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	<title>webMoritz.de</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Neues über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Mitmachen ist erwünscht. Viel Spaß!</description>
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		<title>Zum Nachlesen: Finanzanträge für Hoffest, Baltistik-Jubiläum und mehr im StuPa</title>
		<link>http://webmoritz.de/2013/05/21/finanzantrage-fur-hoffest-baltistik-jubilaum-und-mehr/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 18:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
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		<category><![CDATA[FSR Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Institut für Baltistik]]></category>
		<category><![CDATA[StuPa Live Ticker]]></category>

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		<description><![CDATA[Die vierte Woche in Folge kommt heute Abend wieder das Studierendenparlament (StuPa) zusammen. Getagt wird im ab 20 Uhr im Konferenzsaal des Universitätshauptgebäudes. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/12/stupaticker-180x180.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-80470" style="margin: 5px;" alt="Grafik: Jakob Pallus" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/12/stupaticker-180x180.jpg" width="180" height="180" /></a>Die vierte Woche in Folge kommt heute Abend wieder das Studierendenparlament (StuPa) zusammen. Getagt wird im ab 20 Uhr im Konferenzsaal des Universitätshauptgebäudes. <span id="more-87588"></span></p>
<p>In dieser Zeit ist fast der komplette alte Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) aus Protest <a title="Fast geschlossener Rücktritt: der AStA taucht ab" href="http://webmoritz.de/2013/05/02/fast-geschlossener-rucktritt-der-asta-taucht-ab/" target="_blank">zurückgetreten</a>, die regulären <a title="Zum Nachlesen: Johanna Ehlers neue AStA-Vorsitzende" href="http://webmoritz.de/2013/05/14/heute-abend-live-stupa-wahlt-neuen-asta/" target="_blank">Neuwahlen</a> fanden statt, bei der bis auf zwei Ausnahmen alle Referate wieder besetzt werden konnten. Außerdem hat sich die außerparlamentarische Opposition <a title="PARTEI-Hochschulgruppe fordert: “Arndt exmatrikulieren”" href="http://webmoritz.de/2013/05/20/hochschulgruppe-der-partei-fordert-arndt-exmatrikulieren/" target="_blank">zu Wort gemeldet</a>.</p>
<p>Das heutige Programm ist vergleichsweise kurz. Vier Finanzanträge und die aktuelle Lage vom FSR Geschichte stehen auf dem Programm. Bei letzterem traten bis auf Christopher Denda alle Mitglieder zurück, er wird heute Abend im Parlament sein, um die nächsten Schritte zu besprechen.</p>
<h3>Dies ist die Tagesordnung:</h3>
<p><strong>TOP 1 Begrüßung</strong><br />
<strong>TOP 2 Berichte</strong> <span style="color: #008000;">AStA-Referenten und moritz-Chefs berichten über ihre Arbeit.</span><br />
<strong>TOP 3 Fragen und Anregungen aus der Studierendenschaft</strong><br />
<strong>TOP 4 Formalia</strong><br />
<strong>TOP 5 Finanzanträge</strong><br />
<strong>TOP 5.1. Hoffest FSR Jura/FSR Germanistik </strong><span style="color: #008000;">Die Fachschaftsräte Deutsche Philologie und Rechtswissenschaften veranstalten wie in jedem Jahr ein großes Hoffest an ihren Instituten, für das sie bis zu 900 Euro beantragen. Mit dem Geld soll Sicherheitspersonal bezahlt werden, denn die Veranstalter rechnen diesmal mit mehr Besuchern und strengeren Auflagen der Ordnungsämter. Eintritt wird nicht verlangt. Zu den diesjährigen Acts gehören unter anderen Auf jeden Derbe, Camou, Eckhard Schumacher und Hu.Bert &amp; Rae.</span><br />
<strong>TOP 5.2. Gender Bender Action Days 2013 </strong><span style="color: #008000;">Wie in den letzten beiden Jahren soll es auch 2013 wieder Workshops, Vorträge, Konzerte, Partys und </span><span style="color: #008000;">Filmabende zu den Themen Feminismus, queeres Leben, DIY und dem Kampf der Heteronormativität stattfinden. Dafür beantragen die Veranstalter 800 Euro Unterstützung. Die meisten Veranstaltungen werden im IKuWo stattfinden und richten sich vornehmlich an Studierende, 200 Teilnehmer soll es im letzten Jahr gegeben haben.</span><br />
<strong>TOP 5.3. 20 Jahre Institut Baltistik </strong><span style="color: #008000;">Zum zwanzigjährigen Bestehen des Instituts für Baltistik am 30. Mai haben Institutsangehörige für Studierende und andere Kulturinteressierte ein musikalisches Begleitprogramm organisiert, &#8220;um neben der wissenschaftlichen Bedeutung des Jubiläums auch die kulturelle Vielfalt vorzustellen, die den Studierenden bei der Beschäftigung mit dem Baltikum begegnet.&#8221; Der Pianisten Benjamin Saupé wird für baltische Klaviermusik sorgen, die das Festprogramm umrahmen sollen. Danach geht die Feier im Kulturzentrum St. Spiritus weiter, diese steht allen Interessierten offen. Dort werden die Folkrockgruppe Atalyja aus Litauen und der lettische Liedermacher Imants Daksis auftreten. Als einen &#8220;weit gefächerten Eindruck von der baltischen Musikkultur&#8221; lobt Antragstellerin Magda Doering, die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut ist, die Auswahl.</span><br />
<strong>TOP 5.4. Diskussionsabend AKJ (Zwangs-)Prostitution </strong><span style="color: #008000;">Die Antirassistischen Initiative Greifswald (Antira) veranstaltet einen Diskussionsabend zum Thema Prostitution und Zwangsprostitution. Der Arbeitskreis kritischer JuristInnen (AKJ) beantragt dafür eine Unterstützung von bis zu 200 Euro. Laut Programm soll eine WDR-Dokumentation, deren Lizenzgebühr die meisten Kosten verursacht, gezeigt werden. Danach wird Nicole Asbrock von der Zora- Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsverheiratung in  Schwerin über ihre Arbeit berichten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Die Veranstalter rechnen mit 50, überwiegend studentischen Teilnehmern.</span><br />
<strong>TOP 6 Wahlen AStA</strong> <span style="color: #008000;">Keine Bewerbungen liegen vor.</span><br />
<strong>TOP 6.1. Hauptreferat Soziales</strong><br />
<strong>TOP 6.2. Co-Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit</strong><br />
<strong>TOP 7 Wahlen moritz-Medien</strong> <span style="color: #008000;">Keine Bewerbungen liegen vor.</span><br />
<strong>TOP 8 FSR-Geschichte</strong> <span style="color: #008000;">Hier wird Christopher Denda, das einzig verbliebene Mitglied vom FSR Geschichte, über dessen aktuelle Situation berichten.</span> <span style="color: #008000;">Ein Antrag sieht vor, dass der Fachschaften- und Gremienreferent Tino Reuter eine Vollversammlung der Fachschaft durchführt und Neuwahlen einleitet. Bis zu Konstituierung einer neuen Fachschaft soll Christopher Denda die laufenden Geschäfte übernehmen.</span><br />
<strong>TOP 9 Wahl von AG-Vorsitzenden</strong> <span style="color: #008000;">Bestätigung der schon in den Arbeitsgemeinschaften gewählten Vorsitzenden.</span><br />
<strong>TOP 10 Bestätigung Stellvertretende AStA-Vorsitzende</strong> <span style="color: #008000;">Eine Name wurde nicht genannt, über die betreffende Person wurde womöglich intern auf der ersten AStA-Sitzung der neuen Legislatur vom letzten Mittwoch entschieden.</span><br />
<strong>TOP 11 Fakultätsordnung der Philosophischen Fakultät </strong><span style="color: #008000;">Erik von Malottki und Milos Rodatos, beide Mitglieder im entsprechenden Fakultätsrat, beantragen, dass sich das StuPa für den Entwurf für eine Fakultätsordnung der Philosophischen Fakultät entscheidet, der von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Studierenden erstellt wurde. Die Ordnung sieht die Bildung von Institutsräten vor, für diese soll sich das StuPa erneut aussprechen. Milos und Erik sehen darin eine &#8220;wichtige Verbesserung der Mitspracherechte aller Mitglieder der Universität auf Ebene der Institute&#8221;.</span><br />
<strong>TOP 12 fzs-Mitgliederversammlung vom 07.Juni – 09. Juni 2013</strong> <span style="color: #008000;">Keine Informationen liegen vor.</span><br />
<strong>TOP 13 Sonstiges</strong></p>
<p><em>Watt soll dat? Das StuPa ist eine Welt für sich und es fällt schwer, die Verfahren und Regeln, die dort herrschen, auf Anhieb zu verstehen. Sei es im Sitzungssaal oder beim Lesen des Tickers, damit wirklich alle mitreden können, haben wir ein <a title="Das StuPa-Einmaleins" href="http://webmoritz.de/2012/12/11/das-stupa-einmaleins/" target="_blank"><strong>StuPa-Einmaleins</strong> veröffentlicht</a>, in dem alle wichtigen Fakten und Regelungen zusammengefasst sind.</em></p>
<h2>Hier beginnt der Ticker</h2>
<p><em>Es tickern Natalie Rath und Simon Voigt</em></p>
<p>20:12 Der Ticker beginnt heute mit ein paar Minuten Verspätung. Gleich nach der Eröffnung hat das Präsidium an den ehemaligen AStA-Vorsitzenden Nicolas Wartenberg, stellvertretend für alle <a title="Fast geschlossener Rücktritt: der AStA taucht ab" href="http://webmoritz.de/2013/05/02/fast-geschlossener-rucktritt-der-asta-taucht-ab/" target="_blank">zum 1. Mai vorzeitig zurückgetretenen AStA-Refrenten</a> unter tosendem Applaus Geschenke überreicht. Außerdem informierte der StuPa-Präsident Milos Rodatos, dass die Stupistin Johanna Düwel ihren Rücktritt eingereicht hat, dafür rückte Michael Axnick nach.</p>
<div id="attachment_87711" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/20130521_StuPa_Nicolas_AStA_Geschenke.jpg"><img class="size-medium wp-image-87711 " alt="Nicolas freut sich über einen  ganzen Berg an Geschenken, den er aber mit den anderen ehemaligen Referenten teilen muss." src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/20130521_StuPa_Nicolas_AStA_Geschenke-250x166.jpg" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Nicolas freut sich über einen ganzen Berg an Geschenken, den er aber mit den anderen ehemaligen Referenten teilen muss.</p></div>
<p>20:16 Das Parlament ist bei den Berichten. Till Lüers erklärt, dass nach einer Auszählung festgestellt wurde, dass knapp 1.300 Euro aus dem AStA-Tresor gestohlen wurden. Mehr dazu <a title="1.000 Euro fehlen im AStA-Tresor" href="http://webmoritz.de/2013/05/08/1-000-euro-fehlen-im-asta-tresor/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>20:20 Der Bericht vom Co- Referent für Finanzen, Dennis Hohloch, fällt aus, denn er ist heute nicht hier und hat auch keinen eingereicht, was zu den Aufgaben der Referenten gehört.</p>
<p>20:22 Marian Wurm hat eine Frage zu der geplanten Podiumsdiskussion zu den Bundestagswahlen. Benjamin Schwarz, Referent für Hochschulpolitik berichtet, dass es von Angela Merkel noch keine Antwort gab, aber von den Grünen, SPD, Piraten und Linken. Er bemüht sich um eine Lösung, Erik von Malottki schlug vor, bei den jeweiligen Jugendorganisationen nachzufragen.</p>
<p>20:24 Lucas Grund, Veranstaltungs-Co-Referent, berichtet, dass seine Einarbeitung noch läuft. Er weist auf das Stadtteilfest in Schönwalde II am Wochenende hin.</p>
<p>20:25 Ein Vertreter aus dem Präsidium wird am Donnerstag bei der <a title="Verlegung neuer Stolpersteine am Donnerstag" href="http://webmoritz.de/2013/05/21/verlegung-neuer-stolpersteine-am-donnerstag/" target="_blank">Neuverlegung der Stolpersteine</a> teilnehmen.</p>
<p>20:35 Madeleine Baumgart, Co- Referentin für Internationales, hat viel zu berichten, unter anderem, dass es beim Drachenbootfest ein internationales Boot geben wird.</p>
<p>20:39 Das <a href="http://daf-regenbogen.jimdo.com/" target="_blank">Regenbogenprojekt</a> soll auf die Flüchtlingsheime Wolgast und Anklam ausgeweitet werden. Lehramtsstudenten können sich dieses als Sozialpraktikum anrechnen lassen.</p>
<p>20:43 Es gibt schon zwei Bewerbungen für den nächsten Science Slam am 31. Mai. Interessierte können sich beim AStA melden.</p>
<p>20:44 Beim moritz-Magazin gibt es ein Problem, die Hefte dürfen wegen Brandschutzbestimmungen nicht mehr im Audimax ausgelegt werden, dafür gab es klärende Gespräche mit der Verwaltung. Marian Wurm nutzt die Gelegenheit und lobt die neue Ausgabe vom Magazin.</p>
<p>20:52 Am 7. Juni findet ein Landesastentreffen in Rostock statt. Dort wird sich Greifswald mit zwei Workshops, zu studentischer Selbstverwaltung und zu studentischen Medien, beteiligen. Das berichtet Erik von Malottki, der Vertreter aus Greifswald bei der LKS ist. Außerdem ist er neugewählter Verwaltungsratsvorsitzender bei Studentenwerk und berichtet daraus, dass auf der letzten Sitzung besprochen wurde, wie die Kommunikation zu den Mietern verbessert werden kann.</p>
<p>20:56 Es gab einen einstimmigen Beschluss zum Club 9. Das Studentenwerk kündigte an, zu prüfen, wie es sich an den Kosten beteiligen kann und rief die Uni zum handeln auf. Erik zeigt sich optimistisch zur Zukunft vom Studentenclub.</p>
<p>21:03 Matti Winkler berichtet von der Fachschaftsrätekonferenz. Es gibt eine neue Vorsitzende: Ida Möhrke. Sie war schon vorher ein paar Monate in diesem Amt.</p>
<p>21:06 Luise Zubek verkündet, dass sie jetzt Mitglied der Die PARTEI-Hochschulgruppe ist. Bei ihrer Bewerbung war sie noch in keiner Gruppe aktiv, hat jetzt aber eine politische Heimat gefunden.</p>
<div id="attachment_87739" class="wp-caption alignleft" style="width: 176px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/20130521_StuPa_PARTEI_Hochschulgruppe-Natalie-Rath.jpg"><img class="size-medium wp-image-87739" alt="Luise Zubek (Mitte) mit zwei weiteren Mitgliedern aus der Hochschulgruppe der Partei Die PARTEI." src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/20130521_StuPa_PARTEI_Hochschulgruppe-Natalie-Rath-166x250.jpg" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Luise Zubek (Mitte) mit zwei weiteren Mitgliedern aus der Hochschulgruppe der Partei Die PARTEI.</p></div>
<p>21:08 Es geht zum Protokoll der Sitzung vom 23. April. Christoph Böhm ist mit dem Stil nicht ganz zufrieden, der nicht gut lesbar sei, und hat einen Änderungsvorschlag eingereicht. Ob diese übernommen werden, darüber wird jetzt abgestimmt. Sie wurden nicht übernommen.</p>
<p>21:12 Über Detailänderungen wird diskutiert.</p>
<p>21:15 Das Protokoll vom 7. Mai wurde angenommen. Inzwischen ist auch Alexander Schmidt aufgetaucht, der viele Sitzungen in Folge in dieser Runde fehlte.</p>
