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	<title>webMoritz.de &#187; Kommunalwahl</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Was sonst noch war: webMoritz kompakt (12)</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 12:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Fratzke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mauerbau, Blaualgen und Briefwahl – darum geht es im Überblick im webMoritz kompakt von dieser Woche.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/webmoritz-kompakt-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-61130" style="margin: 5px;" title="webmoritz-kompakt-150x150" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/webmoritz-kompakt-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <em>Hin und wieder gibt es Meldungen,  die nicht groß genug  für einen  eigenen Artikel sind. Wir stellen im  Folgenden zusammen, was  sich in  den vergangenen Tagen ereignet hat oder ereignen wird und  bisher noch keinen Eingang  in  den webMoritz fand.</em></p>
<p>Am Freitag, dem 12. August, gab das Gesundheitsamt Greifswald bekannt, dass geringe Mengen  Cyanobakterien, auch als Blaualgen bekannt, nachgewiesen wurden. An den Stränden in Eldena und auf Riems wurde das Wasser untersucht. Bislang sei keine Massenentwicklung der Blaualgen feststellbar gewesen, die Gesundheit der Badegäste sei daher nicht gefährdet, so das Gesundheitsamt. Man werde die Wasserqualität weiterhin untersuchen.</p>
<p><span id="more-61524"></span></p>
<h3>Mecklenburg-Vorpommern erinnert an den Mauerbau</h3>
<p>Vor 50 Jahren begann der Bau der Mauer. Auch in Mecklenburg-Vorpommern widmet man sich dem Thema. Am 10. August eröffnete Bildungsminister Henry Tesch (CDU) eine Fotoausstellung im Bildungsministerium in Schwerin. Unter dem Titel „Grüße aus der DDR oder Der Alltag in einem verschwundenen Staat“ sind etwa 40 Fotografien zu sehen. Bis zum 8. November kann diese von 9 bis 18 Uhr besucht werden. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) erklärte zum Mauerbau: &#8220;Der Bau der Mauer war ein tiefer Einschnitt in der Geschichte der beiden deutschen Staaten. Die Mauer zementierte die Teilung Deutschlands und versperrte den letzten Weg, auf dem man von Ost nach West ausreisen konnte.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Briefwahl ab dem 15. August</h3>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_24650" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/09/rathaus-534x800-carsten_schoenebeck.jpg"><img class="size-medium wp-image-24650" title="rathaus-534x800-carsten_schoenebeck" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/09/rathaus-534x800-carsten_schoenebeck-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Ab dem 15. August kann hier bereits gewählt werden.</p></div>
<p>Für diejenigen, die am 4. September nicht in Greifswald sind, ihre Stimme dennoch für den Landtag und Kreistag abgegeben möchten, gibt es die Briefwahl. Ab dem 15. August hat das Briefwahlbüro im Keller des Rathauses geöffnet. Die Unterlagen können allerdings auch per Mail (wahlen@greifswald.de) oder telefonisch unter der Nummer 03834/521335 angefordert werden. Auch schriftlich ist dies möglich: Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, die seit dem 1. August versendet wird, gibt es dazu weitere Informationen. Das Briefwahlbüro hat täglich von 9 bis 12.30 Uhr sowie am Nachmittag geöffnet.</p>
<p>Gewählt werden kann auch ab dem 15. August, ebenfalls im Rathaus-Keller neben dem Informationscenter. Dafür müssen ein gültiger Personalausweis und die Wahlbenachrichtigungskarte mitgebracht werden.</p>
<p>Außerdem werden nach wie vor Wahlhelfer gesucht. 90 Freiwillige haben sich gemeldet, über 440 werden noch benötigt. Eine Aufwandsentschädigung von 21 Euro gibt es. Interessierte melden sich auch über wahlen@greifswald.de.</p>
<p>Foto: Carsten Schönebeck (webMoritz-Archiv)</p>
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		<title>Kommunal- und Landtagswahlen 2011: André, der studentische Kandidat der LINKEN</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 02:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Grosse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[André Berndt]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Reihe “Kommunal- und Landtagswahlen 2011″ stellt der webMoritz die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die aus dem studentischen Spektrum kommen. In den kommenden Wochen sollen dabei alle demokratischen Parteien Berücksichtigung finden. Nach den Kandidaten der SPD bzw. den Jusos ist der Kandidat der LINKEN an der Reihe. André Berndt studiert Politikwissenschaft im achten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-59602" href="http://webmoritz.de/2011/07/02/kommunal-und-landtagswahlen-2011-andre-der-studentische-kandidat-der-linken/img_1486/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-59602" style="margin: 5px;" title="AndreBerndt-SusanneGroße" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1486-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><em>In der Reihe “Kommunal- und Landtagswahlen 2011″ stellt der  webMoritz die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die aus dem  studentischen Spektrum kommen. In den kommenden Wochen sollen dabei alle  demokratischen Parteien Berücksichtigung finden. Nach den Kandidaten der SPD bzw. den Jusos ist der Kandidat der LINKEN an der Reihe. </em></p>
<p><em> </em>André Berndt studiert Politikwissenschaft im achten und Geschichte im vierten Semester an der Uni Greifswald. Nachdem er im Rahmen seines Studiums und seiner zweijährigen Parteilaufbahn einen Einblick sowohl in die parlamentarische Arbeit, als auch die Kommunalpolitik erhielt, dachte er sich &#8220;Das kann ich auch!&#8221;. Daher steht er am 4. September 2011 als Kandidat der LINKEN für den Kreistag zur Wahl.<span id="more-59601"></span>Der 23-jährige trat 2009 im Rahmen des B.A.-Praktikums bei dem Kreisverband der LINKEN in die Partei ein. Seitdem ist er auch gleichzeitig Mitglied der Unterorganisationen Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband (SDS) und in der linksjugend ['solid]. André tritt in beiden Greifswalder Wahlbereichen an. In Wahlbereich I steht er als dritter auf der Liste. Dieser betrifft Greifswald bis auf Schönwalde I und II, die unter Wahlbereich II fallen. Dort ist er sechster.  Doch obwohl er in Greifswald zur Wahl steht, liegt Andrés Augenmerk in erster Linie nicht auf der Hanse- und Universitätsstadt, sondern auf der Region. Da er ursprünglich aus Ueckermünde stammt, besteht bei ihm ein starker regionaler Bezug. &#8220;Ich kenne mich in der Region aus und kenne die Leute&#8221;, meint der Student. Man dürfe die Region nicht vergessen, Greifswald müsse in sie integriert werden. Dies gelte besonders für die kommende Kreisgebietsreform, welche André ablehnt. Der neue Großkreis unter dem Arbeitsnamen &#8220;Südvorpommern&#8221; umfasse ein zu großes Gebiet. Die Menschen könnten sich mit diesem nicht identifizieren und so könne kaum eine konstruktive Arbeit der Kommunalpolitiker zustande kommen. Aufgabe der Kreistagsmitglieder werde es daher sein, bestehende  Strukturen nicht aufzulösen und die Aufgaben so zu verteilen, dass niemand benachteiligt wird.</p>
<h4>Einer für Alle</h4>
<h4>
<p><div id="attachment_59615" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a rel="attachment wp-att-59615" href="http://webmoritz.de/2011/07/02/kommunal-und-landtagswahlen-2011-andre-der-studentische-kandidat-der-linken/img_1478/"><img class="size-medium wp-image-59615" title="AndreBerndt_SusanneGroße" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1478-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">André Berndt setzt seinen Schwerpunkt bei Jugend, Arbeitslosen und in der Bildungspolitik.</p></div></h4>
<p>Eine spezifische Zielgruppe hat André nicht, in erster Linie möchte er  alle Menschen ansprechen. Müsste er sich allerdings festlegen, würde er  seinen Schwerpunkt bei den Jugendlichen und den Arbeitslosen setzen, da er selbst aus einer Hartz IV Familie stammt. Studenten hingegen sehe er nicht  primär als seine Zielgruppe. Dennoch erhofft er sich als studentischer Kandidat auch  Stimmen der Kommilitonen zu erhalten. Doch umso klarer ist er sich, was seinen politischen Zielbereich angeht: Die Bildungspolitik.</p>
<p>Sollte er gewählt werden, plant André dafür einzutreten, dass es keine  finanziellen Kürzungen in der Bildungspolitik geben wird. &#8220;Der Rotstift  darf nicht bei der Bildung und der Jugend angesetzt werden.&#8221;, betont André. Im Falle seiner Wahl präferiert er eine Position im Sozialausschuss. Von dort aus möchte er Jugendhilfe  leisten. Über kurz- und mittelfristige Sicht dürfe es keine  Verschlechterung in der Jugendbetreuung geben. Gleiches gilt für die  Arbeitlosen. Konkret für Greifswald bedeutet das für André die  Kinderarmut zu senken. Diese beträgt in Greifswald nämlich 30 Prozent,  in Schönwalde I leben sogar über 50 Prozent der Kinder unterhalb der  Armutgrenze. Ein weiteres Ziel Andrés ist es, den Öffentlichen  Personennahverkehr (ÖPNV) zu verbessern. Das betreffe zwar auch die Hansestadt  Greifswald, doch besonders müsse die Verbindung in die umliegenden  Dörfer besser werden. Außerdem möchte Andé den Kultur- und Sozialpass  von Greifswald auf die ganze Region ausweiten, um allen Menschen eine  Chance auf Kultur zu gewährleisten.</p>
<h4>Politische Kompetenzen und Chancen auf den Wahlsieg</h4>
<p>In seiner zweijährigen Parteilaufbahn sammelte er schon in verschiedenen Ämtern politische Erfahrung.  Bereits kurz nach seinem Beitritt wurde er in den Kreisvorstand der LINKEN gewählt und war 2010 Schatzmeister des Jugendverbandes. Außerdem ist er Mitglied des siebenköpfigen Stadtvorstandes der LINKEN in Greifswald. In der Hochschulpolitik engagierte André sich jedoch nie, da er sich politisch eher mit der kommunalen Politik statt der studentisch-parlamentarischen Arbeit identifizieren kann. Der politische Nutzen sei auf kommunaler Ebene einfach größer.&#8221;Ich engagiere mich lieber konkret, etwa durch Teilnahme an einer Demonstration oder Betreuung eine Infostandes, anstatt fünf Stunden im StuPa zu sitzen.&#8221;, so Andé.</p>
<p>Da die LINKE  in der aktuellen Legislaturperiode nach der CDU die  zweitstärkste Kraft  im Kreistag ist, geht André von einem guten Erbenis  seiner Partei bei  den Kommunalwahlen aus. Er rechnet mit einem  Stimmenanteil von mindestens 20  Prozent für die LINKEN. Seinem eigenen  Wahlerfolg steht er nicht ganz  so zuversichtlich gegenüber. Er sieht es  als sein persönliches Manko  an, dass er sich nicht in der  Hochschulpolitik engagiert hat und somit  bei den Studenten keinen großen  Bekantheitsgrad hat. Mit einem aktiven  Wahlkampf versucht er, sein  Defizit auszugleichen</p>
<h4>
<p><div id="attachment_59650" class="wp-caption alignleft" style="width: 176px"><img class="size-medium wp-image-59650" title="IMG_1476" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_1476-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /><p class="wp-caption-text">Mit einem angemessenen Wahlkampf stünden seine Chancen gar nicht soschlecht, findet André.</p></div></h4>
<p>Zwar liege ein großes Stück Arbeit vor ihm, aber durch angemessenen Einsatz sehe er seinen Chancen nicht allzu schlecht. &#8220;Ich will unbedingt in den Kreistag und bin bereit viel dafür zu tun,&#8221; sagt André. Seiner Auffassung nach sei er der richtige Kandidat für alle, die keine Kürzungen in der Sozialpolitik wollen. Sein junges Alter sieht er als seinen Pluspunkt. Politik brauche die Jugend. Als junger Mensch will er versuchen, alte Strukturen in der Kommunalpolitik aufzubrechen.</p>
<h4>DDR, Kommunismus und Nazis- Andés Ansichten zu zentralen Themen der LINKEN</h4>
<p>Das Konzept der DDR betrachtet André zweiseitg.&#8221;Die Idee war ja gut und schön, aber die Umsetzung ist nicht so gelungen,&#8221; meint er zu diesem Thema. Zwar war der Gedanke, allen gleiche Chancen auf etwa Bildung, Arbeit und Selbstverwirklichung zu gewähren, durchaus gut, sei aber an dem maroden Wirtschaftssystem der Deutsche Demokratische Republik gescheitert. Auch die mangelnde Meinungs- und Pressefreiheit sei ein großes Defizit gewesen. Dem Kommunismus generall generell stehe er ebenfalls realistisch gegenüber, da dieser seiner Meinung nach nicht realisierbar sei.</p>
<p>Das Problem der Nazi sieht André nicht so akut in Greifswald. In seinen Augen liege das Problem außerhalb der Stadt in den ländlichen Regionen. Die Öffentlichkeit dramtisiere die Greifswalder Situation und erkenne dafür den Ernst der Lage in den den Dörfern nicht. &#8220;Wir dürfen das Problem nicht hochputschen und die Nazis in Greifswald nicht stärker machen, als sie sind,&#8221; findet der Kandidat der Linken. Vor allem dürfe man Gewalt nicht mit Gegengewalt bekämpfen. Nazis zielen auf Themen wie ÖPNV, Ärztemangel und Jugendclubs, ab. Dadurch gewinnen sie Sympathien, &#8220;Unsere Aufgabe ist es, diese Aufgaben des Kreises so zu gestalten, dass für Nazis keine Anknüpfungspunkte mehr da sind,&#8221; schätzt André die Situation ein. Das sei schwierig, aber machbar. Für die ländlichen Regionen sei dies sogar essentiell.</p>
