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	<title>webMoritz.de &#187; AG Uni ohne Arndt</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Mittwoch: Showdown in der Arndt-Debatte</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/03/15/mittwoch-showdown-in-der-arndt-debatte/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 12:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Uni-Politik]]></category>
		<category><![CDATA[AG Uni ohne Arndt]]></category>
		<category><![CDATA[Arndt-Debatte]]></category>
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		<category><![CDATA[Senat]]></category>
		<category><![CDATA[Uni ohne Arndt]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwoch entscheidet der Senat über einen Antrag zur Ablegung des Namenspatrons Arndt. Damit findet die neunmonatige Debatte ihren Schlusspunkt. Der webMoritz berichtet live via Twitter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Mittwoch, dem 17. März, wird der Senat der Universität aller Voraussicht nach darüber entscheiden, ob sich die Universität von ihrem Namenspatron Ernst Moritz Arndt trennt oder ob sie ihn behält. Für die Namensablegung wäre die Zweidrittelmehrheit der 33 Senatoren erforderlich.</p>
<p><strong>Der webMoritz wird <a href="http://twitter.com/webmoritz" target="_blank">über den Kurznachrichtendienst Twitter (hier klicken)</a> über den Verlauf und das Ergebnis der Debatte live berichten.</strong></p>
<p>Mit der Entscheidung findet die vor neun Monaten auf der Sommer-Vollversammlung der Studierendenschaft begonnene Debatte über das Für und Wider des umstrittenen Patrons zumindest ein offizielles Ende. Ob auch die streitendenden Initiativen, die Gruppe &#8220;Uni ohne Arndt&#8221; sowie die &#8220;Pro Arndt AG&#8221;, im Anschluss an die Entscheidung ihren öffentlichen Disput beenden werden, bleibt abzuwarten.</p>
<h3>&#8220;Offizielle Arndt-Abschieds-Feier&#8221; auf dem Rubenowplatz</h3>
<div id="attachment_31517" class="wp-caption alignright" style="width: 188px"><img class="size-full wp-image-31517" title="uni-ohne-arndt-logo" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/uni-ohne-arndt-logo.jpg" alt="" width="178" height="171" /><p class="wp-caption-text">Logo &quot;Uni ohne Arndt&quot;</p></div>
<p>Vorher wird es auf jeden Fall noch einmal zur Sache gehen: Die Initiative &#8220;Uni ohne Arndt&#8221;, die den Namensstreit im vergangenen Sommer wieder auf die Tagesordnung gesetzt hatte und die Urabstimmung initiiert hatte, wird auf dem Rubenowplatz im Vorfeld der Senatssitzung ab 12 Uhr eine &#8220;offizielle Arndt-Abschieds-Feier&#8221; abhalten, wie es<a href="http://jabbusch.tose.de/uniohnearndt/2010/03/17-marz-wir-zelebrieren-die-offizielle-arndt-abschieds-feier/" target="_blank"> in einer Mitteilung auf der Homepage der Initiative</a> heißt.</p>
<p>Was die Initiative dazu befugt, &#8220;offizielle&#8221; Feiern abzuhalten, sei zwar dahingestellt, geplant ist die Veranstaltung offenbar als Kundgebung gegen den Namenspatron. Sebastian Jabbusch erklärte dem webMoritz auf Anfrage, man habe nicht vor, eine übermäßig große oder laute Veranstaltung abzuhalten. Die Arndt-Gegner wollten lediglich Präsenz zeigen, womöglich ein wenig Musik machen und ihre Position abschließend noch einmal unterstreichen. Da man ja nicht wisse, ob Arndt tatsächlich verabschiedet werde, habe man sich auch von dem Namen der Feier wieder distanziert. Auf der Homepage der Initiative wird er derzeit aber noch verwendet.<span id="more-31500"></span></p>
<p>Von der Initiative &#8220;Arndt AG&#8221; selbst sind nach Kenntnisstand der webMoritz-Redaktion keine Aktionen geplant, allerdings hat der RCDS für 13 Uhr eine Mahnwache vor dem Uni-Hauptgebäude angemeldet.</p>
<h3>Senatssitzung befasst sich als erstes mit Arndt</h3>
<div id="attachment_28805" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/senat.jpg"><img class="size-medium wp-image-28805" title="senat" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/senat-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Senatssitzung</p></div>
<p>Im Senat, der um 14 Uhr zusammenkommt, steht die Arndt-Frage dann auf dem ersten Tagesordnungspunkt. Die Senatoren Professor Dr. Hubertus Buchstein, Thomas Schattschneider und Fabian Freiberger haben einen entsprechenden Antrag zur Namensablegung eingereicht. Alle drei sind zwar erklärte Befürworter der Namensablegung, hatten sich in der streckenweise höchst emotional geführten Debatte aber zurückgehalten.</p>
<blockquote><p>„1. Der Senat beschließt die Änderung des ersten Satzes in § 1 (1) der Grundordnung der Ernst‐Moritz‐Arndt‐Universität Greifswald. Es lautet bislang: &#8220;Die Universität in Greifswald trägt den Namen Ernst‐Moritz‐Arndt‐Universität Greifswald&#8221;. In der geänderten Fassung lautet der erste Satz in § 1 (1) der Grundordnung &#8220;Die Universität in Greifswald trägt den Namen Universität Greifswald.&#8221;</p>
<p>2. Die mit der Namensänderung verbundenen Änderungen an Beschilderungen, Briefköpfen etc. sollen nach Möglichkeit in den ersten zwei Jahren nach Inkrafttreten der Änderung von §1 (1) der Grundordnung erfolgen. Unter Kostengesichtspunkten sollten Ausnahmen von dieser Frist möglich sein.“</p></blockquote>
<p>Ob vor der Entscheidung noch eine ausufernde Debatte geführt wird oder ob das ganze eine Sache von wenigen Minuten ist, lässt sich schwer prognostizieren. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Namensfrage hatte im Senat aber <a href="http://webmoritz.de/2010/02/19/im-senat-diskutiert-uber-den-namenspatron/" target="_blank">bereits in der vergangenen Sitzung stattgefunden</a>, als die für die Namensfrage eingesetzte Kommission ihren Bericht vorgelegt hatte.</p>
<p>Die Inititaive &#8220;Uni ohne Arndt&#8221; gibt sich in einer Pressemitteilung zuversichtlich, dass der Name trotz der Zwei-Drittel-Hürde fällt und sieht die &#8220;Uni unter Druck&#8221;, den Namen abzulegen. Sie fragt außerdem: &#8220;Riskiert die Uni eine Blamage?&#8221; Damit ist vermutlich die Möglichkeit gemeint, der Senat könne für den Patron votieren. Überdies wertet die Initiative das nach ihren Angaben seit einigen Monaten bestehende Einkaufsverbot für Namensschilder an der Universität als Zeichen <em>für</em> die Umbennennung.</p>
<h3>Sitzung ist hochschulöffentlich</h3>
<p>Der Sitzung können alle an der Universität Greifswald immatrikulierten Studenten beiwohnen, denn sie ist wie jede Senatssitzung &#8220;hochschulöffentlich&#8221;.Da im Konferenzsaal des Uni-Hauptgebäudes, in dem die Sitzung stattfindet, erfahrungsgemäß nicht übermäßig viel Platz für Zuhörer zur Verfügung steht, ist ein zeitiges Erscheinen unbedingt anzuraten.</p>
<p>Auch der webMoritz wird vor Ort vertreten sein und versuchen,<a href="http://twitter.com/webmoritz" target="_blank"> live im Internet per Twitter über die Sitzung zu berichten</a>. Die Senatsvorsitzende und die Hochschulleitung sehen diese Berichterstattung jedoch regelmäßig mit Argwohn und haben schon häufiger versucht, ihr Steine in den Weg zu legen. Die folgenschwere Entscheidung und der ihr vorangegangene öffentliche Disput werden aber voraussichtlich zahlreiche Pressevertreter anlocken, die der Senat wohl nur schwerlich vor die Tür wird setzen können.</p>
<p>Wie es nach der Abstimmung weitergeht, kann derzeit nur spekuliert werden. Wird der Name beibehalten, wird sich zeigen, ob die Initiative &#8220;Uni ohne Arndt&#8221; ihre Arbeit weiterhin fortsetzt oder sich geschlagen gibt. Wird er abgelgt, könnte die Suche nach einem neuen Namenspatron starten. Diese war zumindest von den Mitgliedern der Initiative &#8220;Uni ohne Arndt&#8221; als unabhängig von der Ablegung des bisherigen Namens bezeichnet worden, nach der Urabstimmung hatte die Initiative darin allerdings eine mögliche Ursache für das Abstimmungsverhalten gegen eine Namensablegung gesehen. Aus den Anfangstagen der Inititative stammt überdies die Ankündigung, man werde nach der erfolgreichen Namensablegung intensiv bei der Suche nach einem neuen Patron helfen.</p>
<p>Bilder:</p>
<ul>
<li>Senat: Sandro Teuber (Archiv)</li>
<li>gemeinfrei (Startseite)</li>
</ul>
<p><em>Hinweis: Nach der Veröffentlichung des Artikels wurde im Artikeltext noch ein Hinweis auf eine Aktion des RCDS ergänzt.</em></p>
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		<title>TITEL Die Gescheiterten &#8211; Uni ohne Arndt</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/02/01/die-gescheiterten-uni-ohne-arndt/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 18:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[AG Uni ohne Arndt]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Moritz Arndt]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Jabbusch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Studierendenschaft hat für eine Beibehaltung des umstrittenen Namenspatrons Ernst Moritz Arndt gestimmt. Die Kampagne „Uni-ohne-Arndt“ muss eine schwere Niederlage hinnehmen. Wie konnte das passieren?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Studierendenschaft hat für eine Beibehaltung des umstrittenen Namenspatrons  Ernst Moritz Arndt gestimmt. Die Kampagne „Uni-ohne-Arndt“ muss eine schwere Niederlage hinnehmen. Wie konnte das passieren?</p>
