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	<title>webMoritz.de &#187; Interview</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>20 &#8211; Peter Berling als Divisionspfarrer Dr. Fred Rabe</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 23:01:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Adventskalender]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Kluge]]></category>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Winter 1942 steht es schlecht um die deutschen Truppen an der Ostfront. Die eisige Kälte setzt den Truppen stark zu. Die Lage wird immer auswegloser. Wie kann ein Divisionspfarrer in der Adventszeit den verzweifelten Seelen der Soldaten Linderung verschaffen? Mit welchen Worten kann der Geistliche Trost im untröstlichen Krieg spenden? Im Rahmen der Interviewreihe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Winter 1942 steht es schlecht um die deutschen Truppen an der Ostfront. Die eisige Kälte setzt den Truppen stark zu. Die Lage wird immer auswegloser. Wie kann ein Divisionspfarrer in der Adventszeit den verzweifelten Seelen der Soldaten Linderung verschaffen? Mit welchen Worten kann der Geistliche Trost im untröstlichen Krieg spenden? Im Rahmen der Interviewreihe <em>10 vor 11</em> steht der Divisionspfarrer Dr. Fred Rabe, verkörpert von Peter Berling, dem Drehbuchautoren, Schirftsteller, Filmproduzenten und -macher Alexander Kluge Rede und Antwort.</p>
<p>Peter Berling wurde 1934 in Meseritz-Obrawalde geboren und studierte in München an der Akademie der Bildenden Künste Grafik. Später gelangte er dann zum Film und hatte unter anderem Auftritte in Werner Herzogs <em>Fitzcarraldo</em>, Volker Schlöndorffs Verfilmung von <em>Homo Faber</em> oder Helge Schneiders <em>Praxis Dr. Hasenbein</em> und <em>Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem</em><em>. </em>Im Fernsehen war Peter Berling noch in verschiedenen Rollen, u.a. als Experte des roten Teppichs, Max Meier, für die Interview-Reihen <em>10 vor 11</em> und <em>Prime-Time/Spätausgabe </em>als Interviewpartner von Alexander Kluge zu sehen.</p>
<p>Teil 1</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Teil 2</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Teil 3</p>
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		<title>„Problematische Selbstwahrnehmung“</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 19:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer ein Interview mit Rektor Rainer Westermann bekommen möchte, muss beharrlich sein: Der moritz solle seine Fragen bitte per E-Mail stellen, hieß es zuerst. Doch dann gab es doch ein Gespräch. Er sei nämlich für jeden zu sprechen, der ihn darum bitte, sagte der Rektor im Interview. Hier gibt's das ungekürzte Interview aus dem moritz zum Nachlesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-66552" style="margin: 5px;" title="westermann_interview_29112011_jk" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/11/westermann_interview_29112011_jk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Wer ein Interview mit Rektor Rainer Westermann bekommen möchte, muss beharrlich sein: moritz sollte die Fragen bitte per Mail stellen, hieß es zuerst. Doch dann gab es doch ein Gespräch. Er sei nämlich für jeden zu sprechen, der ihn darum bitte, sagte der Rektor im Interview. Der moritz blickte mit Westermann zurück auf die Ereignisse dieses Jahres und befragte ihn nach seiner Zukunft.<span id="more-68098"></span></p>
<p><em>Herr Professor Westermann, wo lagen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit im laufenden Jahr?</em></p>
<p>Das Rektorat hat sich natürlich intensiv mit Baufragen auseinandergesetzt. Außerdem hat uns die Rechtsform-Änderung der Universitätsmedizin beschäftigt und wir haben die Universitätsstruktur an das neue Landeshochschulrecht anpassen müssen, also eine neue Grundordnung erarbeitet. Hinzu kommen die anstehenden Änderungen bei der Lehrerbildung.</p>
<p><em>Die baulichen Dinge waren auch ein großes Thema der Studierendenschaft – im Sommer gab es die Aktion „Grillen an Ruinen“. Wie haben Sie das wahrgenommen?</em></p>
<p>Ich habe schon damals zwei Dinge dazu gesagt. Erstens, dass die Studierenden völlig zu Recht auf die Misere aufmerksam gemacht haben. Das hat das Rektorat allerdings auch schon vorher immer wieder getan. Zweitens: Die Studierenden haben den Rektor als Hauptverantwortlichen identifiziert und das war und ist schlicht nicht richtig.</p>
<p><em>Damals gab es Aktionen an vier Gebäuden. Wie sieht bei diesen aktuell die Situation aus?</em></p>
<p>Die Fassade der Anglistik soll im Laufe des nächsten Jahres instandgesetzt werden. Beim Historischen Institut dauert es noch etwas länger. Da plant der Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes den Baubeginn für Dezember 2012 und die Übergabe für Dezember 2014. Aber immerhin sieht es inzwischen gut aus, was die Finanzierung betrifft – wenngleich der Haushalt noch im Landtag eingebracht und verabschiedet werden muss.</p>
<p><em>Hat die Aktion der Studierenden ihrer Meinung nach dazu beigetragen, dass jetzt gehandelt wird?</em></p>
<p>Vielleicht hat es das Ganze etwas beschleunigt, auch wenn die Maßnahmen natürlich von unserer Seite schon geplant und beantragt waren. Man kann im Nachhinein schwer trennen, welcher Faktor welchen Einfluss gehabt hat.</p>
<p><em>Man hat Sie im Sommer auch für die Misere der studentischen Vereine und Clubs verantwortlich gemacht. War das berechtigt?</em></p>
<p>Nein, natürlich nicht. Wir arbeiten schon lange an dem Problem, wie und vor allem wo wir die Vereine unterbringen können. Wir bemühen uns sehr, aber es ist wahnsinnig schwierig, weil die Räume in der Universität natürlich völlig ausgebucht sind. Alle wollen Räume haben: Lehre, Forschung, Projekte – und dann kommen die Vereine und sagen, dass sie auch noch was abbekommen wollen. Die Verwaltung hat sich im Sommer wirklich angestrengt, Lösungen zu finden. Es gab dann verschiedene Modelle, aber bei allen gab es auch Schwierigkeiten. Darum hat die Lösungsfindung sehr lange gedauert. Und natürlich wird der Rektor für sowas dann immer persönlich verantwortlich gemacht. So ist das nun mal. Damit kann ich leben.</p>
<p><em>Die Vereine haben über mangelnde Gesprächsbereitschaft geklagt. Warum gab es diese Gespräche nicht?</em></p>
<p>Es haben sogar sehr viele Gespräche zwischen den Vereinen und den Vertretern der Verwaltung stattgefunden. Denn letztlich ging es ja darum, dass die Verwaltung das Problem löst und nicht ich.</p>
<p><em>Sie haben das also nicht so wahrgenommen, dass es keine Gespräche gegeben hätte?</em></p>
<p>Nein, natürlich nicht. Im Übrigen: Wer hier im Büro anruft und sagt, er möchte einen Termin mit dem Rektor haben, der bekommt auch einen – in der Regel übrigens ziemlich schnell. Das heißt: Man muss schon initiativ werden, wenn man mit mir reden will. Ich finde das zumutbar.</p>
<p><em>Gilt das auch für diejenigen, die innerhalb der Fakultäten über Kommunikationsprobleme klagen?</em></p>
<p>Im Grunde schon. Aber ich glaube nicht, dass die Fakultäten und Fakultätsleitungen über eine zu geringe Kommunikationsbereitschaft seitens des Rektorats klagen können. Es gibt regelmäßige Gespräche, wie etwa die Dienstbesprechungen und darüber hinaus zahlreiche Einzelgespräche.</p>
<p><em>Innerhalb der Philosophischen Fakultät heißt es allenthalben, es sei nicht klar, was der Rektor für Absichten mit der Fakultät habe. Kurz gefragt: Was sind denn ihre Absichten?</em></p>
<p>Der Rektor hat zunächst einmal überhaupt keine Absichten zu haben. Er setzt den Hochschulentwicklungsplan um. Den letzten haben wir Anfang 2009 beschlossen und da steht eindeutig drin, dass wir fünf Fakultäten haben, unter anderem die Philosophische.</p>
<p>Ich möchte die Philosophische Fakultät ertüchtigen, dass sie Forschung und Lehre auf einem international anerkannten Niveau betreibt. Das ist teilweise schon der Fall – etwa bei den Graduiertenkollegs. Diese Möglichkeiten soll die Philosophische Fakultät auch weiterhin haben. Ich sitze hier definitiv nicht an meinem Schreibtisch und überlege, wie ich die Philosophische Fakultät klein mache.</p>
<p><em>Komischerweise nimmt man das dort aber vielfach so wahr.</em></p>
<p>Wenn ich das wollte, hätte ich das doch schon längst gemacht! Habe ich aber nicht. Wir haben im Jahr 2006 nach den großen Strukturauflagen, die uns vom Land auferlegt wurden, einen Plan zur Verteilung der Ressourcen gemacht. Und seitdem steht fest, wie viele Stellen die Philosophische Fakultät hat. Und haargenau diese Stellen werden auch künftig erhalten.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Warum war die Philosophische Fakultät in den letzten Jahren überproportional stark von Kürzungen betroffen?</em></p>
<p>In den neunziger Jahren davor war die mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät überproportional betroffen. Die Universität mussten auch damals bereits massive Kürzungsrunden bewältigen, bei denen die naturwissenschaftlichen Institute extrem zusammengeschrumpft worden sind. Da konnten wir 2005 nicht mehr so weitermachen, sonst wären diese Institute bedroht gewesen. Und darum traf es dann besonders die Philosophische Fakultät. Nur so waren wir in der Lage, die Universität halbwegs in ihrer Breite und mit ihren Schwerpunkten zu erhalten. Denn das war immer unser Ziel.</p>
<p><em>Aber dass die Philosophische Fakultät chronisch unterfinanziert ist, leugnen Sie nicht?</em></p>
<p>Nein, natürlich nicht. Aber das ist kein Spezifikum der Philosophischen Fakultät. Die gesamte Universität ist unterfinanziert. Wenn Sie unseren Haushalt mit den Haushalten gleichgroßer Universitäten in Deutschland vergleichen, sehen Sie, dass wir ungefähr ein Drittel weniger zur Verfügung haben als andere Universitäten.</p>
<p><em>Und was unternehmen Sie, um das zu ändern?</em></p>
