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	<title>webMoritz.de &#187; Film</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Clash of the titans</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 21:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Hollywood – Zentrum der Filmindustrie, Wahrzeichen für Filmgeschichte, Heimat großer Filmtitanen. Doch kommt es immer öfter vor, dass wir im Kino merken: Das kenne ich doch! Woran liegt es, dass Filme immer wieder neu verfilmt werden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hollywood – Zentrum der Filmindustrie, Wahrzeichen für Filmgeschichte, Heimat großer Filmtitanen. Doch kommt es immer öfter vor, dass wir im Kino merken: Das kenne ich doch! Woran liegt es, dass Filme immer wieder neu verfilmt werden?</strong></p>
<p>Die meisten Menschen schauen gerne Filme: gruselige, abenteuerreiche, lustige, phantasievolle. Immer wieder gibt es neue Ideen. Oft passiert es allerdings, dass sich Filmemacher für altbekannte Geschichten entscheiden und diese neu verfilmen. Meist merkt der Otto-Normal-Filmgucker nicht, dass es sich um Neuverfilmungen handelt, doch beschäftigt man sich mit dem Thema genauer, stellt man fest, dass sich viele Drehbuchautoren an bestehenden Filmen festkrallen und höchstens ihre Schwerpunkte verschieben. Plot, Charaktere und Szenerie bleiben dabei oft gleich. Durch neue Möglichkeiten gerade im Bereich der Technik, wie zum Beispiel die Computeranimation, kommen viele Regisseure in Versuchung einen Film neu aufzulegen. „Remakes sind eine generelle Praxis in Hollywood“, sagt Dr. Martin Holtz vom Institut für Anglistik/Amerikanistik, der zu einem Filmthema promovierte. Doch wann macht das Sinn und wann ist es Unsinn? Stellt sich Hollywood und die restliche Filmwelt damit neuen Herausforderungen oder ist es ideenlos?<span id="more-70077"></span></p>
<p>Es war einmal ein kleiner Junge namens Charlie, der liebte Schokolade. Eines Tages darf er das Reich des Schokoladenkönigs Willy Wonka betreten. Jeder kennt den Kinder-Fantasy-Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ aus dem Jahr 2005 mit Johnny Depp. Dabei gab es den Film „Willy Wonka und die Schokoladenfabrik“ bereits 1971 mit Gene Wilder in der Hauptrolle. Im Gegensatz zum Remake war das Original bei weitem kein Kassenschlager, avancierte aber einige Jahre später durch wiederholte Ausstrahlung im Fernsehen zu einem Kultfilm. Aufgrund des Kultstatus des Originals traute sich viele Jahre keiner eine Neuverfilmung zu wagen, bis sich Tim Burton der Herausforderung stellte. Dabei versuchte er den neuen Film näher an der Vorlage, dem Buchklassiker von Roald Dahl, entstehen zu lassen. Mit einer Top-Besetzung schaffte er es, das Reich Willy Wonkas imposanter und verrückter wieder aufleben zu lassen. Als man den Wonka Darsteller Gene Wilder auf die Neuverfilmung ansprach äußerte er sich enttäuscht: “It‘s all about money. I don‘t see the point of going back and doing it all over again.”</p>
<p>Man mag über Remakes denken was man will, doch oft stellt man sich die Frage: WARUM? Einer dieser Filme ist die Neuverfilmung des 80er Jahre Tanzfilms „Footloose“ mit Kevin Bacon. Die Frage, warum gerade Tanzfilme wieder aufgegriffen werden, lässt sich mit der Profitorientierung Hollywoods erklären. Da in letzter Zeit Filme des Musicalgenres einen ziemlichen Hype auslösten – denkt man nur an „High School Musical“, „Hairspray“ oder „Glee“ – scheint das Neuverfilmen alter Tanzfilme erfolgversprechend zu sein.</p>
<p>Doch wenn man sich das Remake von 2011 anguckt, wird schnell klar, dass Hollywood sich die Produktionskosten hätte sparen können. Neben einigen Schauspielern, die nicht wirklich schauspielern können, sind die Fußstapfen Kevin Bacons viel zu groß, als dass Kenny Wormald darin tanzen könnte. Der einzige Unterschied zum Original besteht vor allem in der Wahl der Musik, etwas mehr Action und kürzeren Klamotten der Mädchen. Alle, die Tanzfilme mögen und „Footloose“ sehen wollen, sollten immer auf das Original zurückgreifen, da der Auftritt des Möchtegern-Kevin Bacons eher zum Gruseln ist.</p>
<p>Apropos Gruseln: Horrorfilme stellen ein beliebtes Genre für Remakes dar. „Oftmals wird dem gleichen Stoff eine andere Facette abgewonnen, wenn man ihn in einen neuen historischen Kontext verpflanzt“, so Dr. Holtz. Ein Bespiel dafür ist der Horror-Scifi-Film „The Thing“, in dem das Misstrauen der Menschen untereinander beleuchtet wird. Dieses Motiv findet sich in jedem der drei Verfilmungen wieder und lässt Bezüge zur Realität zu. Als „The Thing“ 1951 in die Kinos kam, reflektierte es die Angst vor dem Kommunismus. Das Remake 1982 von John Carpenter könnte man als AIDS-Metapher sehen, wobei im dritten Remake (2011) die Angst vor Terrorismus thematisiert wird, erklärt Dr. Holtz weiter. So bieten Horrorfilme ein gutes Genre die Ängste der Bevölkerung filmisch umzusetzen und zu verarbeiten.</p>
<p>Doch nicht nur Horrorfilme spielen mit den Ängsten der Menschen und bieten schaurig-schöne Unterhaltung. Auch märchenhafte Abenteuerfilme schaffen es das Publikum zugleich in Staunen und Schrecken zu versetzen. Die Schöne und das Biest: Ein Märchenmotiv, das in Hollywood auf eine vollkommen neue Art aufgegriffen wurde. 1933 zum Beispiel, als „King Kong und die weiße Frau“ auf die Kinoleinwände kam. 72 Jahre später versucht sich Peter Jackson an dem Material und bringt einen neuen King Kong in die Kinos. Vor allem fällt auf, dass die Technik den großen Unterschied ausmacht. Heutzutage wird alles digitalisiert. Keine schwarz-weiß Verfilmung, keine Gorilla-Puppe, kein Discoflackern auf dem Bildschirm – 21. Jahrhundert halt. Nicht nur der einprägsame Schrei Fay Wrays macht das Original zu einem Klassiker unserer Filmkultur.</p>
<p>So scheint das Schiff „Qualität Hollywood“ immer weiter zu sinken. Wo wir gerade bei sinkenden Schiffen sind: Das Titanic-Remake schien lange Zeit unübertroffen zu sein, bis es von „Avatar“ von der Spitze des Eisbergs gestoßen wurde. Die Idee für seinen Film nahm Regisseur James Cameron vom Titanic-Original von 1953. Zwar teilen beide Filme Schauplatz und katastrophales Ende, aber die Handlung ist eine andere. Wem das Remake von Cameron zu dramatisch und schnulzig ist, könnte Gefallen am Original finden. Nichts vom ständigen Wortwechsel zwischen DiCaprio und Winslet à la „Jake! Rose! Jake! Rose! Jake!“ und wenn sie nicht gestorben sind, dann rufen sie noch heute. Keine tragische Liebesgeschichte, eher eine tragische Familiengeschichte. Dennoch schuf Cameron mit neuen Techniken und einer gigantischen Kulisse einen Film, der auf eigenen Füßen steht. Kein Versuch den alten Film nachzuahmen, eher ein Versuch die Geschichte der Titanic und ihrer Passagiere neu aufleben zu lassen. Hier und da eine traurige Passage, etwas mehr Explosion und Erotik – schon entsteht ein Kassenschlager, wie wir ihn bis dahin noch nicht erlebt hatten.</p>
