Alle Artikel mit dem Tag: moritz magazin

TITEL Keine versteckten Studiengebühren! Demonstration gegen die Verwaltungsgebühr in Schwerin

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:51 Uhr

“Protestieren Sie bitte!”

Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, SPD

Mit dieser Aufforderung ermuntert Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow etwa 600 frierende und müde Studenten. Sie stehen bereits seit einigen Stunden auf dem Schlossplatz in Schwerin, halten Plakate in der einen, Kaffee oder einen Teller mit warmer Suppe in der anderen Hand. Sie demonstrieren gegen einen Antrag zur vierten Gesetzesänderung des Landeshochschulgesetzes, welche die Einführung eines Verwaltungskostenbeitrags von 50 Euro beinhaltet.

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Ein echtes Unikum: Der einzige Student des Masters Niederdeutsch im Interview

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:45 Uhr

Kim Liffers ist 39 Jahre alt und studiert seit diesem Wintersemester in Greifswald Master für Niederdeutsch. Zuvor machte der gebürtige Rheinländer seinen Magisterabschluss für Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft.

moritz Warum hast du dich für Niederdeutsch entschieden?
Kim Liffers Ich mache seit zehn Jahren Niederländisch und beides hat viel gemeinsam. Außerdem kommt meine Familie aus Westfalen und dort wird viel Plattdeutsch gesprochen, was ja auch Teil meines Studiums ist, und darum hat es mich auch sehr interessiert. Der Grund für meine Studienwahl ist sozusagen autobiographisch.

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Master of Desaster, die schleppende Etablierung eines neuen Studienabschlusses

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:45 Uhr

Die Etablierung des neuen Studienabschlusses

Einige Minuten vor Vorlesungsbeginn ist der Hörsaal bis auf einen Sitzplatz noch immer leer. Doch liegt es nicht etwa daran, dass es erst morgens um acht ist, auch nicht an einem möglicherweise schlechten Vorlesungsstil des Professors. Vielmehr ist für diesen Masterstudiengang nur ein Student eingeschrieben.

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Ein Protokoll der Entwicklung des Verwaltungskostenbeitrages

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:45 Uhr

Protokolliert von Christine Fratzke

10. September SPD und CDU entwerfen ein viertes Gesetz zur Änderung des Landeshochschulgesetzes (LHG). Dort wird zunächst das Problem aufgezeigt, dass die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern Einnahmeverluste zu verzeichnen haben. Dies ist seit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Greifswald, welches besagt, dass für die Erhebung einer Rückmeldung in Höhe von zehn Euro keine rechtliche Grundlage besteht, der Fall. Deswegen sollen die Hochschulen „eine Regelung zur Gebührenfrage erhalten”.
Weiter heißt es im Entwurf, dass die Hochschulen einen Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50 Euro pro Semester für Verwaltungsdienstleistungen erheben sollen. Dazu zählen: Leistungen im Zusammenhang mit der Immatrikulation, Beurlaubung, Rückmeldung, Organisation der Prüfungen, allgemeine Studienberatung, Benutzung der Bibliotheken und Vermittlung von Praktika.

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„Zeit für eine Aktion“ – Flashmobs in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:45 Uhr

Flashmobs und spontaner Spaß

Blauer Himmel. Sonnenschein. 25 Grad.
Groß und Klein genießen auf dem Greifswalder Fischmarkt einen der letzten Sommertage. Kinder laufen herum. Ein Pärchen schlendert Hand in Hand über den Platz. Die Cafés sind gut gefüllt. Ein normaler Tag wie jeder andere. Doch der Schein trügt. Plötzlich erklingt laute Musik. Rund 20 Menschen springen in den Fischbrunnen. Sie tanzen, bespritzen sich mit Wasser, schreien und lachen. Nur ein paar Minuten dauert dieses Spektakel. Die Musik endet und die feiernde Gruppe löst sich wieder auf. Überrascht schauen die Passanten auf das bunte Treiben. „Was war das denn”, fragt sich wohl so mancher. Antwort: ein Flashmob.

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„Ich wollte den kompletten Bruch“- Studenten aus ganz Deutschland sprechen über ihre Gründe, in Greifswald zu studieren

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:44 Uhr

Studenten aus ganz Deutschland sprechen über ihre Gründe, in Greifswald zu studieren und das Leben zwischen Audimax und Kiste

moritz David, du kommst aus Berchtesgaden in Bayern und lebst jetzt in Schönwalde II. Wie fühlt sich das an?
David Großartig! Ich fühle mich sehr wohl hier. Die Menschen in Greifswald sind viel freundlicher und offener als in Bayern.
Florian Das liegt daran, dass die Leute hier die Universität als Segen für die Stadt begreifen. Sie sind jeden Tag dankbar dafür, dass die Studenten hier sind.

