Was geht eigentlich ab in Greifswald? Ihr wollt etwas unternehmen, wisst aber nicht was? Wir haben da was für euch! Ob kreative Work-Shops, spannende Vorträge oder faszinierende Ausstellungen – hier stellen wir euch jede Woche unsere Veranstaltungstipps rund um die Themen Uni und Wissenschaft, Politik und Region, sowie Kultur und Sport vor.
Mit Empfehlungen von Vanessa Finsel, Simon Fortmann und Luise Markwort
Kultur und Sport
Lust auf eine Radtour durch Deutschland? Auf dieses Erlebnis hat sich Hasanim Kazim eingelassen. Mit dem Klapprad einmal durch Deutschland. Wenn ihr wissen wollt, was er so erlebt habt, kommt zu sejner Lesung.
Wo? STRAZE Wann? Mittwoch, 20. November 2024, 20 Uhr Eintritt? Frei Mehr Infos findet ihr hier
Ihr wollt euch gerne bei einem geselligen Abend mal wieder wo richtig kreativ ausleben? Dann ist vielleicht das Drink & Draw im CDFZ etwas für euch. Dort könnt ihr euch an freien Zeichnen ausprobieren begleitet durch eine Auswahl an prickelnden Getränken.
Wo? Caspar-David-Friedrich-Zentrum Wann? Freitag, 22. November 2024, 17 Uhr Eintritt? 29 Euro regulär inkl. Material & Getränk/ 24 Euro ermäßigt inkl. Material & Getränk Mehr Infos: Anmeldung unter 03834/884568, buchung@caspar-david-friedrich-gesellschaft.de oder persönliche bis zwei Tage im voraus möglich.
Es ist wieder soweit! Die Märchenzeit startet und das Theater bringt die Bremer Stadtmusikanten nach Greifswald. Die Premierenshow am Samstag ist leider schon ausverkauft, aber noch könnt ihr euch für die weiteren Termine Tickets hier sichern.
Wo? Stadthalle Greifswald Eintritt? 14 Euro
Region und Politik
Im Rahmen des Polenmarktes eröffnen sich neue und unbekannte Perspektiven auf unser Nachbarland. Dazu gehört unter anderem auch die Diskussion um die Anerkennung regionaler Sprachen wie dem Oberschlesischen. Martin Henzelmann, Dozent der Slawistik an unserer Uni wird Einblicke in die politische Entwicklung rund um das Thema geben.
Warum sollte Europa im Kontext des Klimawandels die Sicht des globalen Südens stärker einbinden? Diese Frage wird im Koeppenhaus mithilfe eines Kurzkonzerts sowie Vorträgen von internationalen Studierenden diskutiert. Die Veranstaltung findet auf deutscher und englischer Sprache statt.
Es dauert nicht mehr lange, bis auch in Greifswald wieder der Weihnachtsmarkt seine Türen öffnet. Wer die adventlichen Stimmungen jedoch noch früher erleben möchte, der kann den Weg zum Skulpturenpark in Katzow auf sich nehmen. Dort gibt es neben Glühwein und ausgefallenen Speisen (Wildschwein am Spieß!) auch viel selbstgemachte Weihnachtsdeko zu bestaunen.
Wo? Skulpturenpark Katzow Wann? Samstag und Sonntag, 23. und 24. November, 10 bis 17 Uhr Eintritt? 3€
Universität und Wissenschaft
Am kommenden Dienstag wird wieder einmal eine StuPa-Sitzung stattfinden. Für euch Studis ist die Sitzung wie immer frei zugänglich. Falls ihr im Vorfeld auf die Vollversammlung vielleicht einige Gedanken habt, die ihr in das Studierendenparlament bringen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlichst eingeladen einfach mal vorbeizukommen. Auch wir vom webmoritz. werden wieder einen begleitenden Live-Ticker verfassen, sodass ihr die Sitzung auch gemütlich von Zuhause verfolgen könnt. Wo? Konferenzraum, Domstraße 11 Wann? Dienstag, 19. November, 20 Uhr c.t.
