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	<title>webMoritz.de &#187; Arthur König</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Bauarbeiten am Technischen Rathaus werden fortgesetzt</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 13:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die Bauarbeiten am Technischen Rathaus aufgrund des Streits um die Kostenexplosion und eines gefälschten Dokuments fast zwei Jahre ruhten, werden sie in diesem Jahr wieder fortgesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/technisches-rathaus-modell-torsten-heil.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36518" style="margin: 5px;" title="technisches-rathaus-modell-torsten-heil" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/technisches-rathaus-modell-torsten-heil-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nachdem die Bauarbeiten am Technischen Rathaus aufgrund des Streits um die <a href="http://webmoritz.de/2010/06/08/wie-weiter-mit-dem-technisches-rathaus/">Kostenexplosion</a> und eines <a href="http://webmoritz.de/2010/06/28/technisches-rathaus-nun-doch-indizien-fur-korruption/">gefälschten Dokuments</a> fast zwei Jahre ruhten, werden sie in diesem Jahr wieder fortgesetzt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hervor. Am 20. April 2010 hatte Oberbürgermeister Dr. Arthur König einen Baustopp verhängt, weil die Kosten für den Bau des Gebäudes von 8,5 Millionen Euro auf 13,8 Millionen Euro angestiegen waren.<span id="more-69324"></span> Wie Andrea Reimann, Pressesprecherin der Stadt Greifswald, mitteilt, soll die gesamte Bauzeit rund 18 Monate dauern. Jörg Hochheim, Baudezernent der Stadt Greifswald teilte mit, dass die Baustelle am Markt ab Februar wiederbelebt wird.</p>
<p>Im Herbst 2013 wird dann das sogenannte Technische Rathaus, also Behörden und Ämter, in das Gebäude der alten Post einziehen. &#8220;<span style="font-family: Arial;">Nach derzeitigen Planungen sind künftig 237 Mitarbeiter in dem historischen Postgebäude aus dem 18. Jahrhundert und den drei Neubauten im Quartier Fleischerstraße/ Rakower Straße untergebracht&#8221;, erklärte Reimann in der Pressemitteilung. Durch die Zentralisierung der Behörden werden unter anderem die Standorte in der Spiegelsdorfer Wende, Gustebiner Wende, am Gorzberg, im Mendelejewweg und in der Baderstraße aufgegeben.</span></p>
<p>Sanierungsträger des Gebäudes wird nach wie vor die BauBeCon sein. Anfang Dezember vergangenen Jahres stimmte die Greifswalder Bürgerschaft im Rahmen einer nichtöffentlichen Sitzung für eine entsprechende Vergleichsvereinbarung. Die bereits bestehenden Treuhänderverträge sollen seitdem unter Bedingungen höherer Transparenz und Kontrolle der Sanierungstätigkeit verlängert werden. Von einer <a href="http://webmoritz.de/2010/07/10/technischen-rathauses-baubecon-nicht-mehr-bauherr/">ursprünglich angestrebten Aufkündigung </a>des Vertrages wurde in Folge dessen abgesehen. Grund hierfür ist, dass sich durch die Aufkündigung des Vertrages und Neuausschreibung die Bauarbeiten erneut verzögert, und <a href="http://http://webmoritz.de/2011/11/10/technisches-rathaus-verwaltung-will-baubecon-zuruck/">Fördermittel nicht mehr fristgerecht für die Sanierung des Technischen Rathauses hätten abgerufen werden können</a>.</p>
<p>Die Projektsteuerung wird nach Informationen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald die Firma ipc Talkenberger aus Rostock übernehmen. Für die Objektplanung wird künftig das Architekturbüro Gössler, Kinz und Kreienbaum (GKK) aus Berlin verantwortlich sein. Unter ihrer Leitung wird die Fassadensicht des künftigen Technischen Rathauses geändert werden. Sie soll sich leicht gestaffelt besser an die umliegenden Gebäude anpassen.</p>
<p>Foto: Torsten Heil/ webMoritz-Archiv</p>
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		<title>Technisches Rathaus: Verwaltung will BauBeCon zurück</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 05:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die BauBeCon soll künftig wieder Sanierungsträger des Technischen Rathauses werden. So wünscht es sich jedenfalls das Stadtbauamt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/2011/11/10/technisches-rathaus-verwaltung-will-baubecon-zuruck/"><img class="size-thumbnail wp-image-42256 alignleft" style="margin: 5px;" title="800px-Rathaus_Greifswald" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/09/800px-Rathaus_Greifswald-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Greifswalder Stadtverwaltung wünscht sich die <a href="http://www.baubeconstadtsanierung.de/de/">BauBeCon</a> als Sanierungsträger für das Technische Rathaus zurück. Zu diesem Ergebnis kam das Stadtbauamt im Anschluss einer Untersuchung, wie die Bürgerschaft nach der  <a href="http://www.greifswald.de/pressemitteilungen/mitteilung-lesen/browse/5/article/stadt-kuendigt-vertraege-mit-der-baubecon.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&amp;cHash=ddc9bb7744">Kündigung der Verträge</a> mit der BauBeCon verfahren könnte. In der vergangenen Bürgerschaftssitzung stellte Stadtbauamtsleiter Thilo Kaiser drei Varianten vor.<span id="more-65233"></span>Die erste Variante beinhaltet eine Neuausschreibung und Neuvergabe, wobei eine Übergangsregelung geschaffen werden müsste, um die notwendigen Aufgaben durchführen zu können. Kaiser zu Folge käme die Verwaltung aufgrund fehlenden Personals vorübergehend nicht in Frage. Eine Alternative hierzu wäre eine Regelung mit der BauBeCon.</p>
<p>Der zweite Vorschlag beinhaltet die Übernahme dieser Aufgabe durch die Stadtverwaltung, während in der dritten Variante eine neue Gesellschaft als Sanierungsträger gegründet würde, bei der die Stadt mehrheitlich beteiligt wäre. Für letztgenannte Varianten müssten jeweils sechs neue Mitarbeiter eingestellt werden, da eine Akteneinsicht in das BauBeCon- Material nur mit geschultem Personal möglich sei. Es wird bezweifelt, dass dieses mit der notwendigen Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt vorhanden wäre.</p>
<h3>Bauverzögerungen wären Folge</h3>
<p>Nach Kaiser käme es in allen drei Varianten zu Bauverzögerungen. Somit könnten Fördermittel aus Städtebauprogrammen nicht fristgerecht ausgegeben werden, zumal fraglich sei, ob das Land weitere Gelder zur Verfügung stellen würde. Der Grund: Bereits jetzt seien Zuweisungen in Höhe von 10 Millionen Euro bis 2011 und von rund 7 Millionen Euro für 2012 aufgelaufen. Zudem hätten sich die Rahmenbedingungen im Hinblick auf die künftige finanzielle Förderung deutlich gewandelt, werden doch die Gelder für die Förderprogramme &#8220;Soziale Stadt&#8221;, &#8220;Stadtumbau Ost&#8221; und die der Städtebauförderung deutlich gekürzt.</p>
<div id="attachment_36518" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-medium wp-image-36518 " title="technisches-rathaus-modell-torsten-heil" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/technisches-rathaus-modell-torsten-heil-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /><p class="wp-caption-text">Eine unendliche Geschichte? Vision des neuen technischen Rathauses.</p></div>
<p>Finanzielle Folgen durch die Umsetzung einer der drei Varianten seien nicht vorhersehbar. &#8220;Daher ist es aus unserer Sicht die beste Lösung, mit dem bisherigen Sanierungsträger weiter zu machen&#8221;, betonte Kaiser abschließend. In Folge der Kostenexplosion beim Bau des Technischen Rathauses wurde im vergangenen Jahr ein Untersuchungsausschuss eingesetzt. Dieser stellte fest, dass bei einer der zahlreichen Baugenehmigungen, die der BauBeCon erteilt wurden, ein Mitarbeiter des Unternehmens die Unterschrift von Oberbürgermeister Dr. Arthur König <a href="http://webmoritz.de/2010/06/28/technisches-rathaus-nun-doch-indizien-fur-korruption/">fälschte</a>. Der Stadt entstand dadurch ein finanzieller Schaden in Höhe von fast einer halben Million Euro. Es folgte die <a href="http://webmoritz.de/2010/07/10/technischen-rathauses-baubecon-nicht-mehr-bauherr/">Kündigung</a> sämtlicher Verträge mit der BauBeCon.</p>