<p>Das neue Jahr ist noch jung, doch bereits nach 15 Tagen hatte Greifswald seine erste Sensation. Eine Mehrheit der Studierenden sprach sich bei der ersten Urabstimmung der Geschichte der Universität Greifswald für eine Beibehaltung des Namenspatrons Ernst Moritz Arndt aus. Das ist ein echter Knaller, mit dem die wenigsten gerechnet haben dürften. Doch das Ergebnis an sich ist noch gar nicht das eigentlich Überraschende. Die echte Überraschung ist das grandiose Scheitern einer bis ins Detail durchgeplanten, Greifswald völlig umspannenden und alle anderen Themen überdeckenden Medienkampagne.<span id="more-31124"></span></p>
<p>Das Scheitern der Kampagne „Uni-ohne-Arndt“, deren Protagonisten stets glaubten, auf der Siegerstraße zu sein und nun doch als Verlierer vom Platz gehen müssen. Das Szenario kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses im Mensaclub erinnert ein wenig an das Debakel von Barcelona, als der große FC Bayern in der Nachspielzeit die Champions League verspielte. Bedröppelt stehen sie da, als Wahlleiter Robert Herold den Anwesenden das vorläufige Endergebnis mitteilt. 43,4 Prozent für eine Namensablegung, 49,9 Prozent für eine Beibehaltung, dieser Schock sitzt tief.</p>
<p>Während einige Anwesende verhalten klatschen und die Arndt-Befürworter ihren Überraschungssieg feiern, verlassen viele „Uni-ohne-Arndt“-Mitglieder sofort den Club. Ein sichtlich angefressener Sebastian Jabbusch, Mitinitiator gemeinsam mit der Grünen Hochschulgruppe und Sprachrohr der Kampagne, gibt Durchhalteparolen aus. „Wir haben zwar verloren, dennoch ist das Ergebnis kein schlechtes. Ein sehr großer Teil der Studierenden hat sich gegen Arndt als Namenspatron ausgesprochen, das sollte doch zu denken geben. In Berlin wäre das beispielsweise nicht denkbar“, erklärte Jabbusch seine Deutung des Ergebnisses.</p>
<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/Uni-mit-Arndt-Marco-Herzog.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31125" title="Uni mit Arndt-Marco-Herzog" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/Uni-mit-Arndt-Marco-Herzog.jpg" alt="Uni mit Arndt-Marco-Herzog" width="500" height="208" /></a></p>
<p>Ein großes Problem sei außerdem die Fragestellung gewesen, in der die Alternative zu Arndt ein schlichtes „Universität Greifswald“ gewesen ist. „Das Ergebnis drückt aus, dass die Leute einen Namenspatron wollen und ihnen Uni Greifswald zu wenig ist“, so Jabbusch weiter.</p>
<p>Doch die Körpersprache des sonst das Scheinwerferlicht suchenden Jabbusch sagt etwas Anderes. Ungehalten weist er ein anwesendes Kamerateam darauf hin, die Kamera auszuschalten. Mit dieser deutlichen Niederlage hat er nicht gerechnet. Doch das Ergebnis hatte sich in den Stunden zuvor bereits abgezeichnet, so dass die Gruppe gegen Arndt sich schnell an die letzten Strohhalme zu klammern versuchte.</p>
<p>Im Laufe des Transports der Wahlurnen war eines der Siegel, welche die Urnen vor Manipulationen schützen sollten, versehentlich durch einen Hausmeister beschädigt worden. Jabbusch twitterte daraufhin, er sei „bestürzt, dass eines der Wahlurnensiegel beschädigt war“. Aus den Verlierern wurden auch noch schlechte. Wahlleiter Robert Herold versicherte, dass es absolut keine Möglichkeit zur Manipulation gegeben habe, die Urne sei stets unter Aufsicht gewesen.</p>
<p>Das Ergebnis ist gültig und es spiegelt den Willen der Studierendenschaft wieder.  Das  ist erstaunlich, angesichts der Tatsache, dass das vergangene Jahr das Paradebeispiel einer einseitigen Medienoffensive war, an der sich auch der moritz beteiligte (siehe Dezemberausgabe und regelmäßiger „Arndt des Monats“). Sie begann mit einem als Arndt verkleideten Sebastian Jabbusch, der vor der Mensa Arndt-Passagen rezitierte. Ihren frühen Höhepunkt hatte sie auf einer klug inszenierten Vollversammlung im Sommer 2009, bei der über 1000 Studierende gegen den Namen stimmten. Unterstützt wurde das Unterfangen von einer gut designten und professionellen Website. Doch der wahre Clou, sozusagen das Meisterstück, war es, die auflagenstärksten deutschen Leitmedien wie die ZEIT oder die Süddeutsche Zeitung dazu zu bringen, über die Kampagne und ihre Aufgabe zu berichten.</p>
<p>Einen großen Teil zur einseitig geführten Debatte trugen auch die Arndt-Befürworter bei. Die „Arndt-AG“ machte bis zuletzt einen völlig unorganisierten Eindruck, von ihnen war in der Öffentlichkeit lange wenig bis nichts zu hören. Wie sich herausstellte, aus gutem Grund. Bei den Podiumsdiskussionen der letzten Monate konnte man ihren Vorsitzenden Thorben nur als einen Schatten bezeichnen, gegenüber den rhetorisch gewandten „Uni-ohne-Arndt“-Rednern. Einzig und allein Marco Wagner konnte unter anderem in einem Gespräch mit dem moritz (mm81) dieses Image aufbessern. Aber auch er schien bis zuletzt nicht an einen Sieg zu glauben.</p>
<p>Warum also dennoch das große Scheitern der Arndt-Gegner? Ist das nun ein Bekenntnis der Studierendenschaft zu Rassismus, Antisemitismus und Fremdenhass, wie in den webMoritz-Kommentaren von einigen geistig Umnachteten propagiert wurde? Das zu behaupten ist Populismus, womit das Schlagwort des letzten Jahres gefallen ist (siehe Seite 15). Die Gründe sind vielschichtiger: Zum einen wird es viele gegeben haben, die lieber Arndt als  Namenspatron befürworten, als gar keinen zu haben. Zweitens gibt es schlechtweg einen nicht unbeträchtlichen Teil an Arndt-Befürwortern in der Studierendenschaft. Das sind jedoch keine durchgeknallten Nazispinner, sondern lediglich Menschen, denen das Festhalten an Altbewährtem als der einfachste und beste Weg erscheint.</p>
<p>Dass der Anteil Studierender konservativer Prägung sehr groß ist, zeigte auch der jüngste Wahlerfolg des RCDS bei der StuPa-Wahl. Das Zünglein an der Waage aber sind jene Studierende gewesen, die eine Herzensangelegenheit von einer weiteren Sprosse auf einer Karriereleiter unterscheiden können und sich nicht als solche instrumentalisieren lassen wollten. Denn Stärken und Schwächen, Erfolge und nun auch Niederlagen liegen bei „Uni-ohne-Arndt“ eng beieinander. Sie sind gebündelt in einer einzigen Person: Sebastian Jabbusch, ihr Mitinitiator und Sprachrohr.</p>
<p>An ihm scheiden sich die Geister. Er macht zuviel auf einmal. Er ist im Vorstand der Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern, er war Chefredakteur des webMoritz, Stupist und Senator. Momentan liefert er sich einen Kleinkrieg mit der Senatsvorsitzenden (siehe Seite 9). Um alles, was er macht, inszeniert er ein großes Tamtam. So stellen sich viele die Frage: Ist er wirklich mit dem Herzen bei der Sache? Welche Leiche hätte er an einer anderen Universität gefunden? Ist die Arndtkampagne, sind wir nur Mittel zum Zweck der Selbstprofilierung?</p>
<p>„Uni-ohne-Arndt“ fehlte es an etwas Essentiellem: an Identität. Und an einer echten Alternative. Die Kampagne hat es verpasst, ein frisches unbelastetes Gesicht an seine Spitze zu stellen, als sie auf der Höhe ihres Erfolgs war. Sie hat es verpasst die Geschichte eines anderen Menschen zu erzählen und so frischen Wind hineinzubringen. So blieben die Gesichter hinter Jabbusch weitestgehend grau und ein letztlich entscheidender Teil der Studierenden wurde der Kampagne überdrüssig.</p>
<p>Es ist Sebastian Jabbusch hoch anzurechnen, dass er einen großen Teil zur Belebung der Diskussion um Arndt beigetragen hat. Auch die Senatsvorsitzende Maria-Theresia Schafmeister betont, dass sie es toll finde, was Studierende alles auf die Beine stellen können. Doch glaubt sie nicht, dass sich die Senatoren davon großartig beeindrucken lassen. Denn die endgültige Entscheidung  über die Ablegung des Namens der Universität fällt der Senat. Eine eigens eingesetzte Kommission zum Namenspatron wird im Februar ihre Ergebnisse dort vorstellen. Die Vorsitzende des Senats rechnet mit einer Entscheidung im März.</p>
<p>Bis dahin wird noch einige Zeit vergehen, doch die nächste Niederlage für die Gegner Arndts kann es schon in den nächsten Tagen geben. StuPa-Präsident Korbinian Geiger vermutet, dass es im Parlament einen Antrag geben wird, den Namen Ernst Moritz Arndt, der erst vor wenigen Monaten vom Parlament von den Briefköpfen gestrichen wurde, wieder in die Dokumente der Studierendenschaft aufzunehmen. Es wäre nur die logische Konsequenz, stets dem Willen der Studierendenschaft zu folgen. Anfühlen würde es sich, als hätte es das letzte Jahr, all die Diskussionen und Debatten nie gegeben. Einige Studenten haben bereits wütend angekündigt, die Universität zu wechseln.</p>
