Alle Artikel mit dem Tag: Christian Wuntke

Klimaschutz mit Orgel und Bigband

Geschrieben von | Veröffentlicht am 3. Mai 2010 um 18:18 Uhr

Klimaschutz ist ein heikles Thema. Auf der einen Seite gibt es hoch motivierte Aktivisten, die mit immer neuen Vorschlägen zum Klimaschutz aufwarten, und auf der anderen Seite, nicht wenige Leute, die von dem ganzen Brimborium um das Klima langsam die Nase voll haben. Unter dem Motto „Kohle für das Klima“ fand am letzten Freitag, dem 30. April, das vom AStA organisierte Klima-Konzert im Dom St. Nikolai statt, das zum Ziel hatte, das Projekt „Uni Solar“ zu unterstützen. Angesichts des zähen Vorverkaufs schien es zunächst so, als seien die Greifswalder Bürger nicht sonderlich für die Sache zu begeistern. Allen Skeptikern zum Trotz fanden sich dennoch knapp 700 Besucher im Dom ein, um das aufwendige und abwechslungsreiche Programm zu verfolgen.

Ständiger Begleiter des Abends war Johann Sebastian Bach, dessen Werke dem ehrwürdigen Dom ein erhabenes Ambiente verliehen und den musikalischen Rahmen der ersten Hälfte des Konzertes darstellten. Der Auftritt des Domkinderchors mit dem Stück „Alles hängt mit Allem zusammen“ rief dabei allen Anwesenden gleich zu Beginn den Zweck der Veranstaltung in Erinnerung.

Abwechslungsreich wurde der Abend durch die Auftritte des „Cantemus“-Chors und der Balletttanzgruppe der Hochschulsportgemeinschaft weitergeführt. Letztere war kurzfristig für die krankheitsbedingt ausfallende Inszenierung von Rolf Dören eingesprungen. Eine Boogie-Woogie Tanzeinlage sowie die musikalische Darbietung der Jazz-Band „…und Hans“ stimmten mit ihren Big-Band-Anleihen auf die zweite Hälfte des Abends ein.

Diese wurde dementsprechend von den musikalischen Einlagen der Universitätsbigband und ihrer Solisten (besonders von Lena Stippl am Alt-Saxofon) gestaltet. Einen Kontrast zu den musikalischen Darbietungen des Abends stellte der Auftritt des Studententheaters (StuThe) dar, der das Publikum zu später Stunde noch auf unterhaltsame Art und Weise in das eigene Programm einbezog.

Dauer: fast vier Stunden

Damit man bei aller Kunst den Zweck des Abends nicht aus den Augen verlor, wurde zwischen den einzelnen Auftritten zu Spenden aufgerufen und ein 20-minütiger informativer Vortrag über die produktive und erfolgreiche Zusammenarbeit der Stadtwerke Greifswald und „Uni Solar“ gehalten. Mit einer Walzereinlage von Kristina Kühn und Benjamin Dähne neigte sich der Abend allmählich dem Ende zu. Dabei endete dieser, wie er angefangen hatte, knapp vier Stunden später mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach.

Die Künstler und Organisateure des Domkonzerts genießen ihren Applaus

In Anbetracht dieses prallen Programms verwundert es nicht, dass einige Besucher bereits vorzeitig den Dom verließen. So glich das von Raik Harder gespielte letzte Stück von Bach auch mehr einem Schlaflied, als einem aufrüttelndem Rausschmeißer. Denn so engagiert der Abend auch organisiert wurde, und so lobenswert der gute Zweck dahinter auch sein mag, die Länge des Konzerts überschritt bei weitem die Aufnahmefähigkeit des Durchschnittsbesuchers.

Nichtsdestotrotz kann der Abend von Seiten des AStA und „Uni Solar“ als voller Erfolg verbucht werden, nicht nur, weil man insgesamt 3.230 Euro einnahm, sondern auch, weil für das Projekt „Uni Solar“ nun die Anschubfinanzierung sichergestellt ist.