<p>Immer das gleiche: Wir liegen den Politikern seit Jahren in den Ohren, bei jeder Gelegenheit. Wir drängen stets mit Macht darauf, dass die Haushalte erhöht werden – aber das einzige, was die sagen, ist: Nein, das geht nicht.</p>
<p><em>Dieses Motto gilt offenbar auch für den Hochschulsport. Das Bootshaus ist geschlossen, die Anlagen in der Falladastraße sind in desolatem Zustand – warum tut sich da nichts?</em></p>
<p>Der Ersatzneubau des Bootshauses steht in der Tat ziemlich weit hinten auf der Prioritätenliste, sowohl im Land als auch innerhalb der Uni. Denn alle sind sich einig, dass wir den baulichen Zustand der Institute sichern müssen, bevor wir ein Bootshaus bauen. Zu aktuellen Problemen in der Falladastraße kann ich nichts sagen, weil mir von Beschwerden überhaupt nichts bekannt ist.</p>
<p><em>Beim Bootssport denkt man auch an die Kampagne „Studieren mit Meerwert“. Ist dieser Mehrwert Greifswalds jetzt nicht in Gefahr?</em></p>
<div id="attachment_68218" class="wp-caption alignright" style="width: 240px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/magazin/heft/mm95_web.pdf"><img class="size-full wp-image-68218 " title="mm95_cover" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/12/mm95_cover.jpg" alt="" width="230" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">Dieses Interview ist in gekürzter Form im aktuellen moritz-Magazin erschienen.</p></div>
<p>Das Rektorat hat vor einiger Zeit ein Konzept zur Fortentwicklung des Hochschulsports in Auftrag gegeben. Danach sollen wir uns auf bestimmte Bereiche, vor allem den Wassersport konzentrieren. Das Konzept ist dann im Senat angesprochen worden, aber das Interesse an dem Thema war nicht besonders groß. Dabei hatten wir das Papier sehr mühevoll erstellt. Trotzdem prüfen wir nun die Realisierbarkeit des Konzepts. Doch auch das kostet wieder Geld. Und ich sage Ihnen: Wenn wir zu Gunsten des Sports etwa die Sanierung des Historischen Instituts zurückstellen, wäre wahrscheinlich niemand einverstanden.</p>
<p><em>Demnächst werden rund 250.000 Euro aus dem Rückzahlungsverfahren der bis 2008 fälschlich erhobenen Rückmeldegebühr frei. Wird das Rektorat einen Vorschlag machen, wie diese Gelder verwendet werden?</em></p>
<p>Ehrlich gesagt habe ich dieses Problem ein bisschen aus den Augen verloren. Wir werden uns bestimmt demnächst damit beschäftigen. Es war ja immer klar, dass wir damit zusammen mit der Studierendenschaft etwas Zusätzliches machen wollen, was den Studierenden zugute kommt, und da war das Thema Hochschulsport immer eines der Erstgenannten.</p>
<p><em>Bei der Vollversammlung am 7. Dezember wird es um die Beitragserhöhung beim Studentenwerk gehen. Welchen Anteil hat das Rektorat an den Verhandlungen zwischen Studentenwerk und Bildungsministerium?</em></p>
<p>Man hat uns gebeten, dass wir uns dazu positionieren und der Senat hat das ja dann auch gemacht. Ich versuche jetzt also, meinen Einfluss geltend zu machen, aber ob das letzten Endes Erfolg haben wird, weiß ich nicht. Ich habe es aber beim Bildungsminister angesprochen.</p>
<p><em>Stichwort Bildungsminister: Wie ist die Zusammenarbeit mit dem neuen Amtsinhaber?</em></p>
<p>Es gab ein ausführliches Gespräch, gewissermaßen den Antrittsbesuch. Wir haben die ganze Palette der wichtigen Themen durchgesprochen – darüber hinaus gab es noch nicht so viel Kontakt. Das ist aber ganz natürlich. Wenn man so ein Amt neu übernimmt, muss man alle erst einmal kennenlernen, um sich danach den wichtigen Problemen widmen zu können.</p>
<p><em>Sie hatten ja einen gewissen Anteil an Idee und Planungen für die neue Mensa am Beitz-Platz. Sind sie mit dem Verlauf der Umsetzung zufrieden?</em></p>
<p>Ich hätte mir den Neubau ehrlich gesagt etwas schneller gewünscht – wie alle anderen auch. Aber für die besonderen Bedingungen, nämlich, dass das Klinikum in Eigenregie baut und nicht etwa der Landesbetrieb Bau und Liegenschaften, liegen wir ganz gut in der Zeit.</p>
<p><em>Entspricht die Art der Umsetzung des Mensa-Neubaus Ihren Vorstellungen? Die Konstruktion mit dem Bauherrn Uni-Klinik und dem Betreiber Studentenwerk ist ja durchaus seltsam&#8230;</em></p>
<p>Ich sage ganz ehrlich: Ich hatte eigentlich etwas anderes im Sinn. Als ich die Idee entwickelt habe, die Mensa dort zu bauen, ging es darum, eben nicht aus Landesmitteln zu bauen, sondern das Projekt komplett außerhalb des Baukorridors privat zu finanzieren, damit es nicht mit unseren sonstigen Bauvorhaben konkurriert. Das hätte natürlich nur geklappt, wenn das Ganze von einem privaten Unternehmen finanziert und betrieben worden wäre – aber das wollte das Studentenwerk nicht. Dies hat jetzt zur Konsequenz, dass die staatlichen Haushalte nun doch belastet werden, nämlich mit der Ersteinrichtung und der Frage nach höheren Zuschüssen fürs Studentenwerk. Jetzt steht auch eine Beitragserhöhung für die Studenten im Raum – das war auch nicht in meinem Interesse. Darum bin ich auch nur zu 95 Prozent zufrieden.</p>
<p><em>Ein weiteres großes Bauvorhaben ist die Loefflerstraße. Wie ist da der aktuelle Planungsstand?</em></p>
<p>Der Hörsaalneubau und die neue Bibliothek sind bereits in trockenen Tüchern, nachdem wir bei der Politik sehr lange und sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet haben. Zurzeit ist geplant, dass einige alte Gebäude im April nächsten Jahres abgebrochen werden. Anfang 2013 sollen die Bauarbeiten für das neue Hörsaalgebäude und die neue Bereichsbibliothek beginnen. Die Übergabe ist für das dritte Quartal 2015 geplant. Die alte Chirurgie als neues Gebäude für mehrere geisteswissenschaftliche Fächer soll parallel saniert werden. Beide Vorhaben müssen ja zusammen fertig werden, sonst macht die Zusammenlegung keinen Sinn. Wir prüfen momentan noch, ob wir bei der alten Chirurgie eine Grundsanierung machen müssen, die mit etwa 12 Millionen Euro relativ teuer wäre, oder ob auch eine Herrichtung reichen würde. Das sähe dann am Ende fast genauso aus wie eine Grundsanierung, ist aber billiger, weil nicht so umfassend entkernt und umgebaut werden muss<ins datetime="2011-11-30T14:41" cite="mailto:Meßerschmidt,%20Jan"></ins>. Nach der aktuellen Planung können wir dann also Ende 2015 mit einem Umzug rechnen. Ende 2016 soll auch die neue Mensa in der Loefflerstraße fertig sein. Tja… (<em>lacht</em>) Das wird natürlich totsicher eingehalten! Wobei: Beim C_DAT hat es ja tatsächlich geklappt.</p>
<p><em>Das Center of Drug Absorption and Transport (C_DAT) und die Alte Augenklinik sind ja gerade fertig geworden. Wird die Loefflerstraße genauso schön wie diese Bauten oder wird das eher eine zentrale Rumpelkammer für die Geisteswissenschaften?</em></p>
<p>Der Standard wird so sein wie in der Alten Augenklinik nach der Sanierung. Das mit der Rumpelkammer deutet wohl eher auf eine problematische Selbstwahrnehmung der Geisteswissenschaften hin.</p>
<p><em>Warum ist die Philosophische Fakultät denn erst jetzt an der Reihe, wenn die Bauvorhaben auf dem Neuen Campus schon so gut wie abgeschlossen sind?</em></p>
<p>Das liegt in der Natur der Sache: Wir können in der Loefflerstraße erst anfangen, wenn die Kliniken ausgezogen sind. Die Bauarbeiten können ja nicht beginnen, während nebenan noch eine Intensivstation ist. Die Philosophische Fakultät hat auch darunter zu leiden gehabt, dass sich der Umzug der Innenstadt-Kliniken verzögert hat.</p>
<p><em>Aber war es wirklich Zufall, dass die Geisteswissenschaften erst jetzt an der Reihe sind?</em></p>
<p>Nein, das waren Entscheidungen um die Jahrtausendwende herum. Damals hat der Senat nach langen Diskussionen entschieden, das Universitätsklinikum nicht zu privatisieren, sondern als Teil der Universität zu belassen. Das setzte aber voraus, dass das Klinikum wirtschaftlich tragfähig betrieben werden muss und das wiederum setzte die Neubauten am Beitz-Platz voraus. Aber die Landesmittel sind nun mal begrenzt. Darum wussten wir damals schon, dass sich die sonstigen Bauvorhaben dadurch verzögern würden.</p>
<p>Die historischen Gründe liegen übrigens viel früher: Um 1925 hat die Stadt beschlossen, das Gelände des heutigen Beitz-Platzes der Universität für Erweiterungen zur Verfügung zu stellen. Im Grunde wird das jetzt seit knapp 90 Jahren in sehr kleinen Schritten umgesetzt. Es stand vor einigen Jahren auch zur Diskussion, ob die Geisteswissenschaften auch in neue Bauten umziehen. Aber das wollte damals niemand. Alle waren sich einig, dass ein Teil der Uni in der Stadt bleiben muss, denn nur so bleibt die Stadt als Ganzes unser Campus. Und das ist etwas, was Greifswald elementar ausmacht. So kam die lange Wartezeit zustande.</p>
<p><em>Zum Schluss noch mal zu Ihnen: Momentan fragen sich viele an der Universität, ob Sie bei den Rektoratswahlen nächstes Jahr noch einmal antreten.</em></p>
<p>Ich trete nicht noch einmal an. Das habe ich der Senatskommission auch schon 2006 gesagt und allen, die mich seitdem gefragt haben, auch.</p>
<p><em>Und so wie beim letzten Mal, dass man die Bitte an Sie heranträgt, ob Sie’s nicht doch nochmal machen wollen – könnte es womöglich so laufen?</em></p>
<p>Nein. Die Geschichte wiederholt sich nicht.</p>
<p><em>Und wie geht es bei Ihnen danach weiter? Bis zur Emeritierung bleiben ja noch ein paar Jahre.</em></p>
<p>Ja, dann bleiben noch zweieinhalb Jahre. Natürlich habe ich noch gewisse Absichten und Vorhaben für die Zeit danach, aber das ist alles noch nicht so ganz ausgegoren. Ich werde mich erst mal sehr intensiv mit der Entwicklung meines Faches in den letzten zehn Jahren beschäftigen. Und dann werde ich mal schauen, ob ich vielleicht noch einen Beitrag zur fachlichen Entwicklung leisten kann.</p>
<p>Interview: Johannes Köpcke, Gabriel Kords; Foto: Johannes Köpcke</p>
