Alle Artikel mit dem Tag: Fahrradhauptstadt

Grüne gegen Parkhaus an der Mensa

Geschrieben von | Veröffentlicht am 1. Februar 2010 um 16:01 Uhr

Die Greifswalder Grünen kündigen Widerstand gegen das geplante Parkhaus an der Mensa an. In ihrer Pressemitteilung ließen sie verlauten, dass sie keinen Bedarf für ein Parkhaus sähen. Zuallererst müsse eine Überlastung der anderen Parkmöglichkeiten in Greifswald nachgewiesen werden.

Die OZ berichtete vergangene Woche über die Pläne der Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft (GPG) für ein neues  Parkhaus neben der Mensa mit 200 Stellplätzen. Begründet wurde dies von den Geschäftsführern der GPG Detlef Borchert und Fred Wixforth mit erhöhten Bedarf.


Parkhaus an der Mensa auf einer größeren Karte anzeigen

Dies sehen die Grünen anders und schreiben in ihrer Stellungnahme;

Das für viel Geld eingerichtete Parkleitsystem zeigt eigentlich immer und zu jeder Tageszeit freie Plätze an. Zu allererst müssten belastbare Zahlen zur Auslastung der bestehenden Parkmöglichkeiten vorgelegt werden, die eine wirkliche Überlastung anzeigen.

Zudem weisen sie darauf hin, dass es auch bei erhöhtem Bedarf mögliche Alternativen für das Mensa Parkhaus gäbe. Die Grünen führten hier den Nexö-Platz an. Desweiteren argumentieren sie, dass das derzeitige Parkkonzept vorsieht den Autoverkehr möglichst außerhalb der Wallanlagen zu halten. Daran solle man sich halten.

In einer Stellungnahme nachzulesen auf dem Grünen-Blog sammelt Hans-Georg Wenghoefer etwaige Argumente gegen den Bau. Er weist auf die historische Bedeutung des stadtwalls hin, die man respektieren müsse. Die geplanten Steckdosen für Elektroautos ließen sich auch ohne Parkhaus realisieren.

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Hier könnte das Fahrradparkhaus entstehen

In den Leserbriefen der OZ spiegelt sich ebenfalls die Ablehnung der Bürger gegen den geplanten Bau wider. Robert Krowas findet, dass man den alten Wall wiederherstellen sollte und zusätzliche Parkmöglichkeiten für Fahrräder schaffen könne statt Bäume zu fällen. Diese Idee dürfte bei vielen Studenten Anklang finden, da die mangelnden Parkmöglichkeiten für Fahrräder schon lange für chaotische Zustände zu Stoßzeiten sorgten.

Über ein Fahrradparkhaus wird auch im Radverkehrskonzept nachgedacht. Hier böte sich eine Baulücke in der Domstr. an. Vor allem Touristen und Verwaltungsmitarbeiter könnten dort ihr Rad abstellen. Vorgesehen sind auch ein Infoladen, Schließfächer sowie eine Selbsthilfewerkstatt.

Bilder

Startseite – “martinroell” via flickr

Foto Baulücke – Stadt Greifswald

Dritte Bürgerkonferenz: Neue Ideen für den Radverkehr

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2010 um 13:12 Uhr

Auf der dritten Bürgerversammlung zum Kommunalen Klimaschutz, in der es um das Radverkehrskonzept der Hansestadt Greifswald ging, gab es eine lebhafte Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern über den Ausbau des Radverkehrs. Eine Vielzahl von Freunden des Radverkehrs sprach sich für den Ausbau aus, woraufhin Kritiker erwiderten, dass es nicht zu unsinnigen Verkehrsführungen für Autofahrer kommen dürfe. Insgesamt nahmen etwa siebzig Bürger teil und brachten ihre Meinung in den Radverkehrsplan ein.

In der Veranstaltungsreihe, die sich mit dem übergeordneten Ziel beschäftigt, den Ausstoß an CO2 zu senken, wurde im ersten Teil das Radverkehrskonzept durch die Stadt und die Planungsbüros Dr.-Ing. Ditmar Hunger aus Dresden vorgestellt und im Anschluss in drei getrennten Arbeitsgruppen diskutiert.