<p>Fotos: Susanne Große</p>
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		<title>Kommunal-und Landtagswahlen 2011: Die Kandidaten der Jusos</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 11:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Grosse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Reihe "Kommunal- und Landtagswahlen 2011" werden Studenten vorgestellt, die für ihre Partei zu den Wahlen kandidieren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-57760" href="http://webmoritz.de/2011/06/09/kommunal-und-landtagswahlen-2011-die-kandidaten-der-jusos/img_1420/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-57760" style="margin: 5px;" title="IMG_1420" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1420-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><em>In der Reihe &#8220;Kommunal- und Landtagswahlen 2011&#8243; stellt der webMoritz die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die aus dem studentischen Spektrum kommen. In den kommenden Wochen sollen dabei alle demokratischen Parteien Berücksichtigung finden. Den Anfang macht die Vorstellung der Kandidaten der SPD/ Jusos.</em></p>
<p>Am 4. September 2011 wählen die Bürger Mecklenburg-Vorpommerns nicht nur den Landtag, auch die Kreistagswahlen stehen an diesem Tag an. Die Jugendorganisation der SPD (Jungsozialisten, Jusos) stellt insgesamt sechs Kandidaten auf. <span id="more-57580"></span>Vier davon sind Studenten der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald: Christopher Denda, Erik von Malottki, Patrick Dahlemann und Stephan Schumann. Der webMoritz nahm die vier genauer unter die Lupe und befragte sie unter anderem zu ihren Zielen und Ansichten über die umstrittene Kreisgebietsreform.</p>
<div id="attachment_57757" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a rel="attachment wp-att-57757" href="http://webmoritz.de/2011/06/09/kommunal-und-landtagswahlen-2011-die-kandidaten-der-jusos/img_1446-2/"><img class="size-medium wp-image-57757 " title="ChristopherDenda_sg" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1446-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Tritt für Anklam/ Anklam-Land an: Christopher Denda</p></div>
<h4>Die vier studentischen Kandidaten der Jusos</h4>
<p>Der gebürtige Anklamer Christopher Denda studiert derzeit im ersten Semester Englisch, Geschichte und Evangelische Religion auf Lehramt für Gymnasium, nachdem er bereits fünf Semester Theologie hinter sich gebracht hat. Er tritt in seinem Heimatbezirk Anklam/Anklam-Land an und ist dort sechster auf der Liste. Das politische Interesse sei bei ihm schon immer vorhanden gewesen. Dabei stand er der SPD stets positiv gegenüber, da soziale Gerechtigkeit und Aufstieg durch Bildung eine große Rolle für ihn spielen. Nachdem die SPD bei der Bundestagswahl 2009  insgesamt nur 23 Prozent der Stimmen erhielt, dachte Christopher &#8220;Jetzt erst recht!&#8221; und trat der SPD und den Jusos bei. Als stellvertretender StuPa-Präsident im Jahr 2010 sammelte der 21-jährige bereits erste praktische politische Erfahrungen.</p>
<dl id="attachment_57765">
<dt>
<div id="attachment_57765" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a rel="attachment wp-att-57765" href="http://webmoritz.de/2011/06/09/kommunal-und-landtagswahlen-2011-die-kandidaten-der-jusos/img_1430/"><img class="size-medium wp-image-57765" title="IMG_1430" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1430-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Erik von Malottki tritt für die Interessen der studentischen Wähler ein.</p></div>
<p>Erik von Malottki (25) stammt ursprünglich aus Grevesmühlen und ist Bachelor-Student der Politikwissenschaft und Geschichte im achten Semester. Als ehemliger StuPa-Präsident (2010 bis 2011) ist es noch immer sein primäres Ziel, die Studierenden Greifswalds zu vertreten, daher steht er im Bereich Greifswald Innenstadt als neunter auf der Liste zur Wahl. Er vertritt linke politische Positionen und entschied sich 2004 den Jusos beizutreten, da er der Meinung ist, man könne am meisten bewirken, wenn man sich dafür einsetzt, die SPD wieder zu einer solidarischen linken Partei zu machen. Seit Mai diesen Jahres ist Erik außerdem Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Greifswald und sowie stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos.</p>
</dt>
<dt> </dt>
</dl>
<div id="attachment_57756" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a rel="attachment wp-att-57756" href="http://webmoritz.de/2011/06/09/kommunal-und-landtagswahlen-2011-die-kandidaten-der-jusos/img_1436/"><img class="size-medium wp-image-57756" title="PatrickDahlemann_sg" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1436-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Direktkandidat für den Landtag in Uecker-Randow I: Patrick Dahlemann.</p></div>
<dl id="attachment_57765">
<dt>Im Gegensatz zu den anderen sitzt Patrick Dahlemann bereits seit 2009 als jüngstes Mitglied im Kreistag Uecker-Randow, ist hier stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und hofft nun auf Wiederwahl. Der 22-jährige studiert im sechsten Semester Politikwissenschaft und Öffentliches Recht. Er wuchs in Torgelow auf, einer Region mit einer hohen Abwanderungsquote. Dort habe es ein konservatives Weltbild gegeben, dem er entgegentreten wollte. Da Mindestlohn und soziale Gerechtigkeit für ihn eine große Rolle spielen, trat er 2004 in die SPD ein, weil diese seiner Meinung nach die einzig glaubwürdigen Positionen hat. Er tritt insgesamt in allen drei Wahlbereichen von Uecker-Randow an, in zwei davon als Spitzenkandidat. Als einziger der vier hat er nicht nur einen Listenplatz bei den Kreistags-, sondern auch bei der Landtagswahl. Patrick ist außerdem Direktkandidat für den Landtag im Wahlkreis Uecker-Randow I.</dt>
</dl>
<dl id="attachment_57765">
<dt></dt>
</dl>
<dl id="attachment_57765">
<dt> </dt>
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<div id="attachment_57758" class="wp-caption alignleft" style="width: 176px"><a rel="attachment wp-att-57758" href="http://webmoritz.de/2011/06/09/kommunal-und-landtagswahlen-2011-die-kandidaten-der-jusos/img_1444/"><img class="size-medium wp-image-57758 " title="StephanSchumann_sg" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_1444-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Für Stephan Schumann ist die Demokratieförderung von großer Bedeutung.</p></div>
<p>Jura-Student Stephan Schumann (viertes Semester) kommt aus Dresden. Er ist Vorsitzender der Jusos Greifswald/ Südvorpommern. In seiner Familie wurde stets über Politik gesprochen und früh versuchte er mitzudiskutieren. Durch die konservativ-liberale Einstellung seines Vaters begann er schließlich einen Gegenpol zu entwickeln und sich für das sozialdemokratische Lager zu interessieren. So begann er 2005 sich bei den Jusos zu engagieren. Der 22-jährige steht in Greifswald für das Ostseeviertel sowie Schönwalde I und II zur Wahl. Dort ist er auf Listenplatz sechs. Dies ist allerdings nicht sein erster Listenplatz, er war bereits 2009 Kandidat für die Greifswalder Bürgerschaft.</p>
<p>Alle vier sind sich darüber  einig, dass sie als studentische Parteimitglieder vor allem die Jugend ansprechen müssen. Sie könnten sich am besten in die Köpfe der Jugenlichen hineinversetzen und somit deren Interessen vertreten.&#8221;Wir müssen dafür sorgen, dass viele Menschen im September wählen gehen&#8221; meint Patrick. Christopher stimmt ihm zu. Er steht einem Wahlsieg zuversichtlich gegenüber, solange er und seine Mitstreiter genügend junge Wähler mobilisieren können. &#8220;Wir müssen die NPD vom Landtag fernhalten,&#8221; findet Erik. Dies könne nur gelingen wenn alle jungen Menschen wählen gehen. Daher sieht er es als Aufgabe der Jusos an, jungen Menschen ein personelles 	Angebot für die  Wahl zu machen. Ferner sei es von Bedeutung, die Jugend stärker zu politisieren. Zielgruppe für Patrick sind daher im Jugendwahlkampf alle Menschen zwischen 16 und 30 Jahren. Er bemüht sich daher, ein Ansprechpartner für sie zu sein. Stephan vetritt dieselbe Position und appeliert an alle Wähler dieser Altersgruppe: &#8220;Wir sind für euch da, wählt uns&#8221;.</p>
</dt>
<dt> </dt>
</dl>
<dl id="attachment_57765">
<h4>Bildung, Sport und Demokratieförderung: Die Ziele der Kandidaten</h4>
<p>Erik verspricht seinen Wählern dafür zu kämpfen, dass die kulturellen Treffpunkte der Jugend wie das Klecks oder das Ikuwo erhalten bleiben. Er möchte sich ebenfalls dafür einsetzen, dass der Personennahverkehr besser wird, insbesondere eine verbesserte Busanbindung nach Lubmin, um im Sommer schneller an den Strand zu gelangen, ist ihm wichtig. Die SPD müsse nach Eriks 	Meinung für ein soziales und ökologisches Südvorpommern 	einstehen. &#8220;Wir müssen Politik wieder attraktiv für die Bürger machen,&#8221; meint Patrick. &#8220;Die SPD ist nach wie vor die Partei des kleinen Mannes. Daher müssen wir für alle Bürger aktiv sein und uns kümmern.&#8221; Wenn er wiedergewählt wird möchte er für alle Vereine, Verbände und soziale Ämter verstärkte Förderpolitik betreiben und ehrenamtlich Engagierte unterstützen.</p>
</dl>
<dl id="attachment_57765"> </dl>
<dl id="attachment_57765"> </dl>
<dl id="attachment_57765">Christopher ist es wichtig, dass im späteren Großkreis nicht die Stimme des Einzelnen untergeht. Daher plant er, sollte er gewählt werden, sich für eine bürgernahe Verwaltung einzusetzen. Als zukünftiger Gymnasiallehrer ist es für ihn von großer Bedeutung, dass die Standorte der Gymnasien erhalten bleiben. Doch nicht nur in der Bildungspolitik, auch im Bereich Sport setzt er seinen Schwerpunkt. Eine möglichst gute Sportförderung für alle Bürger, besonders für die jungen, gehört daher zu seinen Zielen. Demokratie zu fördern ist das oberste Ziel für den Jura-Studenten Stephan. Es sei selbstverständlich, dass sich besonders um sozial Schwache gekümmert werden müsse. Als Kandidat für Schönwalde I und II, die sozial gemischten Stadtteile Greifswalds, möchte er dies durch Projekte vor Ort erreichen, um Bürgernähe zum Kreis entstehen zu lassen.&nbsp;</p>
</dl>
<dl id="attachment_57765">
<h4>Des einen Freud, des anderen Leid: Uneinigkeit über die Kreisgebietsreform</h4>
</dl>
<div id="attachment_57582" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a rel="attachment wp-att-57582" href="http://webmoritz.de/2011/06/09/kommunal-und-landtagswahlen-2011-die-kandidaten-der-jusos/img_1413/"><img class="size-medium wp-image-57582 " title="JusoKandidaten2011_sg" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1413-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Über die Kreisgebietsreform gibt es unterschiedliche Ansichten bei den studentischen Kandidaten der Jusos.</p></div>
<dl id="attachment_57765">So einig sich die Kandidaten in ihrer Zielgruppe unter den Wählern und die Bekämpfung der NPD auch sind, in Bezug auf die Kreisgebietsreform sind sie sich alles andere als einig. Diese Reform reduziert die Anzahl der Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern und tritt am Wahltag in Kraft. Primäres Ziel ist dabei die Einsparung von Verwaltungskosten.  Aus der Hansestadt Greifswald, dem Landkreis Ostvorpommern und dem Landkreis Uecker-Randow wird ein Großkreis entstehen, der zurzeit noch den Arbeitstitel &#8220;Südvorpommern&#8221; trägt.&nbsp;</p>
</dl>
<dl id="attachment_57765">
<dt>Christopher steht der Kreisgebietsreform aufgeschlossen gegenüber, sieht aber gerade für seinen Wahlkreis viele Nachtteile. So wird Anklam mit dem 4. September seinen Status als Kreisstadt verlieren. Doch gerade deshalb hält er Anklam/ Anklam-Land für sehr vertretenswert und will  dafür kämpfen, dass die Bürger im neuen Großkreis nicht untergehen. Erik steht der Kreisgebietsreform ebenfalls kritisch gegenüber. Er ist der Ansicht, dass die Reform für seinen Wahlbezirk Greifswald Verluste bringen könnte. &#8220;Wir werden viel dafür tun müssen, um das, was Greifswald ausmacht, wie die Vernetzung zur Universitätund die kulturellen Angebote, zu erhalten&#8221;. Es sei wichtig, alle Bürger des zukünftigen Kreises näher an Greifswald heranzubringen, damit sie von der Stadt profitieren können.</dt>
<dt> </dt>
<dt> </dt>
<dt>Stephan und Patrick nehmen die Gegenposition ein.  In Stephans Augen entlastet die Reform das Land sowie die Kommunen teilweise durch finanzielle Einsparungen. Jedoch könnte es besonders am Anfang dadurch zu einem Finanzproblem für den Großkreis kommen. &#8220;Es ist eine Chance die wir nutzen müssen.&#8221; Für Patrick bedeutet die Kreisgebietsreform ebenfalls eine große Chance. Durch die reinen Verwaltungsgelder, die dadurch frei werden, könne in den Bereichen Jugend, Bildung und Soziales viel verbessert werden. &#8220;Ich investiere lieber Geld in Schulen, statt in Dienstwagen und Landräte&#8221;, so Patrick. Allerdings sieht er einige Problem auf das Land Mecklenburg-Vorpommern und auch auf den Großkreis zu kommen: &#8220;Es wird nicht einfach für die ehrenamtlichen Politiker sein, diese Herausforderung zu stemmen, sondern wird viel Kraft kosten.&#8221; Er bleibt jedoch zuversichtlich: &#8220;Aber wir als SPD haben die Kraft.&#8221;</dt>
</dl>
