Alle Artikel mit dem Tag: Caspar-David-Friedrich

Kultur kompakt vom 30. August bis 4. September

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. August 2011 um 16:56 Uhr

Wahlkampf, Wahlkampf, Wahlkampf. Bis Sonntag heißt es für die Parteien noch sich zu profilieren und zu positionieren. Doch auch wenn die Parteien Großes geplant haben für diese Woche, in der Stadt gibt es auch noch ein Leben abseits der Politik, das mit einem Theater- und Figurenfestival, Musik, die von Bläserkapellen bis zu minimalistischem Pop-Jazz reicht, einem Hoffest und Ehrungen anlässlich des 237. Geburstages des berühmtesten Sohnes aufwarten kann. Den Wahlkampf kriegt man aber doch nicht ganz raus.

 

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Caspar David Friedrich Thema bei “Nacht am Meer – der Talk im Strandkorb”

Geschrieben von | Veröffentlicht am 23. Mai 2011 um 23:04 Uhr

Nacht am Meer - der Talk im Strandkorb

In Greifswald kennt ihn fast jeder. Zumindest jeder halbwegs bebildeter Mensch. Und der Gebildete kennt ihn erst recht. Leider kennt man ihn nicht persönlich. Doch er ist ankannt, prägt z.T. das Stadtbild und macht bis heute Eindruck. Schließlich war er Impressionist. Die Rede ist von Caspar David Friedrich. Der ist zwar schon ein bisschen länger tot (seit 1840, um genau zu sein), aber seine Kunst ist für unsere Hansestadt nach wie vor von Bedeutung. Das sieht auch die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft in Greifswald vermutlich so. Sonst hätte sie nicht das Caspar-David-Friedrich-Zentrum in Greifswald eingerichtet. Es informiert und forscht auf unterschiedliche Weise rund um “CDF”, wie er von Insidern auch gerne abgekürzt wird.

Was genau dahintersteckt, welche Infos man dort bekommt und warum auch unromantische Personen sich bestimmt von dem berühmten Greifswalder Romantiker beeindrucken lassen können, verrät Susanne Papenfuß vom CDF-Zentrum bei “Nacht am Meer – der Talk im Strandkorb”. Diese Sendung kann man am 24.05.2011, von 22-23.00 Uhr bei radio 98eins auf der Frequenz MHz 98,1 oder im Livestream hören. Anne Schwalme wird entspannt viele interessante Fragen stellen, damit sich jeder Hörer am Ende der Sendung als kleiner Kunstexperte ins Bett mummeln kann. Sollte man die Sendung leider doch verpasst haben, kann man alles am 29.05.11 um 23.00 in der Wiederholung oder sonst einfach im Podcast anhören. Wer visuell interessiert ist, kann sich vorher bei Youtube ein Bild machen, wie es im Radio hinter den Kulissen aussieht.

Greifswald entdecken: Auf den Spuren Caspar David Friedrichs

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. Mai 2011 um 09:00 Uhr

“Studieren, wo andere Urlaub machen” ist nur einer von geschätzten hundert Sprüchen, mit denen die Universität für ein Studium in Greifswald wirbt. Viel vom Urlaub merkt man meistens jedoch nicht, wenn man von Gebäude zu Gebäude und Hörsaal zu Seminarraum hetzt. Wer allerdings zwei, drei Stunden an einem sonnigen Tag entbehren kann, kommt dem Urlaubsfeeling der Ostsee in Eldena und Wieck wirklich hautnah.

Eine Viertelstunde braucht man mit dem Fahrrad von der Innenstadt, um am Ryck entlang in die kleinen Fischerdörfchen Eldena und Wieck zu gelangen. Direkt an der Dänischen Wieck gelegen, bieten sich einige Möglichkeiten, um einen kleinen Urlaub nicht weit weg und sehr kostengünstig zu verbringen.

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Das Magazin am Dienstag – Erwin Sellering im Interview

Geschrieben von | Veröffentlicht am 14. Dezember 2010 um 18:06 Uhr

Heute bietet euch das Magazin am Puls der Stadt wieder die neusten Nachrichten und Veranstaltungstipps aus Greifswald.

Ein ganz besonderes “Schmankerl” wartet auf euch. Das Interview mit dem Ministerpräsidenten von Mecklenburg Vorpommern Herrn Erwin Sellering. Letzte Woche war er in der Stadt und Marie Lange hat die Chance genutzt und ihn über die Hörfunklandschaft im Land ausgefragt.