<p>Es ist die Geschichte eines großen Scheiterns.</p>
<p>Ein Feature von Alexander Müller mit einem Bild von Marco Herzog</p>
<p><span style="color: #808080;">(Der Beitrag war bei der Onlinestellung versehentlich als Artikel angegeben, welches korrigiert wurde. Auf Hinweise Sebastian Jabbuschs hin, wurden außerdem zwei Ungenauigkeiten verbessert. Bei der Aktion vor der Mensa hat er keine Zitate vorgetragen, sondern Passagen. Des Weiteren ist er nicht der alleinige Initiator von Uni-ohne-Arndt, sondern hat sich einer Idee der Grünen Hochschulgruppe angeschlossen. Wir bedauern diese Fehler. A.d.Chefredaktion)</span></p>
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		<title>Arndt und die Bürger: Die zweite Anhörung der Namenskomission</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/01/21/arndt-und-die-burger-die-zweite-anhorung-der-namenskomission/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 18:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandro Teuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[AG Uni ohne Arndt]]></category>
		<category><![CDATA[Arndt-Debatte]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwoch lud die Namenskomission des Akademischen Senats zur zweiten Anhörung in der causa Arndt. Diesmal sollten vor allem die Greifswalder Bürger ihre Meinung kund tun...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im St. Spiritus nahmen am vergangenen Mittwoch die Bürger Greifswalds Stellung zur Namensdebatte um Ernst-Moritz-Arndt und sprachen sich mehrheitlich für den streitbaren Pommern aus. Die <a href="http://www.uni-greifswald.de/organisieren/leitung/senat/wissenschaftliche-anhoerung-arndt.html" target="_blank">Namenskommission</a> des Senats hatte die Einwohner der Stadt geladen, um vor allem die nicht-wissenschaftlichen Aspekte  der Diskussion aufzugreifen.</p>
<div id="attachment_30606" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/schattschneider_weber-800x519-carsten_schoenebeck.jpg"><img class="size-full wp-image-30606" title="schattschneider_weber-260x169-carsten_schoenebeck" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/schattschneider_weber-260x169-carsten_schoenebeck.jpg" alt="schattschneider_weber-260x169-carsten_schoenebeck" width="260" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Die Senatoren Thomas Schattschneider und Prof. Hannelore Weber moderierten die Anhörung</p></div>
<p>Gut siebzig Bürger folgten dem Aufruf und beteiligten sich rege an der Diskussion, die insgesamt &#8211; und für viele überraschend &#8211; sachlich geführt wurde. Beachtenswert waren sicherlich die Vorschläge von Gisbert Menzel, Student der Greifswalder Universität von 1955 &#8211; 1960, der sich für eine Fortsetzung der Debatte auch nach der Entscheidung des Senats aussprach.  Argumente beider Seiten sollte für eine moderne Arndt-Biografie genutzt werden. Studenten sollten in Zukunft mit einer Feier immatrikuliert werden in der die Diskussion über Arndt einen Platz einnimmt. Außerdem schlug er vor, dass die Arndt-Museen, wie z.B. Garz auf Rügen einer Überprüfung unterzogen werden, um auch dort auf strittige Punkte in seiner Biografie hinzuweisen.</p>
<h3>Professor Rosenbaum: Studenten sind nicht ernst zu nehmen</h3>
<p>Weniger konstruktiv äußerten sich einige Emeriti der Universität. Sie drohten in Person von Herrn Rosenbaum damit, die anstehende Entscheidung des Senats nicht zu akzeptieren und warfen den Arndt-Kritikern eine mutwillige Destabilisierung der Universität vor. Er sah in Ernst-Moritz-Arndt ein Vorbild für die Befreiung von der sowjetischen Knechtschaft in der DDR und sprach den Studenten das Vermögen ab sich in ihrem jungen Alter mit dem Thema Arndt auseinander zu setzen. Sie sollten, so Rosenbaum, &#8220;erst mal Studieren, einen Abschluss machen und zehn Jahre Berufserfahrung sammeln&#8221;.</p>
<p>Einen Tiefpunkt erlebte die Diskussion als sich Wilhelm Parthenius, ehemaliger Medizinstudent, zu Wort meldete und Arndt, historisch etwas fragwürdig, in den Kontext des &#8220;stets friedfertigen deutschen Volkes&#8221; setzte. Bodo Müller, der sich bereits in mehreren Leserbriefen an die Ostseezeitung für eine Namensbeibehaltung ausgesprochen hatte, übte schwere Kritik an der Initiative &#8220;Uni ohne Arndt&#8221;. Den &#8220;Tapir-Comic&#8221; im <a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/infozeitung_arndt.pdf" target="_blank">Heft zur studentischen Urabstimmung</a> verglich er mit &#8220;Karikaturen aus Goebbels besten Zeiten&#8221;.</p>
<h3>Politik meldet sich zu Wort</h3>
<div id="attachment_30604" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/rathjen-500x660-carsten_schoenebeck.jpg"><img class="size-full wp-image-30604" title="rathjen-250x330-carsten_schoenebeck" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/rathjen-250x330-carsten_schoenebeck.jpg" alt="rathjen-250x330-carsten_schoenebeck" width="225" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">Kommunal- und Landespolitiker Sebastian Rathjen meldete sich mehrfach zu Wort und versuchte zu beschwichtigen.</p></div>
<p>Ulrich Rose in Doppelfunktion als Kreisvorstandsmitglied der Grünen und Antiquar gab zu Bedenken, dass bei einer Abschaffung des Namenspatron der Name der Stadt stärker mit der Uni transportiert werde. Das sei gutes Marketing für die Hansestadt. Sebastian Ratjen,  Kommunal- und Landespolitiker der FDP zeigte sich staatsmännisch und versuchte das Gift aus der Debatte zu nehmen indem er davon sprach das Schlechte an Arndt als Lehre zu nehmen und seine guten Taten als Beispiel für die Zukunft. Er warnte davor Arndt und seine historische Interpretation den Rechtsextremen zu überlassen.</p>
<p>In vielen Wortbeiträgen spiegelten sich die Emotionen wider, die einige Menschen mit der Debatte verbinden. Auch Hans-Jürgen Schumacher, Schriftsteller aus Greifswald zeigte sich recht erregt in der Debatte, konnte aber doch den wichtigen Punkt anbringen, dass Arndt für viele einfach eine Identifikationsfigur sei, unabhängig von der Geschichte. Viele Menschen seien, irgendwie mit dem Namen Arndt verbunden. Egal ob durch Schule, Straße oder Universität. Ihnen sei der Name hochgradig wichtig.</p>
<p>Zu den <a href="http://webmoritz.de/2010/01/11/hochschild-zur-arndt-debatte-denkt-lieber-an-euer-studium/" target="_self">Äußerungen seines Parteikollegen Axel Hochschild</a>, nahm der Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Rainer Steffens Stellung. Hochschild und die Greifswalder CDU würden in keiner Weise die Unabhängigkeit des Senats angreifen, viel mehr gehe es darum den Austausch zwischen Universität und Stadt zu fördern, in dem auch die Bürgerschaft sich zur Namensdebatte äußere.</p>
<p>Für Mitte Februar wird im Senat eine Beschlussfassung zur Namensablegung erarbeitet werden, über die dann Mitte März abgestimmt wird. Die Namenskomission hat angekündigt Tonaufnahmen der Bürgeranhörung in den kommenden Tagen auf der <a href="http://www.uni-greifswald.de">Internetseite der Universität</a> zu veröffentlichen.</p>
<blockquote>
<h3>Kommentar von Sandro Teuber</h3>
<p>Der Mensch ist in der Lage zu filtern. Wichtiges von unwichtigen. Das Pulver beider Seiten ist verschossen. Neue Argumente Fehlanzeige. Was war also wichtig und gut an dieser Debatte?</p>
<p>Wichtig und gut waren die wenigen Hoffnungsschimmer auf einen Kompromiss, die wenigen wirklich konstruktiven Beiträge zur Debatte. Allen voran Gisbert Menzel, der interessante und gewinnbringende Vorschläge machte um Studenten, Professoren und Bürger zu einen. Ob mit oder ohne Arndt wird es nach der Debatte wichtig bleiben das Thema in der Universität am Leben zu erhalten.</p>
<p>Wichtig und gut ist die Debatte selbst. Wann hat es in der Geschichte dieser Universität den Zustand gegeben, dass sich alle gemeinsam, frei und kritisch zu ihren Wertvorstellungen äußern dürfen? Es ist wichtig sich selbst und seine Traditionen hinterfragen zu dürfen. Das ist gelebte Demokratie und dazu kann man nur allen Beteiligten gratulieren.</p>
<p>Unwichtig und schlecht sind die Verleumdung, die Vereinfachungen, die Vorurteile und Klischees mit denen beide Seiten arbeiten. Sie versperren den Blick auf das Wichtige, auf das Ziel eines Kompromisses für den es nun Zeit ist.</p></blockquote>
<p><strong>Fotos:</strong> Carsten Schönebeck</p>