<dl id="attachment_57765">
<dt>Fotos: Susanne Große&nbsp;</p>
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<dl id="attachment_57765">
<dt></dt>
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<dl id="attachment_57765">
<dt> </dt>
</dl>
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		<title>&#8220;Das linke Korrektiv der SPD&#8221; &#8211; Stephan Schumann neuer Juso-Vorsitzender</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/12/16/das-linke-korrektiv-der-spd-stephan-schumann-neuer-juso-vorsitzender/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 17:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arik Platzek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Vereine & Initiativen]]></category>
		<category><![CDATA[demokratischer Sozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[SDS]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Schumann]]></category>
		<category><![CDATA[StuPa]]></category>

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		<description><![CDATA["Was der SDS mit 'sozialistisch' meint, weiß ich nicht." Der neugewählte Kreisvorsitzende der Jusos, Stephan Schumann, zum "Debakel-Jahr" 2009 und seine Konsequenzen aus der Bundestagswahl.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Kreisvollversammlung der „Jungen SozialistInnen in der SPD“ (Jusos) wurde Stephan Schumann am 12. Dezember 2009  zum neuen Vorsitzenden des Kreisverbandes gewählt. Der 21-Jährige ist gebürtiger Dresdner und studiert in Greifswald seit dem Wintersemester 2007. SPD- und damit auch Juso-Mitglied ist er seit 2005.<br />
Der bisherige Vorsitzende Eric Hartmann trat nicht noch einmal an. Der einzige Nachfolgekandidat Stephan Schumann selbst hatte in der Woche zuvor den Mitgliedern des Kreisverbandes auf einer eigenen Veranstaltung die Möglichkeit gegeben, ihn mit Fragen zu seiner Kandidatur anzusprechen. Er selber war wegen eines wichtigen Jubiläums in der Familie am Samstag nicht in Greifswald und wurde in Abwesenheit gewählt.</p>
<p><strong>webMoritz</strong> Muss man dich jetzt „großer Vorsitzender“ nennen?<br />
<strong>Stephan Schumann</strong> (<em>lacht</em>) Natürlich nicht. Mir liegt zwar auch sehr viel an Selbstironie, aber ich bitte darum, dass mich niemand so auf der Straße anspricht. Es könnten Menschen denken, dass ich das gerne hören oder es ernst nehmen würde.</p>
<div id="attachment_20700" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/05/stupa_20_mai-260x171-gabriel_kords.jpg"><img class="size-full wp-image-20700" title="stupa_20_mai-260x171-gabriel_kords" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/05/stupa_20_mai-260x171-gabriel_kords.jpg" alt="stupa_20_mai-260x171-gabriel_kords" width="260" height="171" /></a><p class="wp-caption-text">Der neue und der alte Juso-Vorsitzende: Stephan Schumann (l.) und Eric Hartmann verzweifeln im StuPa</p></div>
<p><strong>webMoritz</strong> War das Jahr 2009 im StuPa ein <a href="http://webmoritz.de/2009/07/18/nach-stupa-rucktritten-jusos-in-der-krise/" target="_self">Debakel für die Jusos</a>?<br />
<strong>Stephan</strong> In Hinsicht auf das StuPa war es das definitiv. Wir sind mit einem relativ guten Wahlergebnis gestartet und haben anfangs im StuPa sehr gute Arbeit gemacht. Als sich der Streit zwischen AStA und StuPa entspann, habe ich festgestellt, dass man mit Worten dort nicht mehr weiterkommt. Wir haben versucht, zwischen den Parteien zu vermitteln aber alle Richtungen hatten kein Verständnis mehr für einander. Daraus haben einige von uns einen entscheidenden Schluss gezogen und die Arbeit im StuPa niedergelegt.<br />
Ich finde, das war eine gute Entscheidung, denn wir konnten unsere Kraft und Zeit danach gewinnbringender einsetzen. Und Erik von Malottki und David Stoffel sind ja im Parlament verblieben. Was die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Parlament und AStA anbelangt, scheint sich dort die Situation mittlerweile verändert zu haben.<span id="more-28642"></span></p>
<p><strong>webMoritz</strong> Was ist eure Konsequenz aus diesen Ereignissen?<br />
<strong>Stephan</strong> Wir  wollen uns aus den Grabenkämpfen im kommenden Jahr heraushalten. Für 2010 haben wir uns am Samstag ein Arbeitsprogramm für die Genossen im StuPa 2010 gegeben, was weiter vorangetrieben werden soll. Diese Ziele sind unter anderem die kritische Begleitung des Bologna-Prozesses, die Verbesserung der Partizipation durch die Studierenden, sowohl durch die Vollversammlung als auch bessere Feedback-Möglichkeiten an uns,  eine Intensivierung der Arbeit gegen Rechtsextremismus und ein Einsatz für den Erhalt der Lehrerinnenbildung in Greifswald. Letzteres auch innerhalb unserer Partei.<br />
Ansonsten kann ich nur darauf verweisen, dass Paul Greve als Sprecher der Hochschulgruppe wiedergewählt wurde und da sicher ein guter Ansprechpartner ist.</p>
<h3 style="text-align: left;"><span style="color: #000000;">&#8220;Von der Vielfalt der Mitglieder und der breiten inhaltlichen Aufstellung her gesehen sind wir noch eine Volkspartei. Das ist der SDS nicht.&#8221;</span></h3>
<p><strong>webMoritz</strong> Woher stammt die starke Fixierung der Jusos auf das StuPa und nicht den Senat, der ja das wichtigere Gremium ist?<br />
<strong> Stephan</strong> Weil unsere Genossen im Senat gute Arbeit machen und es ihnen weniger schwer fällt, unsere Ansichten und Positionen dort zur Sprache zu bringen. Ansonsten sind wir eben noch ein verhältnismäßig kleiner Kreisverband. Unsere aktiven Mitglieder sind alle vielfältig eingebunden und derzeit geben die Verhältnisse nicht mehr her. Auch die Arbeitsatmosphäre im Senat ist eine andere. Im Studierendenparlament geht es oft um eine Konfrontation und immer um die Ausrichtung der Studierendenschaft. Und es wäre falsch, dem RCDS und den Liberalen das StuPa von vornherein zu überlassen, in dem wir uns auf den Senat konzentrieren.</p>
<div id="attachment_28643" class="wp-caption alignright" style="width: 178px"><img class="size-full wp-image-28643 " title="20091214-Interview-Stephan-Schumann-Neuwahl" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/20091214-Interview-Stephan-Schumann-Neuwahl.jpg" alt="20091214-Interview-Stephan-Schumann-Neuwahl" width="168" height="203" /><p class="wp-caption-text">Stephan Schumann</p></div>
<p><strong>webMoritz</strong> Was ist nun aus deiner Sicht die drängendste Aufgabe?<br />
<strong>Stephan</strong> Normalisierung. Wir haben mit rund zwei Dutzend aktiven Mitgliedern hier den zweitgrößten Kreisverband in Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut. Inaktive Mitglieder gibt es zwar noch ein Vielfaches mehr und wir stehen so im Landesvergleich ganz gut da. Aber im Bundesvergleich sind wir eigentlich erschreckend wenige.<br />
Unsere Arbeit fluktuiert außerdem immer noch sehr stark. Das Arbeitspensum müssen wir, in abgespeckter Form, über die vorlesungsfreie Zeit vorantreiben, denn die Politik bleibt in dieser Zeit nicht stehen.<br />
Und nach einem aktionslastigen Jahr mit vielen Wahlkämpfen müssen wir nun wieder mehr Veranstaltungen anbieten und mehr Mitglieder gewinnen. In unserem aktiven Kreis sind bisher nur Studierende, das soll sich ändern.</p>
<h3 style="text-align: left;"><span style="color: #000000;"><strong> </strong>&#8220;Was die Leute jedoch meistens intuitiv mit dem Begriff Sozialismus verbinden, findet man bei uns kaum.&#8221;</span></h3>
<p><strong>webMoritz</strong> Warum sind auch so wenige Studierende parteipolitisch organisiert?<br />
<strong>Stephan</strong> Ich bekomme von vielen Menschen gesagt: „Wir haben keine Zeit.“ Dieses Argument lasse ich für Engagement gelten, aber nicht für die Mitgliedschaft. Von vielen haben ich auch gehört: „In einer Partei muss man ja mit dem konform gehen, was die Partei sagt.“ Dieses Argument ist einfach falsch und alle Parteimitglieder bei uns wissen das auch. Trotzdem kann man Menschen schwer vom Gegenteil überzeugen, denn hier gibt es eine problematische Grundeinstellung. Ich hoffe, wir werden noch erleben, wie sich das ändert.</p>
<p><strong>webMoritz</strong> Hat sich die Selbstfindungsphase der SPD auch bei den Jusos bemerkbar gemacht?<br />
<strong>Stephan</strong> Ganz klar. Die SPD Greifswald hat den Antrag <a href="http://www.jusos-greifswald.de/index.php?article_id=106">„SPD erneuern“</a> beschlossen und das haben die Jusos forciert. Die Jusos nehmen aktiv an dieser Debatte teil und treiben sie voran. Vor allem werden wir auch forcieren, dass Parteigremien immer parteiöffentlich und transparent sind.</p>
<p><strong>webMoritz</strong> Wo ist denn der Unterschied zwischen euch und dem SDS, dem Sozialistisch-demokratischen Studierendenverband?<br />
<strong>Stephan</strong> Wir sind inhaltlich breiter aufgestellt. Wir haben definitiv Mitglieder, welche dem SDS sehr nahe sind. Wir haben aber auch Mitglieder, die deutlich weiter in der Mitte des politischen Spektrums stehen. Von der Vielfalt der Mitglieder und der breiten inhaltlichen Aufstellung her gesehen sind wir noch eine Volkspartei. Das ist der SDS nicht. Wir wollen uns nicht über das definieren, was links oder rechts von uns ist. Wir sind die Jusos und wenn andere uns inhaltlich zustimmen, freut uns das.</p>
<h3 style="text-align: left;"><span style="color: #000000;">&#8220;Man darf sich nicht zu sehr auf Stimmungen am Wahlkampfstand verlassen.&#8221;</span></h3>
<p><strong>webMoritz</strong> Hier in M-V heißen die Jusos „junge SozialistInnen“. Sind alle Jusos Sozialisten?<br />
<strong>Stephan</strong> Die Frage ist, welche Art von Sozialismus gemeint ist.  Wir Jusos stehen für einen demokratischen Sozialismus, aber auch nicht alle.  Beschlossenes Ziel der Jusos ist, das linke Korrektiv der SPD zu sein. Dafür muss man heute nicht mehr Sozialistin sein. Was die Leute jedoch meistens intuitiv mit dem Begriff Sozialismus verbinden, findet man bei uns kaum.</p>
<p><strong>webMoritz</strong> Ihr steht für einen demokratischen Sozialismus, der SDS nennt sich sozialistisch-demokratisch. Nochmals, wo ist da der Unterschied?<br />
<strong>Stephan</strong> Ich könnte jetzt erklären, was der demokratische Sozialismus bedeutet, aber das würde hier zu weit führen. Was der SDS mit „sozialistisch“ meint, weiß ich nicht. Bei mir kommt viel Kapitalismuskritik an. Das ist auch gut so, aber bei Elfenbeinturmdebatten darf es nicht bleiben.</p>
<p><strong>webMoritz</strong> Wo siehst du noch die größten inhaltlichen Unterschiede?<br />
<strong>Stephan</strong> In den bildungspolitischen Fragen gibt es viele Übereinstimmungen, aber in den Mitteln häufig einen Unterschied. Bei uns gab es eine lange und differenzierte Debatte zur Hörsaalbesetzung. Das lief darauf hinaus, dass wir uns beteiligt haben. Aber erst nach einem längeren Nachdenkprozess und längeren Gesprächen. Wir versuchen, Politik zu gestalten. Für die Bürgerschaftswahl stand keine SDSlerin auf den Listen der sogenannten Linken.<br />
Und obwohl die Jugendorganisationen erfahrungsgemäß wenig Einfluss auf die Außenpolitik haben, haben wir hier große inhaltliche Unterschiede.</p>
<p><strong>Stephan</strong> Was haben die Jusos aus ihrer <a href="http://webmoritz.de/2009/06/08/burgerschaftswahlen-verluste-fur-spd-und-cdu/" target="_self">Niederlage bei den Bürgerschaftswahlen</a> gelernt?<br />
<strong>webMoritz</strong> Man darf sich nicht zu sehr auf Stimmungen am Wahlkampfstand verlassen. Noch vor den ersten Ergebnissen hätte ich erwartet, dass die SPD ihren Schnitt mindestens hält. Mit so einem starken Absturz auch bei den Bürgerschaftswahlen hab ich nicht gerechnet. Für die Jusos ist mein Schluss, dass wir nicht genug Studierende mobilisiert haben und deutlich kampagnenfähiger werden müssen. Unsere Breitenwirkung war zu schwach. Als Niederlage würde ich das Ergebnis jedoch nicht unbedingt bezeichnen. Wir haben gut auf uns aufmerksam gemacht und haben viele neue Leute für unsere Arbeit gewinnen können. Das war für uns wichtig.</p>
<p><strong>webMoritz</strong> Als Raucher eiferst du Helmut Schmidt ja stark nach. Ist er für dich auch sonst ein Vorbild?<br />
<strong>Stephan</strong> Er ist ein Vorbild in Hinsicht auf Rhetorik, seine Selbstdisziplin und seinen Humor. Er ist eine höchst beeindruckende Persönlichkeit mit viel Ausstrahlung, aber davon gibt es auch noch mehr auf diesem Planeten.</p>
<p>Das Interview führten Gabriel Kords und Arik Platzek.</p>
<p>Foto: privat</p>
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		<title>Greifswald hat gewählt? &#8211; Kandidaten im Gespräch</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/07/20/greifswald-hat-gewahlt-kandidaten-im-gesprach/</link>
		<comments>http://webmoritz.de/2009/07/20/greifswald-hat-gewahlt-kandidaten-im-gesprach/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 21:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[ ...ganz Greifswald? Nein, und erschreckenderweise ist es nicht nur ein kleiner Teil, der sich widersetzte. Knappe 40 Prozent gingen wählen, zu groß schien die Politikverdrossenheit, das schlechte Wetter demotivierte zusätzlich. Dabei hatten gerade die Studenten die Qual der Wahl, wer sich in Zukunft gerade für ihre Belange einsetzen würde. Denn auf den Listen wimmelte es nur so von Studenten und Dozenten. 