Bürger diskutieren über Möglichkeiten der Verbesserung

Bürger diskutieren über Möglichkeiten der Verbesserung

Bei der allgemeinen Debatte nach der Vorstellung des Planes entflammten kurzzeitig einige Emotionen. Einige Radverkehrsbefürworter hatten die Finger in die Wunde gelegt und die Schwachstellen der Verkehrspolitik angesprochen, wie z.B. die fehlende Diagonalquerung der Europakreuzung. Dies rief unter anderen einen Busfahrer aufs Tableau, der es für unverständlich hielt, warum für eine Diagonalkreuzung 100.000€ im Haushalt bereitgestellt würden, wenn für Busverkehr nicht einmal Geld für defekte Bus-Ampeln bereitstehe.

In den drei Arbeitsgruppen “Radroutenführung”, “Attraktivität der Radwege” und “Schwerpunkte” äußerten sich alle Bürger sehr positiv gegenüber den vorgestellten Projekten. Vor allem die Diagonalquerung und die Freigabe der Anklamer Straße sowie Domstraße gefielen. Auch die Erweiterung der Fahrradstraße begrüßten die Bürger.

Gerhard Imhorst im Gespräch mit einer Bürgerin

Gerhard Imhorst im Gespräch mit einer Bürgerin

Einige Punkte konnte die Teilnehmer den Planern noch mit auf den Weg geben. Zum einen müsse die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert werden. Hier sahen viele Radfahrer Nachholbedarf vor allem in der Aufklärung der Autofahrer. Viele fühlten sich bedrängt vom motorisierten Verkehr und forderten teilweise sogar Kontrollen an gefährlichen Stellen. Auch an der Europakreuzung sehen die Einwohner Greifswalds noch Nachholbedarf. Es wurden die Vergrößerung der mittleren Insel angemahnt und auch die Ampelschaltungen müssten an die Fußgänger- und Fahrradströme angepasst werden.

Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt betrifft die Radabstellmöglichkeiten. Hier sei Greifswald eindeutig unterentwickelt und müsse nachbessern. Auch die in Aussicht gestellten 16 Fahrradboxen am Bahnhof konnten die Bürger kaum zufriedenstellen.

Als aktueller und derzeit brennendster Punkt wurde die nicht vorhandene Räumung der Rad- und Fußwege kritisiert. Dies sei eine massive Benachteiligung des unmotorisierten Verkehrs und nicht hinnehmbar für die Bürger der Stadt.

Der verantwortlicher Planer Gerhard Imhorst zeigte sich zufrieden mit den Rückmeldungen und gab an, die Einwände in einen aktualisierten Radverkehrsplan bis März integrieren zu wollen. Dieser neue Plan wird dann im Frühjahr in den politischen Gremien besprochen. Wichtig sei es, so Imhorst, die Akzeptanz des Radverkehrs gegenüber den Autofahrern zu erhöhen. Dies benötige Zeit, was eben auch einen gewissen Lernprozess für alle Verkehrsteilnehmer beinhalte.

Radverkehr: Stadt hat einiges vor

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. Januar 2010 um 01:41 Uhr

Bei einem Pressetermin informierte der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Greifswald am Dienstag über die geplanten Maßnahmen eines Radverkehrsplanes im Rahmen des Klimaschutzkonzepts der Hansestadt. Hauptaugenmerk der Maßnahmen sei die Verbesserung der Infrastruktur des Radwegnetzes, sagte Gerhard Imhorst, Verkehrsplaner der Stadt. Die vorgestellten Maßnahmen sind aber vorerst nur Planungen, was davon umgesetzt wird, ist noch nicht entschieden.

In der Vergangenheit wurden bereits die Diagonalquerung der Europakreuzung und die Fahrradmagistrale vom Berthold-Beitz Platz über die Domstraße zum Bahnhof ins Gespräch gebracht. Ersteres soll möglichst noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Gerhard Imhorst und Karl Hildebrand stellen den Radverkehrsplan vor

