dass die NPD das mit sich machen lässt.</p>
<p>13:35 Die Demo ist nun an besagter Stelle zum Stehen gekommen. Werden es die Nazis möglicherweise nicht bis Schönwalde II schaffen?</p>
<p>13:46 Sozialsenator Dr. Ulf Debmski (SPD), der als Leiter der Greifswalder Ordnungsbehörde anwesend ist, sagte zum webMoritz, es gebe noch keine Einigung. Man wolle aber versuchen, ein Einbiegen der Demo in den Thälmannring ganz zu verhindern.</p>
<p>13:50 Wir hatten die Demo kurz an der falschen Stelle verortet. Sie steht tatsächlich derzeit an der Kreuzung Thälmannring/Lomonossowallee. Die entsprechenden Stellen im Ticker wurden korrigiert.</p>
<p>13:51 Inoffiziellen Quellen zufolge geht es nun tatsächlich nicht nach Schönwalde. Stattdessen soll die Demo zunächst auf die Schönwalder Landstraße weitergeführt werden.</p>
<p>13:52 Sozialsenator Ulf Dembski hat uns soeben erklärt, es gehe tatsächlich zunächst zur Schönwalder Landstraße. Dort sehe man weiter. Es ist also noch nicht entschieden, ob die Demo wirklich nicht mehr in Richtung Schönwalde II kommt.</p>
<div id="attachment_55043" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/nazidemospitze.jpg"><img class="size-medium wp-image-55043" title="nazidemospitze" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/nazidemospitze-250x187.jpg" alt="Die Spitze der Demo." width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Die Spitze der Demo.</p></div>
<p>13:54 Im Bereich Thälmannring/Anklamer Straße soll es mehrere Zusammenstöße gegeben haben. Die Polizei habe grundlose Gewalt angewendet und den Schlagstock zur Hand genommen (aber wohl nicht gegen Demonstranten eingesetzt). Diese Angaben sind aber noch nicht verifiziert.</p>
<p>13:57 Die Polizei soll sich im Bereich Thälmannring zurückziehen. Die Anklamer Landstraße ist gleichzeitig weiterhin blockiert. Die Demo bewegt sich indes langsam weiter auf der Lomonossowallee.</p>
<p>14:01 Wie wir aus höchst inoffiziellen Quellen erfahren haben, könnte die NPD-Demo tatsächlich zum Bahnhofzurückgeleitet werden, wenn sich zügig eine große Sitzblockade auf der Anklamer Landstraße in Richtung Schönwalde II bildet&#8230;</p>
<p>14:05 Der Demonstrationszug bewegt sich an der Hertzstraße vorbei in Richtung Schönwalder Landstraße.</p>
<p>14:07 Ein paar (höchst vage) Zahlen: Den unter 500 Nazis stehen deutlich mehr als 1.000 Aktivisten gegenüber.</p>
<div id="attachment_55046" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/lomo_schoenwalder.jpg"><img class="size-medium wp-image-55046" title="lomo_schoenwalder" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/lomo_schoenwalder-250x186.jpg" alt="Die Demo stockt am Ende der Lomonossowallee." width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Die Demo stockt am Ende der Lomonossowallee.</p></div>
<p>14:09 In der Schönwalder Landstraße Richtung Anklamer Straße hat sich eine Sitzblockade aufgebaut. Dennoch wird derzeit vorsichtig damit gerechnet, dass die Demo noch den Weg in Richtung Schönwalde II nimmt.</p>
<p>14:14 Der Zug steht nun an der Ecke Lomonossowallee/Schönwalder Landstraße.</p>
<p>14:20  Je nach dem, ob sich noch mehr Gegendemonstranten in der Schönwalder Landstraße sammeln, wird die Entscheidung fallen, ob die Demo zum Südbahnhof zurück geleitet wird.</p>
<p>14:23 Der NPD-Demonstrationszug biegt jetzt in die Schönwalder Landstraße in Richtung Anklamer Straße ein. Wie wir erfahren, ist geplant, die NPD-Demo einfach am Rande der Blockierer vorbeizuleiten&#8230;</p>
<div id="attachment_55054" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-55054" title="blockade-schoenwalderlandstr" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/blockade-schoenwalderlandstr.jpg" alt="Aktuelle Lage auf der Schönwalder Landstraße." width="500" height="234" /><p class="wp-caption-text">Aktuelle Lage auf der Schönwalder Landstraße.</p></div>
<p style="text-align: left;">14:31 Es heißt, die Gegendemonstranten auf der Schönwalder Landstraße hätten sich erhoben und bildeten nun &#8211; abgeschirmt von der Mitte der Straße &#8211; eine Art Spalier für die NPD-Demo.</p>
<p style="text-align: left;">14:36 Eine größere Sitzblockade in der Anklamer Landstraße, in der unter anderem auch Ingo Schlüter vom DGB sitzt, ist noch nicht geräumt. Da sie über 100 Teilnehmer zählt, könnte das auch schwierig werden.</p>
<p style="text-align: left;">14:42 Es herrscht Ratlosigkeit: Die personalstarke Blockade räumen oder die Nazis mitten in der Landstraße wenden lassen?</p>
<p style="text-align: left;"> </p>
<div id="attachment_55064" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-55064" title="grosse-blockade-schoenwalder-landstr" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/grosse-blockade-schoenwalder-landstr1.jpg" alt="" width="500" height="250" /><p class="wp-caption-text">Die große Sitzblockade auf der Schönwalder Landstraße.</p></div>