Interessant wird es heute in unserer Dienstagsrubrik Kulturplausch. In der geht es um Rauhnächte. Wenn ihr auch noch nicht wisst dann schaltet um 19.00 Uhr ein und Lou Hilsbecher wird es euch erklären.

Mit dem Architekturwettbewerb zum Caspar David Friedrich Haus hat sich Josefine Kühnel auseinander gesetzt und wird euch heute Abend die Hintergründe dazu berichten.

Freut euch also auf einen abwechslungsreichen Abend auf eurem Lieblingssender radio 98eins.

Sonderausstellung „Die Geburt der Romantik“ endet bald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 6. November 2010 um 10:00 Uhr

Nur noch für gut zwei Wochen ist im Pommerschen Landesmuseum die Sonderausstellung „Die Geburt der Romantik“ zu sehen, die in bisher einmaliger Form Werke der Künstler Caspar David Friedrich (1774-1840) aus Greifswald, Friedrich August Klinkowström aus Ludwigsburg (1778-1835) und Philipp Otto Runge aus Wolgast (1777-1810) zusammen präsentiert.

Wie bereits zur Eröffnung vom webMoritz berichtet, will die Ausstellung das Leben und die Werke der drei Maler aus Pommern gemeinsam zu präsentieren. Es ist das erste Mal, dass man die Künstler gemeinsam erleben kann.

Detail aus Klinkowströms "Heilige Nacht"

Detail aus Klinkowströms Kopie nach der "Heiligen Nacht" von Antonio Correggio

Die Besucher können anhand von frühen Skizzen, Studien, Tagebucheinträgen und Briefen die drei miteinander verbundenen Lebensläufe nachvollziehen. Zu Beginn werden unter der Überschrift „Der Morgen des Lebens“ Werke aus den Anfangszeiten der Künstler und ihre Inspirationen gezeigt. Anhand einer großen gemeinsamen Biographie werden die Verbindungen untereinander im Leben der Maler gezeigt. Darauf folgen in vielen einzelnen Räumen wichtige Lebensaspekte, die Einfluss auf die einzelnen Maler hatten, und mit den dazugehörigen Werken veranschaulicht werden. Beispielsweise wird unter dem Motto „Mehr Mensch als Maler“ gezeigt, wie Klingkowström mit seiner Frau ein Erziehungsinstitut in Wien eröffnete.

Besucherrekord

Noch bis zum 21. November ist die Ausstellung zu sehen.

“Mit 25.000 Besuchern ist diese Sonderausstellung schon jetzt die erfolgreichste, die es bis heute im Pommerschen Landesmuseum zu sehen gab”, teilte Juliane Radike, Pressesprecherin des Museums, dem webMoritz mit. Angesichts dieser Besucherzahlen zeigte sie sich zufrieden mit der Ausstellung, was auch an dem überaus positiven Feedback zur Qualität und Art von “Die Geburt der Romantik” liege. Da die Gemälde aus sehr vielen anderen Sammlungen zusammengetragen wurden, werde es Caspar David Friedrich so umfangreich womöglich erst wieder in zehn oder zwanzig Jahren in Greifswald zu sehen geben.

Das ist wohl Grund genug, auch noch einmal schnell im Pommerschen Landesmuseum vorbeizuschauen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 21. November und hat von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro, worin auch die umfangreiche Daueraustellung inbegriffen ist.

Fotos: Simon Voigt (Aufmacher, Klinkowströms Kopie), Christine Fratzke

Rundgang zum 236. Geburtstag von Caspar David Friedrich

Geschrieben von | Veröffentlicht am 4. September 2010 um 15:50 Uhr

Der Bildweg führt bestimmt auch an diesem Werk vorbei.

Der Greifswalder Sohn Caspar David Friedrich wurde am 5. September 1774 geboren. Anlässlich dazu bietet die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft, die ihren Sitz am Greifswalder Dom hat, eine Führung an. Im Mittelpunkt steht der Caspar-David-Friedrich-Bildweg, der durch die Innenstadt führt. Dabei können Interessierte die unterschiedlichen Lebensstationen, wie das Geburtshaus, des Romantikers entdecken. Einige Motive von Zeichnungen und Bildern können die Besucher dann mitunter noch in der Realität nachvollziehen. Begleitet wird der Rundgang von der Geschäftsführerin der Gesellschaft, Julia Kittelmann.