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		<title>Hochschild zur Arndt-Debatte: Denkt lieber an euer Studium!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 17:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu Beginn der Urabstimmung gibt es eine Fülle mehr oder minder geistreicher Wortmeldungen aus der Öffentlichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute Morgen stimmt die Greifswalder Studierendenschaft in der ersten Urabstimmung der Geschichte der Universität über die Frage ab, ob die Uni ihren Namenspatron „Ernst Moritz Arndt“ ablegen soll oder nicht. Die Debatte berührt seit ihrem neuerlichen Ausbruch bei der Vollversammlung im Sommer 2009 nicht nur die studentische Öffentlichkeit. Aus Anlass der nun begonnenen Urabstimmung meldeten sich in diesen Tagen auch die kommunalpolitische Prominenz zu Wort. Den Anfang machte Jost Aé, jahrelanges Bürgerschaftsmitglied der SPD. Er schrieb <a href="http://jabbusch.tose.de/uniohnearndt/2010/01/jost-ae-unterstutzt-namensablegung/" target="_blank">an die Initiative Uni ohne Arndt</a> anlässlich der auf des webMoritz veröffentlichten <a href="http://webmoritz.de/2010/01/08/gastbeitrag-zu-den-%E2%80%9Ewortmeldungen-zu-ernst-moritz-arndt%E2%80%9C/">Gastbeitrags von Prof. Dr. Helmut Klüter</a> unter anderem:</p>
<blockquote><p>„Nicht die Zeiten sind verantwortlich, sondern wir sind für sie verantwortlich. Es wird sich daher zeigen, ob in unserer Alma Mater genügend weltbürgerlicher Geist und Mut herrschen, einen Namen abzulegen, dem diese Ehre nicht gebührt. Schon eine Kaserne nach Arndt zu benennen, hielte ich heute für bedenklich.“</p></blockquote>
<div id="attachment_29887" class="wp-caption alignright" style="width: 155px"><img class="size-full wp-image-29887" title="axel_hocschild_cdu_kreisverband" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/axel_hocschuld_cdu_kreisverband.jpg" alt="axel_hocschuld_cdu_kreisverband" width="145" height="149" /><p class="wp-caption-text">Axel Hochschild</p></div>
<p>Am heutigen Tage meldete sich, wie an verschiedenen Stellen im Internet <a href="http://www.mvregio.de/275500.html" target="_blank">(z. B. hier)</a> zitiert wird, auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild zu Wort. Er lässt mitteilen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die CDU-Fraktion hat sich auf ihrer letzten Fraktionssitzung eindeutig gegen eine Namensänderung ausgesprochen. Es gibt hierfür keine wirklichen Gründe. Wir haben als CDU-Fraktion alle anderen Fraktionen aufgerufen sich ebenfalls klar zu positionieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die CDU argumentiert dabei zunächst wirtschaftlich. In der Pressemitteilung heißt es:</p>
<blockquote><p>„Namensänderungen sind immer mit Kosten verbunden. Gerade in den Zeiten knapper Kassen, sollte man sich genau überlegen wofür man das wenige Geld ausgeben möchte. Aus Sicht der CDU-Fraktion solle man besser daran arbeiten die Studienbedingungen, Stichwort Bologna Prozess<strong><em> </em></strong>, in Greifswald weiter zu verbessern, so Hochschild. Die jetzige Debatte sei für die Universität eher schädigend.“<span id="more-29886"></span></p></blockquote>
<p>Zum Schluss sagt Hochschild in der Pressemeldung:</p>
<blockquote><p>„Die Studenten sollten in erster Linie an ihr Studium denken. Wer sich darüber hinaus konstruktiv an der Lösung studentischer Probleme beteiligen möchte, findet sicher jederzeit z.B. beim Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) ein offenes Ohr&#8221;, so Axel Hochschild abschließend.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hochschilds Schluss-Statement erinnert an seine Parteifreundin Ilka Lochner-Borst, die zu Beginn des Greifswalder Bildungsstreiks am 11.11. <a href="http://www.cdu-mecklenburg-vorpommern.de/cdumv/2120/66/66/27016/design1.html">kundgetan hatte</a>, sie würde sich wünschen, &#8220;dass die 20 Protestierer sich wieder konzentriert dem Studium zuwenden.&#8221;</p>
<p>Von den übrigen Fraktionen liegt uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Stellungnahme vor. <strong> </strong></p>
<p><strong>Kommentar von Gabriel Kords:</strong></p>
<p>Mit derselben Deutlichkeit, mit der Hochschild die Studenten zur Beteiligung an der konstruktiven Lösung studentischer Probleme auffordert, beweist er, dass er selbst mit Sicherheit der Falsche für studentische Probleme ist. Und ein solches ist die Frage um den Uni-Patron. Natürlich betrifft es ebenso Professoren und Mitarbeiter der Uni, aber ganz gewiss ist es keine Aufgabe für die hohen Herrschaften der Kommunalpolitik, über solche universitären Prozesse zu urteilen. Das hat Hochschild offenbar auch schon gemerkt. Daher verzichtet er in dem oben zitierten Schriftstück lieber gleich ganz darauf, sich auf die inhaltliche Debatte einzulassen. Es heißt lediglich, es gebe &#8220;keine wirklichen Gründe&#8221;. (Dieser Satz könnte sich allerdings auch auf die Entscheidung der CDU-Fraktion an sich beziehen.) Und auch hinsichtlich der Kostenfrage wird er weder konkret, sondern versteckt sich hinter dem immer geltenden Stereotyp <em>„in Zeiten knapper Kassen“</em>. Den Rest erwähnt er lieber gar nicht. So wie Axel Hochschild den Studenten empfiehlt, in erster Linie an ihr Studium zu denken, sei Hochschild an dieser Stelle nahegelegt, in erster Linie an seinen Malerbetrieb zu denken.</p>
<p>Foto: CDU Kreisverband Greifswald (Archiv)</p>
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		<title>Arndt in der Evangelischen Studentengemeinde</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/01/07/arndt-in-der-evangelischen-studentengemeinde/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 14:51:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Schümann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Arndt-Befürworter und -Gegner diskutierten vergangene Woche im Lutherhof einmal mehr miteinander. webMoritz-Redakteur Eric Schümann war mit dem Aufnahmegerät vor Ort. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche vor Beginn der Urabstimmung war Ernst Moritz Arndt erneut Thema einer öffentlichen Diskussionsrunde.</p>
<div id="attachment_29346" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><img class="size-full wp-image-29346 " title="garbe_esg-260x412-eric_schuemann" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/garbe_esg-260x412-eric_schuemann.jpg" alt="garbe_esg-260x412-eric_schuemann" width="260" height="412" /><p class="wp-caption-text">Dr. Garbe bei seinem Vortrag in der ESG</p></div>
<p>Die Evangelische Studentengemeinde (ESG) hatte den Kirchenhistoriker und Arndt-Befürworter Dr. Irmfried Garbe und den Studenten Jan Steyer als Vertreter der Initiative <a href="http://www.uni-ohne-arndt.de/" target="_self">&#8220;Uni ohne Arndt&#8221;</a> eingeladen. Über den Ablauf und die Erkenntnisse der Diskussionsrunde diskutierten unsere Leser (mehr oder minder konstruktiv) bereits <a href="http://webmoritz.de/2010/01/04/druckfrisch-eingetroffen-die-zeitung-zur-urabstimmung/" target="_self">unter diesem Artikel</a>.</p>
<p>Im Anschluss an die Veranstaltung sprach der webMoritz mit Jan Steyer und Arndt-Befürworter Marco Wagner.</p>

<h3><strong>Weitere Informationen:</strong></h3>
<p>Dr. Garbe hatte sich bereits auf der wissenschaftlichen <a href="http://webmoritz.de/2009/12/12/anhorung-vor-senatskommission-fur-und-wider-arndt/" target="_self">Anhörung der Senatskomission</a> für die Beibehaltung des Namens ausgesprochen. Seinen Vortrag findet ihr <a href="http://www.uni-greifswald.de/fileadmin/mp/e_senat/Media_Arndt/Anhoerung11-12-2009_Ref-Garbe.pdf" target="_blank">hier als PDF-Datei</a>. Weitere verschriftlichte Vorträge und auch Tondokumente der Anhörung findet ihr <a href="http://www.uni-greifswald.de/organisieren/leitung/senat/wissenschaftliche-anhoerung-arndt.html" target="_blank">auf der Uni-Homepage</a>.</p>
<p><strong>Bilder:</strong></p>
<p>Logo ESG &#8211; Evangelische Studentengemeinde</p>
<p>Arndt Büste &#8211; Alexander Kendzia</p>
<p>Doktor Garbe &#8211; Eric Schümann</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Das ist nicht unser Ernst&#8221; &#8211; Party im IKUWO</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/01/06/das-ist-nicht-unser-ernst-party-im-ikuwo/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 16:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandro Teuber</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hedonistische Internationale Sektion Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[IKuWo]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag findet im Ikuwo ein politisch einschlägiger Tanzabend zur Urabstimmung statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://hihgw.org/" target="_blank">&#8220;hedonistische Internationale inna Greifswalder Hochschule&#8221; (H.I.G.H)</a> lädt am Samstag zu einem nicht ganz &#8220;Ernst&#8221; gemeinten Tanzabend ins Internationale Kultur- und Wohnprojekt IKuWo. Thema des Abends ist die kommende Woche geplante Urabstimmung zur Ablegung des Namens &#8220;Ernst Moritz Arndt&#8221;. Als Motto des Abends geben die Veranstalter an: &#8220;HINKOMMEN! TANZEN! ARNDT WEGBASSEN!&#8221;</p>