Die Erstberatung für Auslandaufenthalte findet ebenfalls in der kommenden Woche statt. Das International Office informiert wie immer über die existierenden Austausch- und Fördermöglichkeiten, die den Studierenden zur Verfügung stehen. Wer an einem Auslandsaufenthalt interessiert ist, sollte sich den Termin aufschreiben, denn die Teilnahme an der Erstberatung ist notwendig, für alle weiteren Planungsschritte. Wo? Online über BigBlueButton auf Moodle Wann? Freitag, 22. November, 10 Uhr bis 11 Uhr
Weitere Veranstaltungen könnt ihr im Veranstaltungskalender der Uni (hier) finden.
Was sind eure Veranstaltungstipps? Kommentiert sie!
Was geht eigentlich ab in Greifswald? Ihr wollt etwas unternehmen, wisst aber nicht was? Wir haben da was für euch! Ob kreative Work-Shops, spannende Vorträge oder faszinierende Ausstellungen – hier stellen wir euch jede Woche unsere Veranstaltungstipps rund um die Themen Uni und Wissenschaft, Politik und Region, sowie Kultur und Sport vor.
Mit Empfehlungen von Vanessa Finsel, Simon Fortmann und Luise Markwort
Kultur und Sport
Ihr braucht noch eine neue Jacke oder euch fehlt noch ein wenig Deko? Dann werdet ihr vielleicht fündig beim Flohmarkt schmaler Taler. Klein und kuschelig – an 15 Ständen wird alles angeboten, was das Herz begehrt.
Wo? Fischstraße 27 Wann? Samstag, 16. November 2024, 11 Uhr
Das PolenmARkT-Festival fängt wieder an. Es erwarten euch viele Veranstaltungen zur polnischen Kultur. Aus einer Idee von Studenten vor über zwanzig Jahren entwickelte sich ein Kulturereignis rund um Kunst und Musik.
Wann? 14. – 25. November 2024 Mehr Infos? Auf der Website oder auf Instagram
Premiere! Zum ersten Mal überhaupt wird der Kinder- und Jugendliteraturpreis Mecklenburg-Vorpommern unter dem Motto “Voll romantisch” verliehen. Rund 70 Texte wurden von Autor*innen im Alter 6-20 Jahren eingereicht und von einer Jury werden vier Preise in unterschiedlichen Altersgruppen verliehen.
Wo? Pommersches Landesmuseum Wann? Sonntag, 17. November 2024, 11 Uhr Mehr Infos? findet ihr hier.
Region und Politik
An unserer Universität kommen viele Studierende aus Ostdeutschland. Du vielleicht auch. Wenn man dann mit den (Groß-) Eltern spricht, kommt manchmal auch das Leben in der DDR zur Sprache. Solche Unterhaltungen haben die Autorinnen Grimm und Michel in ihrem Buch „Es ist einmal“ zusammengestellt. Sie laden zur Lesung und Diskussion ein.
Wo? Stadtbibliothek Wann? Donnerstag, 14. November 2024, 19 Uhr
Ein gutes Miteinander mit seinen Nachbarn hat eigentlich nur Vorteile. Das gilt auch für die Nachbarländer Deutschland und Polen. Im Greifswalder Europagespräch erörtern Vertreter beider Länder, wie unsere Grenzregion zur Kooperation zwischen Staaten und Menschen beitragen.
Wo? Brasserie Hermann Wann? Freitag, 15.11.2024, 18:30 Uhr
Das St. Martinsfest findet in diesem Jahr auch im Greifswalder Tierpark statt. Sankt Martin auf seinem Ross ist natürlich ebenso dabei wie mittelalterliche Musik und herbstliche Leckereien im festlich erleuchteten Tierpark.