Die Führung beginnt um zehn Uhr am kommenden Sonntag, dem 5. September, am Caspar-David-Friedrich-Zentrum, Lange Straße 57. Der Eintritt ist frei. Mehr von Caspar David Friedrich gibt es derzeit auch im Pommerschen Landesmuseum, die Ausstellung “Geburt der Romantik” ist noch bis zum 21. November geöffnet.

Weitere Informationen: Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft

Fotos: Christine Fratzke

Geburt der Romantik im Pommerschen Landesmuseum

Geschrieben von | Veröffentlicht am 24. August 2010 um 13:42 Uhr

Eismeer (Gescheiterte Hoffnung) von Caspar David Friedrich

Unter dem Motto “Die Geburt der Romantik” stellt das Pommersche Landesmuseum vom 28. August bis 21. November Kunstwerke von Caspar David Friedrich (1774-1840) aus Greifswald, Philipp Otto Runge (1777-1810) aus Wolgast und Friedrich August von Klinkowström (1778-1835) aus Ludwigsburg aus. Am 27. August findet ab 21 Uhr die offizielle Eröffnung der Ausstellung statt. Grund für die vorverlegte Eröffnung ist die vorübergehende Rückkehr des Gemäldes “Wiesen bei Greifswald” in seine alte Heimat. Das Museum möchte insbesondere den Einheimischen damit die Möglichkeit geben “ihr” Bild in ihrer Heimat willkommen zu heißen. Der Eintrittspreis für die Sonderausstellung beträgt an diesem Abend sechs Euro.

Die drei Künstler der Romantik verbindet eine lange Freundschaft. Klinkowström und Friedrich lernen Runge während ihrer Studien in Dresden kennen. Runge und Friedrich sind nicht nur durch gemeinsame künstlerische Arbeiten, wie beispielsweise für die Kapelle in Vitt auf Rügen, oder das Altarblatt der Marienkirche in Greifswald verbunden. Zwischen beiden entwickelten sich nicht nur freundschaftliche, sondern auch verwandtschaftliche Beziehungen. Klinkowström und Runge begründeten wiederum eine Arbeitsgemeinschaft in Hamburg.

In der Ausstellung sind etwa 30 Gemälde und 80 Grafiken, unter anderem aus der Nationalgalerie Oslo, der österreichischen Galerie Belvedere in Wien, der Hamburger Kunsthalle und den Kupferstichkabinetten in Berlin und Dresden, zu sehen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, das Wallraf-Richartz Museum in Köln steuern ebenso Gemälde zur Romantik-Ausstellung bei. Darüber hinaus sind Werke aus dem Nachlass Klinkowströms zu sehen, die bislang noch nicht der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Konzerte und Lesungen als Begleitprogramm zur Ausstellung

Selbstportrait Philipp Otto Runges

Neben der Ausstellung wird es zudem noch ein Begleitprogramm geben, was sich von der Sonntagsführung über ein “Frühstück für Romantiker” bis hin zu Exkursionen, Konzerten, Lesungen und speziellen Programmen für Schulklassen erstreckt. Das Frühstück für Romantiker findet zwischen September und November jeden ersten Sonntag im Monat statt. Auftakt der Veranstaltungsreihe wird neben der Ausstellungseröffnung am 27. August eine Kaffeetafel am folgenden Tag im Schloss Ludwigsburg sein. Der Runge-Klinkowström-Nachmittag wird zwischen 14 und 16 Uhr im Innenhof des Schlosses musikalische Begleitung erfahren.

Darüber hinaus wird es am 29. August in Vitt auf Rügen ab 15 Uhr einen Ufergottesdienst zum Runge-Jahr geben. Die Predigt, die vom Posaunenchor Nordrügen umrahmt wird, hält Pfarrer Christian Ohm halten. Pfarrer Arndt Franke ist für die Liturgie des Gottesdienstes verantwortlich. Die erste Sonntagsführung durch die Ausstellung findet am 29. August um 11 Uhr statt.

In Kooperation mit den Botanischen Gärten Greifswald wird die gläserne Museumshalle in ein Gewächshaus verwandelt, in dem unterschiedliche Blumen aus Runges “Zeiten” blühen sollen.

Darüber hinaus wird ein Katalog zur Ausstellung erscheinen, der nach Angaben der Veranstalter um interessante Beiträge über die Epoche der Romantik in der Region und brillianten Abbildungen bereichert wird. Der Druck des Kataloges wird von Professor Berthold Beitz aus Essen unterstützt.