Weitere Links:

Uni Big Band Greifswald

…und Hans

Allgemeiner Studierendenausschuss Greifswald (AStA)

Studententheater Greifswald

Bilder

Flyer: Veranstalter

Fotos: Felix Kremser

Konzert zum Klimaschutz

Geschrieben von | Veröffentlicht am 1. Mai 2010 um 21:37 Uhr

Musik mit einem guten Zweck verbinden – das wurde am 30. April mit einem Konzert im Dom verwirklicht. Trotz des eher zögerlichen Erfolgs beim Vorverkauf kamen letztlich über 600 Besucher in den Dom – die studentischen Veranstalter zeigten sich hochzufrieden. Was das variantenreiche Programm zu bieten hatte und wie es zu diesem Projekt kam, seht ihr hier:

AStA sammelt Kleidung für Bedürftige

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. Januar 2010 um 16:21 Uhr

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Greifswalder Universität unterstützt Kleidersammlung und des Kreisdiakonischen Werks für bedürftige Greifswalder und ruft alle Studenten auf, sich daran zu beteiligen. Montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr können ausgemusterte Kleidungsstücke im AStA-Büro in der Domstraße 12 abgegeben werden.

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Flyer sollen ab Montag an der Uni ausliegen

Vergangenes Wochenende wurde AStA-Praktikant Christian Wuntke durch einen Beitrag von GreifswaldTV auf die Sammlungsaktion in Greifswald aufmerksam. “Ich habe mich dann mit dem Kreisdiakonischen Werk in Verbindung gesetzt. Dort sagte man mir, dass der Mangel in diesem Jahr besonders groß sei und man dringen Unterstützung suche.” Der AStA beschloss damm in seiner Sitzung am Montag, Initiative zu ergreifen. “Natürlich ist das nichts, was direkt die Universität betrifft, aber für die Studierendenschaft muss es auch wichtig sein, sich hier vor Ort zu engagieren.”, so Wuntke.

Mit einer kurzfristigen Werbekampagne will man versuchen, noch möglichst viele Studenten aufmerksam zu machen. “Gestern hat radio 98eins berichtet, im meiem moritz-Magazin erscheint eine Anzeige und kommende Woche werden wir noch einige Flyer in den Mensen und den Instituten verteilen.”, so Wuntke. Je nach Resonanz soll eventuell auch in der vorlesungsfreien Zeit eine Möglichkeit zur Abgabe eingerichtet werden.

Bilder:

Flyer – AStA Greifswald

Christian Wuntke

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. Januar 2010 um 09:08 Uhr

Der webMoritz hat am Montag, dem 4. Januar, allen Kandidaten für StuPa, Senat und Fakultätsräte per E-Mail einen Fragebogen zugesandt. Wir veröffentlichen alle Antworten, die uns bis Freitag, 18 Uhr zugegangen sind. Antworten, die später eingegangen sind, können unter Umständen nicht oder nur verspätet veröffentlicht werden.

Christian Wuntke

Christian Wuntke

1. Allgemeine Angaben zur Person (Name, Alter, Studienfach, Fachsemester)

- Christian Wuntke, geb. am 21.06.1984
- Studium der Rechtswissenschaften, 7. Semester
- Abitur und anschließende Berufsausbildung, seit 2006 an der Universität Greifswald
- derzeit Mitglied des AStA (Praktikantenstatus) mit Tätigkeitsschwerpunkt Hochschulpolitik

2. Für welche Gremien kandidierst du?

Ich kandidiere sowohl für den Senat und das Studierendenparlament als auch für den Fakultätsrat der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät.

3. Was machst du außer Studium und Gremienarbeit?

Manchmal bleibt kaum mehr als Essen, Schlafen und Körperpflege, was für mich allerdings ein Indiz dafür ist, dass beides nach wie vor Spaß macht.
Ansonsten lese ich gern mal ein Buch, treibe Sport oder verbringe Zeit mit anderen Menschen, in der Hoffnung auf ein interessantes Gespräch. Ausflüge in die nahe oder weitere Umgebung oder ein paar Stunden mit der Angel am Wasser bieten hin und wieder eine willkommene Abwechslung.

4. Warum kandidierst du bzw. willst du in das betreffende Gremium?

In jedem der drei Gremien stehen eine Menge inhaltlicher Herausforderungen an, die es im Sinne der Studierendenschaft auf den rechten Weg zu bringen und schließlich zu meistern gilt.
Daneben sehe ich eine grundlegende Herausforderung darin, die vorhandenen und zukünftigen Kräfte, die in diesen Gremien die Interessen der Studenten vertreten werden, in einem Prozess der Selbstreflexion auf eben den Auftrag hin zu fokussieren, der ihnen Kraft ihrer Wahl gegeben ist.
In der Parteipolitik verwurzelte Ressentiments oder sonst wie geartete Grabenkämpfe sind und waren nicht zielführend wenn es um das gemeinsame Erreichen von Zielen für die Studierendenschaft gegenüber Universitätsleitung, Stadt oder Land geht. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten.