<p>Nun ja, die Titanic ist gesunken – dumm gelaufen, da kann man nichts mehr machen, aber das Schiff aus dem Hollywoodhafen kann noch gerettet werden. Das beweisen Filmemacher wie die Coen-Brüder mit ihrem mehrfach Oscar nominierten Film „True Grit“. Dieser sorgte bereits 1969 dafür, dass John Wayne seinen ersten und einzigen Oscar bekam. Die Neuverfilmung (2010) weist natürlich Parallelen zum Original auf. Dennoch orientierten sich die Coen-Brüder mehr an dem Roman von Charles Portis. So sollte man diese Verfilmung nicht als Remake, eher als eine neue Adaption des Buches sehen. „Es ist zweimal dieselbe Geschichte, doch durch unterschiedliche Bilder werden andere Effekte erzeugt, sodass beide in ihrem historischem Kontext als eigenständige Filme gesehen werden sollten“, bestätigt Dr. Holtz. So steht das Remake dem Original in nichts nach, mit Ausnahme des dauer-nuschelnden Jeff Bridges, den man ruhig deutlicher hätte sprechen lassen können.</p>
<p>Es bleibt festzustellen, dass Remakes aus Profitgier und Ideenlosigkeit eher zum Scheitern verurteilt sind. Neuverfilmungen, die aus einer Motivation heraus entstanden sind, aufgrund technischer Neuerungen oder mit neuen Ideen, zeigen oftmals das Herzblut, was in die Arbeit geflossen ist, und lassen den Zuschauer dies spüren. So hängt die Wirkung eines jeden Remakes nicht nur am persönlichen Geschmack des Zuschauers, sondern auch am Grund dessen Entstehung.</p>
<p><em>Ein Essay von Melanie Fuchs und Luna Kovac</em></p>
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		<title>Im Geflecht von Scheinmoral und Frauenhass: &#8220;Verblendung&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 11:49:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Die zweite Verfilmung Stieg Larssons Bestseller-Krimi "Verblendung" innerhalb von drei Jahren. Können Daniel Craig und Rooney Mara in den Hauptrollen, der temporeichen, schwedischen Erstverfilmung gerecht werden? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Verblendung-Artikelbild-Filmplakat.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-69496" style="margin: 5px;" title="Verblendung-Artikelbild-Filmplakat" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Verblendung-Artikelbild-Filmplakat.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine Rezension von Lena Küting und Marco Wagner</em></p>
<p>Eine gepresste Blüte findet Henrik Vanger jedes Jahr von neuem in seiner Geburtstagspost. Dabei ist seine Nichte, Harriet Vanger, bereits seit 40 Jahren spurlos verschwunden. Eines steht für Vanger fest: Harriet wurde ermordet. Doch von wem? Da der Tod bereits unübersehbare Schatten auf das Lebenslicht des ehemaligen Großunternehmers wirft, beschließt er endgültig, das Rätsel zu lösen, das ihn sein Leben lang quält: Dass der Mörder von Harriet gefunden wird.<span id="more-69491"></span> Der Mörder, der ihn  jedes Jahr damit demütigt, ihm jene Blumen zu schenken, die seine Nichte ihm schenken würde, wenn sie noch am Leben wäre… Fast scheint es eine unglückliche Fügung zu sein, dass zur selben Zeit der Erfolgsjournalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) aufgrund eines Rechtsstreits mit dem Großindustriellen Hans-Hendrik Wennerström in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Fällt es doch dadurch Vanger (Christopher Plummer) leichter, Blomkvist davon zu überzeugen, ihm zu helfen.<br />
Zunächst wenig begeistert, taucht der idealistische Journalist plötzlich in ein schier undurchdringbares Geflecht der Lüge, Scheinmoral  und stößt vor allem auf eines: „Män som hatar kvinnor“*, Männer, die Frauen hassen. Dieses Geflecht hätte er zu keinem Zeitpunkt zu durchdringen vermocht, wäre da nicht seine Komplizin Lisbeth Salander (Rooney Mara), die beide zu dem Schlüssel führen wird, mit der sich die Tür zur Lösung des Rätsels öffnet.</p>
<h3>Finchers &#8220;Verblendung&#8221; gibt Charakteren Zeit, sich vorzustellen</h3>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/TMk64h_IXAc?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Regisseur David Fincher schafft passend zu der Thematik eine düstere Umgebung. An der Buchvorlage arbeitet er sich Szene für Szene ab und bleibt dabei der Frage nach der Wirklichkeit auf der Spur und nicht der der Wahrheit. Sein Film ist leise, nicht einmal ansatzweise so rasant wie sein schwedischer Vorgänger aus dem Jahre 2009. Vollkommen deplatziert ist daher auch das Intro des Filmes, das sehr stark an die vergangenen James-Bond Verfilmungen erinnert und nicht so recht zu dem dann folgenden ruhigen Film passen mag. Im Gegensatz zur Erstverfilmung  gibt dieser Streifen seinen Hauptfiguren Zeit, sich dem Zuschauer in ihren Stärken und Schwächen vorzustellen. Dabei beurteilt er ihre Taten nicht, rückt sie nicht in ein falsches, oder in ein richtiges Bild. Es handelt sich um ein Paradoxon, dass die Welt von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist am Ende doch die gleiche sein soll. Während Blomkvist vor der Perversion zurückschreckt, die der gefundene Serienmörder an den Tag legt, ist diese für Lisbeth eine logische Konsequenz ihrer Vergangenheit.</p>
<h3>Trotz einiger Abstriche immer noch Kino der Spitzenklasse</h3>
<p>Natürlich kann die US-amerikanische Adaption sich nicht dem Vergleich mit der schwedischen Verfilmung zwei Jahre zuvor entziehen. Dabei bleibt allein ein Kritikpunkt: Warum genau musste Hollywood die Materie noch einmal verfilmen? Ansonsten kommen sich die Werke nicht in die Quere. Daniel Craig hält mit seiner Darstellung von Mikael Blomkvist jener seines Vorgängers Mikael Nyqvist stand, wenn er ihn nicht sogar vielschichtiger vorstellt. Bei ihm ist die Figur nicht nur ein ehrgeiziger Journalist, sondern auch ein bindungsgestörter, freiheitsversessener Liebhaber, sowie ein überforderter Vater. Rooney Mara als Lisbeth Salander tritt mit ihrer viel gelobten Vorgängerin Naomi Rapace in größere Fußstapfen. Auch ihre Lisbeth geht mit den Regeln der Gesellschaft nicht konform und besitzt ihre eigenen Ansichten von Gerechtigkeit, die nicht immer auch Recht sein müssen. Fincher macht es einem leicht, sie dafür zu verstehen. Er mag allerdings einen Fehler begangen haben, als er den Spagat zwischen Zuneigung und Distanz, den Salander im Zusammenhang mit Blomkvist leistet, für ihren Charakter untypisch stark in Richtung Zuneigung gedrängt hat. Sie erzählt Dinge von ihrem Privatleben und ihren Gefühlen, die für Salander als misstrauischen Menschen eigentlich ein Geheimnis sind. Nichtsdestotrotz bietet „Verblendung“ Kino der Spitzenklasse, bei dem die Frage nach der unterschwelligen Scheinmoral schwerer wiegt, als die bloße Suche nach einem Mörder.</p>