<p>21:20 Justus Bräuning, Vorsitzender vom FSR Deutsche Philologie stellt den Finanzantrag zum Hoffest vor. Er muss sich rechtfertigen, warum der Antrag sehr spät gestellt wurde. Laut einer Stellungnahme der FSR-Finanzverantwortlichen, die er gerade verliest, wurde der FSR stark von der ehemaligen AStA-Finanzerin Louise Behrend &#8220;stark verunsichert&#8221;. Der Antrag wurde bei einer ersten Besprechung abgelehnt, dazu gab es Vorwürfe, dass der FSR nicht mit der Finanzordnung der Studierendenschaft umgehen kann. Zu angebotenen Gesprächen zur Klärung sei sie aber nicht erschienen. Weiter berichtet Justus von Drohungen. Nach dem Rücktritt gab es keinen Ansprechpartner mehr. Aus Sicht der Antragsteller nutzte Louise einen persönlichen Disput, um die Arbeit am Finanzantrag hinauszuzögern.</p>
<p>21:25 Louise ist heute nicht im StuPa anwesend, aus diesem Grund schlägt Böhm vor, nicht weiter über diesen Fall zu debattieren, da sie keine Gegendarstellung einbringen kann. Auch Erik will keine Vorverurteilungen machen.</p>
<p>21:27 Heute soll ein Beschluss getroffen werden, da zum Fest nicht mehr viel Zeit ist. Dies ergab ein Meinungsbild.</p>
<p>21:28 Justus stellt das Fest vor. In den letzten Jahren sei es immer größer geworden, &#8220;enorme Kosten&#8221; seien für Bühnen, Verpflegung, Toiletten und Sicherheit entstanden. Im wesentlichen soll das Hoffest wie in den letzten Jahren ablaufen. Es gibt drei Bands und DJs.</p>
<p>21:30 AStA-Finanzreferent Till Lüers ist Mitglied im FSR Rechtswissenschaften und will das Fest nicht zu sehr Loben. Dennoch sei es ein wichtiger Termin für viele Greifswalder.</p>
<p>21:32 Fabian Schmidt schlägt vor, den FSR Geschichte oder andere Fachschaften zu beteiligen. Es gab Gespräche, zum Beispiel mit den Anglisten, diese hätten aber keine Zeit und nicht genug Geld, so Justus.</p>
<p>21:34 Fabian hat weitere Fragen zu Material und Einkäufen. Anfragen bei Uni und Clubs hätten gezeigt, dass keine Bauzäune geliehen werden können. Ein Sanitäter werde laut amtlicher Auskunft nicht gebraucht.</p>
<div id="attachment_87744" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/20130521_StuPa_Justus_FSR_Germanistik_nr.jpg"><img class="size-medium wp-image-87744" alt="Justus Bräuning, Vorsitzender vom FSR Deutsche Philologie, stellt den Antrag zum Hoffest vor." src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/20130521_StuPa_Justus_FSR_Germanistik_nr-250x167.jpg" width="250" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Justus Bräuning, Vorsitzender vom FSR Deutsche Philologie, stellt den Antrag zum Hoffest vor.</p></div>
<p>21:36 &#8220;Das Hoffest gehört zu einer der schönsten Institutionen, die wir haben&#8221;, lobt Böhm. Ihm ist der Anteil des StuPas zu hoch, da nur zwei Fachschaft profitieren.</p>
<p>21:39 Alex-Jan Erdmann merkt dazu an, dass auch viele andere Studierende zu dem Fest gehen würden.</p>
<p>21:42 Erik von Malottki berichtet, dass viele Fachschaften sich vor einem halben Jahr geäußert hätten, dass sie weniger Geld benötigen, woraufhin der Zuschuss gesenkt wurde. Bedingung war, dass das StuPa große Veranstaltungen unterstützt. Er spricht sich für die volle Förderung aus.</p>
<p>21:47 Darius Mickeleit wünscht, dass im Antrag &#8220;bis zu 900 Euro&#8221; stehen soll. Das tut es schon.</p>
<p>21:48 Das Für und Wider von großen Ausgaben wird diskutiert. Böhm plädiert auf weniger Ausgaben, damit für kommende Anträge genügend Geld da sei.</p>
<p>21:51 Auf die Frage von Alexander, ob Möglichkeiten nach Getränke-Promotion genutzt wurden antwortet Justus, dass es überall Ablehnung gab.</p>
<p>21:52 Die Rednerliste wurde auf Joels GO-Antrag hin geschlossen, Alexander sprach sich dagegen aus, da noch genügend Zeit sei. Dafür darf nur noch zwei Minuten gesprochen werden.</p>
<p>21:54 Marian rechnet noch einmal kurz vor: &#8220;Wenn wir zur Hälfte der Legislatur die Hälfte des Haushalttopfes ausgegeben haben, sind wir doch ganz gut dabei.&#8221;</p>
<p>21:57 Die Zeit der Nachfragen ist vorbei. Auch Änderungsanträge werden nicht eingereicht. Es kommt zur namentlichen Endabstimmung.</p>
<p>21:58 Lange Rede, kurzer Sinn: Einstimmig angenommen. Justus lädt als Schlusswort noch schnell zum Hoffest am 01. Juni ein. Geburtstag hat er auch noch. Gratulation.</p>
<p>22:00 Es wird ohne Pause weiter gemacht: Shirin Künnecke stellt den Finanzantrag zu den Gender Bender Action Days vor. Gleich im Anschluss gibt es ein Lob von dem AStA Finanzreferenten: &#8220;Vor allem die Workshops find ich gut. Gerade Fahrradreperaturen. Kann man in Greifswald immer gebrauchen.&#8221;, so Till.</p>
<p>22:04 Alexander Schmidt hat Nachfragen zu der Location: &#8220;Hat es einen besonderen Grund, warum ihr euch das IKUWO als Austragungsort ausgesucht habt? Es gibt viele Angehörige der Studierendenschaft, die im IKUWO keinen Zutritt haben. Ich gehöre dazu.&#8221;. Die Antragsteller erläutern, dass es in der Vergangenheit noch nie vorkam, dass Studenten an der Tür weggeschickt wurden.</p>
<p>22:12 Die Diskussionen gehen weiter: Alexander Wilhelm Schmidt äußert weiterhin fröhlich Anmerkungen zur inhaltlichen Ausgestaltung, Böhm versichert, dass es mindestens einen Burschenschafter gab, der sich schon einmal für diese Veranstaltungsreihe interessiert hast und Fabian Schmidt möchte einen &#8220;kleinkleinkleinen Obolus&#8221; bei den einzelnen Veranstaltungen einführen.</p>
<p>22:17 Luise Zubek möchte die Rednerliste schliessen. Dietrich Wenzel nicht. Das hohe Haus schliesst sich jedoch Luise an. Bald darf nicht mehr weiter diskutiert werden.</p>
<p>22:22 Die Rednerliste ist abgearbeitet und jetzt werden Änderungsanträge eingereicht. Joel Franke möchte die Gesamtförderungssumme auf 400 € kürzen. Dietrich Wenzel möchte, dass die Aufforderung, diese Veranstaltungen der gesamten Studierendenschaft zugänglich zu machen, mit in den Antrag aufzunehmen.</p>
<p>22:30 Es wurden insgesamt 4 Änderungsanträge eingereicht. Alle wurden abgelehnt. Zum Glück ist jedoch Alexander Schmidt anwesend: Die Endabstimmung läuft geheim ab. Parallel zur Auszählung geht es in die erste Pause. Nach 2 Stunden und 20 Minuten, sprich: genau 140 Minuten. Laut Satzung muss jedoch bereits nach 90 Minuten Pause gemacht werden. Wenn euch die Satzungspolizei nicht erwischt..!</p>
<p>22:43 Es geht weiter. Von den vier Änderungsanträgen wurde jener angenommen, dass das Hausrecht vom IKuWo festgelegt wird. Die beantragte Förderungssumme bleibt gleich.</p>
<p>22:44 Es geht zum <strong>TOP 5.3</strong>, das Jubiläum der Baltistik. Die Antragstellerinnen berichten auch vom Kommunikationsproblemen mit der ehemaligen Finanzreferentin.</p>
<p>22:45 Till findet den Antrag &#8220;schön&#8221;, die Musik, die es geben soll, &#8220;gibt es leider in Greifswald viel zu selten.&#8221; Fabian Schmidt vom Haushaltsausschuss erklärt, dass auch in Hinblick darauf, dass die Baltistik in Deutschland ein Orchideenfach ist, als voll förderungsfähig eingestuft wurde.</p>
<p>22:48 Auch Christoph Walther, Christoph Böhm und Marian Wurm sprechen sich für den Antrag aus. &#8220;Man kann das nicht genug feiern, dass es dieses Fach schon seit 20 Jahren in Greifswald gibt&#8221;, so letzterer. Böhm meint, dass es für die Uni peinlich sei, dass das Rektorat das Fest nicht unterstützt, deswegen sei es wichtig, &#8220;in die Presche zu springen.&#8221; Die Rektorin wird auch nicht kommen.</p>
<p>22:50 Darius sieht das auch so.</p>
<p>22:51 Der Finanzantrag beim Rektorat ist noch nicht abgelehnt. &#8220;Es gibt noch Hoffnung, dass nächste Woche etwas passiert&#8221;, so eine der Antragstellerinnen.</p>
<p>22:53 Wenn das Rektorat fördert, ist es eigentlich Geld der Sparkasse, welches verteilt wird, erklärt Böhm.</p>
<p>22:56 Der Antrag wurde einstimmig angenommen.</p>
<p>23:00 <strong>TOP 5.4</strong>: Tobias Klarmann vom AKJ stellt den Finanzantrag für einen Diskussionsabend zum Thema (Zwangs-) Prostitution vor. Die momentane Finanzlage sieht so aus, dass noch gut 250 € offen sind. Der AKJ schient optimistisch, diese auch noch zu bekommen. So langsam gebe es jedoch Zeitprobleme.</p>
<p>23:02 Till vom AStA findet diesen Antrag sehr wichtig, da das Thema viel zu selten beachtet wird. Er spricht sich für eine volle Förderung aus.</p>
<p>23:03 Alexander Schmidt findet diese geplante Veranstaltung auch gut. In gewohnter Manier hat er jedoch eine Nachfrage. Diese ist lediglich inhaltlich und wird vom Antragsteller so ausführlich beantwortet, dass die tickernden Redakteure irgendwo den Faden verloren haben.</p>
<p>23:06 Weiter Nachfragen aus dem Parlament: &#8220;Wo kommt die Motivation her gerade die Böckler-Stiftung anzufragen?&#8221;. Tobias schafft auch hier ausführliche Aufklärung: Man hatte bereits in der Vergangenheit einen guten Kontakt zu dieser und konnte so darauf zurückgreifen.</p>
<div id="attachment_87771" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/20130521_StuPa_Denda_FSR_Geschichte-sv.jpg"><img class="size-medium wp-image-87771" alt="Christopher Denda bildet derzeit den kompletten FSR Geschichte in Personalunion." src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/20130521_StuPa_Denda_FSR_Geschichte-sv-250x167.jpg" width="250" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Christopher Denda bildet derzeit den kompletten FSR Geschichte in Personalunion.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>23:11 Namentliche Endabstimmung: Auch hier sind sich alle einig. Die 27 anwesenden Stupisten möchten den AKJ bei der geplanten Veranstaltung finanziell unterstützen. Der TOP Finanzanträge ist damit abgearbeitet.</p>
<p>23:13 Nun steht die Krisensituation des FSR Geschichte an. Christopher Denda, als letztes FSR Mitglied, stellt diese kurz vor.</p>
<p>23:14 Erik von Malottki spricht sich für eine zeitnahe Vollversammlung aus und ist optimistisch, dass es bald einen neuen FSR Geschichte geben wird.</p>
<p>23:16 Inzwischen drehen sich die Diskussionen um die Formulierung &#8220;laufende Geschäfte&#8221;. Darf Christopher alleine über die Finanzen des FSRs entscheiden. Nein. Es sei lediglich eine Formulierung aus der Fachschaftsrahmenordnung, so Milos.</p>
<p>23:20 Nikolas weist hingegen auch auf die Wichtigkeit der Mundpropaganda hin: &#8220;Ich war auf der letzen Geschichtsvollversammlung und dort waren 4 Leute anwesend.&#8221;.</p>
<p>23:22 Welche Legitimation hat Christopher Denda zur Zeit? Diese Frage stellt Alexander Wilhelm Schmidt ins hohe Haus. Offiziell gibt es keinen FSR (da dieser mind. aus 3 Personen bestehen muss), er ist jedoch der letzte, noch nicht zurückgetretene, FSR Mitglied und scheint somit der einzige potentielle Beauftragter für diesen Posten, so Milos Rodatos.</p>
<p>23:26 Christoph Böhm hat bereits wieder zahlreiche Lücken im Antrag gefunden. Zugleich schüttelt er jedoch auch Lösungen für diese aus dem Ärmel. Diese werden übernommen und deswegen kann es zur Endabstimmung kommen.</p>
<div id="attachment_87220" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/MagdaleneMajeed_JohannesKoepcke.jpg"><img class="size-medium wp-image-87220" alt="Magdalene Majeed" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/MagdaleneMajeed_JohannesKoepcke-166x250.jpg" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Magdalene Majeed (Archiv)</p></div>
<p>23:28 Mit einer Enthaltung, von Alexander Wilhelm Schmidt, wurde dieser Antrag angenommen.</p>
<p>23:28 Weiter geht es mit dem Wahl der AG Vorsitzende. Marco Wagner stellt sich als Vorsitz für die AG Struktur zur Wahl. Kein Redebedarf und keine Gegenstimmen. Herzlichen Glückwunsch Marco.</p>
<p>23:31 Jetzt wurde Magdalene Majeed einstimmig zur stellvertretenden AStA-Vorsitzenden gewählt. Sie ist seit letzter Woche Veranstaltungsreferentin und freut sich auf die Arbeit. &#8220;100 Prozent Frauen&#8221;, freut sich auch Alexander.</p>
<p>23:33 Weiter geht es zu <strong>TOP 11</strong>, die Fakultätsordnung der PhilFak.</p>
<p>23:34 Böhm findet das Anliegen grundsätzlich unterstützenswert, kritisiert aber, das der Antrag erst &#8220;am Abend vorher&#8221; eingereicht wird.</p>
<p>23:35 Auch Marian, der das Problem kennt, da er im letzten Jahr auch im Fakultätsrat saß, kritisiert das Vorgehen.</p>
<p>23:36 Marco Wagner spricht sich für den Antrag aus und betont, das Institutsräte auch bei anderen Fakultäten Einzug finden sollten.</p>
<p>23:38 &#8220;Wir brauchen Demokratie, auch auf Institutsebene&#8221;, so Erik von Malottki. &#8220;Mehr Demokratie ist immer besser als weniger und vorallem als Alleinherrschaft der Professoren.&#8221; Das die Ordnung derzeit nicht vorliegt und eingesehen kann, begründet er damit, dass er nicht wusste, wie die wissenschaftlichen Mitarbeiter, die daran mitgearbeitet haben, vielleicht nicht einverstanden seien.</p>
<p>23:44 Marian denkt, dass in den Instituten, dem unmittelbaren Umfeld der Studierenden, Mitsprache wichtiger ist.</p>
<p>23:50 Im Antrag werden Details geändert, beispielsweise die Rechtsaufsicht der Uni soll gebeten werden, die Entwürfe schnell zu Prüfen.</p>
<p>23:51 Die namentlich Endabstimmung ergab: zwei Enthaltungen von Christoph Walther und Alexander Schmidt. Aber angenommen.</p>
<p>23:53 Die Sitzung wurde um eine halbe Stunde verlängert.</p>
<p>23:56 Der fzs tagt bald in Göttingen, es soll Geld für die Anfahrt locker gemacht werden.</p>
<p>23:57 Das Präsidium will &#8220;so früh wie möglich Leute finden, die hinfahren&#8221;, erklärt Milos. Die Greifswalder Studierendenschaft ist inzwischen offiziell Mitglied, hat aber noch nicht bezahlt. Diese Füchse!</p>
<p>23:57 Alexander schlägt Benedikt Eisele vor. Christopher Riemann schlägt die stellvertretenden LKS-Vertreter vor, also Alex-Jan und Joel.</p>
<p>23:59 Die letzten beiden wollen nicht. Es gab Vorschläge für Martin Grimm und Juliane Harning. Alle drei (Martin, Juliane und Benedikt) wurden bei vier Enthaltungen bestimmt. &#8220;Wird bestimmt spannend&#8221;, witzelt Milos.</p>
<p>00:01 Die Sitzung ist zu ende.</p>