moritz traf einige universitäre  Verteter im Interview.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ganz Greifswald? Nein, und erschreckenderweise ist es nicht nur ein kleiner Teil, der sich widersetzte. Knappe 40 Prozent gingen wählen, zu groß schien die Politikverdrossenheit, das schlechte Wetter demotivierte zusätzlich. Dabei hatten gerade die Studenten die Qual der Wahl, wer sich in Zukunft gerade für ihre Belange einsetzen würde. Denn auf den Listen wimmelte es nur so von Studenten und Dozenten.<br />
moritz traf einige universitäre  Verteter im Interview.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-23328" title="mm78_hopo_interview_liskowklein" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/mm78_hopo_interview_liskowklein.jpg" alt="mm78_hopo_interview_liskowklein" width="400" height="137" /></p>
<p><strong>moritz</strong> Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Gedanken, als Sie erfahren haben, dass Sie in die Bürgerschaft eingezogen sind.<br />
<strong>Franz-Robert Liskow</strong> Als mein Name in der Wahlnacht fiel, habe ich mich sehr gefreut. Leider musste ich den Abend mit einem lachenden und einem weinenden Auge beenden, da ich über das Wahlergebnis meiner Partei sehr enttäuscht war und bin. Für mich hätten es nicht nur mindestens drei Sitze mehr sein müssen, sondern auch mehr Kandidaten der Jungen Union sein können.<span id="more-23325"></span></p>
<p><strong>moritz</strong> Was sind Ihre Erwartungen an die Bürgerschaft und speziell an Ihre Zeit in der Bürgerschaft?<br />
<strong>Liskow</strong> Da ich schon häufig Bürgerschaftssitzungen besucht habe, weiß ich in etwa was auf mich zukommt. [...] In meiner Fraktion möchte ich für etwas frischen Wind sorgen und auch die Anliegen der Jungen Union mit einbringen.<br />
Zudem liegt mir meine Heimatstadt sehr am Herzen und ich möchte, dass Greifswald so schön bleibt und künftig als Wirtschaftsstandort noch ein bisschen attraktiver wird. Ich weiß aber, dass wir städtische Gelder nicht mit vollen Händen ausgeben können, deshalb wäre ich auch gerne Mitglied im nächsten Finanzausschuss der Bürgerschaft.<br />
Mein wichtigstes Ziel ist der Erhalt der Kreisfreiheit Greifswalds. Leider kann ich als Bürgerschaftsmitglied darauf nur sekundär Einfluss nehmen, möchte dies aber trotzdem hervorheben.</p>
<p><strong>moritz</strong> Was sind Ihre Ziele, was wollten Sie erreichen als Sie sich zur Wahl aufgestellt haben?<br />
<strong>Liskow</strong> Wie schon in dem Positionspapier der Jungen Union erwähnt, will ich mich besonders für die Haushaltskonsolidierung stark machen, damit wir auch in Zukunft handlungsfähig bleiben und weiterhin in Infrastrukturprojekte, wie Schulen, Kitas und Radwege investieren können. Als BWL-Student habe ich großes Interesse daran den Wirtschaftsstandort Greifswald zu stärken. [...]</p>
<p><strong>moritz</strong> Ihre Meinung zur Greifswalder Wahlbeteiligung?<br />
<strong>Liskow</strong> Ich denke, dass die leicht gestiegene Wahlbeteiligung im Vergleich zur letzten Kommunalwahl 2004, trotz des schlechten Wetters, ein positives Signal ist. Das zeigt, dass die Politikverdrossenheit wieder ein wenig abnimmt und sich die Bürger/innen für die politischen Themen in ihrer Heimatstadt interessieren. Auch im Landesschnitt Mecklenburg-Vorpommerns hat die Wahlbeteiligung zugelegt, was ein weiteres Indiz dafür ist.<br />
<strong>moritz</strong> Wir beurteilen sie den aktuellen Trend bezüglich politischen Engagements im Allgemeinen?<br />
<strong>Liskow</strong> Ich denke, dass das politische Engagement im Allgemeinen zunimmt. Als  Kreisvorsitzender der Jungen Union Greifswald habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich viele junge Leute für Politik interessieren und sich auch engagieren wollen. Die Junge Union hatte in den vergangenen Jahren starken Zulauf. Das zeigt, dass sich die Jugendlichen ihrer politischen Verantwortung für die Zukunft bewusst sind. Auch in der CDU Greifswald können wir jährlich einen Zuwachs verbuchen, somit ist ein positiver Trend erkennbar.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-23329" title="mm78_hopo_interview_klattklein" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/mm78_hopo_interview_klattklein.jpg" alt="mm78_hopo_interview_klattklein" width="400" height="134" /></p>
<p><strong>moritz</strong> Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Gedanken, als Sie erfahren haben, dass Sie in die Bürgerschaft eingezogen sind.<br />
<strong>Anne Klatt</strong> „Oha!!!“</p>
<p><strong>moritz</strong> Was sind Ihre Erwartungen an die Bürgerschaft und speziell an Ihre Zeit in der Bürgerschaft?<br />
<strong>Klatt</strong> Ich hoffe, dass die sachliche und freundliche Auseinandersetzung über den aggressiv-persönlichen Streit triumphiert!</p>
<p><strong>moritz</strong> Was sind Ihre Ziele, was wollten Sie erreichen als Sie sich zur Wahl aufgestellt haben?<br />
<strong>Klatt</strong> Ich möchte, dazu beitragen, die feindselige Atmosphäre etwas zu entspannen. Bisher braucht man drei dicke Felle, um in dieser Arena mit zu„kämpfen“. Inhaltlich möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Politik sich nicht einfach als Katalysator für weiteres Wuchern des Konsums versteht, sondern genauer hinschaut, welche Vor- und Nachteile beispielsweise ein Investor mit sich bringt.</p>
<p><strong>moritz</strong> Wie stehen Sie zur Greifswalder Wahlbeteiligung?<br />
<strong>Klatt</strong> In Gesprächen mit Nichtwählern spüre ich eine große Enttäuschung über die aktuelle Situation insbesondere bezüglich Arbeitslosigkeit und der ungleichen Verteilung des Vermögens. Trotz Beteuerungen der Politik, dass man alles zur Verbesserung der Lage tue, hat sie sich aus Sicht der Menschen nichts verbessert, zum Teil verschlechtert. Solange sich diese Wahrnehmung nicht ändert, werden die Leute ihre  Demokratieverdrossenheit vermutlich beibehalten.</p>
<p><strong>moritz</strong> Ein kurzes Statement zum Trend bezüglich politischem Engagement im Allgemeinen?<br />
<strong>Klatt</strong> Ich würde mir wünschen, dass mehr derjenigen, die so enttäuscht sind, in die Parlamente strömen! Meckern ist bequem, ändert aber nichts. Darum: Nicht nur mosern, sondern mitwirken!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-23330" title="mm78_hopo_interview_joecksklein" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/mm78_hopo_interview_joecksklein.jpg" alt="mm78_hopo_interview_joecksklein" width="400" height="144" /><br />
<strong>moritz</strong> Beschreiben Sie kurz Ihre Gedanken, als Sie erfahren haben, dass Sie in die Bürgerschaft eingezogen sind.<br />
<strong>Wolfgang Joecks</strong> Ich habe mich gefreut, dass ich so viele Stimmen bekommen habe.</p>
<p><strong>moritz</strong> Was sind Ihre Erwartungen an die Bürgerschaft und speziell an Ihre Zeit in der Bürgerschaft?<br />
<strong>Joecks</strong> Ich hoffe auf eine sachliche Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt.</p>
<p><strong>moritz</strong> Was sind Ihre Ziele, was wollten Sie erreichen als Sie sich zur Wahl aufgestellt haben?:<br />
<strong>Joecks</strong> Ich will mich für ein lebenswertes Greifswald einsetzen – dazu gehören auch Radwege, auf denen man nicht ständig in Lebensgefahr schwebt. Am Herzen liegen mir auch die sozial Schwächeren und insbesondere deren Kinder (Stichwort: Kindermittagstisch)</p>
<p><strong>moritz</strong> Wie beurteilen Sie die Greifswalder Wahlbeteiligung?<br />
<strong>Joecks</strong> Eine Katastrophe!</p>
<p><strong>moritz</strong> Ein kurzes Statement zum Trend bezüglich politischem Engagement im Allgemeinen:<br />
<strong>Joecks</strong> Die Leute ziehen sich zurück. Da hilft nur Vormachen und die Menschen ansprechen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-23331" title="mm78_hopo_interview_matschkeklein" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/mm78_hopo_interview_matschkeklein.jpg" alt="mm78_hopo_interview_matschkeklein" width="400" height="154" /><br />
<strong>moritz</strong> Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Gedanken, als Sie erfahren haben, dass Sie in die Bürgerschaft eingezogen sind.<br />
<strong>Manfred Jürgen Matschke</strong> Viel Arbeit wartet auf mich! Aber auch Freude: Denn die FDP hat ihr Wahlziel, mit einer Fraktion in der Bürgerschaft vertreten zu sein, erreicht.</p>
<p><strong>moritz</strong> Was sind Ihre Erwartungen an die Bürgerschaft und speziell an Ihre Zeit in der Bürgerschaft?<br />
<strong>Matschke</strong> Ich möchte helfen, die auf die Stadt zukommenden Probleme, die gelöst werden müssen, möglichst sachger echt im Interesse der Bürger zu lösen.</p>
<p><strong>moritz</strong> Können Sie das konkretisieren? Schildern Sie beispielsweise Ihre Erwartungen in Bezug auf die Sitzungen oder Ihre persönliche Durchsetzungskraft?<br />
<strong>Matschke</strong> So etwas kann man nicht im Voraus bestimmen! Das kommt immer auf das Umfeld an.<br />
Generell werde ich sachlich argumentieren und ich hoffe doch sehr, dass sich Sachargumente durchsetzen werden!</p>
<p><strong>moritz</strong> Was sind Ihre Ziele, was wollten Sie erreichen als Sie sich zur Wahl aufgestellt haben?<br />
<strong>Matschke</strong> Das Beste für die Gemeinschaft möchte ich erreichen, und dabei mein Wissen und meine Erfahrungen einbringen! Lassen Sie es mich „altmodisch“ ausdrücken: Förderung des Gemeinwohls.</p>
<p><strong>moritz</strong> Wie beurteilen Sie die Greifswalder Wahlbeteiligung?<br />
<strong>Matschke</strong> Eine geringe Wahlbeteiligung betrübt mich als Demokraten, weil das allgemeine Wahlrecht etwas ist, wofür lange Zeit gekämpft werden musste, so dass man es nicht so achtlos behandeln sollte.</p>
<p><strong>moritz</strong> Oft merken die Medien jedoch positiv an, dass die Wahlbeteiligung angestiegen ist. Wie stehen Sie dazu?<br />
<strong>Matschke</strong> Das ist einfach albern! Die Wahlbeteiligung ist betrüblich gering und aus Prozentpunkten lässt sich erstmal nicht viel entnehmen, denn hierbei kommt es auf die sich ständig ändernde Basis an.<br />
Es kann also sogar sein, dass die Wählbeteiligung prozentual steigt, obwohl sie absolut sinkt.</p>
<p><strong>moritz</strong> Ein kurzes Statement zum Trend bezüglich politischem Engagement im Allgemeinen?<br />
<strong>Matschke</strong> Glücklicherweise findet politisches Engagement nicht bloß in der Parteien und in den Volksvertretungen statt, so dass die Lage besser als der Schein ist. Das hoffe ich zumindest!</p>
<p><strong>moritz</strong> Sie hoffen &#8211; was sagt denn Ihr Bauchgefühl? Wohin geht der Trend?<br />
<strong>Matschke</strong> Als politisches Engagement sehe ich jede Art von sozialem Engagement, einschließlich Engagement im Taubenzüchterverein. Es beschränkt sich also nicht auf parteiliches Engagement.<br />
Ich finde nicht, dass es einen allgemeinen Abwärtstrend bezüglich allgemeinem Engagement gibt. Im Hinblick auf das Parteiliche ist es jedoch erschreckend niedrig!</p>
<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/mm78_hopo_interview_statistik.jpg">Die Wahlergebnisse in Greifswald </a></p>