Bilder: Wikimedia Commons

Neues Leitbild vorgestellt – Bürgerschaft soll Entwurf schnell bestätigen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 14. Juni 2010 um 19:42 Uhr

Der „Fortschreibeprozess“ des Leitbildes der Universitäts- und Hansestadt Greifswald neigt sich seinem Ende zu. Vertreter der Prognos AG haben heute vor Vertretern der Presse ihre bisherigen Ergebnisse präsentiert.

Wie der webMoritz bereits berichtete hat die Stadt Greifswald im letzten Jahr die schweizerische Prognos AG engagiert, um das zehn Jahre alte Leitbild der Stadt zu erneuern. Auf der öffentlichen Auftaktveranstaltung im Oktober letzten Jahres hatte selbst Rektor Westermann betont, dass er das aktuelle Leitbild der Stadt nicht kenne.

In einer Pressekonferenz stellte eine Delegation der Firma Prognos am Montag den Entwurf für das neue Leitbild der lokalen Presse vor. Von Seiten des Beratungsunternehmens und der Stadt selbst wurde vor allem auf die neuen Aspekte des Leitbildes hingewiesen. So findet die Universität mit ihrem vollen Namen einen Platz im Leitbild der Stadt. Aber auch der berühmteste Sohn der Stadt Caspar David Friedrich und der Klimawandel sind nun als Begriffe im Entwurf enthalten.

Bürgerbeteiligung sehr gering

Die geringe Bürgerbeteiligung sieht man von Seiten Prognos als sinnvoll an. „In Köln haben wir auch ein Leitbild aktualisiert. Es waren etwa 2000 Bürger involviert. Dies hat den Prozess verlangsamt und extrem verteuert.“, so ein Vertreter der Prognos-Delegation. Auf eine eigens eingerichtete E-Mail Adresse (leitbildprozess-greifswald@prognos.com) gab es lediglich zwei Rückmeldungen. Für die Aktualisierung des Leitbildes hat die Stadt 60.000€ investiert.

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Friedrich-Denkmal wird am Samstag eingeweiht

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Mai 2010 um 18:47 Uhr

Nachdem das Caspar-David-Friedrich-Denkmal bereits Mitte April in der Lappstraße, nahe des Fischmarkts, aufgestellt wurde, soll am kommenden Samstag, dem 8. Mai, um 15 Uhr  die feierliche Einweihung stattfinden. Die Initiatoren Helmut Maletzke und Peter Multhauf laden alle Greifswalder ein, dem Festakt beizuwohnen und werden nicht müde, zu betonen, dass ihnen auch “wohlwollende Kritik” willkommen ist.

Anläßlich der Einweihung werden Hauptinitiator Helmut Maletzke sowie Bürgerschaftspräsident und Grundstückseigentümer Egbert Liskow sprechen. Universitäts-Kirchenmusikdirektor Professor Jochen Modeß  hat eigens zum Anlaß ein Musikstück komponiert, dass am Samstag uraufgeführt wird. Die Enthüllung selbst wird von Justizministerin Uta-Maria Kuder vorgenommen. Stellvertretend für die über hundert Spender wird der Lübecker Medizinprofessor Karl-Otto Kagel sprechen.

Mitte April wurde das Denkmal aufgestellt.

Die Aufstellung eines Denkmals für Greifswalds wohl berühmtesten Sohn hatte in den vergangenen Wochen die Gemüter der Stadt bewegt. Bereits 1998 hatte die Bürgerschaft beschlossen, dass ein Denkmal des Romantikers den Marktplatz zieren solle. Nachdem jedoch zehn Jahre verstrichen waren, ohne dass das Projekt seitens der Stadt konkrete Formen bekam und nur noch ein Dasein als wiederkehrender Aprilscherz der Ostseezietung fristete, übernahm der Greifswalder Maler und Kunstförderer Helmut Maletzke aus eigener Initiative die Federführung. Zwischenzeitlich war der Marktplatz als möglicher Standort seitens der Stadtverwaltung allerdings ausgeschlossen worden.