<p>* Titel des Romans von Stieg Larsson, der als Vorlage diente.</p>
<p>Foto: Ausschnitt aus Filmplakat, alle Rechte bei Columbia Pictures</p>
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		<title>Die siebte KuFiNa &#8211; Kurzfilme am laufenden Band</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 18:46:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Kremser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[CDFI]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienwerkstatt]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstag und Freitag findet die siebte Auflage der Kurzfilmnacht im Hörsaal der Germanistik statt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/12/filmrolle_frieder_knaber_jugendfotos.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-68023" style="margin: 5px;" title="filmrolle_frieder_knaber_jugendfotos_150" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/12/filmrolle_frieder_knaber_jugendfotos_150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die cineastischen Festtage gehen weiter. Nach einer polnischen Sonderausgabe der Kurzfilmnacht (KuFiNa) und der Vorführung des Fritz-Lang-Klassikers Metropolis im Rahmen des PolenmARkTes sowie dem Gastspiel der DokumentART folgt am Donnerstag und Freitag die siebte Auflage der KuFiNa. <span id="more-68020"></span></p>
<p>Hat es sich in den vergangenen Jahren eingebürgert, regelmäßig zur KuFiNa und egal welchen Wetters, mit reichlich Wartezeit vor den Türen der Medienwerkstatt rechnen zu können, wollen die Veranstalter dieses Jahr ohne Abweisungen und übermäßige Wartezeiten auskommen. Daher wird die KuFiNa dieses Jahr nicht in der Medienwerkstatt des Caspar-David-Friedrich-Instituts, sondern im Hörsaal der Germanistik stattfinden.</p>
<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/12/7_kurzfilmnacht_2011.jpg"><img class="size-medium wp-image-68021  alignright" style="margin: 5px;" title="7_kurzfilmnacht_2011" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/12/7_kurzfilmnacht_2011-176x250.jpg" alt="" width="157" height="223" /></a></p>
<p>Sowohl thematisch als auch stilistisch weist die Auswahl der aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommenden, vorgeführten Kurzfilme ein breites Spektrum auf. Von kurzen, experimentellen Stop-Motion-Filmen bis hin zu nachdenklichen 15-minütigen Dokumentationen kann alles vorkommen.</p>
<p>Eröffnet wird die bunte Filmnacht am Donnerstag um 19 Uhr. Im Anschluss an die Vorführungen kommt es dann zu den offiziellen Preisverleihungen, unter anderem auch des Publikumspreises. Neben dem filmischen ist am Eröffnungsabend mit Buffet und Getränken auch für das leibliche Wohl gesorgt. Am Freitag werden die Filme noch einmal, dann aber ohne Buffet und Preise, wiederholt. Der Eintritt zu beiden Terminen beträgt drei Euro.</p>
<p>Bilder: Artikelbild &#8211; Frieder Knabe via jugendfotos.de; Flyer &#8211; Veranstalter</p>
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		<title>Die dunkle Seite ist stark in ihr: Darren Aronofskys „Black Swan“</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 18:54:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Ballett]]></category>
		<category><![CDATA[Black Swan]]></category>
		<category><![CDATA[Darren Aronofsky]]></category>
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		<category><![CDATA[Natalie Portman]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwanensee]]></category>

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		<description><![CDATA[Natalie Portman wird nun endgültig mit dem Film "Black Swan" in den Olymp aufgenommen, meint Arvid Hansmann in seiner Rezension.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;" lang="en-GB"><em>Eine Rezension von Arvid Hansmann</em></p>
<p lang="en-GB">&#8220;Wie spielst du denn ´körperlich´? Wackelst du mit den Ohren&#8230;?&#8221;, fragt Henry Hübchen als trinkfester, alternder Schauspieler in Andreas Dresens Tragikkomödie &#8220;Whisky mit Wodka&#8221; seinen jüngeren Konkurrenten, der wie er nur durch einen Liebesreigen am Filmset stolpert, den die amüsanten Einsprengsel nicht von seiner melancholischen Grundstimmung befreien können.</p>
<p>Ebenso einen abgehalfterten Charakter hat Darren Aronofsky 2008 in „<em>The Wrestler</em>“ portraitiert: Mickey Rourke verleiht einer Gestalt Ausdruck, die ihre Lebensaufgabe bereits in jungen Jahren gefunden hatte und im (noch gar nicht so hohen) Alter an ihre physischen und auch psychischen Grenzen stößt. Der Schaukämpfer sieht nur ein Ideal für das er gelebt hat und für das er nur leben kann: die Bühne.</p>
<div id="attachment_50419" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Szenenbild_03_black-swan-twentieth-century-fox.jpg"><img class="size-medium wp-image-50419" title="Szenenbild_03_black-swan-twentieth-century-fox" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Szenenbild_03_black-swan-twentieth-century-fox-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Melancholie hinter harmonischem Schaubild.</p></div>
<p>Die vermeintliche Trivialität und Antiästhetik findet mit „<em>Black Swan</em>“ nun ihren Widerpart. Aufgedunsene, künstlich gebräunte und geölte Männerkörper finden ihre Entsprechung in schlanken, blassen Grazien. Dem inszenierten Schaukampf unter sich achtenden Kollegen steht der Zickenterror hinter dem großen, harmonischen Schaubild gegenüber. Der intime Blick in die fremdartige Welt der Proficatcher beziehungsweise des Balletts wird in beiden Fällen zentral an den Protagonisten festgemacht. Der Vergleich macht nun deutlich, dass die Gefangenheit in einem Rollenbild sich nicht durch einen potentiell niedrigeren Intellekt oder sozialen Status äußert.</p>
<p>Die New Yorker Ballerina Nina (Natalie Portman) ist in einem Korsett gefangen: Der Ballettdirektor (Vincent Cassel) hat sie auserkoren, die „Schwanenkönigin“ in der kommenden Tschaikowski-Inszenierung zu tanzen. Ihre perfekte Darbietung der Odette, des „weißen Schwans“, steht für ihn außer Zweifel. Jedoch hat jene ein dunkles Spiegelbild: Odile, den „schwarze Schwan“. Um ihr Leben zu verleihen, reicht der apollinische Glanz Odettes nicht aus. Der Verzicht auf die Ratio, die Entfesselung dionysischer Triebe, die hemmungslose Hingabe an des Hier und Jetzt muss Nina in der jüngeren Lily (Mila Kunis) erkennen, die ihr zur ärgsten Konkurrenten zu erwachsen scheint. Mit dem von der übertrieben fürsorglichen Mutter (Barbara Hershey) angestachelten Ehrgeiz im Rücken und der Rollenvorgängerin (Winona Ryder) vor Augen, die suizidgefährdet auf der Intensivstation landet, steigert sich Nina manisch in die Rolle hinein, um der erstrebten Metamorphose gerecht zu werden.</p>