<p>Die Fragen stellte Anna Seifert; Fotos: Privat</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bürgerschaft: Liskow bleibt knapp Präsident</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/07/14/burgerschaft-liskow-bleibt-knapp-prasident/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 11:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Joecks]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bürgerschaft kam vollzählig zur konstituierenden Sitzung zusammen. Der Präsident wurde haarscharf gewählt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der alte Bürgerschaftspräsident ist auch der neue: Egbert Liskow (CDU) ist gestern in der konstituierenden Sitzung der Bürgerschaft erneut in das Amt der Präsidenten gewählt worden. Er erhielt allerdings nur 22 Stimmen der insgesamt 43 Bürgerschafts-Mitglieder. Da es eigentlich den Konventionen entspricht, dass der von der stärksten Fraktion vorgeschlagene Präsidentschaftskandidat mit den Stimmen aller Fraktionen gewählt wird, kann man die Nein-Stimmen entweder als undemokratisch ansehen oder aber an der Person Liskows zweifeln.</p>
<p>Insbesondere die Grünen hatten die Nominierung Liskows im Vorfeld angegriffen (<a href="http://webmoritz.de/2009/07/13/kommunalpolitik-was-sich-seit-der-wahl-getan-hat/" target="_blank">webMoritz berichtete</a>). Die CDU stellte ihn dennoch auf. Axel Hochschild begründete, Liskow habe seine Sache bisher gut gemacht und sei der richtige Mann für dieses Amt. Liskow sagte nach seiner Wahl, er wolle &#8220;der Präsident aller Bürgerschaftsmitglieder&#8221; sein.</p>
<div id="attachment_23464" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-23464" title="buergerschaftpraesidium-gabrielkords-500x240" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/buergerschaftpraesidium-gabrielkords-500x240.jpg" alt="buergerschaftpraesidium-gabrielkords-500x240" width="500" height="240" /><p class="wp-caption-text">Das frisch gebackene Präsidium (v.l.): Prof. Dr. Wolfgang Joecks, Egbert Liskow, Birgit Socher</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Die Wahlergebnisse der beiden Stellvertreter fielen besser aus: Birgit Socher (Linke), bereits seit 20 Jahren Bürgerschaftsmitglied, wurde mit 28 Stimmen gewählt, Bürgerschafts-Neuling Prof. Wolfgang Joecks (SPD) erhielt sogar 30 der 43 Stimmen. Er ist der einzige personelle Wechsel im Präsidium.</p>
<p>Die Sitzung war zuvor von Alterspräsident Klaus Heiden eröffnet worden, der als Kandidat der Freien Wähler ins Stadtparlament gewählt worden war. Heiden, der in den letzten Jahren für Die Linke als sachkundiger Bürger in Ausschüssen tätig war, fiel es unter anderem zu, die Abstimmung zu leiten, in der die Bürgerschaft die Kommunalwahlen für rechtmäßig erklären musste.</p>
<h3>Kritik am Stadtwahlleiter</h3>
<p>Hierzu hatte sich Oberbürgermeister und Stadtwahlleiter Dr. Arthur König für den Ablauf der Wahlen zu rechtfertigen. In seinem Bericht führte er aus, diese seien soweit korrekt abgelaufen, lediglich in einem Wahlbüro seien anfangs falsche Stimmzettel ausgegeben worden. Dieser Vorfall habe allerdings glimpflich behoben werden können.<span id="more-23460"></span></p>
<p>Dennoch gab es an Königs Bericht, der anschließend nahezu einstimmig akzeptiert wurde, auch Kritk: Peter Multhauf, das wohl streitbarste Mitgleid der Fraktion der Linken, kritisierte <a href="http://webmoritz.de/2009/06/06/darf-der-das-arthur-konig-und-die-cdu-werbung/" target="_blank">wie auch schon im Vorfeld der Wahlen</a> wortreich, dass König als Stadtwahlleiter eigentlich ein Unding sei, da er Werbung für die CDU gemacht habe, obwohl er das als Stadtwahlleiter nicht dürfe. Außerdem sei ihm kein anderer Fall bekannt, in dem der Stadtwahlleiter gleichzeitig der Oberbürgermeister sei. Auch die Grünen hatten Königs Doppel- oder Dreifach-Funktion kritisiert.</p>
<p>Dem webMoritz gegenüber war aber bisher niemand der Kritiker in der Lage, eine rechtliche Besitmmung vorzulegen, gegen die König verstoßen haben soll. Außerdem bleibt unklar, warum gegen einen angeblich so schwerwiegenden Verstoß nicht juristisch vorgegangen wird.</p>

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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9547.JPG" title="Stadtwahlleiter Arthur König berichtete über den Wahlablauf." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9552.JPG" title="Peter Multhauf (l.) hatte Einwände. Klaus Heiden war sichtbar &quot;not amused&quot;." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9554.JPG" title="Alterspräsident Klaus Heiden war sich über die Formalia nicht immer ganz im Klaren." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9561.JPG" title="Geheime Wahl des Präsidenten. Hier: Der Sohn des Kandiaten wählt. Der Anfang einer Dynastie?" class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9563.JPG" title="Die Wahlkommission gibt das Ergebnis bekannt." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9568.JPG" title="Fraktionschef Axel Hochschild gratuliert dem Kandidaten." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9571.JPG" title="Auch der Oberbürgermeister (l.), Stadtwahlleiter (l.) und Parteifreund (l.) überreichten blumige Grüße." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9573.JPG" title="Der Alterspräsident (r.) vereidigt den Präsidenten." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9574.JPG" title="Liskows rechter und linker Platz waren frei und wurden anschließend besetzt." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9576.JPG" title="Alle 43 Mitglieder der Bürgerschaft waren vollzählig - ein seltener Anblick!" class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9578.JPG" title="Zwei Armlängen Sicherheitsabstand: Präsident Liskow (r.) verpflichtet Peter Multhauf. Alle Mitglieder wurden mit Handschlag verpflichtet..." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9582.JPG" title="...auch Liskows Sohn Franz-Robert. Der hätte sich dazu vielleicht erheben können..." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9583.JPG" title="Klaus Heiden fühlte sich zwischen Linken und Grünen wohler als inmitten der CDU." class="thickbox" rel="set_87" >
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			<a href="http://webmoritz.de/wp-content/gallery/konstituierende-sitzung-der-buergerschaft/IMG_9591.JPG" title="Das vollständige Präsidium (v.l.): Prof. Wolfang Joecks, Egbert Liskow und Birgit Socher." class="thickbox" rel="set_87" >
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<p>Klaus Heiden schnitt Multhauf dann auch in überraschend unfreundlicher Art und Weise das Wort ab: Er forderte ihn mehrfach auf, sich mit seinen Ausführungen zu beeilen und wies anschließend die Technik an, ihm das Mikrofon abzustellen. Mutlhauf äußerte sich im Verlauf des Tages noch mehrfach. Bei einer seiner ersten Wortmeldungen war aus den Reihen der CDU-Fraktion ein laut vernehmbares &#8220;Geht das schon wieder los?&#8221; zu vernehmen. Als Dr. Thomas Meyer im Namen der Fraktion der Bürgerliste einen Antrag stellte, die Neumitglieder auf Stasi-Mitarbeit überprüfen zu lassen und in diesem Kontext von &#8220;60 Jahren totalitären Diktatur in Ostdeutschland&#8221; sprach, rief Mutlhauf: &#8220;Pfui!&#8221;</p>
<p>Für kurzfristige Schwierigkeiten sorgte ein fehlender Sitz für Klaus Heiden, nachdem Liskow zum Präsidenten gewählt worden war: Heiden setze sich zunächst auf dessen leergewordenen Stuhl inmitten der CDU-Fraktion und zog nach der Wahl Birgit Sochers auf deren Platz zwischen der Linke-Fraktion und der Grünen-Fraktion um. Das habe weniger politische Gründe gehabt als den Gepflogenheiten genügt, sagte Heiden gegenüber dem webMoritz. Er habe einfach nicht mitten in der CDU-Fraktion sitzen wollen.</p>
<p>Auf der konstituierenden Sitzung der Bürgerschaft ging es anschließend vor allem um Formalia. Weitere Informationen zur Sitzung gibt es in der <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/greifswald/index_artikel_komplett.phtml?param=news&amp;id=2486861" target="_blank">Ostsee-Zeitung</a> sowie auf dem Blog der Grünen (<a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/07/13/dicht-daneben-ist-auch-vorbei-oder-im-osten-nichts-neues-so-lasst-sich-der-erste-akt-der-neuen-burgerschaft-umschreiben/" target="_blank">hier </a>und <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/07/14/wir-wolln-euch-sport-treiben-sehn/" target="_blank">hier</a>).</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kommunalpolitik: Was sich seit der Wahl getan hat</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/07/13/kommunalpolitik-was-sich-seit-der-wahl-getan-hat/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 05:20:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten Schönebeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Egbert Liskow]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Kreisgebietsreform]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montag konstituierte sich das neue Stadtparlament. Trotz der Sitzungspause seit der Wahl hat sich in den vergangenen Wochen in Greifswald Einiges getan.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fünf Wochen sind mittlerweile vergangen, seitdem Greifswald sich eine <a href="http://webmoritz.de/2009/06/08/burgerschaftswahlen-verluste-fur-spd-und-cdu/" target="_self">neue Bürgerschaft gewählt</a> hat. Am Montag konstituierte sich das neue Stadtparlament. Dort wird es wohl erst einmal um eine ganze Reihe von Formalien gehen. Trotz der Sitzungspause hat sich in den vergangenen Wochen in Greifswald Einiges getan. Die Stadtverwaltung präsentierte uns unter anderem Erfolge in drei heißen Eisen des Wahlkampes.</p>
<h3>Positive Meldungen</h3>
<p>Für viel Aufregung hatte der Theaterstreit gesorgt, der sich an der Personalie des Intendanten Professor Anton Nekovar entzündet hatte und zur Kündigung des Gesellschaftsvertrages mit Stralsund und Putbus geführt hatte. Vor zehn Tagen aber gab man bekannt, dass ein neuer <a href="http://webmoritz.de/2009/07/01/stadt-theater-streit-ist-beigelegt/" target="_self">Vertrag ausgehandelt und unterschrieben</a> sei. Damit seien die Streitigkeiten beigelegt.</p>
<div id="attachment_21132" class="wp-caption alignleft" style="width: 325px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/05/feuerwehr-wiederda.jpg"><img class="size-full wp-image-21132" title="feuerwehr-wiederda-450" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/05/feuerwehr-wiederda-450.jpg" alt="feuerwehr-wiederda-450" width="315" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">Die Freiwillige Feuerwehr streikte für einige Tage und sorgte damit für viel Wirbel vor der Wahl.</p></div>
<p>Die Freiwillige Feuerwehr, die <a href="http://webmoritz.de/2009/05/29/freiwillige-feuerwehr-wieder-im-einsatz/" target="_self">kurz vor der Wahl in einen Streik getreten</a> war, hat vor wenigen Wochen das geforderte neue Quartier bezogen. Rund 80.000 Euro hat die Stadt für den Umbau der angemieteten Halle in der Bahnhofstraße gezahlt. Offiziell wurden am 22. Juni die Schlüssel übergeben.</p>
<p>Verkehrssicherheit und insbesondere die Verbesserung der Radwege war bei fast allen Parteien ein großes Wahlkampfthema. Während an der Auswertung einer <a href="http://webmoritz.de/2009/07/08/zwischenergebnisse-der-verkehrsumfrage-verfugbar/" target="_self">groß angelegten Verkehrsbefragung</a> noch gearbeitet wird, verkündete die Stadt aber auch hier bereits <a href="http://webmoritz.de/2009/07/10/radweg-ausbau-geht-weiter/" target="_self">weitere Baumaßnahmen</a>. Erste Erfolge lassen sich in der Anklamer Straße betrachten.</p>
<h3>Kreisgebietsreform</h3>
<p>Eigentlich ja Angelegenheit des Landes, aber für die Kommune nicht unwichtig, sind die Weichenstellungen für die seit langem <a href="http://webmoritz.de/2009/01/15/neue-landkreise-ist-greifswald-der-grose-verlierer/" target="_self">geplante Kreisgebietsreform</a> in Mecklenburg-Vorpommern. Die Reform soll am kommenden Donnerstag in den Landtag eingebracht werden. Für Greifswald geht es dabei mittlerweile wohl kaum noch um die angestrebte Unabhängigkeit sondern um die Frage ob der Kreissitz für das neu geschaffene Südvorpommern (und damit eine Vielzahl von Verwaltungseinrichtungen) nach Anklam oder Greifswald geht.<span id="more-23391"></span></p>