<p>14:54 Es gibt zurzeit keine neuen Infos. Die Blockade umfasst circa 200 Leute und offensichtlich macht die Polizei keine Anstalten, sie zu räumen. Verschiedenen Quellen zufolge fehlt ihr dafür das Personal. Die NPD-Demo steht jedenfalls seit geraumer Zeit am Anfang der Schönwalder Landstraße.</p>
<p>14:59 Es wird hektisch verhandelt. Aber etwas Neues gibt es aktuell nicht.</p>
<p>15:01 Wir hören, dass die Anzahl der Gegendemonstranten immer weiter steigt, inzwischen schätzen unsere Mitarbeiter auf bis zu 500 Menschen im Umfeld der Schönwalder Landstraße.</p>
<p>15:02 Polizeipressesprecher Axel Falkenberg hat die Zahl von über 500 Gegendemonstranten gerade bestätigt. Wir warten auf eine Entscheidung über den Fortgang der Demo. Aber da die Polizei offenbar nicht in der Lage ist, die Blockade der Gegner zu räumen, werden die Neonazis wohl umdrehen müssen.</p>
<div id="attachment_55085" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/pastoers-dembski.jpg"><img class="size-medium wp-image-55085 " title="pastoers-dembski" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/pastoers-dembski-250x186.jpg" alt="Udo Pastörs (NPD) droht Sozialsenator Ulf Debmski (SPD) Konsequenzen an." width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Udo Pastörs (NPD) droht Sozialsenator Ulf Debmski (SPD) Konsequenzen an.</p></div>
<p>15:05 Udo Pastörs diskutiert gerade mit Sozialsenator Ulf Dembski  und droht im Konsequenzen an. Er verstehe nicht, wie so etwas passieren könne.</p>
<p>15:06 Die ersten Neonazis drehen wohl um. Es geht wohl trotzdem noch nicht zurück zum Bahnhof, sondern gibt eine neuerliche Alternativroute.</p>
<p>15:08 Kommando zurück: Nach Angaben eines Offiziellen geht es jetzt wohl durch die Hertzstraße zurück zum Bahnhof.</p>
<p>15:10 Polizeipressesprecher Axel Falkenberg hat dem webMoritz gegenüber bestätigt, dass die Demo jetzt zurück zum Südbahnhof zieht und sich dort nach einer Kundgebung auflösen wird. Die Sorge der Polizei gilt jetzt der Tatsache, was die Nazis nach Ende der Demo tun werden.</p>
<p><embed type="application/x-shockwave-flash" width="499" height="284" src="http://www.youtube.com/v/771YebLpjhc?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></p>
<p>15:15 Die Sitzblockade, die das Umdrehen der Nazis ausgelöst hat, beginnt bereits zu diffundieren. Das könnte aber ein bisschen zu früh sein&#8230;</p>
<div id="attachment_55088" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/nazis-drehen-um.jpg"><img class="size-medium wp-image-55088 " title="nazis-drehen-um" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/nazis-drehen-um-250x186.jpg" alt="" width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Die NPD-Demo musste auf offener Straße wenden.</p></div>
<p>15:20 Wenn die Demo so zu Ende geht, wie es jetzt geplant ist, sind die Neonazis circa 3,5 statt 7 Kilometer gelaufen.</p>
<p>15:22 Die Neonazis haben nun tatsächlich umgedreht.</p>
<p>15:23 Der Demonstrationszug ist inzwischen in die Hertzstraße eingedrungen.</p>
<p>15:28 In der Heinrich-Hertz-Straße/Joliot-Curie-Straße stockt der Demonzug. Dort soll nun die finale Kundgebung stattfinden.</p>
<p>15:36 Ein rechter Einheizer beleidigt bei der Kundgebung Sozialsenator Ulf Debmski und seine Frau Christine (Vorsitzende des Präventionsrats) als &#8220;rote Mischpoke&#8221; und mit ähnlichen weiteren Vokabeln. Die Rede von Udo Pastörs steht noch bevor.</p>
<p>15:45 Die Gegendemonstranten werden möglichst weit entfernt von der Neonazi-Demo festgehalten. Eine Redakteurin berichtet, im Thälmannring gebe es immer noch eine Straßensperre, sodass die Teilnehmer der verschiedenen Blockaden nach Möglichkeit nicht in die Nähe der Hertzstraße kommen sollen.</p>
<p>15:47 Die NPD-Chargen hindern zahlreiche Journalisten an der Berichterstattung und fordern sie auf, sich hinter die Polizeiabsperrungen zu bewegen. Der Einheizer spricht immer noch und beleidigt zahlreiche Persnölichkeiten aus Kommunal- und Landespolitik.</p>
<div id="attachment_55113" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/nazitruck.jpg"><img class="size-medium wp-image-55113 " title="nazitruck" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/nazitruck-250x186.jpg" alt="Kundgebung mit mobiler Bühne. Wir empfehlen: &quot;Klappe zu, Affe(n) ...!&quot;" width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Kundgebung mit mobiler Bühne. Wir empfehlen: &quot;Klappe zu, Affe(n) ...!&quot;</p></div>
<p>15:49 Gleich beginnt vermutlich eine Rede von Udo Pastörs. Am Rande der Kundgebung versuchen Agitatoren der NPD, mit Jugendlichen und Anwohnern ins Gespräch zu kommen.</p>