<div id="attachment_50397" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Szenenbild_20_black-swan_twentieth-century-fox.jpg"><img class="size-medium wp-image-50397" title="Szenenbild_20_black-swan_twentieth-century-fox" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Szenenbild_20_black-swan_twentieth-century-fox-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Albtraumhaft: Ninas befremdliche Welt.</p></div>
<p>Hier geht Aronofsky nun über sein vorangegangenes Werk hinaus, indem er die Bilder von Glanz und Pein mit surrealen Elementen durchwebt. Der Betrachter wird in Ninas zunehmend befremdliche Weltsicht hineingezogen und kann nur punktuell aus den Albträumen erwachen, was diese eher noch beängstigender erscheinen lässt. Auch wenn sich hier die digitalen Hilfsmittel hin und wieder zu leicht verspielten Arabesken heraufschwingen, so werden sie doch in einem so harmonischen Fluss eingebracht, dass sie den intensiven Wellengang der Tschaikowski’schen Klänge in einer selten gesehenen Intensität visualisieren. Filmkomponist Clint Mansell hätte vielleicht etwas mehr aus dem reichhaltigen Schatz der Ballettmelodien schöpfen sollen, anstatt sich – bis auf den obligatorischen „Tanz der Schwäne“ – fast ausschließlich auf das eingängige Leitmotiv zu konzentrieren, was einen an Stanley Kubricks Mantra von Händels „Sarabande“ in „<em>Barry Lydon</em>“ (1975) erinnert.</p>
<h3>„Die Rosen, sie blühn und vergehen“</h3>
<p>Der Film erhält jedoch seinen zentralen Fixpunkt in der Hauptdarstellerin. Was Natalie Portman hier leistet, übersteigt viele ihrer bisherigen Rollen, weil sie diese konterkariert. Zwar hat man sie schon in „<em>Cold Mountain</em>“ (2004), „<em>V wie Vendetta</em>“ und „<em>Goyas Geister</em>“ (beide 2006) leiden sehen, jedoch war sie dort stets eine selbstbewusste junge Frau, die widrige Umstände als niederschmetternde Demütigungen erlitt. Hier ist sie jedoch von Beginn an die Gefangene: Die infantile Welt der rosa Tutus weist in eine präpubertäre Zeit zurück, die sie bereits in ihrem ersten Film „<em>Leon – Der Profi</em>“ (1994) hinter sich gelassen hatte.</p>
<div id="attachment_50398" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Szenenbild_22_black-swan_twentieth-century-fox.jpg"><img class="size-medium wp-image-50398" title="Szenenbild_22_black-swan_twentieth-century-fox" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Szenenbild_22_black-swan_twentieth-century-fox-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Irdisches Streben nach Perfektion.</p></div>
<p>„Ich bin schon längst erwachsen. Ich werde nur noch älter“, verkündete die damals 12-Jährige. Die Verführerin aus „<em>Hautnah</em>“ (2005) und „<em>Die Schwester der Königin</em>“ (2008) ist zu einem sexuell naiv tastenden Mauerblümchen geworden, das sich nach mehrfach verkümmernden Ansätzen zu einem orgastischen Befreiungsschlag erhebt, bei dem das begehrte Gegenüber lediglich zum Spiegel der eigenen Selbstverwirklichung wird.</p>
<p>„Du musst echt lockerer werden! (You really need to relax!)”, haucht ihr Mila Kunis entgegen. Doch wer hier in Natalie Portmans Gesicht schaut, sieht nur statisch gespannte Züge, die von einer tiefen Angst aufrecht erhalten werden &#8211; der Angst, vor dem Publikum zu scheitern. Das stete Wechselverhältnis von Rolle und Akteur wird hier nur allzu deutlich sichtbar. Aronowsky, der bereits vor mehr als zehn Jahren erstmalig mit ihr über das Projekt sprach, hätte nicht viel länger mit der Umsetzung warten können, wenn er den Anspruch des „Realismus“ aufrecht erhalten wollte. Was er und der choreographische Leiter Benjamin Millepied ihr abverlangten, zeigte ihr Grenzen auf, die sie bald nicht mehr erreichen würde.</p>
<div id="attachment_50420" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Szenenbild_28_black-swan_twentieth_century_fox..jpg"><img class="size-medium wp-image-50420" title="Szenenbild_28_black-swan_twentieth_century_fox." src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Szenenbild_28_black-swan_twentieth_century_fox.-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Vanitas als beherrschende Grunderkenntnis.</p></div>
<p>Die von Portman geschätzte Winona Ryder dient hier dementsprechend als doppeltes Vorbild. Die Vanitas wird zur alles beherrschenden Grunderkenntnis, der jedoch die Kunst des Augenblicks gegenübersteht. Jenes „Nichterstarren“ vor dem leidvollen Untergang ist es, auf das der gesamte Film hinzuläuft und damit wieder sein Echo in „The Wrestler“ findet. Das irdische Streben nach Perfektion kann nur an jenen finalen Punkt gelangen, vor dem sich ein „unendlicher Abgrund“ auftut. Der Blick des Betrachters muss sich nach innen richten und die Frage aufwerfen, ob er dort nur in eine finstere Leere stürzt, oder den Verweischarakter auf eine höhere Wahrheit erahnt – <em>ars longa, vita aeterna</em>!</p>
<p>Für Natalie Portman gilt es zu hoffen, dass die Anerkennung, die sie bereits für diese Rolle bekommen hat und in sicher noch größerem Maße bekommen wird, keinen „Höhepunkt“ markiert, sondern die endgültige Aufnahme in einen Olymp eröffnet, in dem sie noch möglichst lange bleiben wird.</p>
<p>Allen, denen „Black Swan“ doch zu sehr auf den Magen schlägt, seien ihre kommenden Komödien „<em>Freundschaft Plus (No Strings Attached)</em>“ und „<em>Your Highness</em>“ ans Herz gelegt, mit deren fast therapeutischer Leichtigkeit sie ihr ewig rätselhaftes Rollenkaleidoskop um weitere Reflexionen erweitert.</p>
<p>Fotos: Twentieth Century Fox (keine CC-Lizenz)</p>
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		<title>Ein Jugendfilm wird erwachsen: Harry Potter 7</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 13:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Dittmar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Potter]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Harry-Potter-Saga neigt sich dem Ende zu. webMoritz-Autorin Andrea Dittmar hat sich den siebten Film mal näher angeschaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dunkel, kalt, gefährlich: Diese drei Adjektive könnte man benutzen, um den Greifswalder Winter zu charakterisieren. Doch treffen sie auch zu, wenn man den neuen Harry Potter-Film in drei Worten ganz prägnant beschreiben möchte. Passend zu dieser ungemütlichen Jahreszeit ist nun der erste von zwei finalen Teilen der Filmreihe in den Kinos erschienen und hat noch dazu die Spitze der Kinocharts erobert.</p>
<div id="attachment_47871" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/12/HP7-1-FP-0071-warner-brothers.jpg"><img class="size-medium wp-image-47871" title="Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/12/HP7-1-FP-0071-warner-brothers-250x140.jpg" alt="" width="250" height="140" /></a><p class="wp-caption-text">Harry Potter und Co sind auf der Jagd nach den Horkruxen.</p></div>