<p>Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow und Arthur König wurden mit in die Verantwortung gezogen, schließlich hatten sie die Bürgerschaft nicht über die Kostenexplosion informiert. Ein von der Fraktion der Grünen und der Linksfraktion eingeleiteter Abwahlantrag beider Amtsträger <a href="http://webmoritz.de/2011/07/05/burgerschaft-rugt-konig-prasident-liskow-bleibt-im-amt/">scheiterte</a>. Ob die Greifswalder Bürgerschaft sich unter Beachtung der Vorgeschichte dafür entscheidet, der Empfehlung des Bauamtes zu folgen, bleibt abzuwarten.</p>
<blockquote>
<h3>Eine Frage des Vertrauens</h3>
<p>Ein Kommentar von Marco Wagner</p>
<p>Es überrascht, dass die Stadtverwaltung sich die BauBeCon als Sanierungsträger zurückwünscht. Zu hinterfragen ist, dass in der von Bauamtsleiter Kaiser präsentierten Tabelle ausschließlich Nachteile, jedoch keine Vorteile aufgelistet werden.  Zudem blieb in der Argumentation Kaisers vollkommen unberücksichtigt, dass die BauBeCon Mitschuld an der Kostenexplosion trägt. Das Vertrauen zwischen der Stadt und der BauBeCon wurde durch die von der BauBeCon gefälschte Unterschrift zerstört. Daran lässt sich nichts mehr ändern. Fast scheint es, als wolle das Stadtbauamt die Bürgerschaft dazu drängen, die BauBeCon wieder einzusetzen. Die präsentierte Tabelle gibt faktisch keinen Spielraum zur Abwägung zwischen Vor- und Nachteilen. Angesichts der zwangsläufigen Verknüpfung zwischen Stadtbauamt und BauBeCon ist zu hinterfragen, inwiefern die präsentierten Schlussfolgerungen wertfrei, objektiv und ohne jegliches politisches Kalkül gezogen worden sind. Egbert Liskow ist bereits mit <a href="http://webmoritz.de/2011/07/05/burgerschaft-rugt-konig-prasident-liskow-bleibt-im-amt/">zwei blauen Augen</a> davon gekommen. Nun soll also auch die BauBeCon rehabilitiert werden. Anstelle eines gründlichen Neuanfangs, eines Wechsels hin zu einem vertrauenswürdigen Sanierungsträger, soll alles beim Alten bleiben. Was in diesem Fall mit Sicherheit auch bleiben würde, wäre ein fader Beigeschmack.</p></blockquote>
<p>Fotos: Michael Sander (Rathaus)/ wikimedia commons, Torsten Heil (Modell technisches Rathaus)/ webMoritz-Archiv</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unterm Strich rote Zahlen: Greifswalder Haushaltsplan für 2012</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/11/09/unterm-strich-rote-zahlen-greifswalder-haushaltsplan-fur-2012/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 06:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stadt kann für das kommende Haushaltsjahr keinen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Das erklärte Dietger Wille in der Bürgerschaftssitzung vom vergangenen Montag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/2011/11/09/unterm-strich-rote-zahlen-greifswalder-haushaltsplan-fur-2012/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-65221" style="margin: 5px;" title="Geld-SwissCheese_jugendfotos.de" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/11/Geld-SwissCheese_jugendfotos.de_-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sichtlich besorgt trat Dietger Wille, komissarischer Leiter des Amtes für Wirtschaft und Finanzen, an das Mikrofon, als es darum ging, die Haushaltsplanung für das Jahr 2012 vorzulegen. &#8220;Für mich ist es heute ein Schwarzer Tag, weil ich Ihnen sagen muss, dass ich mir Sorgen um die künftige Handlungsfähigkeit der Stadt mache&#8221;, leitete der Stadtkämmerer seine Rede vor der Bürgerschaft ein.<span id="more-65143"></span></p>
<p>Zu Beginn verwies er auf die Probleme, mit denen die Stadt vor einigen Jahren zu kämpfen hatte, um einen ausgeglichenen und gesunden Haushalt vorlegen zu können. Schulen mussten und müssen zum Teil bis heute noch auf ihre Sanierung warten, die Grundsteuer musste erhoben werden. Nur so konnte nach Aussagen Willes die Handlungsfähigkeit der Stadt wiederhergestellt werden.</p>
<h3>Kreisgebietsreform führt zu finanzieller Schwächung Greifswalds</h3>
<div id="attachment_65274" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/11/Dietger_Wille_Haushalt_Bürgerschaft-Marco_Wagner.jpg"><img class="size-medium wp-image-65274" title="Dietger_Wille_Haushalt_Bürgerschaft-Marco_Wagner" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/11/Dietger_Wille_Haushalt_Bürgerschaft-Marco_Wagner-250x250.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Dietger Wille bei der Vorstellung des Haushaltsplanes in der Bürgerschaft.</p></div>
<p>Eine ähnliche Situation wird auch nun für die Zukunft befürchtet. Zwar wird der Greifswalder Stadthaushalt durch das Landesneuordnungsgesetz, also die Kreisgebietsreform, um rund 24,5 Millionen Euro entlastet, allerdings auch um etwa 11 Millionen Euro durch den Wegfall von Zuweisungen sowie um etwa 16 Millionen Euro durch eine differenzierte Kreisumlage belastet. Somit entstehen bei der Stadt Verluste in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Unter den Schlüsselzuweisungen nach dem Finanzausgleichsgesetz wird es um eine Verringerung von rund 8 Millionen Euro kommen. Diese Verringerung kommt durch den Wegfall zahlreicher Aufgaben der Stadt zustande. Dies erklärte Wille in einem Pressegespräch, zu dem die Stadtverwaltung geladen hatte. Darüber hinaus hob Wille hervor, dass das Vermögen der Stadt im kommenden Jahr um rund 5 Millionen Euro sinken wird.</p>
<p>Zudem müsse die Stadt weitere zwei Millionen Euro an Krediten aufnehmen. Unter diesen Vorzeichen müsse damit gerechnet werden, dass die Landesregierung der Stadt bei der Haushaltsgenehmigung Auflagen erteile. In der Gesamtbilanz stellten Oberbürgermeister Dr. Arthur König und Dietger Wille in einem vor der Sitzung abgehaltenen Pressegespräch fest: &#8220;Bei der Kreisgebietsreform sollte es darum gehen, die Zentren zu stärken, wenn man allerdings Zuweisungen abzieht, bedeutet das eine Schwächung der Zentren.&#8221; Somit wird der Verlust der Kreisfreiheit eher als Nachteil für Greifswald angesehen, denn als Vorteil.</p>
<h3>Steigende Steuereinnahmen</h3>
<p>Als besonders erfreulich sieht Wille die Entwicklung der Steuereinnahmen an. So wird die Stadt ihre Grundsteuereinnahmen bis 2012 voraussichtlich fast verdoppelt haben können. Auch die Umsatzsteuer wird voraussichtlich von 1,4 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro ansteigen. Ursache hierfür sei, so Wille, nicht zuletzt die steigende Inflation. Hinsichtlich der Gewerbesteuereinnahmen zeigen die Werte eine schwankende Entwicklung auf. &#8220;Die Unsicherheit dieses Wertes ist am Größten&#8221;, erklärte Wille mit Hinblick auf die derzeitige Finanzkrise, die auch dem Finanz- und Wirtschaftsamt der Stadt Sorgen bereitet.</p>
<p>Ungeachtet der derzeitigen Haushaltslage wird mittelfristig ein Ausgleich angestrebt. Der Wegfall der Kreisfreiheit wird vor allem für Erstsemesterstudierende nicht ohne Folgen bleiben. Wurden der kreisfreien Stadt noch 370 Euro pro Einwohner gezahlt, werden es bei der Kreisstadt Greifswald nur noch 240 Euro sein. Von diesen 240 Euro werden dann noch etwa 100 Euro Kreisumlage an die Gemeinden zu zahlen sein. Aufgrund dieses finanziellen Einschnittes um 270 Euro pro Kopf wird es sich die Stadt künftig nicht mehr leisten können, die bisher gezahlte Umzugsbeihilfe in Höhe von 150 Euro pro Erstsemesterstudierender zahlen zu können. Auf Nachfrage des webMoritz erklärte der Stadtkämmerer jedoch, dass in der derzeitigen Planung keine entscheidenden Einschnitte im sozialen Bereich vorgenommen würden.</p>
<p>Fotos: Marco Wagner (Dietger Wille), SwissCheese/ jugendfotos.de (Geld)</p>
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		<title>Bürgerschaft rügt König &#8211; Präsident Liskow bleibt im Amt</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/07/05/burgerschaft-rugt-konig-prasident-liskow-bleibt-im-amt/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 23:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Hängen und Würgen hat er es geschafft: Egbert Liskow bleibt Bürgerschaftspräsident. Ein Antrag der Linken und Grünen zur Abwahl des Greifswalder Königs scheiterte genau so, wie das Feuern Liskows.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/03/rathaus-300x200-ruedis_fotos_via_flickr.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17210" style="margin: 5px;" title="rathaus-300x200-ruedis_fotos_via_flickr" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/03/rathaus-300x200-ruedis_fotos_via_flickr-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Bericht von David Vössing und Susanne Große</em></p>