<p>16:06 An der Kundgebung der NPD nehmen etwa 300 Teilnehmer teil. Angekündigt waren 500.</p>
<p>16:12 Inzwischen finden sich auch immer mehr Gegendemonstranten in unmittelbarer Nähe zur Nazi-Kundgebung ein.</p>
<p>16:18 Die Kundgebung ist jetzt beendet. Offenbar ist noch nicht so ganz klar, wie es weitergeht, aber die Richtung ist klar: 200 Meter bis zum Bahnhof und dann Abmarsch. Die ersten Fahnen werden eingerollt.</p>
<p>16:25 Nun beginnt das allgemeine Nach-Hause-Gehen der Neonazis. Die Fahnen werden eingerollt und sie machen sich &#8211; unter weiterer Polizeibegleitung &#8211; auf zum Südbahnhof. Die Neonazi-Gegendemonstranten verteilen sich derweil dezentral. Es existiert unter Anderem ein Aufruf, zum Hauptbahnhof in der Innenstadt zu laufen, um dort Spontan-Aktionen der NPD-Anhänger zu verhindern.</p>
<p>16:32 Die Demo ist offiziell beendet. Das nimmt auch der webMoritz zum Anlass, seine Ticker-Berichterstattung an dieser Stelle zu beenden. Wenn noch etwas wichtiges passiert, erfahrt ihr es hier.</p>
<p><em>Hinweis: Die webMoritz-Redaktion ist bestrebt, allen Lesern die Möglichkeit zu geben, Leserkommentare unter diesem Artikel zu veröffentlichen, ohne dass diese vorher durch die Redaktion freigeschaltet werden. Da wir heute jedoch nicht genügend Kapazitäten für eine detaillierte Kommentar-Moderation haben, werden alle Kommentare, die auch nur ansatzweise gegen unsere Kommentar-Regeln verstoßen, sofort und ohne Vorwarnung gelöscht. Wer mehrfach auffällt, wird temporär gesperrt. Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahmen.</em></p>
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		<title>Bildung gegen Rechts &#8211; Ein Aufruf</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 12:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MoritzTV</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz TV]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz TV News]]></category>
		<category><![CDATA[1. Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 01. Mai werden voraussichtlich über 500 Nazis in Greifswald demonstrieren. Wenn Du etwas dagegen tun willst, schließe dich den Gegendemonstrationen an und komm um 8:45 Uhr zum Rubenowplatz. Unsere Uni ist Bunt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 01. Mai werden voraussichtlich über 500 Nazis in Greifswald demonstrieren. Wenn <strong>Du</strong> etwas dagegen tun willst, schließe dich den Gegendemonstrationen an und komm um 8:45 Uhr zum Rubenowplatz. Unsere Uni ist Bunt!</p>
<p></p>
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		<title>Stadt verbietet NPD-Demo am 1. Mai</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 10:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[1. Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Demo]]></category>
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		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>

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		<description><![CDATA[Oberbürgermeister Dr. Arthur König hat die für den 1. Mai geplante NPD-Demo verboten. Die geplanten Protestaktionen sollen trotzdem stattfinden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_53638" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/Logo_Kein_Ort_HGWweb.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-53638" title="Logo_Kein_Ort_HGWweb" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/Logo_Kein_Ort_HGWweb-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Greifswald bleibt am 1. Mai nazifrei.</p></div>
<p>Die Stadt Greifswald hat heute Vormittag mitgeteilt, dass die am 1. Mai geplante Demo der NPD verboten worden ist. Der Oberbürgermeister habe die Demonstration nicht genehmigt, weil das Motto &#8220;Unsere Heimat – unsere Arbeit! Fremdarbeiterinvasion stoppen&#8221; die öffentliche Sicherheit gefährde. In einer Mitteilung der Stadt heißt es dazu: &#8220;Im Zusammenhang mit dem Parteiprogramm und der Präsentation auf den Internetseiten der NPD werde die Menschenwürde ausländischer Bürger auf strafbare Weise diskreditiert und die Angst der Bevölkerung vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg auf Kosten ausländischer Mitmenschen geschürt.&#8221;</p>
<p><span id="more-53623"></span></p>
<h3>Protestaktionen weiterhin geplant</h3>