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		<title>Rektor Westermann: Ich kandidiere nicht</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 14:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rektor Rainer Westermann schließt eine erneute Kandidatur bei den Rektoratswahlen im kommenden Jahr aus. Das sagte er dem moritz-Magazin während eines Interviews.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-66552" style="margin: 5px;" title="westermann_interview_29112011_jk" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/11/westermann_interview_29112011_jk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Rektor Prof. Rainer Westermann schließt aus, im kommenden Jahr erneut für den Posten des Rektors zu kandidieren. Das sagte er heute im Gespräch dem moritz-Magazin. Er habe das bereits bei seiner Wiederwahl 2006 gesagt. Über das Ende der laufenden Amtszeit Rektor zu sein &#8220;kommt für mich nicht Frage&#8221;, konkretisierte er auf Nachfrage. Diese endet am 31. Januar 2013.<span id="more-66547"></span></p>
<p>Vor einigen Wochen kursierte an der Uni ein Plakat, das Westermann im Stil der Casting-Show &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221; als Teilnehmer eines &#8220;Rektor-Castings&#8221; zeigt. Versehen war es mit dem Hinweis &#8220;Rainer W. tritt nicht mehr an.&#8221; Tatsächlich stand das anonym veröffentlichte Plakat aber für die angebliche Ungewissheit, ob Westermann bei der im Jahr 2012 anstehenden Rektoratswahl erneut kandidiert. Auch an anderen Stellen in der Universität war über eine erneute Kandidatur des Amtsinhabers spekuliert worden.</p>
<h3>Westermann: Das habe ich immer gesagt.</h3>
<div id="attachment_66551" class="wp-caption alignright" style="width: 202px"><img class="size-medium wp-image-66551" title="westermann_anonymes_plakat_jk" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/11/westermann_anonymes_plakat_jk-192x250.jpg" alt="" width="192" height="250" /><p class="wp-caption-text">Das anonyme Plakat</p></div>
<p>Westermann wunderte sich über die Frage nach seiner Zukunft und über die angebliche Ungewissheit, die darüber herrsche: &#8220;Ich trete nicht an und das ist auch schon seit vielen Jahren bekannt.&#8221; Er freue sich darauf, nach dem Ende seiner Amtszeit noch ein paar Jahre als Forscher tätig zu sein, sagte Westermann weiter. Das sei während seiner Zeit als Rektor naturgemäß viel zu kurz gekommen.</p>
<p>Bisher gibt es nur sehr wenige Spekulationen darüber, wer der nächste Nachfolger wird. Zumindest uni-intern dürfte diese Frage aber in den nächsten Wochen vor den Senatswahlen im Januar eine Rolle spielen.</p>
<p><em>Das vollständige Interview mit dem Rektor lest ihr in der nächsten Ausgabe des moritz-Magazins, die Mitte Dezember erscheint.</em></p>
<p>Text: Gabriel Kords, Johannes Köpcke<br />
Fotos: Johannes Köpcke</p>
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		<title>Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Suhr: &#8220;MV soll ab 2016 seinen Strombedarf aus regenerativen Energien decken&#8221;</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/09/01/grunen-spitzenkandidaten-jurgen-suhr-mv-soll-ab-2016-seinen-strombedarf-aus-regenerativen-energien-decken/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Hackbarth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über die Ziele der Grünen bei der Landtagswahl am 4. September sprach der webMoritz mit Jürgen Suhr, Spitzenkandidat der Grünen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/Juergen_Suhr_gruen_klein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-61849" style="margin: 5px;" title="Juergen_Suhr_gruen_klein" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/Juergen_Suhr_gruen_klein-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Am 4. September sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Nach den l<a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/mecklenburg-vorpommern.htm">etzten Umfragen</a> dürfen sich die Grünen sicher sein, nun erstmals in den Landtag einzuziehen. Simon Voigt und Martin Hackbarth sprachen mit Jürgen Suhr, dem Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-61761"></span></p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Guten Tag Herr Suhr, stellen Sie sich bitte doch erst einmal vor.</p>
<p><strong>Jürgen Suhr:</strong> Ich bin 52 Jahre und lebe mit meiner Familie seit 14 Jahren in Stralsund. Seit Anfang der 80er Jahre bin ich politisch engagiert. Meine Eltern kommen aus Mecklenburg-Vorpommern, aber ich bin in Nordrhein-Westfalen geboren. In der Friedensbewegung, im Protest gegen die Stationierung von der Pershing- II-Raketen und der Cruise Missiles habe ich mich erstmalig politisch engagiert. Seit 1989 war ich kommunalpolitisch aktiv und Mitglied einer grünen Fraktion, damals noch ohne Mitglied zu sein. 1991 bin ich dann in die Grüne Partei eingetreten. Nun wirke ich seit sechs Jahren in der Stralsunder Bürgerschaft mit, habe also mein kommunalpolitisches Engagement fortgesetzt. Landespolitisch bin ich in Mecklenburg-Vorpommern seit 1997 aktiv. Derzeit bin ich neben Silke Gajek Spitzenkandidat der Grünen zur Landtagswahl und Landesvorsitzender.</p>
<h3>Grüne Schwerpunkte: Lubmin, Energiewende und Bildungspolitik</h3>
<p><strong>webMoritz:</strong> Und für welche politischen Themen wollen Sie ab September in Schwerin eintreten?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Von ganz zentraler Bedeutung ist für uns Grüne die Auseinandersetzung um das Atomzwischenlager in Lubmin. Wir wollen nicht, dass noch mehr Atommüll nach Lubmin kommt, sondern dass dieser tatsächlich auf den Rückbau der ehemaligen Atomkraftwerke in Lubmin und Reinsberg begrenzt wird. Ein zweiter Punkt ist natürlich die Energiewende, eine Riesenchance für unser Land. Auch wenn im Augenblick alle auf dieses Thema setzten, wir tun es am konsequentesten. Hier in MV können wir sehr viel für unsere Umwelt und den Klimaschutz tun und zeigen, dass wir mit dem Wind, mit der Sonne und der Biomasse, die wir im Land haben, auch wirtschaftlich sehr gut voran kommen können. Wir Bündnisgrünen haben ein ehrgeiziges Ziel: Wir wollen, dass MV als erstes Bundesland seine Stromversorgung ausschließlich aus eigenen erneuerbaren Energien erzeugen kann. Das ist aus unserer Sicht bis zum Jahr 2016 erreichbar. Ein dritter Punkt ist die Bildungspolitik. 14 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs verlassen derzeit ohne qualifizierten Schulabschluss die Regelschule. MV ist in diesem Punkt mit Abstand das Schlusslicht in Deutschland. Wir sagen sehr deutlich: In diesem Bereich muss Geld in die Hand genommen werden. Das gleiche gilt für den Hochschulbereich. Bis zum Jahr 2016 drängen noch mehrere Doppeljahrgänge von den Gymnasien an die Hochschulen. Diese jungen Menschen in MV zu halten, wäre eine Riesenchance für unser Land. Darum sollte dies ein zweiter Investitionsschwerpunkt sein.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_54303" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/DSCF5847.jpg"><img class="size-medium wp-image-54303" title="Unihauptgebäude_AndreaDittmar" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/DSCF5847-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a></strong><p class="wp-caption-text">   Jürgen Suhr fordert mehr Investitionen in schulische und universitäre Bildung.</p></div>
<p><strong>webMoritz:</strong> Nun sind wir ja hier in Greifswald. Muss sich denn am Universitätsstandort Greifswald etwas ändern oder ist alles so gut, wie es derzeit ist?</p>
<p><strong>Suhr: </strong>Ich finde schon, dass sich etwas ändern muss. Es wird ja oftmals gesagt, dass die Studienbedingungen an ostdeutschen Hochschulen im Vergleich zu westdeutschen sehr gut sind. Wenn ich mir die Rankings anschaue, ist Greifswald in vielen Bereichen vorne. Wir sagen: schulische Bildung und Hochschulbildung sind die beiden zentralen Investitionspunkte, in denen wir Geld ins System packen wollen. Es gibt drei Gründe dafür. Erstens, weil wir mitten im Wettbewerb um die qualifizierten Fachkräfte von morgen sind. Wenn sie in Greifswald oder Rostock studieren, kann man sie leichter im Land halten. Zweitens ist Bildung ein Wert an sich. Wir sollten nicht sofort nach dem Nutzen fragen. Aber in einer Wissensgesellschaft sollte auch denjenigen, die sich weiterbilden wollen,  ein entsprechendes Angebot gemacht werden. Und drittens muss man sich definitiv darauf einstellen, was in den nächsten Jahren mit den Studierendenzahlen passieren wird.  Es  war eine Fehleinschätzung von der Landesregierung, dass es immer weniger Studenten geben wird.  Wir stehen vor der Aufgabe, die Qualität der Studienbedingungen zu verbessern und Wirtschaft und Wissenschaft weit besser zu verknüpfen als bisher. Da geht es auch um die Frage, was ist der Bedarf von morgen, in welche Richtung bildet man aus. Das betrifft weniger Greifswald, sondern eher die technische Ausrichtung in Rostock.</p>
<h3>&#8220;Es fehlen Lehrer.&#8221;</h3>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sie sprechen gerade den Bedarf an. Es gab <a href="http://webmoritz.de/2011/07/20/erneut-hiobsbotschaft-fur-greifswalder-lehramt/">jetzt</a> das Lehrerbildungsgesetz und allgemein gibt es da zwischen Greifswald und der Landesregierung einen gewissen Streit, was die Lehrerbildung hier angeht. Ob man nach Bedarf gehen sollte oder nicht. Wie ist denn ihre Haltung dazu? Muss man immer nach Bedarf gehen oder kann Greifswald auch deutschlandweit ausbilden?</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_61844" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5885.jpg"><img class="size-medium wp-image-61844" title="Jürgen Suhr III" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5885-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Jürgen Suhr sieht mit einem Mindestlohn keinen Eingriff in die Tarifautonomie.</p></div>