Wo? Tierpark Greifswald Wann? Montag, 11.11. 2024, ab 16 Uhr
Universität und Wissenschaft
Die Erstberatung für Auslandaufenthalte findet ebenfalls wieder in der kommenden Woche statt. Das International Office informiert wie immer über die existierenden Austausch- und Fördermöglichkeiten, die den Studierenden zur Verfügung stehen. Wer an einem Auslandsaufenthalt interessiert ist, sollte sich den Termin aufschreiben, denn die Teilnahme an der Erstberatung ist notwendig, für alle weiteren Planungsschritte. Wo? Online über BigBlueButton auf Moodle Wann? Montag, 11. November, 10 Uhr bis 12 Uhr
Ein Stipendium ist mehr als nur eine finanzielle Unterstützung – es ist eine Investition in die eigene Zukunft. Neben finanzieller Entlastung bieten viele Programme auch die Möglichkeit, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg organisiert dahingehend eine Informationsveranstaltung rund um das Thema Stipendien. Kommt also selbst gerne zum Tag der Stipendien und macht euch euer eigenes Bild. Wo? Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, Martin-Luther-Straße 14 Wann? 13. November 2024, 14 Uhr bis 16 Uhr Anmeldung? Nicht notwendig, kommt einfach vorbei!
Weitere Veranstaltungen könnt ihr im Veranstaltungskalender der Uni (hier) finden.
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Was geht eigentlich ab in Greifswald? Ihr wollt etwas unternehmen, wisst aber nicht was? Wir haben da was für euch! Ob kreative Work-Shops, spannende Vorträge oder faszinierende Ausstellungen – hier stellen wir euch jede Woche unsere Veranstaltungstipps rund um die Themen Uni und Wissenschaft, Politik und Region, sowie Kultur und Sport vor.
Mit Empfehlungen von Vanessa Finsel, Simon Fortmann und Luise Markwort
Kultur und Sport
Ihr singt gerne in der Dusche, im Auto oder beim Abwaschen? Dann habt ihr diese Woche die Möglichkeit euer Talent auf die Bühne zubringen. Beim Karaoke in der Kiste erwartet euch eine große Auswahl an Liedern aus allen möglichen Genres. Also schnappt euch eure Freunde und bringt viel gute Laune mit. (Tipp: Seid am Besten pünktlich da, es wird für gewöhnlich sehr voll.)
Ihr sucht noch das perfekte Buch, das euch durch die tristen Novembertage bringt? Dann werdet ihr vielleicht beim Sonntagsbücherflohmarkt fündig. Viele Bücher suchen ein neues Zuhause, also stöbert durch die Kisten und findet euer neues Lieblingsbuch, dass ihr gegen eine kleine Spende für den „Bücherfreunde Greifswald e.V.“ mit nach Hause nehmen könnt. (Achtung: Es ist der letzte Bücherflohmarkt dieses Jahr, also nicht verpassen!)
Wo? Spiegelsdorfer Wende, Haus 1 Wann? Sonntag, 10. November 2023, 13-16 Uhr Weitere Informationen findet ihr hier.
GUStAV, oder auch der Greifswalder Universitäts- Studentischen Autor:innen Verein, feiert zwanzigsten Geburtstag und lädt zu einer Jubiläumslesung ein. Vor zwanzig Jahren versammelte sich das erste Mal eine Gruppe von Student*innen, die die Lust zum Schreiben verband. Nun tragen ehemalige und aktuelle Mitglieder des Vereins ihr Werke vor.
Wo? STRAZE Café Wann? Sonntag, 10. November 2023, 17-20 Uhr Weitere Informationen findet ihr hier.
Region und Politik
Die Schikanierungen an Juden, die am Anfang des Holocaust standen, zeigten sich in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen. Einer davon waren die Seebäder an der Ostsee. Autorin Kristine von Soden erzählt in Stralsund anhand von Tagebucheinträgen und Augenzeugenberichten, wie sich der Alltag am Strand im Laufe der NS-Herrschaft veränderte.
Am 9. November 1938 erlebte die angesprochene Diskriminierung von Juden ihren bis dahin traurigsten Höhepunkt. Der Pogrom in der sogenannten „Reichskristallnacht“ bedeutete den Beginn des Völkermordes an des europäischen Juden. Am 9. November gibt es um 13 Uhr eine Andacht an der Gedenktafel in der Mühlenstraße. Rabbiner Walter Homolka wird zudem anlässlich des Jahrestages in der nächsten Woche über „Modern aus Tradition. 250 Jahre liberales Judentum“ referieren.
Wer die Energiewende realisieren möchte, muss dabei auch vor der eigenen Haustür aktiv werden. Die Ausstellung „Energiewende MV“ der Heinrich-Böll-Stiftung zeigt, was schon erreicht wurde und was noch zu tun ist – hier bei uns in MV.