<p>Die NPD kann gegen diese Entscheidung Rechtsmittel einlegen oder das angemeldete Motto ändern und wird das erfahrungsgemäß wohl auch tun. In jedem Fall sollen die für den 1. Mai von städtischer Seite geplanten Aktionen in vollem Umfang stattfinden, teilt die Stadt mit:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ungeachtet des Verbots wollen sich die Greifswalder Bürger mit einem großen Demonstrationszug, einem Fest und anderen vielfältigen Aktivitäten zu Demokratie und Menschlichkeit bekennen. Einzelheiten stellten die Arbeitsgruppen am Dienstag bei der 3. Vorbereitungsrunde im Rathaus vor. Geplant ist ein großer Demonstrationszug, der durch die gesamte Stadt bis hin zum Ostseeviertel führt. Treffpunkt ist 9.00 Uhr auf dem Historischen Marktplatz, wo die Teilnehmer von Oberbürgermeister Dr. Arthur König begrüßt werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch ansonsten laufen die Vorbereitungsmaßnahmen weiter: Die universitäre Initiative &#8220;Uni ist bunt 2.0&#8243; ruft alle Studenten auf, zentral vom Rubenowplatz aus auf dem Markt zu ziehen. Wer mitmachen will, muss um 8:45 Uhr auf dem Rubenowplatz sein. Wer an dem geplanten Demonstrationszug mit einem eigens gestalteten Wagen teilnehmen will, wird aufgerufen, sich beim Sprecher des Bürgerbündnisses, Bernd Biedermann unter der Telefonnummer 0177-2606655 zu melden. Vereine und Initiativen sollen sich weiterhin bei Dr. Christiane Dembski vom städtischen Präventionsrat melden: <a href="mailto:praevention@uni-greifswald.de">praevention@uni-greifswald.de</a>.</p>
<h3>Plakate im Rathausfoyer abzuholen</h3>
<p>Wie die Stadt weiter mitteilte, drucke auch die WVG Plakate mit dem Motto „Kein Ort für Neonazis in Greifswald“, die ab 18. April in 600 Hauseingängen der WVG-Häuser in Schönwalde I/II ausgehängt werden. Auch die Stadt lasse Plakate mit diesem Motto drucken. Diese können ab sofort im Foyer des Rathauses abgeholt werden (solange der Vorrat reicht).</p>
<p>Logo: Pressestelle Greifswald</p>
<p><em>Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der Tatsache, dass der gesamte Kommentarstrang nach wie vor nahezu aus Off-Topic-Debatten bestehen und einige Kommentare demokratiefeindliche Tendenzen aufweisen, wurden sämtliche Kommentare gelöscht und der Kommentarbereich nachträglich gesperrt. </em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rechte Schmierereien sollen Erstis begrüßen</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/03/30/rechte-schmierereien-sollen-erstis-begrusen/</link>
		<comments>http://webmoritz.de/2011/03/30/rechte-schmierereien-sollen-erstis-begrusen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 10:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni-Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Club Kiste]]></category>
		<category><![CDATA[Greifswald-Info]]></category>
		<category><![CDATA[Mensa]]></category>
		<category><![CDATA[Nazidemo]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[rechte Schmierereien]]></category>

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		<description><![CDATA[Pünktlich zur Ersti-Woche sind in der Stadt rechtsextreme Grafitis angebracht worden. Es traf unter anderem den Club Kiste und die Mensa.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während sich CDU-Fraktionschef und Malermeister Axel Hochschild heute abermals per Pressemitteilung über zurückgebliebene Anti-Atomkraft-Sticker in Greifswald <a href="http://www.mvticker.de/mv/news_id11565_axel_hochschild_wann_verschwinden_unzaehligen_anti_castor_aufkleber.html" target="_blank">echauffiert</a>, hat die Stadt anlässlich der heute beginnenden Ersti-Woche noch mit einer ganz anderen Art von Verschmutzung zu tun: In den letzten Tagen, vermutlich in der Nacht zu Mittwoch, haben mutmaßlich Rechtsextreme an verschiedenen Stellen in Greifswald einen Schriftzug mit Werbung für die rechtsextreme Plattform &#8220;Greifswald Info&#8221; angebracht. <a href="http://webmoritz.de/2010/10/22/rechtsextreme-machen-mit-parolen-jagd-auf-erstis/">Ähnliche Vorfälle </a>hatte es bereits zur letzten Erstiwoche im Oktober 2010 gegeben. Der Urheber damals war die selbst ernannte NS-Hochschulgruppe.</p>
<div class="mceTemp">
<div id="attachment_52467" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/nazi-schriftzug-johannes-koepcke.jpg"><img class="size-medium wp-image-52467" title="nazi-schriftzug-johannes-koepcke" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/nazi-schriftzug-johannes-koepcke-250x207.jpg" alt="Der Schriftzug vor der Kiste" width="250" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Der Schriftzug vor der Kiste</p></div>
<p>So nun vor dem Club Kiste in der Makarenkostraße: Dort wurde die Parole &#8220;Komm in die Bewegung, Ersti&#8221; sowie ein Hinweis auf die Website in schwarzen Buchstaben auf die Pflastersteine unmittelbar vor dem Eingang gesprüht. Das ist exakt derselbe Inhalt wie auch schon im Oktober an anderer Stelle. Auch an der Mensa wurde &#8211; wie im Oktober zur vergangenen Erstsemesterwoche - ein ähnlicher Schriftzug aufgebracht. Vor dem Eingang auf den Treppen werden die Erstis ebenfalls mit schwarz gesprühten Lettern aufgefordert, in die &#8220;Bewegung&#8221; zu kommen &#8211; dazu auch mit dem Verweis auf die Homepage versehen. Ein Einsatzfahrzeug der Polizei war um die Mittagszeit vor Ort.</p>