<p><strong>Suhr:</strong> Natürlich kann Greifswald auch deutschlandweit ausbilden. Zudem nehme ich war, dass momentan Lehrer fehlen, also nicht im ausreichenden Maße ausgebildet wurden. Wenn man über schulische Bildung redet, muss man auch darüber reden, wie kann ich Qualität verbessern. Wenn ich zum Beispiel das Thema Inklusion anschaue, wird offenbar, dass eine Vielzahl von bisherigen Förderschülern in die Regelschule integriert werden soll, ohne die Rahmenbedingung zu beachten. Für so einen Schritt braucht man speziell ausgebildete Lehrer vor allem im Bereich der Sonderpädagogik. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie planlos die Landesregierung in diesem Bereich handelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Neben Ihrem bildungspolitischen Interesse werben Sie auch mit einer nachhaltigen Wirtschaft. Was verstehen Sie darunter?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet langfristig sichere Arbeitsplätze zu schaffen, sich auf ökologische Wirtschaft zu orientieren, also nicht Kosten zu produzieren, die die Gesellschaft später belasten werden. Und die Politik kann hier durch die Förderpolitik und die Gestaltung der Rahmenbedingung Einfluss nehmen.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Und der Mindestlohn?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Das ist für Mecklenburg-Vorpommern ein ganz wichtiges Thema. Wir Grünen fordern einen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro. Dass Menschen kein Existenz sicherndes Einkommen haben und mit Sozialleistungen vom Bund, Land und Kommune aufstocken müssen, muss der Vergangenheit angehören. Das greift aus meiner Sicht auch nicht  in die Tarifautonomie der Gewerkschaften ein. Weil Unternehmen nicht genug zahlen, werden Steuermittel verbraucht. Wenn wir uns Länder anschauen, die bereits den Mindestlohn haben, wie zum Beispiel England, so kann ich nicht feststellen, dass die Wirtschaft darunter gelitten hätte.</p>
<h3>Lob und Kritik an der rot-schwarzen Landesregierung</h3>
<p><strong>webMoritz:</strong> Wenn Sie jetzt auf die letzten fünf Jahre von Rot-Schwarz schauen. Was hätten Sie beziehungsweise die Grünen anders gemacht, wenn Sie in der Regierungsverantwortung gewesen wären?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Wir hätten die regenerativen Energien mit aller Entschlossenheit stärker ausgebaut und nicht mit Steinkohlekraftwerken geliebäugelt. Wir hätten entschlossener darauf gedrängt, dass der Standort Lubmin nicht das Zwischenlager für den Atommüll aus ganz Deutschland und Europa wird. Und wir hätten eine Qualitätsoffensive im Bildungssystem gestartet.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Gibt es auch Entscheidungen, die Sie befürworten?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Wir haben eine ganze Reihe von Entscheidungen befürwortet. Unser Selbstverständnis ist nicht, als Opposition zu sagen, lass die machen und nur zu kritisieren, was falsch läuft. Wir wollen eine Partei sein, die mitwirkt. Ich nenne einmal ein Beispiel, was ich für gut halte. Es war eine gute Initiative, dass die Landesregierung damals noch unter Rot-Rot und dann unter Rot-Schwarz mit dem produktiven Lernen ein Angebot für Menschen geschaffen hat, die im Bildungssystem zu scheitern drohten. Oder die Tatsache, dass Rot-Schwarz ein Programm Bioenergie-Dörfer aufgelegt hat. Das muss alles noch viel entschlossener vorangetrieben werden, aber es waren erste richtige Schritte.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Und was ist mit der Schuldenbremse, die die Landesregierung in die Landesverfassung hat aufnehmen lassen?</p>
<p><strong>Suhr: </strong>Wir sind da etwas vorsichtiger. Wir haben auch ein anderes Modell vorgeschlagen, was letztendlich in die gleiche Richtung wie die Schuldenbremse geht, aber keiner Verfassungsverankerung bedarf. Von der Zielsetzung sind wir dennoch absolut einer Meinung.</p>
<div id="attachment_61836" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5888.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-61836  " title="Jürgen Suhr" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5888-150x150.jpg" alt="Jürgen Suhr" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Spitzenkandidat Jürgen Suhr</p></div>
<p><span style="font-size: 13px; font-weight: normal;"><strong>webMoritz:</strong> Kommen wir zu etwas strukturelleren Fragen. Wie schätzen Sie Ihre Chancen für den Wahlkreis Stralsund II ein?</span></p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich trat bereits zur Bürgermeisterwahl in Stralsund an und hatte in einigen Wahlkreisen mehr Stimmen als die CDU und die SPD. Doch wir Grünen orientieren uns an der Zweitstimme und nicht am Direktmandat, auch wenn es natürlich schön ist, wenn man direkt gewählt wird.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sie sind auf Listenplatz 2 der Landesliste und setzten sich gegen den Greifswalder Ulrich Rose durch. Wie ist Ihr Verhältnis seitdem zu ihm?</p>
<h3>&#8220;Kritischer, linker, grüner Kreisverband in Greifswald&#8221;</h3>
<p><strong>Suhr: </strong>Genauso gut wie vorher. Wir haben in Greifswald einen durchaus kritischen und linken Kreisverband mit dem ich viel und auch gerne diskutiere. Ich persönlich freue mich immer wieder, wenn ich mit kritischen Mitgliedern unserer Partei diskutieren darf.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sie sprachen es ja gerade an, dass Greifswald das eher linkere Korrektiv der Landesgrünen ist und das auch härtere Debatten anstehen können. Gibt es denn bei den Grünen in MV gewisse Flügelkämpfe oder ist es alles sehr harmonisch bei Ihnen?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich erlebe jetzt diese Partei seit 1991. Im Vergleich zu den Anfangsjahren empfinde ich uns als durchaus harmonisch. Aber das heißt nicht, dass man sich nicht auch mal streitet. Dies geschieht aber im besten und positiven Sinne. Ich bin im Übrigen davon überzeugt, dass die besten Ergebnisse dann herauskommen, wenn vorher eine intensive Auseinandersetzung stattgefunden hat. Ich verstehe Konflikte eher als Chancen und weniger als Bedrohungen.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Die Liste der Grünen ist genauso groß wie die Liste der CDU und SPD, aber es sind relativ viele Rostocker und Mecklenburger auf der Liste. Fühlen sich die Vorpommern da nicht ein wenig benachteiligt oder gibt es hier kaum Grüne?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Das sehe ich nicht. Wenn wir Grünen bei der Landtagswahl fünf Prozent erreichen, dann bekommen wir sicher vier Plätze. Unter diesen vier sind in der entsprechenden Reihenfolge Schwerin (Mecklenburg), Stralsund und Greifswald (Vorpommern) und Rostock (Mecklenburg) vertreten.</p>
<h3>&#8220;Die Grünen sind die Partei, die konsequent für Positionen einsteht.&#8221;</h3>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) sprach im Bezug auf die Grünen von einer grünen Welle, welche die Grünen in die hohen Umfragewerte katapultiert. Haben Sie nicht Angst, dass der Welle bald eine Ebbe folgt?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich war unsicher, ob nach den Geschehnissen in Fukushima und der zentralen Rolle des Atom- und Energiethemas die Umfragewerte sich halten werden. Nun bin ich sehr überrascht, dass dem so ist. Die Grünen sind die Partei, die konsequent für Positionen einsteht. Wenn mir zum Beispiel einer vor fünf oder zehn Jahren gesagt hätte, dass Schwarz-Gelb den Atomausstieg oder das Aussetzen der Wehrpflicht beschließen würde, den hätte ich für verrückt erklärt. Inzwischen folgen uns die anderen Parteien. Wir werden weiter Vorreiter sein.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Woran liegt es, dass vor allem junge Leute die Grünen wählen? Wenn wir zum Beispiel nach Bremen schauen, wo das Wahlalter auf 16 herabgesetzt wurde, so kann man sehen, dass unter den 16- und 17-jährigen die Grünen eine große Mehrheit hatte.</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Da müssen sie die Jüngeren fragen oder vielleicht auch ihre studentischen KollegInnen. Es gibt aber auch eine ganze Reihe Untersuchungen, die Gründe identifizieren. Auf eine will ich eingehen: Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine Wertestudie veröffentlicht, in der gefragt wurde, welche Partei sich am ehesten und weitestgehenden für die zukünftigen Generationen einsetzt. Und dort waren die Grünen mit Abstand vorne. Wir denken für morgen und nicht nur kurzfristig. Und ich glaube, dass gerade dieser Blick in die Zukunft die Jüngeren anspricht.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Oft kommt der Vorwurf, dass die Grünen nur den Atomausstieg als Thema haben und wenn dieser geschafft ist, die Grünen aus Mangel an Themen überflüssig werden.</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Den Atomausstieg haben wir im Juni beschlossen, und ich kann keine Auflösungserscheinungen feststellen. Ich glaube auch, dass diejenigen, die das sagen, einer eklatanten Fehleinschätzung unterliegen. Ein Beispiel: Der Klimawandel wird ein großes Thema in den nächsten Jahren sein und auch da sind wir mit unseren Lösungsansätzen Vorreiter. Und grundsätzlich gilt: Die Generation von morgen denkt nachhaltig und wählt grün. Wir erreichen aber auch besser die älteren Generationen und finden dort immer mehr Anhänger, denen grüne Themen wichtig sind.</p>
<div id="attachment_61839" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5890.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-61839 " title="Jürgen Suhr II" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5890-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Jürgen Suhr in lässiger Haltung</p></div>
<h3>&#8220;Wer Rot-Grün will, muss grün wählen.&#8221;</h3>