<p>Es gibt wohl kaum jemanden, der die millionenschwere Geschichte des Zauberlehrlings Harry Potter nicht kennt. Als Baby überlebt er einen Angriff des mächtigen bösen Zauberers Lord Voldemort, woraufhin dieser verschwindet. Doch kehrt er zurück, strebt weiterhin nach der Macht über die Zaubererwelt und trachtet nebenbei Harry nach dem Leben, da dieser Voldemorts Pläne immer wieder durchkreuzt. Im siebten Buch und damit in den Filmen sieben und acht wartet das große Finale und auch die Frage, welcher der beiden Zauberer überlebt.</p>
<p>Harry und seine beiden Freunde Ron und Hermine machen sich nun auf die Jagd nach den Horkruxen, Seelenstücken Voldemorts, um ihren Gegner zu schwächen. Dabei erleben sie, jenseits der sicheren Mauern von Hogwarts, viele Abenteuer. Daher auch die Splittung in zwei Teile.</p>
<h3>FSK kritisierbar, aber endlich eine starke Buchnähe</h3>
<p>Der neue Film ist merklich düsterer als die Vorgängerteile, es sterben einige von Harrys Freunden. Blut gibt es auch zu sehen, man könnte fast ein wenig die FSK-Bestimmung kritisieren. Für Zwölfjährige scheint der Streifen stellenweise wirklich ungeeignet.</p>
<div id="attachment_47865" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/12/HP7A-TRL-2078-warner-brothers.jpg"><img class="size-medium wp-image-47865" title="Harry Potter and the Deathly Hallows Part 1" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/12/HP7A-TRL-2078-warner-brothers-250x104.jpg" alt="" width="250" height="104" /></a><p class="wp-caption-text">Besser nicht im Dunkeln begegnen: Bellatrix Lestrange (Helena Bonham Carter)</p></div>
<p>Positiv fällt zum ersten Mal bei einer Harry-Potter-Verfilmung auf, dass nur wenige Teile des Buches gestrichen oder verändert wurden. Hatte doch dieser Aspekt in den letzten Filmen gelitten, um noch eine annehmbare Spielzeit vorweisen zu können, konnte durch die Zweiteilung des siebten Buches mehr Augenmerk auf Details und Richtigkeit gelegt werden. So wird beispielsweise die gesamte Reise von Harry, Ron und Hermine auf der Suche nach den Horkruxen äußerst detailgetreu dargestellt. So wichtig die Adaption der Buchvorlage ist, der Film besticht auch durch die schauspielerischen Leistungen vieler Besetzungen. Während die Darsteller der drei Freunde quasi in ihre Rolle hineingewachsen sind, wurde zum Beispiel die Rolle der bösen, verrückten Bellatrix Lestrange (gespielt von Helena Bonham Carter) erst im fünften Teil besetzt. Trotzdem spielt sie ihre Rolle sehr überzeugend und es ist klar: Dieser Frau möchte man nicht im Dunklen begegnen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/MW-Vy4Mxxd0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/MW-Vy4Mxxd0"></embed></object></p>
<p>Viel diskutiert wurde im Vorfeld über die Stelle, an der man das Buch in die beiden Teile für die Filme trennt. Dieser Einschnitt wurde ebenfalls sehr gut gewählt, die Helden entkommen dem Bösen vorläufig, doch stirbt Dobby, ein Hauself und Freund Harrys. Der Film hat somit ein „perfekt“ dramatisches Ende, das den Zuschauer animieren soll, die Fortsetzung zu sehen.</p>
<p>Genau das ist auch zu empfehlen, in der Hoffnung, dass die Detailtreue und der Buchbezug auch im wirklich allerletzten Harry-Potter-Film die Hauptrolle spielen.</p>
<p>Fotos: Warner Brothers, keine CC-Lizenz</p>
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		<title>Die sechste Kurzfilmnacht: Filme, Filme, Filme</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 14:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Fratzke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Leuteritz]]></category>
		<category><![CDATA[KuFinNa]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwerkstatt]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum sechsten Mal lockt die Kurzfilmnacht: Dieses Mal sogar an zwei Tagen, nämlich am 2. und 3. Dezember.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zahlreiche Filme, die man garantiert noch nicht gesehen hat, bietet die Greifswalder Kurzfilmnacht. Bereits zum sechsten Mal findet die <a href="http://kufina.de/">Kurzfilmnacht (KuFiNa)</a> statt. Wie in den vergangenen Jahren ist der Ausstrahlungsort des Filmfestivals die Räumlichkeiten der Medienwerkstatt in der Bahnhofstraße 50. Neu ist, dass die Nacht an zwei Abenden ausgerichtet wird: am 2. und 3. Dezember. In der Vergangenheit mussten die Interessierten rechtzeitig kommen, um einen der heiß begehrten Plätze zu ergattern. Viele mussten daher am Einlass abgewiesen werden. Daraus lernten die Veranstalter rund um die KuFiNa.</p>
<div id="attachment_47348" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/11/flyer-kufina2010.jpg"><img class="size-medium wp-image-47348" title="flyer-kufina2010" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/11/flyer-kufina2010-250x178.jpg" alt="" width="250" height="178" /></a><p class="wp-caption-text">Der Flyer zur Veranstaltung.</p></div>
<p>Festlich wird es aber bereits am ersten Abend. Ab 19 Uhr ist hier Einlass, eine halbe Stunde später geht es los. Durch den Abend führt das Mitglied des Organisationsteams Jens Leuteritz. In zwei Blöcken je 45 Minuten werden die Kurzfilme gezeigt, in der Pause gibt es ein Buffet. Am Abend des 2. Dezembers wird dann eine Preisverleihung stattfinden. Der Gewinner des Publikumpreises erhält 150 Euro.</p>
<p>Was es für Filme zu sehen gibt, möchte Organisator Jens Leuteritz noch nicht verraten. Beiträge wurden auch aus Österreich und der Schweiz eingesendet, außerdem sei die Qualität der Kurzfilme sehr gut. &#8220;Es gibt auf jeden Fall Real- und Animationsfilme, Action und Grusel, Melancholie und Witz&#8221;, gibt Jens preis.</p>
<p>Einen Tag später, am 3. Dezember, können noch einmal alle Filme gesehen werden &#8211; allerdings dann ohne Preisverleihung und Buffet. Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt zwei Euro.</p>
<p>Flyer: Veranstalter</p>
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		<title>&#8220;Wall-Street 2&#8243; oder: &#8220;Das Spiel mit den Menschen&#8221;</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/11/12/wall-street-2-oder-das-spiel-mit-den-menschen/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 18:47:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gordon Gekko]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Douglas]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Wall Street 2]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Wochen läuft "Wall-Street 2" als Fortsetzung des ersten Teils in den deutschen Kinos. Der webMoritz nahm den Film kritisch unter die Lupe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Plötzlich war er da. Der große Knall. Ganz unerwartet kam er. Und alles, was vorher war, ist Vergangenheit, rast wie eine U-Bahn im Tunnel an einem vorbei. All der Glanz, der Reichtum, das Geld &#8211; alles ist mit einem Schlag hinweg gefegt. Genau in dem Moment wird der kürzlich freigelassene Gordon Gekko zum Star des Bankensystems und der Medien. Er ist es, der allen anderen die Welt erklärt, wie sie funktioniert, was falsch läuft und warum es die Finanzkrise gibt.</p>