<p>00:02 Zum Schluss möchten die tickernden Redakteure und Jole Schulz gerne eine Widmung unter diesen Ticker setzen. Nele Reidenbach, die stellvertretende Chefin von moritzTV hat heute Geburtstag. Alles Gute! Sie lebe hoch! Hoch! Hoch!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/2fOzweu95oc" height="315" width="560" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>00:07 Im Greifswalder Lokalteil der Ostseezeitung erschien heute übrigens in der alltäglichen &#8220;Guten Tag liebe Leser&#8221;-Rubrik eine herzzerreißende Lobrede auf Milos Rodatos, verfasst von Lokalredakteur Dr. Eckhard Oberdörfer. Darin hebt er hervor, dass Milos sich bereits die zweite Amtszeit als StuPa-Präsidenten antue, kurzzeitig den AStA stellvertretend führen musste und seit letzter Woche in den Vorstand des Greifswalder Studentenwerks gewählt wurde. Entgegen aller Vorurteile engagieren sich junge Leute doch für die Gemeinschaft, so sein Fazit. Wir möchten ergänzen, das Milos auch im Fakultätsrat der philosophischen Fakultät sitzt und fragen uns, ab wann Ämterhäufung problematisch wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fotos: Natalie Rath, Simon Voigt, Johannes Köpcke (Archiv)</p>
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		<title>Verlegung neuer Stolpersteine am Donnerstag</title>
		<link>http://webmoritz.de/2013/05/21/verlegung-neuer-stolpersteine-am-donnerstag/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 17:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Vössing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Diebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Studentengemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Gunter Demnig]]></category>
		<category><![CDATA[jüdische Bürger]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Reichsprogromnacht]]></category>
		<category><![CDATA[Stolpersteine]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind inzwischen über sechs Monate vergangen, seitdem Unbekannte in der Nacht zum 9. November 2012 elf Stolpersteine in Greifswald aus dem Boden gerissen haben. Die im Boden vor Wohnhäusern eingelassenen Gedenksteine erinnerten an jüdische Einwohner, die dem NS-Regime im Dritten Reich zum Opfer fielen. Am kommenden Donnerstag werden diese elf und zwei weitere neu verlegt. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/02/Neue-Stolpersteine-David-Vössing.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-83096" style="margin: 5px;" alt="Neue Stolpersteine-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/02/Neue-Stolpersteine-David-Vössing-180x180.jpg" width="180" height="180" /></a>Es sind inzwischen über sechs Monate vergangen, seitdem Unbekannte, vermutlich aus der rechtsextremen Szene, in der Nacht zum 9. November 2012 <a href="http://webmoritz.de/2012/11/09/unbekannte-entfernen-stolpersteine-in-greifswald/">elf Stolpersteine in Greifswald aus dem Boden gerissen haben</a>. Die im Boden vor Wohnhäusern eingelassenen Gedenksteine erinnerten an jüdische Einwohner, die dem NS-Regime im Dritten Reich zum Opfer fielen. Am kommenden Donnerstag werden diese elf und zwei weitere neu verlegt. <span id="more-87582"></span></p>
<p>Makaber an der Aktion war der Tag. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Am 9. November 1938 wurden in der Reichprogromnacht</a>, viele jüdische Synagogen in Brand gesetzt. Die Suche nach den Tätern gestaltete sich für die Polizei von Anfang an schwierig, führte bislang zu keinem Ergebnis und wurde eingestellt. An einem anderen Jahrestag soll nun ein Zeichen gesetzt werden, nämlich für die Erinnerung. So werden die Stolpersteine am kommenden Donnerstag, 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, neu verlegt. Die Verlegung steht unter dem Motto &#8220;Die Würde des Menschen ist unantastbar!&#8221;, was Artikel 1, Absatz 1 des Grundgesetzes entspricht.</p>
<p>Nach der beispiellosen Tat reagierte die Greifswalder Bevölkerung tief bestürzt. <a title="Gedenkspaziergang wegen gestohlener Stolpersteine" href="http://webmoritz.de/2012/11/21/gedenkspaziergang-wegen-gestohlener-stolpersteine/" target="_blank">So beteiligten sich etwa 250 Menschen an einem Gedenkspaziergang</a> entlang der gestohlenen Stolpersteine und es kamen innerhalb kurzer Zeit 7.800 Euro an Spenden zusammen. Zur Spendenaktion rief die Evangelische Studentengemeinde auf, die bereits die vorherige Verlegung im Jahr 2008 initiierte. Die tatsächlichen Kosten lagen aber bei 1.300 Euro, sie wurden erneut vom Künstler <a href="http://www.stolpersteine.com/">Gunter Demnig</a> angefertigt. <a href="http://webmoritz.de/2013/02/06/neue-stolpersteine-werden-im-fruhling-eingesetzt/">Die 13 neuen Gedenksteine waren seit Anfang Februar im Bürgerschaftsaal ausgestellt.</a></p>
<p>Der genaue Ablauf der Stolpersteinverlegung, zu deren Teilnahme die Stadt und Kirchenkreise aufrufen, sieht wie folgt aus:</p>
<ul>
<li>11.00 Uhr      Gützkower Straße 39, Friederike und Georg Feldmann</li>
<li>11.20 Uhr      Robert-Blum-Straße 11, Alice Weismann und Paula Sichel</li>
<li>11.40 Uhr      Domtraße 9a Historisches Institut, Dr. Gerhard Knoche</li>
<li>12.00 Uhr      Ellernholzstraße 2, Prof. Dr. Edmund Forster</li>
<li>12.30 Uhr      Friedrich-Loeffler-Str. 23d, Pharmakologisches Institut, Dr. Rudolf Kaufmann</li>
<li>13.00 Uhr      Kuhstraße 7, Else Burchard</li>
<li>13.20 Uhr      Brüggstraße 12, Julius, Thea, Hans und Gert Futter</li>
<li>13.40 Uhr      Knopfstr. 18, Elise Rosenberg</li>
</ul>
<div id="attachment_87583" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/Route-Wiederverlegung-Stolpersteine-Stadt-Greifswald.png"><img class=" wp-image-87583 " alt="Hier ist die gesamte Route des Gedenkweges zu sehen. Zum Vergrößern, einfach auf die Karte klicken." src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/Route-Wiederverlegung-Stolpersteine-Stadt-Greifswald.png" width="540" height="346" /></a><p class="wp-caption-text">Hier ist die gesamte Route des Gedenkweges zu sehen. Zum Vergrößern, einfach auf die Karte klicken.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fotos: David Vössing (Artikelbild, Archiv), Stadt Greifswald (Karte)</p>
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		<title>Giftmülllagerung im Hafen Ladebow endet im September</title>
		<link>http://webmoritz.de/2013/05/21/giftmulllagerung-im-hafen-ladebow-endet-im-september/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 15:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Vössing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Liefschefsky]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Giftmüll]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Hochheim]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung Pachtverträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ladebow]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuell noch bestehende Lagerung von Giftmüll im Hafen Ladebow könnte spätestens Ende September enden. Grund sind gekündigte Pachtverträge. Eine Bürgerinitiative hatte gegen die Lagerung protestiert, bisher aber ohne Erfolg. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-87687" style="margin: 5px;" alt="Alter_Kran-René Krause_Jugendfotos" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/Alter_Kran-René-Krause_Jugendfotos-180x180.jpg" width="180" height="180" />Die derzeitige Lagerung von Giftmüll im Hafen Ladebow könnte spätestens Ende September enden. Grund sind gekündigte Pachtverträge. Eine Bürgerinitiative hatte gegen die Lagerung protestiert, bisher aber ohne Erfolg. <span id="more-87676"></span></p>
<p>Nach einer <a href="http://www.greifswald.de/pressemitteilungen/mitteilung-lesen/article/kein-zwischenlager-fuer-sonderabfaelle-in-ladebow-pachtvertrag-der-interseroh-mab-ost-gmbh-gekuend.html">Pressemitteilung der Stadt Greifswald</a> hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) den mit der INTERSEROH MAB Ost GmbH bestehenden Pachtvertrag für ein etwa 10.000 Quadratmeter großes Areal im Hafen Ladebow zum 30. September 2013 gekündigt. Innerhalb dieser Flächen hat die INTERSEROH der Alba Services GmbH und Co KG eine Fläche von 250 Quadratmeter überlassen. Auf dieser Fläche lagern zeitweilig Sonderabfälle, die auch Giftmüll einschließen.</p>
<h3>Bürgerinitiative hatte Erfolg</h3>
<p>Gegen diese Zwischenlagerung wehrte sich die Bürgerinitiative Wieck-Ladebow und <a href="http://webmoritz.de/2013/05/14/droht-greifswald-ein-zweites-gorleben/">übergab in der Bürgerschaftssitzung letzten Montag </a>1.147 gesammelte Unterschriften gegen die Giftmülllagerung. Forderungen nach einer Rücknahme der städtischen Genehmigung für Alba liefen ins Leere. &#8220;Da der auf Widerruf oder Rücknahme des erteilten gemeindlichen Einvernehmens gerichtete Vorschlag der Bürgerinitiative rechtlich nicht zulässig ist, habe ich gemeinsam mit dem Eigentümer der Flächen im Hafen Ladebow überlegt, wie einerseits dem Wunsch der Bürger und andererseits der weiteren Entwicklung des Hafens entsprochen werden könnte&#8221;, äußerte Bausentor Jörg Hochheim (CDU), dass er die Bedenken der Bürger sehr ernst nehme. Die Stadt geht nun davon aus, dass mit dem gekündigten INTERSOH-Pachtvertrag auch das in Rede stehende Zwischenlager vom Tisch ist. Nun geht es um die weitere Entwicklung des Bebauungsplans Hafen Ladebow.</p>
<p>Als &#8220;Ausdruck wahrer Demokratie, dass man auf uns gehört hat&#8221; deutete Bernd Liefschefsky die Aktion der Stadt hinsichtlich der zahlreichen übergebenen Unterschriften an und freute sich als Vorsitzender der Ortsteilvertretung (OTV) Wieck-Ladebow, dass die Stadt zurückgerudert ist. Er kritisierte in diesem Zusammenhang wiederholt die Informationspolitik der Stadtverwaltung. So sei eine Anfrage für eine Giftmüllanlage an die Stadt im März gestellt worden, worüber die OTV nicht informiert worden sei, äußerte Liefschefsky (Bürgerliste Greifswald) gegenüber dem webMoritz.</p>
<p>Symbolfoto: &#8220;Alter Kran&#8221; von René Krause via www.jugendfotos.de, CC-BY-NC (aufgenommen am Hafen von Münster)</p>
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		<item>
		<title>Bundestagswahl in Greifswald: Gesichter und Positionen</title>
		<link>http://webmoritz.de/2013/05/21/bundestagswahl-in-greifswald-gesichter-und-positionen-vo-dienstag/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 06:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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		<category><![CDATA[Erststimme]]></category>
		<category><![CDATA[Gino Leonhard]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin Kassner]]></category>
		<category><![CDATA[Sonja Steffen]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Wiest]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkreis 15]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zur Bundestagswahl am 22. September werden noch einige Monate ins Vorpommernland ziehen. Viele Parteien haben sich bereits positioniert und auf ihre Direktkandidaten geeinigt. Der webMoritz schaut nach vorn, welche Gesichter bald auf Plakaten das Straßenbild in Stadt und Wahlkreis prägen werden.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Berlin_Bundestag-André-Zehetbauer-via-Flickr.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-85788" style="margin: 5px;" alt="Berlin_Bundestag-André Zehetbauer via Flickr" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Berlin_Bundestag-André-Zehetbauer-via-Flickr-180x180.jpg" width="180" height="180" /></a>Bis zur Bundestagswahl am 22. September werden noch einige Monate ins Vorpommernland ziehen. Viele Parteien haben sich bereits positioniert und auf ihre Direktkandidaten geeinigt. Der webMoritz schaut nach vorn, welche Gesichter bald auf Plakaten das Straßenbild in Stadt und Wahlkreis prägen werden.<span id="more-84834"></span></p>
<p>Von voraussichtlich 61,8 Millionen wahlberechtigten Deutschen, die für den 18. Bundestag mit abstimmen dürfen, leben <a href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/presse/w13002_Wahlberechtigte_Laender.html" target="_blank">laut Bundeswahlleiter</a> 1,4 Millionen in Mecklenburg-Vorpommern (MV). Da sich die Bevölkerungsverteilung in den letzten vier Jahren verändert hat, wurden bundesweit insgesamt 21 Wahlkreise neu zugeschnitten. Dies verlief <a href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/presse/1_Wahlkreiseinteilung_18_DBT.html" target="_blank">zu Ungunsten für MV</a>, denn das Bundesland verlor dabei einen von sieben Wahlkreisen, was zur Neueinteilung der verbliebenen sechs führte. Greifswald ging dabei an den Norden und ist nun Teil von Wahlkreis 15 &#8220;Vorpommern-Rügen &#8211; Vorpommern-Greifswald I&#8221;. Vormals lag die Stadt im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlkreis_Greifswald_%E2%80%93_Demmin_%E2%80%93_Ostvorpommern" target="_blank">Wahlkreis 16</a><span style="color: #000000;">, welcher südlich der Stadt liegt.</span> In Hessen wurde zum Ausgleich ein weiterer Wahlkreis geschaffen.</p>
<p style="text-align: left;">Somit gibt es ab September nur noch sechs Direktmandatsträger, die MV im Bundestag vertreten. <span style="color: #000000;">S</span><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">echs weitere kommen über die Listen hinzu.</span> </span></span>Genau so viele hat auch Hamburg, nur Bremen (zwei) und das Saarland (vier) müssen mit weniger Direktkandidaten auskommen. Folgende Karte zeigt die Ausdehnung des vergrößerten Wahlkreises 15:<a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_Wahlkreis_15.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-84838" style="border: 1px solid #ffffff;" alt="Bundestagswahl_2013_Wahlkreis_15" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_Wahlkreis_15.jpg" width="575" height="406" /></a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlkreis_Stralsund_%E2%80%93_Nordvorpommern_%E2%80%93_R%C3%BCgen" target="_blank">Bei der letzten Bundestagswahl</a> lebten im alten Wahlkreis 15 fast 200.000 Wahlberechtigte. Nach der Umstrukturierung hat der Landeswahlleiter noch keine aktuellen Zahlen ermittelt, wie Jürgen Sternitzke vom Fachdienst Kommunalaufsicht des Landkreises Vorpommern-Rügen dem webMoritz mitteilte. In Greifswald leben derzeit (Stichtag: 16. April 2013) 45.621 Wahlberechtigte, allerdings wird von Stadtsprecherin Bärbel Lenuck darauf hingewiesen, dass sich diese Zahl noch bis zum Wahltermin ändern kann.</p>
<p>Da die Verwaltung Berufe der Bürger nicht erfassen darf, ist nicht bekannt, wie viele Studenten ihren Erstwohnsitz in Greifswald haben und somit auch von ihrem Stimmrecht in Greifswald Gebrauch machen können. Bis zur Wahl gilt die Wohndauer im Wahlkreis von mindestens drei Monaten, die Ummeldung müsste dementsprechend bis zum 21. Juni erfolgen.</p>