5. In welcher politischen Richtung fühlst du dich verortet?

Nach Aristoteles ist Gerechtigkeit die Mitte zwischen Unrecht tun und Unrecht leiden oder die Mitte zwischen den Extremen, die das Unrecht hervorbringt.
Sie ist keiner politischen Richtung unterworfen und darf nicht in Teilgerechtigkeiten (etwa demokratische, soziale oder liberale) aufgelöst werden.
Ich habe auf meinem bisherigen Lebensweg jeden neu gewonnenen Standpunkt als Bereicherung empfunden und war dabei von Fragestellung zu Fragestellung, so man denn das jeweilige Ergebnis im Rückblick Parteiprogrammen zuordnen will, wohl schon in jeder politischen Couleur innerhalb der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu „verorten“.
Die unbelastete, da lobbyfreie Antwort auf die Probleme der Studenten oder der Menschen an sich findet sich nicht in einer Farbe oder auch zwei. Sie liegt dazwischen.

6. Wie empfindest du die Debattenkultur in den universitären Gremien?

Auch hier überschattet die „Parteienpolitik“ mit den jeweiligen politischen Vorlieben, Vorurteilen und Vorsätzen zu oft den inhaltlichen Kern einer Auseinandersetzung.
Ich möchte nicht missverstanden werden. Unterschiedliche Ansätze und Standpunkte sind absolut legitim. Die Wichtigkeit einer Debatte wird jedoch durch das Anliegen selbst und dessen Bedeutung für die Studierendenschaft bemessen. Wer für sich gewisse Rechte beansprucht, muss diese auch anderen gewähren.
Klingt alles selbstverständlich, ist es aber nicht – zumal in einer Zeit in der die Diskussionskultur allgemein in der Verödung begriffen ist.

7. Welches Themenfeld siehst du in den Gremien/dem Gremium für die/das du kandidierst unterrepräsentiert?

Ganz platt formuliert: Die Studierendenschaft als solches.
Das Bedauern darüber, dass nur ein Bruchteil an Studenten in der studentischen Selbstverwaltung aktiv ist und eine viel zu geringe Wahlbeteiligung stattfindet, ist keinesfalls allein. Daneben gibt es viel zu viele Personen innerhalb der Universität, der Stadt und der Landesregierung, die die studentische Beteiligung an jedwedem Prozess als ein notwendiges Übel begreifen und all zu oft dementsprechend verfahren.
Wir müssen uns langfristig als unangenehme Stimme im Ohr derjenigen etablieren, die die Zukunft unserer Hochschule und aller damit verknüpfter Bereiche entscheidend beeinflussen. Diesbezüglich ist noch viel Arbeit zu leisten und ordentlich Raum zu schaffen.

8. Als wie groß siehst du die Rolle der Studenten und der studentischen Selbstverwaltung in universitären Entscheidungsprozessen?

So lange wie Hörsäle Tage und Wochen lang besetzt sein und Tausende Studenten auf der Straße Missstände kundtun und Veränderungen einfordern müssen, so lang ist unsere Rolle zu klein.  Siehe auch Erläuterungen zu 7.)

9. Eine der Hauptaufgaben des StuPa ist das Wählen und Kontrollieren des AStA. Was sollte sich hier verbessern?

Ich erlaube mir an dieser Stelle meine (gekürzten) Ausführungen aus der Wahlbroschüre zu zitieren:
„Der AStA ist der Muli bei den alltäglichen Bemühungen im Dienste der Studierendenschaft; er schuftet Tag für Tag, braucht jedoch auch Pflege und Aufmerksamkeit
Daher: Optimierung der Zusammenarbeit und weitere Verbesserung der Arbeitsatmosphäre, frei von Vorbehalten und eventuellen Ressentiments“

Es ist schwer nachvollziehbar, dass es immer noch Stupisten gibt, die nicht einmal pro Woche oder wenigstens alle zwei im Büro des AStA vorbeischauen und dort den Austausch suchen.

10. Was sind deine haushaltspolitischen Ziele?
Effizienz, Effektivität und Verantwortungsbewusstsein müssen die Grundsätze des Handelns sein. Es kommen  noch viel zu wenige Anträge aus dem Kreis derjenigen, deren Geld wir verwalten. Auch dies sollte sich zeitnah ändern.

Foto: privat