Einladung nimmt Bezug auf Kritik

Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow (CDU) stellte daraufhin das Gelände in der Lappstraße zur Verfügung und zog sich damit die Kritik vor allem seiner politischen Gegner zu. Diese werfen Liskow und den anderen Initiatoren vor, das Grundstück in einer Seitengasse (die die Marktplätze mit dem Dom verbindet) eigne sich nicht für ein repräsentatives Denkmal. Vor lauter Kritik vergaß man allerdings, umsetzbare Alternativen zu benennen. Dennoch reagierte man bei der Maletzke-Stiftung und schreibt in der Einladung: “Die Fläche soll künftig noch weiter gartenarchitektonisch aufbereitet werden. Dabei wird u. a. vor die am Rand stehenden Müllcontainer eine hohe Hecke gepflanzt werden.”

Dies war allerdings nicht der einzige Kritikpunkt an dem Denkmal. Dozenten und Studenten des Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald bemängelten, dass der Wettbewerb um die Gestaltung des Denkmals lediglich regional für norddeutsche Künstler ausgeschrieben war. Auch die Tatsache, dass der Kunstbereich der Universität nicht in die Planungen einbezogen worden war, sorgte für Verstimmungen. Auch hierfür rechtfertigen sich die Initiatoren in ihrem Einladungsschreiben und erklären:

Dazu rief er [Maletzke] im Jahr 2008 eingedenk der Tatsache, dass Friedrich ja selbst ein Künstler der norddeutschen Region war und dass hier gewiss auch heute noch fähige Künstler leben, diese  zu einem gezielten Wettbewerb auf, dies auch unter dem Aspekt, dass ohnehin ein heute von diesen geschaffenes Werk für die Region auf Dauer einen eigenständigen dokumentarischen Wert haben wird.

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Zweckentfremdet: Kloschüssel auf neuem CDF-Denkmal

Geschrieben von | Veröffentlicht am 17. April 2010 um 17:09 Uhr

Gestern wurde das neue Caspar-David-Friedrich-Denkmal an seinem zukünftigen Standort in der Lappstraße aufgestellt, bereits heute wurde es Zielfläche für eine merkwürdige Aktion. Den Passanten bot sich heute morgen ein unerwartetes Bild, als eine offene Kloschüssel auf einem BronzeStahlsockel neben dem Denkmal stand.

Kloschüssel auf dem CDF-Denkmal

Kloschüssel auf dem CDF-Denkmal

In den vergangenen Wochen hatte es regelmäßig Kritik an der Denkmalsaufstellung in Greifswald gegeben, wie auch auf dem webMoritz schon öfter zu lesen war. Ob die Aktion als Protest gedacht ist, bleibt jedoch unklar. Kritiker hatten bemängelt, dass das Denkmal durch eine private Initiative zustandegekommen sei, die dafür aber öffentliche Fördergelder erhalten habe. Zudem wurde bemängelt, dass die Ausschreibung für Künstler nur auf Norddeutschland begrenzt war – angesichts der Bedeutung Caspar-David Friedrichs hätte sie nach der Meinung von Kritikern, auch aus dem Capsar-David-Friedrich-Institut der Universität, international ausfallen sollen. Zudem hatte einige Politiker gestört, dass das Denkmal auf einem Privatgrundstück von Bürgerschaftspräsident und MdL Egbert Liskow (CDU) aufgestellt wurde. Die feierliche Einweihung des Denkmals ist für den 8. Mai vorgesehen.

Kloschüssel auf dem CDF-Denkmal

Kloschüssel auf dem CDF-Denkmal

Vorbeilaufende Bürger zeigten sich empört und äußerten ihren Unmut mit Sätzen wie: “Auf welche Ideen manche Leute kommen?!” Eine Passantin bemerkte treffend: “Das hat wohl jemand heute Nacht da hingestellt.”

Inzwischen erbarmte sich ein Kunstfreund und entfernte die Toilette ein wenig vom Denkmal:

Kloschüssel neben dem CDF-Denkmal

Ein Kunstfreund stellte die Kloschüssel später neben das Denkmal.

Was die Aktion sollte und ob sie überhaupt etwas mit dem Denkmal zu tun hat, ist derzeit unklar. Seitens der für das Denkmal zuständigen Helmut-Maletzke-Stiftung konnten wir heute leider niemand für eine Stellungnahme erreichen. Auf der Unterseite des Klodeckels war ein Stadtplan angeklebt, jedoch ohne weitere Hinweise auf eine beabsichtigte Aktion:

Stadtplan auf Klodeckel

Stadtplan auf Klodeckel

Bilder: Julia Löcherbach

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