<p>Mit zwei blauen Augen davon gekommen ist Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow (CDU) in der Bürgerschaftssitzung am Montagabend. Ein Abwahlantrag von SPD, Linken und Grünen gegen ihn ergab nach geheimer Abstimmung ein Patt von 20 Ja- zu 20 Nein-Stimmen. Notwendig für eine Abwahl wäre die Mehrheit der 43 Bürgerschaftsmitglieder gewesen. Hingegen wurde Oberbürgermeister Dr. Arthur König bei einer knappen Mehrheit von 21 zu 19 Stimmen von der Bürgerschaft nach einem SPD-Antrag gerügt. Ein Antrag von Linken und Grünen auf die Einleitung eines Bürgerentscheides zur Abwahl Königs verfehlte mit 28 Gegenstimmen und 11 Ja-Stimmen die erforderliche Zweidrittelmehrheit deutlich. Beiden wird vorgeworfen, die Bürgerschaft zu spät über Kostensteigerungen beim &#8220;Technischen Rathaus&#8221; informiert zu haben. Liskow wird zudem beschuldigt, die Unwahrheit zu sagen.<span id="more-59989"></span></p>
<h3>Bericht erhebt Vorwürfe gegen König, Liskow, Arenskrieger und BauBeCon</h3>
<p>In seinem Bericht kommt der Untersuchungsausschuss zum „Technischen Rathaus“ zum Ergebnis, dass die Kostensteigerungen von 8,5 Millionen (Stand 2007) auf 13,8 Millionen Euro unterschiedliche Gründe hat. Dazu zählen unter anderem zwei Millionen Euro wegen unrichtigen und geschönten Planungsansätzen, zwei Millionen Euro aufgrund von Planungsänderungen und allgemeiner Preissteigerung sowie 1,2 bis 1,5 Millionen Euro wegen Risiken wie der Belastung der Bausubstanz. Ferner bemängelt der Bericht ein „fragwürdiges Verhalten“ des Sanierungsträgers BauBeCon mit einer „Politik der Abschottung“. Der Bericht erhebt auch Vorwürfe gegen Liskow (CDU), den ehemaligen Baudezernenten Reinhardt Arenskrieger und König, die die Bürgerschaft erst im Mai 2010 von den Kostensteigerungen berichteten, obwohl sie schon teilweise November 2009 oder Februar 2010 gewusst haben sollen.</p>
<h3>Kerath: &#8220;BauBeCon nicht mehr sachkundig und vertrauenswürdig&#8221;</h3>
<p>„Dem Bericht ist nicht hinzuzufügen“, begann SPD-Fraktionsvorsitzender  Andreas Kerath seine Ausführung. Er sprach sich für eine Kündigung  des Vertrages mit der BauBeCon aus: „Die BauBeCon ist nicht mehr  sachkundig und vertrauenswürdig“ mit einer gefälschten Unterschrift des  Oberbürgermeisters. Ferner befürwortete er eine Abwahl Liskows: „Der  Bürgerschaftspräsident hat uns von den Mehrkosten nicht informiert,  obwohl er davon wusste. “ Er hätte dazu „eine moralische und  gesetzliche Pflicht gehabt“. Hingegen lehnte er einen Antrag auf  Bürgerbescheid zur Abwahl von König ab: „Damit schießen wir über das  Ziel hinaus. Deswegen befürworten wir eine Rüge.“</p>
<h3>Bartels: &#8220;Präsident hätte alles auf den Tisch legen müssen&#8221;</h3>
<div id="attachment_57237" class="wp-caption alignright" style="width: 254px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/EgbertLisko_sg.jpg"><img class="size-medium wp-image-57237" title="EgbertLisko_sg" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/EgbertLisko_sg-244x250.jpg" alt="Egbert Liskow musste sich vor dem Untersuchungsausschuss massiver Kritik stellen." width="244" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow bleibt im Amt.</p></div>
<p>Kritik an König und Liskow übte auch der Linke-Fraktionsvorsitzende Dr.  Gerhard Bartels. Er missbilligte das Verhalten Königs und sagte mit  Blick auf Liskow und die zuerst verschwiegenen Mehrkosten: „Der  Präsident hätte sofort alles auf den Tisch legen müssen.“ Mit dem früheren  Baudezernenten Reinhard Ahrenskrieger ging er hart ins Gericht. „Es war eine  Lüge von ihm, als erbei direkter Nachfrage im Februar 2010 sagte, es gebe keine  Kostensteigerungen.“ Somit sei er neben der BauBeCon für das Desaster  „Technisches Rathaus“ verantwortlich, das er eine „Bestattungsstätte für  Steuergelder“ nannte. Auch Ullrich Bittner von den Grünen meinte, dass der „Oberbürgermeister  stärker hätte reagieren müssen“. Auch Liskow kritisierte er stark. Der Bürgerschaftspräsident hätte seine Chance auf Schadensbegrenzung nicht genutzt, da er nichts zugegeben hatte. Daher sprach er sich für eine Abwahl Königs  und Liskows sowie die Trennung von der BauBeCon aus und beklagte einen  realen Schaden von 1,2 Millionen Euro für die Stadt.</p>
<h3>CDU wollte Bericht des Untersuchungsausschusses zugunsten Liskows ändern</h3>
<p>Seitens der CDU betonte Mechtild Thonack, dass Liskow nicht die  Unwahrheit gesagt habe. „Egbert Liskow soll im Ruf geschädigt  werden“, warf sie der SPD Wahlkampf vor, was diese zurückwies. Liskow ist Landtagsabgeordneter und kandidiert auch wieder bei den Landtagswahlen Anfang September. Die CDU  forderte in einem Änderungsantrag zum Untersuchungsausschussbericht,  dass Liskow keine umfassenden Kenntnisse gehabt habe. Damit wollte die  CDU einen Satz aus dem Bericht streichen, der Liskow vorwirft, „nachweislich nicht der  Wahrheit&#8221; gesagt zu haben. Das lehnte die Bürgerschaft in  namentlicher Abstimmung Anträge bei 19 Ja-Stimmen bei 21 Gegenstimmen  und zwei Enthaltung ab. Ein weiterer Antrag lautete, den Bericht nur zur  Kenntnis zu nehmen, was mit 16 Ja-Stimmen bei 25 Gegenstimmen abgelehnt  wurde. Letztendlich machte sich die Bürgerschaft den Bericht zu Eigen  und beschloss ihn. Gleichzeitig wurde einstimmig beschlossen, dass der Bericht des Untersuchungsausschusses samt der Stellungnahme der BauBeCon an die Landesregierung geschickt wird, damit sich diese ein Bild von Arenskrieger machen kann, der im letzten Jahr zum Vizepräsidenten des Landesrechnungshofes befördert wurde.</p>
<div id="attachment_41805" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/09/König-300x200-th.jpg"><img class="size-medium wp-image-41805" title="König-300x200-th" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/09/König-300x200-th-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Oberbürgermeister Dr. Arthur König wurde gerügt. Ein Abwahlantrag scheiterte gegen ihn deutlich.</p></div>
<p>Für Sebastian Ratjen von der FDP war die ganze Debatte eine „Realsatire“.  Wie Thonack kritisierte er auch den Abwahlantrag gegen Liskow: „Wir machen das Schmierentheater nicht mit, Liskow in die Wüste zu jagen.“ Der SPD passe es vor der Wahl ins Programm „dass jemand von den Hunden gebissen wird“. Auch Ludwig Spring von der Bürgerliste sieht eine Abwahl Liskows als unverhältnismäßig an: „Er steht an der ersten Stelle der Bestrafung, aber an der letzten der Information.“</p>
<h3>Vertrag mit der BauBeCon lösen</h3>
<p>In einem weiteren Beschluss forderte die Bürgerschaft, dass die Verwaltung den Vertrag mit der BauBeCon &#8220;im gegenseitigen Einvernehmen&#8221;  mit Verhandlungen lösen soll. Ob dies möglich ist, scheint fraglich. &#8220;Wir wollen gerne die Zusammenarbeit fortsetzen&#8221;, äußerte Greifswalds BauBeCon-Geschäftsführer Eckhard Horwedel. Im Übrigen wies er die Vorwürfe des Untersuchungsausschusses zurück: &#8220;Die Baubecon hat nicht selbstständig agiert, sondern nur auf Wunsch der Stadt.&#8221; Bleibt der Verwaltung nur ein anderer Weg zur Vertragsauflösung. Sie soll die Kündigung des Vertrages prüfen, heißt es im selben Beschluss der Bürgerschaft.</p>
<p>Fotos: Susanne Große (Liskow), ruedis_fotos_via_flickr (Rathaus), Torsten Heil (König)</p>
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		<title>Bürgerschaft favorisiert &#8220;Vorpommern Greifswald&#8221; als neuen Kreisnamen und prüft atomstromfreie Stadtwerke</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 16:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Grosse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur König]]></category>