<h3>Viele Parteien haben sich auf Kandidaten geeinigt</h3>
<p>Ende der Bewerbungsfrist für Parteien und Einzelkandidaten ist Montag, der 15. Juli. Da laut Sternitzke üblicherweise viele ihre Unterlagen erst etwa eine Woche vor Abgabetermin einreichen, sei derzeit noch keine Aussage über die Zahl der Direktkandidaten möglich. Viele Parteien haben aber bereits angekündigt, wen sie ins Rennen um das Direktmandat schicken wollen. Sie stehen in folgender vorläufigen Übersicht.</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_Linke_Kerstin_Kassner.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-85562" alt="Bundestagswahl_2013_Linke_Kerstin_Kassner" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_Linke_Kerstin_Kassner.jpg" width="175" height="277" /></a></td>
<td valign="top" width="307">
<h3>Kerstin Kassner</h3>
<p style="text-align: justify;">Die 1958 in Sachsen geborene Diplom-Ökonomin im Hotel- und Gaststättenwesen wuchs auf der Insel Rügen auf, wo sie noch heute lebt. Von 1990 bis 2001 war sie Mitglied für die PDS im Landtag von MV, danach wurde sie Landrätin des ehemaligen Landkreises Rügen, und das zehn Jahre lang bis zur Gebietsreform 2011. Bei ihrer Nominierung kündigte Kassner an, besonders für die Themen Bildung, soziale Gerechtigkeit und Perspektiven &#8220;nicht zuletzt für junge Menschen in einer lebens- und liebenswerten Region&#8221; in ihrem Wahlkampfs eintreten zu wollen. Weiterhin <a title="Bangen um Wohnheim in der Makarenkostraße" href="http://webmoritz.de/2013/04/30/bangen-um-wohnheim-in-der-makarenkostrase/" target="_blank">kündigte sie an</a>, sich für eine Unterstützung der Studentenwerke stark machen zu wollen.</p>
<p><strong><em>Im Internet:</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kerstin-kassner.de/" target="_blank">Eigene Seite</a></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="175"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_FDP_Gino_Leonhard.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-85560" alt="Bundestagswahl_2013_FDP_Gino_Leonhard" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_FDP_Gino_Leonhard.jpg" width="175" height="280" /></a></td>
<td valign="top" width="307">
<h3>Gino Leonhard</h3>
<p style="text-align: justify;">Der gelernte Schiffsmechaniker kommt aus Bergen. 2009 trat er dort erfolglos für den Bundestag an. Von 2006 bis 2011 saß er im Landtag von MV, der erneute Einzug scheiterte an der Wahlniederlage der FDP. Aktuell ist der 40-jährige Mitglied des Kreistages Vorpommern-Rügen. Zu seinen politischen Schwerpunkten <a href="http://www.fdp-mv.de/Gino-Leonhard-ist-FDP-Kandidat-im-Wahlkreis-15/998c1525i1p/index.html" target="_blank">zählen laut seiner Partei</a> die maritime Wirtschaft, der Einsatz für bezahlbare Energiepreise und die Entlastung der Kommunen. 2005 warf man ihm ihm Untreue, Bestechlichkeit und Vorteilsnahme im Amt des Bürgermeisters in Hiddensee vor, <a href="http://www.liberale-mv.de/index.php?kreisID=0&amp;topicID=1&amp;undertopicID=17&amp;fraktion=&amp;id=745">die Ermittlungen wurden aber eingestellt</a>. Leonhard ist für eine Lockerung beim Kooperationsverbot.</p>
<p><em><strong>Im Internet:</strong></em></p>
<p><a href="http://www.fdp-ruegen.de/" target="_blank">FDP Kreisverband Rügen</a></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="175"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_CDU_Angela_Merkel.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-85416" alt="Bundestagswahl_2013_CDU_Angela_Merkel" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_CDU_Angela_Merkel.jpg" width="175" height="280" /></a></td>
<td valign="top" width="307">
<h3>Angela Merkel</h3>
<p style="text-align: justify;">Die 58-jährige Physikerin kommt gebürtig aus Hamburg und hat den alten Wahlkreis 15 bei jeder Bundestagswahl seit 1990 gewonnen, zuletzt mit 49,3 Prozent der Erststimmen. Auch Wahlkreis 16, in dem Greifswald vorher lag, gewann seit der Wende immer die CDU. Am 20. Januar wurde Merkel einstimmig <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-01/merkel-direktmandat-stralsund" target="_blank">erneut nominiert</a>. Wegen dieser konstanten Beliebtheit und der Möglichkeit, vielleicht die nächste Bundeskanzlerin zu wählen, werden es die anderen Kandidaten sicher schwer haben. Zu ihren Zielen im Wahlkreis sagte sie zuletzt gegenüber GreifswaldTV, dass sie sich erst <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mfLgNg9weho" target="_blank">noch einarbeiten wolle</a>.</p>
<p><em><strong>Im Internet:</strong></em></p>
<p><a href="http://www.angela-merkel.de/page/135.htm" target="_blank">Eigene Seite</a></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="175"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_Grüne_Claudia_Müller.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-85411" alt="Bundestagswahl_2013_Grüne_Claudia_Müller" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_Grüne_Claudia_Müller.jpg" width="175" height="280" /></a></td>
<td valign="top" width="307">
<h3>Claudia Müller</h3>
<p style="text-align: justify;">Die 1981 in Rostock geborene Betriebswirtin wurde <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2013/01/27/grune-wahlen-claudia-muller-zur-direktkandidatin-fur-den-wahlkreis-15/" target="_blank">am 27. Januar</a> nominiert. Sie lebt in Stralsund, ist Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen MV sowie stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Kreistag Vorpommern-Rügen. Sie will sich für Familienfreundlichkeit einsetzen und befürwortet eine bessere Vernetzung der Ostseeregion. Außerdem wird eine solide und nachhaltige Finanzpolitik als eines ihrer Themen genannt. Auf Nachfrage vom moritz-Magazin äußerte sie, dass sie eine Aufhebung des Kooperationsverbots fordert.</p>
<p><em><strong>Im Internet:</strong></em></p>
<p><a href="http://www.gruene-mv.de/partei/landesvorstand/claudia-mueller.html" target="_blank">Profil beim grünen Landesverband</a></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="175"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_SPD_Sonja_Steffen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-85596" alt="Bundestagswahl_2013_SPD_Sonja_Steffen" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_SPD_Sonja_Steffen.jpg" width="175" height="280" /></a></td>
<td valign="top" width="307">
<h3>Sonja Steffen</h3>
<p style="text-align: justify;">1963 wurde Steffen in Nordrhein-Westfalen geboren, seit 1995 ist sie als Rechtsanwältin in Stralsund tätig. Über die Landesliste der SPD ist sie bereits seit 2009 <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/sonja_amalie_steffen-575-37979.html" target="_blank">Mitglied des Bundestages</a>. Für die kommende Wahl wurde sie außerdem auf Platz eins der SPD-Landesliste gewählt. Weiterhin ist sie seit 2011 Mitglied im Kreistag von Vorpommern-Rügen und dort stellvertretende Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss. In der Bundespolitik schließt sie sich der Forderung der SPD-Bundestagsfraktion nach einer Aufstockung des Hochschulpaktes an. Außerdem einer Reform des BAföG und eine Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen für Studierende.</p>
<p><em><strong>Im Internet:</strong></em></p>
<p><a href="http://www.sonja-steffen.de/" target="_blank">Eigene Seite</a></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="175"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_Piraten_Susanne-Wiest.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-85616" alt="Bundestagswahl_2013_Piraten_Susanne Wiest" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/04/Bundestagswahl_2013_Piraten_Susanne-Wiest.jpg" width="175" height="280" /></a></td>
<td valign="top" width="307">
<h3><strong>Susanne Wiest</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Bereits 2009 trat die heute 46-jährige Tagesmutter aus Greifswald als parteilose Direktkandidatin an. Inzwischen ist die gebürtige Bayerin Mitglied der Piratenpartei und führt auch deren Landesliste in MV an. <a href="http://grundeinkommenimbundestag.blogspot.de/2011/08/ich-gehe-in-alle-parteien.html">Ursprünglich hatte sie nach eigenen Angaben versucht</a>, in alle im Bundestag vertretenen Parteien und bei den Piraten einzutreten. Ihr großes Anliegen war und ist das bedingungslose Grundeinkommen. <a href="https://meck-pom.piratenpad.de/633" target="_blank">Bei ihrer Nominierung am 14. April</a> sprach sich Wiest außerdem dafür aus, dass sie neue Wege finden will, Bürger zum Mitgestalten in der Politik zu motivieren. Im <a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/magazin/heft/mm105_web.pdf" target="_blank">moritz-Magazin 105</a> positionierte sie sich gegen das Kooperationsverbot.</p>
<p><em><strong>Im Internet:</strong></em></p>
<p><a href="http://grundeinkommenimbundestag.blogspot.de/" target="_blank">Eigener Blog</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Derzeit ist Greifswald durch den CDU-Abgeordneten <a title="Der Bundestagsabgeordnete Matthias Lietz im Gespräch" href="http://webmoritz.de/2009/11/22/der-bundestagsabgeordnete-matthias-lietz-im-gesprach/" target="_blank">Matthias Lietz</a> im Bundestag vertreten. Er gewann bei der Wahl 2009 <a title="Wahlergebnisse: Bund – Wahlkreis – Greifswald" href="http://webmoritz.de/2009/09/28/wahlergebnisse-bund-wahlkreis-greifswald/" target="_blank">36,8 Prozent der Erststimmen</a>. Neben ihm traten <a title="Acht Direktkandidaten in Greifswald" href="http://webmoritz.de/2009/08/11/acht-direktkandidaten-in-greifswald/" target="_blank">sieben weitere Kandidaten</a> im alten Kreis 16 an, zwei davon als unabhängige, darunter auch Susanne Wiest.</p>
<p>Vom neuen AStA gab es bereits die Ankündigung zu einer Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten. Sie soll noch vor der Prüfungsphase stattfinden und wird gemeinsam mit der Universität organisiert. Es dürfte allerdings schwierig werden, ob dies zeitlich klappt.</p>
<h3>Greifswalder Studierendenschaft positionierte sich bereits</h3>
<p>Das Studierendenparlament (StuPa) der Uni Greifswald hat sich <a title="StuPa-Ticker vom 15. Januar 2013" href="http://webmoritz.de/2013/01/15/heute-abend-tagt-vielleicht-das-stupa/" target="_blank">bereits am 15. Januar</a> zu einigen bildungspolitischen Themen <a href="http://stupa.uni-greifswald.de/beschlussbuch/2012/beschluesse/2013-01-15/03.pdf" target="_blank">positioniert</a>. Dazu gehören Forderungen nach mehr studentischem Wohnraum, eine Erhöhung des BAföG-Satzes und ein Aufheben des Kooperationsverbotes von Bund und Ländern im Bildungsbereich, wodurch sich der Bund stärker an der Hochschulfinanzierung beteiligen soll. Diese Positionen sollen vom AStA-Referenten für Hochschulpolitik vertreten und auch beim <a href="http://www.fzs.de/" target="_blank">Freien Zusammenschluss von Studierendenschaften (fzs)</a> eingebracht werden, in welchem die Greifswalder Studierendenschaft seit ein paar Wochen Fördermitglied ist. Ähnliche Forderungen strebt auch das <a href="http://www.kampa2013.de/" target="_blank">Bündnis &#8220;Bildung braucht&#8230;&#8221;</a> an, welches ebenfalls vom StuPa finanziell unterstützt wird.</p>
<p>Bildnachweise:</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.flickr.com/photos/az1172/2270644491/" target="_blank">Berlin Reichstag</a>&#8221; &#8211; André Zehetbauer via Flickr (CC-BY-SA 2.0)<br />
<a href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/wahlkreiseinteilung/l13/wk_015.html" target="_blank">Wahlkreiskarte</a> &#8211; Statistisches Bundesamt Wiesbaden (ohne CC-Lizenz)<br />
Claudia Müller &#8211; <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2013/01/27/grune-wahlen-claudia-muller-zur-direktkandidatin-fur-den-wahlkreis-15/" target="_blank">Vorpommern-Greifswald wird Grün</a> (ohne CC-Lizenz)<br />
Sonja Steffen &#8211; Pressefoto (ohne CC-Lizenz)<br />
Angela Merkel - <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Msc2011_moe024_02052011.jpg?uselang=de" target="_blank">Kai Mörk</a> (CC-BY 3.0)<br />
Susanne Wiest &#8211; Marcus Sümnick (CC-BY 3.0)<br />
Gino Leonhard &#8211; Pressefoto (ohne CC-Lizenz)<br />
Kerstin Kassner &#8211; Pressefoto (ohne CC-Lizenz)</p>
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		<item>
		<title>PARTEI-Hochschulgruppe fordert: &#8220;Arndt exmatrikulieren&#8221;</title>
		<link>http://webmoritz.de/2013/05/20/hochschulgruppe-der-partei-fordert-arndt-exmatrikulieren/</link>
		<comments>http://webmoritz.de/2013/05/20/hochschulgruppe-der-partei-fordert-arndt-exmatrikulieren/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 May 2013 06:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Uni-Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Die PARTEI Hochschulgruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Moritz Arndt]]></category>
		<category><![CDATA[Hannes Nehls]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpiraten]]></category>
		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
		<category><![CDATA[Namenspatron]]></category>
		<category><![CDATA[Toni Kroos]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegenüber dem Studierendenparlament (StuPa) hat sich eine außerparlamentarische Opposition formiert, denn nun gibt es auch in Greifswald eine Hochschulgruppe der satirischen Partei, Die PARTEI. Die erste Forderung: Umbenennung der Alma Mater in Toni-Kroos- Universität.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/Arndt_Kroos_Schiffchen-Die-PARTEI.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-87548" style="margin: 5px;" alt="Arndt_Kroos_Schiffchen-Die PARTEI" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/Arndt_Kroos_Schiffchen-Die-PARTEI-180x180.jpg" width="180" height="180" /></a>Gegenüber dem Studierendenparlament (StuPa) hat sich eine selbsternannte außerparlamentarische Opposition formiert, denn es gibt auch in Greifswald eine Hochschulgruppe der satirischen Partei, Die PARTEI. Ihre erste Forderung: Umbenennung der Alma Mater in Toni-Kroos- Universität.<span id="more-87536"></span></p>