<p>Bürgermeister Dr. Arthur König zeigte sich offen verstimmt darüber, dass das eigene Gegenkonzept zu den Regierungsplänen in Schwerin keine Beachtung fand. Er erklärte der Ostseezeitung am vergangenen Freitag: „Den Greifswalder Vorschlag zum Stadtkreismodell einfach nicht zur Kenntnis zu nehmen, zeugt von Ignoranz denjenigen gegenüber, die zukunftsorientiert mitdenken“</p>
<div id="attachment_23399" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/kreisgebietsreform_sechs_kreise-1000x704-mv_regierung_de.jpg"><img class="size-full wp-image-23399" title="kreisgebietsreform_sechs_kreise-550x387-mv_regierung_de" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/07/kreisgebietsreform_sechs_kreise-550x387-mv_regierung_de.jpg" alt="kreisgebietsreform_sechs_kreise-550x387-mv_regierung_de" width="550" height="387" /></a><p class="wp-caption-text">Des derzeit geplante Model zur Kreisgebietsreform sieht sechs Großkreise und zwei kreisfreie Städte (Rostock und Schwerin) vor.</p></div>
<p style="text-align: left;">Spannung kann möglicherweise aber in die Frage des Kreissitzes kommen. Bisher galt es als Wille der Verantwortlichen, dass dieser auch nach einer Integration der Universitätsstadt in den neuen Kreis in Anklam bliebe. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) schlug vor wenigen Tagen aber vor, in den neuen Kreisen über die „Hauptstädte“ abstimmen zu lassen. Dieser Vorschlag trifft vor allem in Greifswald auf offene Ohren, schließlich würde die Hansestadt und ihr Umland den größten Teil der Bevölkerung im neuen Kreis stellen.</p>
<p>Die Reform soll, nach dem Willen der Landesregierung, die Verwaltung schlanker und effizienter machen. Die Anzahl der Landkreise soll dazu auf sechs halbiert werden. Kritiker werfen dem Konzept der Regierung vor, es ginge durch willkürliche Grenzziehungen, die Eingemeindung fast aller kreisfreien Städte und die überdimensionale Größe der Kreise an den Einwohnern und ihren Bedürfnissen vorbei.</p>
<h3><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/buergerschaft_sitze_2009.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-21629" title="buergerschaft_sitze_2009-550" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/buergerschaft_sitze_2009-550.jpg" alt="buergerschaft_sitze_2009-550" width="356" height="231" /></a>Posten und Mehrheiten</h3>
<p>Ein guter Teil der Kommunalpolitik beschäftigt sich derweil mit Mehrheits- und Postenfragen. Wir Wähler haben ein Stück dazu beigetragen, die politischen Verhältnisse nicht eben einfacher zu gestalten. Sowohl das konservativ-bürgerliche Lager (aus CDU, FDP und Bürgerliste) wie auch das linke Spektrum (Die Linke, SPD, Grüne) kommen in der neuen Bürgerschaft auf 21 Sitze. Zünglein an der Waage könnte daher in einigen Fragen Klaus Heiden von den Freien Wählern spielen. Der scheint derweil noch nicht berechenbar. Zwar gelten die Freien Wähler insgesamt auch als bürgerlich-konservativ, Heiden selber aber arbeitete in der vergangenen Legislatur in städtischen Ausschüssen für Die Linke.</p>
<div id="attachment_20425" class="wp-caption alignleft" style="width: 164px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/05/liskow-240x291-frderike_kuehnel.jpg"><img class="size-full wp-image-20425" title="liskow-240x291-frederike_kuehnel" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/05/liskow-240x291-frderike_kuehnel.jpg" alt="liskow-240x291-frederike_kuehnel" width="154" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow stellt sich zur Wiederwahl</p></div>
<p>Eins jedoch scheint sicher: Eine feste Kooperation bzw. Koalition verschiedener Parteien zur Mehrheitenbildung schließen fast alle Fraktionen aus. Großer Verlierer dieser Entwicklung wird dabei vermutlich die CDU sein, die bisher als stärkste Fraktion gemeinsam mit SPD, FDP und Bürgerliste regierte. Künftig wollen die Parteien projektbezogen zusammenarbeiten und sich für einzelne Ziele die entsprechenden Mehrheiten im Einzelfall organisieren.</p>
<p>Derweil hat sich um die Position des Bürgerschaftspräsidenten bereits ein handfester Streit entwickelt. Der Parlamentsvorsitzende wird Normalerweise durch Vorschlag der stärksten Fraktion bestimmt, die Wahl durch die anderen Fraktionen ist eher eine Formalie. Doch hat sich Egbert Liskow (CDU), der erneut kandidiert, in der vergangenen Legislatur nur wenig Freunde in der Bürgerschaft gemacht.</p>
<p>Kritiker werfen ihm vor, er sei mit der Sitzungsleitung überfordert und behandle die Fraktionen oftmals willkürlich. Die Grünen kündigten bereits in der Ostseezeitung an Liskow nicht zu Wählen, auch bei der Linken stieß der Vorschlag auf wenig Gegenliebe. Von der SPD erklärte Fraktionsgeschäftsführer Marcus Unbenannt gegenüber dem webMoritz:</p>
<blockquote><p>„Die CDU  hat als stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht für das Amt des Präsidenten, deshalb war es für die SPD-Fraktion immer klar, dass sie den Vorschlag der CDU-Fraktion mittragen wird, wenn dem nicht gravierende Gründe entgegenstehen. Die Diskussion um die bisherige Amtsführung des Kandidaten Liskow spielt für uns insofern keine Rolle, als sie für uns keinen gravierenden Grund darstellt, von den demokratischen Gepflogenheiten abzuweichen und der stärksten Fraktion das Vorschlagsrecht zu verwehren.“</p></blockquote>
<p>Als Stellvertreter im Präsidium gelten Birgit Socher (Die Linke) und Prof. Wolfgang Joecks (SPD) als gesetzt.</p>
<p><strong>Bilder:</strong></p>
<p>Foto Feuerwehr und Grafik Istverteilung: Gabriel Kords<br />
Foto Egbert Liskow: Frederike Kühnel<br />
Grafik zur Kreisgebietsreform &#8211; Entwurf zum Kreisstrukturgesetz via mv-regierung.de<br />
Foto Startseite: ruedis fotos via flickr</p>
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		<item>
		<title>Von Bettvorlegern und Hetzern: Ein Abgesang auf den Wahlkampf</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 00:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach, was hatten wir uns alle doch auf die Zeit nach den Wahlen gefreut! O, welch trügerischer Irrtum... Ein Kommentar von Gabriel Kords.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Ein Kommentar von Gabriel Kords</em></p>
<p style="text-align: left;">Ach, was hatten wir uns alle doch auf die Zeit nach den Wahlen gefreut! Da würden die CDU-Politiker endlich wieder tun und lassen können, was sie wollten, ohne dass es jemand interessiert, könnte die OZ endlich wieder in Ruhe über Großmutters Gemüsebeet berichten, anstatt an investigativem Polit-Journalismus zu scheitern und die Grünen hätten sich in Ruhe dem Natur- und Umweltschutz widmen können, anstatt mit haarsträubender Wahlkampf-Rhetorik ihre  politische Umwelt zu be- und verschmutzen. Auch der webMoritz, hatten wir naiv gehofft, könne sich endlich wieder der Hochschulpolitik zuwenden. O, welch trügerischer Irrtum!</p>
<p style="text-align: left;">Denn es kam anders: Der Wahlkampf ging zu Wochenbeginn einfach weiter. Da <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/06/08/oz-wird-immer-mehr-zur-cdu-postille/">ätzten die Grünen</a> in Person von <span style="text-decoration: line-through;">Michael Steiger</span> Ulrich Rose am Montag in altbekannter Weise über die Ostsee-Zeitung, deren Wahlberichterstattung vom selben Tag in der Tat nicht gerade ein Glanzstück war. Das Lokalblättchen hatte nämlich eine äußerst unpräzise Hochrechnung von 22:17 Uhr unter dem Titel &#8220;So hat Greifswald gewählt&#8221; veröffentlicht und überdies eine reichlich unrefklektierte Analyse des CDU-Ergebnisses produziert.</p>
<div id="attachment_2593" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2008/09/oz-gebaude-300x200.jpg"><img class="size-full wp-image-2593" title="oz-gebaude-300x200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2008/09/oz-gebaude-300x200.jpg" alt="oz-gebaude-300x200" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Redaktionsgebäude der Ostseezeitung in der Joh.-Seb.-Bach-Straße</p></div>
<p style="text-align: left;">So weit, so normal. Was aber nicht normal war, war die Reaktion des OZ-Lokalchefs Reinhard Amler, der postwendend am Dienstag in der Kolummne &#8220;Guten Tag, liebe Leser!&#8221; zurückschoss. Die Grünen könnten wohl nicht verlieren, spöttelte er, und bezichtigte sie gleich zwei Mal der &#8220;Hetze&#8221; gegen CDU und Ostsee-Zeitung. Amlers Kommentar war gleich mehrfach verwerflich &#8211; warum, <a href="http://blog.17vier.de/?p=1657" target="_blank">erläutert</a> (wenn auch parteiisch) der Fleischervorstadtblog. Hinzu kommt noch: Der Terminus der &#8220;Hetze&#8221; zählt nicht unbedingt zu dem Vokabular, dass man unbedarft verwenden sollte. Für den medieninteressierten Greifswalder dürfte Amlers Reaktion jedenfalls ein Novum gewesen sein, denn bis dato saß die OZ die meisten ihrer redaktionellen und journalistischen Fehler einfach aus, die Korrektur übernehmen schon seit langer Zeit <a href="http://ostsee-zeitung-blog.blogspot.com/" target="_blank">andere</a> für sie. So wurde auch das falsche &#8220;Wahlergebnis&#8221; aus der Montags-Ausgabe in den Folgeausgaben nicht adäquat korrigiert. Auch die Grünen waren sichtlich verwundert über Amlers Reaktion und erwiderten sie dann <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/06/09/die-oz-und-der-blog/" target="_blank">gleich</a> <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/06/09/ein-kommentar-zum-kommentar/" target="_blank">zweimal</a>.<span id="more-21794"></span></p>
<p style="text-align: left;">Wiewohl Amlers Antwort also zweifelhaft ist, entspringt sie doch mutmaßlich einem verständlichem Reflex &#8211; nämlich Ärger über den Grünen-Blog. Dort war nicht nur in den letzten Monaten regelmäßig gegen CDU und OZ quergeschossen worden (was nicht verwerflich und sogar nachvollziehbar ist), sondern dabei konsequent der falsche Ton gewählt worden (was eben doch verwerflich ist, unabhängig vom verfolgten Ziel). Dass Amler irgendwann der Kragen platze, war also nicht nur verständlich, sondern sogar berechtigt.</p>
<div id="attachment_17695" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/03/michael_steiger-150.jpg"><img class="size-full wp-image-17695" title="michael_steiger-150" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/03/michael_steiger-150.jpg" alt="michael_steiger-150" width="150" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">Michael Steiger</p></div>
<p style="text-align: left;">Besonders auffällig waren die beinahe täglich erscheinenden Postillen des Michael Steiger, der bereits vor gut zwei Monaten den Grünen-Blog <a href="http://webmoritz.de/2009/03/19/wahlkampf-ton-wird-rauher-ulf-dembski-ist-beleidigt/" target="_blank">in die Schlagzeilen</a> brachte, als er den Kultursenator Ulf Dembski (SPD) als &#8220;von CDU-Milben verseuchten Bettvorleger&#8221; bezeichnete. Dafür musste sich Steiger entschuldigen, was er erst widerwillig und nur mehr oder weniger <a href="http://webmoritz.de/2009/03/27/michael-steiger-entschuldigt-sich/" target="_blank">eindeutig</a> tat.</p>
<p style="text-align: left;">Er bewies am Dienstag gleich wieder, dass er nicht zwischen sachlichen Vorwürfen und persönlichen Attacken unterscheiden kann, indem er Amler genüsslich an den <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/06/09/ein-kommentar-zum-kommentar/" target="_blank">DDR-Pranger</a> stellte. Der Vorwurf ist berechtigt, die persönlichen Schmähungen sind es nicht.</p>