		<category><![CDATA[Atomstromfreie Stadtwerke Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Egbert Lisko]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreisgebietsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Ratjen]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Fassbinder]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrike Berger]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1407.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-56914" style="margin: 5px;" title="Bürgerschaft_SusanneGroße" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1407-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Greifswald will mit dem Kreisnamen &#8220;Vorpommern Greifswald&#8221; in die Verhandlungen mit den Nachbarkreisen gehen. Damit fand ein Antrag von Grünen und FDP nach heftiger Debatte eine  Mehrheit. Nicht nur darüber wurde auf der Bürgerschaftssitzung am vergangenen Montagabend vier Stunden heftig diskutiert, sondern auch ein Antrag über den Prüfungsauftrag &#8220;Atomstromfreie Stadtwerke Greifswald GmbH.&#8221; Insbesondere letzterer spaltete die Fraktionen der Bürgerschaft ganz klassisch auf dem politischen links-rechts Spektrum, fand aber eine knappe Mehrheit.<span id="more-56854"></span></p>
<p>Fast einstimmig angenommen wurde die vorläufige Hauptsatzung für den künftigen Großkreis. Im Rahmen der Kreisgebietsreform wird dieser aus der Hansestadt Greifswald und den Landkreisen Ostvorpommern und Uecker-Randow sowie einem Teil des heutigen Kreises Demmin entstehen. Die Hoffnung und Bitte von Oberbürgermeister Arthur König (CDU) an die Bürgerschaft auf eine kurze Debatte, wurde nicht erfüllt. Einige Fraktionen brachten massive Kritik und Änderungsvorschläge hervor.</p>
<div>
<p>Einer der Hauptstreitpunkte war der Namensvorschlag für den neuen Kreis. Zur Zeit kursiert noch der vorläufige Arbeitstitel &#8220;Südvorpommern&#8221;. Neben der Greifswalder Bürgerschaft bekam auch jeder Kreistag der betreffenden Kreise den Auftrag, gemeinsam einen Namensvorschlag zu entwickeln. Die einzelnen Fraktionen der Greifswalder Bürgerschaft entwickelten zuvor intern eigene Namensvorschläge, die sie auf der Sitzung präsentierten.</p>
<h3>Diskussion um Kreisnamen</h3>
<p>&#8220;Die Namenswahl ist nicht unwichtig. Der zukünftige Name soll Integrität ausdrücken. Daher müssen wir einen Namen finden, in dem sich alle Bürger wiederfinden &#8211; auch wir Greifswalder&#8221;, verdeutlichte Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow (CDU) den Ernst der Lage. Für reichlich Verwirrung sorgten rechtliche Bestimmungen. Während Liskow fest davon überzeugt war, dem künftigen Namen müsse der Begriff &#8220;Landkreis&#8221; vorgeschoben werden, waren einige Fraktionen anderer Auffassung. So kamen sowohl Vorschläge mit dem Zusatz, als auch ohne zustande. Später erreichte die Information, das Gesetz fordere den Begriff Landkreis vor dem eigentlichen Namen des Kreises nicht explizit, die Sitzung.</p>
<div id="attachment_56917" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1400.jpg"><img class="size-medium wp-image-56917 " title="SebastianRatjen_Susanne Große" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1400-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Sebastian Ratjen (FDP) plädierte für die Erwähnung Greifswalds im Gemeinschaftsnamen.</p></div>
<p>Christian Kruse (CDU) stellte für seine Fraktion die Idee &#8220;Pommernkreis Greifswald&#8221; vor. Bei seiner Bemerkung, die Linke habe sicherlich ein Problem mit dem Begriff Pommern, dennoch sei es wichtig &#8220;über die Grenzen hinaus&#8221; zu gehen, ging lautstarker Protest durch die Reihen der Linken. Sofort brachte Gerhard Bartels den Gegenvorschlag &#8220;Ostseekreis Greifswald&#8221; hervor. &#8220;Herr Kruse hat soeben bewiesen, dass der Begriff &#8216;Pommern&#8217; völlig ungeeignet ist für den Namen des neuen Großkreises&#8221;, argumentierte er. Ähnliche Ideen hatte auch die SPD. Sie schlugen &#8220;Ostseekreis Vorpommern&#8221; vor. Dabei hätten sie bewusst auf die Verwendung Greifswalds verzichtet, da der neue Kreis schließlich auch aus Ostvorpommern und Uecker-Randow bestehen wird, dessen Bürger sich sonst übergangen fühlen könnten, äußerte SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Andreas Kerath: &#8220;Schließlich solle er Name identitätsstiftend für alle wirken.&#8221; Die SPD entschied sich also, die Ostsee als Aushängeschild zu benutzen und so alle Begriffe, die in irgendeiner Weise in die Kritik geraten könnten zu vermeiden.</p>
<h3><strong>Auch &#8220;Pommernkreis Greifswald&#8221; oder &#8220;Ostseekreis Vorpommern&#8221; in der Debatte</strong></h3>
<div>
<p>Die Grünen-Fraktion warfen den Namen &#8220;Landkreis Vorpommern Greifswald&#8221; in den Ring. &#8220;Im Gegensatz zu den Kollegen von der Linken haben wir kein Problem mit Pommern. Der Begriff stammt aus dem Slawischen und bedeutet &#8216;Land am Meer&#8217;. Er hat als nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun&#8221;, erklärte Stefan Fassbinder. Außerdem kritisierte er den Bürgerschaftsvorsitz, dass er die Frage, ob nun Landkreis vor dem neuen Namen stehen müsse oder nicht, nach zwei Monaten immer noch nicht geklärt sei. FDP-Fraktionsmitglied Sebastian Ratjen stellte überrascht fest, dass seine Partei mit den Grünen einer Meinung sei. Allerdings grenzten die Liberalen sich ganz klar von dem Begriff &#8220;Landkreis&#8221; ab. &#8220;Wenn wir nirgendwo anecken wollen, dann wird das nichts mit der Identität. Greifswald ist schließlich der größte Teil des zukünftigen Kreises.&#8221; griff Ratjen die Defensivpolitik der SPD an.</p>
<div id="attachment_56925" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1406.jpg"><img class="size-medium wp-image-56925 " title="Bürgerschaft_SusanneGroße" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1406-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Die Fraktionen auf der linken Seite sprachen sich gegen Atomkraft aus.</p></div>
<p>Auf Namensvorschläge verzichteten die Bürgerliste-Fraktion und die Verwaltung, die jedoch fragte, ob die Nachbarkreise &#8220;Greifswald&#8221; im Gemeinschaftsnamen akzeptieren würden. Die Erwähnung der Universitäts- und Hansestadt könne den anderen ein Dorn im Auge sein. Bei der offenen Abstimmung schließlich setzte sich der Vorschlag &#8220;Vorpommern Greifswald&#8221; der Grünen beziehungsweise der FDP letztendlich gegen die anderen Ideen durch. Nachdem die anderen Kreise ihrerseits jeweils ebenfalls einen Namensvorschlag festgelegt haben, wird in einer gemeinsamen Tagung ein oder mehrere Namensvorschläge endgültig festgelegt, über die der Bürger dann neben den Wahlen zum Landtag und neuen Kreistag entscheiden kann.</p>
<h3>Prüfauftrag für atomstromfreie Stadtwerke</h3>
<div>
<p>Hoch her ging es nicht nur bei der Diskussion um den Kreisnamen, sondern auch um einen Antrag der Grünen zur Einleitung einer Prüfung, ob die Stadtwerke atomstromfrei werden können. Ulrike Berger (Grüne), die Kernenergiebeirätin des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist, wies auf den dringenden Umbau des Energiekonzepts hin. Die Stadtwerke Greifswald seien dabei als Vorantreiber ein wichtiger Partner. &#8220;Zwar verfügt Greifswald schon über Photovoltaikanlagen sowie Windparks, allerdings sind sechs Prozent Kernenergie sechs Prozent zu viel.&#8221; betonte Berger. Greifswald sollte schnellstmöglich zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien zurückgreifen und diese auch selbst erzeugen.</p>
<div id="attachment_56924" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1401.jpg"><img class="size-medium wp-image-56924 " title="UlrikeBerger_SusanneGroße" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/IMG_1401-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Ulrike Berger plädierte für ein Greifswald ohne Atomstrom</p></div>
<p>Kritik kam von der CDU. So äußerte Jürgen Lietke: &#8220;Es kann nicht sein, dass Deutschland abschaltet und den Atomstrom dann von anderen Ländern an der Börse einkauft. Wir stehen mit unserer Entscheidung allein in Europa.&#8221; Seiner Meinung nach sei die Idee, gänzlich auf Strom aus dem Kernkraftwerk zu verzichten, nicht umsetzbar. Christian Radicke (Bürgerliste), der außerdem Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Greifswald ist, erörterte die Lage aus der Sicht der Stadtwerke: &#8220;Jeder Bürger ist natürlich frei, seinen Stromanbieter frei zu wählen. Wenn die Stadtwerke ausschließlich den kostenintensiveren Öko-Strom anbieten, verlieren wir eine wichtige Einnahmequelle.&#8221; Zur Zeit gehören die Stadtwerke Greifswald in puncto Öko-Strom noch zu den günstigsten regionalen Anbietern. Da der Stromverbrauch in der gesamten Bundesrepublik Deutschland und so auch in Greifswald kontinuierlich ansteigt, entscheidet sich die Mehrheit der Bürger gegen die teurere Stromvariante.</p>
