Musik für den Frieden

Musik für den Frieden

Das Theater Vorpommern hat für das kommende Osterwochenende seinen Spielplan geändert: Statt geplanter Familienkonzerte organisiert es nun Benefizkonzerte mit dem Philharmonischen Orchester Vorpommern. Die Einnahmen sollen ukrainischen Geflüchteten zugutekommen.

Musik kann eine Form der grenzüberschreitenden Verständigung sein. Und sie kann Hoffnung vermitteln. Diesem Gedanken geht das Theater Vorpommern am Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag nach. „Wir sehen, was vor unserer Haustür passiert und sind alle tief erschüttert. Wir möchten mit den Mitteln, die wir am besten beherrschen, dazu beitragen, diejenigen Menschen zu unterstützen, die brutal aus ihrer Heimat vertrieben werden“, erklärt Intendant Ralf Dörnen. Die ursprünglich geplanten Familienkonzerte am Osterwochenende wurden kurzerhand in „Benefizkonzerte für den Frieden“ umgemünzt. Unter Leitung des Generalmusikdirektors Florian Csizmadia spielt das Philharmonische Orchester Vorpommern, um seinen Beitrag für den Frieden zu leisten.

Die sinfonische Dichtung „Ukraïna“ des in Belarus geborenen und in der Ukraine aufgewachsenen Komponisten und Pianisten Boris Kosak eröffnet das dreiteilige Programm. Auf das anschließende Harfenkonzert von Reinhold Glière aus Kiew folgt Johannes Brahms‘ erste Sinfonie. Das Programm kombiniert Werke ukrainischer, russischer und deutscher Komponisten. Die Musik als universelle Sprache der Menschheit schaffe kulturelle Verbindungen, die anderswo derzeit abgerissen sind, erläutert Csizmadia.

Musik schenkt nicht nur allseitig Hoffnung. Die Einnahmen der Konzerte sollen an den Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern gespendet werden, um humanitäre Hilfe für ukrainische Geflüchtete vor Ort zu leisten. In den drei verschiedenen Spielstätten kosten die Karten einheitlich 25 €.

Termine
Karfreitag, 15.04.2022, 18 Uhr – Stralsund, Großes Haus
Ostersonntag, 17.04.2022, 18 Uhr – Greifswald, Großes Haus
Ostermontag, 18.04.2022, 18 Uhr – Theater Putbus

Hier gibt es die Tickets

Beitragsbild: Peter van Heesen

Benefizabend zugunsten kolumbianischer Frauen in der STRAZE

Benefizabend zugunsten kolumbianischer Frauen in der STRAZE

An diesem Freitag findet in der STRAZE ein Benefizabend des Vereins Casa Hogar e.V. statt. Der Verein setzt sich für die Rechte und Bildung junger Frauen und Mädchen in der kolumbianischen Region Chocò ein. Dort wird den Frauen und Mädchen ein Ort geschaffen, an dem sie vor Ausbeutung und Prostitution geschützt werden und auch einen Schulabschluss machen können.

Um 16:30 Uhr startet der Abend mit Workshops zum Thema Masken und Identität. Es handelt sich dabei um einen gestalterischen Workshop, bei dem die Teilnehmenden ebenfalls ihre Masken fallen lassen können und Unsichtbares sichtbar gemacht werden soll. Hierbei wird um Voranmeldung gebeten!

Im Anschluss, ab 19 Uhr, geht es dann an das eigentliche Abendprogramm: Ein Benefizkonzert mit Künstler*innen aus Berlin, Greifswald und Köln. Geplant ist ein buntes Programm bestehend aus Poetry-Slam, Jazz und verschiedenen Bands. Außerdem stellen Künstler*innen aus Köln ihre Werke aus, sodass auch diese bestaunt werden können.

Der Verein freut sich über jede Spende.

Was? Benefizabend für die Organisation Casa Hogar e.V.
Wann? Workshops ab 16:30 Uhr, Abendprogramm ab 19:00 Uhr
Wo? STRAZE, Stralsunder Straße 12
Wichtig! Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken, lediglich Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen einfache Masken tragen.

Jazz für den guten Zweck

Jazz für den guten Zweck

Seit dem Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan verschlechtert sich die Sicherheitslage für die dortige Bevölkerung beinahe täglich. Spätestens das Attentat am Kabuler Flughafen, der aktuell noch durch US-Streitkräfte gehalten wird, machte am Donnerstag deutlich, dass Afghanistan derzeit kein sicherer Aufenthaltsort ist. Dennoch erklärte die Bundeswehr ihre Evakuierungsmission bereits für beendet – obwohl zu diesem Zeitpunkt noch über 300 Menschen auf der Ausreiseliste des Außenministeriums standen. Eine letzte Möglichkeit zum sicheren Verlassen des Landes könnten für sie nun privat finanzierte Rettungsflüge bieten. Doch dafür ist Geld nötig.

Daher findet am heutigen Samstag, den 28.08.2021, um 19 Uhr in der Johanneskirche Greifswald spontan ein ganz besonderes Benefizkonzert von Marko Mebus (Trompete) und Tobias Altripp (Klavier) statt. Der Eintritt für das Konzert ist kostenlos. Stattdessen wird vor Ort um Spenden gebeten, die der Organisation „Luftbrücke Kabul“ übergeben werden. Die Organisation bemüht sich um die Evakuierung akut gefährdeter Personen in Afghanistan und um grundlegende humanitäre Hilfe.

Die Publikumskapazitäten für das Konzert sind aufgrund der Pandemielage noch immer stark eingeschränkt, daher wird eine vorherige Anmeldung empfohlen.

Über die Musiker:

Der Trompeter Marko Mebus stammt vom Mittelrhein und wohnt inzwischen in der Nähe von Frankfurt am Main. Neben Mitgliedschaften im Landesjugendjazzorchester von Rheinland-Pfalz und dem Bundesjazzorchester stand er unter anderem auch mit der HR-Bigband auf der Bühne. Seit Oktober 2019 ist er Dozent für Jazztrompete am Dr. Hochs Konservatorium der Stadt Frankfurt am Main.

Tobias Altripp ist in Greifswald aufgewachsen, zog 2016 aber nach Mannheim, wo er seinem Musikstudium nachgeht und als freischaffender Musiker tätig ist. 2019 erschien sein Debut-Album „Fermata“ in Quintettbesetzung, 2020 folgte das erste Album seines Trios unter dem Namen „Experimental Blues“.

Das Wichtigste auf einen Blick:

Was? Benefizkonzert für die Organisation „Luftbrücke Kabul“
Wann? Samstag, 28.08.2021, 19 Uhr
Wo? Johanneskirche Greifswald
Kosten? Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.
Anmeldung? Vorherige Anmeldung über Kontaktformular empfohlen.

Beitragsbild:

Kultur kompakt: Auf in die große Vorlesungsfreiheit

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