<p style="text-align: left;">Steiger, der am Sonntag übrigens nicht in die Bürgerschaft gewählt wurde, vertat sich regelmäßig mit seiner Wortwahl. Als besonders hässlich sind seine Tiraden gegen die CDU-Oberen herauszuheben, die sich von ihm allerhand Schmähungen gefallen lassen mussten, die defintiv nicht mehr ins Maß einer zivilisierten Ausdrucksweise passen. Exemplarisch sei hier auf <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/05/25/die-schwarzen-demagogen-und-ihr-theater-ums-theater/" target="_blank">diesen Artikel</a> verwiesen. Dort wettert Steiger gegen &#8220;die schwarzen Demagogen&#8221; und bringt einen Vergleich mit dem ehemaligen Chefpropagandisten des DDR-Fernsehens, Karl-Eduard von Schnitzler, (&#8220;Sudel-Ede&#8221;) an, den er später auch noch einmal <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/06/04/schwarze%E2%80%9C-propaganda/" target="_blank">aufgriff</a>. Das setzte sich so fort. Die CDU hieß fortwährend &#8220;schwarzer Block&#8221; oder einfach nur &#8220;die Clique&#8221;.</p>
<div id="attachment_21808" class="wp-caption alignright" style="width: 185px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/sudel-ede.jpg"><img class="size-full wp-image-21808" title="sudel-ede" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/sudel-ede.jpg" alt="sudel-ede" width="175" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Der echte Carl-Eduard von Schnitzler (&quot;Sudel-Ede&quot;)</p></div>
<p style="text-align: left;">Zweifelsfrei brachte Steiger mit seiner unermüdlichen Arbeit den ein oder anderen spannenden Sachverhalt zu Tage, etwa <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/05/31/was-bleibt/" target="_blank">diesen hier</a> (Steigers verbale Ausfälle sind im verlinkten Artikel aber ebenfalls nicht zu überlesen). Gleichzeitig instrumentalisierte er aber auch alles, was sich irgendwie gegen die CDU verwenden ließ. So war etwa <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/06/02/das-problem/" target="_blank">sein  Kommentar zu Dr. Steffens (CDU) Interview mit dem webMoritz</a> stark übertrieben, weil Steiger Zitate aus dem Zusammenhang riss oder sie falschen Personen zuordnete. Und daher war es auch unlauter, dass Steiger dem CDU-Spitzenkandidaten &#8220;<a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/06/06/post-von-ah/" target="_blank">billigsten Wahlkampf</a>&#8221; vorwarf, denn das kann er selbst ganz gut. Den Spitznamen &#8220;Sudel-Ede&#8221; müsste er sich also ebenfalls gefallen lassen, besäße jemand die Unverfrorenheit, ihn damit zu belegen.</p>
<p style="text-align: left;">Inhalte zur eigenen Politik musste man in den letzten Wochen bei den Grünen ohnehin suchen wie die Stecknadel im Heuhaufen. Und wenn es dann doch welche gab, steckte oftmals wenig dahinter, wie der webMoritz eindrucksvoll feststellen musste, als wir um weitere Informationen bezüglich des Vorwurfes baten, der Förster im Uni-Wald schlage zu viel Holz. Was zunächst mit großem Getöse als illegal proklamiert worden war, stellte sich bereits bei einer vorsichtigen Nachfrage als allenfalls ökologisch fragwürdig heraus &#8211; und das auch nur gegründet auf eine Einzelmeinung. Nähere Recherchen des webMoritz stehen noch aus.</p>
<p style="text-align: left;">So bleibt festzuhalten, dass die Buhmänner der letzten Wochen eben nicht nur in Reihen der CDU und der Ostsee-Zeitung zu suchen gewesen sind, sondern durchaus auch bei anderen. Die Grünen hätten sicher gut daran getan, ihre mitunter spannenden Feststellungen in etwas sachlicherer Form zu publizieren und die fortwährenden persönlichen Attacken gegen Liskow, Hochschild, König und Co. zu unterlassen oder zumindest stark zu reduzieren.</p>
<p style="text-align: left;">Was abschließend relativierend eingeworfen werden muss: In der Bürgerschaft, die sich als Forum für politische Attacken eigentlich anbieten sollte, hatten die Oppositionsparteien in den letzten Jahren einen schweren Stand. Wer auch nur einmal miterlebt hat, wie unter dem nur mit Mühe als &#8220;Sitzungsleitung&#8221; zu bezeichnenden Gestammel von Präsident Egbert Liskow Redner der Oppositionsparteien systematisch ignoriert oder zurechtgewiesen werden, während CDU-Mitglieder ihre Bürgerschaftskollegen seelenruhig diffarmieren können (was auch die anderen Präsidiumsmitglieder nicht im geringsten zu stören scheint), dem sträuben sich die Haare. Auch der ein oder andere DDR-Vergleich ist da wirklich nicht gänzlich unangebracht.</p>
<p style="text-align: left;">Bleibt abzuwarten, wie sich die Verhältnisse in der noch jungen Legislatur weiterentwickeln. Die Grünen wollen ihr Blog jedenfalls <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2009/06/09/der-blog-macht-weiter/" target="_blank">fortführen</a>. Bleibt zu hoffen, dass der Ton sachlicher, die Vorwürfe profunder bewiesen und die Zahl der eigenen Inhalte steigen möge &#8211; denn dann (und nur dann!) wäre der Blog in der Tat eine dauerhafte Bereicherung für die Kommunalpolitik in dieser Stadt.</p>
<p style="text-align: left;">Fotos:</p>
<ul>
<li>Ostseezeitung: webMoritz-Archiv</li>
<li>Steiger: <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/" target="_blank">Grünen-Blog</a></li>
<li>von Schnitzler: Bundesarchiv via Wikimedia</li>
<li>Titelfoto Logo der <a href="http://www.ostsee-zeitung.de" target="_blank">Ostseezeitung</a> und von <a href="http://www.gruene.de/" target="_blank">Bündnis 90/Die Grünen</a></li>
</ul>
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		<title>Der Tag danach &#8211; Reaktionen auf die Kommunalwahl</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 15:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten Schönebeck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Katerstimmung dürfte am heutigen Montag bei den meisten Parteien und Wählerbündnissen in Greifswald herrschen. Die anstrengenden Wahlkampfwochen sind zu Ende - erste Statements der Sieger und Verlierer...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Katerstimmung dürfte am heutigen Montag bei den meisten Parteien und Wählerbündnissen in Greifswald herrschen. <a href="http://webmoritz.de/2009/06/08/burgerschaftswahlen-verluste-fur-spd-und-cdu/" target="_self">Kommunal- und Europawahlen sind abgeschlossen</a>, die anstrengenden Wahlkampfwochen sind zu Ende.</p>
<div id="attachment_21661" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/koenig_nach_der_wahl-240x205-carsten_schoenebeck.jpg"><img class="size-full wp-image-21661" title="koenig_nach_der_wahl-240x205-carsten_schoenebeck" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/koenig_nach_der_wahl-240x205-carsten_schoenebeck.jpg" alt="koenig_nach_der_wahl-240x205-carsten_schoenebeck" width="240" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">Wahlleiter Dr. König gibt spät in der Nacht die Namen der neuen Bürgerschaftsmitglieder bekannt.</p></div>
<p>Doch richtig unverhohlene Freude wollte am gestrigen Abend bei fast niemandem aufkommen, und dass nicht nur, weil die Auszählung der Stimmen am Sonntagabend  bis in die tiefe Nacht dauerte. Gänzlich im Bundestrend liegend, zersplitterte die Parteienlandschaft in der Greifswalder Bürgerschaft. Klare Mehrheiten sucht man vergebens.</p>
<p>Auch das Personalkarussel drehte sich ordentlich: Knapp die Hälfte der Mandate (20 von 43) wurde neu vergeben. Elf Mitglieder der Bürgerschaft verloren ihr Mandat, neun traten nicht mehr an.<span id="more-21653"></span></p>
<p>Besonders auffällig ist dabei der Wechsel bei der SPD: Allein der Fraktionsvorsitzende Dr. Kerath behielt sein Mandat. Die Sozialdemokraten lieferten wohl das enttäuschendste Wahlergebnis (13,3%/ 6 Sitze). Wahlkampfleiter Marcus Unbenannt erklärte gegenüber dem webMoritz: „Mit Gustav Seils und Hinrich Kuessner sind zwei Kandidaten nicht mehr angetreten, die in den vergangenen Jahren viele Stimmen für die SPD geholt haben. Das Ergebnis zeigt, wie schwierig es ist, solch erfahrene Leute zu ersetzen.&#8221; Dass die Strategie der SPD, einen stark an den Studenten orientierten Wahlkampf zu führen, gescheitert sei, wollte er so noch nicht bestätigen: „Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen, wenn wir alle Zahlen haben. Erwartet haben wir uns aber sicher mehr.&#8221;<a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/warten_auf_ergebnisse-280x198-carsten_schoenebeck.jpg"><br />
</a></p>
<div id="attachment_21659" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/wahlergebniss-500x381-carsten_schoenebeck.jpg"><img class="size-full wp-image-21659" title="wahlergebniss-500x381-carsten_schoenebeck" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/wahlergebniss-500x381-carsten_schoenebeck.jpg" alt="wahlergebniss-500x381-carsten_schoenebeck" width="500" height="381" /></a><p class="wp-caption-text">Das vorläufige Endergebnis stand gegen ein Uhr nachts fest</p></div>
<p>Kaum fröhlicher gestimmt war man bei der CDU, die nur noch auf 30,1 Prozent der Wählerstimmen kam. Rechnet man den 2004 als Einzelbewerber angetretenen Bernd Uhlig mit ein, der jetzt auf der CDU-Liste kandidierte (und nicht wiedergewählt wurde), verlor die Partei  7,1 Prozent und vier Sitze. Franz-Robert Liskow, der nach einer Zitterpartie bis zum Ende in die neue Bürgerschaft gewählt wurde, sagte uns: „Enttäuscht bin ich schon, dass wir so viel verloren haben. Den größten Anteil wohl an die Bürgerliste, die ja auch eher den konservativen Flügel bedient. Ein Grund dafür, war möglicherweise die Berichterstattung der Medien in den letzten Wochen. Das war natürlich nicht gerade positiv für die CDU.&#8221; Zur Wahlbeteiligung, die mit 39,8 Prozent knapp über dem Wert von vor fünf Jahren lag, zeigte er sich vorsichtig zufrieden: „Ich schiebe es ein bisschen aufs Wetter, das hat uns sicher 3-4 Prozent Beteiligung gekostet. In den letzten Stunden sind ja dann aber doch noch einige zur Wahl gegangen. Unter den gegebenen Umständen sehe ich die Wahlbeteiligung schon wieder als gut an.&#8221;</p>
<div id="attachment_17695" class="wp-caption alignright" style="width: 130px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/03/michael_steiger-150.jpg"><img class="size-full wp-image-17695" title="michael_steiger-150" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/03/michael_steiger-150.jpg" alt="michael_steiger-150" width="120" height="164" /></a><p class="wp-caption-text">Kandiderte für die Grünen - Michael Steiger</p></div>
<p>Das sah Michael Steiger von den Grünen ganz anders: „Ich behaupte: Eine Wahlbeteiligung unter 50 Prozent ist immer eine Katastrophe. Alle, die jetzt in die Bürgerschaft ziehen, müssen sich da ernsthaft Gedanken machen, wie man das Engagement der Bürger wieder steigern kann.&#8221; Bei den Grünen war die Stimmung insgesamt erstaunlich verhalten, trotz des objektiv guten Ergebnisses (10,7 % / 5 Sitze) . Froh zeigte man sich über das Gesamtergebnis der Kommunalwahl. Steiger ergänzte: „Fünf Sitze haben wir in etwa erwartet. Das wichtigste aber ist, glaube ich, dass die CDU gelernt hat, dass es so wie die letzten vier Jahre nicht weitergeht. Sie müssen jetzt auf die anderen Fraktionen in der Bürgerschaft zugehen. Darauf bin ich sehr gespannt.&#8221;</p>
<p>Auch bei der Bürgerliste (10,1 % bzw. 4 Sitze) sah man den Erfolg eher nüchtern: „Wir haben unser Minimalziel erreicht und freuen uns jetzt darauf, uns in der neuen Bürgerschaft einzubringen. Über die Wahlbeteiligung bin ich allerdings sehr enttäuscht.&#8221;, erklärte uns Dr. Thomas Meyer, Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft.</p>