<p>Bei der Abstimmung über den Prüfantrag bot sich ein klassisches Bild. Während die Vertreter der CDU und FDP auf der rechten Seite den Antrag nahezu geschlossen ablehnten, stimmten die Fraktionen auf der linken lediglich mit einigen Enthaltungen dafür. So kam es dazu, dass dem Antrag mit einer knappen Mehrheit stattgegeben wurde.</p>
<div>
<p>Der Beschluss der Bürgerschaft sieht vor, dass der Oberbürgermeister folgende Fragen hinsichtlich atomstromfreier Stadtwerke zu prüfen:</p>
<ol>
<li>Bis zu welchem Termin ist es möglich den Einkauf von Strom auf zertifizierten Ökostrom umzustellen (z.B. nach VdTÜV-Basisrichtlinie Ökostromprodukte), um so auf die Nutzung von Atomstrom zu verzichten?</li>
<li>Welche möglichen Konsequenzen hätte das auf die Entwicklung des Strompreises(in Cent pro kw/h)?Woraus ergeben sich eventuelle zusätzliche Kosten?</li>
<li>In welchem Umfang wollen die Stadtwerke Greifswald GmbH in Anlagen zur Energieerzeugung, insbesondere in Anlagen, die auf Erneuerbaren Energien basieren, investieren?</li>
<li>In welchem Umfang können die Erträge aus den E.E.-Anlagen zur Senkung der Strompreise beitragen?</li>
<li>Wie begründen sich Mehrkosten gegenüber den vier anerkannten Ökostrom-Anbietern Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick  und Naturstrom?</li>
<li>Existieren im Bereich der Stadtwerke Sozialtarife für Strom und Wärme?Wenn ja, wie viele EinwohnerInnen machen davon Gebrauch?Wenn nein, ist an die Einführung von Sozialtarifen gedacht worden?</li>
</ol>
<p>Zu Beginn der Sitzung setzte sich in geheimer Wahl der 43-jährige Bengt Jacobs, der seit 1999 als Sozialpädagoge im Kinder- und Jugendhaus &#8220;Labyrinth&#8221;Greifswald tätig ist, gegen eine Mitbewerberin als neuer Kinderbeauftragter durch.  &#8221;Greifswald steht durch die Kreisgebietsreform vor großen Herausforderungen. Jedoch werde ich mich dafür einsetzen, dass nicht bei der Kinder- und Jugendpflege gespart wird&#8221;, erläuterte der frisch gewählte Jacobs in Bezug auf seine Pläne.</p>
<h3>Stadt beteiligt sich an Projekt gegen Alkohol</h3>
<div id="attachment_41805" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/09/König-th-250x166.jpg"><img class="size-medium wp-image-41805  " title="König-300x200-th" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/09/König-300x200-th-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Oberbürgermeister Dr. Arthur König</p></div>
<p>OB König stellte ein Projekt vor, dass seiner Meinung nach eine große Bedeutung für die Stadt hat. In der Woche vom 23. bis 29. Mai beteiligt sich Greifswald an einer Aktion gegen Alkohol. Zu hoher Alkoholkonsum sei ein ernstes Thema, besonders in Mecklenburg-Vorpommern ist der Konsum im Durchschnitt zu hoch. Daher werden in diesem Zeitraum unter anderem Workshops und Lesungen angeboten, die Jugendliche und Erwachsene über die Gefahr von Alkohol aufklären sollen. Im Foyer des Rathauses liegen bereits seit geraumer Zeit Informationsmaterialien aus. Kostenlose alkoholfreie Getränke stehen dort ebenfalls zum Verzehr bereit und sollen den Greifswaldern die Anti-alkoholische Woche schmackhaft machen.</p>
<p>Fotos: Susanne Große, Archiv (König)</p>
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		<title>Schönwalde II bleibt nazifrei</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 13:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA["Greifswald Nazifrei!"]]></category>
		<category><![CDATA[1. Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur König]]></category>
		<category><![CDATA[Nazidemo]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Dank zahlreicher Blockaden bleibt Schönwalde II Nazifrei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/1.Mai-Blockade-Schoenwalder-Landstrasse-Banner-Marco_Wagner.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-55321 alignleft" title="1.Mai-Blockade-Schoenwalder-Landstrasse-Banner-Marco_Wagner" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/1.Mai-Blockade-Schoenwalder-Landstrasse-Banner-Marco_Wagner-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Das Motto &#8220;Greifswald Nazifrei&#8221; konnte zwar nicht in Erfüllung gehen, immerhin blieb Schönwalde II von Nazis frei, abgesehen von den in diesem Stadtteil wohnenden Rechtsextremisten. Dafür sorgten nach Polizeiangaben rund 1.500 Menschen, die die Route der Neonazis blockierten. Die Nazigegner setzten sich jedoch nicht nur auf die Route, sondern auch auf mögliche Ausweichstrecken, sodass die NPD anstatt der geplanten sieben nur dreieinhalb Kilometer zurücklegen konnte.<span id="more-55151"></span></p>
<p>Hinzu kommt, dass sie bis auf die Hans-Beimler Straße und Heinrich-Hertz-Straße einen vollkommen anderen Weg einschlagen mussten. Die Route führte nun nicht mehr durch die Stadtteile Südstadt, Schönwalde I und Schönwalde II, sondern lediglich durch die Südstadt und tangierte in der Lommonossowallee und der Heinrich-Hertz-Straße Schönwalde I. Die Hauptstraßen von Schönwalde I und II, der Ernst-Thälmann-Ring und die Makarenkostraße konnten die Rechtsextremisten somit nicht passieren.</p>
<h3>Pastörs wütend über vorzeitigen Abzug</h3>
<p>Auch die Beteiligung der Neonazis an dem Aufruf der NPD, gegen die angeblich bevorstehende &#8220;Fremdarbeiterinvasion&#8221; zu demonstrieren, fiel recht mager aus: Anstatt der angemeldeten 500 Demonstranten kamen lediglich 350. Die Demonstranten waren überwiegend männlich und passten in weiten Teilen in das Bild der &#8220;Klischeenazis&#8221;: Springerstiefel, Glatze, Bomberjacke. Besonders auffällig war die relativ hohe Anzahl von Kindern zwischen zehn und fünfzehn Jahren, die sich an der Versammlung beteiligten. Einige von ihnen verkleideten sich als Soldaten der Wehrmacht und mimten Adolf Hitler nach.</p>
<p>Den Goebbels-Part übernahm in Folge des Rückzugs der Schweriner Juwelier und Spitzenkandidat der NPD Udo Pastörs. Vor Wut schäumend schrie er in die versammelte Menge und schimpfte auf die &#8220;Roten Mischpoken&#8221; Ulf Dembski und seine Ehefrau. Zudem richtete er auch einige Worte an die Gegendemonstranten: &#8220;Ihr seid der Ausdruck der Stumpfsinnigkeit der Bundesrepublik Deutschland! Ihr habt immer noch nichts begriffen!&#8221;</p>
<h3>Nazigegner errichteten insgesamt 12 Blockaden</h3>
<p>Gerade an den Gegendemonstranten könne man erkennen, welche weitreichende Folgen der &#8220;Umerziehungsprozess&#8221; seit 1945 habe. Die Rede wurde jedoch immer wieder durch Antifaschisten gestört, die mit verschiedenen Gegenständen Lärm schlugen und die Neonazis mit fröhlichem Gesang immer wieder verhöhnten. &#8220;Ihr habt den Krieg verloren! Ihr habt&#8230;&#8221; &#8211; so ging es immer weiter. Die Wut und der Hass der Neonazis auf die Gegendemonstranten war ihnen sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben. Nicht einmal ihre Kundgebung verlief reibungslos.</p>

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<p>Wie die Polizei berichtete, wurden im Laufe des Tages von Nazigegnern insgesamt 12 Blockaden errichtet. Die Blockadeteilnehmer seien vorwiegend Jugendliche, Heranwachsende und Studierende gewesen, &#8220;die ihren Protest friedlich zum Ausdruck brachten.&#8221; Insgesamt sprach die Polizei 167 Platzverweise aus. Nach Informationen des webMoritz handelte es sich hierbei zum überwiegenden Teil um Blockierende in der Heinrich-Hertz-Straße. Zudem wurden insgesamt zehn Personen in Gewahrsam genommen.</p>
<p>Zu Gewaltausschreitungen kam es weder von Seiten der Neonazis noch von Seiten der Nazigegner. Bei einem Durchbruchversuch von einer Gruppe Antifaschisten setzte die Polizei Pfefferspray ein, um die Demonstranten zurück zu drängen. Infolge der Tumulte, die bei der versuchten Vereinigung von zweier Blockaden in der Lomonossowallee und den heranrückenden Neonazis zwischen Demonstranten und Polizei kurz nach dem Durchbruchversuch entstanden, soll es nach Angaben von Demonstranten vereinzelt zu heftigen Übergriffen von Seiten der Polizei gekommen sein.</p>
<h3>Polizei bedankt sich bei friedlichen Demonstranten</h3>