<p><strong>webMoritz:</strong> Als vor 30 Jahren die Grünen aufkamen, so hatten die Anhänger das Klischee der Ökos weg, welche sich nur für Natur und Tiere interessieren. Wie ist der Grüne heute?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Der Grüne ist auch heute noch der Öko. Aber er kann auch derjenige sein, der ein Unternehmen leitet, der sich bürgerlich versteht. Es ist mittlerweile ein sehr breites Spektrum.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Der Grüne scheint aber kein einfacher Arbeiter zu sein, denn dort haben die Grünen den geringsten Rückhalt. Woran liegt das?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Es ist in der Tat so, dass wir dort am wenigsten Rückhalt haben. Ich glaube, dass es teilweise daran liegt, dass die Grüne Partei nicht die einfache Lösung verspricht. Sie werden keine grüne Forderung lesen, die nicht differenziert dargelegt ist. Unsere Mitglieder legen darauf Wert, dass wir ausgearbeitete und durchdachte Politik vertreten.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Vor ziemlich genau einem Jahr betrachteten Sie die SPD als ihren Hauptgegner, ist dies immer noch so?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Grüne und SPD haben innerhalb der Themen und Wählerschichten die größten Schnittmengen. Und von daher ist es nach wie vor so, dass die SPD unser Hauptkonkurrent um WählerInnenstimmen ist. Wir werben um ähnliche Zielgruppen. Andererseits steht uns die SPD inhaltlich am nächsten.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sind Sie bereit nach der Wahl in die Regierungsverantwortung zu gehen?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Die letzten Umfragen haben gezeigt, dass eine rot-grüne Mehrheit möglich ist. Sollte sich das am Wahlabend so bestätigen, so werden wir Gespräche mit der SPD führen, sofern die Sozialdemokraten das wollen. Ich glaube, dass zum Beispiel die Atommüllbeschränkung in Lubmin, der Mindestlohn, ein entschlossener Ausbau der Erneuerbaren und eine Qualitätsoffensive in der Bildung unter Rot-Grün eher möglich ist als bei Fortsetzung der Rot-Schwarzen Koalition. Darum gilt: Wer Rot-Grün will, muss grün wählen.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Präferieren Sie Rot-Rot oder Rot-Schwarz?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich präferiere Rot-Grün.</p>
<h3>Suhr: &#8220;Ich freue mich sehr auf die Denkmalnacht&#8221;</h3>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_42395" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/Schwerin-Schloss-gp-300x200.jpg"><img class="size-medium wp-image-42395" title="Schwerin-Schloss-gp-300x200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/Schwerin-Schloss-gp-300x200-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Hier möchte Jürgen Suhr nach der Lantagswahl einziehen: das Schweriner Schloss.</p></div>
<p><strong>webMoritz:</strong> Und zum Schluss: Was machen Sie am 4. September um 18:10 Uhr?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich möchte die Frage zunächst damit beantworten, wie ich das gesamte Wochenende verbringen werde. Zum einen ist da der Tag des offenen Denkmals, welcher in Stralsund gefeiert wird und wirklich eine schöne Sache ist. Ich beteilige mich daran und freue mich sehr auf die Denkmalnacht. Ganz wichtig ist mir auch das <a href="http://laut-gegen-rechts.de/">Wir-Fest</a>. Dabei soll noch kurz vor der Wahl, am 2. September, parteiübergreifend ein Denkzettel für die NPD und ihre destruktive Arbeit im Parlament in den letzten Jahren verteilt werden. Dazu wird es auch eine Zeitung geben, die kurz vor der Wahl in alle Haushalte in MV verteilt wird.  Diese Aktion wird von allen demokratischen Parteien gemeinsam getragen und finanziert. Ich finde das ganz toll, dass dort noch einmal kurz vor der Wahl für unser gemeinsames Ziel gekämpft wird: Die NPD wieder aus dem Landtag wählen. Direkt nach der Wahl bin ich dann natürlich auf der Wahlparty der Grünen in Schwerin. Und zu den Minuten nach der ersten Hochrechnung: Schaffen wir den Landtagseinzug, dann wäre das für die Grünen ein historisches Ergebnis. Dann wird natürlich gerockt.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Vielen Dank für das Gespräch!</p>
<p>Fotos: Simon Voigt , Grüne MV (Suhr), Andrea Dittmar (Uni), Archiv (Schwesig, Landtag)</p>
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		<title>Im Kampf ums Direktmandat: Erwin Sellering im Interview</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 19:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Landesvater und Wahlkämpfer Erwin Sellering (SPD) stattete der webMoritz-Redaktion einen Besuch ab. Im Interview äußert er sich zu seinem umstrittenen Direktmandat, zum Theater Vorpommern und zur Rolle der Geisteswissenschaften. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 4. September sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Für die Journaille hat das vor allem zwei Vorteile: Zum einen gibt stets etwas zu berichten und zum anderen sind die Politiker auch noch viel gesprächiger als sonst. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) am vergangenen Wochenende Zeit fand, zu Besuch in die webMoritz-Redaktion zu kommen. Sellering ist Spitzenkandidat seiner Partei und tritt zudem als Direktkandidat für den Wahlkreis Greifswald an &#8211; obwohl er seit Längerem in Schwerin wohnt. Während des halbstündigen Besuchs fragte der webMoritz den Landesvater nach diesem und anderen Themen, etwa dem Theater Vorpommern, dem Status der Greifswalder Geisteswissenschaften oder der Zukunft der jungen Leute in MV.<span id="more-60893"></span></p>
<div id="attachment_60903" class="wp-caption alignleft" style="width: 176px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/sellering-webmoritz-philipp-blank-8.jpg"><img class="size-medium wp-image-60903  " title="sellering-webmoritz-philipp-blank (8)" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/sellering-webmoritz-philipp-blank-8-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Kaffeklatsch mit dem MP: Erwin Sellering in der webMoritz-Redaktion.</p></div>
<p><em><strong>webMoritz:</strong> Herr Sellering, wie viel Spaß macht Wahlkampf eigentlich?</em><br />
<strong>Erwin Sellering:</strong> Wahlkampf bedeutet, mit den Menschen im Land ins Gespräch zu kommen. Das mache ich sehr gerne.</p>
<p><em>Dieses Mal sind Sie selbst ja auch der Spitzenkandidat. Was ist da anders?</em><br />
Man kommt noch leichter ins Gespräch. Als Ministerpräsident wird man auf mehr Themen angesprochen.</p>
<p><em>Ihr Umzug nach Schwerin hat im letzten Jahr für einige Aufregung gesorgt – warum treten Sie denn überhaupt noch mal hier in Greifswald als Direktkandidat an?</em><br />
Die Frage einer erneuten Kandidatur habe ich sehr offen mit dem Vorstand der Greifswalder SPD diskutiert. Am Ende hieß es: Aus Sicht der Greifswalder SPD ist es das Beste, wenn ich hier kandidiere. Das mache ich gern, weil ich mich weiter für Greifswald einsetzen will. Die sehr offene Diskussion im Vorfeld hat übrigens dazu geführt, dass ich zum ersten Mal in meinem politischen Leben mit 100% nominiert worden bin – das hat mich sehr gefreut.</p>
<p><em>Sie stehen als Ministerpräsident für die Kreisgebietsreform, die hier nicht besonders beliebt ist. Ihr Gegenkandidat Liskow ist gegen die Reform. Wie wollen sie uns Ihre Position bis zum 4. September schmackhaft machen?</em><br />
Mein wirklicher Gegenkandidat ist Herr Caffier als Spitzenkandidat der Union. Wir stehen beide  gemeinschaftlich hinter der Verwaltungsreform. Es gibt diese Reform nur, weil Herr Caffier sehr engagiert dafür in der CDU geworben hat und ich sehr engagiert dafür in der SPD. Eine Verwaltungsreform, die Gebietsgrenzen verändert, ist nie beliebt. Aber diese Reform ist unumgänglich. Wir müssen in diesem Land, das nicht zu den reichen Bundesländern in Deutschland zählt, dafür sorgen, dass wir das Geld nicht für Bürokratie ausgeben, sondern für die wirklichen politischen Aufgaben: für mehr Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze, für Familien und Kinder.</p>
<h3>&#8220;Liskow hat viel Porzellan zerschlagen&#8221;</h3>
<p><em>Trotzdem stehen Sie mit dieser Haltung hier im Wahlkreis in Opposition zu Herrn Liskow.</em><br />
Nach meiner Wahrnehmung ist Herr Liskow mit dieser Haltung in der CDU-Fraktion sehr isoliert. Er hat mit seiner Fundamentalopposition viel Porzellan zerschlagen. Ich hatte deshalb große Schwierigkeiten dafür zu werben, dass Greifswald Kreissitz wird. Wenn man den Kreissitz will, dann braucht man Verbündete aus anderen Kreisen – und die hat Herr Liskow innerhalb der CDU so verprellt, dass das kaum noch möglich war. Da war dann massiver Einsatz nötig, um das noch hinzubekommen.</p>
<p><em>Und was sagen Sie den kritischen Greifswaldern?</em><br />
Es ist zu einfach, wenn einige sagen: Warum sollen wir mit Ostvorpommern und Uecker-Randow zusammengehen, wo wir doch finanziell stärker sind? Greifswald ist die Lokomotive für Vorpommern. Deshalb hat das Land die Stadt in den letzten zwanzig Jahren massiv unterstützt. Jetzt muss Greifswald diese Rolle als Lokomotive annehmen und Verantwortung für die ganze Region übernehmen. Am Ende wird die Stadt davon profitieren.</p>
<p><em>Was sagen Sie zur Affäre „Technisches Rathaus“?</em><br />
Ich habe heute den Untersuchungsbericht vorgelegt bekommen, ihn aber noch nicht gelesen. Ich finde es richtig, dass man das mit den parlamentarischen Mitteln aufklärt und einen Untersuchungsausschuss einsetzt. Der Ausschuss kam ja zu dem Ergebnis, dass Herr Liskow um die Vorgänge schon längere Zeit gewusst, sein Wissen aber nicht weitergegeben hat. Und insofern finde ich es angemessen und richtig, wenn weite Teile der Bürgerschaft das kritisieren.</p>
<h3>Theater: Große &#8220;Egoismen&#8221; vor Ort</h3>
<div id="attachment_42617" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-medium wp-image-42617 " title="800px-Greifswalder_Theaterhaus" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/800px-Greifswalder_Theaterhaus-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /><p class="wp-caption-text">Ums Theater gefeilscht werden soll erst wieder nach der Wahl.</p></div>