Wo? Elisenpark Wann? Donnerstag, 7. November bis Samstag, 9.November.
Universität und Wissenschaft
Die Erstberatung für Auslandaufenthalte findet ebenfalls wieder in der kommenden Woche statt. Das International Office informiert wie immer über die existierenden Austausch- und Fördermöglichkeiten, die den Studierenden zur Verfügung stehen. Wer an einem Auslandsaufenthalt interessiert ist, sollte sich den Termin aufschreiben, denn die Teilnahme an der Erstberatung ist notwendig, für alle weiteren Planungsschritte. Wo? Online über BigBlueButton auf Moodle Wann? Montag, 04. November, 12 Uhr bis 13 Uhr
Es wird rhythmisch und klangvoll in der Musiknacht 2024. Der Musikverein Mecklenburg-Vorpommern e.V. in Verbindung mit der Domgemeinde St. Nikolai Greifswald und der Universität veranstalten ein besonderes Spektakel, bei dem mit der Musik von Komponist*innen aus verschiedenen Jahrhunderten eine tolle Nacht gestaltet werden soll. Wo? Dom St. Nikolai, Domstraße 54 Wann? Freitag, 08. November, 20 Uhr bis 23 Uhr
Zuletzt wird es noch einen lehrreichen Vortrag geben zur Thematik Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. In der NS-Zeit gab es nur sehr wenige Leute, die aktiven Widerstand leisteten. Jedoch gab es auch einige Personen, die wichtige Rollen einnahmen damals. Dazu zählten natürlich auch Frauen, die in diesen Zusammenhängen Aufgaben übernahmen. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Vortrag. Wo? Hörsaal, Wollweberstraße 1, Wollweberstraße 1 Wann? Samstag, 09. November, 16 Uhr bis 18 Uhr
Weitere Veranstaltungen könnt ihr im Veranstaltungskalender der Uni (hier) finden.
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Immer wieder zieht es Studierende hinaus in die weite Welt. Gedanken, die bei so einem Vorhaben aufkommen, sind zumeist Dinge wie: Wie plane ich so etwas eigentlich? Wird es mir überhaupt gefallen? Was, wenn ich keinen Anschluss finde oder die Sprache nicht gut genug kann? Wir möchten versuchen, ein paar dieser Bedenken hier zu klären und euch ein bisschen die Angst zu nehmen – und natürlich auch Lust aufs Reisen zu machen.
Es ist eine sehr intensive Erfahrung von unschätzbarem Wert, während des Studiums für Wochen oder sogar Monate in ein anderes Land zu gehen. Eins ist dabei sicher: Das ist eine Zeit, die aufs Äußerste prägt. Abgesehen vom akademischen Input lernt man ungemein viel über sich selbst. Sich in einem fremden Ort in einer fremden Sprache zurechtzufinden und dazu noch gute akademische Leistungen zu erbringen, ist nicht ohne! Alles scheint wie eine große, einschüchternde Herausforderung in diesem Moment. Doch ist sie einmal angenommen, wird man feststellen, wie sehr es sich gelohnt hat.
Erste Orientierung: was es alles (nicht) gibt
Wenn ihr überlegt, einen Aufenthalt im Ausland zu machen – vielleicht wird er sogar von eurem Studiengang vorgeschrieben – steht erst einmal die organisatorische Seite an. Eins vorweg: Plant eure Auslandssemester voraus! Das bedeutet, sich mindestens ein bis eineinhalb Jahre vorher hinzusetzen und zu kümmern! Da kennen die Bewerbungsfristen leider keine Gnade. Der erste Schritt führt dabei zum International Office, welches alle zwei bis drei Wochen Beratungen anbietet. Die komplett online stattfindende Veranstaltung gibt euch einen Überblick über die Optionen, die euch zur Verfügung stehen. Grundsätzlich sind viele Vorhaben in den Bereichen Studium, (Pflicht-)Praktikum, Summerschools, Exkursionen, oder Sprachkurse möglich. Nach der Veranstaltung könnt ihr also schon einmal grob einordnen, was zu euch passt.