Gerhard Imhorst und Karl Hildebrand stellen den Radverkehrsplan vor

Basierend auf den Erhebungen im Mai 2009, in deren Folge sich Greifswald selbst den Titel “Fahrradhauptstadt” verlieh, wurde ein Plan zur Verbesserung der Bedingungen des Radverkehrs erstellt.  Ziel des Radverkehrsplanes sei es, mehr Menschen aufs Rad zu bringen und so einen Teil zum Schutz des Klimas beizutragen, heißt es bei der Stadt. Neben der Infrastruktur soll auch der Service sowie die Öffentlichkeitsarbeit für den Radverkehr verbessert werden. Beim Service mangelt es derzeit wohl am meisten – zu erkennen an den ungeräumten Fahrradwegen.  Aber auch bei der Öffentlichkeitsarbeit gibt es noch Nachholbedarf: So soll hier künftig mit den Schulen zusammengearbeitet werden, um Kindern das Radfahren näher zu bringen. Die Idee wäre eine Art Mobilitätserziehung mit Kindern. “Mit dem Rad zur Schule statt mit Mama-Taxi” könnte das Motto lauten.

Die Querung der Walther-Rathenau Straße - Autofahrer mussen Vorfahrt gewähren

Die Querung der Walther-Rathenau Straße - Autofahrer müssen Vorfahrt gewähren

Anklamer Straße: Straße oder Gehweg?

Die weitreichendste Idee zur Verbesserung der Infrastruktur  ist es, die Radwegbenutzungspflicht auf der Anklamer Straße aufzuheben und Radschutzstreifen auf der Fahrbahn einzuführen. Die Radfahrer sollen dann die Wahl haben, ob sie auf der Straße fahren oder den weiter bestehenden kombinierten Rad- und Fußweg nutzen. Verkehrsplaner Imhorst ist sich bewusst, dass dies die Wahl zwischen zwei unangenehmen Alternativen ist. Auch langfristig ist aber eine Umgestaltung der Anklamer Straße wohl nicht in Sicht. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit wäre dann ebenfalls denkbar, teilte uns Imhorst auf Nachfrage mit.

Weitere Radwege in Planung

Neue Radwege oder Radfahrstreifen könnten unter anderem hier eröffnet werden:

  • beidseitige Freigabe des Hanseringes von der Europakreuzung bis zum Fangenturm, einseitig bis zur Stralsunder Straße.
  • Auf der Franz-Mehring Straße soll ein Radfahrstreifen entstehen.
  • Die Stephaniestraße soll auch in Gegenrichtung freigegeben werden.
  • Die Grimmer Str. bis zum neuer Friedhof soll ebenfalls einen Radweg oder Radfahrstreifen erhalten.
Die 14 Hauptrouten der Stadt

Die 14 Hauptrouten der Stadt

Durchgehende Fahrradmagistrale vom Neuen Campus bis in die Innenstadt

Die Mühlenstraße soll zur Errichtung der Fahrradmagistrale zur Fahrradstraße umfunktioniert werden und dann über den Markt zur Domstraße weitergeführt werden. Damit wären der Campus Berthold-Beitz-Platz und der Campus an der Rubenowstr, per Fahrrad direkt verbunden – vorausgesetzt, die Diagonalquerung an der Europakreuzung wird umgesetzt. Dies ist aber nach Angaben der Stadt inzwischen sehr wahrscheinlich, da im  Haushalt für bereits 100.000 Euro für dies Maßnahme eingestellt wurden und auch der politische Wille zur Umsetzung besteht. Wie allerdings die Walther-Rathenau-Straße gequert werden soll ist noch nicht klar. Ein erster Vorschlag vom verantwortlichen Planungsbüro aus Greifswald liegt vor.

Ein Neubau von Radwegen ist an den Hauptverkehrsstraßen Gützkower Landstraße und Stralsunder Landstraße angedacht. Vor allem an der Stralsunder Landstraße gibt es großen Nachholbedarf. So ist es derzeit nur auf der vielbefahrenen B106 möglich, das Einkaufszentrum “Marktkauf” per Rad zu erreichen.

Auch touristisch könnte die Radwege genutzt und erschlossen werden. So schwebt den Planern eine “Greifswald-Route für Touristen und Neubürger” vor.  Diese Route selbst ist zwar schon vorhanden, müsse aber noch besser vermarktet werden.