<p><em>Warum haben Sie beschlossen, das Thema „Theater Vorpommern“ auf nach der Wahl zu verschieben? Fürchten Sie die mediale Aufmerksamkeit?</em><br />
Nein. Das Land gibt im Bereich Kultur pro Kopf gerechnet mehr aus als alle westdeutschen Flächenländer. Die Theater müssen aber stärker zusammenarbeiten und versuchen, durch diese Zusammenarbeit die Kosten in den Griff zu bekommen. Das ist bisher noch nicht gelungen. Deshalb habe ich gesagt: Wir müssen uns das direkt nach der Wahl noch einmal anschauen.</p>
<p><em>Und dann gibt es bittere Pillen?</em><br />
Es geht nicht um das Verteilen von bitteren Pillen. Im Gegenteil fördern wir die Kultur sehr stark in diesem Land. Es geht darum, dass die Kommunen ihren Teil beitragen und mit dem Land gemeinsam etwas zustande bringen. Bisher ist das nicht gelungen, weil die Egoismen vor Ort oft zu groß sind.</p>
<p><em>Dann wird aber etwa das Theater Vorpommern wieder monieren, dass es keine Planungssicherheit gibt, wie schon 2010 und 2011. Stichwort Ostseefestspiele.</em><br />
Die Planungssicherheit ist vorhanden: Wir haben gesagt, wie viel Geld bereitsteht und dass sich die Theater untereinander auf Kooperationen verständigen müssen, um zu Einsparungen zu kommen.</p>
<p><em>Theater, Kreisgebietsreform und die Universität sind nur einige Probleme Greifswalds beim Land. Hätten Sie als Ministerpräsident und Direktabgeordneter überhaupt die Möglichkeit, für einen einzelnen Wahlkreis Partei zu ergreifen?</em><br />
Es ist eine falsche Vorstellung, wenn man einen engagierten Wahlkreisabgeordneten daran erkennen will, dass er gegen seine eigene Regierung stimmt. Ein guter Wahlkreisvertreter sorgt dafür, dass die Interessen seiner Region in die Arbeit der Landesregierung und des Landtages einfließen. Das mache ich. Als Ministerpräsident kann ich meinem Wahlkreis natürlich keine unberechtigten Vorteile verschaffen. Aber selbstverständlich setze ich mich für Greifswald ein.</p>
<h3>Medizin ist &#8220;Herzstück &#8221; der Uni &#8211; hilft aber allen</h3>
<div id="attachment_16433" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-medium wp-image-16433" title="uni-klinik" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/02/uni-klinik-250x165.jpg" alt="" width="250" height="165" /><p class="wp-caption-text">Das Klinikum ist das &quot;Herzstück&quot; der Uni</p></div>
<p><em>Ein alter Streit an unserer Uni geht so: Die Mediziner kriegen eine neue Klinik, während den Geisteswissenschaftlern die Häuser einstürzen. Was ist Ihr Standpunkt dazu?</em><br />
Das Land hat in den letzten 20 Jahren viel Geld in die Universität investiert. Das ist eine Riesenanstrengung, bis heute. Die größte Anstrengung war natürlich das Uni-Klinikum. Ich weiß, dass es Geisteswissenschaftler gibt, die sagen, das helfe ihnen wenig. Aber das stimmt nicht. Dass sich ein Land wie MV zwei Unis leistet, ist nicht selbstverständlich. Ich habe im Jahr 2000 die Diskussionen über eine mögliche Privatisierung des Klinikums erlebt und dagegen gekämpft. Das wäre nicht nur ein Rückzug des Landes aus der Verantwortung für das Klinikum gewesen, sondern es hätte die Uni insgesamt gefährdet. Mir lag damals sehr daran, dass es nicht dazu kommt. Wir haben so das Herzstück der Uni erhalten und heute hat niemand mehr Zweifel daran, dass diese Universität bestehen bleibt. Insofern hat jede einzelne Fakultät etwas davon, dass die Medizin so stark ist. Da sind wir jetzt sehr gut aufgestellt und wir werden weiter die Neubauten unterstützen.</p>
<p><em>Wie wird das konkret aussehen?</em><br />
Es gibt langfristige Pläne, welche Baumaßnahme wann drankommt. Aber es kann natürlich sein, dass Unvorhergesehenes passiert, zum Beispiel, dass es bei den Historikern rein regnet. Dann muss man überlegen, wie man schnell helfen kann. Da gibt es Gespräche und wir sind auf einem guten Weg.</p>
<p><em>Und dann gibt es demnächst langfristige Planungssicherheit? Das vermissen viele an den Innenstadt-Fakultäten…</em><br />
Es gibt keine Planungssicherheit? Ich glaube, wenn an den Fakultäten dieser Eindruck entsteht, muss man über die Kommunikationsstrukturen innerhalb der Uni nachdenken. Wir führen Gespräche mit der Hochschulleitung, da gibt es einen ganz klaren Pfad. Und wir sind bereit, etwas vorzuziehen, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, wie bei den Historikern.</p>
<p><!--more--></p>
<h3>Geisteswissenschaften tun dem Land gut</h3>
<div id="attachment_60901" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/sellering-webmoritz-philipp-blank-6.jpg"><img class="size-medium wp-image-60901 " title="sellering-webmoritz-philipp-blank (6)" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/sellering-webmoritz-philipp-blank-6-250x113.jpg" alt="" width="250" height="113" /></a><p class="wp-caption-text">Sellering und webMoritz-Redakteure</p></div>
<p><em>Welche Rolle spielen denn für Sie die Geisteswissenschaften in der künftigen Bildungs- und Hochschullandschaft in MV?</em><br />
Es hat Zeiten gegeben, wo dieses Land im wirtschaftlichen Aufholprozess nicht so selbstbewusst war, zu sagen: Dazu gehören auch Geisteswissenschaften. Man hat eine Zeit lang sehr auf direkte Verwertbarkeit für die Wirtschaft geschaut. Aber dass die Geisteswissenschaften hier stark auf den Ostseeraum ausgerichtet sind und dass das etwas ist, was dem Land gut tut, das ist heute keine Frage mehr.</p>
<p><em>Im Mai wurde kolportiert, Sie hätten vor, das Kultusministerium abzuschaffen und mit dem Wirtschaftsministerium zu fusionieren. Was ist da dran?</em><br />
Nichts. Über den genauen Zuschnitt der Ministerien kann man sinnvollerweise erst nach der Wahl entscheiden, wenn die Schwerpunkte der Regierungsarbeit bis 2016 festgelegt werden. Aber, das was Sie sagen, ist so abwegig, dass ich es sofort ausschließe.</p>
<p><em>Thema Studiengebühren: Ist MV ohne Gebühren langfristig konkurrenzfähig?</em><br />
Es gibt ja nur noch zwei Länder, die an Studiengebühren festhalten. Ich habe gelesen, dass jetzt auch Herr Seehofer überprüfen will, ob Studiengebühren in Bayern noch richtig sind. Ich vermute mal, das ist eine typische Seehofersche Wendung, um den Ausstieg vorzubereiten. Wenn Bayern rausgeht, sind die Niedersachen mit Studiengebühren ganz allein. Sozialdemokratisches Credo ist, dass Bildung kostenlos sein muss. Wir sind ganz klar gegen Studiengebühren.</p>
<h3><strong>&#8220;Wie im Paradies hier&#8221;</strong></h3>
<div id="attachment_60900" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/sellering-webmoritz-philipp-blank-5.jpg"><img class="size-medium wp-image-60900 " title="sellering-webmoritz-philipp-blank (5)" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/sellering-webmoritz-philipp-blank-5-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Wahlkämpfer in Denkerpose</p></div>
<p><em>Das Land MV setzt stark auf die Wirtschaftsfaktoren Tourismus und Gesundheit, insbesondere auch in Kombination. Wie wollen Sie junge Menschen ins Land locken?</em><br />
Ganz wichtig ist zunächst, dass wir junge Menschen im Land halten. Vor zehn Jahren mussten einige junge Leute noch zur Berufsausbildung in andere Bundesländer gehen. Diese Zeiten sind vorbei. Vergangenes Jahr hatten wir zum ersten Mal mehr Ausbildungsplätze als Schulabgänger. Außerdem haben wir attraktive Universitäten und Hochschulen. Das ist eine gute Voraussetzung, um junge Leute im Land zu halten oder nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen. Dass müssen wir den Leuten vermitteln. In einer Umfrage der Staatskanzlei haben 92 Prozent der Bürger gesagt, dass man hier „gut“ oder „sehr gut“ leben kann. Das war nicht immer so, aber es spielt eine große Rolle dass wir das ausstrahlen. Dann brauchen die jungen Menschen auch gute Perspektiven nach der Ausbildung oder dem Studium. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den letzten fünf Jahren verbessert, gerade für junge Menschen. Womit wir auch punkten können, ist die gute Kinderbetreuung bei uns im Land. 97 Prozent aller Kinder zwischen 3 und 6 haben einen Kinderbetreuungsplatz. Mir haben schon zugereiste westliche Mütter gesagt, dass sei wie im Paradies hier. Das höre ich natürlich gern.</p>
<p><em>MV ist ein Flächenland mit enormen demographischen Problemen. Ein Knackpunkt ist die Frage der Mobilität, sei es der Gang zum Amt oder zum Arzt. Haben Sie eine Vision für dieses Problem?</em><br />
Das ist ein Thema mit vielen Facetten. Wir haben mit allen zuständigen Ministerien einen Demographiebericht erstellt, um eine Strategie zu entwickeln, besonders für den ländlichen Raum.</p>
<p><em>Und was wollen Sie da unternehmen?</em><br />
Es gibt da nicht die eine Lösung. Stattdessen müssen wir viele kleine Ideen ausprobieren. Ich will nicht so tun, als wüsste ich, wie man überall die Mobilitätsprobleme im ländlichen Raum lösen kann. Aber man kann zum Beispiel auf Anrufbusse setzen. Das ist oft besser, als mit großen Bussen starre Routen abzufahren. Da gibt es schon eine Reihe von guten Initiativen. Auch sonst müssen wir schauen, wie wir Dienstleistungen mobil machen. Jeder kennt Bibliotheksbusse. So etwas brauchen wir bei anderen Dienstleistungen. Wir müssen die Möglichkeiten des Internets stärker nutzen. Und auch das Ehrenamt spielt eine wichtige Rolle. Jedes Dorf hat andere Bedürfnisse und ehrenamtliche Initiativen können da stark helfen. Wir wollen das unterstützen, aber wir können keine staatliche Rundumversorgung garantieren.</p>
<div id="attachment_60921" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/sellering-spd.jpg"><img class="size-medium wp-image-60921" title="Sellering SPD" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/sellering-spd-250x137.jpg" alt="Bla Bla und Bimm Bamm: Am Freitagabend war Sellering als Wahlkämpfer in Greifswald unterwegs" width="250" height="137" /></a><p class="wp-caption-text">Bla Bla und Bimm Bamm: Am Freitagabend war Sellering als Wahlkämpfer in Greifswald unterwegs</p></div>
<h3><strong>Kein Schmusewahlkampf</strong></h3>