</div>
<p>Benjamin Kraenz vom Club Kiste sagte auf Anfrage, man habe die Schmierereien bereits bemerkt. Selbstverständlich sollten sie schnellstmöglich beseitigt werden. Das sei aber Sache des Gebäudeeigentümers, also der Uni. Kraenz erläuterte, dass nun die Polizei alarmiert wurde. Außerdem wollen die Clubmitglieder nun versuchen, den Aufruf vor dem Eingang zu beseitigen. In vergleichbaren Fällen in den letzten Jahren habe die Uni meist innerhalb weniger Tage reagiert.</p>
<div id="attachment_52445" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMG_8971.jpg"><img class="size-medium wp-image-52445" title="IMG_8971" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/IMG_8971-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Auch vor der Mensa befindet sich erneut ein Schriftzug.</p></div>
<p>Für den Club Kiste kommt die rechte Parole zeitlich sehr ungünstig: Heute Abend findet dort die große Ersti-Party statt. Man darf vermuten, dass das von den Sprayern kalkuliert wure. Ein Kalkül, dass vermutlich auch hinter den Schmiereien an der Mensa steckt. Hier werden die neuen Erstsemester um 15 Uhr feierlich begrüßt.</p>
<p>Fotos: Johannes Köpcke (Kiste), Christine Fratzke (Mensa)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedanken zum 8. Mai</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/05/08/gedanken-zum-8-mai/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 05:50:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Tellerrand]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Rote Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Petershagen]]></category>
		<category><![CDATA[Tag der Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 8. Mai gilt als Tag der Befreiung Deutschlands von den Nazis. Anlässlich des 65. Jahrestages des Kriegsendes ist es angebracht, in den Frühling des Jahres 1945 in Greifswald zurück zu blättern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_33391" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/KeitelKapitulation2.jpg"><img class="size-medium wp-image-33391" title="KeitelKapitulation" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/KeitelKapitulation2-250x196.jpg" alt="" width="250" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Keitel beim unterzeichnen der Kapitulationsvereinbarung</p></div>
<p>Der 8. Mai 2010 ist nicht nur in Russland ein Tag zum Feiern. Wenngleich in anderen Staaten der Erde dieses Datum  bei Weitem nicht so pompös gefeiert wird wie alljährlich in Moskau, so ist es dennoch von entscheidender Bedeutung. Der 8. Mai 1945 gilt in der Geschichtsschreibung als der Tag der Kapitulation Hitlerdeutschlands und damit als Tag der Befreiung des Landes vom Nationalsozialismus. Anlässlich des 65-jährigen Jubiläums ist es angebracht, in den Frühling des Jahres 1945 in Greifswald zurückzublättern.</p>
<p><strong>Flüchtlingsströme aus Ostpreußen und Hinterpommern</strong></p>
<p>Im Januar 1945 trafen zahlreiche Trecks aus Ostpreußen in Greifswald ein. Die Stadt musste insgesamt 30.000 Flüchtlinge aufnehmen. Die Stadthalle wird zum Transitlager umfunktioniert, das Theater, die Marienkirche und einige Kasernen erfahren eine Umnutzung zu Materialdepots. Zum ersten Tag des Monats wurde Oberst Rudolf Petershagen zum Stadtkommandanten ernannt.</p>
<p><strong>Die Idee der kampflosen Übergabe der Stadt </strong></p>
<p>In Greifswald machte sich allmählich die Angst vor der völligen Zerstörung der Stadt breit. Aus diesem Grund stellten der Kurator der Ernst-Moritz-Arndt Universität, Dr. Kuhnert, und Professor Carl Engel, damaliger Rektor der Hochschule, bei der pommerschen Gauleitung den Antrag, Greifswald aufgrund der bis dato unbeschädigt gebliebenen medizinischen Versorgung zur internationalen Lazarettstadt zu erklären und somit vor der Zerstörung zu bewahren.  Diese Bestrebungen scheiterten. Aufgrund der Besetzung Stettins durch die Sowjetunion zogen der Gauleiter nach Ducherow und die militärischen Gau- und Provinzialstellen nach Greifswald um. Im April des Jahres 1945 sind 10.500 Verwundete und Kranke in den Krankenhäusern untergebracht, die nicht mehr abtransportiert werden können.</p>
<p><strong>Petershagen und Bürgermeister unter Zeitdruck: Es ist fünf vor zwölf für Greifswald</strong></p>
<p>Am 27. April kam ein Treffen zwischen Oberst Rudolf Petershagen, Oberst von Wurmbach, Greifswalds Bürgermeister und Chef der NSDAP-Kreisleitung Schmidt, und Professor Engel zustande. In dem Treffen wurde über das zukünftige militärische Vorgehen beraten. Petershagen erklärte, dass ein längerer Widerstand Greifswalds militärisch nicht mehr möglich sei, da sowohl Menschen als auch Waffen für ein solches Vorgehen fehlen würden. Lediglich die innere Linie, also die Greifswalder Innenstadt, könne verteidigt werden. Die Russen würden in einem solchen Fall lediglich einige Stunden aufgehalten werden können.</p>