<div id="attachment_29180" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-29180 " title="arndt_200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/arndt_200.jpg" alt="Flyer zur Party" width="200" height="246" /><p class="wp-caption-text">Flyer zur Party</p></div>
<p>Mit ihrer Party wollen die Hedonistinnen auf die kommende Urabstimmung hinweisen und die Leute motivieren, das Kreuz an der &#8220;richtigen&#8221; Stelle zu setzen. Auf das im IKuWo übliche Einlassverbot für eine bestimmte Klientel wird im Flyer mit den Worten hingewiesen: &#8220;Rassist_innen, Sexist_innen und andere Vollpfost_ionnen bleiben natürlich zu Hause und schreiben weiter webMoritz-Kommentare.&#8221;</p>
<p>Musikalisch gewohnt elektrolastig geht es los mit einem Konzert vom Elektrobär. Als DJs treten NLPN und Elektro.indie.fresse in Erscheinung. Weitere Infos auf der <a href="http://hihgw.org/2009/12/das-ist-nicht-ganz-unser-ernst/" target="_blank">Hedonistinnen-Seite</a> und auf der Homepage der Initiative <a href="http://jabbusch.tose.de/uniohnearndt/2009/12/ikuwo-die-party-zur-urabstimmung/" target="_blank">Uni ohne Arndt</a>. Auch <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/b312cb8ef85a3ae6" target="_blank">im StudiVZ</a> wird für die Veranstaltung geworben. Einlass ist ab 22 Uhr.</p>
<p>Foto: Veranstalter.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Druckfrisch eingetroffen: Die Zeitung zur Urabstimmung</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/01/04/druckfrisch-eingetroffen-die-zeitung-zur-urabstimmung/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 15:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Infozeitung zur Urabstimmung ist erschienen. Das Heft enthält Argumente für und wider den Namenspatron.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Internet kursierte die Infozeitung zur Urabstimmung schon seit einigen Tagen &#8211; jetzt liegt sie auch gedruckt aus. Auch auf dem webMoritz kann man sie herunterladen (Bilder rechts und links).</p>
<div id="attachment_29021" class="wp-caption alignleft" style="width: 150px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/Infozeitung_contraArndt.pdf"><img class="size-medium wp-image-29021" title="zeitung_contraarndt-200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/zeitung_contraarndt-200-175x250.jpg" alt="zeitung_contraarndt-200" width="140" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Zeitung der Initiative &quot;Uni ohne Arndt&quot; (1,2 MB, pdf)</p></div>
<div id="attachment_29020" class="wp-caption alignright" style="width: 150px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/Infozeitung_proArndt.pdf"><img class="size-medium wp-image-29020" title="zeitung_proarndt-200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/01/zeitung_proarndt-200-175x250.jpg" alt="zeitung_proarndt-200" width="140" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Zeitung der Initiative &quot;Pro Arndt&quot; (1,2 MB, pdf)</p></div>
<p>Das kostenlose Heft stellt Argumente für und gegen den Namenspatron zusammen über den die Greifswalder Studenten in der kommenden Woche abstimmen sollen. Sie wurde von Mitgliedern der Initiativen &#8220;Uni ohne Arndt&#8221; und &#8220;Pro Arndt&#8221; erstellt. Für die technische Umsetzung wurde die Expertise einiger Mitarbeiter des moritz-Magazins herangezogen.</p>
<p>Dass die Befürworter und Gegner des Namenspatrons gemeinsam an der Erstellung gearbeitet haben, heißt allerdings nicht, dass es sich um eine Einheitliche Zeitung handelt: Die 20-seitige Publikation besteht aus zwei getrennten Teilen, die so angeordnet sind, dass man das Heft jeweils drehen muss, um den anderen Teil zu lesen (in der Internet-Ausgabe wurde das natürlich beseitigt). Innerhalb der Teile hatten die Initiativen die volle Entscheidungsfreiheit. Das Heft verfügt somit auch über zwei Impressen.<span id="more-29018"></span></p>
<p>Die Publikation ist professionell gestaltet und enthält vor allem im Teil der Initiative &#8220;Uni ohne Arndt&#8221; viel Fließtext. Die Initiative legt in ihrem Teil die bekannten Argumente nach verschiedenen Gesichtspunkten (z.B. Antisemitismus, Nationalismus, Rasissmus) gegliedert dar. Mindestens einen Lapsus muss man den Autoren allerdings anlasten: So beginnt ihr Text <em>&#8220;Ein kurzer Abriss zur Namensgeschichte&#8221;</em> mit dem zweifelhaften Satz: &#8220;Im Jahre 1456 wurde die Universität Greifswald seitens der schwedischen Krone gegründet.&#8221; Tatsächlich begann die schwedische Zeit der Greifswalder Uni erst knapp 200 Jahre später. Im Schlussteil kommen noch drei Studenten zu Wort, außerdem lassen sich die Aktivisten anhand von Beispielen über die schlechte Debattenkultur in den vergangenen Monaten aus. Zu guter Letzt findet sich noch ein Tapir-Comic zur Urabstimmung.</p>
<p>Die Pro-Arndt-Publikation fällt bereits auf den ersten Blick mit deutlich weniger Text, mehr Bildern und einer insgesamt etwas luftigeren Gestaltung auf. Ob diese Verkürzung der Übersichtlichkeit für den Leser entgegenkommt oder die Konsequenz aus einer weniger umfangreichen Argumentation ist, müssen die Leser des Blattes selbst entscheiden. In dem Teil kommt unter Anderem auch der Arndt-freundliche Wissenschaftler Dr. Irmfried Garbe (Kirchengeschichte) zu Wort.</p>
<p>Fest steht: Die von der StuPa-AG zur Namensgebung initiierte Publikation wird in den kommenden Tagen einen wesentlichen Beitrag zur Information der Studierendenschaft leisten &#8211; und erreicht somit ihr selbst gestecktes Ziel.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>TITEL Ein Streitgespräch für und wider Arndt</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/12/26/titel-ein-streitgesprach-fur-und-wider-arndt/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 22:23:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun sag, wie hältst du’s mit dem Namenspatron?

Im Konzilsaal der Universität Greifswald traf moritz einen Vertreter der Arndt AG, Marco Wagner, sowie Jan Steyer von Uni-ohne-Arndt zu einem Gespräch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nun sag, wie hältst du’s mit dem Namenspatron?</strong></p>
<p>Im Konzilsaal der Universität Greifswald traf moritz einen Vertreter der Arndt AG, Marco Wagner, sowie Jan Steyer von Uni-ohne-Arndt zu einem Gespräch.</p>
<p><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndtduell_81-Patrice-Wangen.JPG"><img class="alignleft size-full wp-image-28943" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="arndtduell_81-Patrice Wangen" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndtduell_81-Patrice-Wangen.JPG" alt="arndtduell_81-Patrice Wangen" width="250" height="167" /></a>moritz</strong> Im Januar steht die erste Urabstimmung in der Geschichte der Universität Greifswald an. Was ist von euch noch an Aktionen geplant um die Massen zu mobilisieren?<br />
<strong>Jan Steyer</strong> Wir wollen den Namen Ernst-moritz-Arndt-Universität abschaffen, haben daher bis zur Urabstimmung vor, mit Infoständen die Menschen zu informieren. Kurz vor der Abstimmung wird es auch einige Plakataktionen geben. Momentan arbeiten wir gemeinsam mit der Pro-Arndt-AG an einer Zeitung, die Argumente für und gegen Arndt beinhalten soll. Außerdem wird es noch einige verbale Zusammentreffen der beiden AGs, wie kürzlich beim Debattierclub, geben.<br />
<strong>Marco Wagner</strong> Solche Informationsaktionen planen wir natürlich auch. Außerdem wird es ein Streitgespräch mit der Uni-ohne-Arndt AG in Zusammenarbeit mit dem NDR geben. Stattfinden wird es in der Aula der Universität und wird für Publikum offen sein.<span id="more-28941"></span></p>
<p><strong>moritz</strong> Warum betreibt ihr überhaupt so einen großen Aufwand, um eine letztendlich rein symbolische Abstimmung?<br />
<strong>Marco</strong> So symbolisch ist die Urabstimmung gar nicht. Die Vollversammlung im Sommer, bei der die Studierendenschaft den Namen abgelegt hat, hatte so große Signalwirkung, dass der Senat eine eigene Kommission zur Namensfrage eingesetzt hat. Genauso hoffen wir, dass die Urabstimmung entsprechend Druck auf diese Kommission ausüben wird, so dass diese entsprechend für oder gegen den Namen entscheidet. Die Urabstimmung ist also bei Weitem nicht bedeutungslos.<br />
<strong>Jan</strong> Und das Interesse ist ja auch da! 1200 Studierende waren auf der letzten Vollversammlung, davon haben 95 Prozent für den Antrag auf eine Umbenennung gestimmt. Wir merken bei unseren Veranstaltungen und auf unserer Website wie viel Rücklauf wir haben. Jetzt wollen wir noch diejenigen erreichen, die sich noch nie mit Arndt beschäftigt haben. Auch jene sollen erkennen, wie wichtig es ist, an der Abstimmung teilzunehmen. Das kostet keine große Zeit.</p>