<p><em>Abschließend noch ein Ausblick auf den Wahlkampf: Welches Thema halten Sie im beginnenden Wahlkampf für überbewertet?</em><br />
So ein Thema habe ich noch nicht wahrgenommen.</p>
<p><em>Und womit wollen Sie punkten?</em><br />
Meine Themen sind klar. Ich möchte, dass wir die Wirtschaftskraft des Landes weiter stärken, damit es Arbeitsplätze gibt. Das ist das wichtigste. Was noch besser werden muss, sind die Löhne. Nun kann ich als Ministerpräsident natürlich nicht höhere Löhne verordnen. Aber ich setzte mich in Berlin für einen Mindestlohn als Untergrenze ein. Und ich sage der Wirtschaft hier im Land: Ihr könnt die guten Leute nur halten, wenn ihr sie auch gut bezahlt.<br />
Das zweite Thema ist Familie und Kinder. Es geht um gute Chancen und gute Bildung von Anfang an. Deswegen wollen wir weiter in die Kitas im Land investieren.<br />
Und das dritte Thema sind solide Finanzen. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den ganz wenigen Bundesländern, die in den letzten Jahren keine Schulden aufgenommen haben. Diese solide Finanzpolitik will ich fortsetzen.</p>
<p><em>Wahlkampf verkehrt: Was kann Herr Caffier besser als Sie?</em><br />
Entscheidend ist für mich, dass er als Innenminister gute Arbeit macht.</p>
<p><em>Also Innenminister kann er besser, aber den Rest nicht?</em><br />
Ich habe nicht gesagt, dass er Innenminister besser kann, sondern dass er gute Arbeit macht.</p>
<p><em>Das klingt trotzdem ein bisschen nach Schmusewahlkampf…</em><br />
Nein, das sehen Sie falsch. Ich halte aber nichts davon, im Wahlkampf vor allem die anderen Kandidaten schlecht zu machen. Ich sage: Wir haben dieses Land in den letzten Jahren gut regiert und voran gebracht. Und die SPD hat die besseren Konzepte für die Zukunft unseres Landes.</p>
<p>Interview: Gabriel Kords, Carsten Schönebeck</p>
<p>Fotos: Philipp Blank (Interview), SPD Greifswald (Wahlkämpfer unterwegs), webMoritz-Archiv</p>
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		<title>Such a beautiful day &#8211; mit dem Magazin</title>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 14:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radio 98eins</dc:creator>
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		<description><![CDATA[It&#8217;s such a beautiful day with music in the air! Ganz getreu diesem Motto geht es auch heute wieder ab 19 Uhr in unserer Sendung zu. Unsere Moderatorin Sandra Fikus begleitet euch mit Witz, Charme, Sympathie und einer geballten Ladung guter Laune durch das Magazin am Puls der Stadt. Laura Armborst und ihre Gäste erzählen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>It&#8217;s such a beautiful day with music in the air! Ganz getreu diesem Motto geht es auch heute wieder ab 19 Uhr in unserer Sendung zu. Unsere Moderatorin Sandra Fikus begleitet euch mit Witz, Charme, Sympathie und einer geballten Ladung guter Laune durch das Magazin am Puls der Stadt. Laura Armborst und ihre Gäste erzählen euch in einem Interview mehr zum Thema &#8220;Europa macht Schule&#8221; und Anne Wiegel hält die perfekten Ausgehadressen für heute Abend sowie für morgen bereit, um euch die Zeit zu versüßen. Zudem erfahrt ihr mehr zu den aktuellen Nachrichten aus Greifswald sowie Umgebung und wie die Wetteraussichten für morgen sind, dass erfahrt ihr von unserer Wetterfee. Unsere Musikredaktion hat euch diese Woche die entzückende CD von The Domino State mitgebracht und stellt euch jeden Tag einen anderen Song des Albums vor. Zu Gast im Studio ist heute auch unsere Kinoexpertin Katrin Kleedehn. Aus den zahlreichen Filmrollen hat sie für euch die Dokumentation &#8220;Wadans Welt&#8221; und den Spielfilm Fluch der Karibik &#8211; Fremde Gezeiten&#8221; mit dabei. Und wenn auch ihr Lust und Laune auf einen schönen Kinoabend mit eurem Liebsten oder eurer Liebsten habt, dann ruft ab 20 Uhr bei uns an und gewinnt Karten für die Sonntagsvorstellung.</p>
<p>Stellt also die Popcorntüte sowie das Telefon griffbereit und schaltet ab 19 Uhr ein, wenn es wieder heißt: radio 98eins, das Magazin am Puls der Stadt.</p>
<p>Viel Vergnügen!</p>
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		<title>Das Magazin am Dienstag</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 16:42:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wir versüßen euch trotz des Regenwetters den Abend und zwar von 19 bis 20 Uhr beim Magazin- am Puls der Stadt. Durch die Stunde führen euch Mandy Markwordt und Richard Becke an der Technik. Lasst euch von Chokladfabrik verzaubern, Jana Külper hat sie für euch interviewt. Im Kulturplausch erzählt euch Gritt Haase, was die Norweger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir versüßen euch trotz des Regenwetters den Abend und zwar von 19 bis 20 Uhr beim Magazin- am Puls der Stadt.</p>
<p>Durch die Stunde führen euch Mandy Markwordt und Richard Becke an der Technik. Lasst euch von Chokladfabrik verzaubern, Jana Külper hat sie für euch interviewt. Im Kulturplausch erzählt euch Gritt Haase, was die Norweger heute zu feiern haben. Einen Grund zu feiern hat auch die Hanseyacht, Fadl Speck weiß mehr darüber. Lasst euch unsere Berichte und die Rubrik nicht entgehen und das Beste daran: zwischendurch könnt ihr noch zur neuesten Musik abseits des Mainstreams die Hüften schwingen oder einfach rumhüpfen!</p>
<p>Auf den neuesten Stand gebracht werdet ihr außerdem in unseren Nachrichten und dem Wetterbericht.</p>
<p>Also schaltet 98.1 Ukw ein oder hört den Livestream unter www.98eins.de.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir freuen uns, mit euch den Abend zu verbringen <img src='http://webmoritz.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ,</p>
<p>eure Dienstagsredaktion</p>
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		<title>Von Feuer und Wasser &#8211; Das Magazin am Mittwoch</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 16:10:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hört, Hört! Das Magazin am Puls der Stadt Greifswald geht ab 19 Uhr mit unserer Moderatorin Sandra Fikus auf Sendung. Euch wird eine Stunde lang das Beste vom Besten geboten, denn wir haben die lokalen Neuigkeiten für euch sowie die Wetteraussichten für heute und morgen. Nicht entgehen lassen solltet ihr euch das Interview mit Philipp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hört, Hört! Das Magazin am Puls der Stadt Greifswald geht ab 19 Uhr mit unserer Moderatorin Sandra Fikus auf Sendung. Euch wird eine Stunde lang das Beste vom Besten geboten, denn wir haben die lokalen Neuigkeiten für euch sowie die Wetteraussichten für heute und morgen. Nicht entgehen lassen solltet ihr euch das Interview mit Philipp Helberg vom ASTA bezüglich der 1. Mai- Demonstration gegen Rechtsradikalismus. Falls euch noch die perfekte Ausgehadresse für heute Abend fehlt, so solltet ihr nicht die Veranstaltungstipps verpassen sowie tolle Musik jenseits des Mainstreams. Auch diese Woche hat sich unsere Musikredaktion von individuellen musikalischen Neuheiten leiten lassen und euch die CD der Woche von Jack Beauregard mitgebracht. Mit dabei ist auch unsere Kinoexpertin Katrin Kleedehn. Sie ist in die wunderbare Kinowelt eingetaucht und stellt euch heute die Filme &#8220;Wasser für die Elefanten&#8221; sowie &#8220;Fast to Furious 5&#8243; vor. Und auch heute habt ihr wieder die Chance 5&#215;2 Kinokarten zu gewinnen, um euch damit einen schönen Sonntagabend machen zu können. Wir wünschen euch viel Spaß und Hörvergnügen!</p>
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		<title>Das Magazin &#8211; Girls, Geheinissvolles und Geschenke</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 16:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radio 98eins</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit mitreißender Musik und einem vollen Programm erwartet Euch &#8220;Das Magazin &#8211; Am Puls der Stadt&#8221; ab 19 Uhr am Donnerstag. Heute ist Girl&#8217;s Day, der Zukunftstag für Mädchen. In einem Interview erfahrt Ihr von zwei Mädchen, was sie heute anlässlich dieses Tages erlebt haben. Wie jeden Donnerstag wird Euch bei der Rubrik &#8220;Ich hab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit mitreißender Musik und einem vollen Programm erwartet Euch &#8220;Das Magazin &#8211; Am Puls der Stadt&#8221; ab 19 Uhr am Donnerstag. Heute ist Girl&#8217;s Day, der Zukunftstag für Mädchen. In einem Interview erfahrt Ihr von zwei Mädchen, was sie heute anlässlich dieses Tages erlebt haben. Wie jeden Donnerstag wird Euch bei der Rubrik &#8220;Ich hab da mal ne Frage&#8221; etwas Neues über unseren Alltag. Dieses Mal geht es um brennende Verletzungen, die unerwartet durch einen unscheinbaren Gegenstand verursacht werden. Seid gespannt!</p>
<p>Wisst Ihr nicht, was Ihr heute Abend unternehmen könnt, dann helfen Euch unsere Veranstaltungstipps weiter, denn bestimmt ist für jeden etwas dabei. Auch heute warten auf Euch die Spotlights mit den neusten Neuigkeiten aus Greifswald und Umgebung. Die Musikredaktion präsentiert Euch die CD der Woche und damit Ihr nicht in den falschen Klamotten den morgigen Witterungen ausgesetzt seid,  benachrichtigt Euch unsere Moderatorin Anja Giering, wie das Wetter denn so wird.</p>
<p>Wer schnell anruft, kann &#8211; und jetzt kommt&#8217;s &#8211; Kinokarten für Sonntag 20 Uhr gewinnen! Wir haben für Euch noch 5&#215;2 Karten für &#8220;Paul- Ein Alien auf der Flucht&#8221; zur Verfügung gestellt bekommen. Also anrufen und Sonntagabend Popcorn bewaffned in den Kinosaal, yeah!</p>
<p>Beste Grüße an unsere lieben Hörer,<br />
Eure Donnerstag-Redaktion</p>