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„Beim nächsten Mal sollten wir radikaler sein“ – Fabian Freiberger im Interview

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:43 Uhr

Einen anstrengenden Semesterstart erlebte Fabian Freiberger. Der 24-jährige Student der Geschichte und Politikwissenschaft ist seit Juli AStA-Referent für Hochschulpolitik. Im hektischen Büroalltag des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) fand er Zeit für ein Gespräch über den geplanten Verwaltungskostenbeitrag, die Demonstration in Schwerin am 16. Oktober und die Doppelbelastung während der Erstsemester-Woche.

moritz Warum sprichst du dich gegen einen Verwaltungskostenbeitrag aus?
Fabian Freiberger Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass es keine Gebühren in Mecklenburg-Vorpommern gibt. Das steht im Landeshochschulgesetz, im Koalitionsvertrag und der Verfassung des Landes. Ich glaube außerdem, dass Gebühren nicht zum Vorteil Mecklenburg-Vorpommerns dienen. Im Gegenteil, sie mindern die Attraktivität.
Bei meiner Wahl im Studierendenparlament habe ich meine Position, dass ich gegen Studiengebühren jeder Art bin, klar herausgestellt.

moritz Warum ist der Verwaltungskostenbeitrag so umstritten?
Fabian Die geplanten 50 Euro sind ein Pauschalbetrag, bei dem die Leistungen und Kosten nicht aufgelistet werden. Es handelt sich dabei um eine Studiengebühr, das geht gar nicht.

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TITEL Kuscheliger Kleininstrumentenzoo in Kneipen, „Die Hanselunken”- eine Greifswalder Band im Interview

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:39 Uhr

„Die Hanselunken”- eine Greifswalder Band im Interview

Es ist weit nach 22 Uhr an einem Donnerstag, der Geruch von Bier und Qualm liegt in der Luft des Stahlwerks. Im Gespräch sind die melancholisch kuscheligen Hanselunken, Juwe (33) und Micha (29). Eine Band, die akustisch und mit nettem Gesang von Coversongs von U2 bis Depeche Mode in Eigeninterpretationen über eigene Titel durch die Bars der Hansestadt zieht. Das Hanselunken-Lineup sieht so aus, dass Michael Fenske Gesang, Melodica, das Glockenspiel und die Cajón, ein holzkastenartiges Schlaginstrument, bedient, während Jens Uwe Hamannt in die Saiten haut und singt.

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Bauchlandung eines Quantensprungs? 30 Studienanfänger minus 4 Semester gleich 7 Physiker

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:39 Uhr

30 Studienanfänger minus 4 Semester gleich 7 Physiker

Als im Wintersemester 2006 das Fach Physik mit dem Abschluss Bachelor startete, konnte keiner absehen, dass zwei Jahre später nur noch rund ein Sechstel der ersten Studenten an Praktika, Übungen und Vorlesungen teilnehmen würde. Beim Diplom blieben durchschnittlich nur rund ein bis zwei Drittel auf der Strecke. Ist der Übergang vom alten Diplom zum neuen Bachelor also danebengegangen?

Wie beim Quantensprung sollte man nach dem Bologna-Prozess von einem Wert, in Deutschland dem des Magisters oder Diploms, zu einem neuen übergehen – dem Bachelor und Master. Quantensprünge sind in der Physik immer sprunghaft und oft nicht mit einer qualitativen Veränderung des Systems verbunden. Allerdings sind echte Quantensprünge so winzig, dass man sie nur in der Summe wahrnimmt.

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TITEL Rampenlicht für Jedermann – OpenMic bringt Café Koeppen an seine Grenzen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2008 um 21:39 Uhr

OpenMic bringt Café Koeppen an seine Grenzen

Schon 20 Minuten vor Beginn werden zusätzliche Stühle ins Treibhaus, die Lesebühne des Café Koeppen, getragen. Unüblich für eine Stadt, in der das akademische Viertel groß geschrieben wird. Bald werden dem Café Koeppen sogar die Tassen ausgehen. Auf Chai-Tee muss künftig verzichtet werden.

Mikrofoncheck: Dominik Wachsmann liest dankbar die SMS seines Co-Moderatoren vor. Startschuss-Standup-Comedy mal so richtig lebensnah: „Komme später, fang an, wenn du dich gut fühlst.” Allerdings haben sich die Massen nicht nur wegen Dominik in den Raum gequetscht. Er ist lediglich angenehmes Beiwerk der Veranstaltung, er ist Moderator.

Der Pulk von Menschen ist versammelt. Sie können im Kontext der Veranstaltung Mikrofon, welches auf der Bühne steht, sehen. Dieses darf jeder nutzen. Ein „Open Mic” also. Eine Liste geht durch die Reihen, denn die potenziellen Mikrofonbenutzer sollen sich qualifizieren. Die Zeit, die zur Verfügung steht, wird unter den Teilnehmern aufgeteilt. Und schon ist sie da: Die Chance, endlich mal sein angewandtes künstlerisches Potenzial in die Öffentlichkeit zu katapultieren. Zum Mitmachen ist jeder aus allen Sparten des kulturellen Sektors eingeladen. Jeder im Publikum ist dazu aufgerufen, eine kleine Showeinlage zu bieten. Ganz egal, ob es sich dabei um lange oder kurzweilige Anekdoten, musikalische oder kabarettistische Einlagen oder einfach nur um Weltverbesserergedichte handelt. Das Wichtigste dabei ist die Poesie. Nebenbei: Die Texte und Showeinlagen sollten vom Vortragenden selbst stammen. Als Dankeschön winkt ein Freigetränk.

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