Nach der Teilnahme an der Erstberatung können wir die Studierenden im Detail ganz individuell weiter beraten und auf dem Weg ins Ausland begleiten.
Roberta Wirminghaus, Koordinatorin für internationalen Austausch
Bei der Planung von Auslandssemestern liegt es nahe, eine Partneruni von Greifswald zu wählen, da hier zumeist die Studiengebühren wegfallen. Für Praktika sucht ihr euch einen Platz eigenständig. Zum Thema Kurse und Anerkennung könnt ihr euch in euren jeweiligen Fachbereichen Beratung einholen oder durch die Angebote der jeweiligen Partnerhochschulen klicken. Was die sprachlichen Anforderungen angeht, reicht euer Abizeugnis leider nicht aus. Aber auch hier bietet die Uni regelmäßig Sprachtests an (zum Beispiel den DAAD-Test für 25 Euro).
Programme und Förderungen: Weg zum Glück
Die Universität Greifwald bietet vor allem zwei Möglichkeiten, um einen Aufenthalt im Ausland zu ermöglichen: Für Vorhaben innerhalb der EU gibt es Erasmus + und für Aufenthalte weltweit den Hochschulaustausch.
Erasmus + wird wohl den meisten etwas sagen; dieses Förderprogramm für Studium und Praktikum deckt alle Länder ab, welche in der EU vertreten sind, sowie einige andere Länder, mit denen eine Partnerschaft gepflegt wird. Dafür ist allerdings Voraussetzung, dass ihr an eine verbündete Uni eures jeweiligen Fachbereichs geht. Für den Bewerbungsprozess gibt es eine interne Bewerbung im Fachbereich zu eurer auserwählten Hochschule. Solltet ihr für den Platz ausgewählt werden, erhaltet ihr automatisch auch die finanzielle Förderung über Erasmus +.
Etwas weniger bekannt ist der Hochschulaustausch. Dieser bietet Auslandsaufenthalte für Studierende auch in Ländern außerhalb Europas. Wenn es euch zum Beispiel nach Korea, Japan oder Australien zieht, könnt ihr die Partnerunis des Hochschulaustauschprogramms in Betracht ziehen. Hier werden in der Regel die Studiengebühren erlassen, ein Stipendium gibt es allerdings nicht automatisch dazu. Für die Bewerbung im International Office müsst ihr unter anderem ein Gutachten erstellen lassen und ein Motivationsschreiben verfassen. Dafür könnt ihr aber in Kurse reinschnuppern, die nicht unbedingt mit eurem Studiengang zu tun haben.
Eine weitere Möglichkeit ist auch, sowohl Studienplatz als auch Stipendium als Freemover komplett selbst zu organisieren, wenn euch das Angebot der Uni nicht zusagt. Auf unserer Uniwebsite gibt es auch eine Übersicht über sonstige Fördermöglichkeiten.
Muffensausen: ganz normal
Nun, da die organisatorischen Blockaden hoffentlich etwas entgruselt wurden, bleiben die mentalen Hürden. Es ist leider unmöglich, alle Ängste vorher zu zerstreuen. Man muss einfach mit dem Kopf voran ins kalte Wasser springen und es ausprobieren. Und natürlich macht man Fehler und wird nicht alles gleich perfekt hinbekommen. Das ist vollkommen normal und in Ordnung so. Falls euch das Heimweh umtreibt oder euch andere Sorgen plagen, bekommt ihr immer eine Ansprechperson vor Ort zugeteilt, die euch weiterhelfen kann. Und wenn ihr merkt, die ganze Sache ist vielleicht im Moment doch nichts für euch und es wird euch alles zu viel, ist ein Abbruch auch völlig in Ordnung. Ein guter Tipp ist immer, Leute anzusprechen. Daraus können eventuell sogar wunderbare Freundschaften entstehen. So habt ihr auch gleich jemanden, um gemeinsam für die Prüfungen zu lernen, die Stadt zu erkunden oder eure Sprachkenntnisse zu perfektionieren. Und am Ende könnt ihr vielleicht auf einen tollen neuen Ort auf der Welt zurückschauen, der für euch ein Stück Heimat geworden ist.