<p>So soll ein Polizist eine Demonstrantin unsittlich berührt haben, ein weiterer habe einen Demonstranten getreten. Wie dem webMoritz von anderen Versammlungsteilnehmern mitgeteilt wurde, habe die Polizei den letztgenannten Beamten anschließend aus dem Verkehr gezogen.</p>
<p>Wie die Polizei berichtet, sei es auch zu einer Verletzung eines ihrer Beamten in Folge des Zündens von Pyrotechnik gekommen. Welchem politischen Lager der Täter angehörte, gab sie jedoch nicht an. Nach Beobachtungen des webMoritz wurde beim Rückzug der Neonazis aus den Reihen des NPD-Demonstrationszuges ein Feuerwerkskörper gezündet. Abschließend bedankte sich der Einsatzleiter Olaf Kühl in der Pressemitteilung &#8220;ausdrücklich bei den Demonstranten für ihren friedlichen Protest und lobte den engagierten und besonnenen Einsatz der Polizeikräfte.&#8221;</p>
<p>Das Bündnis Greifswald Nazifrei zeigt sich ebenfalls zufrieden mit den Protesten. „Aufgrund unserer Entschlossenheit konnten weitere Blockaden die geänderte Routenführung durchkreuzen, sodass die Neonazis gezwungen wurden auf dem Absatz kehrt zu machen&#8221;, erklärte Cornelia Schultze, Pressesprecherin des Bündnisses. Das Bündnis bewertet die Verkürzung der Route als Erfolg, zeige es doch, dass &#8220;viele couragierte Menschen in Greifswald bereit waren, sich entschlossen gegen die Verbreitung neonazistischer Propaganda auf die Straße zu setzen.&#8221; Nicht zufrieden ist das Bündnis damit, dass es ihm nicht gelang die Demonstration durch Blockaden ganz zu verhindern.</p>
<h3>Oberbürgermeister beeindruckt von Protesten</h3>
<p>Oberbürgermeister Dr. Arthur König zeigte sich ebenfalls beeindruckt von den Protesten. &#8220;Die Art des Agierens ist unterschiedlich, aber alle sind vereint in der Aussage: Greifswald ist bunt – hier herrscht kein Platz für braunes Gedankengut. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, wie breit die demokratische Gesellschaft in Greifswald aufgestellt ist. Die Stadt ist geprägt von ihrer Universität und kann sich auf sie verlassen&#8221;, erklärte der Oberbürgermeister.</p>
<p>Das Studentenfernsehen Moritz-TV war ebenfalls vor Ort und hat sowohl von dem NPD-Aufgebot, als auch von der Gegendemonstration und den Blockaden umfangreiches Filmmaterial in einem Beitrag zusammen gestellt:</p>
<p></p>
<p>Auf dem <a href="http://blog.17vier.de/2011/05/02/nachbetrachtung-der-greifswalder-npd-demo-am-tag-der-arbeit/">Fleischervorstadtblog</a> wurde ebenfalls eine umfangreiche Zusammenfassung der Ereignisse veröffentlicht. Der Blogbetreiber nahm dabei vorwiegend die unterschiedlichen Kanäle der Berichterstattung unter die Lupe.</p>
<p>Fotos: Marco Wagner, Susanne Große, Andrea Dittmar, David Vössing, Video von Moritz-TV.</p>
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		<title>Greifswalder wollen Neonazis die Stirn bieten</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/03/31/greifswalder-wollen-neonazis-die-stirn-bieten/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 11:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Flieger]]></category>

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		<description><![CDATA[Greifswald ist bunt- Kein Ort für Neonazis. Auf dieses Motto einigten sich etwa 100 Bürgerinnen und Bürger bei der Planung der Proteste gegen den Neonaziaufmarsch am 1. Mai.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_34177" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/arthur_koenig_20100514_gabriel_kords.jpg"><img class="size-medium wp-image-34177" title="arthur_koenig_20100514_gabriel_kords" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/arthur_koenig_20100514_gabriel_kords-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Oberbürgermeister Dr. Arthur König hofft, an den Erfolg von vor zehn Jahren anknüpfen zu können.</p></div>
<p>Der Bürgerschaftssaal war am vergangenen Dienstag, den 29. März bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein geplanter Marsch von vermutlich 500 Neonazis gab Anlass zur Bürgerversammlung. Von Beginn an sind sich alle Beteiligten darin einig, dass Neonazis in Greifswald nichts zu suchen haben und dass man an den antifaschistischen Protest aus dem Jahre 2001 anknüpfen wolle. &#8220;Ich erinnere mich heute noch gerne an den Protest von vor zehn Jahren&#8221; &#8211; mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Dr. Arthur König (CDU) die Versammlung. Auch die übrigen Teilnehmer, die die Proteste von vor zehn Jahren mitorganisierten, schwelgten immer wieder in Erinnerungen an den großen Bürgerprotest gegen die Wiederkehr der Braunhemden.</p>
<h3>NPD-Demo einzige Großveranstaltung im Nordosten</h3>
<p>Christine Dembski (SPD), Präventionsbeauftragte der Stadt Greifswald, hob zu Beginn der Veranstaltung hervor, dass es die einzige Großveranstaltung der NPD im Nordosten sein werde und sie für den Wahlkampf der NPD ein wichtiger Meilenstein sei. Bereits zu Beginn der Veranstaltung stand fest, den Protest gegen die Neonazis mit dem Demokratiefest des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) verknüpfen zu wollen. Engagiert wurde darüber diskutiert, wie eine solche Verknüpfung stattfinden könne. Die einen schlugen vor, der Demonstrationszug solle vom Markt nach Schönwalde I verlaufen, Christine Dembski regte die umgekehrte Richtung an. Mignon Schwenke (Die Linke.) machte sich in der Diskussion dafür stark, die gesamten Protestaktionen in Schönwalde konzentrieren zu wollen. &#8220;Wenn ein Demokratiefest, dann nicht auf dem Markt, sondern näher am Geschehen&#8221;, hob Schwenke in der Debatte hervor. Ihr Parteigenosse Dr. Gerhard Bartels entgegnete, dass der Markt aus Prinzip nicht hergegeben werden sollte. &#8220;Wir sollten überlegen, dass Friedensfest des DGB als Finale anzusehen&#8221;, so Bartels weiter und plädierte für die umgekehrte Route.</p>
<div id="attachment_39897" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/07/ErikVonMalottki4_Christine-Fratzke.jpg"><img class="size-medium wp-image-39897" title="ErikVonMalottki4_Christine-Fratzke" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/07/ErikVonMalottki4_Christine-Fratzke-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">StuPa-Präsident Erik von Malottki wünscht sich eine Verlegung der Aktionen nach Schönwalde.</p></div>
<p>Neben Vertretern der Greifswalder Schulen und Sportvereine, waren auch Unikanzler Dr. Wolfgang Flieger und Erik von Malottki, Präsident des Studierendenparlamentes anwesend. &#8220;Wenn wir Schönwalde den Nazis überlassen würden, wäre das ein schlechtes Zeichen. Mir wäre es am liebsten, wenn das Demokratiefest in Schönwalde stattfinden würde&#8221;, schlug von Malottki vor. Ebenfalls vorgeschlagen wurden von Versammlungsteilnehmern das Abhalten öffentlicher Fraktionssitzungen, die Bildung von Menschenketten sowie großflächiges Plakatieren von öffentlichen Gebäuden, wie es in Anklam und Neustrelitz bei Neonaziaufmärschen getan wurde. Insgesamt solle der Protest möglichst bunt gestaltet werden, um so einen Kontrast zu den uniformierten Neonazis darzustellen.</p>
<h3>Greifswald ist bunt &#8211; Kein Ort für Neonazis</h3>
<p>Am Ende der Bürgerversammlung wurde sich auf das Protestmotto &#8220;Greifswald ist bunt &#8211; Kein Ort für Neonazis&#8221; geeinigt. Zudem soll es zu einer Reaktivierung der Freitagsrunden kommen. Die Freitagsrunden sind nach den Demonstrationen gegen den Neonaziaufmarsch im Jahre 2001 entstanden, das Initiativen zur Förderung von Demokratie und Toleranz in Greifswald unterstützte und forcierte. Das nächste Treffen des breiten Bürgerbündnisses gegen die Neonazis soll am 5. April um 17 Uhr im Rathaus stattfinden.</p>
<p>Alternative antifaschistische Initiativen kündigen ebenfalls Protestaktionen an. Wie aus einer Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Greifswald hervor geht, soll der Aufmarsch behindert &#8220;und am besten sogar verhindert&#8221; werden. Claudia Schneider, Sprecherin der Greifswalder Antifa, hofft, &#8220;dass sich die Bevölkerung, ähnlich wie in anderen Städten dazu aufrafft, dem Aufmarsch mit Blockaden entgegen zu treten.&#8221; Wie aus der Pressemitteilung hervor geht, plane die Greifswalder Antifa ebenfalls, ein Aktionsbündnis ins Leben zu rufen. Nach Informationen des webMoritz werden sich neben dem städtischen Bürgerbündnis und der Greifswalder Antifa auch der Arbeitskreis Kritischer Juristinnen (AKJ), Jungsozialisten (Jusos), Grüne Hochschulgruppe, linksjugend ['solid]/ SDS Greifswald sowie die Greifswalder Sektion der Hedonistinnen und Hedonisten an Protesten gegen den Neonaziaufmarsch beteiligen.</p>
