Alle Artikel mit dem Tag: Egbert Liskow

Schelsky-Geld: CDU HGW erhielt mind. 50.000 €

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. August 2008 um 20:02 Uhr

Die CDU Greifswald erschüttert eine schwere Spendenaffäre.

Alles begann mit dem einflussreichen Greifswalder Bundestagsabgeordneten Ulrich Adam (CDU). Ihm wurde unterstellt 110.000 Euro nicht angegebener Spenden vom dubiosen Geschäftsmann Wilhelm Schelsky erhalten zu haben. Schlesky sitzt seit Februar 2007 in Untersuchungshaft. Adam bestritt dies und gab nur 60.000 Euro zu. Die Süddeutsche deckte am 18. August auf: Es waren sogar 131.000 Euro. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft in Hof gegen den Abgeordneten. Die Greifswalder CDU steht trotzdem weiter hinter Adam.

Danach geriet Oberbürgermeister Dr. Arthur König (CDU) ins Visier. Er soll laut Nürnberger Staatsanwaltschaft 8.000 Euro für seinen Wahlkampf im Jahr 2001 erhalten haben. König streitet derzeit öffentlich ab, davon Kenntnis gehabt zu haben. Dafür meldete König nun eine “steuerliche Nachmeldung” an. Dies sei, so erklärt König ggü. der Ostsee-Zeitung, keine Selbstanzeige, da dies ja ein Schuldeingeständnis wäre.

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Greifswalder CDU verstrickt sich in Adam-Affäre

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. August 2008 um 20:47 Uhr

Spannend war heute ein Beitrag im NDR-Nordmagazin zur Adam-Affäre (Details hier). Darin forderte der CDU-Kreisvorsitzende und Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow am Telefon, dass Ulrich Adam, wenn sich die Zahl von 130.000 Euro bewahrheiten sollte, nicht erneut zur Bundestagswahl aufstellen sollte. Im selben Beitrag – jedoch gefilmt am Nachmittag – widerruft Liskow dann jedoch diese Forderung und stellt sich hinter Adam. Die OZ meldet richtigerweise, dass die CDU Adam “stützt”.

Die Landes-CDU hingegen ist das Gebaren von Adam inzwischen zu bunt. Sie forderte im NDR lückenlose Aufklärung und notfalls “Konsequenzen”.

Kommentar von Sebastian Jabbusch:

Es ist komplett unklar, warum die Greifswalder CDU noch immer hinter Adam steht. Gerade Liskow müsste jetzt reinen Tisch machen und sich von Adam distanzieren. Stattdessen verteidigt Liskow den Parteifreund sogar.  Er sagt, dass Adam zunächst auf die Zahlen & Unterlagen der Staatsanwaltschaft warten müsse. Was ist das für eine “lückenlose” Aufklärung, in der man erst wartet, was die Juristen nachweisen können?

Dieses Zögern lässt zumindest Überlegungen zu, dass Adam eventuell noch mehr Spenden erhalten hat. Auch Liskows Verhalten ist unrational. Erhielt vielleicht auch er Wahlkampfspenden, die er noch nicht zugab und schützt mit seinen Solidaritätsbekundungen für Adam in Wirklichkeit sich selbst?

So lange die Greifswalder CDU weiter auf Zeit spielt, bleibt uns ein Sommerloch wohl erspart.

Geldverschwendung express: Nochmal 550.000 Euro fürs Stadion?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 3. Juni 2008 um 03:35 Uhr

Ein Kommentar

Um aufzusteigen müsste der GSV 04 gewinnen und die andere Mannschaft gleichzeitig verlieren

Der Greifswalder Sportverein 04 steigt in die vierte Liga auf – vielleicht (aktuelle Tabelle rechts). Sicherheitshalber will die Stadt Greifswald jetzt schon die empfohlenen DFB-Stadion-Vorgaben für diese Liga umsetzten.

Aus diesem Anlass soll an diesen Donnerstag (19 Uhr, Rathaus) eine Sondersitzung der Bürgerschaft, die dazu notwendigen außerplanmäßigen Ausgaben genehmigen. Insgesamt werden in der, dem Ryck-Blick vorliegenden Vorlage, aus der Stadtverwaltung 544.280 Euro beantragt. Der DFB verlangt eine vollständige Einzäunung des Feldes, neue Umkleidekabinen, ein Dopingraum, eine Beschallungsanlage, ein Presseraum mit Internetanschluss uvm. (vgl. PM des GSV).

Der leere Käfig beim Spiel gegen Dynamo Berlin

Bezeichnend dabei: Bereits im April erregte die Greifswalder Bürger ein auf dubiose Weise vom Oberbürgermeister und vom Hauptausschuss* genehmigter Sicherheitszaun (wir berichteten). Dieser Sicherheitszaun umschließt seitdem den Gästefanblock und kostete die Greifswalder Steuerzahler rund 65.000 Euro.

Weder der Sport- noch der Finanzausschuss, noch die Bürgerschaft als Ganzes wurden an diesem Vorgang beteiligt. Angeblich, da ein Spiel gegen den Ex-DDR-Meisters BFC Dynamo anstand. Dieses Spiel hätte nach Aussagen der Stadt wegen zahlreicher, gewaltbereiter Fans, nur mit Zaun stattfinden können.

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Hooligans und ein 65.000 € teurer Zaun ohne Sinn

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. April 2008 um 11:54 Uhr

Gestern war viel los in Greifswald… Grund war der Besuch des Ex-DDR-(Dauer-)Meisters BFC Dynamo, der gegen den Greifswalder Sportverein aus der Amateur-Oberliga spielte.

Um dieses Spiel zu ermöglichen hatte man zuvor extra, eilig einen Sicherheitszaun im Stadtion erreichten lassen (OZ-Bericht vom 4. April). Doch dann, passierte gestern folgendes:

BFC-Dynamo Fan-Liveticker:

“Noch nicht einmal die Mannschaftsaufstellung in der heutigen Begegnung des BFC Dynamo vs. Greifswalder SV ist bekannt, da ereilen uns dennoch schon die ersten unangenehmen Nachrichten vom Käfig.

Der Greifswalder SV hat unserem Fanbeauftragten Rainer unter der Woche mitgeteilt, dass der Untergrund des miserablen Gästeblocks zumindest befestigt wird. Dies ist allerdings nciht der Fall, ein großes Schlammfeld befindet sich nämlich dort wo der Gästefanbereich organisiert wurde.

Der komplette Fananhang des BFC Dynamo weigert sich diesen wahrlich unzumutbaren Bereich zu betreten, währenddessen kam der Vereinpräsident von Greifswald den Gästefans entgegen und bot an, diese auf der Haupttribüne neben dem einheimischen Fanblock zu platzieren, wenn der BFC selbst für die Sicherheit sorgt. Da spielt die Polizei aber nicht mit und so ist es noch ungeklärt wo die zahlreichen Anhänger unserer ruhmreichen nun schlussendlich Platz nehmen werden.

13:33Uhr Endlich hat man einen gemeinsamen Nenner gefunden. Unseren Leuten steht die komplette gegengerade zur Verfügung!”

Ergo: Die teuer errichtete Sicherheitszaun wurde gar nicht genutzt, sondern links liegen gelassen. Das lässt einmal mehr ein fales Licht auf die vom Oberbürgermeister Arthur König genehmigte Maßnahmen fallen.

Der Zaun soll angeblich ca. 25.000 Euro gekostet haben.

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