<p>Am 14. Mai stellte Hannes Nehls, Mitglied der Die PARTEI Hochschulgruppe Universität Greifswald, die Kampagne “Arndt exmatrikulieren” <a title="Zum Nachlesen: Johanna Ehlers neue AStA-Vorsitzende" href="http://webmoritz.de/2013/05/14/heute-abend-live-stupa-wahlt-neuen-asta/" target="_blank">vor dem StuPa vor</a>. In seiner Rede führte er aus, dass der Namenspatron Ernst Moritz Arndt nicht mehr zeitgemäß sei und “wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.” Als Alternative schlägt die Hochschulgruppe den gebürtigen Greifswalder Fußballspieler Toni Kroos vor, welcher derzeit beim FC Bayern München verpflichtet ist. Die PARTEI fordert die sofortige Umbenennung der Universität Greifswald in Toni-Kroos-Universität. Andere Vorschläge sind für die Hochschulgruppe &#8220;inakzeptabel&#8221;, denn &#8220;Toni Kroos ist unsere populistische Kampfmaschine, mit der wir die Studierendenschaft auf unsere Seite bringen wollen&#8221;, erklärte Hannes gegenüber dem webMoritz.</p>
<h3>Andere Hochschulgruppen springen auf den Zug auf</h3>
<div id="attachment_87539" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/Jusos_Fischmarkt_Umfrage_Namenspatron.jpg"><img class="size-medium wp-image-87539 " alt="Hannes Nehls (Die PARTEI Hochschulgruppe), Christopher Riemann, Erik von Malottki und Emilia Bokov (alle Jusos) bei der Aktion auf dem Fischmarkt am Donnerstag." src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/Jusos_Fischmarkt_Umfrage_Namenspatron-250x166.jpg" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">(v.l.) Hannes Nehls (Die PARTEI Hochschulgruppe), Christopher Riemann, Erik von Malottki und Emilia Bokov (alle Jusos) bei der Aktion auf dem Fischmarkt am Donnerstag.</p></div>
<p>Die Jusos hatten, nach eigener Aussagen unabhängig von der Forderung, ebenfalls eine Aktion geplant, mit der sie auf die Umbenennung vor  80 Jahren ins Gespräch bringen wollten. Am Donnerstag und Freitag standen sie auf dem Fischmarkt und sammelten alternative Namensvorschläge.</p>
<p>Auch die Hochschulpiraten <a href="http://piraten-hgw.de/2013/05/unser-ernst-heist-toni-kroos/" target="_blank">reagierten bereits per Mitteilung auf dem eigenen Blog</a> und schlossen sich dem Vorschlag der PARTEI-Hochschulgruppe an. Toni Kroos als Namenspatron würde das &#8220;Ende aller Geldsorgen&#8221; bedeuten. &#8220;Ohne Zweifel ist Toni der international bekannteste Greifswalder Jung, sein Porträt ziert als Poster viele Kinderzimmerwände auf dem ganzen Globus. Diese Berühmtheit wollen die Hochschulpiraten nutzen, um das Haushaltsloch der Universität Greifswald zu stopfen&#8221; heißt es aus dem Piratennest. Kroos solle nach erfolgreicher Umbenennung Fußbälle signieren, die im Verkauf 270 Euro brächten, errechnete der Piraten-Kassenwart. Mit 22.963 verkauften Exemplaren könne die Universität &#8220;ohne Stellenwegfall durch das Haushaltsjahr 2014 kommen&#8221;. Derzeit gibt es einen <a title="POLITmoritz Folge 2" href="http://webmoritz.de/2013/03/11/politmoritz-folge-2/" target="_blank">Mehrbedarf</a> von rund 6 Millionen Euro.</p>
<p>Für die PARTEI-Hochschulgruppe sei es nicht überraschend, dass sich andere ihrer Forderung anschließen, so Hannes. &#8220;Schließlich sind wir die einzige Hochschulgruppe, die logische und vernünftige Forderungen auf den Tisch bringt. Als populistische Gruppierung akzeptieren wir überdies jeden, der sich als Steigbügelhalter zur Macht anbiedert&#8221;, erklärt er ganz <a href="http://meedia.de/print/sonneborn-die-partei-hat-immer-recht/2011/09/15.html" target="_blank">in der Ausdrucksweise des Bundesvorsitzenden Martin Sonneborn</a>.</p>
<h3>PARTEI will bei nächsten StuPa-Wahlen antreten</h3>
<div>
<p>Die Hochschulgruppe der Partei Die PARTEI habe sich nach den letzten <a href="http://webmoritz.de/tag/gremienwahlen-2013/" target="_blank">StuPa-Wahlen</a> konstituiert. Die Beteiligung von 15,54 Prozent war, wie bei den meisten anderen Wahlen, sehr gering, &#8220;darin haben wir unsere historische Mission erkannt&#8221;, meint Hannes. Da sich die Studierenden nicht mehr ausreichend repräsentiert fühlten und gelangweilt vom &#8220;Establishment&#8221; seien, könne nur &#8220;die PARTEI diesem Trend entgegenwirken, da sie die einzige politische Organisation ist, die ganz im Interesse der Menschen &#8211; und somit auch im Sinne der Greifswalder Studenten &#8211; handelt.&#8221; Ein <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=572075029492300&amp;set=a.570716032961533.1073741829.567751889924614&amp;type=1&amp;theater" target="_blank">anonymer Sympathisant</a> schien dies bereits bei den letzten Wahlen zu bestätigen. Bei den nächsten StuPa-Wahlen will die Hochschulgruppe antreten, letztendliches Ziel sei &#8220;die Machtübernahme an der Universität.&#8221;</p>
<div id="attachment_31519" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/rubenowdenkmal-ernst-moritz-arndt-gemeinfrei-300x200.jpg"><img class="size-medium wp-image-31519" alt="Ernst Moritz Arndt am Rubenowdenkmal. Über seine Eignung als Namenspatron gab es vor rund vier Jahren eine intensive Debatte, bei der sich die Uni in zwei Lager spaltete. " src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/03/rubenowdenkmal-ernst-moritz-arndt-gemeinfrei-300x200-250x166.jpg" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Ernst Moritz Arndt am Rubenowdenkmal. Über seine Eignung als Namenspatron gab es vor rund vier Jahren eine intensive Debatte, bei der sich die Uni in zwei Lager spaltete.</p></div>
<p>Ein fertiges Wahlprogramm gibt es noch nicht, allerdings äußerste sich die Satiregruppe bereits positiv zum Projekt <a href="https://www.facebook.com/MetroGreifswald?fref=ts" target="_blank">Metro Greifswald</a>, welches ein S- und U-Bahnnetz für die Hansestadt vorsieht. In der nächsten Woche wird die Gruppe um die Mittagszeit an der Mensa anzutreffen sein, um Unterschriften für eine Petition zu sammeln. Genauere Informationen gibt es auf der Facebook-Seite von <a href="https://www.facebook.com/DieParteiHochschulgruppeGreifswald?fref=ts" target="_blank">Die PARTEI Hochschulgruppe Greifswald.</a></p>
<h3>Neue Arndt-Debatte?</h3>
<p>Die <a href="http://webmoritz.de/tag/arndt-debatte/" target="_blank">Diskussion um die Eignung von Ernst Moritz Arndt als Namenspatron</a> für die Universität Greifswald kommt regelmäßig auf. Zuletzt wurde die Debatte 2009 angestoßen, im Januar 2010 gab es eine <a href="http://webmoritz.de/2010/01/15/wahlen-votum-fuer-arndt-viele-neue-im-stupa/" target="_blank">Urabstimmung</a>, bei der sich 49,9 Prozent der Studierenden gegen eine Umbenennung aussprachen. Im März 2010 votierte der akademische Senat für eine <a title="Senat entscheidet: Arndt bleibt Namenspatron" href="http://webmoritz.de/2010/03/17/senat-entscheidet-arndt-bleibt/" target="_blank">Beibehaltung des Namens</a>. Die Argumente der <a title="Uni ohne Arndt" href="http://www.uniohnearndt.de/" target="_blank">Befürworter</a> und <a title="Arndt AG" href="http://www.pro-emau.de/" target="_blank">Gegner</a> lassen sich noch immer online nachlesen.</p>
<div></div>
<div>Fotos: Die PARTEI Hochschulgruppe Universität Greifswald (ohne CC-Lizenz), Arndt &#8211; gemeinfrei</div>
</div>
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		<title>Zlatan for Eurovision!</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 05:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Walsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über den Tellerrand]]></category>
		<category><![CDATA[Beatles]]></category>
		<category><![CDATA[Biss ins knäckebröd]]></category>
		<category><![CDATA[ESC]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovision Song Contest]]></category>
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		<category><![CDATA[Robin Stjernberg]]></category>
		<category><![CDATA[Uppsala]]></category>

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		<description><![CDATA[ Zlatan Ibrahimovic ist für die Schweden ein Halbgott, fehlt nur noch, dass er beim Eurovision Song Contest antritt. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class=" wp-image-82682 alignleft" style="margin: 5px;" alt="knäckebröd-Titelbild" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/01/knäcke-titel-250x250.jpg" width="180" height="180" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zlatan_Ibrahimovic" target="_blank">Zlatan Ibrahimovic</a> ist für die Schweden ein Halbgott, seine Tore wüssten mancher gern von der Schwedischen Kirche als Wunder anerkannt – diese allerdings sieht sich dem Luthertum verpflichten. Endgültig zum Schwedengott würde Zlatan wohl aber werden, wenn er den Eurovision Song Contest für sein Land gewinnt, einen passenden Song mit über einer halben Million Klicks bei Youtube gibt es immerhin schon. Titel: „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Mq3W-8X4IW4">My name is Zlatan</a>“.</p>
<p><span id="more-87517"></span></p>
<p>Im Gegensatz zu Fußball ist der europäische Sängerwettstreit, der am vergangenen Samstag in Malmö ausgetragen wurde, ein Ereignis, dem man sich in Schweden kaum entziehen kann: im Supermarkt, auf Parties und aus offenen Fenstern hört man den milchbubihaften Robin Stjernberg mit seinen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=jBUJ0u7ZVaE">schwedischen Kandidatensong</a>. Der landesinterne Vorentscheid „Melodivestivalen“ ist der quotenstärkste Straßenfeger im Fernsehen, spätestens seit dem Erfolg von ABBA 1974 ist der ESC eine nationale Angelegenheit. Erst kürzlich wurden die Pop-Gruppe dafür mit einen eigenen ABBA-Museum in Stockholm geehrt. Entsprechend ist die Zahl der großen und kleinen ESC-Abende, zu denen man so eingeladen wird. Nur dank einer Hochzeit hatte ich einen guten Grund, diesem Spektakel fernzubleiben ohne nachher als Spielverderber dazustehen.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/120803_RixFM_RobinStjernberg_9818.jpg"><img class="  " alt="Robin Stjernberg  sang die Schweden ins Mittelfeld." src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/120803_RixFM_RobinStjernberg_9818.jpg" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Robin Stjernberg sang die Schweden auf Platz 14.</p></div>
<div>
<p>Die meisten Titel, die in Malmö um die Gunst der Zuschauer buhlten, halte ich persönlich, soweit ich sie denn gehört habe, für bald vergessenes Pop-Gedöns. Und dass Cascada als deutscher Beitrag auf einen Kellerplatz verwiesen wurde, bestätigt immerhin meinen Musikgeschmack. Da läuft man fast schon Gefahr, sich dieses hibbelige Schulkind namens Lena zurückzuwünschen. Als Maskottchen der deutschen Jury war sie ja dann irgendwie doch wieder mit dabei.</p>
</div>
<p>Zlatant Ibrahimovic hat sich unterdessen in Schweden auf anderem Wege unsterblich gemacht: das Verb „zlatanera“, das wohl mit „stark dominieren“ übersetzt werden kann, hat es in den schwedischen Duden geschafft. Und sind wir mal ehrlich: den Zlatan-Song will man auch nicht anhören müssen. Auf der erwähnten Hochzeit hat übrigens ein fetzige Beatles-Coverband gespielt. Vor der Bühne tanzend überkam mich da für einen Augenblick Mitleid mit all jenen, die zum selben Zeitpunkt vor ihren Fernsehern saßen und Punkte gezählt haben.</p>
<div></div>
<p>Foto/Grafik: Anton Walsch; Robin Stjernberg: Pechblaende, via <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:120803_RixFM_RobinStjernberg_9818.jpg" target="_blank">Wiki-Commons</a> CC BY-SA 3.0</p>
<blockquote><p><img class=" wp-image-82694 alignleft" style="margin: 5px;" alt="knäcke1" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/01/knäcke11-250x250.jpg" width="50" height="50" />Diese Kolumne ist Teil der Reihe “Biss ins knäckebröd”. Weil jeder ein bisschen Schweden abbekommen sollte, schreibt Anton seit dem 28. Januar jeden Montag über sein Auslandssemester an der Universität Uppsala. <a href="http://webmoritz.de/tag/biss-ins-knackebrod/">Hier</a> kommst du zu den bisher erschienen Kolumnen.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Von einem der auszog, mit dem Fahrrad einzukaufen</title>
		<link>http://webmoritz.de/2013/05/16/von-einem-der-auszog-mit-dem-fahrrad-einzukaufen/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 19:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[GreifsWelt]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Anteil der jungen Menschen, die einen Führerschein besitzen, sinkt stetig. Gerade in den großen Städten kommt man problemlos ohne Auto aus. Nur was ist, wenn man große Einkäufe transportieren will? Eine Alternative, die sich auszuprobieren lohnt: ein Lastenfahrrad. Andere Kerle schwärmen für Motorräder oder Autos, ich hingegen lasse mir von Fahrrädern den Kopf verdrehen. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/9kUNcWZbHCzUnw3hw74QCuRVK2xiwffvDngxTbR8aFc-640x427.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-87410" style="margin: 5px;" alt="Lastenrad(640x427)" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/9kUNcWZbHCzUnw3hw74QCuRVK2xiwffvDngxTbR8aFc-640x427-180x180.jpg" width="180" height="180" /></a></strong><em>Der Anteil der jungen Menschen, die einen Führerschein besitzen, sinkt stetig. Gerade in den großen Städten kommt man problemlos ohne Auto aus. Nur was ist, wenn man große Einkäufe transportieren will? Eine Alternative, die sich auszuprobieren lohnt: ein Lastenfahrrad.</em></p>
<p>Andere Kerle schwärmen für Motorräder oder Autos, ich hingegen lasse mir von Fahrrädern den Kopf verdrehen. Erst neulich wieder habe ich mich verführen lassen, von einer Schönheit, die der ganzen Stadt bereitwillig zur Verfügung steht. Schlank, schwarz und kräftig ist es, das Lastenfahrrad des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Einfach zum Verlieben. Seit Mitte März hat man die Möglichkeit, das vom Landesverband bereitgestellte Rad auf Spendenbasis auszuleihen und im Alltag auszuprobieren.</p>
<p>„Wie sieht denn ein Lastenfahrrad aus?“, wurde ich gefragt, als ich Freunden begeistert davon berichtete, „hat das einen extra großen Gepäckträger?“ Nein, ein Lastenfahrrad ist in der Regel deutlich länger als ein normales Fahrrad und bietet – meist zwischen Lenker und Vorderrad – eine Menge Stauraum. Einige Modelle haben eine große Alukiste montiert, andere eine flache, offene Ladefläche und einige einen Holzkasten, nicht ganz unähnlich einer Schubkarre. Das Lastenrad des ADFC gehört zur letzten Kategorie. Robust, einfach zu beladen, flexibel, mit ausreichend Platz, allerdings ohne Schutz der Ladung vor Witterung oder Diebstahl. Die Einsteigervariante als praktikable Alltagslösung.</p>