<p><strong>moritz</strong> Was ist mit den Studierenden, die nicht ihre Stimme abgeben wollen? Interessiert sie der Namenspatron der Universität nicht?<br />
<strong>Marco</strong> Ich denke, das ist eher ein generelles Problem der Studierenden, wenn es um Politik geht. Viele denken, das bringt sowieso alles nichts, am Ende entscheidet eh das Rektorat oder der Senat. Aber durch das Zusammenfallen von StuPa-Wahl und Urabstimmung hoffen wir, dass die Wahlen Einiges an Attraktivität gewinnen.<br />
<strong>Jan</strong> Im Gegensatz zu einer Bundestagswahl sind die Auswirkungen einer Abstimmung auf der Universitätsebene sehr gering. Dadurch kriegen viele gar nichts von den Wahlen mit. Da kämpfen das Studierendenparlament, der Allgemeine Studierendenausschuss und auch wir gegen an. Daher können wir nur appellieren, geht zur Wahl, gebt eure Stimme ab, denn was dort im <strong>Jan</strong>uar entschieden wird, betrifft noch Generationen von Studierenden nach uns!</p>
<p><strong>moritz</strong> Am Ende ist es ja der Senat, der über eine Namensablegung entscheidet. Dessen Entscheidung beruht auf der Empfehlung der eingesetzten Namenskommission. Glaubt ihr wirklich, dass eine Urabstimmung, unter Beteiligung von einem Fünftel aller Studieren, Druck ausüben kann?<br />
<strong>Jan</strong> Ich bin schon der Meinung, dass so Druck erzeugt wird, weil es die Diskussion am Leben erhält. Auf diese Weise wird das Thema nicht irgendwo am Rande behandelt, sondern viele müssen sich einen Kopf über ihre eigene Position machen. Wir müssen dem Senat ganz klar sagen: Wir wollen mitentscheiden. Daher müssen wir alle Mittel, die es gibt, nutzen. Eine Urabstimmung ist etwas völlig neues in der Geschichte unserer Uni. Das hat es nie gegeben, das hat bisher noch keiner ausprobiert. Wir wollen beweisen, dass die große Beteiligung an der letzten Vollversammlung keine Eintagsfliege war.<br />
<strong>Marco</strong> Der Druck wird dadurch erhöht, wenn viele Menschen zur Urabstimmung gehen. Je mehr desto besser.</p>
<p><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndtduell_84-Patrice-wangen.JPG"><img class="alignright size-full wp-image-28944" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="arndtduell_84-Patrice wangen" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndtduell_84-Patrice-wangen.JPG" alt="arndtduell_84-Patrice wangen" width="250" height="167" /></a>moritz</strong> Wie bewertet ihr die Namenskommission des Senats?<br />
<strong>Jan</strong> Uni-ohne-Arndt sieht die Kommissionsbesetzung sehr kritisch. Die Positionen pro Arndt sind in der Kommission klar in der Mehrheit. Die wollen das Problem aussitzen. Wir werden uns das Ergebnis genau ansehen und werden gucken, ob sich differenziert mit der Thematik auseinander gesetzt wurde oder ob nur die Positionen vertreten werden, mit denen man in die Kommission rein gegangen ist. Wenn das so sein sollte, hätten wir uns die Kommission auch sparen können! Wir wünschen uns jedenfalls ein anderes Ergebnis, als den Text zu Arndt auf der Uni-Homepage. Denn der ist sehr schlecht und grottig. Deswegen will auch kein Autor seinen Namen drunter setzen.<br />
<strong>Marco</strong> Wir sehen das etwas anders. Ich glaube nicht, dass man bei allen Mitgliedern der Kommission einschätzen kann, wer dafür oder dagegen ist. Ich glaube aber auch, dass wenn man für Arndt ist, man trotzdem eine gute und seriöse Arbeit abgeben kann. Ich glaube kaum, dass diese Wissenschaftler den Antisemitismus-aspekt ignorieren und Arndt als den größten Helden feiern werden. Das wäre sehr merkwürdig.<br />
<strong>Jan</strong> Aber wir sehen doch an dem Text auf der Homepage, dass die Wörter Antisemitismus und Rassismus darin überhaupt nicht vorkommen. Stattdessen wird von Vorurteilen und latenter Judenfeindlichkeit gesprochen. Wenn die Stellungnahme der Kommission genauso aussehen sollte, hätten wir uns die Kommission sparen können.</p>
<p><strong>moritz</strong> Was macht denn überhaupt einen guten Namenspatron aus?<br />
<strong>Jan</strong> Ein guter Namenspatron sollte eine Vorbildfunktion haben. Er sollte auch im Hier und Jetzt für die Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit bieten, sich an ihm zu orientieren. Das ist bei Arndt nicht gegeben, der war Zeit seines Lebens rückwärts gewandt. Wir brauchen jemanden, der uns in die Zukunft blicken lässt.<br />
<strong>Marco</strong> Wir sind auch der Meinung, dass ein Namenspatron ein Vorbild sein muss. Aber es darf nicht in einer göttergleichen Götzenverehrung enden. Es gibt niemanden der generell nur Gutes geleistet hat.</p>
<p><strong>moritz</strong> Darf man denn bei der Beurteilung eines Menschen eine simple Plus-Minus-Rechnung aufmachen? Oder gibt es Dinge, die, wenn sie einmal in der Welt sind, so schwer wiegen, dass sie nicht wieder wettzumachen sind?<br />
<strong>Marco</strong> Die Frage ist, wie man mit solchen Sachen umgeht. Wir müssen die positiven Aspekte Arndts ehren, wie beispielsweise seinen Einsatz für die Abschaffung der Leibeigenschaft, dürfen aber die negativen Aspekte nicht vergessen. Wir müssen uns auch mit seinem Negativwerk auseinandersetzen und dieses auch als Mahnung sehen.<br />
<strong>Jan</strong> Wir haben mit unserer Internetseite ja versucht zu zeigen, was die positiven Aspekte Arndts sind. Diese sind sehr gering und, was den wissenschaftlichen Bereich angeht, kaum da. Man muss aber den ganzen Arndt sehen. Man kann ihm nicht einfach drei Haare rausreißen und sagen: Guck mal, hier setzt sich Arndt für den deutschen Wald ein und das ist jetzt repräsentativ. Arndt hat Zeit seines Lebens gegen Frankreich und gegen die Juden gehetzt und das ist entscheidend.</p>
<p><strong>moritz</strong> Wie steht es eigentlich um die Außenwirkung des Namenspatrons? Schadet der Streit um Arndt der Universität, wenn es so viele negative Schlagzeilen gibt?<br />
<strong>Marco</strong> Nicht der Streit selber schadet, sondern dass immer auf dem Antisemitismus und dem Rassismus rumgeritten wird. Es gab jede Menge Leute im 19. Jahrhundert, die rassistisch gedacht haben und heute verehrt werden. Sollen wir jetzt aufhören Kant zu ehren? Die Einseitigkeit der Diskussion schadet der Außenwirkung am meisten.<br />
<strong>moritz</strong> Woran genau liegt denn die Einseitigkeit der Debatte?<br />
<strong>Marco</strong> Rassismus und Antisemitismus liefern einfach die besseren Schlagzeilen. Das zieht mehr, als wenn man den Leuten mit der Bauernbefreiung kommt.</p>
<p><strong>moritz</strong> Warum wird die Debatte so erbittert geführt und warum so sehr auf persönlichem Niveau?<br />
<strong>Marco</strong> Das hängt damit zusammen, dass viele mit der Art und Weise wie die letzte Vollversammlung abgelaufen ist, nicht einverstanden waren. Diese Leute schlussfolgern dann daraus, dass Uni-ohne-Arndt immer so vorgeht wie damals. Und ich muss ihnen da teilweise recht geben. Ich habe oft den Eindruck, dass Uni-ohne-Arndt sich nicht sehr intensiv mit dem Texten auseinandersetzen will.</p>
<p><strong>moritz</strong> Fehlt es der Pro-Arndt-AG an eigenen Argumenten, so dass sie sich jetzt auf die Schwächen der Gegner stürzen muss?<br />
<strong>Marco</strong> Nein, unsere AG tut das überhaupt nicht. Wir haben relativ viel vorgebracht, wie man auch auf unserer Homepage nachlesen kann. Da brauchen wir uns nicht auf unsere Gegner stürzen.<br />
<strong>Jan</strong> Ich finde, man hat gerade bei der Veranstaltung im Debattierclub vor ein paar Wochen gesehen wie sehr einige Leute einfach nur mal Dampf ablassen wollen. Man konnte an den Redebeiträgen sehr gut merken wie viel angestaute Wut auch gegen Sebastian Jabbusch immer dabei ist. Wir haben versucht, im Nachhinein noch einmal auf die Redebeiträge des Abends auf unserer Homepage einzugehen. Denn es waren einige neue Aspekte dabei, an die noch keiner gedacht hat. Kritik ist immer berechtigt, aber sie sollte sachlich sein.</p>
<p><strong>moritz</strong> Warum hat sich Pro-Arndt eigentlich so spät gegründet? Ist sie die typische parteipolitische Reaktion, dass wenn von „links“ ein guter Vorschlag kommt von „mitte-rechts“ entgegengesteuert wird?<br />
<strong>Marco</strong> Nein, unsere AG ist eine Folgeerscheinung der Vollversammlung. Wir haben vorher nicht gewusst, was da auf uns zukommt. Es gab nicht wenige, die die Art und Weise der Vollversammlung als gezielte Demagogie betrachteten. Aus dieser Konsequenz sagten wir uns dann, jetzt müssen wir wirklich was machen und gegensteuern. Schließlich sind in unserer AG nicht nur RCDS-Mitglieder.<br />