<p>Gekko ist einer der Schlüsselfiguren im Film &#8220;Wall-Street-2&#8243;, der als Fortsetzung des ersten Teiles seit einigen Wochen in den deutschen Kinos läuft. Er übernimmt auf der einen Seite die Doppelfunktion des gefallenen Börsenhais, für den seine Karriere im Gefängnis endete. Andererseits repräsentiert die von Michael Douglas gespielte Figur den Siegertyp der Handlung. Einer, der immer durchs Leben kommt und vor allem einer, der weiß, wie er aus der Krise Gewinn abschöpfen kann. Und so ist der Zuschauer gespalten, wenn es darum geht, Gekko zu bewerten. Mal ist er der geläuterte Börsianer, erweckt den Eindruck, als wolle er sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens, der Familie zuwenden. Dann ist er plötzlich doch wieder der skrupellose Finanzhai, dem es nicht um Geld, sondern um &#8220;das Spiel mit den Menschen geht&#8221;, um das gegenseitige ausstechen.</p>
<h3>Jacob Moore als Kontrast zu Gekko</h3>
<p>Jacob Moore bildet besonders gelungen den Kontrast zum routinierten, erfahrenen und größtenteils emotionslosen Börsenhai. Durch sein Engagement für alternative Energien verkörpert er das gute Gewissen der Finanzwelt. Er ist der &#8220;Mensch&#8221; im Film. Mit dieser Maxime ist er im Bankenwesen zum scheitern verurteilt. Die Bank, für die er arbeitet, ist die Erste, die Bankrott geht, worauf hin sein Vorgesetzter Selbstmord begeht. Der alte Zabel, Lehrmeister Moores, wird von Frank Langella eindrucksvoll gespielt. Ihm gelingt es besonders gut, dass sich der Zuschauer in die Person hinein versetzen kann. Er spürt die Verzweiflung in ihm. Das Wissen, dass alles unter geht, dass er seine Bank, sein Leben, nicht mehr retten kann. Angesichts der Erfahrenheit und Besonnenheit, der Ruhe und Ausgeglichenheit, die Moores Lehrmeister ausstrahlt, löst sein Selbstmord beim Zuschauer selbst Betroffenheit aus.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CN6-1IEaRCA" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/CN6-1IEaRCA"></embed></object></p>
<p>In dem Streifen von Oliver Stone wird besonders facettenreich gezeigt, wie Geld auf der einen Seite Existenzen zerstören kann, auf der anderen Seite durch Geschick und fragwürdige Handlungen andere zu neuem Glanz erstrahlen. Das wird nicht alleine durch die handelnden Charaktere, sondern auch durch das Umfeld, in dem sich diese bewegen, dargestellt. Sie wirken als unterstützendes, manchmal sogar auch tragendes Element, um dem Betrachter die Stimmung zu vermitteln. Wenngleich sich alles um die Geldvermehrung durch Spekulation dreht, so ist die Börse nicht der einzige Schauplatz der Handlung. Es wird sehr oft mit Metaphern gearbeitet. So ist das Motoradrennen zwischen Moore und seinem neuen Vorgesetzten keineswegs bloß ein Rennen zwischen zwei begnadeten Rennsportlern. Die Szene ist nur eine von vielen, die besonders farbenreich den Kampf um die Vorherrschaft, den Wettlauf an der Börse, das &#8220;Spiel mit den Menschen&#8221;, von denen Gekko am Ende des Filmes spricht, repräsentiert.</p>
<h3>Gelungener Film, der Geld einspielen soll</h3>
<p>Der Film wartet insgesamt mit einer spannenden, abwechslungsreichen Handlung auf, die zwischen Idylle und Abgrund, zwischen Schein und Sein wandelt. Zwischen Menschlichkeit, Emotionen und kaltschnäuzigem Egoismus. Es dominieren zahlreiche tiefsinnige Szenen, die Figuren wurden zu vielschichtigen Charakteren ausgeformt, die nicht ohne weiteres austauschbar sind. Sei es Gekko, Moore oder die Tochter Gordons. Und so trägt der Film insgesamt vor allem Menschlichkeit in sich. Es geht darum, dass Familien zerstört werden und wieder zueinander finden. Eine grundlegende Kritik am Finanzsystem findet hingegen nicht statt. Wer das in diesem Streifen erwartet, dem seien doch besser andere Filme zu empfehlen. &#8220;Wall-Street 2&#8243; zeigt nichts weiter, was der Zuschauer nicht sowieso schon längst weiß: Dass die schrankenlose Marktwirtschaft einfach zu dereguliert ist. Die Antwort des Filmes ist nichts weiter als eine Standardaussage: Wäre die Marktwirtschaft menschlicher, würde es allen besser geben und der Kapitalismus würde funktionieren.</p>
<p>Und so wird das eigentliche Ziel des Film doch irgendwie verfehlt. Oder geht es nicht um eine kritische Auseinandersetzung mit der Finanzwirtschaft? Vielleicht hatte Stone tatsächlich nur im Sinn, aufzuzeigen, dass sowohl finanzieller Schaden, als auch finanzieller Reichtum Familien zerstören können. Trotz alledem ist es vor allem hinsichtlich der schauspielerischen Leistung und der Inszenierung ein empfehlenswerter Film. Eine spektakuläre, neue Sicht der Dinge darf man jedoch nicht erwarten. Auch keine Abrechnung mit der Marktwirtschaft. Es ist ein Film der Geld einspielen soll. Und daher ist er so beschaffen, dass die Handlung jedem gefällt und ist eher in die Kategorie qualitativ des  hochwertigen Mainstreams made by Hollywood einzuordnen.</p>
<p>Foto: Martin St-Amant via Wikipedia</p>
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		<title>The Social Network &#8211; Geschichte eines Erfolgs</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/10/27/the-social-network-geschichte-eines-erfolgs/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 14:10:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Dittmar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[David Fincher]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Jesse Eisenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Justin Timberlake]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Zuckerberg]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[The Social Network]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass man mit einer Idee 500 Millionen Freunde und ein paar Feinde bekommt, zeigt "The Social Network". Ein gelungener Film, findet Andrea Dittmar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer einzigen Idee, einem Geniestreich, als junger Mensch Milliardär werden: Gibt es überhaupt jemanden, der nicht davon träumt? Die Geschichte von Mark Zuckerberg ist solch eine Erfolgsgeschichte, eine Verkörperung des modernen amerikanischen Traums. David Fincher („Der seltsame Fall des Benjamin Button“) verfilmt auf der Grundlage des Romans „Milliardär per Zufall“ von Ben Mezrich die Entwicklungsgeschichte des weltweit beliebtesten sozialen Netzwerks Facebook.</p>