<div id="attachment_87412" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/khBGbAnb4lpJqiaCWH-6ccx7tvHQ1fYd8XNf4Xvy1gU-640x427.jpg"><img class="size-medium wp-image-87412" alt="Lastenrad_3" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/khBGbAnb4lpJqiaCWH-6ccx7tvHQ1fYd8XNf4Xvy1gU-640x427-250x166.jpg" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Zulandung wie ein Kleinwagen…</p></div>
<p>„Wofür brauchst du denn so ein Rad?“ war noch eine Frage, die mir gestellt wurde. Ganz einfach: Für alles Alltägliche, was man mit dem Auto erledigen würde. Einkaufen, die Fahrt zum Grillen, Leergut wegbringen, die Weltherrschaft an mich reißen. Für mich stand fest, dass ich so ein Lastenrad zumindest mal ausprobieren muss.</p>
<p>Gesagt, getan. Die Ausleihprozedur ist unglaublich unkompliziert: Anfragen, vorbeifahren, ausleihen. Bei der Ausleihe kooperiert der ADFC mit der lokalen Pfadfindergruppe, die einen überdachten Stellplatz bereitstellt und den Schlüssel für das Lastenrad verwahrt. Nach einer kurzen Einweisung steige ich aufs Rad. Zumindest nachdem ich die Funktionsweise des Ständers begriffen habe: Einfach das Lastenrad nach vorne schieben und er klappt hoch. Denkbar einfach, fast schon zu einfach für studierte Menschen. Die ersten paar Meter sind recht wackelig. Durch das kleine Vorderrad ist die Lenkung direkter als bei einem normalen Fahrrad. Auch der Wendekreis ist größer, denn das Lastenrad ist ziemlich lang. Man gewöhnt sich aber schnell daran.</p>
<p>Die ersten drei Gänge der Acht-Gang-Schaltung sind dafür ausgelegt, mit einem voll beladenen Rad anzufahren. Ohne Zuladung ist man hier quasi im Leerlauf. Aber als ich beim Allgemeinen Studierendenausschuss rund 40 Kilogramm Drucksachen für den moritz einlade, bin ich sehr dankbar für die niedrige Übersetzung. Langsam krieche ich die Friedrich-Loeffler-Straße runter, da das zusätzliche Gewicht eine Menge Anlauf braucht. An der Europa-Kreuzung bin ich so weit, dass ich mich nicht mehr komplett auf das Rad konzentrieren muss und lasse den Blick schweifen. Sofort bemerke ich, dass ich auffalle. Viele Passanten und Radfahrer drehen sich nach mir um – oder eher nach dem Lastenrad. Was in anderen Ländern zum Alltag gehört, ist bei uns noch ein Hingucker – leider, denn das Potential von Lastenrädern im urbanen Verkehr ist hoch und sollte mehr genutzt werden.</p>
<p>An der Zentralen Universitätsbibliothek angekommen, habe ich endlich mal eine Ausrede, die Rampe hinaufzufahren und direkt vor dem Eingang zu parken. Auch hier zieht das Rad Blicke auf sich, nur auf die Idee, etwas Platz zu machen, kommen manche Schaulustige am oberen Ende der Rampe nicht. Ausladen, einladen, weiter geht die Probefahrt. Es ist wirklich angenehm, die ganzen Magazine nicht mit dem Rucksack verteilen zu müssen, sondern sie bequem vor mir her zu kutschieren. Selbst mit dem Auto wäre es nicht einfacher gewesen, denn wer kann schon sagen, dass er mit seinem Auto direkt vor der Eingangstür der Bibliothek parken darf?</p>
<div id="attachment_87411" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/gnbePuoUflSP8a76lPebyt7EnKAZeFlHz-xC6WHSTC8-640x427.jpg"><img class="size-medium wp-image-87411 " alt="...aber weniger Platzbedarf" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/gnbePuoUflSP8a76lPebyt7EnKAZeFlHz-xC6WHSTC8-640x427-250x166.jpg" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">&#8230;aber weniger Platzbedarf</p></div>
<p>Als ich fertig bin, nutze ich die Gunst der Stunde und fahre noch mal los, ein paar Sachen einkaufen, die ich schon lange vor mir her geschoben hatte: Ein Grill und Erde für die Balkonpflanzen. Alles lässt sich problemlos im Rad verstauen. Selbst ein Wocheneinkauf für eine vierköpfige Familie ließe sich transportieren. Und die maximale Zuladung von 60 Kilogramm stellt eine Grenze dar, die man wohl nie wirklich ausreizen möchte.</p>
<p>Als ich am späten Nachmittag mit meinen Erledigungen fertig bin und keine Entschuldigung mehr finden kann, das Rad länger zu behalten, gebe ich es schweren Herzens zurück und werfe fünf Euro in die Spendenbox. Wie gerne hätte ich selbst so einen Drahtesel. Auch mein Mitbewohner und die Redaktion des moritz sind begeistert. Aber wo sollten wir so ein Rad unterstellen, und wie oft bräuchten wir es wirklich?</p>
<p><em>Ein Text von Erik Lohmann; Fotos von Milan Salje</em></p>
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		<title>&#8220;Dann müssen wir auf die Straße. Mit Ihnen.&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 19:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Psychologin Professor Hannelore Weber ist seit Februar 2013 Rektorin unserer Universität. Mit moritz sprach sie über ihre Arbeit, finanzielle Probleme der Universität und Frauenförderung. Ist Ihnen das Ausscheiden aus dem regulären Lehr und Forschungsbetrieb des Psychologischen Instituts schwergefallen? Sehr schwer. Ich habe um die Entscheidung gerungen, ob ich mich zur Wahl als Rektorin stellen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Psychologin Professor Hannelore Weber ist seit Febr</em><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/N8oGOihWmL0lSmpjCke9gStMKKaAm01FBysVFcXXW10PR8F0XYYy5kUUfiCR1cVYS3FzPZ6K4lPMpnJc8QnwIQ-533x800.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-87421" style="margin: 5px;" alt="Weber" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/N8oGOihWmL0lSmpjCke9gStMKKaAm01FBysVFcXXW10PR8F0XYYy5kUUfiCR1cVYS3FzPZ6K4lPMpnJc8QnwIQ-533x800-166x250.jpg" width="166" height="250" /></a><em>uar 2013 Rektorin unserer Universität. Mit <strong>moritz</strong> sprach sie über ihre Arbeit, finanzielle Probleme der Universität und Frauenförderung.</em></p>
<p><strong>Ist Ihnen das Ausscheiden aus dem regulären Lehr und Forschungsbetrieb des Psychologischen Instituts schwergefallen?</strong></p>
<p>Sehr schwer. Ich habe um die Entscheidung gerungen, ob ich mich zur Wahl als Rektorin stellen und damit mein altes, akademisches Leben hinter mir lassen sollte. Das waren wie zwei Seelen in meiner Brust. Ich bin mit großer Leidenschaft Hochschullehrerin gewesen. Momentan betreue ich noch Diplomarbeiten am Institut für Psychologie und habe meine Arbeitsgruppe dort. Es überfällt mich ein wenig Wehmut, wenn ich ab und an ins Institutsleben eintauche. Mal wieder die Zeit für Forschung haben, das wäre schon schön.</p>
<p><strong>Was waren die ersten Herausforderungen in Ihrem Amt?</strong></p>
<p>Wenn ich mich früher für Vorlesungen vorbereitet habe, dann habe ich mir Zeit genommen und auch nehmen können. Stundenlang. Nun bin ich mit einer Vielfalt von neuen Aufgaben konfrontiert, sowohl was die internen Vorgänge an der Universität betrifft als auch die vielen Außentermine, die sich aus der Zusammenarbeit mit der Politik, mit anderen Hochschulen und Institutionen ergeben. Die schiere Menge an Fragestellungen und Aufgaben lässt mir nicht mehr die Zeit wie früher, sich intensiv mit einer Sache auseinanderzusetzen. Dieses v</p>
<p>eränderte Zeitmanagement ist eine neue Herausforderung für mich.</p>
<p><strong>Wie sieht ihr Alltag als Rektorin aus?</strong></p>
<p>Wenn ich Auszüge aus einem Arbeitstag durchgehe, wird das schnell deutlich. Nun ist es 11 Uhr. Gleich im Anschluss folgt ein Berufungsgespräch, wobei es darum geht, eine junge Kollegin für eine Professur an der Universität für den Bereich Gender Studies zu gewinnen. Danach fahre ich zur Universitätsmedizin zu einem Treffen mit Vertretern der Euroregion Pomerania. Dort geht es um grenzüberschreitende Projekte zwischen Polen, Schweden und Deutschland. Letzte Woche war ich in diesem Zusammenhang in Stettin und habe die Medizinische Universität besucht, die großes Interesse an einer Kooperation mit Greifswald hat. Später am Nachmittag steht die Suche nach privaten Förderern an, die wir gewinnen wollen, um möglichst viele Deutschlandstipendien für engagierte und begabte Studierende verteilen zu können. Im Anschluss werde ich im Institut für Psychologie an den Vorbereitungen einer Tagung mitarbeiten. Heute Abend treffe ich mich noch mit einer Gutachtergruppe des Verbundes der Norddeutschen Universitäten, die morgen die Universität besuchen wird und sich unser Qualitätsmanagement hinsichtlich der Lehre ansieht.</p>
<p><strong>Eines Ihrer Forschungsgebiete umfasst die Regulation von Stress und Emotionen. Hilft Ihnen Ihr Fachwissen sich zu entspannen?</strong></p>
<p>Es hilft schon. Allerdings ist es häufig so, dass man zwar die Theorie und relevante Forschungsergebnisse kennt, sie aber vergisst, wenn man mitten im Alltag gefangen ist. Dann fehlt bisweilen die Zeit, die nötige Distanz zu bekommen und sich zu sortieren. Wenn eine Anforderung sehr schnell auf die Nächste folgt, muss man lernen, diese Reflexionsphasen einzubauen, um dann wieder effizient und angemessen handeln zu können.</p>
<p><strong>Der Nordkurier hat vor wenigen Tagen geschrieben, dass das Defizit der Universität im laufenden Haushaltsjahre 6, 8 Millionen Euro beträgt. Stimmt das?</strong></p>
<p>Wir haben ein strukturelles Defizit. Wie groß das Defizit jedoch letztlich wird, hängt davon ab, inwieweit wir zusätzliche Kosten, zum Beispiel durch Tarifsteigerungen für Mitarbeiter oder steigende Energiepreise, v</p>
<p>om Land erstattet bekommen.</p>
<p><strong>Welche Lösungsansätze sehen Sie, wenn das Land das Defizit nicht in voller Höhe ausgleicht?</strong></p>
<p>Wenn das Land nicht ausgleicht, werden wir nicht umhin kommen, im Personalhaushalt zu sparen, indem wir beispielsweise freiwerdende Stellen nicht sofort neu besetzen können, sondern erst nach einigen Monaten. Die mangelnde finanzielle Ausstattung wird sich verschärft in den kommenden Jahren stellen. Wir hoffen, dass unser Bildungsminister in den Gesprächen zum Doppelhaushalt 2014/2015 möglichst viel bei der Finanzministerin für die Hochschulen herausholen kann. Wenn das nicht gelingt, werden wir uns überlegen müssen, wie wir die Öffentlichkeit auf die die drängenden Probleme der Universitäten aufmerksam machen. Dann müssen wir eventuell auch auf die Straße gehen. Mit Ihnen.</p>
<p><strong>Werden Sie sich für eine weitere Erhöhung der Professorinnen-Quote an der Universität starkmachen?</strong></p>
<p>Das ist für mich ein großes Anliegen, weil sich Greifswald im bundesdeutschen Vergleich hinsichtlich des Anteils von Hochschullehrerinnen an den Professuren deutlich unter dem Durchschnitt befindet. Deshalb haben wir uns auch entschieden, an dem „Professorinnen-Programm“ teilzunehmen. Dabei werden vom Bund zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt, wenn eine</p>
<p>ausgeschriebene Professorenstelle durch eine Frau besetzt wird. Als eine Art Eintrittskarte für die Teilnahme an diesem Programm haben wir ein Gleichstellungskonzept eingereicht. Dieses wird momentan begutachtet.</p>
<p><strong>Wie beurteilen Sie die aktuelle, politische Debatte um die Frauenquote?</strong></p>
<p>In dieser Hinsicht habe ich, wie viele andere mir bekannte Frauen in Führungspositionen, meine Meinung geändert. Ich habe lange Zeit geglaubt, dass wir das auch so schaffen und dafür nicht unbedingt eine Quote brauchen. Immerhin hat sich beispielsweise die Anzahl der promovierenden Frauen deutlich erhöht. Auf der anderen Seite finde ich den internationalen Vergleich alarmierend. In anderen Ländern sind bereits deutlich mehr Frauen in der Führungsebene vertreten als in Deutschland. Den Glauben, dass wir schon irgendwann dort ankommen werden, habe ich leider verloren. Deshalb denke ich schon, dass wir eine Frauenquote brauchen, vor allem in der Wirtschaft.</p>
<p><strong>Aber trifft das auch für den universitären Bereich zu?</strong></p>
<p>Bei Professuren macht Quote keinen Sinn, weil die Auswahl durch die Qualifikation bestimmt wird. Ich würde jedoch zumindest erwarten, dass sich nach dem sogenannten „Kaskadenmodell“ der Anteil an Frauen an den Professuren in dem Maße erhöht, wie sich auch der Anteil der Frauen mit der dazu nötigen Qualifikation erhöht, entweder durch eine Juniorprofessur oder eine Habilitation.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist für Sie eine familienfreundlichere Universität?</strong></p>
<p>Eine familienfreundliche Universität ist ein wichtiger Faktor, dass sich Frauen und Männer für eine Karriere an der Universität entscheiden. Auch für einen Mann ist der Job reizvoller, wenn er in einer familienfreundlichen Umgebung arbeiten kann. Es ist ein wichtiger Standortfaktor, da andere Universitäten bei Berufungen mit ihrer Familienfreundlichkeit werben, zum Beispiel mit guter Kinderbetreuung oder Arbeitsplätzen für den Partner, mit Double-Career-Angeboten. Es gibt zahlreiche Universitäten, die viel Geld in solche Angebote stecken; hier schlägt einmal wieder unsere kritische finanzielle Situation zu Buche, sodass uns die Mittel, die wir eigentlich für solche Maßnahmen bräuchten, fehlen.</p>
<p><strong>Was halten sie von einem Kinderraum für die Bibliothek?</strong></p>
<div id="attachment_87456" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/nJD1XWRGDklmVP6r-R3_l8pHZ7IvCJ5-bYnoRPdQuFQ-640x427.jpg"><img class="size-medium wp-image-87456" alt="Das Hauptgebäude - der Arbeitsplatz der Rektorin" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/nJD1XWRGDklmVP6r-R3_l8pHZ7IvCJ5-bYnoRPdQuFQ-640x427-250x166.jpg" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Das Hauptgebäude &#8211; der Arbeitsplatz der Rektorin</p></div>
<p>Solche Kinderzimmer sind sicher eine sehr interessante Maßnahme.</p>
<p><strong>Hat eine andere Universität in diesem Bereich Vorbildwirkung?</strong></p>
<p>Es gibt Universitäten, die sind im Hinblick auf die Möglichkeiten einer familienfreundlichen Universität vorbildlich, beispielsweise in der Kinderbetreuung oder mit umfangreichen Familienserviceangeboten. Das ist häufig dort der Fall, wo Universitäten, zum Beispiel im Rahmen der Exzellenzinitiative, sehr viel Geld bekommen haben.</p>
<p><strong>Denken Sie, dass Universitätskarrieren auf dem Weg zur Professur familienfreundlicher werden müssten?</strong></p>
<p>Die Voraussetzungen für eine Universitätskarriere sind ein großes Problem im Hinblick auf Familienfreundlichkeit. Die Karriere verlangt hohe Mobilität, meist auch Auslandsaufenthalte. Das ist wissenschaftsfreundlich, da es im Rahmen einer globalisierten Forschung wichtig ist, mehrere Universitäten zu kennen, aber das ist nicht unbedingt familienfreundlich. Es ist ein Dilemma. Hier stehen sich zwei Forderungen gegenüber, und es ist sehr schwierig, dort eine Lösung zu finden.</p>