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		<title>Erasmusstudenten im Interview: &#8220;Ich brauche die Sonne!&#8221;</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/04/13/erasmusstudenten-im-interview-ich-brauche-die-sonne/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 10:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie geht es eigentlich den Erasmusstudenten hier in Greifswald? Im Interview stehen Agnieszka aus Polen und Juan aus Spanien Rede und Antwort.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Ein Gastbeitrag von Tina Kreller</em></p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_22390" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/lei-logo_150x150_lei.jpg"><img class="size-full wp-image-22390" title="lei-logo_150x150_lei" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/lei-logo_150x150_lei.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">   </p></div>
<p>Jedes Semester gehen zahlreiche Kommilitonen ins Ausland, einige Erasmusstudenten kommen aber auch nach Greifswald. Wie es ihnen in der Hansestadt ergeht, was sie vermissen und was ihnen gefällt, verraten zwei Austauschstudenten im Interview.</p>
<p style="text-align: left;">Agnieszka Górna ist 21 Jahre alt, kommt aus Polen und studiert in Greifswald am Institut für Slawistik und Baltistik. Einen weiter entfernten Weg hat Juan Luis Diaz. Der 21-jährige Übersetzungswissenschaftsstudent hat bereits vier Jahre in Frankreich gelebt und besucht hier Germanistik-Lehrveranstaltungen. Im Sommersemester belegen die beiden einen Salsakurs zusammen.</p>
<p><span id="more-53334"></span></p>
<p><strong>webMoritz </strong>Wie gefällt euch das Studentenleben in Greifswald?</p>
<p><strong>Agnieszka Górna </strong>Es ist cool. Eine kleine Stadt, aber es gibt viele Studenten und Events. Für uns werden von LEI (Anm.d.Red.: Lokale Erasmusinitiative) viele Trips organisiert.</p>
<p><strong>Juan Luis Diaz </strong>Ja, klar natürlich, aber es ist zu kalt und zu windig, ich brauche die Sonne!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Was ist der größte Unterschied zu dem Studentenleben in deiner Heimat?</p>
<p><strong>Juan </strong>Die Sprache natürlich. Uh, der größte Unterschied. In Spanien gehen die Studenten mehr aus. Nicht unbedingt immer nur Party machen, aber etwas mit Freunden trinken gehen. Sie sind etwas fauler (lacht), nicht alle, nur ich. In Sevilla gibt es nicht so viele internationale Studenten. Aber es ist eine größere Stadt und damit gibt es insgesamt mehr Studenten.</p>
<p><strong>Agnieszka</strong> Polen ist arm und nicht so modern. Wir haben nicht so viele Möglichkeiten in Polen, wie wir sie hier haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>&#8220;Ich vermisse das spanische Essen!&#8221;</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong><strong> </strong></p>
<div id="attachment_53534" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/erasmus_interview_agnieszka_privat.jpg"><img class="size-medium wp-image-53534" title="erasmus_interview_agnieszka_privat" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/erasmus_interview_agnieszka_privat-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Agnieszka genießt ihren Erasmusaufenthalt in Greifswald. Manchmal vermisst sie aber ihre Freunde.</p></div>
<p><strong>webMoritz </strong>Vermisst ihr irgendetwas in Greifswald?</p>
<p><strong>Agnieszka </strong>Manchmal vermisse ich meine Freunde und Familie, aber ich habe viele Freunde eingeladen, mich hier zu besuchen und ich freue mich darauf, ihnen hier mein Leben zu zeigen. Meine Mutter kommt mich auch im Mai oder Juni besuchen.</p>
<p><strong>Juan</strong> Ja, meine Freunde und Familie, aber es gibt ja Skype. Am meisten vermisse ich das spanische Essen, oh! Hier ist das Essen zu teuer. In Spanien haben wir viele chinesische Läden, die jeden Tag offen haben und wo es sehr billig ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Fühlt ihr euch in Greifswald wohl und gut aufgenommen?</p>
<p><strong>Agnieszka</strong> Ja, sehr. Die Leute hier sind sehr nett und hilfsbereit.</p>
<p><strong>Juan </strong>Hm, na ja klar, natürlich! Die Menschen sind typisch deutsch, ein bisschen kalt. Aber wir bekommen viel Hilfe durch LEI und Erasmus macht es sicher hier für uns. Ich habe sehr viel mit Erasmus-Austauschstudenten zu tun, nur mit einigen Deutschen. Ich würde gerne mehr mit Deutschen zu tun haben, aber mein Deutsch ist nicht so gut, das macht es schwierig.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>webMoritz </strong>Wie ist das Leben im Studentenwohnheim?</p>
<p><strong>Juan </strong>Ja, es geht. Ich habe verrückte Mitbewohner, aber es ist okay. In Spanien lebe ich mit meiner Familie zusammen. Meine Mutter kocht sehr gut und ich liebe ihr Essen. Ich kann auch gut kochen, aber nicht so gut wie meine Mutter, hmmmm!</p>
<p><strong>Agnieszka</strong> Es ist anders, ich wohne mit Deutschen in einer Wohnung im Ernst-Thälmann-Ring zusammen. Wir reden nicht sehr viel miteinander und verbringen auch nicht viel Zeit miteinander, aber es ist cool.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Wenn ihr die Chance hättet an eurem Austausch etwas zu verändern, was wäre das?</p>
<p><strong>Agnieszka</strong> Ich würde gerne mehr Deutsch sprechen, um mein Deutsch zu verbessern. Ich besuche einen Sprachkurs, aber das sind nur zwei Stunden in der Woche und ich finde, das ist zu wenig.</p>
<p><strong>Juan </strong>Nee, Warum?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>&#8220;Wir lieben Angi!&#8221;</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Wollt ihr  noch einmal zurückkommen nach Greifswald?</p>
<div id="attachment_53538" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/Fototermin_LEI_019_klein-978b24ba.jpg"><img class="size-full wp-image-53538" title="Fototermin_LEI_019_klein-978b24ba" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/Fototermin_LEI_019_klein-978b24ba.jpg" alt="" width="200" height="145" /></a><p class="wp-caption-text">Die LEI-Gruppe in Greifswald organisiert viele Veranstaltungen für die Erasmusstudenten.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Agnieszka</strong> Ja, ich würde gerne hier in Greifswald zu Ende studieren.</p>
<p><strong>Juan </strong>Ja, warum nicht? Vielleicht für einen Urlaub, aber das ist alles. Irgendwo anders würde ich vielleicht arbeiten, ich hoffe es. Vor allem jetzt, wo Angela Merkel viele spanische Leute braucht. Wir lieben Angi!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Wollt ihr noch weitere Austauschsemester machen? Wenn ja, wo?</p>
<p><strong>Juan</strong> Nein.<em><br />
</em></p>
<p><strong>Agnieszka</strong> Später würde ich gerne einmal nach Großbritannien. Vielleicht würde ich auch gerne in Hamburg weiter studieren, aber ich mag Greifswald. Hier lerne ich viele Leute aus anderen Ländern kennen, es ist sehr international hier. Das gefällt mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>&#8220;Ich fand die Menschen hier von Anfang an nett&#8221;</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Warum habt ihr euch für Deutschland und ausgerechnet für Greifswald entschieden?</p>
<p><strong>Juan </strong>Ich muss Deutsch lernen und mein Deutsch verbessern. Ich habe mich für Greifswald entschieden, weil es hier nicht so viele spanische Austauschstudenten wie in Berlin oder Düsseldorf gibt. Hier kann ich mehr Deutsch lernen. In Spanien sagen alle: „Erasmus, das ist nur Party und keine Prüfungen.“ Ich bin hier, um etwas zu lernen.</p>
<p><strong> </strong><strong>Agnieszka </strong>Ich lerne seit neun Jahren Deutsch und deswegen wollte ich nach Deutschland. Außerdem habe ich viel Zeit in München verbracht, da ich dort drei Jahre lang einen Freund hatte. Ich fand die Menschen hier von Anfang an nett. Schon als ich das erste Mal in Deutschland war, wollte ich hier studieren. Meine Freunde waren bereits letztes Jahr in Greifswald und haben mir erzählt, dass es eine sehr schöne Stadt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong><strong>webMoritz </strong>Wie war euer erster Eindruck von Greifswald und was habt ihr hier erwartet als ihr ankamt?</p>
<div id="attachment_53537" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/erasmus_interview_sevilla_privat.jpg"><img class="size-medium wp-image-53537" title="erasmus_interview_sevilla_privat" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/erasmus_interview_sevilla_privat-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Juan freut sich auf den Sommer. Er vermisst die Sonne und das warme Wetter, was er aus Sevilla gewohnt ist.</p></div>
<p><strong>Agnieszka </strong>Ich empfand es als eine kleine, aber niedliche Stadt. Ich war überrascht, dass es hier so viele Studenten gibt und dass die Universität so groß ist. In der Stadt, in der ich studiere, haben wir nur 200 Studenten.</p>
<p><strong>Juan </strong>Diese Stadt ist zu klein und ich dachte, dass Greifswald leer ist, ein kleines Dorf, wo es nichts zu tun gibt. Jetzt ist es besser, man kann zum Strand und zum Hafen gehen. Ich freue mich auf den Sommer in Greifswald!</p>
<p><strong><br />
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<p><strong>webMoritz </strong>Haben sich eure Erwartungen erfüllt?</p>
<p><strong>Juan </strong>Noch nicht, weil es gibt keine Sonne. Ich brauche Sonne, bitte (sehr flehend, mit einer Handdeutung nach draußen). Das ist so traurig.</p>
<p><strong>Agnieszka </strong>Ja, auf jeden Fall. Es ist sehr interessant hier. Man kann so viel auswählen, zum Beispiel Sportangebote. Ab diesem Semester besuche ich über den Unisport zusammen mit Juan einen Salsakurs und ich wollte schon immer tanzen. Ich bin wirklich sehr glücklich hier, deswegen habe ich mich auch entschieden, ein Semester länger hier zu bleiben.</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Vielen Dank für das Gespräch.</p>
<p>Das Interview führte Tina Kreller.</p>
<p>Weitere Informationen zu der Lokalen Erasmus Initiative gibt es <a href="http://greifswald.esngermany.org/">hier</a>.</p>
<p><strong>Fotos: </strong>LEI Greifswald, privat<strong><br />
</strong></p>
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