Fahrradparkhaus in der Domstraße

Neu ist der Vorschlag der Errichtung eines Fahrradparkhauses in der Domstraße. Hier sollen vor allem die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Fahrradtouristen die Möglichkeit erhalten, ihr Rad sicher und trocken abzustellen. Zusätzlich soll ein Infoladen, eine Selbsthilfewerkstatt und das Büro des ADFC integriert werden. Trotz des Titels “Fahrradhauptstadt” fehle es doch an einer gewissen “Radkultur”, wie man sie in Münster beispielsweise finden würde, so Imhorst. Dies könne sich nun ändern mit den angestoßenen Projekten.

Der vorgestellte Entwurf wird bei der 3. Bürgerversammlung für mehr Klimaschutz am 27. Januar um 18 Uhr im Rathaus den Greifswaldern vorgestellt und diskutiert.

Kommentar von Sandro Teuber

Der Radverkehrsplan hat viele gute Ideen zu bieten. Er verbindet, die wichtigsten Achsen der Stadt. Die Fahrradfahrer erhalten Vorfahrt und gewinnen an Bedeutung. Die Innenstadt rückt ein wenig näher an den Mediziner-Campus und umgekehrt.  Auch die Fußgänger profitieren von den Vorschlägen, da die Radler vermehrt auf die Straße geschickt werden. Das entspannt die Situation auf den Gehwegen, mussten sich doch viele Radfahrer in der letzten Zeit mit kritischen Tönen auseinandersetzen. Das gipfelte in der vergangenen Woche mit der sinnfreien Forderung von Bußgeldern für Radfahrer in der Ostseezeitung, der sich denn auch brav alle genervten Verkehrsteilnehmer anschlossen.

Was die Autofahrer davon halten, ist klar. Sie fühlen sich von allzu vielen “Verkehrshindernissen” in ihrem Bleifußgehabe gestört. Berührungsängste sollten die Radfahrer dennoch nicht haben, denn laut Verkehrsstudien ist das Fahrradfahren auf der Straße sicherer als auf Radwegen.

Nun schlägt die Stunde aller Radverkehrsbefürworter. Welchen Sinn machen überhaupt der Durchgangsverkehr in einer Stadt, in der der Großteil der Wege zu Fuß oder per Rad zurück gelegt werden? Wie sehe es denn damit aus, den Autoverkehr zumindest im Stadtkern zu sperren und den geräuschlosen Verkehr Vorrang zu gewähren?

Bilder: Sandro Teuber (Pressekonferenz), Stadtverwaltung (Sonstige)

Radverkehr: Stadt lädt zur zweiten Bürgerkonferenz

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. November 2009 um 12:54 Uhr

Nach der ersten Bürgerversammlung zum Klimaschutz lädt die Stadtverwaltung am Mittwoch, dem 2. Dezember, um 18 Uhr zur zweiten Konferenz dieser Art ein. Die Veranstaltung wird im Bürgerschaftsaal im Rathaus stattfinden und steht dieses Mal unter der Fragestellung “Wie weiter mit dem Radverkehr in Greifswald?”

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Erste Bürgerkonferenz zum Klimaschutz im Oktober

Die Stadt schreibt in ihrer per Pressemitteilung verbreiteten Einladung:

“Wo und wie sind Radfahrer in Greifswald am sichersten unterwegs? Wie kann die meist genutzte Fahrradstrecke vom Bahnhof über die Petershagen- und Pappelallee bis zum Elisenhain noch besser ausgebaut werden – einschließlich Europakreuzung? Wie kann das Miteinander von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern verbessert werden? Welche Zukunft hat der Busverkehr in Greifswald? All diese Themen werden bei der 2. Bürgerversammlung[...] diskutiert.”

Damit dürfte die Veranstaltung auch für Greifswalder Studenten relevant sein, denn unter ihnen ist der Anteil der Fahrradfahrer besonders hoch. 62 Prozent nutzen nach einer vor einem Monat vorgelegten Studie für ihre täglichen Wege das Fahrrad – im Durschnitt der Gesamtbevölkerung sind es nur 43,8 Prozent.

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Ausschlaggebend für die Konferenz ist allerdings nicht der Zustand des Radverkehrsnetzes an sich, sondern der “kommunale Klimaschutz”, dem sich die Stadt seit einiger Zeit verschrieben hat. In dieser Angelegenheit wird die Stadt auch die erste Ausgabe des kürzlich erschienenen Greifswalder Heizspiegels, eine Art Mietspiegel für Heizkosten, für interessierte Besucher auslegen.