<strong>Jan</strong> Ich finde es ganz gut, dass es eine Pro-Arndt Gruppe gibt, auch wenn sie vom RCDS unterstützt ist. Denn so gibt es Leute, die sich vom rechtsextremen Rand abgrenzen, der ja auch Arndt für sich beansprucht. So belegen sie eine Position, die sonst das rechtsextreme Lager beansprucht hätte.</p>
<p><strong>moritz</strong> Wenn ihr in der jeweils anderen Initiative wäret, was würdet ihr besser machen?<br />
<strong>Marco</strong> Ich würde mehr die Pro-Argumentation miteinbeziehen. Außerdem würde ich mich weniger auf Professoren, als vielmehr auf Arndts Werke selber beziehen.<br />
<strong>Jan</strong> Wenn ich in der Pro-Arndt-AG wäre, würde ich die Abgrenzung gegenüber den extrem Rechten weiter ausbauen. Da ist Pro-Arndt bisher viel zu weich und ausweichend. Ich würde viel mehr betonen: Wenn ihr für Arndt und seinen Antisemitismus seid, dann habt ihr mit uns nichts zu schaffen! Und ich würde dafür sorgen, dass die AG endlich mal loskommt vom RCDS. Ich würde die AG öffnen und aufhören, aus ihr eine hochschulpolitische Geschichte kurz vor der StuPa-Wahl draus zu machen.</p>
<p><strong>moritz</strong> Vielen Dank für das Gespräch</p>
<p>Das Gespräch führten Daniel Focke, Carsten Schönebeck und Alexander Müller, die Fotos machte Patrice Wangen</p>
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		<title>Anhörung vor Senatskommission: für und wider Arndt</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/12/12/anhorung-vor-senatskommission-fur-und-wider-arndt/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 20:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Kendzia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Arndt-Anhörung der Senatskomission am vergangenen Freitag beeindruckte durch hohes wissenschaftliches Niveau und eine größtenteils angenehme Debattenkultur.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>von Alexander Kendzia und Gabriel Kords</em></p>
<p>Am vergangen Freitag fand in der historischen Aula der Universität die wissenschaftliche Anhörung zum Namen der Universität Greifswald durch die Senatskommission statt. Noch einen Tag zuvor, am 10.Dezember, war dazu kurzfristig über den Mail-Verteiler eine Einladung an alle Studierenden der Universität gesendet worden. Dass dies wohl zu kurzfristig war, zeigt die eher geringe Zahl von Studierenden bei der Anhörung, die ungefähr der der anwesenden Lehrstuhlvertreter entsprach. Auch der akademische Mittelbau war in etwa gleich starker Zahl vertreten. Die Anhörung fand lediglich hochschulöffentlich statt, eine Zugangskontrolle erfolgte jedoch nicht. Die Initiative „Uni ohne Arndt“ wies im Vorhinein auf ihrer Internetseite und in einer extra Pressemitteilung darauf hin, dass man unzufrieden sei wie die Senatskommission mit der Auswahl der Experten umgeht (<a href="http://webmoritz.de/2009/12/08/arndt-anhorung-streit-ueber-auswahl-der-experten/" target="_blank">WebMoritz berichtete</a>):</p>
<blockquote><p>„Bei der Anhörung der Universität Greifswald durch die Senats-Kommission soll anscheinend nur in eine Richtung geprüft werden. Denn die Liste der anzuhörenden Wissenschaftler enthält keine unabhängigen Arndt-Kritiker“ &#8211; uni-ohne-arndt.de</p></blockquote>
<div id="attachment_28426" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndt-anhoerung-korbi-stegmaier-gabriel-kords.jpg"><img class="size-full wp-image-28426" title="arndt-anhoerung-korbi-stegmaier-gabriel-kords-250" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndt-anhoerung-korbi-stegmaier-gabriel-kords-250.jpg" alt="arndt-anhoerung-korbi-stegmaier-gabriel-kords-250" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Prorf. Werner Stegmaier (r) und Korbinian Geiger</p></div>
<p>Prof. Dr. Werner Stegmaier leitete die Veranstaltung zusammen mit StuPa Präsident Korbinian Geiger. Mit einer kleinen Erläuterung der aktuellen Situation begann die Anhörung. Im Vorfeld sei es zu unnötiger Aufregung gekommen.</p>
<p>Man hoffe, dass der restliche Ablauf des Prozesses erfolgreich verlaufe, so der Komissionsvorsitzende Thomas Schattschneider.Die Senatskommission werde zunächst hochschulöffentlich Wissenschaftler zu der Frage anhören, welche wissenschaftlichen, historischen, literaturwissenschaftlichen und gesellschaftlichen Punkte für oder gegen die Beibehaltung des Namens Ernst Moritz Arndts als Namenspatron sprechen. In einem zweiten Schritt soll auch den Bürgern Greifswald im Januar 2010 die Möglichkeit gegeben werden ihre Argumente der Senatskommission vorzutragen. Dann soll es auch um Kriterien wie die regionale Ausstrahlung des Namens gehen.</p>
<h3>Stegmaier: Redner ohne Kalkül ausgewählt</h3>
<p>Stegmaier fühlte sich offensichtlich aufgrund der Diskussionen im Vorfeld der Anhörung,dazu genötigt darauf hinzuweisen, dass die Redner &#8220;ohne Kalkül“ ausgewählt wurden und begründete das Fehlen der angefragten, aber nicht erschienenen Redner damit, dass sie aus zeitlichen Gründen nicht verhindert konnten. Einzige Ausnahme sei hier Prof. Dr. Buchholz, der aufgrund eines Streites mit dem Rektorat seine Meinung nicht äußern wolle.  Er nahm allerdings als Zuhörer an der Veranstaltung teil, äußerte sich allerdings auch in der anschließenden Diskussion nicht.</p>
<p>Auch auf die Kritik, dass die Kommission sich selber anhören würde, entkräftete Stegmaier mit dem Hinweis ein, dass dies doch unproblematisch sei, da die Kommissionsmitglieder wissenschaftlich argumentierten. Studenten wurden nicht als Experten geladen, da sie eben noch keine ausgewiesenen Wissenschaftler seien. In der anschließenden Diskussion hätten sie jedoch die Möglichkeit, ihre Argumente der Kommission darzulegen. Stegmaier wies darauf hin, dass egal welche Entscheidung vom Senat über die Namensfrage gefällt werden sollte, große Diskussionen folgen werden.</p>
<p>Die Rednerliste sah wie folgt aus:</p>
<ul>
<li>Prof. em. Karl-Ewald Tietz (Vorsitzender der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft e. V.)</li>
<li>Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann (Uni Greifswald, Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit)</li>
<li>Dr. Irmfried Garbe (Uni Greifswald, Kirchengeschichte)</li>
<li>Prof. em. Reinhart Staats (Uni Kiel, Kirchengeschichte)</li>
<li>Prof. Dr. Kyra Inachin (Universität Greifswald, Neueste Geschichte sowie Pommersche Geschichte)</li>
<li>Dr. Jörg Echternkamp (Historiker, Potsdam)</li>
<li>Prof. Dr. Reinhard Bach (Uni Greifswald, Romanistik)</li>
</ul>
<div id="attachment_28420" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndt-anhoerung-auditorium-gabriel-kords.jpg"><img class="size-full wp-image-28420" title="arndt-anhoerung-auditorium-gabriel-kords-250" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndt-anhoerung-auditorium-gabriel-kords-250.jpg" alt="arndt-anhoerung-auditorium-gabriel-kords-250" width="250" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Das Auditorium zu Beginn der zweiten Halbzeit. Im Vordergrund: Kommissionsmitglieder</p></div>
<p>Die Anhörung wurde durch die Universität aufgezeichnet. Dass die Aufnahme auch veröffentlicht wird, ist zwar noch nicht ausgeschlossen, aber nach übereinstimmdenden Angaben sehr unwahrscheinlich. Aufgrund der Länge der einzelnen Beiträge verzichtet der WebMoritz darauf, hier alle Positionen darzustellen. Die Debatte verlief aber insgesamt sachlich und konstruktiv, auch wenn sich die verschiedenen Redner sehr unterschiedlich positionierten.</p>
<p>Reinhard Staats und Irmfried Garbe etwa sprachen sich deutlich für Arndt aus, der Militärhistoriker Echternkamp hingen, der im Vorfeld der Diskussion erstaunliche Vermutungen der Uni-ohne-Arndt-Initiative über sich ergehen lassen musste, zeigte zwar ebenfalls positive Seiten Arndts auf, sprach sich aber am Ende explizit dafür aus, den Namen abzulegen und stattdessen ein &#8220;interdisziplinäres Zentrum&#8221; nach Arndt zu benennen.</p>
<h3>Konstruktive Debatte, aber scharfe Kritik an Arndt-Gegnern</h3>
<p>Zwei mal gab es für das Publikum Gelegenheit, in offenen Debatten das Wort zu ergreifen. Die Debatten verliefen größtenteils unaufgeregt, hatten aber immer dann unschöne Szenen, wenn über die Initiative &#8220;Uni ohne Arndt&#8221; gesprochen wurde. Professor Stegmaier wies zwar explizit darauf hin, die Debatte drehe sich um den Namenspatron und nicht um die Art, wie Stimmung für oder gegen ihn gemacht werde, aber dennoch griffen vor allem in der zweiten Debatte mehrere Redner die Arbeit der Initiative an. Professor Bach, der auch in seinem Vortrag die Überzeugung vertreten hatte, der Name könne erhalten bleiben, äußerte sich trotz der &#8220;Ermahnung&#8221; Stegmaiers explizit über die Initiative und kritisierte, dass es ihr offenbar an der Fähigkeit zum Kompromiss mangele. Stattdessen habe er beim Studium der Homepage der Initiative den Eindruck, die Position der Gruppe werde &#8220;immer radikaler.&#8221; Auch die Art, wie er persönlich angegriffen werde, kritisierte er deutlich. Manchmal fühle er sich ob der Angriffe &#8220;wie der Erfinder von Auschwitz.&#8221;</p>