Natürlich gab es auch anstrengende Zeiten mit dem ganzen Lernpensum und dem Zurechtfinden im fremden Land und Hochschulsystem. Aber rückblickend erinnere ich mich vorwiegend an die tollen Ausflüge und die geknüpften Kontakte und Freundschaften. Das Anrechnen der Credit Points war auch gar kein Problem.
Aaron (Lehramtsstudent für Gymnasium Englisch, Geschichte und DaF/DaZ) über seinen Auslandsaufenthalt an der Universität Tartu in Estland, Sept. 2021 bis Jan. 2022.
Nicht zuletzt bieten die Erfahrungsberichte und Podcasts aller, die durch die Uni Greifswald hinaus in die weite Welt kamen, einen kleinen Einblick in das Leben, was eine*n selbst dort erwarten kann. Eine überwältigende Anzahl an Berichten ist positiv und schwärmerisch verfasst, und sehr oft wurde eine Empfehlung ausgesprochen, unbedingt selbst einmal den Schritt hinaus zu wagen. Lest also gern nach, was eure Kommiliton*innen zu Papier gebracht und auf Tonband verfasst haben.
Schließlich geht ihr ja nicht nur für eure Credits an die Uni in Australien oder den Praktikumsplatz in Schweden. Ihr geht auch für die Menschen und neuen Beziehungen, die Kultur, das Essen, die Musik, die Sprache… und all die anderen wundervollen Dinge, die auf euch warten.
Wir alle sind momentan von vielen unserer wichtigsten Freund*innen getrennt. Doch einmal davon abgesehen wissen wir, dass manche Freundschaften diese räumliche Trennung überstehen werden. Von anderen müssen wir uns vielleicht verabschieden. Und bei manchen (ganz besonders wichtigen) Menschen schmerzt uns der bloße Gedanke an eine Trennung. Man schwört sich diese Person nie gehen zu lassen. Das kann man auf die Freund*innen aus der Schulzeit anwenden, auf die Freund*innen, die man im Auslandsjahr in Australien oder während des ERASMUS-Semesters in Norwegen kennengelernt hat. Bei manchen Freundschaften kann man sich die Beziehungsdauer länger vorstellen als beim neusten Crush. Aber wie fühlt es sich an, wenn die engste Zeit der Freundschaft nur auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist? So erging es mir während meines Freiwilligen Jahres in Italien, aber auch schon hier in Greifswald. Denn man konnte das „Ablaufdatum“ bereits greifen, da uns in der Zukunft mehrere Länder trennen sollten. Die Freundschaften konnten, meiner Meinung nach, nicht die gleichen bleiben. Aber ist es wirklich schlecht oder einfach der Lauf der Dinge, dass sich Freundschaften verändern? Dies wird meine kleine persönliche Hommage an all die Freundschaften sein, um die man gekämpft hat.
Den größten Teil meiner Freund*innen liebe ich bedingungslos. Mein größtes Glück besteht darin, dass ich immer die besten Menschen kennenlerne. Das resultierende Problem: Umso schwerer fällt es mir, Menschen gehen zu lassen. Auch ich weiß, dass Menschen kommen und gehen. So verhält es sich auch mit engen Freund*innen. Aber es fällt mir nun mal nicht leicht mich von ihnen zu verabschieden und ich trauere ihnen lange nach. Im Falle der folgenden zwei Personen, bei denen mir die räumliche Trennung sehr schwerfällt, ist mir von vornherein klar gewesen, dass die engste Zeit der Freundschaft nur auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sein kann.