<p>Fotos: Gabriel Kords (Arthur König), Christine Fratzke (Erik von Malottki), Oliver Cruzcampo/<a href="http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&amp;view=item&amp;id=4812:rostock-ist-nicht-dresden-%E2%80%93-polizei-narrt-blockierer&amp;Itemid=376" target="_blank">Endstation Rechts</a> (Artikelbilder, ohne CC-Lizenz)</p>
<p><em>Anmerkung der Redaktion: An dem Beitrag wurden geringfügige Korrekturen vorgenommen.</em></p>
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		<title>Der Segeltörn für Studis mit Erstwohnsitz Greifswald</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/01/28/der-segeltorn-fur-studis-mit-erstwohnsitz-greifswald/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 13:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Heil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder lädt die Universitäts- und Hansestadt Greifswald Studierende der Greifswalder Universität zum Segeln auf die GREIF ein. Die Bewerbungfrist läuft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch 2011 gibt es einen Törn auf der stadteigenen Schonerbrigg oder Brigatine &#8220;Greif&#8221;, der allein Studierenden der Greifswalder Uni vorbehalten ist. Vierzig Studentinnen und Studenten können am Tagestörn, der am  Donnerstag, 23. Juni vom Heimathafen Greifswald-Wieck hinaus bis vor die Küste Rügens führt, teilnehmen. Der Trip beginnt um 9:30 Uhr und endet gegen 15 Uhr im Wiecker Hafen.</p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_21523" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/greif-panorama-550.jpg"><img class="size-medium wp-image-21523" title="greif-panorama-550" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/greif-panorama-550-250x79.jpg" alt="" width="250" height="79" /></a><p class="wp-caption-text">Aussicht vom Deck der &quot;Greif&quot;.</p></div>
<p>Ab sofort können sich Studierende,  die sich mit Hauptwohnsitz in Greifswald angemeldet haben, um einen der  begehrten Mitsegelplätze auf dem stadteigenen Schiff bewerben.  <a href="http://www.greifswald.de/leben-in-greifswald/bildungberuf/studium/informationen-fuer-erstsemester/segeltoern/bewerbungsformular-segeltoern.html" target="_blank">Bewerbungsunterlagen finden sich im Internet unter www.greifswald.de.</a> Die Kosten für den Törn übernimmt seit 2007 ein renommiertes  Greifswalder Unternehmen. Mit an Bord ist Oberbürgermeister Dr. Arthur  König. <a href="http://www.greifswald.de/leben-in-greifswald/bildungberuf/studium/informationen-fuer-erstsemester/segeltoern.html" target="_blank">Weitere Informationen dazu gibt es hier.</a></p>
<p>Die Hansestadt Greifswald ist Eignerin des  Segelschulschiffes &#8220;Greif&#8221;. Von April  bis Oktober ist die Schonerbrigg unterwegs auf der Ostsee. <a href="http://www.sssgreif.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=22&amp;Itemid=76" target="_blank">Tagestörns  und auch Mehrtagesfahrten können gebucht werden.</a> Die &#8220;Greif&#8221; wurde 1951 als erstes Stahlschiff der DDR als &#8220;Wilhelm Pieck&#8221; auf der Rostocker Warnow-Werft gebaut. Im Februar 1991, kaufte es die Stadt Greifswald und benannte die &#8220;Wilhelm Pieck&#8221; in &#8220;Greif&#8221; um. Sie hat insgesamt eine  Segelfläche von 570 Quadratmetern, verteilt auf 15 Segel. Das ermöglicht eine Geschwindigkeit  von bis zu 14 Knoten. Unter Anleitung der  erfahrenen Crew um Kapitän Wolfgang Fuchs kann jeder Mitsegler entsprechend der Fähigkeiten sowie Lust und Laune an Bord zupacken. Mutige steigen selbst hinauf in  die Wanten &#8211; natürlich gesichert! Der Smutje sorgt für Speisen und  Getränke.</p>
<p>Zum Dank für die Hauptwohnsitznahme in Greifswald lädt die Stadt seit  2001 Greifswalder Studierende zum Tagestörn ein und zahlt seit 2005 nach  Antragstellung auch eine <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/einwohnermeldewesen-standesamt/informationen-fuer-erstsemester.html" target="_blank">Unkostenpauschale in Höhe von 150 Euro</a>. Mit der Anmeldung zum Hauptwohnsitz in Greifswald, leistet der Antragssteller einen Beitrag  für die Entwicklung der Stadt. Landeszuweisungen an die Kommunen sind in  erster Linie davon abhängig, wie viele Einwohner mit  Hauptwohnung in der jeweiligen Stadt gemeldet sind.</p>
<p>Fotos: Archiv</p>
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		<title>Kreisgebietsreform: webMoritz-Umfrage zum neuen Kreisnamen</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/01/20/kreisgebietsreform-webmoritz-umfrage-zum-neuen-kreisnamen/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 01:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Heil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 4. September 2011 müssen die Wahlberechtigten auch über den Namen des künftigen Großkreises entscheiden. Der webMoritz hat die sieben wichtigsten Namen zusammengestellt. Welcher Name ist dein Favorit?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schweriner Landtag hat bekanntlich die Kreisgebietsreform beschlossen, die nun sechs statt bisher zwölf Kreise vorsieht. Die Zahl der kreisfreien Städte wird von sechs auf zwei reduziert, Rostock und die Landeshauptstadt Schwerin. Am 4. September 2011 müssen die Wahlberechtigten neben Landtag, Landrat und Kreistag auch über den Namen des künftigen Großkreises entscheiden.  Auf dem Wahlzettel dürfen dabei maximal vier Namen stehen.</p>
<div id="attachment_21296" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/fassbinder.jpg"><img class="size-full wp-image-21296" title="fassbinder" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/06/fassbinder.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Grünen Fraktionsmitglied Stefan Fassbinder</p></div>
<p>Die Bürgerschafts-Fraktion der Greifswalder Grünen schlägt &#8220;Vorpommern&#8221; als Name des zukünftigen Großkreises vor. Mit Hinblick auf die <a href="http://webmoritz.de/2010/11/04/burgerschaft-beschliest-klage-gegen-kreisgebietsreform/">noch laufende Klage vor dem Landesverfassungsgericht</a> erklärt Stefan Fassbinder (Grüne) <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2011/01/09/%E2%80%9Evorpommern%E2%80%9C-als-name-des-zukunftigen-groskreises/">in einer Pressemitteilung</a>: &#8220;Sollten die Richter des Verfassungsgerichtes nicht weiser entscheiden als die SPD-CDU-Koalition im Schweriner Landtag, dann droht ab September der neue Monsterkreis, gebildet aus den Kreisen Ostvorpommern, Uecker-Randow, Greifswald und zwei Ämtern des Kreises Demmin. Wenn man Glück hat, dann kann der Name auch noch ein Werbeträger für die Region sein. Unserer Meinung nach erfüllt &#8216;Vorpommern&#8217; diese Kriterien eher als das etwas verquere &#8216;Südvorpommern&#8217;&#8221;. Über 95 % des neuen Kreises gehörten zum historischen Vorpommern. Damit sei ein weiteres Kriterium für einen geeigneten Kreisnamen erfüllt. &#8220;Der überwiegende Teil der Region Vorpommern wird sich im neuen Großkreis befinden&#8221;, so Fassbinder weiter.</p>
<h3>Liskow und König nur für zwei statt vier Abstimmungs-Vorschläge</h3>
<p>Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow (CDU) machte in der Vergangenheit den Vorschlag, nur mit zwei Namen ins Rennen zu gehen und gab damit auch einen Wunsch von Oberbürgermeister Arthur König (CDU) wieder. Im  Begleitausschuss der Bürgerschaft zur Kreisgebietsreform hatte sich für dieses Vorgehen <a href="http://webmoritz.de/2010/11/09/ausschuss-zur-kreisgebietsreform-konstituiert-schulen-halten/">eine überfraktionelle Mehrheit abgezeichnet</a>. So soll verhindert werden, dass am Ende nur knapp mehr als ein Viertel der Wähler hinter dem neuen Namen steht. Die Namensvorschläge müssen bis Juni 2011 von den Kreistagen Ostvorpommern und Uecker-Randow sowie der Greifswalder Bürgerschaft beschlossen werden.</p>