<div id="attachment_21660" class="wp-caption alignleft" style="width: 290px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/fdp_nach_der-wahl-280x185-florian_bonn.jpg"><img class="size-full wp-image-21660" title="fdp_nach_der-wahl-280x185-florian_bonn" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/fdp_nach_der-wahl-280x185-florian_bonn.jpg" alt="fdp_nach_der-wahl-280x185-florian_bonn" width="280" height="185" /></a><p class="wp-caption-text">Gute Laune bei der FDP v.l.n.r.: Torsten Hoebel, Dr. Bert Krames, Prof. Manfred Matschke, Robert Gabel</p></div>
<p>Besonders zufrieden hingegen war man bei der FDP über die erreichten 8,6 % (entsprechen vier Sitzen): „Wir hatten vielleicht auf ein bis zwei Prozent mehr gehofft, aber mit dem Ergebnis sind wir schon sehr zufrieden. Auch die Wahlbeteiligung war überraschend gut. Natürlich ist noch Potential nach oben, aber unter den Verhältnissen hier und heute kann man auch damit zufrieden sein.&#8221;, sagte der studentische Kandidat David Wulff, der jedoch selbst nicht in die Bürgerschaft einzog.</p>
<p>Auch bei der Linken schien man gut gelaunt über die errungenen 10 Sitze (22,3 %). Birgit Socher sagte uns: „Wir freuen uns sehr über diese Steigerung, gerade auch, weil wir bis heute nicht einschätzen konnten, wie wir liegen. Man weiß ja nie genau, wie die Kandidaten und das Programm bei der Bevölkerung ankommen.&#8221;  Gespannt sei sie, wie die Bürgerschaftsarbeit sich nach dieser Wahl verändere. „Ich hoffe, dass zukünftig alle Fraktionen themenorientiert miteinander arbeiten werden, befürchte aber, dass sich schnell wieder eine Kooperation bilden wird, die alle Entscheidungen ohne Debatte und Auseinandersetzung durchbringen will.&#8221;</p>
<p>Peter Multhauf (ebenfalls von der Linken) erklärte uns, er wolle den Fraktionen vorschlagen, in der neuen Legislatur jeweils einen Sitz abzugeben. Mit dem gesparten Geld könne man das KiTa-Angebot in Greifswald deutlich verbessern. Allerdings stieß er mit dieser Idee auf wenig Gegenliebe bei den anderen Fraktionen.</p>
<div id="attachment_21658" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/warten_auf_ergebnisse-280x198-carsten_schoenebeck.jpg"><img class="size-full wp-image-21658" title="warten_auf_ergebnisse-280x198-carsten_schoenebeck" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/warten_auf_ergebnisse-280x198-carsten_schoenebeck.jpg" alt="warten_auf_ergebnisse-280x198-carsten_schoenebeck" width="280" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Viele Bürger erwartetet die eintrudelnden Ergebnisse direkt im Bürgerschaftssaal</p></div>
<p>Michael Steiger (Grüne) erklärte uns: „Das Geld für die KiTas muss und kann aus anderen Töpfen kommen. Gerade bei der geringen Wahlbeteiligung ist es wichtig, dass die Fraktionen auch Gelder zur Verfügung haben mit denen sie für bürgerliches Engagement werben können.&#8221; Drastischer drückte es Franz-Robert Liskow (CDU)aus: „Wir alle kennen die Anträge von Herrn Multhauf, ich bin kein Freund davon. Der Wähler hat entschieden und so sollte die neue Bürgerschaft auch aussehen.&#8221; Etwas spöttisch gab Thomas Meyer (Bürgerliste) einen Gegenvorschlag kund: „Natürlich halte ich die Idee nicht für gut. Aber, wenn die PDS all ihre Sitze abgeben würde und das Geld in KiTas stecken würde, wäre ich sehr zufrieden.&#8221;</p>
<p>Bilder:</p>
<p>Michael Steiger &#8211; Wahlkampffoto Bündnis 90/Die Grünen</p>
<p>Foto fröhliche FDP &#8211; Florian Bonn</p>
<p>Fotos Dr. König, Bürgerschaftssaal und Endergebnis &#8211; Carsten Schönebeck</p>
<p>Foto Startseite &#8211; Ruedis Fotos via flickr</p>
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		</item>
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		<title>Bürgerschaftswahlen: Verluste für SPD und CDU</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 11:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei den Bürgerschaftswahlen verloren SPD und CDU, alle anderen Listen legten zu. Der Abwärtstrend bei der Wahlbeteiligung hat sich dieses Mal nicht fortgesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bürgerschaftswahlen am 7. Juni haben die Sitzverteilung im Parlament noch stärker zersplittert. CDU und SPD verloren, alle anderen Listen legten zu. Die Einzelbewerber konnten nicht ins Parlament einziehen. Die Wahlbeteiligung lag mit 39,8 % geringfügig höher als beim letzten Mal.</p>
<p>Obwohl die Gesichter bei der <strong>SPD </strong>angesichts ihres erneuten Verlustes um 5,4 Prozentpunkte am längsten gewesen sein dürften, ist die <strong>CDU </strong>nach Prozentpunkten die stärkste Verliererin der Bürgerschaftswahlen. Sie büßte mit 6 Prozentpunkten vier ihrer zuletzt 17 Sitze ein. (Die CDU hatte zwar bei den Wahlen 2004 nur 16 Sitze erhalten, aber der Einzelbewerber Uhlig war während der Legislaturperiode der CDU-Fraktion beigetreten.) Die CDU ist damit aber weiterhin die deutlich stärkste Fraktion im Parlament.</p>
<div id="attachment_21629" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/buergerschaft_sitze_2009.jpg"><img class="size-full wp-image-21629" title="buergerschaft_sitze_2009-550" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/buergerschaft_sitze_2009-550.jpg" alt="buergerschaft_sitze_2009-550" width="550" height="357" /></a><p class="wp-caption-text">Sitzverteilung nach vorl. amtl. Endergebnis (Klicken zum Vergrößern)</p></div>
<p><span id="more-21627"></span>Die übrigen Parteien gewannen, zum Teil aber nur geringfügig. <strong>Die Linke</strong> legte um 1 Prozentpunkt auf 22,30 Prozent (10 Sitze, vorher 9) zu. Die <strong>FDP </strong>gewann 3,1 Prozentpunkte und kommt damit auf 8,6 Prozent. Damit kann sie ihre Sitzzahl auf 4 Sitze verdoppeln und erreicht so Fraktionsstärke. Die <strong>Grünen </strong>gewannen 1,2 Prozentpunkte (jetzt 10,7 Prozent), wobei sie 2004 noch getrennt von der Liste &#8220;OK&#8221; angetreten waren, deren Vertreter dieses Jahr auf der Liste der Grünen zu finden waren. Ohne die Einrechnung dieser Liste hätten sich die Grünen von 6,4 Prozent um 4,3 Prozentpunkte gesteigert.</p>
<div id="attachment_21631" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/buergerschaft_sitze_2004.jpg"><img class="size-full wp-image-21631" title="buergerschaft_sitze_2004-200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/buergerschaft_sitze_2004-200.jpg" alt="buergerschaft_sitze_2004-200" width="200" height="129" /></a><p class="wp-caption-text">Sitzverteilung 2004 (Klicken zum Vergrößern)</p></div>
<p>Die <strong>Bürgerliste </strong>kann sich ebenfalls als erfolgreich bezeichnen. Sie legte mit 3,9 Prozentpunkten am deutlichsten von allen auf 10,1 Prozent zu. Sie erhält damit 4 Sitze. Bei den letzten Wahlen hätte sie 3 Vertreter stellen dürfen, konnte aber personell nur zwei Plätze besetzen. Dieses Mal werden alle Mandate besetzt. Mit einem Sitz ebenfalls eingezogen sind die <strong>Freien Wähler</strong>, die erstmalig antraten. Sie erreichten 2,9 Prozent der Stimmen. Die <strong>Einzelbewerber </strong>Lange und Tornow zogen nicht ins Parlament ein.</p>
<h3>Welche Kandidaten sind eingezogen?</h3>
<p>Da es sich bei der Kommunalwahl eigentlich um eine Personenwahl handelt, heißt das Wahlergebnis nicht, dass jeweils die ersten Kandidaten auf der Liste gemäß dem Wahlergebnis in die Bürgerschaft eingezogen sind. Tatsächlich ist die Entscheidung darüber, wer einzieht, wesentlich komplexer. Und so sieht das Ergebnis aus (nach vorläufigen <a href="http://www.greifswald.de/fileadmin/eigene-dateien/d8c11f7de4/Wahlen/Wahlbekanntmachungen/GewaehlteBewerber.pdf" target="_blank">Angaben der Stadt</a>):</p>
<div id="attachment_21643" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/vergleichwahlen.jpg"><img class="size-full wp-image-21643" title="vergleichwahlen-200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/vergleichwahlen-200.jpg" alt="vergleichwahlen-200" width="200" height="129" /></a><p class="wp-caption-text">Vergleich der prozentualen Ergebnisse von 2004 und 2009 (Klicken zum Vergrößern)</p></div>
<p>CDU</p>
<ul>
<li>Dr. Hardtke, Frank</li>
<li>Hochschild, Axel</li>
<li>Jochens, Wolfgang</li>
<li>Kruse, Christian</li>
<li>Dr. Kühne, Lüer</li>
<li>Liedtke, Jürgen</li>
<li>Liskow, Franz-Robert <em>(Student)</em></li>
<li>Liskow, Egbert</li>
<li>Dr. Lorenz, Gerd</li>
<li>Mundt, Thomas</li>
<li>Dr. Steffens, Rainer</li>
<li>Thonack, Mechthild</li>
<li>Ziola, Ingo</li>
</ul>
<p>Die Linke</p>
<ul>
<li>Dr. Bartels, Gerhard</li>
<li>Behrendt, Ursula</li>
<li>Duschek, Rudolf</li>
<li>Heinrich, Marion</li>
<li>Dr. Kasbohm, Jörn</li>
<li>Krille, Edda</li>
<li>Multhauf, Peter</li>
<li>Dr. Schwenke, Mignon</li>
<li>Socher, Birgit</li>
<li>Worm, Alexa</li>
</ul>
<p>SPD</p>
<ul>
<li>Braun, Norbert</li>
<li>Dr. Joecks, Wolfgang</li>
<li>Dr. Kerath, Andreas</li>
<li>Littmann, Dirk</li>
<li>Pegel, Christian</li>
<li>Schmidt, Karl-Dieter</li>
</ul>
<p>FDP</p>
<ul>
<li>Hoebel, Torsten</li>
<li>Leddin, Angela</li>
<li>Dr. Matschke, Manfred</li>
<li>Ratjen, Sebastian</li>
</ul>
<p>Grüne</p>
<ul>
<li>Dr. Bittner, Ullrich</li>
<li>Dr. Fassbinder, Stefan</li>
<li>Dr. Fassbinder, Frauke</li>
<li>Klatt, Anne <em>(Studentin)</em></li>
<li>Reuhl, Anja <em>(Studentin)</em></li>
</ul>
<p>Bürgerliste</p>
<ul>
<li>Burmeister, Ulf</li>
<li>Dr. Meyer, Thomas</li>
<li>Radicke , Christian</li>
<li>Spring, Ludwig</li>
</ul>
<p>Freie Wähler</p>
<ul>
<li>Klaus Heiden</li>
</ul>
<h3>Wie viele gingen Wählen?</h3>
<p>Die Wahlbeteiligung lag bei 39,8 Prozent &#8211; eigentlich ein alarmierend niedriges Ergebnis. Dennoch war fast so etwas wie Erleichterung zu spüren, denn die Wahlbeteiligung lag damit marginal höher als beim letzten Mal. Damals waren 38,5 Prozent wählen gegangen. Mittags um 14 Uhr hatte das noch ganz anders ausgesehen &#8211; die Wahllokale meldeten eine alarmierend geringe Wahlbeteilgigung. In den letzten zwei Stunden entschieden sich dann aber doch noch viele Bürger ihre Stimme abzugeben. Dennoch ist ein Blick auf die Ergebnisse der Wahlen interessant, wenn man eine Gruppe &#8220;Nichtwähler&#8221; miteinbezieht:</p>
<div id="attachment_21637" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/nichtstimmen.jpg"><img class="size-full wp-image-21637" title="nichtstimmen-450" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/nichtstimmen-450.jpg" alt="nichtstimmen-450" width="450" height="289" /></a><p class="wp-caption-text">Natürlich eine absolut verwerfliche Aufschlüsselung - niemand ist gezwungen, zu wählen. (Klicken zum Vergrößern)</p></div>
<p>Wer weitere Zahlen sucht, findet diese <a href="http://www.greifswald.de/aktuelle-aktionen/aktion-lesen/article/wahlergebnisse-online.html?tx_ttnews[backPid]=1&amp;cHash=65a7f2509d" target="_blank">auf den Seiten der Stadt</a>.</p>
<h3>Wie haben die Parteien reagiert?</h3>
<p>Über die Reaktionen der Parteien werden wir in Kürze ausführlicher berichten. Fest steht derzeit nur: Bei der SPD ist man sehr enttäuscht, vor allem die Jusos hat es hart getroffen. Die CDU kann sich trotz ihrem deutlichen Vorsprung zu allen anderen auch nicht wirklich freuen, sie hat am meisten Stimmen eingebüßt.</p>
<p>Die Linken sind mit ihrem Ergebnis halbwegs zufrieden, die Grünen hatten offenkundig mit mehr gerechnet, können aber auch nicht klagen.So war die Stimmung dort dann auch zumindest gestern abend ganz gut &#8211; die ersten Ergebnisse einzelner Wahlbereiche schienen ein Debakel anzukündigen, das sich dann nicht bewahrheiete.</p>
<p>Bei der FDP und der Bürgerliste blickte man in strahlende Gesichter &#8211; hier sind die deutlichsten Zuwächse zu verzeichnen &#8211; beide verdoppelten effektiv ihre Sitzzahl auf 4.</p>
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