<p><strong>Wie wichtig finden Sie das Landschaftsökologiestudium für die Universität?</strong></p>
<p>Das ist ein absolut attraktiver Studiengang für die Universität Greifswald und wir tun alles, um diesen Studiengang zu fördern und zu erhalten.</p>
<p><strong>Die Ausschreibung der Umweltphilosophie Professur ist aber zuletzt zweimal im Fakultätsrat gescheitert.</strong></p>
<p>Die Stelle wird jetzt ausgeschrieben.</p>
<p><strong>Die Universität Greifswald bietet noch Diplomstudiengänge an, obwohl es diese nicht mehr geben sollte. Wie wird es mit diesen Studiengängen weitergehen?</strong></p>
<p>Das kann ich nicht beurteilen. Bis jetzt gibt es keine Anzeichen, hier irgendetwas zu ändern.</p>
<p><strong>Also wird auch Psychologie weiter auf Diplom angeboten?</strong></p>
<p>Nein, die Umstellung der Psychologie steht zum Wintersemester an. Wir werden den Diplomstudiengang auf einen Bachelor Studiengang mit acht Semestern Regelstudienzeit und einen zwei semestrigen Master umstellen.</p>
<p><strong>Falls das Haushaltsdefizit in den nächsten Jahren weiter ansteigt und nicht durch das Land ausgeglichen wird, halten Sie dann Kürzungen nach dem Rasenmäher-Prinzip oder eine weitere Fokussierung der Universität für sinnvoller?</strong></p>
<p>Wenn wir überleben wollen, dann können wir nicht nach dem Rasenmäher-Prinzip kürzen. Wir werden in einem Wettbewerb stehen, in dem wir funktionstüchtige einzelne Einheiten erhalten müssen. Das heißt, wir werden dann noch einmal in eine Strukturdiskussion einsteigen müssen.</p>
<p><strong>Das heißt, es kann dann auch wieder zu Institutsschließungen kommen?</strong></p>
<p>Wenn es Strukturdiskussionen geben muss, dann wird sich sicherlich noch einmal die Frage von Institutsschließungen stellen.</p>
<p><strong> Aus den Reihen der Geisteswissenschaftler kommen Klagen, dass es ihnen schlecht gehen würde. Muss die Situation der Geisteswissenschaftler verbessert werden?</strong></p>
<p>Den Geisteswissenschaftlern geht es nicht schlechter als den anderen. Wenn man auf die Ebene der Institute runter geht, gibt es größere und kleinere Institute auch an anderen Fakultäten. Die Strukturen, die gegenwärtig existieren, sind finanziert, wenn auch mit den Einschränkungen, über die wir anfangs gesprochen haben. Wir bekommen jetzt generell Probleme, weil es Kostensteigerungen in bestimmten Bereichen gibt, die nicht aufgefangen werden.</p>
<p><strong>Wenn man sich die Spitzenforschungsprojekte der DFG anschaut, sieht man da bundesweit zahlreiche Geisteswissenschaftliche Projekte. Die Greifswalder Geisteswissenschaften sind hier unterrepräsentiert, hier gibt es nur ein geisteswissenschaftliches Graduiertenkolleg.</strong></p>
<p>Aber immerhin es gibt ein Graduiertenkolleg! Das ist die gute Nachricht und nicht selbstverständlich: Hochschulen wie die Freie Universität in Berlin, die für einzelne Fachgebiete wirklich große Institute haben, fällt es natürlich leichter, große Forschungsverbünde einzuwerben. Aber die DFG fördert auch kleinere Projektverbünde, wie Forschergruppen mit beispielsweise sechs oder sieben Wissenschaftlern, oder auch Forschungsvorhaben einzelner Wissenschaftler. Man kann also auch mit kleinen Strukturen erfolgreich sein.</p>
<p><strong>In den Naturwissenschaften haben sich ja mehrere kleine Institute für größere Forschungsverbünde zusammengeschlossen.</strong></p>
<p>Hier wurde auch die Zusammenarbeit mit anderen Universitäten stärker genutzt, beispielsweise wurden in der Physik Sonderforschungsbereiche mit Rostock oder Kiel eingeworben. Der verstärkte Zusammenschluss mit anderen Universitäten ist die andere Alternative, wenn man zu klein ist. Das ist auch ein Konzept für die Zukunft. Wir werden stärker darauf achten müssen, andere Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in gemeinsame Projekte mit einzubeziehen.</p>
<p><strong>Professor Westermann sah als größten Misserfolg seiner Amtszeit, dass die Universität in der Exzellenzinitiative keinen Erfolg hatte. Für wie wichtig halten sie die Beteiligung der Universität Greifswald an eventuellen Nachfolgeprojekten?</strong></p>
<p>Ich gehe davon aus, dass die Exzellenzinitiative in der bisherigen Form nicht weitergeführt wird. Sie hat einzelne Standorte begünstigt, die in der Lage sind sehr große Forschungsverbünde zusammenzustellen. Das können wir in Greifswald nicht leisten, da wir immer vergleichsweise klein bleiben werden, auch wenn wir alles zusammenlegen, was wir haben. Ich erwarte aber, Entwicklung, dass der Bund in anderer Form wieder in die Hochschulfinanzierung einsteigt, und hier müssen wir uns beteiligen. Ein Beispiel, das gerade im Gespräch ist, sind Bundesprofessuren, also Professoren, die vom Bund bezahlt werden. Dort können sich auch Universitäten mit kleineren Schwerpunkten bewerben.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist für Sie das Ziel einer umweltfreundlicheren Universität mit dem Ziel der CO2-Neutralität?</strong></p>
<p>Da sind wir auf einem guten Weg, nicht nur mit den Initiativen der Kollegen aus der Landschaftsökologie, sondern auch mit Initiativen aus anderen Bereichen der Universität, vor allem auch aus der Verwaltung. Hier stelle ich mit großer Freude fest, dass auf allen Ebenen der Universität ein großes Engagement da ist, eine nachhaltige Bewirtschaftung zu schaffen. Wir werden das bei einem Umweltaktionstag im Juni vorstellen können.</p>
<p><strong>Wie steht es um die Neueröffnung des C9?</strong></p>
<p>Das Studentenwerk prüft im Moment das alte Heizhaus auf dem Gelände der alten Frauenklinik. Dabei hat sich aber herausgestellt, dass es aufgrund einer Havarie zumindest in Teilen schadstoffbelastet ist. Es wird jetzt mit einem Gutachten abgeschätzt, wie hoch der Sanierungsbedarf ist. Ansonsten halten wir das für einen guten Standort für den Club 9.</p>
<p><strong>Wie wichtig sind die Studentenclubs für die Universität als weiche Standortfaktoren?</strong></p>
<p>Alle studentischen Engagements in diesem Bereich sind wichtig, da wir eine kleine Stadt sind und kommerzielle Anbieter fehlen. Von daher sind die Studentenclubs für den Standort Greifswald enorm wichtig.</p>
<p><strong>Der Hochschulsport hat trotz der jüngsten Investitionen noch mehrere marode Sportstätten. Was wollen sie tun, um die Situation des Hochschulsports zu verbessern?</strong></p>
<p>Hochschulsport steht natürlich auf der Liste. Ich freue mich, dass ein Teil der zurückgezahlten Gebühren für Sportstätten ausgegeben wird, das ist sehr gut angelegtes Geld. Ansonsten ist es wie überall die Frage, wie viel Geld wir bekommen, um die lange Liste unserer Sanierungswünschen abzuarbeiten.</p>
<p><strong>Wo sehen Sie die Universität in zehn Jahren?</strong></p>
<p>In zehn Jahren sehe ich einen Wissenschaftsstandort Greifswald, in dem sich die Universität noch stärker mit den außeruniversitären Einrichtungen vernetzt. Ich sehe auch, dass wir das gewonnene Wissen aus der Universität noch stärker in Anwendung bringen müssen, das heißt noch mehr kleine Firmen ansiedeln, die das Wissen in die Wirtschaft bringen. Stärkere Vernetzung und Transfer sind meine Wünsche.</p>
<p><strong>Wollen Sie auch für verstärkte Industrieinvestitionen an die Universität sorgen. Im Moment kommt ein Großteil der Drittmittel aus Projekten des Bundes.</strong></p>
<p>Wir müssen stärker werden, was Mittel aus der EU-Wirtschaftsförderung angeht, da stehen wir im Vergleich zu der Universität Rostock recht bescheiden da. Aber auch durch Ausgründungen von Unternehmen müssen wir für mehr Investitionen sorgen.</p>
<p><strong>Wie wollen Sie die Universität in ihrer ersten Amtszeit als Rektorin verändern?</strong></p>
<p>Verändern? Wenn es zunächst um etwas geht, dann ist das Erhalten. Kein Rückbau, kein Abbau, Strukturen so erhalten, wie sie jetzt sind. Und zu dieser Erhaltungsstrategie gehört auch, dass wir starke Partner gewinnen: Außeruniversitäre Einrichtungen, Industrie und Vernetzung mit anderen Universitäten.</p>
<p><em> Das Interview führten Florian Bonn und Friederike Haiser, das Portraitfoto schoss Florian Bonn.</em></p>
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		<title>TITEL: Anschluss finden</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 19:21:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moritz Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Uni.versum]]></category>

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		<description><![CDATA[Des Studenten treuster Freund: sein Fahrrad. Schnell zur Uni gedüst, Platz gesucht und angeschlossen. Aber was ist mit denen, die ihre Räder nicht einfach zurücklassen können? moritz-Redakteure auf einer Entdeckungstour zwischen Rampen und Hürden. Dienstagnachmittag, 17 Uhr und Sonnenschein. Am Hafen riecht es jetzt sicherlich schon nach Grillanzünder und Sonnencreme. Hier nicht. Im Hörsaal 5 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/rg1Es2OXZPOVhMS3d4ZgfE5TT2xJtoJtkF-Ge5pP-kcBN8qfkrAPg7AucmytzDEUHz5FR2lVg3a3oAgkO44uoYcwfGjPHM5FHcMtUhy7olbCnsvyTKNG-ypXtU0lvnpqcWygsHFLaghRTfJuJMEYBtlc-ey27JZhjQrXIPO2081g-427x640.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-87433" style="margin: 5px;" alt="Rollstuhl_2" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/rg1Es2OXZPOVhMS3d4ZgfE5TT2xJtoJtkF-Ge5pP-kcBN8qfkrAPg7AucmytzDEUHz5FR2lVg3a3oAgkO44uoYcwfGjPHM5FHcMtUhy7olbCnsvyTKNG-ypXtU0lvnpqcWygsHFLaghRTfJuJMEYBtlc-ey27JZhjQrXIPO2081g-427x640-166x250.jpg" width="166" height="250" /></a>Des Studenten treuster Freund: sein Fahrrad. Schnell zur Uni gedüst, Platz gesucht und angeschlossen. Aber was ist mit denen, die ihre Räder nicht einfach zurücklassen können? moritz-Redakteure auf einer Entdeckungstour zwischen Rampen und Hürden.</em></p>
<p>Dienstagnachmittag, 17 Uhr und Sonnenschein. Am Hafen riecht es jetzt sicherlich schon nach Grillanzünder und Sonnencreme. Hier nicht. Im Hörsaal 5 des Audimax ist es stickig, das einzige, was raucht, sind unsere Köpfe. Mein Blick wandert nach draußen. Ich entdecke einen jungen Mann im Rollstuhl, der über den Plattenweg holpert. Ob der wohl auch Student ist? Plötzlich bin ich wieder hellwach. Ich tippe meine Sitznachbarin an. Noch nach der Vorlesung unterhalten wir uns darüber, während wir die Treppen hinuntersteigen. Es sind 28 Stufen bis ins Erdgeschoss. Wie würde er hier eigentlich raufkommen?  Laut §54 im Sozialgesetzbuch XII ist der Besuch einer Hochschule in den Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen aufgeführt. Den gesetzlichen Anspruch auf ein Studium hätte er also – aber ließe sich dieser auch umsetzen? Hier im Audimax entdecken wir immerhin eine behindertengerechte Toilette sowie ein Piktogramm an der Eingangstür, mit einem Pfeil in Richtung Innenhof. Dort befindet sich an der Rückseite des Gebäudes ein Aufzug ins Erdgeschoss. Und schon beginnen die Probleme. Für die Bedienung benötigt man nämlich einen Schlüssel. Ob man am späten Nachmittag allerdings noch jemanden in der Verwaltung erreicht, ist fraglich.</p>
<p><strong>Rolling über Stones</strong></p>
<p>Zuhause informieren wir uns über das Thema im Internet. Der Suchbegriff ‚barrierefreies Studieren‘ führt zu etlichen Seiten von Bund, Ländern und sozialen Projekten, die sich mit den Studienbedingungen für chronisch Kranke und Menschen mit Behinderung auseinandersetzen. Auf www.behinderung-und-studium.de werden die besondere Studienplatzvergabe, die Finanzierungsmöglichkeiten sowie die gesetzlich geregelten Unterstützungsleistungen während des Studiums für Betroffene erläutert. Die Homepage unserer Universität liefert auf den ersten Blick keine Informationen dazu. Erst nach längerem Suchen stoßen wir auf den Beauftragten für behinderte Studierende an der Uni Greifswald, Professor Michael Herbst. Dieser befindet sich derzeit in einem Forschungsfreisemester in Schweden und ist daher nicht erreichbar. Die Zuständigkeit auf Seiten der Studierendenschaft liegt bei dem Referat für Soziales, Wohnen und Studienfinanzierung des Allgemeinen Studierendenausschusses. Doch auch diese Stelle ist momentan nicht besetzt und muss im Bedarfsfall von einem der anderen Referenten vertreten werden. Über den Grad der Barrierefreiheit an unserer Uni und die Schwierigkeiten im Alltag für Rollstuhlfahrer haben wir also nichts erfahren. Am folgenden Tag wollen wir uns daher selbst ein Bild machen. Auf dem Prüfstand: wichtige Anlaufstellen im Studienalltag. An der Universitätsbibliothek am Beitz-Platz finden wir direkt eine Rampe, die zur Eingangstür führt, welche elektrisch geöffnet werden kann. Innen sehen wir eine weitere Rampe, die ausgewiesene Behindertentoilette sowie einen Aufzug für alle Stockwerke. Moderne Technik in modernem Gebäude.  Die einzige Hürde bestünde wohl aus einem Buch im obersten Regalfach. Wir fahren nun weiter zur Mensa am Schießwall. Auch hier sieht es gut aus: Rampe, Toilette, Aufzug. Auch wenn uns kein Rollstuhlfahrer begegnet, sehen wir eine Mutter mit Kinderwagen, die die Alternative zur Treppe nutzt. Die Vorteile barrierefreier Gebäude kommen vielen zugute. Anschließend besuchen wir den Copyshop in der Kuhstraße. Ab hier wird es schwierig. Neun Stufen bis zum Kopierer. Die Mitarbeiter versichern uns zwar ihre Hilfsbereitschaft, wer allerdings gerne selbst ein Auge auf den Druckvorgang haben möchte, muss bis zur großen Filiale in der Walther-Rathenau-Straße fahren.</p>
<p><strong>Bestandsaufnahme mit Rollstuhl<a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/9YE7dWy6IgsFi6TSKMmNKEG2dCswAGE5yktvQ7OME6MEjoj_SR_pHRO-bU0gKYOQPjfmJT2Vq1d-I1yJ3UonPU-800x533.jpg"><img class="size-medium wp-image-87428 alignright" style="margin: 5px;" alt="Rollstuhl_1" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/9YE7dWy6IgsFi6TSKMmNKEG2dCswAGE5yktvQ7OME6MEjoj_SR_pHRO-bU0gKYOQPjfmJT2Vq1d-I1yJ3UonPU-800x533-250x166.jpg" width="250" height="166" /></a></strong></p>