<p>Mark Zuckerberg, gespielt von Jesse Eisenberg, ist ein junger Informatikstudent an der amerikanischen Elite-Universität Harvard. Sein Hauptinteresse liegt darin, in eine der Studentenverbindungen zu kommen, durch die er sich ein angenehmeres Leben erhofft. Als seine Freundin deshalb mit ihm Schluss macht, will er sich an ihr rächen und programmiert eine Seite, auf der Studenten ihre Kommilitoninnen bewerten können. Sein bester Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield) hilft ihm dabei.</p>
<h3>Facebook me!</h3>
<div id="attachment_44443" class="wp-caption alignleft" style="width: 164px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/social-network-artikel.jpg"><img class="size-medium wp-image-44443" title="social-network-artikel" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/social-network-artikel-154x250.jpg" alt="" width="154" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Mark Zuckerberg wird von Jesse Eisenberg vielseitig gespielt.</p></div>
<p>Durch diese Seite, die über Nacht das Netzwerk der Uni lahmlegt, werden die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss auf das junge Genie Mark aufmerksam. Sie bitten ihn, die Seite HarvardConnection zu programmieren. Daraus entwickelt Mark die Idee zu Facebook, welches ein durchschlagender Erfolg an der Elite-Uni wird. Seine Idee ist so einfach wie genial, jeder Student soll alles über seine Kommilitonen in Erfahrung bringen können. „Facebook me“  wird die beliebteste Aufforderung unter den Studenten. Was anfangs nur als kleines Netzwerk für den Campus gedacht war, verbreitet sich schneller als ein Computervirus in allen Computern von Studenten. So wird der Napster-Erfinder Sean Parker (Justin Timberlake) auf Zuckerbergs Projekt aufmerksam und umgarnt das Genie. Zwischen Eduardo und Sean entsteht schnell eine Rivalität, denn beide haben unterschiedliche Geschäftsideen für Facebook. Dabei zieht Eduardo den Kürzeren und verliert am Ende alle Anteile an facebook.com.</p>
<p>Parallel zur Entwicklungsgeschichte von Facebook zeigt der Film die beiden Gerichtsprozesse, mit denen Mark Zuckerberg Jahre nach dem Aufbau der Internetseite konfrontiert wird: Sein ehemals bester Freund verklagt ihn, weil er ausgebootet wird; die Winklevoss-Zwillinge sehen in Facebook Diebstahl geistigen Eigentums. Mit der Überschrift behält der Film also Recht, man kann eben wirklich nicht 500 Millionen Freunde haben ohne ein paar Feinde.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/YensPXeWSFw" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/YensPXeWSFw"></embed></object></p>
<p>„The Social Network“ läuft seit dem 7. Oktober und steht momentan auf Platz 5 der deutschen Kinocharts, was nicht verwunderlich ist. Primär ist der Film interessant für junge Leute, die Facebook aktiv mehrmals am Tag nutzen. Dabei zeigt der Film auch die typischen Symptome von Berühmtheit. Die Kläger gegen Mark Zuckerberg wollen etwas ab von dem großen Kuchen, von dem vielen Geld.  Jesse Eisenberg stellt den Facebook-Erfinder jedoch am Ende nicht anders dar als am Anfang: Als charakterlich vielschichtigen, teilweise frechen jungen Mann, der weiß, was er geschaffen hat mit dieser Internetseite.</p>
<p>Etwas anderes als Lob kann ich für diesen Film nicht aussprechen. Durch Komplexität wird die Handlung verdichtet und zusammengefasst, was jedoch niemals dazu führt, dass man dem Geschehen nicht mehr folgen kann. Selbst Justin Timberlake, seines Zeichens Sänger und Designer, stellt einen durchaus überzeugenden, merklich geldgierigen Geschäftsmann dar. Spannend ist es natürlich, die Debatte darum, wie viel Fakt und wie viel Fiktion in dem Film vorhanden ist, weiterzuverfolgen.</p>
<p>Bild: Sony Pictures</p>
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		<title>&#8220;Max Manus&#8221;: Zynischer Mechanismus des Kriegsspiels</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 19:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Max Manus]]></category>
		<category><![CDATA[Nordischer Klang]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Schluss des Nordischen Klangs gab es mit dem norwegischen Kriegsfilm "Max Manus" noch einen filmischen Höhepunkt des Kulturfestivals.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Ein Beitrag von Christopher Denda</em></p>
<div id="attachment_34851" class="wp-caption alignright" style="width: 189px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/max-manus-filmplakat.jpg"><img class="size-medium wp-image-34851 " title="max-manus-filmplakat" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/max-manus-filmplakat-179x250.jpg" alt="" width="179" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Filmplakat</p></div>
<p>Gegen Ende des Nordischen Klangs gab es am vergangenen Freitag noch einmal ein richtiges Highlight im Cinestar Greifswald zu bestaunen. Der in Norwegen überaus beliebte und sogar als bester Nicht-englischsprachiger Film für den Oskar vorgeschlagene Film „Max Manus“ wurde in zwei Vorstellungen in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt.</p>
<p>Die Handlung des Films basiert auf zwei autobiografischen Büchern des im zweiten Weltkrieg als Untergrundkämpfer und Saboteur tätigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Manus" target="_blank">Max Manus</a> und nähert sich der Figur zunächst auf einer Handlungsebene: Max Manus (gespielt von Aksel Hennie) ist ein Mann, der nicht durch besondere Eigenschaften hervorsticht. Sein Handeln ist gezeichnet vom grundfesten Glauben an die Richtigkeit seines Tuns. Egal, ob er als Freiwilliger im Sowjetisch-Finnischen Winterkrieg 1939 teilnimmt oder als jugendlicher Kämpfer zu den Ersten im norwegischen Untergrund gehört, der sich aus der Ohnmacht um die Kapitulation Norwegens im Juni 1940 eher als  spontane Gegenreaktion bildet.<span id="more-34849"></span></p>
<p>Im Folgenden verfolgt der Film die linearen biografischen Stationen, wie der Flucht in den Untergrund, der militärischer Ausbildung in Schottland bei den Special Forces der Alliierten und Sabotageaktionen in der besetzten Heimat. Dabei wird die Figur zunächst auf geradezu propagandistische Höhe gehoben – ein geradliniger, königstreuer und patriotischer Kämpfer. Er wird geradewegs zum Saubermann hochstilisiert. Dabei handelt es sich um ein notwendiges dramaturgisches Mittel, um eine Fallhöhe für den sich allmählichen anbahnenden Perspektivwechsel zu schaffen.</p>