Denn von meiner liebgewonnenen Freundin aus Italien bin schon seit einem halben Jahr getrennt. Es war von vornherein klar, dass ich nur ein Jahr in Italien verbringen würde. Wir haben jeden Tag zusammen gearbeitet, nach der Arbeit einen Kaffee getrunken und sind am Wochenende weggefahren. Als es dann für mich soweit war nach Deutschland zurückzukehren, tat die Trennung schrecklich weh. Und noch heute fehlt sie mir jeden Tag. Obwohl (oder gerade weil) ich ihrem Leben jeden Tag auf Instagram folgen kann. Wir tauschen uns über unser Uni-Leben aus, schreiben uns Postkarten oder schicken uns Weihnachtsgeschenke. Aber worin liegt der Unterschied zu meinen anderen Freund*innen, die auch an anderen Orten studieren? Den Unterschied macht das Land aus, in dem wir uns aufhalten. 1.008 Kilometer trennen uns. Neun Tage würde ich brauchen, um hinzulaufen, drei Tage mit dem Rad, nur elf Stunden mit dem Auto und noch weniger mit der Bahn. Es hört sich machbar an, aber die momentane Corona-Situation verlängert unsere Trennung auf eine ungewisse Zeit. Es bleibt nicht nur die Frage: Wann sehen wir uns wieder? Sondern viel wichtiger ist: Kann es so sein wie vorher? Ich glaube es nicht. Schließlich teilen wir unseren Alltag nicht mehr miteinander, was früher das Kernelement unserer Freundschaft ausmachte. Sie ist und bleibt eine enge Freundin. Aber warum genau? Wegen unseren gemeinsam erlebten Erinnerungen oder weil es mir so vorkommt, als würden wir uns immer noch alles anvertrauen, trotz der Entfernung zueinander?
Una torta con un cappuccino.
Und jetzt gibt es für mich eine neue Wunde zu verkraften. Sie ist noch ganz frisch: Mich hat meine ERASMUS-Mitbewohnerin „verlassen“, als sich der Februar dem Ende neigte. Unsere Freundschaft fing erst nach einem Monat meines Einzuges an, als ich für alle aus der Wohngemeinschaft Kürbis-Muffins gebacken habe. Daraufhin hat sich zwischen uns eine gemeinsame Essenskultur entwickelt, sodass wir zusammen Mittag oder Abendbrot gegessen haben. Beim Essen konnten wir unseren Alltag auswerten und den neusten Klatsch und Tratsch austauschen. Wenn ich gehört habe, dass sie in der Küche ist, bin ich rausgegangen und habe die Chance ergriffen, um mir ein Glas Wasser einzuschenken. Wir wussten in diesem Moment beide, dass ich nur mit ihr reden wollte.
Kleine Geschenke gehörten für uns beide einfach dazu.
Und jetzt ist sie weg. Was bleibt, ist die Stille. Eine unsägliche Stille. Jetzt kann ich nicht mehr ihre Schritte in der Küche hören oder wie sie morgens ihr Porridge zubereitet. Ich bin allein. Und es ist einfach nur still und auch langweilig.
Während sie schließlich auf dem Weg in ihre Heimat gewesen ist, haben wir miteinander geschrieben. Aber schreiben ist doch nicht das gleiche wie ein persönliches Gespräch. Der Lach-Emoji kann leider nicht über das reale Lachen einer Person hinweg trösten. Und das sollte er auch nicht. Aber wie geht es nun mit uns weiter? Bleiben wir in Kontakt oder vergeht die Erinnerung aneinander? Werde ich in zehn Jahren Bilder von uns durchforsten und mich fragen, wie die Person auf dem Foto noch einmal hieß oder wird mir ihr Name sofort einfallen, weil ich sie im letzten Sommer erst besucht habe?
Beide meiner Freundinnen fehlen mir. Die eine schon seit mehreren Monaten, die andere erst seit zwei Wochen. Und bei beiden fühlt es sich für mich wie Liebeskummer an. Es ist eine andere Art von Liebe und eine andere Art von Kummer, wenn ich an den gewöhnlichen Liebeskummer denke. Denn es scheint mir, als wäre bereits ein bedeutender Teil unserer Freundschaft vergangen. Der Teil, als wir jeden Tag miteinander verbrachten. Und ich weiß, dass dieser Teil nie wieder kommen wird. Obwohl sie auf eine gewisse Art und Weise noch da sind und wir im Moment im engen Kontakt stehen. Ich weiß nicht, was aus mir und meinen Freundinnen wird, aber die gemeinsamen Erinnerungen, die werden immer bleiben. Und für diese Freundschaften werde ich kämpfen, denn es fällt mir sehr schwer, die besten Menschen gehen zu lassen.