<p>Ohne Alternative stehen die Institute da. Dabei spielt sich doch gerade hier der Großteil unserer Vorlesungszeit ab. Wie aber soll man an einem Seminar teilnehmen, das man nicht erreichen kann? Genau diese Frage haben sich im Mai 2011 die Beauftragten der Schwerbehindertenvertretung für Mitarbeiter an der Universität Greifwald gestellt und eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Mike Naujok vom Hochschul-Referat für Zentrale Dienste führten studentische Hilfskräfte eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Beschaffenheit universitärer Gebäude durch. Über 60 Häuser wurden dabei mit dem Rollstuhl besucht, protokolliert und in drei Kategorien eingestuft: als „voll barrierefrei beziehungsweise leicht eingeschränkt“ gelten 19 Prozent, „eingeschränkt barrierefrei“ sind 28 Prozent und „nicht barrierefrei“ 53 Prozent. Zur ersten Kategorie werden unter anderem das Rechenzentrum, die Universitätsbibliothek oder das Institut für Biochemie gezählt. Als „eingeschränkt barrierefrei“ gelten laut Projektbericht auch solche Gebäude, die durch kleinere Umbaumaßnahmen wie das Anbringen von Piktogrammen oder die Installation von Rampen zugänglich gemacht werden könnten. Hierunter fallen das Audimax, das zentrale Prüfungsamt und die Fachbibliothek am Schießwall. Mit dem Prädikat „nicht barrierefrei“ wurden über die Hälfte der universitären Gebäude versehen, was hauptsächlich ihrem Alter geschuldet ist. Ende des 19. Jahrhunderts wurden beim Bau andere Prioritäten gesetzt. Hinzu kommt, dass viele Institutsgebäude ursprünglich als Wohnhäuser geplant waren und daher nicht den Ansprüchen heutiger Nutzung entsprechen, wie im Bericht zu lesen ist. Abgesehen von finanziellen Fragen kann auch nicht jedes Gebäude zugunsten der Barrierefreiheit saniert werden. Ein geplanter Aufzug für die obere Etage des Audimax musste aus Gründen des Denkmalschutzes verworfen werden.</p>
<p>Dennoch erkannte die Universitätsleitung den Bericht der Arbeitsgruppe einschließlich der Verbesserungsvorschläge als sehr hilfreich an und veranlasste sogleich die „Umsetzung im Rahmen ihrer Möglichkeiten“, so Naujok. Daraufhin sind zum Beispiel behindertengerechte Parkplätze eingerichtet worden. Am Ende unseres Rundgangs schauen wir noch einmal im Zentralen Prüfungsamt vorbei und nehmen Anlauf für zwei alte, verwitterte Stufen. Doreen Hallex, die kommissarische Leiterin, weiß um das Problem und erzählt, dass eine portable Rampe seit Längerem geplant ist. Sie kann sich allerdings an keinen Fall erinnern, in dem ein Student um Hilfe bat, da er die Stufen nicht bewerkstelligen konnte.</p>
<p><strong>Blick in die Zukunft</strong></p>
<p>Es scheint, als würde der Bedarf nach rollstuhlgerechten Universitätsgebäuden eher gering sein. Nichtsdestotrotz ist es erforderlich, derartige Baumaßnahmen voranzutreiben. Selbst wenn kein Student unserer Uni auf die barrierefreien Zugänge angewiesen wäre, so gilt es doch, an die verschiedensten Nutzer der Gebäude zu denken, so wie körperlich eingeschränkte Gastredner und Gasthörer oder Studenten, die einen Unfall hatten und zeitweilig „schlecht zu Fuß“ sind. Denn wer will schon seinen Studienort wechseln, nur weil er einige Monate lang im Erdgeschoss gefangen ist? Mittlerweile stehen nicht nur Neubauten im Zeichen der Inklusion unserer Universität, sondern auch die Sanierungen der historischen Gebäude. Doch selbst wenn alle baulichen Maßnahmen für eine rollstuhlgerechte Uni umgesetzt würden, könnte sie längst noch nicht als behindertengerecht eingestuft werden. Vollständige Barrierefreiheit bedeutet, auch hör- und sehbehinderten Menschen das Studium zu ermöglichen, etwa durch technische Lernhilfen oder einen Gebärdendolmetscher.</p>
<p>Bis es soweit ist, werden wir wohl nicht mehr hier studieren. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass langsam etwas ins Rollen kommt. Wir zwei bewegen uns jetzt erst einmal an den Hafen. Auf der Wiese gibt es keine lästigen Schwellen – ob zu Fuß oder auf Rädern, jeder kann sich dort frei bewegen und den Feierabend genießen.</p>
<p><em>Ein Text von Laura Hassinger und Laura Ann Treffenfeld; Fotos: Lisa Klauke-Kerstan (angeschlossener Rollstuhl), Laura Ann Treffenfeld (umgekippter Rollstuhl)</em></p>
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		<title>Ameisen im Klinikum</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 19:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz-Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moritz Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Uni.versum]]></category>

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		<description><![CDATA[„Achtung, dies ist ein automatischer Transport, bitte gehen Sie aus dem Weg“, mehr war aus meinem Interviewpartner nicht heraus zu bekommen. Immer wieder wies er mich darauf hin, dass ich ein Hindernis sei und doch bitte zur Seite treten solle. Doch so einfach gab ich mich nicht geschlagen. Stattdessen habe ich mich auf die Lauer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/7GfdCWjIOXnSbvja3fJkW4WNUA7GNs7FI27-Z0HJtCABJCa0nzcqxOw7dqPE1qfhIExEk8FC_nBZZ_Fu1keRNA10MoVSpESNWGGe81qwfGKGRi9FWsodF4B80j5wcrB6Y0k5pxmmuStXZQU0gRMbXqp5Kd7vlxE2wshJ439b_9Ww-800x565.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-87427" style="margin: 5px;" alt="Ameisen" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2013/05/7GfdCWjIOXnSbvja3fJkW4WNUA7GNs7FI27-Z0HJtCABJCa0nzcqxOw7dqPE1qfhIExEk8FC_nBZZ_Fu1keRNA10MoVSpESNWGGe81qwfGKGRi9FWsodF4B80j5wcrB6Y0k5pxmmuStXZQU0gRMbXqp5Kd7vlxE2wshJ439b_9Ww-800x565-250x176.jpg" width="250" height="176" /></a>„Achtung, dies ist ein automatischer Transport, bitte gehen Sie aus dem Weg“, mehr war aus meinem Interviewpartner nicht heraus zu bekommen. Immer wieder wies er mich darauf hin, dass ich ein Hindernis sei und doch bitte zur Seite treten solle.</em></p>
<p>Doch so einfach gab ich mich nicht geschlagen. Stattdessen habe ich mich auf die Lauer gelegt und mir ein paar Informanten gesucht, um mehr über diese seltsamen Wesen, die seit 2002 nicht ganz lautlos über die Flure des Greifswalder Klinikums geistern, zu erfahren. Für alle, die es noch nicht erraten haben: Es handelt sich um das „Fahrerlose Transportsystem Transcar“. Klingt ganz schön unromantisch, oder? Finde ich auch, deswegen bleibt es für mich beim Roboter. Zugegebenermaßen ähneln die Helfer im Krankenhausalltag in keiner Weise der künstlichen Intelligenz aus so manchem Science-Fiction-Film, außerirdisch wirken sie trotzdem. Meine erste Begegnung mit dem fremden „Lebewesen“ habe ich in den Katakomben des Klinikums. In direkter Nähe der neuen Mensa-Küche rollt es auf mich zu und bittet den Weg frei zu machen – sprachgewandt kann man das aus vier Sätzen bestehende Repertoire des Roboters nun wirklich nicht nennen. Überall weisen Spuren der gummierten Räder auf das Revier der Roboter hin. Ich nehme die Fährte auf, natürlich gut getarnt, und begleite das aus 34 Mitgliedern bestehende Rudel während eines ganz normalen Tages im Klinik-Dschungel.</p>
<p><b>Fortbewegung ohne Schall und Rauch</b></p>
<p>Der Geruchssinn fehlt ihnen ganz offensichtlich, doch wie schaffen sie es dann sich so selbstverständlich durch die Tunnel, Gänge und Hallen zu bewegen? So genannte Transponder, die in den verschiedensten Farben in  den Seitentaschen der Roboter stecken, liefern erste Hinweise. Ich hake genauer nach und habe Glück. Heiko Rodde, Mitarbeiter des Fachbereichs Elektrotechnik und quasi das Leittier des Rudels, ist bereit Insiderinformationen preis zu geben. Die Verständigung und Orientierung der Roboter erfolgt über ein Funknetz und einen kleinen Bordcomputer, auf dem die Weltkarte des Reviers gespeichert ist. Monatelang wurden die befahrbaren Strecken im Klinikum ausgemessen und digitalisiert, bis ein komplexes System aus Knotenpunkten und Kanten zusammengestellt werden konnte. Gerade die Jung-Roboter verliefen sich in ihrer Eingewöhnungsphase gerne mal und fuhren geradewegs in die Patientenzimmer, wie Schwester Renate erzählt. Heute geschehen Pannen dieser Art nur noch selten. Sollte sich dennoch mal ein Roboter verirren, wird dies sofort von einem umfangreichen Überwachungssystem registriert und der Leitstelle Technik gemeldet. Zwölf Mitarbeiter sind rund um die Uhr damit beschäftigt die Roboter zu hüten und sich im Notfall um Schadensbegrenzung zu kümmern. Die Kindermädchen des Rudels können innerhalb weniger Minuten vor Ort sein, wenn wieder mal ein Stau vorm Fahrstuhl entsteht (Abenteuerfilmer haben bereits Videos in einem bekannten Netzwerk hochgeladen). Jetzt noch einmal zu den bunten Transpondern: Diese sind quasi die Zieleingabe in das Navigationssystem. Jede Station des Klinikums, die Mensa und andere Versorgungsstellen wie beispielweise die Apotheke, haben Ports. Moderne Häfen, in denen die Roboter auf ihre jeweils nächste Reise geschickt werden. Der beigelegte Transponder wiederum hat die Informationen über den Zielort des Transports gespeichert, den der jeweilige Roboter dann wie von Zauberhand ansteuert.</p>
<p>Weder über ihre Strecken noch über ihre Zeit können die Roboter also frei verfügen. Sobald der Transport von Essen, Wäsche, Medikamenten, Lagergütern oder einfach nur Abfall nötig wird, stehen die Heinzelmännchen bereit und verrichten ohne Murren ihre Arbeit. Das sei auch zugleich ihr größter Vorteil, erklärt mir der Leiter des Dezernats für Technik und Bau Josef Schedl, also der Ranger des Reviers: „Die Transportsysteme sind zuverlässig und ermöglichen eine effiziente Planung.“ Sie sind also ein kostensparender Ersatz für das menschliche Personal, das vor der Integration des Rudels für die Transporte im Dschungel verantwortlich war. Krank werden sie trotzdem manchmal. Hierfür gibt es eine eigens eingerichtete Reparaturstelle. In dieser speziellen Krankenstation werden die Batterien der Roboter gewartet, Verschleißteile ausgewechselt oder Störungen geheilt. Ein Personalabbau habe aber nicht stattgefunden, ganz im Gegenteil, denn die kleinen Klinikbewohner brauchen viel Unterstützung im Hintergrund.</p>
<p>Das Greifswalder Rudel ist schon lange kein Einzelfall mehr. In Hamburg, Leipzig und seit neustem auch im Rostocker Uni-Klinikum können Wesen dieser Spezies beobachtet werden. Die Leittiere stehen sogar in Kontakt miteinander um Führungserfahrungen auszutauschen. Aufgrund der Herausforderungen in logistischer Hinsicht steht es auch Jungforschern aus den Greifswalder Instituten frei, sich mit dem System auseinander zu setzen. Der Ranger plant schon seit längerem eine Kooperation mit der Uni. „Insbesondere Studierende der Betriebswirtschaftslehre sind herzlich willkommen. Wir sind für jede Unterstützung dankbar“, erklärt Schedl.</p>
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<p><b>Ein Arbeitstag in Zahlen</b></p>
<p>Die schnellsten sind die Roboter mit ihrer Geschwindigkeitsspanne von 0,1 bis 1 Meter pro Sekunde wahrlich nicht. Dennoch legt das Rudel an einem durchschnittlichen Tag mit 800 bis 850 Fahrten 620 Kilometer zurück. Die längste zu überwindende Distanz in dem Netz aus Wegen ist 2,5 Kilometer lang. Transportiert wird bis auf organische Materialien alles, was im Klinikum von A nach B muss. Jeder einzelne Roboter kann bis zu 200 Kilogramm tragen. Hierfür sind täglich 600 Container im Einsatz, allein 125 für den Transport der Patientenmenüs aus der Mensa auf die einzelnen Stationen. Trotz der Arbeitserleichterung für die Logistik bedeuten die Roboter zugleich einen Mehraufwand für die menschlichen Mitarbeiter. Auf jeder Station gibt es jeweils einen Ver- und Entsorgungsraum. Hierhin bringen die Roboter entweder die bestellten Container oder holen diese ab. Dabei schaffen sie es zwar selbstständig die Türen zu öffnen, aber für die weiteren Vorgänge brauchen sie menschliche Hilfe. Sobald ein Transport eingetroffen ist, wird das Pflegepersonal optisch und per Telefon benachrichtigt. Dies ist das Signal, dass sofort ein Mitarbeiter den eingetroffenen Container aus der Bahn des Roboters entfernen muss, damit mögliche Folgelieferungen ausreichend Platz bei der Ankunft vorfinden. Trotz der zu Beginn der Systemeinführung durchgeführten Schulungen ist auch das Entsenden über die erwähnten Ports für so manche Schwester noch problematisch. Die Spontanität fehlt den „Ameisen“, wie die Roboter liebevoll vom Klinikpersonal genannt werden, also vollkommen. Jede kleine Unebenheit oder Verzögerungen im Ablauf irritieren die Transportsysteme und führen zu Komplikationen. „Disziplin – gerade beim Klinikpersonal – ist daher ganz besonders wichtig für ein reibungsloses Funktionieren des Systems“, betonen sowohl der Ranger als auch das Leittier des Rudels mehrmals. Die Akzeptanz für die neuen Klinikbewohner war beim übrigen Personal wohl von Anfang gegeben, doch gerade in der Anfangsphase gab es Unfälle. Da kam es schon mal vor, dass Essenscontainer nicht ordnungsgemäß verschlossen wurden und die Suppe über die Flure lief.</p>
<p><b>Instinktives Verhalten im Rudel</b></p>
<p>Besonders unglücklich war der erste Rollstuhlfahrer, der beim Verlassen des Fahrstuhls auf einen Roboter samt Container traf, ohne dass an ein Vorbeikommen zu denken war. Heute helfen Laserleisten in allen Fahrstühlen erneute Unfälle dieser Art zu verhindern. Und auch sonst haben die Roboter viel Respekt vor ihrem natürlichen Feind „Mensch“. Sobald Laser an der Vorderseite des Roboters ein Hindernis ausmachen, drosselt die Ameise ihre Geschwindigkeit und hält bei geringen Distanzen sofort an. Ein direkter Körperkontakt ist also nicht möglich. Gerade ältere Patienten aus den ländlichen Regionen rund um Greifswald freuen sich über die Abwechslung im Dschungel und bewundern die technologische Schöpfung. Auch innerhalb des Rudels herrscht Rücksicht. Was beim Menschen nicht immer gelingt, funktioniert in der Technologie einwandfrei. Kreuzen sich zwei Roboter, gilt rechts vor links. Unfälle gab es noch keine und auch vor den Fahrstühlen gibt es heute kein Gedrängel mehr.</p>
<p>Nach einem anstrengenden Arbeitstag gibt jeder Roboter seinen letzten Container am Wasserloch, einer Waschstraße auf der Sterilisationsstation des Klinikums, ab und macht sich auf zur nächsten von insgesamt 15 Ladestationen. Ja, auch ein Roboter wird mal müde. Die Erholungsphase dauert von 22 bis 4 Uhr an, vor allem damit die Patienten keinen Revierkampf anzetteln. Nur Notfahrten, zum Beispiel mit Operationsbesteck, sind während der Nachtruhe erlaubt. Doch spätestens um 4.45 Uhr ruft das Frühstück das Rudel wieder aus seinen Rückzugsorten.</p>
<p><em>Ein Text und Fotos von Lisa Klauke-Kerstan</em></p>
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