<p>Am frühen Abend des 29. Aprils überschritt die Rote Armee die Peene und befand sich auf dem Vormarsch auf die Anklamer Chausee.</p>
<p>Rudolf Petershagen erließ daraufhin den Befehl, Vertreter Greifswalds zu den Sowjets zu entsenden, um vor den Toren der Stadt zu kapitulieren. Als Repräsentanten wurden Oberst von Wurmbach, Professor Engel und Oberststabsarzt Katsch entsendet. Gegen Mitternacht fuhren die drei aus der Stadt und trafen dort auf eine erschütternd geringe Zahl versprengter Soldaten, die in Richtung Greifswald vor der heran rückenden Roten Armee flohen. Kurze Zeit später traf das Greifswalder Rettungskommando auf die Rote Armee und hisste die Weiße Fahne.</p>
<p><strong>Kapitulationsverhandlungen in “der feurigen Hölle von Anklam”</strong></p>
<p>Anschließend fuhren sie nach Anklam, um die Kapitulationsverhandlungen zu führen und die kampflose Übergabe der Stadt rechtskräftig zu machen. In Anklam angekommen, sind die Kapitulierenden entsetzt über den Zustand der Stadt:</p>
<blockquote>
<div id="attachment_33399" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/Rostock_1945_Bundesarchiv1.jpg"><img class="size-medium wp-image-33399" title="Rostock_1945_Bundesarchiv" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/Rostock_1945_Bundesarchiv1-250x176.jpg" alt="" width="250" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Vor diesen Zuständen, wie hier in Rostock 1945, wurde Greifswald bewahrt</p></div>
<p>“Ich habe sowohl im vergangenen, wie in diesem Kriege viel Schauriges und grausige Zerstörungen gesehen, doch nichts, was dem Inferno, der feurigen Hölle von Anklam vergleichbar gewesen wäre. Schon in der Vorstadt Peenedamm fuhren wir durch einen wahren Feuerorkan. Auf den Straßen lagen überall Trümmer, die von zerschossenen Häusern herunter gestürzt waren. (…) Das Stadtinnere von Anklam war ein einziges Flammenmeer. Glühender Funkenregen prasselte gleich Hagelschauern über unsere Wagen. (…) Kein Haus schien von der Feuersbrunst verschont zu sein.”</p></blockquote>
<p>Engels Aufzeichnungen illustrieren besonders eindrucksvoll die verheerenden Folgen der Umsetzung der Befehle Hitlers.</p>
<p>Die Verhandlungen verliefen in Anklam reibungslos und es wurde sämtlichen Wünschen der Retter entsprochen.  Am 30. April erfolgte daraufhin die Übergabe der Stadt an die Rote Armee.</p>
<p>Angesichts des verhängnisvollen und brutalen zweiten Weltkrieges und angesichts der Verbrechen des Nationalsozialismus gilt an diesem 8. Mai daher denjenigen Dank und Würdigung, die sich für die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und für eine Beendigung des Krieges einsetzten.</p>
<p>Quelle:</p>
<p>Tagebuch des Rektors der Greifswalder Universität Carl Engel, in: Buske, Norbert (Hrsg.): Die kampflose Übergabe der Stadt Greifswald im April 1945, Schwerin 1993.</p>
<p>Literatur:</p>
<p>Matthiesen, Helge: Greifswald in Vorpommern. Konservatives Millieu im Kaiserreich, in Demokratie und Diktatur 1900-1990, Düsseldorf 2000.</p>
<p>Fotos:</p>
<p><a href="http://www.wikipedia.de/">www.wikipedia.de</a> (Keitel)</p>
<p><a href="http://www.bild.bundesarchiv.de">www.bild.bundesarchiv.de</a> (Rostock 1945)</p>
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		<title>Von völkischen und neurechten Jugendgruppen</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/07/16/von-volkischen-und-neurechten-jugendgruppen/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 07:04:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Thema "rechte Jugendgruppen" haben sich der Journalist Maik Baumgärtner und der Sozialpädagoge Jesko Wrede beschäftigt. Mehrere Jahre recherchierten beide präsentieren nun ihre Zwischenergebnisse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Artikel vom 7. April zum <a title="Rechtsextreme HDJ verboten" href="http://webmoritz.de/2009/04/07/rechtsextreme-hdj-verboten/" target="_blank">Verbot der rechtsextremen Organisation &#8220;Heimattreue Deutsche Jugend</a> &#8211; Bund zum Schutz für Umwelt, Mitwelt und Heimat e.V.&#8221; (HDJ) stieß bereits auf hohe Resonanz. Auch in der breiten Öffentlichkeit gibt es, spätestens seit dem Verbot großes Interesse an der Thematik völkischer Jugendgruppen.</p>
<p>Inzwischen gibt es eine Publikation und ein Internet-Blog die sich damit beschäftigen. Grund genug das Thema hier erneut aufzugreifen.</p>
<h3><strong>BUCH ÜBER VÖLKISCHE UND NEURECHTE JUGENDGRUPPEN</strong></h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-23039" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Wer trägt die schwarze fahne dort..." src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/wer_traegt_die_schwarze_fahne_dort_cover-208x300.jpg" alt="Wer trägt die schwarze fahne dort - Cover-208x300" width="208" height="300" /></p>