<div id="attachment_34854" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/max_manus_john_erling_blad_via_wikimedia.jpg"><img class="size-medium wp-image-34854" title="max_manus_john_erling_blad_via_wikimedia" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/max_manus_john_erling_blad_via_wikimedia-250x155.jpg" alt="" width="250" height="155" /></a><p class="wp-caption-text">Bei den Dreharbeiten in Oslo</p></div>
<p>Der Gegenspieler zu Max Manus ist der brutale Gestapo-Chef Siegfried Fehmer (Ken Duken; bekannt aus  <em>Zweiohrküken</em> und <em>Inglourious</em> <em>Basterds</em>); ein skrupellos kalkulierendes und erschreckend jugendliches Antlitz: Er betreibt die Ausrottung des Widerstandes mit einer geradezu besessenen Passion. Und je mehr Freunde und Kameraden fallen, desto enger wird der Fokus auf den zunehmend verbitterten Max…</p>
<p>Dessen großer innerer Konflikt fußt auf der Selbstbeschuldigung, den Tod der Freunde und Kameraden verschuldet zu haben. Als Max im sicheren Schweden tatenlos zusehen muss, wie Fehmer die im Land verbliebenen Freunde praktisch völlig vernichtet, bricht er auf der Stelle auf, um weitere Rettungs- und Sabotageaktionen zu starten. Antrieb ist nun seine Verzweiflung getreu dem Motto: „Lieber im Kampf sterben, als nichts tun.“ Kameramann Geir Hartly Andreassen visualisiert das Zerbrechen der rissigen Heldenfassade eindringlich, indem er unmerklich von Hochglanztableaus zur Handkamera wechselt.</p>
<p>Diese eigentliche Tragik treibt der Film auf die Spitze, als Max nach Kriegsende den inhaftierten Fehmer in der Zelle aufsucht. Fehmer reicht Max die Hand, um dem Sieger den Respekt zu bezeugen. Manus nimmt an und degradiert sich somit zum bloßen systemischen Antagonisten. Gegen Ende des Films wird Max Manus selbst klar, dass er, der zur Selbstaufopferung bereite Kämpfer bloß ein glücklicher Überlebender im zynischen Mechanismus des Kriegsspiels gewesen ist. Das Bewusstsein, nichts anderes zu können, als zu kämpfen, führt folgerichtig mit Kriegsende auch zum Wegfall des Existenzzwecks und zur schweren Identitätskrise.</p>
<p>Auffällig ist, dass sich die Figur nie vollständig öffnet, vielmehr bleiben die Einblicke in die Innenwelt nur bruchstückchenhaft. Diese letztendlich verunsichernde Undurchsichtigkeit verstärkt die Ambivalenz des Protagonisten und zeichnet ihn weniger in heroischem Format denn als normalen Menschen. Die relativierende Destruktion des Kämpfers durch den Mechanismus des Krieges vorzuführen ist denn auch die eigentliche Leistung von <em>Max Manus</em>.</p>
<h3>Trailer</h3>
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<p>Bilder: Filmplakat, John Erling Blad via wikimedia (Dreharbeiten).</p>
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		<title>Traum? Fantasie? Wirklichkeit? &#8220;Auf Anfang&#8221; Bitte!</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 08:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Anfang]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Nordischer Klang]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag wurde im Landesmuseum der norwegische Film "Auf Anfang" gezeigt. Der webMoritz war dabei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Fragen und nur wenige konkrete Antworten bietet der Norwegische Film &#8220;Reprise&#8221; (dt. &#8220;Auf Anfang&#8221;), das Erstlingswerk des norwegischen Regisseurs Joachim Trier, welcher am 7. Mai im Pommerschen Landesmuseum im Rahmen des Festivals &#8220;<a href="http://webmoritz.de/2010/05/03/norwegen-im-mittelpunkt-des-nordischen-klangs/" target="_blank">Nordischer Klang</a>&#8221; gezeigt wurde.</p>
<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/auf_angang_filmplakat.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-33525" title="auf_angang_filmplakat-200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/auf_angang_filmplakat-200.jpg" alt="" width="200" height="283" /></a>Zunächst ist die eigentliche Haupthandlung vom Leben der  beiden Hauptpersonen des Films, Philip und Erik noch sehr gut zu verfolgen. Beide sind Schriftsteller und wollen ihre Bücher verlegen lassen. Bereits am Anfang deutet sich jedoch an, was dann den ganzen Film durchziehen wird: Wie wird es mit den beiden weitergehen? Was wird aus ihnen werden? &#8211; Diese Fragen werden zum Anfang durchweg im Sinne des Erfolgs der beiden beantwortet und die Geschichte wird so weiter gesponnen, als wenn beide erfolgreiche, glückliche Schriftsteller geworden wären.</p>
<p>Doch es kommt eben oft anders. Wer von den beiden der erfolgreichere war und inwiefern er es war, soll an dieser Stelle unbeantwortet bleiben. Und ob beide denn im Film nun wirklich erfolgreiche Schriftsteller wurden, bleibt durchaus auch noch fraglich. Fakt ist zumindest: Beide schaffen es, ein Buch zu veröffentlichen. Und im Film wird bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens gezeigt, wie sie sich nach der erfolgreichen Veröffentlichung weiter entwickelten.<span id="more-33483"></span></p>
<p>Es kommt während des Filmes immer mehr zu einem Zusammenfließen von Erinnerungen der Charaktere, deren Phantasien, Träumen und dem Lebenslauf der beiden und ihren Freundinnen. Entlang der Haupthandlung verzweigen sich immer wieder mehrere Nebenhandlungen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ymR9mWQDTT0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/ymR9mWQDTT0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h3><strong>Es kommt immer anders, als man dachte&#8230;</strong></h3>
<p>Die Spannung wird in diesem Streifen nicht etwa durch aktiongeladene Szenen, Naturkatastrophen oder andere Ereignisse, mit denen der Hollywood-Mainstream aufwarten kann, erzeugt. Es ist vielmehr das Aufzeigen der Wege, die der Lebenslauf zu einem bestimmten Zeitpunkt einschlagen kann. Und der Zuschauer fragt sich bei den vielen möglichen Lebensläufen: &#8220;Wie geht es jetzt <em>wirklich</em> weiter?&#8221; Und die Antwort auf diese Frage ist wieder einmal aus dem Leben gegriffen: Es kommt anders, als man dachte. Das Wechselspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie der Wechsel von Komik und Tragik, von Traum, Phantasie und Wirklichkeit machen den Film besonders interessant.</p>
<p>Der Film ist auf jeden Fall sehenswert. Allerdings verlangt er sehr viel von seinen Zuschauern ab. Er ist anspruchsvoll. Es ist kein Film von der Stange, der alle paar Jahre mal in Hollywood mit zum Teil längst abgehalfterten Schauspielern, die &#8220;Stars&#8221; genannt werden, abgedreht wird. Und wer beim ersten mal sehen nicht erkannt hat, wann denn die Lebensgeschichte der beiden endet und wann nur noch mit Möglichkeiten des Lebenslaufes gespielt wird, der oder die kann ja dann wieder &#8220;auf Anfang&#8221; gehen und den Film noch einmal sehen.</p>
<p>Bilder: Filmplakat/Filmvertrieb</p>
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