<p>Die CDU selbst möchte aber mit keinen Vorschlag ins rennen gehen, so CDU-Fraktionsgeschäftsführer Christian Weller. Sie setzt auf den Erfolg der Verfassungsbeschwerde gegen das Kreisstrukturgesetz. Der Vorsitzende des Greifswalder Sonderausschusses zur Kreisgebietsreform Gerhard Bartels (Die Linke) erhielt Zustimmung für seinen Vorschlag, Namen zu sammeln, die aus geographischen oder historischen Gründen zur Region passen.</p>
<div id="attachment_50326" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Pressefoto_Franz-Robert-Liskow-600x750-Bild_JU.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-50326" title="Pressefoto_Franz-Robert Liskow-600x750-Bild_JU" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Pressefoto_Franz-Robert-Liskow-600x750-Bild_JU-150x150.jpg" alt="Ju-Chef und Bürgerschaftsmitglied Liskow" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Bürgerschaftsmitglied und JU-Chef Liskow</p></div>
<p>Obwohl die Junge Union (JU) Greifswald immer noch der Meinung ist, dass die beschlossene Kreisgebietsreform nicht ihren eigentlichen Sinn erfüllen wird, spricht sie sich für „Vorpommern-Greifswald“ als Namen aus. „Unser Namensvorschlag spiegelt auf der einen Seite die Geschichte unseres Landstrichs wieder und betont auf der anderen, dass nur Greifswald antreibende Motor für den neuen Großkreis fungieren kann“, sagt Greifswalds JU-Chef Franz-Robert Liskow (CDU).</p>
<p>Bei der Linke-Fraktion sowie der FDP ist der &#8220;Meinungsbildungsprozess&#8221; noch nicht abgeschlossen. &#8220;Wir sind aber gegen den bisherigen Vorschlag &#8220;Südvorpommern&#8221;. Dieser Begriff ist einfach nicht positiv besetzt, aber wir brauchen auch keine Mammut-Konstitutionen&#8221;, sagte der Greifswalder Chef der Liberalen Andre Bleckmann. Mit dem Vorschlag &#8220;Vorpmmern&#8221; könne man sich anfreunden aber die Bezeichnung &#8220;Greifswald&#8221; sei knackiger und kürzer, so Bleckmann weiter.</p>
<h3>webMoritz-Vote: Welchen Namen findet ihr gut?</h3>
<p>Der webmoritz sucht den Namen für den Großkreis und fragt euch:</p>
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		<strong class="poll-question">Wie soll der neue Kreis heißen? Landkreis...</strong>
		<div class='dem-results'>
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					<input type='radio' id='dem-choice-468' value='468' name='dem_poll_59' />
					<label for='dem-choice-468'>Vorpommern</label>
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					<input type='radio' id='dem-choice-469' value='469' name='dem_poll_59' />
					<label for='dem-choice-469'>Greifswald</label>
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					<label for='dem-choice-470'>Vorpommern-Greifswald</label>
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					<label for='dem-choice-467'>Südvorpommern</label>
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					<label for='dem-choice-472'>Ostsee-Haff-Kreis</label>
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					<label for='dem-choice-475'>Anderer Name</label>
			</li>
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					<label for='dem-choice-473'>Uecker-Peene-Ryck</label>
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			<li>
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					<label for='dem-choice-474'>Keine geografische Bezeichnung</label>
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					<label for='dem-choice-471'>Greifswald-Usedom-Stettiner Haff</label>
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<p><em>Das webMoritz-Vote ist keine repräsentativen Umfrage. Sie geben lediglich ein Stimmungsbild derjenigen wieder, die bei den Votes mitmachen. Mehrfach-Abstimmungen sind nicht erwünscht, lassen sich technisch aber nicht ganz ausschließen. Die Teilnahme ist unverbindlich und freiwillig.</em></p>
<p>Fotos: Fassbinder (Grüne/Archiv), F-R. Liskow (JU-Pressefoto), Aufmacher (Jan Henrik Wiebe via jugendfotos.de), Grafikbild (Maximilian Dörrbecker via wikipedia)</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden; top: 0px; left: -10000px;">An dem Tag wird auch der neue Landtag gewählt.</div>
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		<title>Neuer Zukunftsatlas: Greifswald verschlechtert sich</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/11/18/neuer-zukunftsatlas-greifswald-verschlechtert-sich/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 19:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten Schönebeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur König]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamik]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Klüter]]></category>
		<category><![CDATA[Prognos]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsatlas]]></category>

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		<description><![CDATA[In der neuen Ausgabe der Studie zu Deutschlands Städten und Regionen liegt Greifswald nur noch auf Platz 159.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadt Greifswald fällt im frisch veröffentlichten Ranking des &#8220;Zukunftsatlas 2010&#8243; um mehr als 50 Plätze und liegt nun auf Rang 159 von insgesamt 412 kreisfreien Städten und Landkreisen in Deutschland. Die Studie wird im Drei-Jahres-Rhythmus von der Schweizer Unternehmensberatung prognos AG, die sich auch für das neue <a href="http://webmoritz.de/2010/10/20/neues-leitbild-greifswald-hebt-ab/" target="_self">städtische Leitbild verantwortlich</a> zeichnet, erarbeitet.</p>
<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/prognos-218x70-prognos.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-37040" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="prognos-218x70-prognos" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/prognos-218x70-prognos.jpg" alt="" width="218" height="70" /></a>Hatte sich Greifswald 2007 noch an der Schwelle zu den TOP 100 befunden und diese für 2010 angepeilt wurden diese Hoffnungen nun enttäuscht. Zwar konnte sich die Stadt in den meisten Einzelbereichen des Rankings verbessern, insbesondere aber beim Faktor &#8220;Wettbewerb und Innovation&#8221; ist Greifswald nach Ansicht der Wirtschaftsberater vom obersten ins letzte Drittel abgestürzt. Trotz Vebesserung ebenfalls im hinteren Drittel liegt die Hansestadt beim Faktor &#8220;Soziale Lage und Wohlstand&#8221; (Platz 382 von 412). Spitzenpositionen unter den ersten Zehn bescheinigen die Schweizer der Stadt Greifswald in den Bereichen &#8220;Demographie&#8221; und &#8220;Dynamik&#8221;.</p>
<h3>Greifswald bleibt regionaler Leuchtturm</h3>
<div id="attachment_24643" class="wp-caption alignleft" style="width: 208px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/09/koenig-250x253-eric_schuemann.jpg"><img class="size-medium wp-image-24643 " title="koenig-250x253-eric_schuemann" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/09/koenig-250x253-eric_schuemann-247x250.jpg" alt="" width="198" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Oberbürgermeister Dr. Arthur König</p></div>
<p>Oberbürgermeister Dr. Arthur König zeigte sich enttäuscht von der Verschlechterung im prognos-Ranking und analysierte: &#8220;Gerade im Umfeld so starker Städte wie Osnabrück, der Region Hannover oder der Städteregion Aachen ist es besonders schwer, bei unseren hiesigen Rahmenbedingungen Plätze gut zu machen.&#8221; König zeigte sich jedoch positiv darüber gestimmt, dass Greifswald unter den ostdeutschen Städten weiterhin Platz 4 belege und &#8220;die Leuchtturmposition in der Region Vorpommern wahre&#8221;. Eine interne Auswertung der Studie solle in den kommenden Wochen geschehen.</p>
<p>Besondere Beachtung hatte die prognos-Studie im Jahr 2007 in Greifswald gefunden, weil sich die Stadt sprunghaft um 224 Plätze in das obere Drittel katapultiert hatte. Der Greifswalder Geographie-Professor Helmut Klüter begründete diesen Sprung am Mittwoch in der Ostsee-Zeitung mit den damals stark steigenden Studentenzahlen und bezeichnete Rankings allgemein als &#8220;mehr oder weniger spekulative Modelrechnungen&#8221;.</p>
<p><strong>Bilder:</strong></p>
<p>Logo &#8211; prognos AG</p>
<p>Foto Dr. König &#8211; Eric Schümann</p>
<p>Foto Startseite (Fernglas) &#8211; Marc Tirl via jugendfotos.de</p>
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