<p>Mit dem Thema &#8220;rechte Jugendgruppen&#8221; haben sich der Berliner Journalist Maik Baumgärtner und der Diplom-Sozialpädagoge Jesko Wrede aus dem <a title="Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) e.V." href="http://www.pfadfinden.de/" target="_blank">Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP)</a> beschäftigt. Mehrere Jahre recherchierten beide zu völkischen und neurechten Jugendbünde und trugen dabei viel Material zusammen. Auf 212 Seiten präsentieren sie nun ihre Zwischenergebnisse.</p>
<p>Die Publikation &#8220;<a title="Wer trägt die schwarze Fahne dort..." href="http://arug.de/shop/shop/USER_ARTIKEL_HANDLING_AUFRUF.php?darstellen=1&amp;Kategorie_ID=40&amp;Ziel_ID=143&amp;anzeigen_ab=0&amp;sort=&amp;order=&amp;javascript_enabled=true&amp;PEPPERSESS=1fb9b4fd063bb9cd8186b7a98fbb3fe7" target="_blank">Wer trägt die schwarze Fahne dort&#8230;</a>&#8221; erschien Anfang Juni bei der <a title="Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG)" href="http://arug.de/" target="_blank">Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG)</a> und war nach zwei Wochen bereits vergriffen.</p>
<p>Für Nichtkenner der deutschen Jugendbewegung wird als Einstieg die historische Entwicklung der Jugendbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet. Weiter geht es mit der Neugründung nationalistischer Jugendbünde in den 1950er und 1960er Jahren. Kurz werden dabei einige  nicht mehr existierende Dachverbände, sowie Gruppen vorgestellt.</p>
<p>Doch gerade die aktuelle Situation ist sehr interessant. Völkische und neurechte Gruppen geben sich nach außen harmlos. Sie kleiden sich wie Jugendbewegte, singen die selben Lieder und gehen teilweise auf Fahrt. So sind sie schwer von Pfadfindern, Bündischen und Wandervögeln zu unterscheiden. Damit versuchen sie an die &#8220;normale&#8221; Jugendbewegung anzuschliessen, was ihnen teilweise gelingt. Nach Innen legen sie jedoch ihren Schafspelz ab, vertreten teilweise Blut-und-Boden-Ideologie und idealisieren das Volkstum.</p>
<p>Daher widmen sich Baumgärtner und Wrede vor allem noch existierenden, aktiven Gruppen und stellen diese vor. Dabei wird auf die Geschichte der Gruppen, deren Auftreten, Publikationen, Mitglieder, Kontakte ins rechte Milieu und ihre programmatischen Schwerpunkten eingegangen.</p>
<p>Dabei werden die Gruppen &#8220;Der Freibund &#8211; Bund Heimattreuer Jugend e.V.&#8221;, &#8220;Sturmvogel &#8211; Deutscher Jugendbund&#8221;, &#8220;Fahrende Gesellen &#8211; Bund für deutsches Leben und Wandern e.V.&#8221;, &#8220;Deutscher Mädelwanderbund&#8221;, &#8220;Überbündischer Kreis&#8221;, &#8220;Freundeskreis der Artamanen&#8221; und &#8220;Deutsche Gildenschaft“ vorgestellt und besprochen.</p>
<p>Auch Aktionen wie das sogenannte &#8220;überbündische Burgfest&#8221;, sowie die &#8220;Aktion Gedenkzug&#8221; finden Erwähnung. Die Haltung von Pfadfindern, Wandervögeln und der bündischen Rechten zwischen Abgrenzung und Annäherungsversuchen findet in einem extra Kapitel Platz.</p>
<p>Im Anhang werden &#8220;Die Ludendorffer &#8211; Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.&#8221; und &#8220;Sturmadler &#8211; Jugendbund für Fahrt und Lager&#8221; behandelt. Es gibt ebenso ein Personen- und Sachregister zur Recherche.</p>
<p>Baumgärtner und Wrede untermauern ihre Ausführungen durch viele Zitate aus Publikationen der besprochenen Gruppen und Personen. Sie schaffen so ein ziemlich bedrückendes Bild eines neurechten Netzwerkes.</p>
<h3><strong>VERFLECHTUNGEN ZWISCHEN GRUPPEN UND NEURECHTEN INSTITUTIONEN</strong></h3>
<div id="attachment_23078" class="wp-caption alignright" style="width: 255px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/fahrende_gesellen_copyright_wwwrechte-jugendbuendede_350x469.jpg"><img class="size-full wp-image-23078" title="Fahrende Gesellen" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/fahrende_gesellen_copyright_wwwrechte-jugendbuendede_350x469.jpg" alt="2 Fahrende Gesellen 1988 auf Jahrestreffen des &quot;Freundeskreis Ulrich von Hutten&quot;. Foto: Rolf Boehm" width="245" height="328" /></a><p class="wp-caption-text">Mind. ein Fahrender Gesell 1988 auf dem Jahrestreffen des rechtsextremen Vereins &quot;Freundeskreis Ulrich von Hutten&quot;. Foto: Rolf Boehm</p></div>
<p>Einige der genannten Bünde haben zahlreiche personelle Verflechtungen mit der rechten Szene in Deutschland und gestalten einen großen Anteil eines neurechten Netzwerkes. Dies lässt sich am Beispiel der &#8220;Deutschen Gildenschaft&#8221; (DG) besonders gut zeigen. Mitglieder der DG waren maßgeblich daran beteiligt umstrittene und neurechte Institutionen wie die Wochenzeitung „Junge Freiheit“, das „Institut für Staatspolitik“ (IfS), sowie den „Verlag Edition Antaios“ zu gründen.</p>