Zahlreiche neuralgische Punkte

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Grüne Hochschulgruppe will wissen, wo die Pedale drückt

Geschrieben von | Veröffentlicht am 12. November 2009 um 09:36 Uhr

Am Donnerstag zwischen 11 und 14  Uhr sammelt die Grüne Hochschulgruppe in der Mensa Ideen für ein fahrradfreundlicheres Greifswald.

fahrrad_baum-280x246-cornelia_bertram_via_jugendfotos_deSeit einigen Wochen stellt die Stadt Greifswald Ansprüche auf den, ohnehin inoffiziellen, Titel “Deutschlands Fahrradhauptstadt” und begründet dies mit dem hohen Anteil an Radfahrern im städtischen Verkehr. Doch der Griff nach dem Titel hatte auch verdeutlicht, dass das Radwegenetz der Hansestadt noch nicht unbedingt weltmeisterlich ist.

Die Vorschläge, die am Donnerstag zwischen dem kleinen und dem großen Speisesaal gesammelt werden, sollen auf einem Stadtplan visualisiert und anschließend an die Projektbetreuerin für ein neues Radwegenetz, Dr. Ruth Bördlein, gesendet werden.

In der Mitteilung der Grünen heißt es:

Da leider nicht alle Studierenden, Forschenden und Lehrenden an der Auftaktveranstaltung, auf der bereits Vorschläge gesammelt wurden, anwesend waren, geben wir ihnen nun die Möglichkeit, dies nachzuholen. Die Radfahrer selbst wissen am Besten, wo der Reifen drückt und das Radfahrerdasein zur Herausforderung wird und daher möchten wir diesen Erfahrungsschatz unbedingt in die Konzeptentwicklung einbringen.

Ein weiteres Anliegen ist es uns, die Studierenden und Mitarbeiter der Uni zum Nachdenken darüber anzuregen, wie diese Stadt aussehen könnte und sollte – Damit aus der Politik der Bürgerschaft ein „der Bürger schafft!“ wird.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass Vorschläge auch direkt an Dr. Bördlein gesendet werden können: ruth.boerdlein[ät]uni-greifswald.de .

Habt ihr Ideen für das Greifswalder Radwegenetz? Diskutiert darüber im Forum!

Bild: Cornelia Bertram via jugendfotos.de

“Critical Mass” – Fahrradfahrer protestieren künftig regelmäßig

Geschrieben von | Veröffentlicht am 31. Oktober 2009 um 14:35 Uhr

Warum fahren geschätzte 60 Radfahrer gemütlich durch die Innenstadt Greifswalds? Diese Frage haben sich am Freitag sicher einige Passanten gestellt, die den Pulk aus etlichen Radlern an sich vorbeizogen sahen.

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Critical Mass in der Nähe des Rathauses

An diesem Freitag trafen einige Radler, um gemeinsam die Greifswalder Radwege und Straßen zu erkunden. Sie bildeten eine sogenannte “Critical Mass” (=”kritische Masse”). Das ist die Menge an Fahrradfahrern, die man braucht, um gemeinsam auf der Straße zu fahren.

Damit ist auch schon alles zum Hintergrund erzählt. Denn die Aktionsform verzichtet auf jegliches offenkundige politische Statement. Die bloße Anwesenheit vieler Radfahrer soll verdeutlichen, dass die Radler ebenfalls zum Straßenverkehr gehören und ein Recht haben auf ebendieser sich zu bewegen.

So zogen nun die etwa 60 Pedaleros ihre Wege über die Bahnhofsstraße, Europakreuzung, Anklamer, Hans-Beimler und Wolgaster Str. um dann auf dem Marktplatz zu enden.  Die Polizei war mit von der Partie, hielt sich aber im Hintergrund und versuchte lediglich, die ungeduldigen Autofahrer etwas im Zaum zu halten.

Die Fahrt endete auf dem Marktplatz und es herrschte Einigkeit, diese Aktion künftig zu wiederholen. Ab sofort will man also jeden letzten Freitag im Monat zu zeigen, dass Farradfahrer gleichberechtige Teilnehmer am Straßenverkehr sind. Gerade in der Fahrradhauptstadt Greifswald.

SPD und Grüne wollen Diagonalquerung der Europakreuzung

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