<div id="attachment_28422" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndt-anhoerung-bach-gabriel-kords.jpg"><img class="size-full wp-image-28422" title="arndt-anhoerung-bach-gabriel-kords-250" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/arndt-anhoerung-bach-gabriel-kords-250.jpg" alt="arndt-anhoerung-bach-gabriel-kords-250" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Prof. Reinhard Bach kritisierte die Initiative &quot;Uni ohne Arndt&quot; scharf.</p></div>
<p>Zahlreiche Redner der freien Diskussion wiesen aber ausdrücklich auf die zumindest bei der Anhörung sehr sachliche Debatte und angenehme Art des Umgangs miteinander hin. Professor Manfred Matschke kritisierte die gesamte Debatte um den Namen Arndts als &#8220;großartige Ablenkung&#8221; von eigentlich wichtigen Themen. Zudem kritisierte er, dass viele seiner Kollegen darauf verzichteten, Stellung zu beziehen: &#8220;Arndt hatte Charakter. Das würde ich mir von vielen meiner Kollegen auch wünschen.&#8221;</p>
<p>Die meisten Aussagen können zur Debatte können bereits im <a href="http://jabbusch.tose.de/images/Heft8.pdf" target="_blank">Heft 8 </a>der Ernst Moritz Arndt Gesellschaft nachgelesen werden. Auch das  Deutschlandradio war vor Ort und fertigte einen <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1086232/">kurzen Beitrag</a> zur Anhörung an. Darin werden die Positionen von Sebastian Jabbusch (&#8220;Uni ohne Arndt&#8221;) und Dr. Garbe dargestellt. Zur Urabstimmung wird es ein Infoheft geben, das euch mit den Argumenten der Initiativen „Uni ohne Arndt“ und „Arndt AG“ versorgen wird, damit ihr eine Grundlage für eure Entscheidung habt.Ganz abgesehen von den Meinungen der Professoren, Experten und Initiativen lohnt es durch verschiedene Wege sich selbst über die Person Ernst Moritz Arndt zu informieren.</p>
<p>Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.uni-ohne-arndt.de" target="_blank">Initiative &#8220;Uni ohne Arndt&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.pro-emau.de" target="_blank">Initiative &#8220;Arndt AG&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.ernst-moritz-arndt-gesellschaft.de" target="_blank">Ernst Moritz Arndt Gesellschaft</a></li>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1086232/" target="_self">D-Radio PodCast zur Anhörung</a></li>
</ul>
<p>Fotos: Gabriel Kords</p>
<p><span id="more-28399"></span></p>
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		<item>
		<title>Arndt-Anhörung: Streit über Auswahl der Experten</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 09:20:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriel Kords</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uni-Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenige Tage vor der ersten Expertenanhörung durch die Senatskommission zum Uni-Namen gibt es Streit um deren Neutralität.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor der ersten Expertenanhörung  der Namenskommission des Senats am kommenden Freitag hat sich zu Wochnbeginn ein heftiger Streit über die Neutralität der Kommission entsponnen. Die Initiative „Uni ohne Arndt“ veröffentliche am Sonntag eine Liste mit den Teilnehmern der Veranstaltung, die inzwischen auch offiziell bestätigt ist.</p>
<div id="attachment_28101" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/geschichte-uni-greifswald-uni-ohne-arndt.jpg"><img class="size-full wp-image-28101" title="geschichte-uni-greifswald-uni-ohne-arndt-225" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/12/geschichte-uni-greifswald-uni-ohne-arndt-225.jpg" alt="geschichte-uni-greifswald-uni-ohne-arndt-225" width="225" height="96" /></a><p class="wp-caption-text">So illustriert die Initiative ihre Pressemitteilung auf ihrer Website</p></div>
<p>Die Initiative kritisiert vor allem, dass es keine Arndt-Kritiker unter den Wissenschaftlern gebe und unter andrem auch Teilnehmer der Kommission selbst als Experten auftreten. Der bekannte Arndt-Kritiker Prof. Thomas Stamm-Kuhlmann (Lehrstuhl für neueste Geschichte am Historischen Institut) wird von der Initiative in diesem Kontext indirekt als &#8220;nicht unabhängig&#8221; bezeichnet. Wieso die von der Initiative als „Arndt-Kritiker“ bezeichneten Professoren, (u.a. Prof. Hubertus Buchstein, Prof. Werner Buchholz und Prof. Herfried Münkler) abgesagt haben, bleibt zurzeit noch offen.</p>
<p>Weiter schlüsselt die Initiative auf, die Greifswalder Experten Dr. Irmfried Garbe (Kirchengeschichte), Dr. Reinhard Bach (Romanistik) und Prof. Dr. Kyra Inachin (Neuste Geschichte) seien selbst Mitglieder der Kommission. Sie folgern: &#8220;Hier kann sich die Kommission die gewünschten Statements gleich selbst schreiben.&#8221; Von Bach und Garbe sei zudem bekannt, dass sie für Arndt eintreten.<span id="more-27990"></span></p>
<p>Außerdem kommen noch die externen Wissenschaftler Professor em. Reinhart Staats (Univ. Kiel / Kirchengeschichte), Dr. Jörg Echternkamp (Militärgeschichtliches Forschungsamt der Bundeswehr) und <a href="http://webmoritz.de/2009/12/08/pro-arndt-ag-zu-besuch-auf-rugen/">Professor em. Karl-Ewald Tietz</a> (Vorsitzender der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft) hinzu. Staats wirft die Initiative eine &#8220;recht verklärten, einseitigen Blick&#8221; vor, der aus seinen Schriften hervorgehe. Echternkamp ist den Arndt-Gengern zwar unbekannt, man &#8220;befürchtet&#8221; aber, &#8220;dass Echternkamp versuchen wird den racheschnaubenden, zum Volkhass trommelnden Arndt für seinen „Soldatenkatechismus“ als Pazifisten zu feiern o.ä.&#8221; Belege für diese Hypothese gibt es freilich nicht. Tietz sei in seinem Amt &#8220;zu einer positiven Einstellung zu Arndt verpflichtet. Eine „unabhängige“ Einschätzung ist hier gar nicht möglich.&#8221;</p>
<p>„Die Liste der Angehörten enthält vor allem Arndt-Befürworter, die offenbar Stichworte liefern sollen, damit man Arndt behalten kann“, orakelt Martin Schubert, einer der Pressesprecher der Initiative, in der Mitteilung, <a href="http://jabbusch.tose.de/uniohnearndt/2009/12/senats-kommission-hort-keine-unabhangigen-arndt-kritiker-an/" target="_blank">die hier nachgelesen werden kann</a>.</p>
<h3>Kommission wehrt sich</h3>
<div id="attachment_27037" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/11/thomas-schattschneider-lks.jpg"><img class="size-full wp-image-27037" title="thomas-schattschneider-lks-200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/11/thomas-schattschneider-lks-200.jpg" alt="thomas-schattschneider-lks-200" width="160" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Schattschneider ist enttäuscht über die Initiative.</p></div>
<p>Im Gegensatz zum letzten Frontalangriff auf die Universität der Initiative schoss die Universität dieses Mal zurück: <a href="http://idw-online.de/pages/de/news347891" target="_blank">In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung</a> heißt es unter anderem: &#8220;Der Kommissionsvorsitzende, Thomas Schattschneider, zeigte sich enttäuscht darüber, dass Gegner des Universitätsnamens versuchen, die Bemühungen der Kommissionsmitglieder in der Öffentlichkeit herabzuwürdigen.&#8221;</p>
<p>Ferner heißt es in der relativ knappen Mitteilung, die Liste der sieben Anzuhörenden sei durch die Senatskommission aufgestellt und einstimmig angenommen worden. Interessant ist zudem der Hinweis, dass sich die Kommissionsmitglieder auf &#8220;die Beschränkung der Zuhörerschaft auf die Hochschulöffentlichkeit&#8221; geeinigt haben. Somit sind zum Beispiel nicht-studentische Medienvertreter und Bürger von der Anhörung ausgeschlossen. Auch einer Nachberichterstattung im (öffentlichen) Internet könnten durch diesen Beschluss Steine in den Weg gelegt werden. In der zweiten Anhörung im Januar wird es um nicht-wissenschaftliche Gesichtspunkte für und gegen den Namenserhalt gehen &#8211; diese Anhörung wird vollständig öffentlich sein.</p>
<p>Ob die Experten wirklich so einseitig ausgewählt wurden, wie die Arndt-Gegner vermuten, kann jeder selbst am kommenden Freitag (<strong>11.12.2009</strong>) um <strong>09:00 Uhr</strong> in der <strong>historischen Aula</strong> der Universität herausfinden. Die Veranstaltung soll bis 14 Uhr dauern. Der webMoritz wird über die Aussagen der Experten berichten.</p>
<p>Text: von Alexander Kendzia und Gabriel Kords</p>
<p><span style="font-style: normal;">Bilder: Initiative &#8220;Uni ohne Arndt&#8221; (Banner), LKS M-V (Schattschneider)<em><br />
</em></span></p>
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