<p>Auch Andreas Molau, ehemaliges Mitglied im Bundesvorstand der NPD und jetziger Bundespressesprecher der DVU, war bis zum April 2009 Mitglied der DG. Des Weiteren erschienen z.B. Werbeanzeigen von rechten Verlagen in Publikationen der Gruppen oder Mitglieder schrieben Artikel für rechte Zeitschriften.</p>
<p>Felix Menzel, Mitglied im Freibund, war 2008 nicht nur Kontaktperson für die Sonnenwendfeier, sondern auch für die Kontoführung des Freibundes zuständig. Darüber hinaus betreibt er das <a title="Endstation Rechts über Blaue Narzisse" href="http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1177:junge-freiheit-20-das-jung-konservative-projekt-wwwblauenarzissede&amp;catid=158:blaue-narzisse&amp;Itemid=362" target="_blank">neurechte Schülerzeitungsprojekt &#8220;Blaue Narzisse&#8221;</a> und trat 2008 auch als Referent für das IfS auf. Er selber äusserte sich in einem Interview der Zeitschrift &#8220;Sezession&#8221; des IfS, Ausg. 21 Dezember 2007, zum Zweck der &#8220;Blauen Narzisse&#8221; so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zuerst einmal wollen wir an einer rechten Milieubildung mitarbeiten. Aufgrund der eigenen Interessenlage und der eigenen Fähigkeiten haben wir dafür das journalistische Betätigungsfeld gewählt. Für eine Milieubildung reicht dies natürlich nicht aus. Deshalb engagieren sich viele unserer Autoren und Redakteure zusätzlich in Schüler- und Studentenverbindungen oder in der Bündischen Jugend.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zahlreiche weitere Verflechtungen werden durch Baumgärtner und Wrede aufgedeckt und beschrieben.</p>
<h3>REVISIONISTISCHES WELTBILD</h3>
<p>Einige Gruppen vertreten ein geschichts- und gebietsrevisionistisches Weltbild. Die beiden Weltkriege werden verklärt und das deutsche Volk als Opfer dargestellt. Die aktuelle Grenzziehung wird nicht akzeptiert. Dies zeigt sich z.B. an einem Zitat aus der Mitgliederzeitschrift der <a title="Fahrende Gesellen im Rechte Jugendbünde Blog" href="http://rechte-jugendbuende.de/?p=81" target="_blank">&#8220;Fahrenden Gesellen&#8221;</a>. In &#8220;Der Fahrende Gesell&#8221;, Folge 2 / 2006, schreibt Gunthart H. A. Stübiger im &#8220;Fahrtenbericht: Wie oft sind wir geschritten auf schmalem Negerpfad…&#8221;:</p>
<blockquote><p>Was ist Deutschlands höchster Berg? Wer auf diese Frage statt der erwarteten Antwort  &#8220;die Zugspitze“ die Antwort &#8220;der Kilimandscharo&#8221; bekommt, schaut erst einmal verblüfft.</p></blockquote>
<h3>AKTIVITÄTEN IN MECKLENBURG-VORPOMMERN</h3>
<p>Von den besprochenen Gruppen sind nur wenige Aktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Ganz im Gegensatz zur HDJ, die hier eine ihrer mitgliederstärksten Regionen in Deutschland hatte.</p>
<p>In Koppelow und Klaber (zwischen Teterow und Güstrow) soll es ein Siedlungsprojekt der &#8220;Neo-Artamanen&#8221; geben. Die &#8220;Neo-Artamanen&#8221; bewegen sich, so die Autoren, in der Nähe der &#8220;Artamanen&#8221;, die 1926 gegründet wurden und eine radikal-völkische Siedlungspolitik im Stil der Blut-und-Boden-Ideologie betrieben. Prominenteste Mitglieder der Artamanen waren Ausschwitz-Kommandant Rudolf Höß und Reichsführer-SS Heinrich Himmler.</p>
<p>In den 1990er Jahren sollen, so die Autoren, die &#8220;Neo-Artamanen&#8221; vor allem von Mitgliedern aus dem &#8220;Freibund&#8221; gegründet worden sein. In ihrem Siedlungsprojekt sollen sie u.a. Ökolandbau und einen Öko-Baustoffhandel betreiben. Als externer Fachmann trat einer der Öko-Landwirte 2007 im Schweriner Landtag für die NPD auf.</p>
<h3>WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN</h3>
<p>Da das Buch schnell vergriffen war und auch wegen des Auffindens neuen Materials haben Baumgärtner und Wrede einen Blog zum Thema völkische und neurechte Jugendgruppen (<a href="http://www.rechte-jugendbuende.de" target="_blank">www.rechte-jugendbuende.de</a>) gestartet.</p>
<p>Maik Baumgärtner, Jesko Wrede: “Wer trägt die schwarze Fahne dort…”<br />
Reihe “Kompetente Konzepte für Demokratie und Toleranz”, Band 2<br />
Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN<br />
Braunschweig 2009<br />
ISBN 978-3-932082-35-1</p>
<p><a href="http://www.rechte-jugendbuende.de" target="_blank">www.rechte-jugendbuende.de</a></p>
<p>Fotos mit freundlicher Genehmigung von Rolf Boehm. Übernommen aus Rechte Jugendbünde: <a title="Fundstücke von 1988: Fahrende Gesellen unter Rechtsextremisten" href="http://rechte-jugendbuende.de/?p=173" target="_blank">Fundstücke von 1988</a> .</p>
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